Telekom für Schlafstörungen verantwortlich: Droht Klagewelle?

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass …

Unsere Lieblingsschlagzeile für heute:

Wer noch zu später Stunde vor dem Bildschirm sitzt, schläft weniger …

Monika Wimmer von der Pressestelle des Sozioökonomischen Panels ist für diese herausragende Leistung der tautologischen Sprachbenutzung verantwortlich. Wir ziehen unseren Hut.

Wir wären nicht auf die Idee gekommen, dass die Leute, die früh ins Bett gehen, mehr Schlaf abbekommen als die, die spät ins Bett gehen. Und was wir auch nie gedacht hätten ist: „Der Schlaf von Menschen, die morgens nicht früh aufstehen müssen, wird durch die Mediennutzung zu später Stunde nicht beeinträchtigt“.

Wer lange schläft, schläft eben länger.

Ohne diese Erkenntnis hätten wir heute Nacht nicht schlafen können.

Wir verdanken sie nicht nur Monika Wimmer, sondern auch Francesco Billari, Osea Giuntella und Luca Stella, die die Daten des SOEP benutzt haben.

Billari, Giuntella und Stella haben nicht nur das SOEP benutzt, sie haben auch TUS benutzt, den „German Time Use Survey“. Mauschelt man TUS und SOEP zusammen, dann kommen 24.680 Befragte und 43.162 Beobachtungen dabei heraus. Davon stammen 5.587 Befragte und 10.869 Beobachtungen aus dem TUS. Die Beobachtungen, aus dem TUS sind z.B.:

  • Ob ein Befragter den PC oder ein Smartphone zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr benutzt hat;
  • Ob ein Befragter ein Computerspiel zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr benutzt hat;
  • Ob ein Befragter zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr Fernsehen geschaut hat.
  • Wie viele Stunden ein Befragter pro Nacht schläft.

Wichtige Informationen!

Das glauben Sie nicht.

Warten Sie nur ab.

Aus dem SOEP kommen natürlich auch wichtige Informationen, nämlich:

  • Ob ein Befragter einen DSL-Anschluss zur Verfügung hat;
  • Wie viele Stunden er pro Nacht schläft.

Und dann gibt es noch weitere wichtige Informationen, damit die Regressionsgleichung schön lang wird und nicht nur aus Popel y = ax + b besteht:

  • Ob Glasfaser verlegt wurde;
  • Wie weit die DSL-Leitung vom nächsten Verteiler entfernt ist (das beeinflusse den Preis und die Geschwindigkeit, sagen die Autoren);

Und dann rechnen sie.

Hier die spärlichen Ergebnisse in unserer Sprache:

  • Aus dem TUS:
    • Wer um 23.10 Uhr noch Computerspiele spielt, Fernsehen schaut oder einen PC oder ein Smartphone benutzt, schläft tendenziell weniger als jemand, der das nicht tut.
  • Aus dem SOEP:
    • Wer eine DSL-Leitung hat, schläft tendenziell weniger;

Wir schreiben „tendenziell“ weil die ausgewiesenen Koeffizienten doch sehr popelig sind, so zwischen 0.01 und 0.042. Eher das, was man als nicht der Rede wert bezeichnen würde. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Autoren keine Angaben über die erklärte Varianz, also die Güte ihrer Modelle machen.

Nun fragt man sich, was hat das Ganze mit der DSL-Leitung zu tun. Die Antwort drängt sich auf. Wie, Ihnen nicht?

Wir zitieren:

“Taken together, our findings suggest that there may be substantial detrimental effects of broadband Internet on sleep duration and quality through its effects on technology use near bedtime.”

Oder noch etwas dramatisierter aus der Pressemeldung:

“Besonders der Schlaf junger Menschen unter 30 Jahren, die einen DSL-Anschluss nutzen, ist gefährdet”, sagt der Ökonom Luca Stella. Schuld sind natürlich PC, Smartphone und Computerspiele – wie könnte es anders sein. Fernsehen ist nicht der Rede wert, sorgt ja auch eher für Schlaf, als dass es Schlaflosigkeit zur Folge hätte.

