Wie der Organspender-Rückgang gutgerechnet wird. Der Spiegel fällt natürlich darauf herein

Seit Jahren sinkt in Deutschland die Zahl der Organspender. Seit Jahren entgehen der Transplatationsindustrie, entgehen Ärzten und Krankenhäusern Einnahmen in Millionenhöhe. Seit Jahrem trommeln Regierungsstellen für die Organspende.

Es bringt nichts.

Die Spendebereitschaft ist ungebrochen niedrig.

Was also tun?

  • Schritt 1: die Ursache neu erfinden;
  • Schritt 2: Potentiellen Spendern, die unwillig sind, den EINDRUCK vermitteln, sie seien ziemlich alleine mit ihrer Unwilligkeit;
  • Schritt 3: Organspende obligatorisch machen und nur die (nicht) ausnehmen, die explizit erklären: Wir geben nichts!
  • Schritt 4: Zurücklehnen und den steigenden Profit aus Transplantationen genießen.

Wir sind derzeit bei Schritt 1.

Kevin Schulte und 9 Mitverschworene haben eine angebliche Studie ausgeführt, die zu dem Ergebnis kommt, dass nicht die Spendeunwilligkeit der Grund dafür ist, dass in Deutschland so wenige Organe gespendet werden, sondern dass in Krankenhäusern ein „Erkennungs- und Meldedefizit“ vorhanden ist. Würden “potentielle Organspender” besser erkannt und gemeldet, dann wären „statt der tatsächlich durchgeführten 877 Organspenden 2780 Organspenden realisiert“ worden.

Das behaupten die Autoren und beim Spiegel frisst man es natürlich. Eine Nina Weber nimmt es zum Anlass, um deren Schlussfolgerung an den Leser zu bringen: „Der zunehmende Mangel an Organspendern lässt sich nicht dadurch erklären, dass es zu wenige mögliche Spender gibt. Stattdessen ist Kern des Problems, dass die Krankenhäuser diese zu selten erkennen und melden“.

Wir verweisen unsere Leser auf den Begriff „mögliche Spender“.

Sind Ärzte in Krankenhäusern damit überfordert, einen Organspendeausweis zu lesen und erkennen so potentielle Organspender nicht?
Will man behaupten, dass der Rückgang der Anzahl gespendeter Organe nicht durch eine zurückgehende Spendenbereitschaft, sondern durch Krankenhäuser, die potentielle Spender nicht erkennen und melden, verursacht ist, dann muss man zeigen, dass Spender mit Ausweis nicht als solche erkannt werden.

Aber genau das tun die 10 statistischen Quacksalber in ihrem Beitrag nicht.

Wir zitieren:

„Die Krankenhausleistungsdaten gemäß § 21 KHEntgG wurden in einem vierschrittigen Prozess analysiert, um zunächst die möglichen Organspender zu ermitteln:

● Schritt 1: Selektion aller Behandlungsfälle des entsprechenden Jahres mit dem Entlassungsgrund „Tod (079)“
● Schritt 2: Selektion der Verstorbenen mit einer Haupt- oder Nebendiagnose, die mutmaßlich zu einer schweren, irreversiblen Hirnschädigung geführt hat
● Schritt 3: Exklusion jener Fälle, bei denen eine codierte Kontraindikation für eine Organspende vorlag und
● Schritt 4: Exklusion jener Behandlungsfälle, bei denen keine Beatmungsstunden abgerechnet wurden;“

Die „potentiellen Organspender“, die die Autoren aus ihren Daten extrahieren, sind deshalb potentielle Organspender, weil sie Ersatzteile in Organform in sich tragen, die die Transplantationsindustrie gewinnbringen verwenden könnte, nicht etwa WEIL SIE SICH BEREIT ERKLÄRT HÄTTEN, ORGANE ZU SPENDEN:
Sie sind also nur in der Weise „potentielle Spender“, wie Sie und wir potentielle Spender sind, lediglich der Fuß, den sie schon im Jenseits haben, unterscheidet sie von uns.

Das nennt man einen Etikettenschwindel und man würde von einem Journalisten erwarten, dass er es bemerkt. Immerhin reden die Autoren durchweg von potentiellen Organspendern und machen, wie wir oben zitiert haben, offensichtlich, dass ihre potentiellen Organspender einfach nur als Fleischmasse gezählt werden, nicht als willensbewerte Person, die ein Einverständnis erklärt hat.

