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„PHEIC-„Ebola: Demnächst auch bei Ihnen?

Auch wenn es derzeit den Anschein hat: EBOLA ist nichts Neues, sondern eine wiederkehrende Plage in zumeist denselben afrikanischen Ländern und zumeist denselben katastrophalen hygienischen Verhältnissen geschuldet, Verhältnisse, die wir hier ausführlich beschrieben haben.

Wie die meisten Infektionskrankheiten, so gedeiht auch Ebola, das über Körperflüssigkeiten verbreitet wird, besonders dort gut, wo Hygiene mehr oder minder ein Fremdwort ist. Indes: Niemand will die Hygiene verbessern. Wir leben in einer Zeit, in der man Fetten keine Diät, sondern eine Abnehmspritze verpasst und die Lebensumstände von Leuten, die von Infektionskrankheiten bedroht werden, nicht verbessert, sie vielmehr zum Aufnehmer neu entwickelter oder altbekannter „Impfstoffe“ macht. Es scheint einen gewissen Hang zu geben, medizinische Krisen dahingehend zu nutzen, Pharamafia ein Einkommen zu verschaffen, nicht dazu, die Ursachen der jeweiligen Krise zu beseitigen.

Ebola-Ausbrüche sind in den letzten 25 Jahren mehr oder minder eine Normalität vornehmlich in der Democratic Republic of Congo, Uganda und zuweilen in angrenzenden Ländern. Niemand hat jemals versucht, die für Ebola und andere Pathogene paradiesischen Zustände und für Menschen gesundheitsgefährdenden Zustände, also z.B. solche Zustände:

Quelle

zu verbessern, Zustände, die durch die in Teilen von Afrika an der Tagesordnung sich befindlichen Konlfikte zwischen ethnischen und/oder religiösen Gruppen, angeheizt werden. Und diese Konflikte einzudämmen oder zu beenden, daran hat auch niemand ein Interesse.

Beginnen wir zunächst mit der Normalität von Ebola:

Das ist die lange Liste der Ebola-Ausbrüche. Drei davon wurden von der WHO zum Anlass genommen, eine PHEIC, eine Public Health Emergency of International Concern auszurufen. Der große und andauernde Ausbruch der Jahre 2013 bis 2016 wurde im August des Jahres 2014 zum Anlass genommen, eine PHEIC auszurufen. Der zweitgrößte Ausbruch der Jahre 2018 bis 2020 hatte am 17. Juli 2019 dasselbe Ergebnis. In beiden Fällen waren zum Zeitpunkt, zu dem die WHO eine PHEIC ausgerufen hat, bereits mehrere tausend Fälle und Tote zu verzeichnen. In beiden Fällen hat das schlimmste der drei Ebola-Viren, das Zaire Ebola Virus gewütet.

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Seit 2019 wurden zwei Impfstoffe gegen den ZAIRE-Ebola Virus zugelassen. Einer stammt aus dem Hause Merck (Ervebo) und basiert auf einer gemilderten Variante von Zaire-Ebola, einer stammt aus dem Hause Janssen (Zabdeno & Mvabea) und basiert auf einer Adenovirus-Plattform. Beide schützen NICHT davor, sich mit Ebola anzustecken, versprechen aber einen milderen Verlauf, eine im Fall von Erveba 75% Überlebenschance und fifty-fifty bei Zabdeno und Mvabea. Beide Impfstoffe geben keinerlei Anlass zu dem Gedanken, sie würden auch bei Bundibugyo Ebola, der derzeit virulenten Form von Ebola  irgend eine Art von Schutz gewähren, was nicht verwunderlich ist, denn das Genom von Bundibugyo Ebola ist zu mehr als 30% von dem des Zaire-Ebola Virus verschieden.

Dessen ungeachtet wird derzeit geprüft, ob Ervebo zum Einsatz gebracht werden kann (warum eine Verdienstmöglichkeit an sich vorbeiziehen lassen …?). Der zweite Impfstoffe, der als Kandidat gegen Bundibugyo gilt ist ein VSV-based Sudan-Virus Impfstoff, der – wie der VSV-basierte Impfstoffe von Merck, sein Phase I-Trial direkt vor Ort durchleben könnte. Merck hat die Gelegenheit eines Ausbruchs von Sudan-Ebola im Sudan genutzt, um seinen Impfstoff in ein Echtzeit-Trial zu schicken. Man verkauft vor Ort Hoffnung und spart die Kosten eines klinischen Phase-I-Trials.

Bislang gibt es, wie in all den Jahren zuvor, keinen zugelassenen Impfstoff gegen Sudan und Bundibugyo Ebola, aber es gibt eine große Zahl von Impfstoffen im klinischen Trials, mehr als sechs, darunter Impstoff-Kandidaten aus Oxford, von Moderna und dem Serum Institute aus Indien. Viele Impfstoffe für eine Erkrankung, die bislang lokal begrenzt auftritt, für afrikanische Verhältnisse wenige Leute betrifft und über eine Verbesserung der Hygiene vor Ort vermutlich zu einer sehr seltenen Krankheit zu machen wäre. Man fragt sich nach der betriebswirtschaftlichen Rechnung, die so viele unterschiedliche Pharmafia-Unternehmen in einen Impfstoff für wenige Afrikaner investieren sieht…

Indes, die WHO, ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit, abzuwarten, Tee zu trinken und vor 1000 Toten nichts zu unternehmen, hat den Bundibugyo-Ebola Ausbruch in Ituri (DRC; rund 600 Verdachtsfälle, 51 bestätigte Fälle) und Uganda ( 2 Fälle in Kampala) zum Anlass genommen um eine PHEIC auszurufen, eine Public Health Emergency of International Concern. Offiziell nur, um genügend Finanz- und sonstige Mittel bereitstellen zu können, denn die Gefahr einer globalen Pandemie wird von der WHO nach wie vor als gering eingeschätzt:

Einreisebeschränkungen, wie sie derzeit in den USA für Reisende aus Uganda und der DRC in Kraft sind, befürworte man nicht, so heißt es bei der WHO (und manche von uns fühlen sich an 2020 erinnert …).

Zwischenzeitlich ist Dr. Peter Stafford, ein amerikanischer Chirurg und medizinischer Missionar der christlichen Organisation Serge mit seiner fünfköpfigen Familie in Berlin eingetroffen. Seine Familie, um in Quarantäne zu gehen, Stafford, der sich im Nyankunde Hospital in Bunia (Ituri-Provinz, DR Congo) mit dem Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) infiziert hat (Er wurde am 18. Mai 2026 positiv auf BDBV getestet), um in der Charité behandelt zu werden.

Natürlich besteht für niemanden eine Gefahr. Die Tatsache, dass die meisten Ebola-Ausbrüche ihren Anfang bei medizinischem Personal genommen haben, das mit dem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von Infizierten in Kontakt gekommen ist, gilt nur außerhalb von Deutschland.


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