Frauen kratzen anders

Seit dem 4. Dezember gibt es in Berlin ein Gender-Repositorium. Ein Repositorium ist eigentlich ein Ort, an dem Wertgegenstände gesammelt werden. Insofern ist bereits die Benennung ein Widerspruch. Aber: In der Welt von Gender ist ja alles konstruiert, entsprechend kann man auch Trash zu Wertgegenständen oder Stroh zu Gold erklären, und damit die Tradition des Kaisers fortsetzen, dessen Leben Hans Christian Andersen bereits einer umfänglichen Verhaltens- und Wirkungsstudie unterzogen hat.

In diesem Gender Repositorium werden wir ab sofort des öfteren nach den Juwelen graben, die dort verscharrt wurden, wobei schon jetzt, da erst 96 Goldstücke gesammelt wurden, die sich bei näherer Betrachtung als Pyrit (passender Weise im Englischen als „fool’s gold bezeichnet) erweisen, wahre Meisterwerke der Gender Studies, Werke, die einen guten Eindruck vom Niveau der Studien, Kompetenz der Studierer und Erkenntniswert der Ergebnisse geben, zu finden sind.

Werke wie jenes, das achteinhalb Seiten Text füllt und den Juckreiz behandelt. Achteinhalb Seiten in den Gender Studies zu füllen, ist ein sehr anspruchsvolles Unterfangen, denn, nach Erkenntnis eines Insiders der Gender Studies, die man als richtigen Hirschauer bezeichnen kann, haben die Gender Studies „facheigene Standards der Wissenschaftlichkeit“ ausgebildet (Das ist der Gender interne Slang dafür, dass man keine Wissenschaft, sondern politischen Aktivismus unter dem Deckmantel der Wissenschaft betreibt). Und deshalb sind fünf Autorinnen notwendig, um gemeinsam achteinhalb Seiten Text zu füllen, die dem Juckreiz und der Reaktion darauf, dem Kratzen gewidmet sind.

Klingt nicht wissenschaftlich?
Nennen wir es eben Prurismus.
Klingt schon besser (hier in der Zusammenfassung des Autorinnenkollektivs aus Astrid Stumpf, Sonja Ständer, Claudia Zeidler, Gudrun Schneider, Bettina Pfleiderer:

„Chronischer Juckreiz ist mit einer Lebenszeitprävalenz von ca. 23 % ein sehr häufiges Symptom, das durch zahlreiche dermatologische, internistische, neurologische und auch psychische Erkrankungen ausgelöst werden kann. Während bei jüngeren Patientinnen und Patienten eher der entstellende Aspekt der durch Kratzen beschädigten Haut eine Rolle spielt, leiden ältere Patientinnen und Patienten oftmals unter einem schwer zu behandelbaren Juckreiz unterschiedlichster Ursache. Obwohl der chronische Pruritus als Volkssymptom angesehen werden kann, liegen bisher nur sehr wenige Studien zu geschlechtsspezifischen Unterschieden vor. Diese zeigen, dass Frauen und Männer eine unterschiedliche Pruritus Wahrnehmung haben – Frauen nehmen das Symptom intensiver wahr. Dies führt bei Frauen nicht nur zu einer höheren psychischen Belastung, sondern auch zu einem unterschiedlichen Verhalten – Frauen kratzen vermehrt. Aber auch die Qualitäten des Symptoms sind unterschiedlich, Frauen empfinden beispielsweise vermehrt einen brennenden Juckreiz, was u. a. auf die Aktivierung von schmerzleitenden Nervenfasern (neuropathische Komponente) hindeutet. Dies deutet auf eine unterschiedliche Verarbeitung von Pruritus im Gehirn hin. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich der Juckempfindung sollten dringend weiter untersucht werden, um eine geschlechtsadaptierte Diagnostik und möglicherweise auch Therapie anbieten zu können und somit zur verbesserten Behandlung der Betroffenen beitragen zu können“.

Frauen kratzen anders, so das Ergebnis der fünf Autorinnen, die zu diesem Ergebnis auf Grundlage der Ergebnisse von drei Studien gelangen, die

  • Stumpf, Ständer, Phan, Tanneberger, Heuft & Schneider (2013a),
  • Stumpf, Burgmer, Schneider, Heuft, Schmelz Phan, Ständer, Pfleiderer (2013b) und
  • Stumpf, Ständer, Warlich, Fritz, Bruland, Pfleiderer, Heuft, & Schneider (2014) und mithin die gesamte deutsche Expertokratie in Kratzen durchgeführt haben.