Wenn also Personen aus einem Datensatz zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr einen Computer, Smartphone etc. benutzt haben, weniger Zeit angeben, die sie verschlafen als Personen, die zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr keinen Computer, kein Smartphone etc. benutzt haben und wenn in einem ganz anderen Datensatz, in dem ganz andere Befragte die Länge ihres durchschnittlichen Schlafes geschätzt haben und auf die Frage, ob sie denn einen DSL-Anschluss ins Internet haben, geantwortet haben und beides in der Weise zusammenhängt, dass die, die DSL haben, weniger schlafen als die, die kein DSL haben, dann folgt für die Autoren daraus, dass die Nutzung von Computer, Smartphone etc. zum einen schlafraubend ist und zum anderen auf den DSL-Anschluss zurückgeht.

Leute, baut eure DSL-Anschlüsse ab, verklagt die Telekom, denn der Schlafmangel wird von DSL-Anschlüssen verursacht.

Andererseits könnte es natürlich so sein, dass diejenigen, die zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr die Teufelswerkzeuge moderner Technologie benutzen, die über DSL noch teuflischer werden, das tun, weil sie nicht schlafen können. Ah, das ist nicht ideologiekonform und überhaupt: Experten, nein „ExpertInnen“ haben „eine Schlafdauer von 7 bis 9 Stunden“ als „gesund“ deklariert. Wer würde es da wagen, von dieser von Experten verordneten Schlafdauer abzuweichen?

Offensichtlich gibt es viele, die das tun, die weniger schlafen, dahingestellt, ob sie das tun, weil sie nicht schlafen können oder nicht schlafen wollen. Bislang ist es noch nicht strafbar, weniger als 6 Stunden zu schlafen, bislang gibt es noch keine Verordnung, die die allgemeine Schlafdauer auf mindestens 7 Stunden festlegt, und es gibt noch keine flankierenden Maßnahmen, also ab 23. Uhr keinen Strom mehr für Privathaushalte, um die minimale Schlafdauer von 7 Stunden auch durchzusetzen. Aber wir arbeiten dran.

Junk Science, produziert von besorgten „Ökonomen“, die ihre Freude daran, das von Expertenvorgaben abweichende Verhalten anderer zu maßregeln, entdeckt haben, bereiten gerade den Weg. Und wer partout nicht schlafen will, der bekommt eben eine Schlaftablette verordnet. Denn: 7 Stunden müssen es mindestens sein. 7 Stunden sind gesund. Experten haben es gesagt. Abweichungen vom Plansoll an Schlaf werden nicht toleriert.
gez. Der Staatsratsvorsitzende.

Der ScienceFiles-Medizinmann empfiehlt:

Wer Schlafmangel hat, der kann auch den Text von Billari, Giuntella und Stella lesen.

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Wanka’s Resterampe: BMBF verpulvert weitere 390.000 Steuereuros

Was meinen Sie, können ein Azubi in der Gastronomie, dessen Eltern arbeitslos sind und ein ebensolcher, der aus einem Facharbeiterhaushalt kommt, mit einander sprechen? Mehr noch: Können sie gemeinsam lernen? Ist es möglich Azubis, die aus unterschiedlichen Elternhäusern und sozialen Kontexten stammen, einer aus Berlin-Marzahn, einer aus Wanne-Eickel gemeinsam zu unterrichten?

Um diese absurden Fragen zu beantworten, verpulvert das BMBF gerade 390.000 Euros. 1.000.000 Euro, um ein Projekt zu fördern, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies zu diskreditieren, 390.000 Euro für ein Projekt, dessen Ziel darin besteht herauszufinden, ob an Berufsschulen der offene Krieg ausbricht, weil die Schüler aus unterschiedlichen Elternhäusern kommen … Es geht zum Ende des Jahres. Alle Steuergelder müssen raus, nicht dass dem BMBF noch die Mittel gekürzt werden.