Natürlich wäre ein solcher Versuch der Täuschung zu offensichtlich. Deshalb bedienen sich die 10 Autoren noch eines weiteren Tricks. Sie nehmen einen Modellversuch, der 2010 bis 2012 durchgeführt wurde, zur Hand und entleihen sich dessen Ergebnisse (d.h. die Ergebnisse, die den ihren nicht widersprechen). In 112 Krankenhäusern, die am Modellversuch teilnahmen, wurde versucht, die Spendequote zu erhöhen. Das Ergebnis des Versuchs widerspricht dem Ergebnis, zu dem die 10 Autoren kommen:

“Die Ergebnisse der Inhousekoordination zeigen, dass die im internationalen Vergleich unterdurchschnittlichen Spenderraten in Deutschland im Wesentlichen nicht auf unzureichende Meldungen potentieller Spender durch die Krankenhäuser zurückzuführen sind.” (11)

Im Rahmen dieses Modellversuchs, dessen Ergebnisse den ihren widersprechen, so behaupten die Autoren, sei eine Realisationsquote von 10,2% ereicht worden, also 10,2% der potentiellen Spender wurden ihrer Organe entledigt. Diese 10,2% (die wir nicht finden können) haben die Autoren kurzerhand auf die 27.258 möglichen Organspender des Jahres 2015 übertragen, die sie errechnet haben.

Statistisch betrachtet ist das unlauter.

Ethisch betrachtet grenzt das an Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Grundsätzlich betrachtet grenzt es an den Aufruf zur fahrlässigen Tötung oder wie es im Bericht des Koordinationsprojektes, auf das sich die Autoren beziehen, heißt:

“Diese möglichen Spender sind aber ausdrücklich nicht mit tatsächlichen Spendern gleichzusetzen. Denn bei den möglichen Spendern ist weder gewährleistet, dass der Hirntod ggf. festgestellt worden wäre, noch dass bei festgestelltem Hirntod die medizinischen oder rechtlichen Voraussetzungen zu Organspende vorgelegen hätten. Das tatsächlich realisierbare Spenderpotential würde dementsprechend (ggf. merklich) niedriger ausfallen als das mögliche Spenderpotential” (8)

Journalistisch betrachtet reicht es, damit sich Nina Weber vom Spiegel vor den bereitgestellten Karren spannt und das angebliche Ergebnis, nachdem die Spendenbereitschaft der Bürger gar nicht zurückgegangen ist, in die Welt zu posaunt.

Die Frage, ob Bürger Organspendeunwillig oder Organspendenbereit sind, wurde von Schulte und seinen Konsorten ÜBERHAUPT nicht untersucht. Die Meldung im Spiegel und in anderen Gazetten ist also FAKE NEWS, FAKE NEWS, die der Transplantationsindustrie nutzen soll, deren Profit steigern soll, FAKE NEWS, für die man wie immer in Mainstream-Medien einen Dummen gefunden hat, der sie verbreitet.

Die nützlichen Idioten sterben nicht aus, aber sie sterben und spenden ihre Organe.

Zusammenfassung:

  • Mögliche oder potentielle Spender sind Organbehältnisse in Menschenform, die alle Voraussetzungen erfüllen, um den Profit der Transplantationsindustrie zu sichern.
  • Realisationsquoten sind Entnahmeerfolgsquoten bei möglichen oder potentiellen Organspendern.
  • Mögliche Organspender sind NICHT Spender, die ihr Einverständnis erteilt haben, ausgenommen zu werden. 
  • Realisationsquoten basieren auf Personen mit Organspendeausweis und auf solchen, bei denen es gelungen ist, die Angehörigen der zu irreversibel hirngeschädigt Erklärten so zu beschwatzen, dass sie einer Ausweidung zugestimmt haben.

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Neuzüchtung der Bürger – Stromstöße und Willfährigkeitswissenschaftler

Gene für Intelligenz gefunden!“ Die ZEIT hat es gerade erst vermeldet. Forscher haben Gene gefunden, von denen sie denken, sie hätten etwas mit Intelligenz zu tun. „Electrical brain stimulation may help reduce violent crime in future”, so vermeldet der Guardian die Ergebnisse einer Untersuchung von Olivia Choy, Adrian Raine und Roy H. Hamilton.

Wir haben ein deja vu.

Wir fühlen uns zunehmend mulmig mit einer Wissenschaft, die so bereitwillig denen, die gerne Herrscher sein wollen, Mittel zur Verfügung stellt, um andere zu beherrschen.

