Passend und genau zwei Tage nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg werden einmal mehr die Früchte einer Energie- und Wirtschaftspolitik geerntet, die kaum mehr von einem ökonomischen Suizid unterschieden werden kann.
Auf der heutigen Pressekonferenz des VW-Konzerns wurde die Dystopie, die Wirtschaftspolitik ist, konkret fassbar:
Der Umsatz des VW-Konzerns ist mit 321,9 Milliarden Euro (2025) fast gleichgeblieben (2024: 324,7 Milliarden Euro);
Aber der Gewinn des VW-Konzerns ist um 44% von 12,4 Milliarden Euro (2024) auf 6,9 Milliarden Euro (2025) nach Steuern gesunken.
Der massive Einbruch beim Gewinn bei nahezu konstantem Umsatz ist in erster Linie CO2-Rückstellungen also Kosten geschuldet, die aus dem CO2-Wahn resultieren, der als Erpressungsmittel fungiert, mit dem die Umverteilung von Unternehmensgewinnen, weg von Shareholdern und Arbeitnehmern, hin zu Administrationen und CO2-Profiteuren bewerkstelligt wird. Hinzu kommen das Debakel bei Porsche, das sich aus einer gescheiterten Umstellung auf Elektrofahrzeuge ergibt und US-Zölle;
Als Folge des schlechten Ergebnisses und vor dem Hintergrund notwendiger Restrukturierungen im VW-Konzern, wurde heute der Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen bekannt gegeben, viele davon in Baden-Württemberg, rund 7.500 in Neckarsulm bei Audi und 3.900 bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen.
Wären die Informationen vor den Landtagswahlen bekannt gewesen, das Ergebnis wäre mit Sicherheit ein anderes …
Porsche, einst führender Autobauer im Sport-/Luxussegment hat im letzten Jahr ein unterirdisches Geschäftsergebnis erreicht:
Der Umsatz ist von 36,4 Milliarden Euro auf 32,2 Milliarden Euro gesunken, was sich bei erhöhten Abgaben und Kosten in einen
Gewinn von 0,1 Milliarden Euro (2025) ausgehend von 5,3 Milliarden Euro im Jahre 2024 übersetzt – ein Einbruch um 98,1%.
Die Gründe für den Umsatzeinbruch liegen u.a. in dem Versuch, aus dem Hersteller von high-end Sportwagen einen Hersteller von woken Rasenmähern zu machen, einen Wandel von Porsche zu John Deere zu vollziehen;
Abermals hätten die Jahreszahlen von Porsche und der daraus zwangsläufige Abbau von Arbeitsplätzen bei Porsche das Ergebnis der Landtagswahl beeinflusst, wären sie vorab bekannt gewesen.
Der Termin der Veröffentlichung der Jahresabschlüsse des VW-Konzerns, in dessen Aufsichtsrat Vertreter der rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen sitzen, war strategisch gut gewählt …
Der Exportweltmeister Deutschland ist – dank der „überragenden“ Wirtschaftspolitik aufeinander folgender, gleich inkompetenter Regierungen, in seiner wirtschaftlichen Enwicklung nicht einmal in der Lage, mit Polen Schritt zu halten:
GDP per capita ist letztlich ein Maß für die durchschnittliche Wirtschaftsleistung pro Person ein sehr grobes Maß für materiellen Wohlstand …
——— 9. März 2026 ———
Bei der Tagesschau ist man überrascht …
Man findet diese Meldung unter „ferner liefen“ und „Wirtschaft“.
Die Hauptseite der Tagesschau ist aus Sicht der dort Verantwortlichen wichtigerem, Cem Özdemir, dem Krieg in Nahost, dem GenZ Rapper, der Regierungschef in Nepal wird, dem Verfahren, das gegen Jens Spahn eingestellt wird und den Eurobonds, der neuesten Idee, mit der sich die EU Geld verschaffen will, gewidmet.