Hat noch jemand Junk auf Lager, den er als Forschung verkaufen will? Jetzt ist die Gelegenheit: Wanka’s Resterampe kauft jeden Unsinn auf.

Natürlich kann man nicht sagen: Hey, ich glaube, dass man Dreisätze nur dann erlernen kann, wenn man aus demselben Haushalt kommt, dieselbe Zahnpasta benutzt und dieselben Müll-Serien im Fernseher ansieht. Man muss es so verpacken, dass Wanka’s Reste-Aufkäufer der Ansicht sind, sie würden ein sinnvolles wissenschaftliches Produkt erwerben, etwa so:

„Wer gehen davon aus, dass Lehr-Lern-Prozesse Handlungssituationen darstellen, die davon abhängen, dass die daran beteiligten Akteure ein vergleichbares Verständnis für sie haben, mit anderen Worten Situationen vergleichbar definieren“. Das sagt Matthias Vonke von der Universität Erfurt, dem es gelungen ist, das BMBF um 390.000 Steuereuros zu erleichtern.

Wenn Sie sich also bislang gefragt haben, warum sie in der Schule partout nicht die Kreisberechnung durchschaut haben oder die Geometrie als solche verstehen konnten, dann wissen Sie jetzt, warum das so war. Die Lehr-Lern-Prozesse der Handlungssituation Schule haben einfach nicht zu ihrer sozialen Herkunft gepasst. Die Tatsache, dass bei ihnen zuhause Bier getrunken und über Politik diskutiert wird, dass ihre Eltern die CDU gewählt haben, damals, hat einfach nicht mit der Lebenswelt ihres Lehrers zusammengepasst, jenes Rotwein trinkenden Radfahrers, der in gepflegter häuslicher Monotonie Spagetti isst und sich über kulturell bereichernde Themen austauscht, mit Seinesgleichen um denselben Tisch. Und weil ihr Lehrer Rotwein trinkt, mit allem was dazugehört, und ihr Vater Bier, mit allem, was dazugehört, deshalb haben sie nicht verstanden, wie man einen Kreisausschnitt berechnet.

Darum geht es im Projekt von Vonken. Verständnis dafür zu schaffen, dass Biertrinker ganz, ja vollkommen und unüberbrückbar anders sind als Rotweintrinker und dass diese Andersartigkeit sie daran hindert, Geometrie, Algebra, Techniken der Buchführung, ja richtiges Servieren von rechts zu erlernen. Dann kann man nur versuchen, zu verstehen und muss akzeptieren, dass Bier nicht gleich Wein ist. Denn, so weiß Vonken: „je heterogener die Gruppen sind“, desto schwieriger das Erlernen von Schrift und Sprache. Wenn zu Bier und Wein noch Sauerkrautsaft kommt, dann ist der Lehr-Lern-Prozess als Handlungssituation in erheblicher Gefahr, dann kommen Fünfen und Sechsen am Ende heraus. Alles wegen Bier, Wein und Sauerkrautsaft.

Denn wegen Bier, Wein und Sauerkrautsaft wird die Situation unterschiedlich definiert. Der Biertrinker denkt, die Berufsschule ist eine Dorfkneipe, der Weintrinker verwechselt die Berufsschule mit einer italienischen Pizzeria und der Sauerkrautsafttrinker, der will sowieso nur raus, um gegen Mitternacht die diesjährige Sauerkrauternte einzubringen. Und deshalb scheitert die Lehr-Lern-Situation.

Was kann man dagegen tun?
Vonken wird es herausfinden, für die Kleinigkeit 390.000 Euro.
Das BMBF zahlt.

Gekaufte Professoren!? Korruption im Quadrat mit dem BMBF

Gerade haben wir über das Projekt “REVERSE” berichtet, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies zu diskreditieren und nicht etwa darin, die Kritik aufzunehmen und sich zur Kritik argumentativ zu stellen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund einer Million Euro finanziert.