Beispiele gefällig?

Degenerierte Ergebnisse aus sozialwissenschaftlichen Experimenten werden unter der Bezeichnung „Nudging“ an politische Möchtegern-Herrscher geliefert, um deren Bemühen, Menschen, die partout nicht richtig handeln wollen, also so, wie es den Möchtegern-Herrschern gerade geföllt, zum richtigen Verhalten zu leiten.

Ärzte und die unter ihnen, die aus wenig Beobachtungen allgemeine Gesetze abbeiten, über die Gesundheit von Menschen und was ihr besonders zu- bzw. abträglich ist, und zwar ohne Ansehen der Person, sind zu Hilfstruppen derer avanciert, die den Volkskörper gesund erhalten wollen. Denn nur ein gesunder Bürger ist ein produktiver Bürger. Und davon abgesehen ist ein gesunder Bürger ein billiger Bürger, der in Gesundheitssysteme einzahlt ohne die entsprechende Summe je wieder zu entnehmen, so dass man freiwerdende Mittel für politische Geschenke (Homosexuelle haben auch ein Recht auf in vitro Fertilisation, das von anderen finanziert werden muss o.Ä.) verwenden kann.

Viele Sozialwissenschaftler sind längst zur Propaganda- und Legitimationstruppe der Regierung verkommen, deren Aufgabe darin besteht, Maßnahmen, mit denen die Bürger zu richtig eingestellten Bürgern erzogen werden sollen, zu legitimieren und den Boden zu bereiten, damit staatliche Organisationen die Erziehung des zukünftigen Bürgers bereits im Säuglingsalter und in Kinderkrippen übernehmen können.

All diese Entwicklungen wären ohne die willfährige Beteiligung von Wissenschaftlern nicht möglich. Durch diese Entwicklung ist ein neuer Graben in Gesellschaften entstanden, der zwei Klassen von Menschen trennt: Jene, die sich anmaßen, andere zu erziehen und deren Helfershelfer auf der einen Seite und jene, die zum Objekt der Erziehungsversuche, zum willenlosen Zellhaufen, den man nach Belieben nudgen, erziehen, gesund ernähren und leben lassen kann (oder auch nicht), erklärt werden.

Böse Zungen behaupten, die Herren- und die Untermenschen seien in neuem Gewandt zurückgekehrt, aber das behaupten natürlich nur böse Zungen, die von Regierungsvasallen noch nicht zur richtigen Einstellung bekehrt werden konnten.

Die Freiheit, die Willensfreiheit von Bürgern, sie wird mit dieser Breitseite politisch-korrekter Kanonade zur Farce. Wer von der Wiege bis zur Bahre gemanaged wird, dessen Willensfreiheit besteht nicht einmal mehr auf dem Papier. Er ist zum Spielball der Interessen anderer geworden. Und der Trick, dessen sich diese anderen bedienen, ist der alte Trick, dessen sie sich immer bedient haben: Es sei, so sagen sie dem armen Naiven, doch nur zu seinem Besten.

Und wenn etwas nur zum Besten von armen Menschen, die ohne den Willen leben, sich zum Besten zu verhalten, also zu dem Besten, was andere für sie zum Besten erklärt haben, erfolgt, dann kann man so ziemlich alles unter dieses Rubrum einordnen.

So auch die oben berichtete Forschung von Choy, Raine und Hamilton, die den präfrontalen Cortex von Versuchspersonen stimulieren und der Ansicht sind, diese Stimulation habe dazu geführt, dass die Versuchspersonen weniger aggressiv seien als andere, deren präfrontaler Cortex nicht stimuliert wurde.

Verkauft wird dieses Ergebnis als Mittel gegen Gewaltkriminalität.

Man fühlt sich unwillkürlich an die dunklen Zeiten der frühen Gefängnisse (die wurden erst in viktorianischer Zeit wirklich erfunden) erinnert, in denen Gefangene mit allerlei harten körperlichen Aufgabe in Laufrädern oder mit sonstigen Apparaturen, in Dunkelhaft oder mit sonstigen Methoden, die häufiger als nicht, die Erlösung des kriminellen Sünders im Jenseits nach sich zogen, zum rechten Leben bekehrt werden sollten. Seither haben sich Versuche Menschen, die wie stark auch immer von dem abweichen, was die jeweilige Gesellschaft gerade als normal ansieht, mit medizinischen Methoden zur Normalität zurück zu zwingen, vom Stromschlag bis zur Hormonbehandlung bei Homosexualität, der z.B. Alan Turing zum Opfer gefallen ist, regelmäßig wiederholt.

