Es heißt, die dümmsten Bauern hätten die dicksten Kartoffeln.
Haben auch die dümmsten Politdarsteller die dicksten Wähler?
In jedem Fall haben die Grünen die dümmsten Wahlplakate, dieses hier zum Beispiel:
Das Plakat ist nicht nur dämlich, weil Glyphosat ein Herbizid ist und kein Düngemittel. Dicke Kartoffeln sind wohl eher als Ergebnis von Düngemitteln bekannt, denn als Ergebnis von Herbiziden, also Unkrautvernichtungsmitteln.
Das Plakat ist zudem ein Parade-Beispiel für die faktenbefreite Welt linker Politdarsteller, in der Rationalität durch Gefühl und Verstand durch eingebildete Emotion ersetzt wurde. Das Herbizid „Glyphosat“ steht im Mittelpunkt grüner, versuchter Säuberungswellen, die der Frage, wie man Unkraut in intensiver Landwirtschaft ohne Glyphosat bekämpfen soll, wenig Aufmerksamkeit widmen. Bislang ist auch nicht bekannt, dass sich grüne Abgeordnete oder ihre Wähler auf Äckern eingefunden hätten, um Unkraut von Hand zu jäten
Mit ihrem Plakat wollen die Grünen bei den Kommunalwahlen des Landes Nordrhein-Westfalen punkten. Mit diesem Plakat zeigen sich die Grünen einmal mehr als die Inkompetenten, die schon Dunning-Kruger, die heute im Dauereinsatz zu sein scheinen, beschrieben haben: Eine große Klappe, aber absolut keine Ahnung.
So wenig Ahnung wie die BILD-Zeitung, die den Grünen Wahltäuschung vorwirft, weil Glyphosat, anders als von den Grünen in ihrem Plakat nahe gelegt, im Kartoffelbau verboten sei. Das ist falsch. Ausnahmsweise hilft es in diesem Fall einmal, bei einem Bundesministerium nachzulesen, hier, dem BMEL. Dort findet sich folgendes für die Anwendungsbeschränkungen von Glyphosat:
Also kein generelles Verbot vom Glyphosat im Ackerbau.
Dennoch kommt Glyphosat im Kartoffelbau nicht vor. Monsanto, der Hersteller von Roundup (Handelsname von Glyphosat) empfiehlt die Anwendung von Glyphosat im Kartoffelbau ausschließlich „pre-emergence“, also gemeinhin bevor der Setzling ausgebracht wird:
Bayer, der Eigentümer von Monsanto empfiehlt in seinem Potato Product Guide 2020 Sencor und Sencor STZ, Wirkstoff in beiden Fällen Metribuzin, als Herbizid.
Und Bauern verzichten auf den Einsatz von Glyphosat im Kartoffelbau, weil Setzkartoffeln empfindlich auf dessen Einsatz reagieren, in ihrer Entwicklung zurück bleiben, langsam wachsen, und entarten:
Das alles ist lange bekannt. Es kann in einem Beitrag von Andy Robinson, der an der North Dakota State University beheimatet ist, nachgelesen werden. Titel: Glyphosate and Potatoes Just Don’t Mix. Selbst als Grüner hätte man sich leicht darüber informieren können, ob Glyphosat im Kartoffelbau überhaupt Einsatz findet. Man wäre, wenn man sich hätte informieren wollen, sehr schnell auf Beiträge gestoßen, wie diesen:
Offensichtlich nutzen Bauern Glyphosat – Roundup – nicht im Kartoffelbau, sind vielmehr bemüht zu verhindern, dass Glyphosat von Feldern, auf denen es genutzt wird, auf die Felder, auf denen Kartoffeln angebaut werden, driftet.
Politdarsteller versuchen Bürger mit emotionalen, faktenfreien oder gar faktenaversen Meldungen zu manipulieren. Die ganze Hysterie von Rassismus und Klimawandel ist darauf gebaut. Weite Teile der Kampagnen-Politik basieren nicht auf Fakten, sondern auf dem Bemühen, Menschen Angst zu machen. Und in den meisten Fällen sind die Politdarsteller die ersten, die den Blödsinn, den sie verbreiten, glauben.
Es stellt sich somit nicht die Frage, ob die dümmsten Bauern die größten Kartoffeln haben, sondern die Frage, wie viele Stimmen von Wählern die dümmsten Politdarsteller erhalten.
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