Dieser wichtige Grundlagentext der Gender Studies, in dem vergessen wurde, die Inzidenz von Prurismus (ca. 7% der Bevölkerung) anzugeben, kommt dann auch zu einem sehr wichtigen Ergebnis: Zum einen zwinge die Gesellschaft mit ihrem Schönheitsideal die armen Frauen zum anderen Kratzen als Männer. Zum anderen kratzen Frauen eben anders, was zeigt, und nun im Orginalton, dass „das biologische nicht vom sozialen Geschlecht zu trennen ist“. Außer den Gender Studies will das ja eigentlich auch niemand – oder?

Entsprechend verdanken wir dieser Grundlagenstudie, für deren Erfassung, gemeinsam mit der Erfassung der noch zu findenden Grundlagestudien ähnlicher Qualität und Güte, die Deutsche Forschungsgemeinschaft 500.000 Euro hingeblättert hat, die Erkenntnis, dass Juckreiz zum Kratzen führt. Frauen anders kratzen als Männer und Frauen Frauen und Männer Männer sind, egal, was die Gender Studies ansonsten behaupten.

Heureka.

Die British Association of Dermatologists, bei der man keine Ahnung davon hat, dass Frauen anders kratzen und entsprechend keine geschlechtersensiblen Ratschläge zu einer Krankheit gibt, mit der Dermatologen vermutlich häufiger konfrontiert sind als Gender Studierte, sofern letztere nicht kratzen, was natürlich nicht ausgeschlossen werden kann und die wertvolle Studie aus dem Gender Repositorium zu einer kollektiven Autorinnen-Erfahrung im Kratzen, also zur Betroffenheitsschreibe macht, gibt ein paar sehr nützliche Hinweise für diejenigen, die das Kratzen nicht lassen können:

  • Nicht stundenlang in der Badewanne liegen
  • Nur kurz und nicht häufig duschen.
  • Sich nicht mit Seife und Waschgels traktieren.
  • Nicht in überhitzten Räumen schlafen.
  • Die trockene Haut, die Ursache des Kratzens ist, befeuchten bzw. feucht halten.

Aber natürlich weiß man bei der Britischen Vereinigung der Dermatologen nicht, dass Frauen anders kratzen. Diese wertvolle Erkenntnis haben wir dem Gender-Repositorium und dem dort gehorteten Pyrit (Metapher!) zu verdanken. Und diese Erkenntnis ändert natürlich alles – oder?

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Telekom für Schlafstörungen verantwortlich: Droht Klagewelle?

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass …

Unsere Lieblingsschlagzeile für heute:

Wer noch zu später Stunde vor dem Bildschirm sitzt, schläft weniger …

Monika Wimmer von der Pressestelle des Sozioökonomischen Panels ist für diese herausragende Leistung der tautologischen Sprachbenutzung verantwortlich. Wir ziehen unseren Hut.

Wir wären nicht auf die Idee gekommen, dass die Leute, die früh ins Bett gehen, mehr Schlaf abbekommen als die, die spät ins Bett gehen. Und was wir auch nie gedacht hätten ist: „Der Schlaf von Menschen, die morgens nicht früh aufstehen müssen, wird durch die Mediennutzung zu später Stunde nicht beeinträchtigt“.

Wer lange schläft, schläft eben länger.

Ohne diese Erkenntnis hätten wir heute Nacht nicht schlafen können.

Wir verdanken sie nicht nur Monika Wimmer, sondern auch Francesco Billari, Osea Giuntella und Luca Stella, die die Daten des SOEP benutzt haben.

Billari, Giuntella und Stella haben nicht nur das SOEP benutzt, sie haben auch TUS benutzt, den „German Time Use Survey“. Mauschelt man TUS und SOEP zusammen, dann kommen 24.680 Befragte und 43.162 Beobachtungen dabei heraus. Davon stammen 5.587 Befragte und 10.869 Beobachtungen aus dem TUS. Die Beobachtungen, aus dem TUS sind z.B.:

  • Ob ein Befragter den PC oder ein Smartphone zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr benutzt hat;
  • Ob ein Befragter ein Computerspiel zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr benutzt hat;
  • Ob ein Befragter zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr Fernsehen geschaut hat.
  • Wie viele Stunden ein Befragter pro Nacht schläft.

Wichtige Informationen!

Das glauben Sie nicht.

Warten Sie nur ab.

Aus dem SOEP kommen natürlich auch wichtige Informationen, nämlich:

  • Ob ein Befragter einen DSL-Anschluss zur Verfügung hat;
  • Wie viele Stunden er pro Nacht schläft.

