Alte faule Männer … Die Gesinnungsforschung ist wieder Junk Science geworden

Wie kommt man auf die Idee, die Frage, wer bei Rentnern, also bei Personen über 65 Jahren wie viel Hausarbeit macht zu untersuchen? Welche wissenschaftliche Erkenntnis kann man aus einer solchen Forschung gewinnen?

Keine. Und weil man keine wissenschaftliche Erkenntnis daraus gewinnen kann, deshalb ist es keine wissenschaftliche Forschung, sondern Gesinnungsforschung, mit der sich wissenschaftlicher Nachwuchs, im vorliegenden Fall der Doktorand Nicholas Adjei, dem man beim Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) einen Doktortitel verschaffen will, hofft andienen zu können. Er versucht, die armen Frauen, die selbst im Alter noch mit der Hausarbeit von ihren Männern alleine gelassen werden, wie er suggerieren will, politisch-korrekt und vor allem verbal zu retten und sich damit einen Karrieredienst zu erweisen. Wenn Andienen, das Verbreiten von Langeweile und vollständige Phantasielosigkeit die Eigenschaften sind, die eine Karriere befördern, dann ist Adjei ein „high fligher“.

Hat er doch Folgendes entdeckt:

„Bei der Auswertung zeigte sich ein deutliches Bild. Während die Frauen im Schnitt etwa fünf Stunden mit Hausarbeit verbrachten, hielten sich die Männer zurück. Sie arbeiteten im Schnitt nur drei Stunden im Haushalt“, sagt Nicholas Adjei, Doktorand in der Abteilung Prävention und Evaluation am BIPS und Erstautor der Studie. „Bei der Art der Hausarbeit gibt es deutliche Unterschiede. Frauen beschäftigen sich im Schnitt fast 220 Minuten täglich mit Kochen, Einkaufen und Putzen – Männer dagegen nur knapp 90 Minuten. Bei Gartenarbeiten und handwerklichen Tätigkeiten zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Hier sind Männer fast 70 Minuten täglich aktiv, Frauen dagegen nur knapp 40 Minuten.“

Der politische Andienschluss, von dem sich Adjei Brownie-Punkte erhofft, er lautet:

„Eine gleichmäßigere Verteilung aller Hausarbeiten auf Frau und Mann könnte also durchaus sinnvoll und fair sein.“

Es gibt vermeintliche Forschungen, die kann man mit einem einzigen Blick auf die Verteilung der verwendeten Variablen als Junk Science entlarven. Das, was aus dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in die wissenschaftliche Welt emittiert wird und die wissenschaftliche Luft belastet, es hat diese Qualität.

Jeder Leser wird uns sicherlich zustimmen, dass Arbeit dann, wenn man sie teilen kann, schneller erledigt ist. Weil zwei vergleichbare Arbeit schneller erledigt haben als einer kann man annehmen, dass in einem Einpersonenhaushalt die eine Person mehr Zeit für Kochen, Reinigen und Einkaufen (das zählt Adjei als Hausarbeit) aufwenden muss, als zwei Personen, die sich diese Arbeit teilen können. Einer reinigt, während der andere einkauft, beide kochen zusammen.

Zustimmung allenthalben?

Gut.

41,6% der Frauen im Sample von Adjei leben alleine, aber nur 18,2% der Männer. D.h. gut ein Viertel mehr Frauen als Männer muss die gesamte Arbeit alleine erledigen, weil ihr Mann schon verstorben ist oder sie aus anderen Gründen alleine sind. Entsprechend ist es kein Wunder, wenn Frauen insgesamt mehr Zeit für Kochen, Reinigen und Einkaufen aufwenden als Männer, weil viel mehr Frauen als Männer diese Tätigkeiten alleine erledigen müssen, weil sie nämlich alleine leben.

Damit ist das Ergebnis, das Adjei so großspurig verkündet und der Schluss, den er mit Blick auf die Fairness zu ziehen können glaubt, gerade geplatzt wie eine Seifenblase, so dass man die Frage, wie es sich denn mit der Lebensarbeitszeit im Hinblick auf Fairness verhält, gar nicht stellen muss. Die Frage, wie Hausarbeit zwischen zwei Partnern verteilt wird, hat übrigens gar nichts mit der Frage zu tun, ob eine gleiche Verteilung fair ist (Die Vorstellung, dass etwas, das gleichverteilt ist, damit automatisch fair verteilt wurde, ist an Dummheit kaum zu überbieten). Aber diese Feststellung überfordert Adjei vermutlich. Bei ihm reicht es allen Anscheins nach nur dazu, sich als Trittbrett-Genderlamentierer zu verdingen und viel Geld für keine Erkenntnis zu verschwenden.