Tatsächlich haben die drei Forscher, deren Forschung eine elektrische Stimulanz gegen Gewaltkriminalität bringen soll, folgendes getan.

Sie haben ihre 81 Testpersonen in zwei Gruppen geteilt.

Eine Gruppe erhielt eine leichte Stromstimulation des präfrontalen Cortex, die andere nicht.

Anschließend wurden allen Testpersonen Szenarien vorgelegt, in denen sich ein Akteur kriminell verhält.

Dann sollten die Testpersonen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass sie sich so wie der Akteur, von dem sie gerade gelesen hatten, verhalten.

Und dann durften Sie sich vorstellen ihre negative Energie an eine Voodoo-Puppe übertragen zu können. Eine bis 51 virtuelle Stecknadeln konnten sie in die virtuelle Computerpuppe stecken. Je mehr Stecknadeln, desto mehr negative Energie wird übertragen, so die wirre Idee.

Die Forscher haben also keinerlei Messung von Verhalten.

Sie haben mit Stromstimulation herumgespielt, Testpersonen mit Szenarien konfrontiert, deren Aggression, wie sie behaupten, gemessen und festgestellt: Die Stimulierten sind weniger aggressiv.

Wirklich?

Die Skala der Aggressivität reicht von 1 „gar nicht“ bis 10 „sehr“. Der Mittelwert für 81 Personen liegt bei 2.26. Wurde hier Aggressivität gemessen?

Maximal 51 virtuelle Stecknadeln konnten Testpersonen in eine Computerpuppe stecken. Im Mittel sind es 3,91. Kann man hier von negativer Energie sprechen?

Die angeblichen Forscher tun es.

Sie interpretieren die bei ihren Testpersonen kaum vorhandene negative Energie und die noch seltenere Identifikation mit einem kriminellen Charakter als Aggression und finden doch tatsächlich eine Unterschied bei ihren 81 Testpersonen.

Diese Forschung ist nicht nur ein Beispiel für Junk-Science. Sie ist auch ein Beispiel dafür, wie systematisch no-go-areas von willfährigen Wissenschaftlern besetzt werden.

Wir gehören zu denjenigen, die die Freiheit der Wissenschaft verteidigen. Deshalb sehen wir die derzeitige Entwicklung, die immer mehr vermeintliche Wissenschaftler ihre Erfüllung darin finden sieht, sich bei Regierungen als jemand anzudienen, der Fehler in seinen Mitmenschen zu korrigieren verspricht, mit großer Sorge. Längst sind große Teile der Wissenschaft zu reinen Zuarbeitsmanufakturen für politisch gewünschte Ergebnisse geworden.

Die Aggressivität, mit der manche unter diesen wissenschaftlichen Vasallen und ihre politischen Herren versuchen, das, was sie für Fehler in Einstellung und Handeln bei anderen Menschen, natürlich nicht bei sich selbst, ansehen zu behandeln, zeigt deutlich, wo diejenigen zu finden wären, die Stromstimulation benötigen würden, wäre auch nur ansatzweise der Hinweis erbracht, dass die von Choy, Raine und Hamilton fabrizierte Forschung etwas anderes ist als eine Phantasie in Korrelation.

Aber die Untersuchung von Choy, Raine und Hamilton ist exemplarisch. Sie ist ein gutes Beispiel für die Andienforschung, deren Ziel darin besteht, denen, die politisch herrschen wollen, zu gefallen, um als förderwürdig zu erscheinen., um sich dem Heer derer anzuschließen zu können, die Willfährigkeits-Forschung betreiben und ihren ganzen Wert daraus nehmen, dass sie Fehler bei anderen behandeln zu können glauben.

Die Domestizierung des Bürgers ist in vollem Gange.

Die körperliche Integrität von Menschen wird wieder einmal dem „gesellschaftlichen Guten“ geopfert.

Das letzte Mal führte der Versuch, die gesunde arische Rasse zu züchten, direkt in die Konzentrationslager der Nazis. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Versuche dieses Mal einen anderen Verlauf nehmen werden.

Choy, Olivia, Raine, Adrian & Hamilton, Roy H. (2018). Stimulation of the Prefrontal Cortex Reduces Intentions to Commit Aggression: A Randomized Double-Blind, Placebo-Controlled, Stratified, Parallel-Group Trial.