Und dann gibt es noch weitere wichtige Informationen, damit die Regressionsgleichung schön lang wird und nicht nur aus Popel y = ax + b besteht:

  • Ob Glasfaser verlegt wurde;
  • Wie weit die DSL-Leitung vom nächsten Verteiler entfernt ist (das beeinflusse den Preis und die Geschwindigkeit, sagen die Autoren);

Und dann rechnen sie.

Hier die spärlichen Ergebnisse in unserer Sprache:

  • Aus dem TUS:
    • Wer um 23.10 Uhr noch Computerspiele spielt, Fernsehen schaut oder einen PC oder ein Smartphone benutzt, schläft tendenziell weniger als jemand, der das nicht tut.
  • Aus dem SOEP:
    • Wer eine DSL-Leitung hat, schläft tendenziell weniger;

Wir schreiben „tendenziell“ weil die ausgewiesenen Koeffizienten doch sehr popelig sind, so zwischen 0.01 und 0.042. Eher das, was man als nicht der Rede wert bezeichnen würde. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Autoren keine Angaben über die erklärte Varianz, also die Güte ihrer Modelle machen.

Nun fragt man sich, was hat das Ganze mit der DSL-Leitung zu tun. Die Antwort drängt sich auf. Wie, Ihnen nicht?

Wir zitieren:

“Taken together, our findings suggest that there may be substantial detrimental effects of broadband Internet on sleep duration and quality through its effects on technology use near bedtime.”

Oder noch etwas dramatisierter aus der Pressemeldung:

“Besonders der Schlaf junger Menschen unter 30 Jahren, die einen DSL-Anschluss nutzen, ist gefährdet”, sagt der Ökonom Luca Stella. Schuld sind natürlich PC, Smartphone und Computerspiele – wie könnte es anders sein. Fernsehen ist nicht der Rede wert, sorgt ja auch eher für Schlaf, als dass es Schlaflosigkeit zur Folge hätte.

Wenn also Personen aus einem Datensatz zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr einen Computer, Smartphone etc. benutzt haben, weniger Zeit angeben, die sie verschlafen als Personen, die zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr keinen Computer, kein Smartphone etc. benutzt haben und wenn in einem ganz anderen Datensatz, in dem ganz andere Befragte die Länge ihres durchschnittlichen Schlafes geschätzt haben und auf die Frage, ob sie denn einen DSL-Anschluss ins Internet haben, geantwortet haben und beides in der Weise zusammenhängt, dass die, die DSL haben, weniger schlafen als die, die kein DSL haben, dann folgt für die Autoren daraus, dass die Nutzung von Computer, Smartphone etc. zum einen schlafraubend ist und zum anderen auf den DSL-Anschluss zurückgeht.

Leute, baut eure DSL-Anschlüsse ab, verklagt die Telekom, denn der Schlafmangel wird von DSL-Anschlüssen verursacht.

Andererseits könnte es natürlich so sein, dass diejenigen, die zwischen 23.00 Uhr und 23.10 Uhr die Teufelswerkzeuge moderner Technologie benutzen, die über DSL noch teuflischer werden, das tun, weil sie nicht schlafen können. Ah, das ist nicht ideologiekonform und überhaupt: Experten, nein „ExpertInnen“ haben „eine Schlafdauer von 7 bis 9 Stunden“ als „gesund“ deklariert. Wer würde es da wagen, von dieser von Experten verordneten Schlafdauer abzuweichen?

Offensichtlich gibt es viele, die das tun, die weniger schlafen, dahingestellt, ob sie das tun, weil sie nicht schlafen können oder nicht schlafen wollen. Bislang ist es noch nicht strafbar, weniger als 6 Stunden zu schlafen, bislang gibt es noch keine Verordnung, die die allgemeine Schlafdauer auf mindestens 7 Stunden festlegt, und es gibt noch keine flankierenden Maßnahmen, also ab 23. Uhr keinen Strom mehr für Privathaushalte, um die minimale Schlafdauer von 7 Stunden auch durchzusetzen. Aber wir arbeiten dran.

Junk Science, produziert von besorgten „Ökonomen“, die ihre Freude daran, das von Expertenvorgaben abweichende Verhalten anderer zu maßregeln, entdeckt haben, bereiten gerade den Weg. Und wer partout nicht schlafen will, der bekommt eben eine Schlaftablette verordnet. Denn: 7 Stunden müssen es mindestens sein. 7 Stunden sind gesund. Experten haben es gesagt. Abweichungen vom Plansoll an Schlaf werden nicht toleriert.
gez. Der Staatsratsvorsitzende.

Der ScienceFiles-Medizinmann empfiehlt:

Wer Schlafmangel hat, der kann auch den Text von Billari, Giuntella und Stella lesen.