Wie lebt man eigentlich in dem Bewusstsein, Geld von Steuerzahlern zu verschwenden, um sich anzudienen? Wie steht es hier mit der Fairness? Ist es fair, Steuergeld für sinnlose Forschung zu verschwenden, für das normale Bürger zuweilen in Nachtschicht arbeiten müssen oder für das sie Tätigkeiten ausführen müssen, die dazu führen, dass Adjei sie nicht mehr befragen kann, weil sie nämlich bereits und infolge eines anstrengenden Arbeitslebens verstorben sind. Kann man es rechtfertigen, Junk wie den von Adjei auf dem Rücken dieser Menschen zu finanzieren?

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Nutella causes Hate Crimes and bad publicity for the University of Warwick

Two students of the University of Warwick make headlines in Germany.

Fanning the Flames of Hate” is the title of a self-acclaimed scientific paper published on the Social Science Research Network (SSRN). Usually SSRN is a portal known to scientists and a few journalists. The bulk of papers on SSRN fade into oblivion never to be seen or discussed again unless they find their way into a scientific journal.

The paper, published by Karsten Müller and Carlo Schwarz, two students, one a Phd candidate, one a Phd student of the University of Warwick, is different. It is being distributed within German networks that make their living from the fight against so-called hate crimes. Within these networks the gist of Müller and Schwarz’s paper is eagerly consumed. Among those in raptures about the paper are the Amadeu-Antonio-Stiftung, a German Quango on payroll of the German Ministry for Family, the Elderly, Women and Juveniles. The Amadeu-Antonio-Stiftung is headed by a former unofficial informer of the Stasi, the agency of the German Democratic Republic responsible for spying on its own citizens, relying mainly on unofficial informers to do so. The Amadeu-Antonio-Stiftung is also the provider of data used by Müller and Schwarz, data, well known even to German media for fabrication and unreliability.

What may entice two students of the economics with close to no expertise in explaining human behaviour, two students devoid of insights into more than one century of theoretical work in the social sciences to use unreliable data, provided by a Quango and to publish a paper that does not even meet rudimentary standards of scientific rigour as a detailed critique elsewhere on the German Science portal “sciencefiles.org” shows?

Maybe this is a desperate attempt to further their careers by jumping the bandwagon of politically correct pseudo science. Or they made themselves a paid or willing accomplice to a German Quango, whose funding has become rather doubtful, now that the party “AfD”, the Alternative for Deutschland, is elected to the Bundestag.

Both alternatives are inacceptable to scientists.

Müller and Schwarz claim to have shown that comments on the Facebook-site of the AfD cause local hate crimes. This is a whopper of a result. There is no way to find a theoretical link between one man making a comment on Facebook and another smudging a wall of a refugee asylum with Nazi-Insignia. As is well known to scientists, you can correlate almost any nonsense and get a sizable association. Tyler Vigen has developed a certain virtuosity in producing “spurious correlations”. Just as dubious is the correlation between comments on refugees on Nutella’s Facebook site and local hate crimes which the authors found as well in their strange data. Beware of Nutella-Eaters, they come and get you! This result, while it shows the sub-standard junk science Müller and Schwarz produced, is not mentioned by the authors in their “results” section. One has not to ask the question why.

Two Phd students from the University of Warwick pose as “researchers from the University of Warwick” in German media. They use data that are widely known for its unreliability. They provide results that can be used by the originator of these unreliable data, the Amadeu-Antonio-Stiftung, to agitate against a party (the AfD) that has 94 seats in the democratically elected German Bundestag, a party that threatens the very existence of the Amadeu-Antonio-Stiftung by questioning their funding from taxpayers’ money.

It is even more surprising that a scientific institution like the University of Warwick is an onlooker in this junk science circus, obviously waiting for the show to end. End it will, however, the damage done to the reputation of the University of Warwick in Germany and elsewhere will certainly be considerable.