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„Langzeitwirkungen der Willkommenskultur“ BMBF zahl 844.527 Euro für … Unsinn … Junk … ABM

Wenn Sie hören, dass das BMBF 844.527 Euro für ein Projekt ausgibt, das die “Langzeitwirkungen der Willkommenskultur” untersuchen soll, was fällt Ihnen dann dazu ein?

  • Offensichtlich hat man keine Ahnung davon, welche „Langzeitwirkungen“ die “Willkommenskultur” nach sich ziehen wird, sonst müsste man sie nicht untersuchen.
  • Offensichtlich hat man keine Ahnung davon, welche finanziellen, gesellschaftlichen und ethischen Folgen die “Willkommenskultur” nach sich zieht, sonst müsste man sie nicht untersuchen.
  • Offensichtlich hat man Millionen von Flüchtlingen mit “Willkommenskultur” nach Deutschland geholt, ohne eine Idee davon zu haben, welche “Langzeitfolgen” diese “Willkommenskultur” nach sich zieht.

Alles schlimm genug.

Aber anscheinend will das BMBF zumindest einen Teil des Schadens, der nicht bekannt ist, vielleicht auch einen Teil des Nutzens, der ebenso wenig bekannt ist, wissenschaftlich auffinden lassen. Und gibt dafür rund 850.000 Euro aus.

  • Um die finanziellen Folgen der Willkommenskultur zu untersuchen, so denkt man.
  • Um die gesellschaftlichen Folgen der Willkommenskultur zu untersuchen, so denkt man.
  • Um die ethischen Folgen, also die Fragen nach einer gerechten Verteilung von Steuerlast und Transfer-Wohltat, zu untersuchen, so denkt man.

Irrtum!

Untersucht werden soll das:

The Snout in the Trough

„Inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes sind Bewegungs- und Organisierungsdynamiken in Flüchtlingshilfeorganisationen. Auch die Rolle von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern als Schutzorte werden untersucht. „Wir gehen davon aus, dass die Situation regional sehr unterschiedlich ist“, sagt Projektmitarbeiterin Dr. Katherine Braun vom IMIS. „Daher werden wir in sechs Städten, in Dresden, Hamburg, Kassel, München, Osnabrück und Tübingen Interviews führen und uns mit den lokalen Besonderheiten vertraut machen.“

Das BMBF gibt einmal mehr rund 850.000 Euro aus, um Genderisten durchzufüttern und es ihnen zu ermöglichen, eine Nabelschau unter Ihresgleichen durchzuführen und sich zum gemütlichen Kaffeeklatsch mit Mitarbeitern in Flüchtlingshilfeorganisationen und Frauenhäusern zu treffen. Wir denken schon mit Grauen an die wilden Interpretationen der angeblichen Experteninterviews, die im Endbericht des „Verbundprojekts“ zu finden sein werden. Interviews in sechs Städten sollen geführt werden. Qualitative Interviews mit Sicherheit, Interviews, auf deren Grundlage man keine begründeten Aussagen treffen kann, die über die Interviews hinausweisen, Interviews, in die man alles hineinlesen kann, was einem so einfällt, Interviews, deren Führung und Auswertung vermutlich einmal mehr unter kompletter Auslassung aller methodischen Vorarbeiten und Grundlagen erfolgen wird, die selbst in der qualitativen Sozialforschung vorhanden sind. 

Aus dem Projekt können zwar keinerlei Ergebnisse dazu resultieren, wie die Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen die gesellschaftlichen Dynamiken in Deutschland verändert hat, aber wir werden mit Sicherheit Dinge lesen wie: Fatima T hat sich gefreut, im Frauenhaus von H aufgenommen worden zu sein, oder: Die Leiterin der Flüchtlingshilfe in Kassel wünscht sich, dass die staatliche Finanzierung einfacher zu erhalten ist.

850.000 Euro sinnlos verprasst.

Genderismus hat Rent Seeking und Sponging auf ganz neue Höhen geführt und mit der Junk oder Sinnlos-Forschung einen ganz neuen Bereich geschaffen, in den Ministerien Steuergelder pumpen können ohne je auf einen Boden, geschweige denn, ein verwertbares Ergebnis zu treffen.