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Wanka’s Resterampe: BMBF verpulvert weitere 390.000 Steuereuros

Was meinen Sie, können ein Azubi in der Gastronomie, dessen Eltern arbeitslos sind und ein ebensolcher, der aus einem Facharbeiterhaushalt kommt, mit einander sprechen? Mehr noch: Können sie gemeinsam lernen? Ist es möglich Azubis, die aus unterschiedlichen Elternhäusern und sozialen Kontexten stammen, einer aus Berlin-Marzahn, einer aus Wanne-Eickel gemeinsam zu unterrichten?

Um diese absurden Fragen zu beantworten, verpulvert das BMBF gerade 390.000 Euros. 1.000.000 Euro, um ein Projekt zu fördern, dessen Ziel darin besteht, Kritiker der Gender Studies zu diskreditieren, 390.000 Euro für ein Projekt, dessen Ziel darin besteht herauszufinden, ob an Berufsschulen der offene Krieg ausbricht, weil die Schüler aus unterschiedlichen Elternhäusern kommen … Es geht zum Ende des Jahres. Alle Steuergelder müssen raus, nicht dass dem BMBF noch die Mittel gekürzt werden.

Hat noch jemand Junk auf Lager, den er als Forschung verkaufen will? Jetzt ist die Gelegenheit: Wanka’s Resterampe kauft jeden Unsinn auf.

Natürlich kann man nicht sagen: Hey, ich glaube, dass man Dreisätze nur dann erlernen kann, wenn man aus demselben Haushalt kommt, dieselbe Zahnpasta benutzt und dieselben Müll-Serien im Fernseher ansieht. Man muss es so verpacken, dass Wanka’s Reste-Aufkäufer der Ansicht sind, sie würden ein sinnvolles wissenschaftliches Produkt erwerben, etwa so:

„Wer gehen davon aus, dass Lehr-Lern-Prozesse Handlungssituationen darstellen, die davon abhängen, dass die daran beteiligten Akteure ein vergleichbares Verständnis für sie haben, mit anderen Worten Situationen vergleichbar definieren“. Das sagt Matthias Vonke von der Universität Erfurt, dem es gelungen ist, das BMBF um 390.000 Steuereuros zu erleichtern.

Wenn Sie sich also bislang gefragt haben, warum sie in der Schule partout nicht die Kreisberechnung durchschaut haben oder die Geometrie als solche verstehen konnten, dann wissen Sie jetzt, warum das so war. Die Lehr-Lern-Prozesse der Handlungssituation Schule haben einfach nicht zu ihrer sozialen Herkunft gepasst. Die Tatsache, dass bei ihnen zuhause Bier getrunken und über Politik diskutiert wird, dass ihre Eltern die CDU gewählt haben, damals, hat einfach nicht mit der Lebenswelt ihres Lehrers zusammengepasst, jenes Rotwein trinkenden Radfahrers, der in gepflegter häuslicher Monotonie Spagetti isst und sich über kulturell bereichernde Themen austauscht, mit Seinesgleichen um denselben Tisch. Und weil ihr Lehrer Rotwein trinkt, mit allem was dazugehört, und ihr Vater Bier, mit allem, was dazugehört, deshalb haben sie nicht verstanden, wie man einen Kreisausschnitt berechnet.

Darum geht es im Projekt von Vonken. Verständnis dafür zu schaffen, dass Biertrinker ganz, ja vollkommen und unüberbrückbar anders sind als Rotweintrinker und dass diese Andersartigkeit sie daran hindert, Geometrie, Algebra, Techniken der Buchführung, ja richtiges Servieren von rechts zu erlernen. Dann kann man nur versuchen, zu verstehen und muss akzeptieren, dass Bier nicht gleich Wein ist. Denn, so weiß Vonken: „je heterogener die Gruppen sind“, desto schwieriger das Erlernen von Schrift und Sprache. Wenn zu Bier und Wein noch Sauerkrautsaft kommt, dann ist der Lehr-Lern-Prozess als Handlungssituation in erheblicher Gefahr, dann kommen Fünfen und Sechsen am Ende heraus. Alles wegen Bier, Wein und Sauerkrautsaft.

Denn wegen Bier, Wein und Sauerkrautsaft wird die Situation unterschiedlich definiert. Der Biertrinker denkt, die Berufsschule ist eine Dorfkneipe, der Weintrinker verwechselt die Berufsschule mit einer italienischen Pizzeria und der Sauerkrautsafttrinker, der will sowieso nur raus, um gegen Mitternacht die diesjährige Sauerkrauternte einzubringen. Und deshalb scheitert die Lehr-Lern-Situation.

Was kann man dagegen tun?
Vonken wird es herausfinden, für die Kleinigkeit 390.000 Euro.
Das BMBF zahlt.

