Man kann es gar nicht oft genug betonen: Deutschland ist ein windarmes Land, und schon deshalb grenzt es an Wahnsinn, alles mit Windturbinen vollkleistern zu wollen.
Die Abbildung zeigt die Stromversorgung Deutschlands im letzten Monat. Die rote Linie beschreibt die Nachfrage. Die blaue Fläche stellt die Menge des Stroms aus Windkraft dar, die gelbe Fläche die Menge des Stroms aus Solarenergie und die weiße Fläche die Versorgungslücke, die in der Regel mit konventionell erzeugtem Strom aus Gaskraftwerken etc. geschlossen werden muss. Derzeit sind in Deutschland Windkraftanlagen mit einer Nennkapazität von knapp 80 GWh onshore installiert. Die installierte Kapazität sollte ausreichen, um die Stromnachfrage rund ums Jahr zu decken, vorausgesetzt, es gibt WIND und ist nicht weitgehend windstill, wie es in den letzten Tagen der Fall war.
Tatsächlich bleibt der jährliche Output aus Windenergie weit hinter der theoretischen Größe installierter Leistung zurück, statt 681,4 TWh, die mit der installierten Leistung aus Wind generiert werden könnten, wurden 2025 132,6 TWh, also knapp 19,5% der theoretisch realisierbaren Leistung ins Stromnetz eingespeist. Tatsächlich wurden 134,5 TWh produziert, indes, ein voller Tag mit voller Kapazität ging verloren, weil das Stromnetz die produzierte Energiemenge nicht aufnehmen konnte, es daher notwendig war, die Stromproduktion aus Windenergie zu drosseln. Das deutsche Stromnetz ist nach wie vor nicht auf die vielen dezentralen Windturbinen ausgelegt. Man hat das Dach gebaut, ohne die Wände tragfähig zu machen.
Ein Vergleich mit der windgeplagten Insel der Briten macht deutlich, wie windarm Deutschland tatsächlich ist: Aus 32 GWh installierter Leistung resultierten 87 TWh an Strom im Jahre 2025, was einer Auslastung von 31% entspricht. Nicht einmal im windigen Vereinigten Königreich kommen Windturbinen auch nur in die Nähe ihrer Nennleistung, bleiben sie um 69% hinter dem, was möglich wäre, zurück, einfach deshalb, weil auch im Vereinigten Königreich der Wind fehlt. Zudem ist das britische Grid noch schlechter auf Windenergie ausgelegt als das deutsche: Im Jahr 2025 wurden rund 13 Volllasttage, das entspricht gut 10 TWh oder 11,5% der Stromproduktion aus Windenergie verschwendet, weil der erzeugte Strom nicht ins Stromnetz eingespeist werden konnte.
Kaum etwas beschreibt den Dilettantismus, der Energiewende sein soll, besser als diese Zahlen. Hinzu kommt, dass es nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Wind für Windkraftanlagen geben kann: Mehr Wind als sie abkönnen.
Dazu ein paar Fakten:
Windkrafträder funktionieren am besten, sind am effizientesten bei Windgeschwindigkeiten zwischen 12 und 16 m/s. Indes, die Skala ist nach oben begrenzt, denn ab einer Windgeschwindigkeit von 25 m/s (56 mph / 90 kmh) schalten sich Windturbinen automatisch ab, um heftige Abnutzung und möglichen Schaden und erhebliche Fluktuationen in der generierten Stromleistung zu vermeiden. Winde mit entsprechend hohen Geschwindigkeiten sind in Deutschland seltener als im Vereinigten Königreich. Der deutsche Wetterdienst hat für 2024 10 Tage gezählt, an denen Windgeschwindigkeiten mit mehr als 90 Stundenkilometern gemessen wurden, im Vereinigten Königreich waren es 14 Tage, an denen Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Stundenkilometern gemessen wurden. Übertragen in Volllaststunden entspricht dies einem Ausfall durch Abschalten der Windkraftanlagen von mindestens 2 Tagen in Deutschland (Küstenregionen sind exponierter während der Effekt von Stürmen im Inland meist geringer ausfällt als im UK, in dem es in diesem Sinne kein „Inland“ gibt) und mindestens 10 Tagen im Vereinigten Königreich, und somit einer um 3,7 TWh und 8,7 TWh verminderten Stromproduktion.
Zuweilen nutzt es jedoch nichts, die Windturbinen abzuschalten, um Schaden durch starke Winde zu vermeiden:
Windkraftanlagen produzieren nicht nur wenig bis keinen Strom, wenn wenig Wind weht, sie produzieren auch KEINEN Strom, wenn zuviel Wind weht. Obschon Stürme mit erheblichen Ausfällen in Leistung einhergehen, sind sie in Deutschland das kleinere Übel.
Die folgenden beiden Abbildungen zeigen links die Standorte der bereits installierten Vogelschredderparks, rechts sehen sie eine alte Karte des Deutschen Wetterdiensts aus dem Jahre 2004, die wir nicht neuer finden konnten, vermutlich deshalb, weil man dieser Karte so unangenehme Wahrheiten entnehmen kann, wie die: Deutschland ist für Windenergie in weiten Teilen VOLLKOMMEN UNGEEIGNET. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in allen Regionen, die nicht rot oder rötlich sind, liegt UNTER 6,4 m/s im jährlichen Durchschnitt und damit weit jenseits dessen, was man als effektive Windgeschwindigkeit ansehen kann.
Mit anderen Worten: Die Planwirtschaft aus dem Haus des grassierenden grünen Wahnsinns führt dazu, dass Unternehmen Anreize gesetzt werden, eine Technologie, die keinerlei Energiesicherheit gewährleistet, an Standorten zu errichten, die für diese Anlagen überhaupt nicht geeignet sind, einfach deshalb nicht, weil der dort vorhandene Wind viel zu geringe Geschwindigkeiten erreicht, sofern er überhaupt bläst.
Eine solche Idiotie würde kein Unternehmer begehen, der das Risiko seiner Investition tragen muss.
Indes, in der Planwirtschaft wird man von den Kosten für Idiotie freigehalten, man wird für idiotische Entscheidungen, wie den Bau eines Windparks in windarmer Gegend noch belohnt und hat KEINERLEI Risiko.
Das ist, was Kommunismus/Sozialismus und die zugehörige Planwirtschaft bewerkstelligt: Ineffizienz, Rent Seeking und Korruption.
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Guter Artikel. Leider kann man die Windgeschwindigkeiten in der Legende rechts nicht lesen.