Das Projekt wird von Annette Henninger geleitet.

Annette Henninger besetzt an der Philipps-Universität in Marburg die Professur mit der Widmung:

Professur für Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik

Die Professur befindet sich im Fachbereich “Politikwissenschaft”.

Wie es der Zufall so will, finden sich im Förderbericht des BMBF, in dem die Universitäten aufgelistet sind, die im Rahmen des Professorinnenprogramms I (2009-2013) eine Finanzierung erhalten haben, die folgende geförderte Stelle:

Universität Marburg
Vorhaben 3: Förderung der W2 – Vorgriffsprofessur im Fach Politik und Geschlechterverhältnisse im Fachbereich Politikwissenschaft im Rahmen des Professorinnenprogramms an der Philipps-Universität Marburg

Die geförderte Stelle entspricht somit der Professur, die Henninger innehat, woraus man schließen muss, dass Henninger im Rahmen des Professorinnenprogramms I auf die Professur berufen wurde (also ohne männliche Konkurrenz).

Somit ergibt sich Folgendes:

  • Das BMBF kauft ein Projekt, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies und damit der Versuche, Staatsfeminismus wissenschaftlich zu legitimieren, zu diskreditieren (nicht etwa sich mit der Kritik auseinander zu setzen);
  • Die Kosten belaufen sich auf eine Million Euro.
  • Beauftragt mit der Durchführung des Projekts wird Annette Henninger, die die oben genannte Professur in Marburg besetzt.
  • Die Professur Henningers ist vom Land Hessen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Professorinnenprogramm I geschaffen worden, und wird von beiden finanziert.
  • Das BMBF kauft ein Projekt und setzt mit Henninger den Besetzer einer Professur ein, die ebenfalls vom BMBF gekauft wurde, um das Projekt durchzuführen.

Korruption im Quadrat.

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Judaslohn: Eine Million Euro für Gender-Junk – Steuergelder vom BMBF

Eine wissenschaftliche Disziplin wird kritisiert. Sie wird harsch kritisiert. Es werden Fragen nach ihrer Epistemologie, ihrem Erkenntnisinteresse, ihrem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen gestellt. Die theoretische Basis der wissenschaftlichen Disziplin wird angezweifelt. Es wird festgestellt, dass die wissenschaftliche Disziplin keinerlei Beitrag zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt geleistet hat. Es wird gezeigt, dass die Disziplin in manchen Bereichen der Wissenschaft dazu geführt hat, dass hinter bereits erreichte Wissensfortschritte zurückgefallen wurde. Den Mitgliedern der wissenschaftlichen Disziplin wird vorgehalten, dass das Wenige, das sie an Beitrag zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt für sich reklamieren, Plagiate oder Trivialitäten sind, die keinerlei wissenschaftlichen (Neuerungs-)Wert haben. Schließlich wird die Disziplin, werden ihre Vertreter als politische Steigbügelhalter ausgewiesen, deren Ziel nicht darin besteht, Wissenschaft zu betreiben, sondern politischen Aktivismus zu verbreiten, an Universitäten, um dort die Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis zu zerstören, in der Gesellschaft, um dort als Legitimation für einen Umbau der Gesellschaft zu dienen, als willige Vasallen der politischen Indoktrination.

The Snout in the Trough

Was tun Vertreter einer wissenschaftlichen Disziplin, die mit solch‘ grundlegender Kritik konfrontiert sind, deren wissenschaftlicher Status in Frage gestellt wird, weil sie als Steigbügelhalter der Politik identifiziert werden? Das ist ganz einfach: Sie erstellen Meta-Analysen, in denen sie den Erkenntnisfortschritt, der ihrer Disziplin zu verdanken ist, nachzuweisen versuchen. Sie beantworten die Fragen, die zur Epistemologie und zum Erkenntnisinteresse des Faches gestellt werden. Sie zeigen den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen des Faches auf. Sie modifizieren ihr Fach da, wo die Kritik zutrifft. Sie halten sich fern von politischem Aktivismus, um den Gedanken, man sei Ideologe und eben nicht Wissenschaftler gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sie betreiben Grundlagenarbeit. Sie beschreiben ihre wissenschaftliche Methode. Sie werben Drittmittel ein, um Projekte zu finanzieren, die eine klare wissenschaftliche Fragestellung und einen vorab benennbaren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn haben.