Klüger als viele Akademiker: Mailprogramm erkennt Gender Studies als Spam

BT-Yahoo gibt uns viel Anlass zum Ärger, aber das Mailprogramm von BT-Yahoo ist erste Sahne, denn es erkennt Gender Studies als Spam und leitet alles, was mit Gender Studies zu tun hat und ohne unser Zutun in den virtuellen Mülleimer.

Von dort haben wir ein besonderes Exemplar von Spam wiederbelebt.

So wie man in den 1960er Jahren angefangen hat, die vielen Müllkippen, die zum Teil wild in der Landschaft entstanden sind, zu zentralisieren und zur Mülldeponie auszubauen, so haben sich ganz besonders beflissene Gender Studierer dazu veranlasst gesehen, alles, was im Kontext von Gender Studies „dumped“ wird, zu zentralisieren, damit das Fly tipping, also das Werfen von Gender Müll in alle möglichen Zeitschriften ein Ende hat.

Wie man uns im Spam unterrichtet, gibt es nun ein Women’s & Gender Studies Research Network. Die Leute bei der New Real Peer Review haben heute einen Field Day, so viel Gender Junk auf einem Haufen haben auf die auf Gender Junk spezialisierten Wissenschaftler von New Peer Review noch nicht gesehen.

Wir haben uns natürlich daran beteiligt, die neue Deponie für Gender Müll zu besichtigen, die über mehrere Zufahrts-Links erreichbar ist. Gleich der erste Link soll zu „Feminist Theory & Philosophy“ führen. Was man in dieser Abteilung der zentralen Deponie findet, sind Texte, die nicht einmal entfernt auf etwas hinweisen, was man als Theorie ansehen könnte. Sie reichen von God’s Shadow, der den Ladenhüter der häuslichen Gewalt überschattet, über die Spannung, die zwischen Gendergleichheit und Religion bestehen soll, bis hin zu weißem sexuellem Imperialismus. Man kann sich zuweilen vorstellen, welcher Junk auf denjenigen wartet, der bereit ist, auf der virtuellen Deponie zu wühlen.
Wir waren dazu nicht bereit. Fast nicht.

An einem Text sind wir dann doch hängen geblieben:
Gender, Feminism, and Death: Physician Assisted Suicide and Euthanasia.

Wir wären, ehrlich gesagt, nicht auf die Idee gekommen, dass man Gender zu Feminismus und dann zu Tod steigern kann. Aber natürlich liegt diese Idee aus Sicht von Gehirnzellen nahe.

Und der zugehörige Textes von Susan M. Wolf macht diesen Zusammenhang sehr deutlich. Wir bringen das erstaunliche Machwerk einmal auf den Punkt: Wolf argumentiert, dass alle Menschen das Recht haben, lebensverlängernde Maßnahmen zu verweigern oder abzulehnen und Ärzte entsprechend verpflichtet sind, diese Willensäußerung von Patienten ernst zu nehmen. Frauen haben dieses Recht nicht. Was die meisten Leser, wie Wolf selbst erkennt „puzzling“ finden werden. Wir sagen dazu Widerspruch und beenden in der Regel die Lektüre. In diesem Fall haben wir uns jedoch angesehen, warum Frauen von Feministen nicht die gleichen Menschenrechte zugestanden werden, wie Männern, deshalb:

“When it comes to the question., whether women’s suicide should be aided, however, or whether women should be actively killed, there is no right to command physician assistance, the dangers of permitting assistance are immense, and the history of women’s subordination cuts the other way. Women have historically been seen as fit objects for … death at the hands of others”.

Ist das jetzt Zynismus oder abgrundtiefe Dummheit? Wir dachten, Feministen wollten Gleichberechtigung. Und wir dachten, es sind Männer, die in weit größerer Zahl als Frauen in Kriegen, durch Unfälle, vor allem Arbeitsunfälle oder durch Selbstmord umkommen. Aber das ist Statistik. Was ist schon Statistik, und was sind schon Fakten, wenn Feministen am Werk sind. Bloßes Zahlenmaterial, dass die Erzählung von der jahrhundertelangen Unterdrückung und Ermordung von Frauen durch (weiße) Männer behindert, am Ende unglaubwürdig erscheinen lässt. Die Erzählung ist jedoch notwendig, für eine unglaubliche Form von Zynismus, die man eigentlich nicht tolerieren kann, ein Zynismus, der argumentiert, dass sich mit der Aussage von Patienten, im Falle eines Unfalls keine lebensverlängernden Maßnahmen zu wollen, zu viele Missbrauchsmöglichkeiten für Ärzte verbinden, als dass man diese Einwilligung rechtlich gelten lassen könne. Dass dies aber nur für Frauen gelte, während man Männer dem Missbrauch aussetzen könne. Warum? Wegen der Erfindung, der Erzählung, dass Männer jahrhundertelang Frauen versklavt und ermordet haben. Unabhängig davon, ob die Argumentation mit den Missbrauchsproblemen stichhaltig ist, bricht sich hier eine Boshaftigkeit Bahn, die unglaublich ist.