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AfD-Wähler pessimistisch und ängstlich – Adenauerstiftung veröffentlicht jetzt auch Junk

Oft reichen schon die ersten Sätze einer angeblich wissenschaftlichen Studie, um zu wissen, dass man es mit Junk zu tun hat. Unter dem Titel „Von A wie Angst bis Z wie Zuversicht“ hat die Konrad-Adenauer-Stiftung die Ergebnisse einer natürlich „repräsentativen Untersuchung zu Emotionen und politischen Einstellungen“ veröffentlicht.

Die vermeintliche Untersuchung ist Junk, wie gleich zu Beginn deutlich wird:

„In der Wahl- und Parteienforschung herrschten lange Zeit Erklärungsansätze vor, die von rationalen Akteuren und Entscheidungen ausgingen. Die Bedeutung von Emotionen wurde hingegen vernachlässigt. Doch aus der Psychologie weiß man inzwischen, dass „[o]hne Emotionen […] alle Optionen gleich viel wert [wären], und es wäre uns egal, was wir präferieren, wählen und tun würden“. Inzwischen beschäftigt sich auch die Politikwissenschaft mit dem Einfluss von Emotionen.“

Diese Sätze stammen von Sabine Pokorny, die bei der KA-Stiftung (KA für Konrad Adenauer oder Keine Ahnung) „seit September 2011 Koordinator… Empirische Sozialforschung in der Hauptabteilung Politik und Beratung“ ist. Pokorny hat nie Politikwissenschaft studiert, insofern ist es nicht verwunderlich, dass sie Unsinn schreibt.

In der Wahl- und Parteienforschung herrscht das Problem vor, dass sich Wahlverhalten nicht als rationale Entscheidung erklären lässt. Die einzige Theorie der rationalen Wahlentscheidung (im doppelten Sinne) stammt von Anthony Downs und formuliert das Gegenteil, dass es für Wähler NICHT rational ist, wählen zu gehen, denn ihre Stimme ist nichts wert. Wer merkt es, ob Hans X die CDU gewählt hat? Niemand. Warum bleibt Hans X dennoch nicht zuhause, warum verhält er sich irrational und geht wählen?

Reichen wir die Frage weiter an Max Weber, dessen Handlungstypen sich in den Theorien, die tatsächlich die Wahl- und Parteienforschung lange Zeit beherrscht haben, wiederfinden.

Wähler wählen Parteien, weil sie einen irrationalen Glauben an deren „Mission“ teilen, eine Mission mit historischen Wurzeln in Konfliktlinien zwischen Stadt und Land, Arbeitern und Unternehmern, Religiösen und Atheisten. Die Cleavage-Theorie erklärt Wahlverhalten über eine Art der irrationalen Vasallentreue. Warum ist jemand heute noch der Überzeugung, die SPD sei eine Arbeiterpartei und wählt die Partei deshalb? Die Antwort von Stein Rokkan und Seymour Martin Lipset: Weil sie an den Gründungsmythos der Partei, der die SPD zum Kämpfer für Arbeiterinteressen stilisiert, glauben und sich in der Sozialstruktur ihrer Gesellschaft auf der Seite der Partei wähnen.

Tatsächlich sind die meisten Theorien, die versuchen, Wahlverhalten zu erklären, psychologische oder sozialpsychologische Erklärungen, wie Pokorny wüsste, wenn sie Ahnung hätte, was sie nachweislich nicht hat. Die „Parteidentifikation“ in den 1960er Jahren von Angus Campbell, Philip Converse und Warren Miller dem „American Voter“ auf den Leib geschrieben, geht von einer Sozialisation aus. Man wählt Parteien, weil man in ihre Wahl sozialisiert wurde, wählt was Großvater, Onkel und Bruder wählen, was die Peers für wählbar halten. Parteiidentifikation ist ein Sozialisationsergebnis, sie ist alles, nur rational ist sie nicht. Wahlverhalten ist traditionell oder affektiv, wenn gewählt wird, weil der Kandidat gefällt, bekannt als Theories of Candidate Attractiveness. Abermals stammen sie aus der Sozialpsychologie und rekurrieren nicht auf rationales Verhalten.

Lediglich der Median-Voter, den man vermutlich James N. Enelow und Melvin J. Hinich und ihrer Spatial Theory of Voting anlasten muss, rekurriert noch auf rationales Wahlverhalten. Er tut das unter Nutzung einer Kunstfigur, mit der sich erhebliche Zweifel verbinden, ob sie in der Wirklichkeit gefunden werden kann.