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Hasskriminalität und AfD auf Facebook: Blühende Phantasterei

Oder:
Von der Beschränkung des Denkens – Assoziation mit AAS-Daten zerstört das Denkvermögen

Wenn Ökonomen, die sich als PhD Candidate bzw. PhD Student, also als weiter oder weniger weit fortgeschrittene Doktoranden, an der University of Warwickshire verdingen und dabei vor allem mit Banken und Finanzkrisen und latenten Variablen in STATA beschäftigt sind, plötzlich ihr Interesse für mehr soziologische Themen entdecken, dann stehen denen, die Soziologie noch gelernt haben, regelmäßig die Schweißperlen auf der Stirn.

Karsten Müller und Carlo Schwarz, die in Coventry an der dortigen University of Warwickshire versuchen, den Titel eines Doktors der Ökonomie zu erwerben, gehören zu den Schustern, die ihre Leisten verlassen, um in fremden Gefilden zu wildern und auf Züge aufzuspringen, von denen sie denken, sie hätten die Station Erfolg zum Ziel.

Die meisten Ökonomen zeichnen sich dann, wenn sie soziologische Themen entdecken, nicht unbedingt durch Kreativität und Witz aus, vielmehr verursachen ihre Versuche, menschliches Handeln außerhalb ihrer Expertise des Geldverkehrs zu erklären, zumeist einen Zustand zwischen Erschrecken und Belustigung bei denen, die es besser wissen.

Bei uns zum Beispiel.

Wir und nicht nur wir wissen, dass soziologische Erklärungen und nicht nur soziologische Erklärungen, sondern alle Erklärungen, die den Anspruch erheben, eine gewisse Relevanz zu besitzen, eine THEORIE benötigen. Eine Theorie, das sei Müller und Schwarz erklärend mit auf dem Weg gegeben, das ist eine Aussagenmenge, die aus allgemeinen Sätzen besteht, die sich wiederum dadurch auszeichnet, dass man aus ihr und unter Zuhilfenahme von Randbedingungen konkrete Sätze über die Realität ableiten kann. Diese Sätze, Karl Popper hat von Basissätzen gesprochen, können an der Realität geprüft werden und, sofern sie der Prüfung nicht standhalten, dazu führen, dass man seine Theorie revidieren muss.

Diesen Prozess nennt man auch eine unabhängige Prüfung.

Soviel zur Nachhilfe.

Nun zum Werk von Müller und Schwarz, das den Titel trägt: „Fanning the Flames of Hate: Social Media and Hate Crime“. Bereits der Titel enthält eine Vielzahl von Annahmen, die man theoretisch ableiten müsste: Wie soll ein Satz, der z.B. in Facebook geschrieben wurde, dazu führen, dass in Bützow ein Hakenkreuz an eine Flüchtlingsunterkunft geschmiert wird? Wie – allgemeiner gesprochen – hat man sich die Verbindung zwischen einer virtuelle Äußerung und einer ganz konkreten Handlung vorzustellen? Wie kann man – ganz technisch gesprochen – sicherstellen, dass die Hasskriminalität, die man in seinem Datensatz erfasst zu haben glaubt, von Personen ausgeführt wurde, die zuvor auf Facebook gelesen haben? Wie kann man überhaupt argumentieren, dass das, was wenige auf Facebook austauschen, für noch weniger in einer Kommune handlungsrelevant ist?

Diese Fragen sind nicht trivial. Es sind vielmehr die Knackpunkte, die eine ernsthafte Forschung von Junk Science unterscheiden. Und es sind Fragen, die man kaum bis gar nicht wissenschaftlich beantworten kann, denn die Idee, dass etwas was in einer virtuellen Welt stattfindet, zu konkreten Handlungen vor Ort führen soll, kann man nur haben, wenn man an nicht messbare Entitäten glaubt, eine Verschwörungstheorie der Kultur hat, die eine Art unsichtbaren psychologischen Spannungsbogen von denen, die auf Facebook kommentieren zu denen, die vor Ort handeln, herstellt. Derartige Theorien hätten vermutlich Sigmund Freud begeistert, aber Freud war leicht von allem zu begeistern, das nicht messbar ist, das man sich einbilden muss. Deshalb ist Psychoanalyse nie über den Status einer Phantasie herausgekommen, einem Dach, das Gläubige an die Psychoanalyse unter sich vereint.

