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Folterknecht fordert Schmerzensgeld: China rügt Australien wegen Menschenrechten und macht UN lächerlich

Die Vereinten Nationen waren einmal eine gute Idee.

Naja, wenn man bedenkt, dass Woodrow Wilson seine Idee der League of Nations, dem Völkerbund, der zwischen den Kriegen seine Wirkungslosigkeit entfaltet hat, nicht durch den US-Senate bringen und dort ratifizieren lassen konnte, vielleicht doch nicht.

Indes, noch während des Zweiten Weltkriegs einigten sich die Alliierten in der Konferenz von Jalta (Februar 1945) auf die Gründung der Vereinten Nationen, der UNO, wie sie damals noch hieß. Im Juni 1945 wurden die UN-Charta dann von 50 Staaten, die auf Seiten der Alliierten am 2 Weltkrieg beteiligt waren, in San Fransisco unterzeichnet.

Der Zweck der UN findet sich gleich in Artikel 1

Article 1

The Purposes of the United Nations are:

  1. To maintain international peace and security, and to that end: to take effective collective measures for the prevention and removal of threats to the peace, and for the suppression of acts of aggression or other breaches of the peace, and to bring about by peaceful means, and in conformity with the principles of justice and international law, adjustment or settlement of international disputes or situations which might lead to a breach of the peace;
  2. To develop friendly relations among nations based on respect for the principle of equal rights and self-determination of peoples, and to take other appropriate measures to strengthen universal peace;
  3. To achieve international co-operation in solving international problems of an economic, social, cultural, or humanitarian character, and in promoting and encouraging respect for human rights and for fundamental freedoms for all without distinction as to race, sex, language, or religion; and
  4. To be a centre for harmonizing the actions of nations in the attainment of these common ends.“
  1. Friedenssicherung;
  2. Herstellung freundschaftlicher Beziehungen, basierend auf der Einhaltung von Menschenrechten;
  3. Internationale Kooperation zur Lösung internationaler Probleme;
  4. Harmonisierung der Anstrengungen, um gemeinsame Ziele zu erreichen;

Dem Wortlaut nach eine gute Idee.



Überhaupt standen und stehen Internationale Organisationen bei Wissenschaftlern hoch im Kurs. Je nach Ausrichtung gelten Internationale Organisationen als Orte, an denen unterschiedliche Interessen aggregiert werden können, sie werden als Foren angesehen, in denen die Vertreter von Nationalstaaten auf gleicher Ebene miteinander verhandeln und reden können, also als Orte, die Transaktionskosten reduzieren, manche ganz Beseelten sind gar der Meinung, dass internationale Organisationen eine Art „unparteiischer Mittler“ sind, die alle Unbillen dieser Welt, vom Hunger bis zum Krieg wirkungsvoll bekämpfen.

Alle diese Sichtweisen haben eines gemeinsam: Sie gehen davon aus, dass Internationale Organisationen, also die Individuen, die in ihnen beschäftigt sind, keine eigenen Interessen entwickeln. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Roland Vaubel und seine Mitarbeiter haben schon vor dem Jahr 2000 gezeigt, wie die Vereinten Nationen instrumentalisiert werden, um Politiken mächtiger Mitglieder durchzusetzen. Die Arbeiten von Vaubel bestätigen, dass ein staatlicher Akteur, der mit Determinantion und Geld an die Sache herangeht, in der Lage ist, internationale Organisationen zu übernehmen, sie zu seinem Forum, zum Ort zu machen, an dem er seine Interessen durchsetzen kann.

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Die UN und ihre Sub-Organisationen scheinen in dieser Hinsicht ein Spielball Chinas geworden zu sein. Und – wie Dr. habil. Heike Diefenbach dies anhand des Marschs durch die Institutionen, jenem geflügelten Wort der Linken aufgezeigt hat, hat die Übernahme von mindestens Teilen der UN durch China dazu geführt, dass die UN der vollkommenen Lächerlichkeit preisgegeben wurden, zu einer Travestie auf die hehren Zwecke, die oben beschrieben wurden, geworden ist.

Den deutlichsten Beleg für diese Behauptung hat UN-Watch gerade veröffentlicht. Ein Mitschnitt aus der letzten Sitzung des UNHRC, des UN Human Rights Council. Wir haben schon in der Vergangenheit über die illustre Runde aus Staatsverbrechern, Vertretern von Diktatoren und notorischen Menschenrechtsverletzern berichtet, die sich im UNHRC zusammengefunden hat. Heute haben wir für unsere Leser ein besonderes Schmankerl.

Der Vertreter von China im UNHRC, Jiang Duan, belehrt Australien über Menschenrechte. Das an sich ist schon Real-Satire, aber es ist: Sie werden es nicht glauben, oder vielleicht doch, es ist steigerbar. Zunächst etwas Hintergrund zu Duan:

Wie man sieht, ist Jiang Duan ein herausragender Experte in Sachen Menschenrecht, weshalb er sich als Mitglied im UNHRC geradezu aufdrängt. In seiner Funktion als Mitglied in diesem erlauchten Kreis, in dem die Böcke eine Baumschule betreiben, hat sich Jiang Duan nun genötigt gesehen, Australien dafür zu maßregeln, dass das Land im Hinblick auf die Menschenrechte nicht auf dem chinesischen Stand ist.


Besonders frech wird es, wenn Jiang Duan, der Mann aus dem Land der Konzentrationslager, von Australien verlangt, die Internierungslager zu schließen, die zur Aufnahme von illegalen Migranten errichtet wurden. Bilder wie die folgenden hindern Jiang Duan nicht daran, eine große Klappe gegenüber einem demokratischen Staat zu risikieren:


Man sieht sehr deutlich, mit was für einer Art von Mensch man es bei diesen chinesischen Kommunisten zu tun hat und man sieht noch deutlicher, dass es längst normal geworden ist, dass China die UN als Bühne zur Verbreitung der eigenen Ideologie und Propaganda nutzt. Damit sind die UN, was ihre Reputation angeht, erledigt. Sie sind zu einer Bühne für Diktatoren und Menschenfeinde aller Art geworden, die diese Bühne nutzen, um Menschenrechte und Versuche, dieselben zu gewährleisten, lächerlich machen. Einmal mehr bestätigt sich, was Dr. habil. Heike Diefenbach geschrieben hat: Wenn Linke ihren Marsch durch die Institutionen beendet haben, sind die Institutionen nicht mehr vorhanden.



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