Das tun Vertreter einer wissenschaftlichen Disziplin, die heftig kritisiert wird.

Deshalb wissen wir, dass Gender Studies keine wissenschaftliche Disziplin sind. Deshalb wissen wir, dass deutsche Hochschulen in der Hoffnung mit Gender Studies infiltriert wurden, man könne einem beabsichtigten gesellschaftlichen Umbau dadurch wissenschaftliche Legitimation verschaffen. Deshalb wissen wir, dass Gender Studies eine Ideologie sind, deren Vertreter keine Wissenschaftler, sondern politische Aktivisten sind, die sich zum Vasallen von Politikern zu machen, um die Wissenschaft an die Politik zu verkaufen.

Der Judaslohn beträgt im vorliegenden Fall eine Million Euro.

Eine Million Euro aus Steuermitteln investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung, um die Kritik, die an Gender Studies und damit am Verbündeten des Staatsfeminismus im Bereich der Hochschulen geäußert wird, zu diskreditieren. Wie gesagt, ein wissenschaftliches Fach, das in die Kritik geraten ist, würde sich mit dieser Kritik befassen. Das Projekt REVERSE, das vom BMBF finanziert wird, befasst sich gerade nicht mit der Kritik, sondern mit den Kritikern.

Warum?
Weil die Kritik, das steht schon fest, noch bevor auch nur eine Arbeitsstunde in REVERSE investiert wurde, natürlich falsch ist. Denn, so behauptet Annette Henninger, die in Marburg die Professur mit der Widmung „Politik und Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt Sozial- und Arbeitspolitik“ besetzt, Anti-Feminismus spalte die Gesellschaft. “Das gefährdet die Akzeptanz von Pluralität und damit verbunden auch die Werte einer Demokratie“.

Was Feminismus mit Pluralität zu tun hat, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass Henninger nach ihrer eigenen Aussage die „Werte einer Demokratie“ gefährdet, denn die Pluralität, die Anti-Feminismus mit Sicherheit darstellt, sie stellt für Henninger ein Problem dar, ein Problem, das die staatliche Gleichstellungspolitik, die Genderforschung und die „bisherigen Errungenschaften“ in Frage stellt.

So redet kein Wissenschaftler.

So redet ein Priester, der mit Ketzern konfrontiert ist, die die Errungenschaften seines Glaubens (also goldverzierte Tabernakel und große Besitztümer seiner Kirche) in Frage stellen.

So redet ein Funktionär, der befürchtet, sein üppiges Gehalt sei durch Pluralismus, also andere Ideen und Kritik an seiner Tätigkeit, gefährdet.

So redet ein politischer Vasall, dessen Aufgabe darin besteht, die Ideologie dessen, von dem er finanziell abhängig ist, zu legitimieren.

Und weil so kein Wissenschaftler redet und als Konsequenz Henninger nicht als Wissenschaftler angesehen werden kann, ist das Projekt „REVERSE“, das Henninger mit der Million Euro aus Steuergeldern leitet, auch kein wissenschaftliches Projekt, sondern ein Legitimationsprojekt, eine vom BMBF gekaufte Wissenschafts-Chimäre, bei der es nicht darum geht, die fehlende Erkenntnistheorie, die fehlende Methode, die fehlende Epistemologie, den fehlenden Erkenntnisgegenstand, die fehlenden Ergebnisse, den angezweifelten Nutzen der Gender Studies nachzuliefern, sondern darum, die Kritiker als politische Gegner, am besten Rechte, in jedem Fall aber Personen zu diskreditieren, die es doch tatsächlich wagen, „Gender Studies, Gender Mainstreaming“ oder „die Infragestellung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit“ zu kritisieren, die Gender Studies als „quasi-religiöse Strömung“ ansehen und den Genderisten eine Zugehörigkeit zur „Scientific Community“ absprechen.