Der Götter sei Dank, dass diese Machwerke nun auf einer zentralen Mülldeponie gesammelt werden. Dann reicht ein Blick um zu wissen, mit welchen unmenschlichen Gestalten man nichts zu tun haben will.

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Deutschsein heißt, andere in ihrer Existenz zu vernichten – Evangelischer Rassismus an der Uni Bremen

Wir alle wissen ja, dass in Bremen die Uhren anders gehen. Abnormalitäten sind dort zu Normalitäten geworden. Schulen dienen nicht der Vermittlung von Wissen, sondern der Indoktrination und der Ausbildung zum funktionalen Analphabeten. Die Stadt hängt am Tropf des Länderfinanzausgleichs, d.h. Bremer leben auf Kosten von Bayern, Baden-Württemberger und Hessen. Die Arbeitslosenquote ist in Bremen so hoch wie sonst in keinem anderen Bundesland. Auch bei den Schulden ist Bremen Spitze: 32.284 Euro pro Bremer haben die Landesregierungen in den letzten Jahren angehäuft. Selbst Berlin, immerhin auf dem dritten Platz der Verschuldungshitliste kommt nur auf gut die Hälfte der Bremer pro-Kopf-Verschuldung (16.669). Platz 2 hat sich Hamburg gesichert, das seine Bürger mit 17.674 Euro pro Kopf verschuldet hat.

In Bremen gibt es also nur Superlative. Kein Wunder also, dass an der Bremer Universität der Rassismus blüht und gedeiht, dass dort evangelische Theologen öffentlich einem Rassismus huldigen dürfen, der selbst Alois Hudal Respekt abgenötigt hätte.

Nach dieser Vorrede übergeben wir das Wort an unseren Bremer Korrespondenten Dr. Dr. Marcus Ermler. Er hat uns dieses Mal mit einem Text versorgt, den wir mehrfach gelesen haben, ehe wir glauben konnten, dass der berichtete Rassismus wirklich und nicht etwa eine Realsatire oder gar Einbildung ist.

Seien Sie also gewarnt. Alles, was Sie lesen, ist wirklich, geht in Bremen.

“Stellen sie sich vor es gäbe einen Wissenschaftszweig, der behauptet, es gäbe eine jüdische Weltverschwörung, und seine Forschung zur Aufdeckung dieses globalen Machverhältnisses würde „Kritische Judenforschung“ heißen. Und stellen sie sich nun vor, Wissenschaftler dieses Forschungszweigs würden Dinge behaupten wie:

„Eine jüdische Welt ist für niemanden die beste aller Welten – auch nicht für Juden.“

Oder:

„Juden sind, Menschen, die sich nicht mit dem Weltjudentum auseinandersetzen müssen.“

Stellen sie sich weiter vor, die Wissenschaftler würden Judesein dabei so definieren:

„Judesein ist die Norm, „an der alles andere gemessen wird, und als Rest, das, was übrig bleibt, nachdem alles andere benannt wurde.“

Und das historische Wissen über dieses Gebiet würde folgendermaßen begründet:

„[…] [Arier] haben untereinander in Gesprächen ihr jeweiliges ‚spezielles’ Wisssen über Judesein ausgetauscht, das sie durch unmittelbares und scharfes Beobachten der Juden gewonnen haben. Es galt als ‚speziell’, weil diese Art Wissen nirgendwo ausführlich nachzulesen war. Sein Sinn bestand darin, Ariern zu helfen, in der jüdischen herrschenden Gesellschaft den Alltag zu bewältigen und zu überleben.“

Und diese Arier, als durch die Juden unterdrückte Minderheit, würden wie folgt umrissen:

„Arier sind Menschen, die „die gemeinsame, in vielen Variationen auftretende und ungleich erlebte Erfahrung [teilen], aufgrund körperlicher und kultureller Fremdzuschreibungen der jüdischen Dominanzgesellschaft als ‚anders’ und ‚unzugehörig’ definiert zu werden.“

Ihre Wissenschaft würden sie so definiern:

„Sie befassen sich mit der „Erforschung der historischen und sozialen Konstruktion von Judesein, ebenso wie den sie begleitenden Auswirkungen dieses Konstruktionsprozesses“

Und Vertreter ihres Forschungsgebiets würden Behauptungen in die Welt setzen, wie:

„Judesein [erscheint] in den Autobiografien nicht als abstrakte Kategorie, über die sich angenehm fabulieren lässt, sondern als vieldimensionale arische Gewalterfahrung.“

„Jude zu sein heißt, nie erlebt zu haben, von anderen nur aufgrund des Aussehens angespuckt, beleidigt, verachtet, lächerlich gemacht, übersehen, negiert und dadurch in der eigenen Existenz vernichtet zu werden.“

„Antisemitismus ist eine Unterdrückungsform, vermittels derer eine gesellschaftliche Gruppe (meist sich selbst als „Jude“ definierend) über andere Gruppen (die meist als „nicht-Jude“ fremdbestimmt werden) institutionalisierte Macht ausübt. Auf der Grundlage tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede erfindet die gewaltausübende Gruppe menschliche „Antisemiten“ und verabsolutiert und wertet sie. Damit legitimiert sie sowohl den Besitz von bzw. den Anspruch auf Privilegien als auch die Ausübung von Gewalt gegenüber den als „anders“ bzw. „minderwertig“ konstruierten Gruppen.“

Was würden sie über solch eine Wissenschaft denken? Halten sie das überhaupt für Wissenschaft?

Würden sie einem der Epigonen dieses Gebiets mit dem Vortrag „Am Ende des Weltjudentums? Grundlagen der Kritischen Judenforschung“ ein Forum an einer staatlichen Universität geben?

Ferner, wenn sie wüssten, dass er seinen Vortrag im Abstract folgendermaßen umreißt:

„Leben Sie in einem vorwiegend jüdischen Viertel? Hatten Sie je eine intime Beziehung mit einer jüdischen Person?

Jüdische Menschen stellen sich meist diese Fragen nicht, denn aus ihrer Sicht ist Judesein normal, gewöhnlich. Wenn jüdischen Menschen von einem „Nachbarn“ sprechen, wissen wir, dass dieser Jude ist – weil es unerwähnt bleibt.

Judesein hat keinen spezifischen Inhalt, es markiert eine Leerstelle und kann – wenn überhaupt – nur negativ über das definiert werden, was es nicht ist: nicht exotisch, nicht sexuell, nicht „anders“.

Der Vortrag führt in die Forschungsrichtung, die sich mit der Norm Judesein befasst, ein erläutert ihre Bedeutung als Bestandteil antisemitischer Kritik. Ferner wird beschrieben, warum diese Forschung innerhalb der antideutschen Kritik anzusiedeln ist.“

Würden sie sich nun fragen, ob die uns Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Wissenschaft verkaufen? Würden sie sich an den Faschismus erinnert fühlen? Würden sie sich jetzt fragen, wer um alles in der Welt käme auf die Idee, solch esoterischen Wissenschaftsgauklern ein öffentliches und staatlich subventioniertes Podium zur Verfügung zu stellen, um ihren „rassistischen Kackscheiß“ (um einmal die linkstotalitäre Tonalität zu bedienen) herauszuposaunen?

Die Universität Bremen kam genau auf diese Idee. Sie ließ die evangelische Theologin Dr. Eske Wollrad (Promotion in afrikanisch amerikanischer feministischer Theologie), die als Geschäftsführerin des Bundesverbands Evangelische Frauen in Deutschland e.V arbeitet, einen öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! zu m T h e m a „Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung“ halten. Obige Zitate finden sich bezogen auf die Kritische Weißseinforschung, dort dann auf „Weiße“ und „Nichtweiße“ bezogen, in ihrem Folienvortrag wieder (weiß und rassistisch sind laut Dr. Wollrad übrigens Synonyme):

„Eine rassistische Welt ist für niemanden die beste aller Welten – auch nicht für Weiße.“

„Weiße sind Menschen, die sich nicht mit Rassismus auseinandersetzen müssen.“

„Whiteness ist die Norm, „an der alles andere gemessen wird, und als Rest, das, was übrig bleibt, nachdem alles andere benannt wurde.“

„[…] seit der Zeit der Sklaverei haben [Schwarze] untereinander in Gesprächen ihr jeweiliges ‚spezielles’ Wisssen über Whiteness ausgetauscht, das sie durch unmittelbares und scharfes Beobachten der Weißen gewonnen haben. Es galt als ‚speziell’, weil diese Art Wissen nirgendwo ausführlich nachzulesen war. Sein Sinn bestand darin, Schwarzen zu helfen, in der weißen herrschenden Gesellschaft den Alltag zu bewältigen und zu überleben.“ (über historischen Wissen der Critical Whiteness Studies)
„People of Color sind Menschen, die „die gemeinsame, in vielen Variationen auftretende und ungleich erlebte Erfahrung [teilen], aufgrund körperlicher und kultureller Fremdzuschreibungen der Weißen Dominanzgesellschaft als ‚anders’ und ‚unzugehörig’
definiert zu werden.“