Lange Ausführung kurz gefasst: Theorien, die Wahlverhalten rational erklären wollen, herrschen nicht vor, sie führen bestenfalls eine Randexistenz und das schon seit Jahrzehnten. Was von den zitierten Erkenntnissen der „Psychologie“, nach denen ohne Emotionen alle Optionen gleich viel wert sein sollen, zu halten ist .. Machen wir ein Experiment. Entscheiden Sie sich zwischen Kartoffelchips und Schokolade. Wetten, Sie entscheiden nach Präferenz und Geschmack und ihre Liebe zur Kartoffel oder ihr Hass auf Schokoladenhersteller spielen keine Rolle?

Und weil Dilettantismus die Angewohnheit hat, zu einer Sucht zu werden, schreibt Pokorny weitere 14 Seiten voll, mit Ergebnissen, die natürlich repräsentative Befragungen erbracht haben sollen, Ergebnissen wie dem folgenden:

Ob Tabelle 1 auf schlechten Stil, vorsätzliche Irreführung oder Dilettantismus zurückzuführen ist, ist eigentlich egal, interessant ist nur, dass die Ergebnisse, die als Beleg für „Emotion“ angeführt werden, keinerlei Beleg für Emotion liefern, denn die Aussage, „wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland“, hat nichts mit Angst und nichts mit “Emotionen vor Zukunft” (3) zu tun, wie Pokorny behauptet. Das kann man leicht feststellen, wenn man den Ärger, den der Schreiber dieses Textes angesichts von solchem Junk, der Sozialforschung sein will, empfindet, den Ergebnissen gegenüberstellt.

Da AfD-Wähler die AfD wählen, weil sie mit dem Zustand von Deutschland nicht zufrieden sind, wäre alles andere als ihre Zustimmung zu der Aussage, dass Sie schwarz sehen, wenn „das“ so weitergeht, überraschend. Überraschend wäre auch, wenn man diese Ergebnisse interpretieren könnte, wie Pokorny das tut, denn um die Ergebnisse als „Emotionen“ interpretieren zu können, müsste man zumindest wissen, was „das“ ist, das, wenn es weitergeht, schwarz sehen lässt. Aber was „das“ ist, weiß man nicht. Die Befragten so wenig wie die Auszähler der Ergebnisse. Und deshalb haben wir alle ein unterschiedliches Verständnis davon, was „das“ ist, das bei Weitergehen schwarz sehen lässt. Es kann alles und gar nichts sein. Deshalb verbietet sich jede Interpretation, wie Pokorny wüsste, wenn sie von empirischer Sozialforschung auch nur rudimentäre Kenntnisse erworben hätte. Hat sie aber offensichtlich nicht. Hätte sie es, sie wüsste, ein „eher Zustimmen“ zur Aussage, dass wenn „das“ so weitergeht, man schwarz für Deutschland sehe, keinen generellen Pessimismus oder „negativen Blick in die Zukunft“ darstellt, oder nur dann, wenn man eine Nationalistische Perspektive einnimmt, die davon ausgeht, dass „das“ die alleinige und generelle Determinante der Zukunft ist. Um das festzustellen, dass das für „das“ so ist, müsste man wiederum wissen, was „das“ ist, auf das nunmehr die Befragten geantwortet haben, was man dummerweise nicht weiß, weshalb man nicht wissen kann, ob „das“ das ist, was die Zukunft alleine determiniert.

Eigentlich ganz einfach. Aber dennoch zu schwierig für die Adenauer-Stiftung. Oder: wo ein Wille zur Produktion bestimmter Ergebnisse ist, da ist auch immer ein Weg. Lauterkeit und empirische Sozialforschung sind dann eben „das“, was dann auf der Strecke bleibt.

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Kunst in der Einwanderungsgesellschaft

Noch eine Studie.

Man kann sich gar nicht mehr retten vor Studien,  … vor Junk Studien.

Es gehört heute zum guten Ton unter denen, die sich für Multiplikatoren halten und von sich denken, sie würden die öffentliche Meinung beeinflussen, Geld für eine eigene Studie aus dem Fenster zu werfen. DiMaggio und Powell erklären dieses Herdenverhalten mit Isomorphie und Phantasiemangel. Weil man nicht weiß, was man als z.B. Manager (oder Funktionär) von z.B. UNESCO Deutschland so machen soll und weil man keine Phantasie hat, um sich etwas Eigenes auszudenken, deshalb schaut man, was andere Manager (Funktionäre) tun, die mit dem gleichen Phantasiemangel geschlagen sind und sich ebenfalls in der Notlage finden, ihre Existenz rechtfertigen zu müssen, weil niemand weiß, wozu es sie gibt. 