Die immer schlechter werdenden Wirtschaftsbedingungen in Deutschland und damit die Verschlechterung der Zukunftsaussichten der „hier lebenden Bevölkerung“ sind nur zweitrangig, ein Auftragsrückgang von 11.1% im Januar 2026 und im Vergleich zum Dezember 2025 wird nicht nur als überraschend bezeichnet, er wird auch gleich auf eine Weise zu erklären versucht, die einem sprachlos zurücklässt:
„Ein wichtiger Grund für den starken Rückgang ist laut Statistikern der Einfluss von Großbestellungen. Nachdem im Dezember besonders viele Großaufträge vergeben worden waren, fiel der Januar entsprechend schwächer aus.“
Der Rückgang von 11,1% bezieht sich auf Aufträge, ein Auftrag, groß oder klein, geht einmal in die Rechnung ein. Aber in der Tat, wenn man die Großaufträge des Dezember herausrechnet, dann ergibt sich für Januar sogar eine Steigerung:
„Werden Großaufträge herausgerechnet, zeigt sich ein deutlich stabileres Bild: Dann lagen die Bestellungen zum Jahresstart nur um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich legte der Auftragseingang um 7,4 Prozent zu, ohne Großaufträge um 1,5 Prozent.“
Ich weiß nicht, ob der Schreiber so saudumm ist, wie es den Anschein hat oder ob er seine Leser für so dumm hält, wie sich selbst: Sicher, wenn man im Dezember 20 Aufträge hatte, darunter 10 Großaufträge und im Januar nur 12, dann hat man im Januar mehr Aufträge als im Dezember, wenn man die Dezemberaufträge um die 10 Großaufträge „bereinigt“, so tut, als habe es diese „Großaufträge“ nie gegeben.
Die Zeiten, an denen wir uns bei solchen BS an den Kopf gegriffen haben, sind lange vorbei. Dieser ideologisch verbrämte Wahnsinn ist so normal geworden, dass man von den Irren, die öffentliche Positionen, hier in Medien besetzen, nichts anderes mehr erwartet. Indes, wie dramatisch die Lage tatsächlich ist, im Land der hohen Energiepreise, in dem sich das Produzieren einfach nicht mehr wettbewerbsfähig bewerkstelligen lässt, das zeigt die folgende Abbildung von Bloomberg:
Alles, wofür Deutschland als Produktionsstandort einst berühmt war, ist im Niedergang und zwar nicht nur im Vergleich von Januar 2026 mit Dezember 2025, sondern auch im Vergleich von Januar 2026 mit Januar 2025. Der Jahr-zu-Jahr-Vergleich ist ein weiterer Sargnagel, der die idiotische Behauptung, Großaufträge seien Ursache des Niedergangs, als solche entlarvt.
Der Niedergang, den wir u.a. für die Metallindustrie bereits beschrieben haben, ist ein Niedergang im Produzierenden und somit in dem Gewerbe, aus dem Mehrwert kommt, in dem nicht Mehrwert konsumiert wird, wie es bei den Regierungs- und Verwaltungsjobs, der einzigen Wachstumsbranche in Deutschland, der Fall ist:
So sieht absichtliche De-Industrialisierung, absichtliche Zerstoerung eines Landes durch boesartige Akteure aus. https://t.co/Ye1xifUWai
— ScienceFiles 🇬🇧 🏴 (@sciencefiles) March 8, 2026
Und das ist erst der Anfang.
Eine idiotische Energiepolitik hat Energie in einer Weise verteuert, die in Deutschland produzierte Waren per se mit einem Handicap versieht und nicht mehr konkurrenzfähig sein lässt, eine Entwicklung, die derzeit an Fahrt aufnimmt, wie die folgende Abbildung, in der US-Gaspreise und die entsprechenden Preise für Deutschland einander gegenübergestellt sind, zeigen:
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Das Neue an den derzeit die Wirtschaft Ruinierenden besteht darin, dass sie auch weiterhin glauben Wasser holen zu können, obschon ihnen der Krug schon vor Jahren zerbrochen ist. Eine Entwicklung mit Ansage, die nicht so dramatisch wäre, wie oben beschrieben, wenn nicht ein Club von Hysterikern die Grundlagen einer modernen Ökonomie zerstört hätte:
Deutschland wird seit Jahren von Gemeingefährlichen regiert.
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