Rassismus-Kult: Strukturell Unsichtbares führt zu Rücktritt des JAMA Vize-Herausgebers

Struktureller Rassismus ist ein interessantes Agens. Es gleicht in vielem dem Heffalump, das A.A. Milne in “Winnie the Pooh” beschrieben hat, ein elefantenähnliches Wesen, das nur in den Träumen von Pooh Bär vorkommt

“[H]e tried counting Heffalumps [but] every Heffalump that he counted was making straight for a pot of Pooh’s honey … [and] when the five hundred and eighty-seventh Heffalump was licking its jaws, and saying to itself, “Very good honey this, I don’t know when I’ve tasted better”, Pooh could bear it no longer.”

Man sieht, Heffalumps sind darauf aus, dem schlafenden Bären den Honig zu stehlen, so träumt er, der die Heffalumps dann im Wachzustand zum Vorwand nimmt, um den Honig vor den Heffelumps in Sicherheit zu bringen, indem er ihn aufisst.

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Eine ähnliche, indes reverse Funktion hat auch der strukturelle Rassismus, revers deshalb, weil er nicht zu einer positiven Handlung, sondern zu einer Abwehr, führt, in deren Verlauf das eigene Versagen anderen in die Schuhe geschoben werden soll.

  • Struktureller Rassismus, das ist etwas, das man nicht messen kann, denn es findet sich nur in Strukturen, und Strukturen handeln nicht, sie sind einfach da.
  • Struktureller Rassismus, das ist dennoch etwas, das für das verantwortlich ist, was manche als eine Benachteiligung ausgeben wollen, die ihnen widerfahren sei, eine Benachteiligung, die man daran erkennen können soll, dass sie hinter welchem Ziel von wem auch immer zurückgeblieben sind oder zuweilen als Gruppe nicht denselben Anteil am Kuchen bekommen, den andere Gruppen bekommen.
  • Struktureller Rassismus, das ist ein “unsichtbarer Feind”, der nicht durch “Akteure” handelt, sondern durch Strukturen, ausschließlich verhindernde Strukturen, was seltsam ist, was man erklären muss und was, manchen ist nichts zu blöd, in der Regel damit erklärt wird, dass Strukturen zum Beispiel weiß seien, wenn sie in Deutschland vorzufinden sind. Die Behauptung geht dann so, dass z.B. das deutsche Finanzamt, weil es von weißen Deutschen erfunden wurde, eine Weißheit, wohlegemerkt, keine Weisheit in sich trägt, die Andersfarbige benachteiligen muss, eben weil sie weiß ist. Das ist Essentialismus, der sich nur darin vom Antisemitismus der Nazis unterscheidet, dass er nicht nach drei Generationen Schluss macht, sondern die gesamte Geschichte der Weißen umfasst.

Vor allem ist “struktureller Rassismus” aber ein Fetisch, den ein wilder Mob eifriger Jünger anbetet, die lieber Weiße umbringen würden, als dass sie zugeben würden, unter einer kollektiven Halluzination zu leiden.

Dass dieser Mob religiöser Fanatiker eben das ist, ein Mob religiöser Fanatiker, das hat Edward H. Livingston, der ehemalige Vize-Herausgeber der – wie man bei der ARD schreiben würde – renommierten Zeitschrift der American Medical Association, JAMA, gerade erfahren. Livingston hat das getan, was man auf keinen Fall tun darf, er hat den Fetisch der Eiferer des strukturellen Rassismus angezweifelt und gesagt:

“Structural racism is an unfortunate term. Personally, I think taking racism out of the conversation will help. Many of us are offended by the concept that we are racist”.

Struktureller Rassismus ist ein unglücklicher Begriff. Ich glaube es würde helfen, wenn wir den Begriff aus der Debatte herausnehmen. Viele von uns fühlen sich beleidigt durch ein Konzept, das sie zum Rassisten erklärt.

Häresie.
Livingston hat den strukturellen Rassismus angezweifelt.
Den Fetisch, den gottgleichen Begriff ewiger Unterdrückung und ewiger Möglichkeit, Fördergelder einzustreichen, die letzte Möglichkeit des prekären Mobs aus der Mittelschicht, sich vozugaukeln, sie würden sozial über den kleinen Schwarzen, denen sie helfen wollen, verortet.

Das geht gar nicht.



Eine eilends organisierte konzertierte Kundgebung des Ärgers und der Wut über den Frevler hat etwas mehr als 2000 Unterschriften unter eine Petition, die die Untersuchung des Rassismus bei JAMA gefordert hat, erbracht – läppische 2000 Unterschriften, aber läppische 2000 Unterschriften reichen, um den Herausgeber von JAMA, Howard Bauchner, ins Bockshorn zu jagen und sich vor Angst vor den religiösen Fanatikern, den Jüngern des strukturellen Rassismus in die Hosen zu machen:

Howard Bauchner, Herausgeber von JAMA, sagt: “I take responsibility for these lapses and sincerely apologize for both the lapses and the harm caused by both the tweet and some aspects of the podcast. Diese seien “inaccurate, offensive, hurtful and inconsistent with the standards of JAMA.”

Das muss man erst einmal verdauen.
Der angesprochene Tweet, mit dem der Podcast, in dem Livingston den oben berichteten schrecklichen Frevel begangen hat, angekündigt wurde, lautet: “No physician is racist, so how can there be structural racism in health care? [Kein Arzt ist Rassist – wie kann es dann strukturellen Rassismus im Gesundheitswesen geben?]

Dieser Tweet ist nicht richtig, beleidigend, verletzend und nicht mit den Standards der JAMA zu vereinbaren, so wie die Meinung von Ed Livingston, dass der Begriff “struktureller Rassismus” unglücklich sei und aus der Diskussion herausgenommen werden müsse, nicht richtig, beleidigend, verletzend und nicht mit den Standards der JAMA zu vereinbaren ist.

Falls Sie sich fragen, ob wir im Irrenhaus sind, wir sind es nicht. Irre funktionieren in der Regel recht rational, wenngleich die Rationalität ihres Verhalten auf falschen Prämissen aufbaut. Religiöse Fanatiker, wie der Kult der strukturellen Rassisten, sie verhalten sich nicht rational, sondern emotional. Sie sind keinem Argument zugänglich. Sie kennen nur den bedingungslosen Glauben an ihren Fetisch, dem sie huldigen und den sie vor jeder Form der Kritik mit Zähnen und Klauen verteidigen. Insofern ist die Episode um Ed Livingston, der als Folge als Vize-Herausgeber zurückgetreten ist, keine Episode, die den Wahnsinn zeigt, der derzeit herrscht, sie zeigt den Fanatismus, den Fundamentalismus, der in den Köpfen von Personen, die man nicht anders als krank bezeichnen kann, zuhause ist, Leute, die außer Stande sind, eine Argumentation zu führen, geschweige ein Argument zu machen. Leute, die sich in der Wissenschaft breit gemacht und dieselbe zerstört haben.

Eine Wissenschaft, in der es nicht mehr möglich ist, überhaupt zu diskutieren, weil ein Mob von Fanatikern jede Kritik am eigenen Glaubensgelübde mit einem Krieg gegen den Frevler beantwortet, hat ihre Funktion verloren. Sie ist nichts anderes als eine Hülle, unter der Fanatismus lugt. Es nutzt nichts, der institutionellen Wissenschaft hinterher zu heulen. Man muss einsehen, dass Linke mit ihren linksidentitären Spinnerein die institutionellen Wissenschaft zerstört haben und Alternativen schaffen.

Mehr dazu
British Medical Journal
The Blaze
WebMD



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