Und dann gibt es noch die Welt. Und in dieser Welt gibt es die Wissenschaft. Die Wissenschaft hat nichts mit bloßer Phantasterei oder persönlichen Assoziationsketten zu tun. Sie hat konkrete Gegenstände und ihr Anfang und Ende ist die Theoriebildung. Theorie findet sich bei Müller und Schwarz nicht. Deshalb ist ihr Werk auch keine Wissenschaft, sondern Junk.

Es ist auch deshalb Junk, weil es auf einer Vielzahl von ideologischen Annahmen beruht, die zwar viel über die Autoren, aber wenig über ihren Forschungsgegenstand aussagen. Beginnen wir damit, dass sie der Ansicht sind, die Posts, die auf der Facebookseite der AfD das Wort „Flüchtling“ enthalten, stünden in einem Zusammenhang mit Kriminalität gegen Flüchtlinge. Diese Ansicht führt sie dazu, die Kommentatoren auf der AfD-Facebookseite regional zu unterscheiden und 4466 deutschen Kommunen zuzuordnen. Für diese Kommunen haben die Autoren zudem Angaben über Kriminalität gegen Flüchtlinge, Daten der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS-Stiftung), die wegen ihrer Unzuverlässigkeit bekannt sind, so bekannt, dass sie ein Wissenschaftler nicht einmal mit Handschuhen anfassen würde.

Man muss sich also nicht nur fragen, was Ökonomen dazu veranlasst, ihre Welt von STATA und Banken zu verlassen, man muss sich auch fragen, was sie dazu veranlasst, ausgerechnet die Daten der Amadeu-Antonio-Stiftung zu verwenden. Uns fallen dazu nur Antworten ein, die eine Verbindung von Interessen, Nutzen und Finanzierung herstellen.

Doch zurück zu den Daten, die die Autoren auf Ebene von 4466 deutschen Kommunen haben. In den meisten der 4466 Kommunen wird es keine Kriminalität gegen Flüchtlinge gegeben haben. Nicht einmal in den Daten der AAS-Stiftung, die im Vergleich zur Polizeilichen Kriminalstatistik deutlich nach oben abweichen, wird dies der Fall sein. Ein Blick in Tabelle 1, die aus Gründen der Lesbarkeit, wie die Autoren im Kleingedruckten behaupten, mit 1.000.000 multiplizierte Werte darstellt, bestätigt diese Vermutung. Die Anzahl der Kriminalität gegen Flüchtlingseinrichtungen variiert in den Kommunen zwischen NULL und 3, der Mittelwert liegt bei 0,004 Straftaten gegen Flüchtlingseinrichtungen oder Flüchtlinge, was immer die Daten der AAS-Stiftung auch erheben mögen, und man fragt sich an dieser Stelle, ob die Autoren ihre Analyse eigentlich ernst meinen, denn die Anzahl der leeren Felder, also der Kommunen, in denen es keine Kriminalität gegen Flüchtlingsunterkünfte gegeben hat, dürfte die Möglichkeit sinnvoller Ergebnisse weitgehend zunichte machen, selbst in STATA.

Dessen ungeachtet finden die Autoren natürlich einen Zusammenhang, der zeigt, dass die Häufigkeit, mit der der Begriff „Flüchtling“ auf der Facebookseite der AfD auftaucht, einen positiven Zusammenhang mit Kriminalität gegen Flüchtlinge oder Flüchtlingsunterkünfte aufzeigt. Dieser Zusammenhang findet sich übrigens auch für die Häufigkeit, mit der der Begriff „Flüchtling“ auf der Facebookseite von Nutella auftaucht (Tabelle 5), was den Schluss nahelegt, den die Autoren natürlich nicht ziehen, weil sie zu feige sind oder ihren eigenen Daten nur dann trauen, wenn sie ihnen ideologisch passen, dass braune Schokoladencreme auf Brot oder Brötchen geschmiert zu Übergriffen gegen Flüchtlinge oder Flüchtlingsheime führt.

Damit ist eigentlich alles gesagt zu dieser unsäglichen und anbiedernden Studie, mit der eine neue Form der Junk Science, die sliming science, wie man sie nennen könnte, begründet ist.

