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Republikaner (also Rechte) sterben häufiger WEIL ungeimpft… – Wenn die Ideologie mit „Forschern“ durchgeht

Junk Science.
Das Journal of the American Medical Association (JAMA), eine der einst renommierten Fachzeitschriften, die über die Corona-Pandemie so viele Federn gelassen haben, dass sie nun mehr oder minder gerupft sind, bewirbt den folgenden Beitrag von Wallace, Goldsmith-Pinkham und Schwatz als einen der am häufigsten heruntergeladenen Beiträge des Journals:

Wallace, Jacob, Paul Goldsmith-Pinkham, and Jason L. Schwatz (2023). Excess death rates for republican and democratic registered voters in Florida and Ohio during the COVID-19 pandemic. JAMA Internal Medicine 183, no. 9 (2023): 916-923.

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Indes kann man aus der Häufigkeit des Downlaods natürlich, jenseits der Häufigkeit des Downloads nichts schließen. Nehmen Sie z.B. uns: Wir haben den Beitrag heruntergeladen und ihn zudem online gelesen, macht zwei Treffer zur Gesamtstatistik, die unter dem Rubrum: Konsumption von Junk Science verbucht werden müssen.

Und Junk Science ist, was die drei Autoren von der Yale School of Public Health und der Yale School of Management über JAMA verbreiten. Eine Übung in Fehlern, die man im Verlauf empirischer Sozialforschung begehen kann, und insofern lehrreich, ein Beispiel dafür, wie man Analysen nicht durchführt. Yale war einst ein Name, der für eine reduzierte Wahrscheinlichkeit Junk Science zu finden, stand, heute ist das Gegenteil der Fall: ideologisch durchsetzter Junk, der seinesgleichen sucht.

Schon die Fragestellung der Arbeit, die Übersterblichkeit mit Partei…, ja was eigentlich? Parteiidentifikation, Parteiwahl … in Verbindung bringt, ist so abseitig, dass man bereits die Fragestellung nur auf Basis ideologisch basierter Vorurteile erklären kann, denn: Was außer: Ätsch, ihr seid mehr gestorben, weil ihr Rechte seid, oder Demokraten leben länger oder die bösen Rechten spuren nicht, wie die Regierung das will, und deshalb sterben sie frühen, soll am Ende einer solchen Fragestellung stehen?

Das war die grundlegende Kritik. Die darauf aufsetzende Kritik verweist darauf, dass die Tatsache, dass jemand sich 2017 in Florida als Wähler der Republikaner oder Demokraten registiert hat bzw. in Ohio in den letzten beiden Jahren vor 2017 an Primaries der Republikaner oder Demokraten teilgenommen hat, nicht wirklich eine Aussage über seine Parteibindung danach zulässt. Aber andere Daten haben die Autoren nicht. Ergo rechnen sie mit dem, was sie haben für Florida und Ohio.

Und damit beginnt das Patchwork der Datenhuberei. Denn den genannten Daten, die irgendwie mit einer Vorliebe für die US-Democrats oder die Republicans zusammenhängen können, spielen die Autoren, darauf legen sie großen Wert, auf INDIVIDUALEBENE Sterblichkeitsdaten zu. Wir haben es also mit zukünftigen Wählern von Joe Biden zu tun, die ihre Stimme auf einem Friedhof in Ohio oder Florida abgeben und mit einem Bestatter ihrer Wahl posthum auf den Weg bringen. 538.159 als ehemalige Wähler einer der beiden Parteien identifizierte Leichname bilden die Grundgesamtheit der Analyse, die den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2021 umfasst. Wohlgemerkt, die Grundlage bilden Verstorbene, nicht die Todesursache. Woran diese Leute verstorben sind, das weiß niemand.

Im nächsten Schritt wird Übersterblichkeit berechnet, wofür Wallace et al. (2023) ein Verfahren benutzten, das man benutzen kann, das indes mehr oder minder fragwürdig ist, weil es die Beobachtungsdaten für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2019, also für zwei Jährchen für den Folgezeitraum bis zum 31. Dezember 2021 also zwei weitere Jährchen fortschreibt, und Übersterblichkeit als Abweichung der im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 von der auf Basis der beiden Vorjahre gebildeten Sterbeerwartung berechnet. Wie gesagt, das kann man machen, indes ist der Informationsgewinn, der sich daraus gegenüber einer Berechnung auf Basis der vorhandenen Roh-Sterbedaten ziehen lässt, eher fragwürdig, will sagen, diese Berechnung ist unnötig, wenn es um Wissenschaft geht, sehr relevant, wenn Ideologie die „Forschung“ antreibt.