Und was tun andere Manager oder Funktionäre. 

Bei Bertelsmann?

Bei Ministerien?

Bei Gewerkschaften?

Bei Stiftungen?

Bei Kirchen?

Bei NGOs?

Sie geben Studien in Auftrag. Studien, von denen man hofft, dass Sie es in die Mainstream-Medien schaffen.

In den Mainstream-Medien arbeitet eine andere Art von phantasielosen Managern inhaltsleerer Meldungen, Spezialisten der Kommunikation von Null-Nachrichten, die ebenfalls von Isomorphie getrieben sind, und das voneinander kopieren, was sie für “In-Themen” halten.

Deshalb hat man vor Jahren überall von Frauen und Quoten lesen müssen. Gähn.

Deshalb muss man heute von Rechtextremismus, Rechtspopulismus, Rechten, von Rechtsradikalen, von Flüchtlingen, Ausländern, LSBTusw, AfD und Rassismus lesen, in verschiedenen Medien, im gleichen Tenor.

Wer in Medien gelangen will, muss diese Isomorphie bedienen, muss eine Studie in Auftrag geben, in der z.B. irgendwas mit Flüchtlingen geforscht wird, z.B. etwas das sie für etwas Positives halten: Flüchtlinge und Kunst. Dazu gehören dann Begriffe wie Vielfalt, Integration, Diversität …

Oder etwas, was ihnen negativ vorkommt: Wer sich Sorgen um Einwanderung macht, ist verbittert, ein Verlierer, ein armer Schlucker, ein soziales Wrack, ein AfD-Wähler, ein Alkoholiker, ein Trump-Anhänger, ein Rechter… Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

In der entstehenen Atmosphäre, deren Spannung nur noch durch den Eurovisions-Songkontest überboten wird, die sich nur dem Exitement geschlagen geben muss, das vom Beobachten von trocknender Farbe ausgeht, finden sich dann Ankündigungen wie die folgende, die dem Heer der lahmen Zeitungs-Enten Flügel verleiht, phantasierende phantastische Flügel, die aus dem Ladenhüter von Meldung einen durchstartenden Cliffhanger machen, der Deutschlands Bürger nicht mehr schlafen lässt.

Freuen Sie sich auf die schlaflosen Nächte, die Ihnen bevorstehen, nachdem Sie die folgende Meldung der UNESCO gelesen haben:

“Am Donnerstag, den 17. Mai 2018, veröffentlicht die Deutsche UNESCO-Kommission in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung ihre Studie „Kunst in der Einwanderungsgesellschaft“ zum diesjährigen Reinhard-Mohn-Preis 2018 zum Thema „Vielfalt leben – Gesellschaft gestalten“.

Die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben untersucht, welchen Beitrag künstlerische Arbeit für das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft leistet. Gerne lassen wir Ihnen die vorläufige Pressemitteilung und die Hintergrundinformationen für Ihre redaktionelle Vorbereitung vorab zukommen unter Beachtung der folgenden Sperrfristen:
 
Sperrfrist Nachrichten-Agenturen: Mittwoch, 16. Mai 2018, 19 Uhr
Sperrfrist: Donnerstag, 17. Mai 2018, 5:00 Uhr
Printsperrfrist: Frei für Ausgabe am Freitag, 18. Mai 2018
 
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die

Deutsche UNESCO-Kommission
Projektkoordinator Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Peter Martin
Telefon: +49 228 60497-44
E-Mail: presse(at)unesco.de”

Für die, die es einfach nicht so lange aushalten, hier der Spoiler: Welchen Beitrag leistet Kunst für das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft: Vorhersehbar gar keinen. Das einzig Interessante an der Studie ist, wie die Autoren sich winden und biegen, um das Gegenteil in ihre Daten zu interpretieren. Wir vermuten, Sie haben Experteninterviews mit Künstlern geführt, und die entsprechenden Künstler danach gefragt, welchen Beitrag sie denken, für das Zusammenleben von Flüchtlingen und autochthoner Gesellschaft zu leisten und natürlich sind die Künstler davon überzeugt, dass sie einen großen, einen sehr großen Beitrag leisten, schon weil der Eintritt in die Berliner Brecht-Weigel Gedenkstätte für Flüchtlinge umsonst ist, oder so…

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