Aber dabei wollen wir es nicht bewenden lassen, denn einige Verstöße gegen die wissenschaftliche Lauterkeit kann man gerade bei angehenden Doktoren nicht im Raum stehen lassen.

Die Autoren behaupten, sie würden Aussagen, Kommentare usw. sammeln, die sich GEGEN Flüchtlinge richten (Seite 8). Tatsächlich arbeiten sie grundsätzlich, wie das Kleingedruckte z.B. zu den Tabellen 5 oder 6 verrät, mit allen Aussagen zu Flüchtlingen, ob sie nun positiv oder negativ oder neutral sind. Wann immer in einem Kommentar oder Post, das Wort „Flüchtling“ vorkommt, wird der entsprechende Kommentar oder Post gezählt. Das ist auch kaum anders möglich, denn die Datenfuzzis, so haben wir früher diejenigen genannt, die viel rechnen, aber wenig Sinn vermitteln können, haben 176153 Posts und 290854 Kommentare von der AfD-Facebookseite gesammelt. Diese Anzahl ist einerseits gut, um Eindruck bei naiven Geistern zu schinden, andererseits ist sie schlicht nicht beherrschbar, denn man kann keine 290854 Kommentare daraufhin durchlesen, ob sie eine positive oder eine negative oder eine neutrale Aussage gegenüber Flüchtlingen enthalten. Allein die Vorstellung ist schon lächerlich. Fast so lächerlich wie die folgende Aussage, die die beiden Doktoranden einer bislang mehr oder weniger angesehenen Universität in den Midlands doch allen Ernstes machen:

“However, it is difficult to draw causal inference from these results. In particular, it remains unclear how much of the effect is driven by users on Facebook reacting to, rather than causing violence. While a careful reading of the posts suggests that almost none of the users comment on past attacks on refugees (neither positive nor negative), we cannot rule out that such incidents spark social media activity to some extent.”

Die beiden Herren behaupten hier also, sie hätten 290854 Kommentare nicht nur gelesen, sondern sorgfältig gelesen. Manche graben sich nicht nur ihr eigenes Grab, sie legen sich auch selbst hinein und warten, dass jemand des Weges kommt und das Loch zuschüttet.

Wo wir gerade so des Weges kommen: Es gibt natürlich keinerlei Möglichkeit auf Grundlage der Daten, die Müller und Schwarz haben, zu prüfen, ob eine Kausalität zwischen z.B. Hakenkreuzschmiererei und Kommentaren auf Facebook besteht oder ob die Kausalität nicht vielmehr umgekehrt ist. Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, eine Kausalität festzustellen. Um überhaupt in die Nähe der Möglichkeit einer Kausalität zu kommen, benötigt man eine gut bewährte Theorie. Müller und Schwarz, die beiden deutschen Datenfuzzis aus Warwickshire haben nicht einmal einen Hauch von Theorie.

Was sie produziert haben ist eine Junk Studie, von der sie nur hoffen können, dass sie schnell in der Versenkung verschwindet und dem Vergessen anheim fällt, da ansonsten negative repercussions auf die Karriere der beiden zu erwarten sind.

Warum um aller Götter Willen, springt man als Nachwuchswissenschaftler auf den politisch-korrekten Zeitgeistzug und lässt sich darauf ein, Daten der AAS-Stiftung, die schon für sich ausreichen, um jede wissenschaftliche Forschung zu diskreditieren, zu benutzen?

Vielleicht wurden beide ja wenigsten gut für ihre Handlangerdienste bezahlt, wenngleich die Opportunitätskosten deutlich höher ausfallen werden als es die aktuelle Bezahlung, sofern es sie gegeben hat, je sein könnte.