Und Ideologie treibt die Forschung an, die auf vier Altersgruppen 25 bis 64 Jahre, 65 bis 74 Jahre, 75 bis 84 Jahre und 85+ Jahre beschränkt wird. Alte sterben häufiger an COVID-19, so die Begründung der Autoren, die, angesichts von Sterbedaten, in denen COVID-19 nicht als Ursache erfasst ist, etwas seltsam wirkt:

„For each record, the identifiable data indicate the week of death and age of the deceased individual in months, as well as individual-level identifiers that could be used to link to the voter files but that we, as researchers, did not have access to in the linked data. The Datavant mortality data was then linked, at the individual level, to the Florida and Ohio voter files on first name, last name, and date of birth using a proprietary algorithm.“

Wie das Zitat deutlich macht, einmal mehr eine der Informationen, die in Supplementary Materials versteckt werden, erfolgt das Zusammenspielen zwischen Sterbedaten und Daten zu Wählern über Namen und Vornamen. Wollen wir hoffen, dass nicht zu viele Smith, Miller und Williams [häufigste Nachnamen in Ohio] und Smith, Williams and Johnson [häufigste Nachnamen in Florida] in den Daten vorhanden waren…. Schon irre, was manche Leute für Verrenkungen durchführen, um ihre ideologische Verwirrung auszuleben.

 

Wir haben nun pseudo-individuelle Daten, bei denen Sterbedaten und Daten zu vermutlicher Parteibindung auf einer pseudo-individuellen Ebene kombiniert und in vier Altersgruppen gestopft werden. Im nächsten Schritt erfolgt nun, was die Ideologen aus Yale eigentlich interessiert: Die segensreiche Wirkung der COVID-19 Shots. Der 1. Mai 2021, also ein Zeitpunkt, zu dem die COVID-19 Shots schon seit Monaten verspritzt werden, trennt bei den Autoren zwischen dem ungeimpften Corona-Zeitraum, der zum 1. Januar 2020 beginnt und dem geimpften Corona-Zeitraum. Indes haben die drei Mannen aus Yale KEINE individuellen Daten für die Frage, ob sich ein Verstorbener die Spritze hat geben lassen oder nicht. Ergo behelfen sie sich mit IMPF-RATEN, die auf Ebene von Landkreisen (Counties) vorhanden sind. Warum sie den ganzen Zirkus der pseudo-Individualisierung ihrer Daten veranstaltet haben, wenn sie ohnehin nicht über das statistische Raten in theoriefreier Aggregatdatenanalyse herauskommen, das ist eine Frage, die wir nicht beantworten können. Vielleicht denken die drei Helden, auf diese Weise könne man leicht beeindruckbare Leser besser über den Tisch ziehen.

Das Ergebnis der Analyse von Wallace, Goldsmith-Pinkham und Schwatz ist dann, wenig überraschend, dass Parteibindung mit Übersterblichkeit korreliert, aber erst, nachdem COVID-19 Shots verfügbar sind:

„Our findings suggest that political party affiliation became a substantial factor only after COVID-19 vaccines were available to all adults in the US. Although the lack of individual-level vaccination status limited our ability to note further associations, the results suggest that well-documented differences in vaccination attitudes and reported uptake between Republican and Democratic voters may have been factors in the severity and trajectory of the pandemic.“

Ätsch, ihr dummen Republikaner, hättet ihr Euch impfen lassen, dann wärt ihr nicht übersterblich. Wenn man sich auf den Weg der Junk Science begeben hat, dann gibt es offenkundig keine Rettung vor vollständiger Verblödung. Bei Bewertung der eigenen Daten vergessen die Autoren beflissentlich, dass sie für Florida keinerlei signifikante Ergebnisse zu produzieren im Stande waren und auch die Ergebnise für Ohio das sind, was man seltsam nennen muss:

Democratic voters had significantly higher excess death rates compared with Republican voters for the age group 65 to 74 years. The analyses stratified by state showed that differences in excess death rates between Republican and Democratic voters were primarily seen in voters residing in Ohio, with smaller, and generally nonsignificant, differences in weekly excess death rates between Republican and Democratic voters in Florida (eFigure 2 and eFigure 3 in Supplement 1). In analyses that pooled data from March 2020 to December 2021, Republican voters in Florida did not have a statistically significantly higher excess death rate than Democratic voters in Florida.“

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Das erstaunlichste an manchen ideologischen Arbeiten, die als wissenschaftlich verkauft werden sollen, ist wohl, dass es den Autoren gelingt, sich selbst dann von der Gültigkeit ihrer ideologischen Vorurteile zu überzeugen, wenn ihre eigenen Ergebnisse das Gegenteil zeigen.