Das ist natürlich falsch.

Die Gender Studies sind keine quasi-religiöse Strömung. Sie sind eine religiöse Strömung. Die Vertreter der Gender Studies hatten unzählige Gelegenheiten, sich als Wissenschaftler darzustellen und die Kritik, die vorgebracht wird, mit wissenschaftlichen Methoden zu entkräften. Sie haben es jedes Mal und ziehen es auch dieses Mal vor, die Kritiker zu attackieren. So verhält sich niemand, der eine Idee davon hat, was Wissenschaft und was wissenschaftlicher Fortschritt ist. So verhalten sich politische Steigbügelhalter, deren Aufgabe darin besteht, einen gesellschaftlichen Umbau zu legitimieren. Als solche sind sie kein Mitglied der Scientific Community.

Wenn noch ein Beleg dafür notwendig war, dass Gender Studies und die, die sie betreiben, keine Wissenschaftler sind, nicht einmal die Spur einer Idee davon haben, was Wissenschaft eigentlich ist, dann ist das Projekt „REVERSE“, das das BMBF geschaffen und gekauft hat, um die eigene Politik des Gender Mainstreaming, also z.B. die Benachteiligung von Männern im Rahmen des Professorinnenprogramms zu legitimieren, ein solcher Beleg.

Die Ergebnisse des Gender-Trashs, die in zwei Jahren vorliegen sollen, muss man nicht abwarten, um schon jetzt zu wissen, dass am Ende stehen wird, was von Henninger bereits ausgeplaudert wurde: Kritik an den Gender Studies ist Häresie, wer sich ihrer schuldig macht, ein Rechter. Und dazu kann man nur sagen: Na und?

Dass ein BILDUNGSministerium eine Million Euro Steuergelder verschwendet, um Gender-Trash zu finanzieren, der dazu dient, Kritiker zu diskreditieren und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu denunzieren, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Gender-Aktivismus auf dem letzten Loch pfeift, dass der Versuch, Gender-Junk an Hochschulen mit dem Feigenblatt der Wissenschaftlichkeit zu schmücken, vollständig in die Hose gegangen ist. Dafür spricht auch, dass das BMBF direkt als Financier auftreten muss, um gewünschte Ergebnisse vorzugeben und genehme Ergebnisse zu erhalten, weil eine Finanzierung durch die Scientific Community – z.B. durch die DFG  -offensichtlich nicht in Frage kommt. 

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Klüger als viele Akademiker: Mailprogramm erkennt Gender Studies als Spam

BT-Yahoo gibt uns viel Anlass zum Ärger, aber das Mailprogramm von BT-Yahoo ist erste Sahne, denn es erkennt Gender Studies als Spam und leitet alles, was mit Gender Studies zu tun hat und ohne unser Zutun in den virtuellen Mülleimer.

Von dort haben wir ein besonderes Exemplar von Spam wiederbelebt.

So wie man in den 1960er Jahren angefangen hat, die vielen Müllkippen, die zum Teil wild in der Landschaft entstanden sind, zu zentralisieren und zur Mülldeponie auszubauen, so haben sich ganz besonders beflissene Gender Studierer dazu veranlasst gesehen, alles, was im Kontext von Gender Studies „dumped“ wird, zu zentralisieren, damit das Fly tipping, also das Werfen von Gender Müll in alle möglichen Zeitschriften ein Ende hat.

Wie man uns im Spam unterrichtet, gibt es nun ein Women’s & Gender Studies Research Network. Die Leute bei der New Real Peer Review haben heute einen Field Day, so viel Gender Junk auf einem Haufen haben auf die auf Gender Junk spezialisierten Wissenschaftler von New Peer Review noch nicht gesehen.