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“Frauen zahlen drauf”: Missionarischer Eifer (Tagesschau) trifft ideologischen Blödsinn (Antidiskriminierungsstelle)

Sorry, wir haben lange nach einer Überschrift gesucht, in der keine Bewertung vorkommt. Aber angesichts dessen, was Sandra Stalinski bei der ARD ungestraft als Journalismus abliefern kann und angesichts dessen, was Christine Lüders ungestraft als Pressemeldung verbreiten darf und angesichts der Tatsache, dass es nun schon Studien gibt, in deren Kontext die Mitarbeiter der 2HM & Associates GmbH von der Antidiskriminierungsstelle dafür bezahlt werden, dass sie durch die Friseurgeschäfte in Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla tingeln, um Material zu sammeln, auf dessen Grundlage Stalinski und Lüders – in gesammeltem und nicht unbeträchtlichem Unverstand vereint – eine weitere Benachteiligung von Frauen wie Marktschreier in die Welt derer, die an derartigem Unsinn nun wirklich kein Interesse haben, plärren, fällt uns nichts anderes als die Bezeichnung „Blödsinn“ ein oder das, was uns einfällt, ist nicht schreibbar.

Aus dem Gender-Pricing Junk der ADS: Seite 61

Das muss man sich einmal im Bild vorstellen: Da laufen angebliche Sozialforscher von Friseurgeschäft zu Friseurgeschäft und erheben den Preis für Kurz- und Langhaarschnitt, beobachten Kurz- und Langhaarschnitte und kommen dann zu dem für sie wahrscheinlich überraschenden Ergebnis, dass die Preise für Frauen höher sind als für Männer, denn, so haben sie in qualitativen Experteninterviews erfahren, der Kurzhaarschnitt für Frauen nimmt im Durchschnitt 45 Minuten in Anspruch, während Männer nach 30 Minuten abgefertigt sind. Zudem sind Männer einfacher zu bedienen als Frauen, auch ein Faktor in der Preiskalkulation.

12,50 Euro zahlen Frauen im Durchschnitt mehr als Männer, so klagt die antidiskriminierende Lüders. Im Durchschnitt von Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla, denn nur dort wurden die Friseur-Geschäfte auf „Gender Pricing“, wie der neueste Irrsinn aus dem Hause Gender Studies heißt, untersucht. Rechnet man den Aufpreis in die Mehrzeit um, dann ergibt sich eine zeitlicher Mehraufwand von 50% für einen durchschnittlichen Kurzhaarschnitt von Frauen, der sich jedoch nur in rund 30% höheren Preisen niederschlägt, wie man der ADS-Studie aus den oben genannten Ortschaften entnehmen kann: Seite 121, Tabelle 19.

Auf diese Seite hat Sandra Stalinski, die es schafft, selbst das intellektuelle Niveau der Tagesschau-Redaktion zu senken, natürlich nie geschaut. Wozu auch? Wenn man einen angeblichen Missstand anprangern will, der sich in der eigenen Phantasie gerade eingestellt hat, dann stören Fakten nur, Fakten wie die, dass Männer rund 25,7% mehr für Schuhreparaturen bezahlen müssen als Frauen, im Durchschnitt, in Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla. Ganz zu schweigen von einem Preisaufschlag von 193,2% für Datingportale und 100% für Diskotheken.

Selber ADS-Junk 60 Seiten weiter

Derartige Ergebnisse passen jedoch nicht in den ideologischen Feldzug, den Lüders und Stalinski führen wollen. Also werden sie unterschlagen. Denn würde man sie nicht unterschlagen, dann wäre aus der ganzen schönen Junk Studie, die die ADS mit viel Geld der Steuerzahler finanziert hat GAR NICHTS herausgekommen. Schon bei den Produkten, die untersucht wurden, hat sich gezeigt, dass es kein „Gender Pricing“ gibt und bei den Dienstleistungen zeigt sich, dass je nach Dienstleistung Männer oder Frauen stärker zur Kasse gebeten werden.

So ist das in einem Markt. Es gibt einen Anbieter, der Waren zu einem bestimmten Preis anbietet und es gibt Nachfrager, die die entsprechende Leistung bezahlen wollen oder eben nicht. Niemand zwingt Frauen dazu, Friseurleistungen in Anspruch zu nehmen und dafür zu bezahlen. So wenig wie jemand Männer zwingt, zum Schuhmacher zu gehen, um Schuhe reparieren zu lassen oder sich bei Datingportalen einzufinden und einen Zuschlag von 193% im Vergleich zu Frauen zu bezahlen.

