Die Briten sind am Wetter schuld

Im Süden und Westen geht nichts mehr, so titelt die ARD.

Wetterdienst NiklasDas Orkantief “Niklas” fegt über Deutschland hinweg. Züge fahren nicht mehr. Dächer werden abgedeckt. Bäume entwurzelt. Starts und Landungen in Frankfurt verzögern sind, wenn sie überhaupt stattfinden. Die Urlaubszeit fängt für viele Deutsche mit Verspätung und mit keiner Entspannung an.

Und in Großbritannien? In Großbritannien scheint die Sonne.

Das ist außergewöhnlich, denn in der Regel stürmt und regnet es in Großbritannien. In jedem Fall regnet und stürmt es in Großbritannien mehr als in Deutschland und kaum oder gar nicht kommt es vor, dass es in Deutschland stürmt und regnet und in Großbritannien scheint die Sonne.

Die Erklärung für das unerklärlich gute Wetter in Großbritannien findet sich in Pershore.

Was wenigen bekannt ist: In Pershore betreibt das britische Ministry of Defence ein Defence Science and Technology Laboratory. Doch die Forschung, die in Pershore betrieben wird, ist nicht nur auf Verteidigung ausgelegt, sondern auch darauf, die Moral der britischen Bevölkerung zu erhöhen.

Was reduziert die Moral der Briten: Das Wetter.

Was reduziert die Moral der Briten noch mehr: Dass auf dem Kontinent besseres Wetter als auf der Insel ist.

Deshalb hat es sich Dr. Chisholm-Downright zur Aufgabe gemacht, das britische Wetter zu ändern. Was zunächst phantastisch klingt, scheint zu funktionieren.

Für das britische Wetter ist der Jet Stream von besonderer Bedeutung, jenes Luftband, das je nach Position Wind, Regen und Kälte oder Sonne und trockenes Wetter nach Großbritannien bringt.

Das Grundproblem besteht darin, dass sich Großbritannien regelmäßig auf der falschen Seite des Jet Streams befindet.

Gelänge es, den Jet Stream dauerhaft zu verschieben und Großbritannien auf der richtigen Seite des Jet Streams zu positionieren, man hätte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Schönes, warmes und trockenes Wetter in Großbritannien, Regen und Sturm auf dem Kontinent, in Frankreich und Deutschland.

Hier ist Chisholm-Downright der Durchbruch gelungen, wie das Wüten von Niklas ausschließlich auf dem Kontinent belegt:  “Britain will gain the immediate benefit of long summers, with rainfall only at night, and the Continent will have whatever Pershore decides to send it.”

Der Durchbruch scheint Chisholm-Downright mit Hilfe von Lasertechnologie gelungen zu sein, wie sie im Bild der Wissenschaft schon im Jahre 2010 beschrieben wurde. Dabei werden “mithilfe eines Lasers in mit Feuchtigkeit gesättigter Luft Wassertropfen” erzeugt. Dabei entstehen “geladene Teilchen, die als sogenannte Kondensationskeime” funktonieren, die wiederum zu Regen führen.

Die Kunst besteht also darin, Tiefdruckgebiete, Schlechtwetterfronten oder Orkane wie Niklas gar nicht erst nach Großbritannien kommen zu lassen, sie vielmehr dazu zu bewegen, sich über dem Kontinent abzuregnen oder auszublasen. So soll es auf lange Sicht gelingen, den Jet Stream im für Großbritannien günstigen Bereich einzufrieren und die Kontinentaleuropäer dauerhaft mit britischem Wetter zu versorgen.

Chisholm DownrightEs ist der Natur seiner Tätigkeit geschuldet, dass Dr. Chisholm-Downright sich nicht in der Öffentlichkeit zeigt. Es ist dennoch gelungen, ein Photo von Chishold-Downright aus seinem Lab zu schmuggeln. Es zeigt ihn beim zufriedenen Lesen eines Computerausdrucks, der Sonnenschein und 20 Grad Celsius in Pershore und Regen und Wind in Orkanstärke in Deutschland vorhersagt.

 

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6 Responses to Die Briten sind am Wetter schuld

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  2. Pingback: Sturmtief Niklas schlug zu

  3. Kurzer Blick auf’s Datum … passt! 😀

  4. A.S. says:

    Verstehe. So haben dann vmtl. die Illuminaten, die im geheimen existierenden Templer, die Freimaurer oder Bilderberger den Klimawandel fabriziert. 🙂

  5. 0177translator says:

    Nöh, issja garnich waar. Der Puhtin iss schult.

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