E968.
Oder Erythritol/Erythrit, so die Bezeichung eines der beliebtesten nicht nahrhaften Zuckerersatzstoffes, der seinen Weg in viele „Zero-Calorie“, zuckerfreien Soft-Drinks, von Coca Cola Zero, über Monster Energy-Drinks bis zu den meisten Eigenmarken der Supermarktketten gefunden hat. In der EU wurde Erythritol 2003 vom damaligen Scientific Committee on Food (SCF) als sicherer Nahrungsmittelzusatz eingestuft, 2006 wurde Erythritol als „neues Nahrungsmittel“ zum generellen Einsatz freigegeben. Seit die EFSA [European Food Safety Authority] den Stab vom SCF übernommen hat, wurde die erlaubte Menge des Zusatzes von Erythritol erhöht (1,6% des jeweiligen Gesöffs, 2015) und damit der Weg zum flächendeckenden Einsatz in Softdrinks geebnet, ehe 2023 die „empfohlene Menge“ des Konsums von Erythritol verringert wurde, denn das Zeug wirkt abführend…
Erythritol ist eines dieser Beispiele, bei denen man erhebliche Schwierigkeiten hat, die Frage, in wessen Interesse die EFSA eigentlich handelt, im Interesse der Gesundheit der Bürger oder im Interesse des Profits der Industrie, zugunsten von Bürgern zu beantworten.
Und weil das alles noch nicht reicht, kommt es nun knüppeldick in der folgenden Studie:
Die Studie ist eine „in-vitro Studie, also eine in der Petrischale, keine am lebenden Subjekt. Dessen ungeachtet reihen sich die Ergebnisse in eine ganze Reihe ähnlicher Ergebnisse ein, die den Verdacht, dass Erythritol mehr Schaden als Nutzen anrichtet, nicht „sicher und effektiv“ ist, wie man bei der EFSA denkt, bestärken, etwa:
die ein erhöhtes Sterberisiko für Männer in ihren Analysen finden, ein Sterberisiko, das vor allem über Gewebeschäden, verursacht von artifiziellen Zuckerersatzstoffen allen voran: Erythritol und nachfolgend über Herzinfarkt oder Herzstillstand in den Tod führt.
Die in-vitro Studie von Berry et al. (2025) steht somit nicht alleine und führt fort, was Lim et al. (2024) gezeigt haben, und zwar für menschliche Zellen des Endothels im Gehirn, Hirnendothelzellen (hCMECS – Human Cerebral Microvascular Endothelial Cells). Die Autoren untersuchen den Schaden, den die Menge Erythritol, die sich in einer Dose Monster Energydrink oder Cocal Cola Zero befindet, in Hirnendothelzellen anrichtet, und zwar anhand des messbaren oxidativen Stresses, der verringerten Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und einer erhöhten Produktion von Endothelin-1, alles Marker für ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.
Anders formuliert: Die Autoren untersuchen, was passiert, wenn man eine Kultur menschlicher Hirnendothelzellen mit dem künstlichem Zuckerersatz Erythritol (Erythrit) versetzt und das Ergebnis ist … nun ja:
[Unsere Übersetzung:] „Das neue Ergebnis der vorliegenden Studie ist, dass der nicht-nährstoffhaltige Süßstoff Erythritol oxidativen Stress erhöht, die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid verringert, die Endothelin-1-Produktion fördert und die fibrinolytische Kapazität in mikrovaskulären Endothelzellen des Gehirns in vitro beeinträchtigt. Die hier vorgestellten Ergebnisse stützen und erweitern experimentell epidemiologische Studien, die einen Zusammenhang zwischen Erythritol und einem erhöhten Schlaganfallrisiko belegen. Tatsächlich sind erhöhter oxidativer Stress, verminderte NO-Produktion, erhöhte ET-1-Systemaktivität und beeinträchtigte fibrinolytische Funktion zentrale Merkmale der zerebralen vaskulären Endothelfunktionsstörung und ursächliche Faktoren für die Entwicklung, den Schweregrad und den Ausgang eines ischämischen Schlaganfalls.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
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Das Erythritol wurde in einer Konzentration getestet, die typischerweise in einem handelsüblichen, künstlich gesüssten Getränk in Standardgrösse enthalten ist.
“Human cerebral microvascular endothelial cells (hCMECs) were cultured and treated with 6 mM erythritol, equivalent to a typical amount of erythritol (30 g) in an artificially sweetened beverage, for 3 h…“
„In conclusion, the results of this study demonstrate that erythritol (at a concentration typically contained in a standard-size commercially available artificially sweetened beverage) adversely affects brain microvascular endothelial cell oxidative stress, eNOS activation and NO production, ET-1 expression, and t-PA release in vitro…“
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Dem kann ich (als Mediziner) nur zustimmen.
Nun, es ist alles Gift, es kommt nur auf die Menge (Dosis) an. (Frei nach Pracelsus zitiert).
Das Erythritol wurde in einer Konzentration getestet, die typischerweise in einem handelsüblichen, künstlich gesüssten Getränk in Standardgrösse enthalten ist.
“Human cerebral microvascular endothelial cells (hCMECs) were cultured and treated with 6 mM erythritol, equivalent to a typical amount of erythritol (30 g) in an artificially sweetened beverage, for 3 h…“
„In conclusion, the results of this study demonstrate that erythritol (at a concentration typically contained in a standard-size commercially available artificially sweetened beverage) adversely affects brain microvascular endothelial cell oxidative stress, eNOS activation and NO production, ET-1 expression, and t-PA release in vitro…“