Was also stört die beiden geistigen Tiefflieger der ADS und der ARD daran, dass es einen Markt gibt, auf dem Preisgestaltung eine unternehmerische Freiheit ist und die Nachfrage nach Leistungen eine andere Freiheit. Genau das stört sie. Sie wollen einen Sozialismus durchsetzen, der Preise diktiert. Ein Haarschnitt 50 Euro, 20 für die Steuer und 30 für die Unkosten. Eine Schuhreparatur 30 Euro. Wenn Sie nicht Sozialismus durchsetzen wollen, dann bleibt nur die Annahme, dass Lüders und Stalinski abgrundtief dumm oder bösartig sind. Für beide Annahmen gibt es Belege.

So empfiehlt Lüders „insbesondere dem Reinigungs- und Friseurgewerbe, Dienstleistungen eher nach der konkreten Art der Leistung und nicht pauschal nach dem Geschlecht anzubieten“. Aber genau das machen die Unternehmen doch. Hat Lüders die Studie, die sie anführt, nicht gelesen? Nun, wir geben gerne Nachhilfe. Seite 123: Die Reinigung einer Bluse ist teurer als die Reinigung eines Hemdes, weil Hemden automatisch gebügelt werden können und Blusen in der Regel von Hand gebügelt werden müssen. Seite 122: Friseurdienstleistungen, hier: Kurz- oder Langhaarschnitt sind für Frauen deshalb teurer als für Männer, weil ein höherer Beratungsaufwand, mehr Arbeitszeit, ergo mehr Arbeitsaufwand anfällt.

Wir finden es ja gut, dass die Antidiskriminierungsstelle gegen Diskriminierung vorgehen will. Aber es gibt auch sinnvolle Diskriminierung in Form von Ausschlusskriterien. So sollte man in Zukunft darauf achten, dass nicht unabhängig von Können, Information und Intelligenz Pressemeldungen, –erklärungen und –verlautbarungen bei der ADS erstellt und verbreitet werden.

Und dann ist da noch Stalinski.
Nachdem sie das Bild der Jammerfrau, die aufgrund einer Benachteiligung durch fiese Friseurgeschäfts-Inhaber*_innen gezwungen ist, mehr Geld auszugeben als ein beliebiger Mann, setzt sie noch einen drauf und konstruiert die doppelte Opferrolle: „Besonders pikant wird die Tatsache, wenn man bedenkt, dass Frauen im Schnitt auch weniger verdienen als Männer. Der so genannte Gender Pay Gap lag 2016 bei 21 Prozent.“

Die Tatsache, dass „Frauen draufzahlen“, eine Tatsache, die selbst in dem Junk, den die ADS als Expertise verkaufen will, nur gegeben ist, wenn man die oben genannten Bereiche, in denen Männer „draufzahlen“ unterschlägt, ist also keine Tatsache, sondern das Ergebnis einer Unterschlagung. Die Unterschlagung wird ergänzt durch die uralte und nun wirklich ausreichend als Lüge identifizierte Behauptung vom 21% Gender Pay Gap. Wie selbst das Statistische Bundesamt trotz allen Druckes von politischer Seite zugesteht, gibt es keinen Gender Pay Gap von 21%. Das Statistische Bundesamt rechnet den angeblichen Gap auf 7-8% herunter, aber selbst dieses Gap ist eine Fabrikation, wie wir schon mehrfach dargelegt haben. Es gibt kein Gender Pay Gap, es gibt nur Männer, die durchschnittlich mehr, länger und produktiver arbeiten als Frauen und deshalb mehr verdienen. Und so wie es keine Benachteiligung von Frauen beim Lohn gibt, so gibt es auch keine Benachteiligung von Frauen bei Dienstleistungen, denn wer mehr Aufwand verursacht, der muss in einer freien Marktwirtschaft auch mehr dafür bezahlen.

Stalinski belügt also die Leser der Tagesschau mit ihren Hirngespinsten entweder weil sie dumm ist oder weil sie bösartig ist. Eine andere Alternative fällt uns nicht ein. Aber vielleicht kennt ja einer der Leser eine Alternative.

Letztlich ist Stalinski selbst das beste Beispiel dafür, dass Frauen in Deutschland nicht benachteiligt, sondern bevorzugt werden oder können Sie sich auch nur ein Medium vorstellen, das Stalinski beschäftigen würde, wenn der Arbeitsmarkt ein freier und nicht Frauen bevorzugender Arbeitsmarkt wäre?

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