Das Loch des Hasses liegt in Rheinland-Pfalz

Im Zuge des allgegenwärtigen und immerwährenden Kampfes gegen den Hass im Universum, in der Milchstraße, im Sonnensystem, auf der Erde und vor allem in Deutschland und den deutschen sozialen Netzwerken ist uns ein Ortsname zu Ohren gekommen, den wir eigentlich schon seit unserer Kindheit kennen: Hassloch!

Dass wir seit unserer Kindheit und in aller Unschuld „Hassloch“ als „Hassloch“ bezeichnet haben und nicht weiter über das Wort oder gar die Bedeutung von Hassloch nachgedacht haben, zeigt das Perfide an rechtem Gedankengut. Es schleicht sich als Selbstverständlichkeit und schon in früher Jugend in die Normalitätsvorstellungen unschuldiger Menschen und setzt sich dort fest, wird dort zum Nukleus der Diskriminierung und des Rassismus, zum Ausgangspunkt für Antifeminismus, Antigenderismus, Anti-Sozialismus, Maskulismus, für Hass eben.

Lassen wir es nicht mehr soweit kommen. Säubern wir die deutsche Sprachen nicht nur von rassistischen und rechtsextremistischen von allzu männlichen und homophoben Straßennamen, säubern wir sie auch von Ortsnamen wie Hassloch, denn Hassloch bedeute, Loch des Hasses. In der Hoffnung, dass eine Umbenennung das größte Dorf Deutschland und seine Bewohner vom Makel, Bewohner eines Loches voller Hass zu sein, reinigen möge, schlagen wir die folgenden neuen Namen vor:

  • Liebloch,
  • Knobloch,
  • Loch der Solidarität
  • Loch-Ness
  • Amadeu-Antonio-Loch
  • Dorf
  • Friedens-Loch
  • Loch des 14 Juli.
  • Loch der Völkerverständigung

Wer bessere Vorschläge hat, um dieses Loch des Hasses in Rheinland-Pfalz zu beseitigen, der möge sich schnell melden. Die Zeit drängt. Jede Sekunde, die Hassloch Hassloch heißt, wird Hass in Deutschland normaler und selbstverständlicher.

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