Aber natürlich beziehen sich die zitierten Ergebnisse in ihrer ersten Hälfte auf die Zeit vor dem 1. Mai 2021, den Stichtag, den die Autoren ohne nachvollziehbare Begründung als den Tag bestimmt haben, ab dem COVID-19 Shots für jeden hätten erhältlich sein müssen. Und nach dem 1. Mai sterben die vermeintlichen Wähler der Republikaner häufiger als die Demokraten, ein Ergebnis, das für die Autoren natürlich auf die rettende Kraft der COVID-19 Shots zurückzuführen ist, die sie zwar nicht belegen können, aber dennoch für gegeben behaupten.

Mit anderen Worten: Die Autoren behaupten, dass nach dem 1. Mai 2021 in Ohio (und vielleicht in Florida, vielleicht auch nicht) weniger ehemalige Wähler der US-Democrats überverstorben sind, weil sie in Counties leben, die einen höheren Anteil von COVID-19 Shots-Empfängern aufweisen als ehemalige Wähler der Republikaner. Ein klassischer ökologischer Fehlschluss, denn natürlich sagt die Impf-Rate auf Ebene eines Landkreises überhaupt nichts darüber aus, wie sich die ehemaligen Wähler von Republikanern und US-Democrats auf die „Geimpften“ in einem Landkreis verteilen. Darüber hinaus sagt die „Impfrate“ nichts über die Übersterblichkeit aus, denn diese bezieht sich auf ALLE TOTEN und nicht auf COVID-19 Tote, die ohne COVID-19 Shot zahlreicher sein sollen, eine Behauptung, die natürlich nicht belegt werden kann, so wenig wie belegt werden kann, dass höhere Impfraten mit verringerter Sterblichkeit einhergehen. Zudem ist bekannt, dass Mitglieder der Black Community in den USA, die in ihrer Mehrheit US-Democrats wählen in ebensolcher Mehrheit den COVID-19 Shots fern geblieben sind. Sowohl in Florida als auch in Ohio ist der Anteil der Schwarzen unter den Wahlberechtigten hoch genug, um die Ergebnisse von Wallace et al. (2023) verblassen zu lassen.

Quelle: Pew Research

Die ideologische Welt aus Yale kann nur aufrecht erhalten werden, wenn man die Realität ignoriert, ausblendet, was nicht passt und sich auf das fixiert, was man unbedingt in die Ergebnisse hineinlesen will. Und zu dem, was man nicht in die Ergebnisse hineinlesen will, gehört die Tatsache, dass mit COVID-19 Shots erhebliche Nebenwirkungen einhergehen. Die an sich schon irre Behauptung, dass „Übersterblichkeit“ durch COVID-19 Shots verhindert werden kann, müsste somit gegen die Annahme geprüft werden, dass Nebenwirkungen aus COVID-19 Shots Übersterblichkeit herbeiführen.

Viel Spaß.

Schließlich haben wir uns die Daten aus Yale zur Hand genommen und einen Quotient berechnet, der den Anteil der Wähler der US-Democrats und der Republicans in Ohio und Florida für die vier Altersgruppen, die die Autoren unterscheiden mit dem jeweilgen Anteil an den Verstorbenen in Relation setzt. Die Art der Berechnung führt dazu, dass die Höhe des über die vier Altersgruppen kumulierten Quotienten als Überlebensrate interpretiert werden kann: Je höher der Quotient, desto höher die Überlebensrate. Und wie es die Daten der drei Mannen aus Yale zeigen: Republicans überleben mehr.

Man beachte, dass wir das Ergebnis von Wallace et al. (2023), nachdem die vermeintlichen Wähler der US-Democrats, die zwischen 65 und 74 Jahren alt sind, ein höheres Sterberisiko, bei uns eine geringere Überlebenswahrscheinlichkeit haben als die vermeintlichen Wähler der Republikaner, replizieren können. Ansonsten zeigt sich eine höhere Mortalität lediglich für 85+jährige vielleicht Wähler der Republikaner in Florida und sehr gering in Ohio. Insgesamt sterben vermeintliche Wähler der US-Democrats in beiden Bundesstaaten deutlich häufiger als Republikaner.

Das Gegenteil dessen, was Wallace et al. (2023) behaupten, ist der Fall.

Übrigens halten wir jede Wette, dass die Häufigkeit von COVID-19 Shots mit der Anzahl der von Alligatoren Gefressenen in einem Bundesstaat korreliert.

Quelle

Wie schon diese Darstellung zeigt, sind 80+jährige bevorzugte Opfer von Alligatoren. Zudem ist der Anteil der COVID-19 Gespritzen in der Gruppe der 80+jährigen, die als besonders gefährdete Altersgruppe gilt, höher als in anderen Altersgruppen, woraus man die Hypothese bilden muss, dass COVID-19 Shots anfälliger für Tod durch Alligator-Einwirkung machen, eine lohnende Forschung für die Leute aus Yale, finden Sie nicht?

 

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