Wir haben uns natürlich daran beteiligt, die neue Deponie für Gender Müll zu besichtigen, die über mehrere Zufahrts-Links erreichbar ist. Gleich der erste Link soll zu „Feminist Theory & Philosophy“ führen. Was man in dieser Abteilung der zentralen Deponie findet, sind Texte, die nicht einmal entfernt auf etwas hinweisen, was man als Theorie ansehen könnte. Sie reichen von God’s Shadow, der den Ladenhüter der häuslichen Gewalt überschattet, über die Spannung, die zwischen Gendergleichheit und Religion bestehen soll, bis hin zu weißem sexuellem Imperialismus. Man kann sich zuweilen vorstellen, welcher Junk auf denjenigen wartet, der bereit ist, auf der virtuellen Deponie zu wühlen.
Wir waren dazu nicht bereit. Fast nicht.

An einem Text sind wir dann doch hängen geblieben:
Gender, Feminism, and Death: Physician Assisted Suicide and Euthanasia.

Wir wären, ehrlich gesagt, nicht auf die Idee gekommen, dass man Gender zu Feminismus und dann zu Tod steigern kann. Aber natürlich liegt diese Idee aus Sicht von Gehirnzellen nahe.

Und der zugehörige Textes von Susan M. Wolf macht diesen Zusammenhang sehr deutlich. Wir bringen das erstaunliche Machwerk einmal auf den Punkt: Wolf argumentiert, dass alle Menschen das Recht haben, lebensverlängernde Maßnahmen zu verweigern oder abzulehnen und Ärzte entsprechend verpflichtet sind, diese Willensäußerung von Patienten ernst zu nehmen. Frauen haben dieses Recht nicht. Was die meisten Leser, wie Wolf selbst erkennt „puzzling“ finden werden. Wir sagen dazu Widerspruch und beenden in der Regel die Lektüre. In diesem Fall haben wir uns jedoch angesehen, warum Frauen von Feministen nicht die gleichen Menschenrechte zugestanden werden, wie Männern, deshalb:

“When it comes to the question., whether women’s suicide should be aided, however, or whether women should be actively killed, there is no right to command physician assistance, the dangers of permitting assistance are immense, and the history of women’s subordination cuts the other way. Women have historically been seen as fit objects for … death at the hands of others”.

Ist das jetzt Zynismus oder abgrundtiefe Dummheit? Wir dachten, Feministen wollten Gleichberechtigung. Und wir dachten, es sind Männer, die in weit größerer Zahl als Frauen in Kriegen, durch Unfälle, vor allem Arbeitsunfälle oder durch Selbstmord umkommen. Aber das ist Statistik. Was ist schon Statistik, und was sind schon Fakten, wenn Feministen am Werk sind. Bloßes Zahlenmaterial, dass die Erzählung von der jahrhundertelangen Unterdrückung und Ermordung von Frauen durch (weiße) Männer behindert, am Ende unglaubwürdig erscheinen lässt. Die Erzählung ist jedoch notwendig, für eine unglaubliche Form von Zynismus, die man eigentlich nicht tolerieren kann, ein Zynismus, der argumentiert, dass sich mit der Aussage von Patienten, im Falle eines Unfalls keine lebensverlängernden Maßnahmen zu wollen, zu viele Missbrauchsmöglichkeiten für Ärzte verbinden, als dass man diese Einwilligung rechtlich gelten lassen könne. Dass dies aber nur für Frauen gelte, während man Männer dem Missbrauch aussetzen könne. Warum? Wegen der Erfindung, der Erzählung, dass Männer jahrhundertelang Frauen versklavt und ermordet haben. Unabhängig davon, ob die Argumentation mit den Missbrauchsproblemen stichhaltig ist, bricht sich hier eine Boshaftigkeit Bahn, die unglaublich ist.

Der Götter sei Dank, dass diese Machwerke nun auf einer zentralen Mülldeponie gesammelt werden. Dann reicht ein Blick um zu wissen, mit welchen unmenschlichen Gestalten man nichts zu tun haben will.

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