„Sie befassen sich mit der „Erforschung der historischen und sozialen Konstruktion von Whiteness, ebenso wie den sie begleitenden Auswirkungen dieses Konstruktionsprozesses“ (als Antwort auf die Frage, was Critical Whiteness Studies sind)

„Weißsein [erscheint] in den Autobiografien nicht als abstrakte Kategorie, über die sich angenehm fabulieren lässt, sondern als vieldimensionale Schwarze Gewalterfahrung.“

„Deutsch zu sein heißt, nie erlebt zu haben, von anderen nur aufgrund des Aussehens angespuckt, beleidigt, verachtet, lächerlich gemacht, übersehen, negiert und dadurch in der eigenen Existenz vernichtet zu werden.“ (über codiertes Weißsein)

„Rassismus ist eine Unterdrückungsform, vermittels derer eine gesellschaftliche Gruppe (meist sich selbst als „Weiß“ definierend) über andere Gruppen (die meist als „nicht-Weiß“ fremdbestimmt werden) institutionalisierte Macht ausübt. Auf der Grundlage tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede erfindet die gewaltausübende Gruppe menschliche „Rassen“ und verabsolutiert und wertet sie. Damit legitimiert sie sowohl den Besitz von bzw. den Anspruch auf Privilegien als auch die Ausübung von Gewalt gegenüber den als „anders“ bzw. „minderwertig“ konstruierten Gruppen.“

Und der Abstract ihre Vortrags sieht im Original wie folgt aus:

„Leben Sie in einem vorwiegend weißen Viertel? Hatten Sie je eine intime Beziehung mit einer Weißen Person?

Weiße Menschen stellen sich meist diese Fragen nicht, denn aus ihrer Sicht ist Weißsein normal, gewöhnlich. Wenn Weiße Menschen von einem „Nachbarn“ sprechen, wissen wir, dass dieser Weiß ist – weil es unerwähnt bleibt. Weißsein hat keinen spezifischen Inhalt, es markiert eine Leerstelle und kann – wenn überhaupt – nur negativ über das definiert werden, was es
nicht ist: nicht exotisch, nicht sexuell, nicht „anders“.

Der Vortrag führt in die Forschungsrichtung, die sich mit der Norm Weißsein befasst, ein erläutert ihre Bedeutung als Bestandteil antirassistischer Kritik. Ferner wird beschrieben,warum diese Forschung innerhalb der postkolonialen Kritik anzusiedeln ist.“

Getragen vom Irrwitz, der diesen Aussagen innewohnt, geht Dr. Wollrad noch weiter und wirft die Frage auf, ob ein Weißer überhaupt solch eine Forschung betreiben dürfe, da er ja als Hegemon im Gegensatz zu Nichtweißen nicht von Diskriminierung betroffen sei. Um im Bild der „Kritischen Judenforschung“ zu bleiben, hätte ein Joseph Goebbels ihr vermutlich geantwortet: Nein, natürlich nicht. Über das Weltjudentum dürfen auch nur die unterprivilegierten Arier und nicht das hegemoniale Finanzjudentum forschen.

Was für ein hanebüchener Unsinn soll uns hier als Wissenschaft verkauft werden? Wenn man den Vergleich mit der Rassenideologie der Nazis zieht, friert einem buchstäblich das Gesicht ein. Rassistische Stereotype wie „Am Weißsein wird alles gemessen“, „Weiße üben institutionalisierte Macht über Nichtweiße aus“, Weißsein ist schwarze Gewalterfahrung“, „Deutschsein heißt andere in ihrer Existenz zu vernichten“ oder „Weiße müssen sich nicht mit Rassismus auzeinandersetzen“ sind eine Fortführung der nazistischen Rassenkunde unter dem Namen „Critical Whiteness Studies“. Offenkundig haben all die Stunden Geschichtsunterricht über den Nationalsozialismus bei diesen Menschen nichts bewirkt. Es ist wirklich erschütternd; an der Universität Bremen allerdings
bereits „Wissenschaft“.

Andererseits sollten wir der Universität Bremen dafür dankbar sein, dass sie, wenn auch völlig unbeabsichtigt, solchen Wissenschaftsepigonen ein öffentliches Forum bietet und ihnen sogar ermöglicht ihre Ergüße online jedermann zum Abruf zur Verfügung zu stellen. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, was heute an deutschen Universitäten als „Wissenschaft“ subventioniert und gefördert wird.

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