Phänologie ist die wissenschaftliche Untersuchung der saisonalen Zyklen von Pflanzen und Tieren, insbesondere ihrer Wachstums- und Entwicklungsphasen im Jahresverlauf.
Jede AI weiß das heutzutage.
Mehr noch: Die Zyklen, die Gegenstand der Phänologie sind, sie beeinflussen unser aller Leben, geben so etwas wie den Rhythmus des Lebens vor. Aber die Geschichte von Frühling, Sommer, Herbst und Winter als Wachstumszyklus, sie ist zu einfach, wie eine neue Studie, die heute in NATURE veröffentlicht wurde, zeigt:
Terasaki et al. (2025) haben auf Basis von Satellitendaten und daraus gebastelter Karten die Wachstumszyklen der Erde rekonstruiert und sich dabei vor allem für Regionen interessiert, die a-synchron sind, die sich nicht an die Jahreszeiten halten: 20 Jahre umfasst der Beobachtungszeitraum, der Grundlage der Analysen von Terasaki et al. geworden ist.
Und er zeigt erstaunliche Unterschiede zwischen Orten, die nur unweit voneinander entfernt sind, Unterschiede, die man früher vielleicht mit dem Begriff „Mikroklima“ zu beschreiben versucht hätte. Aber die Unterschiede sind weit mehr als das.
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Die Karten von Terasaki et al. (2025) sind so feingliedrig, dass sie Unterschiede in der Kolumbianischen Kaffeeernte, wie sie sich im Hinblick auf den Zeitpunkt der Ernte zwischen Farmen ergeben, die nur durch einen Berg und eine Tagesfahrt voneinander getrennt sind, aufzeigen können. Sie beschreiben Unterschiede zwischen Orten in unmittelbarer Nähe zueinander, die sich in Fauna und Flora, in unterschiedlicher Biodiversität niederschlagen und doch innerhalb der selben Jahreszeit zu finden sind.
“ For example, in contrast to most coffee-producing nations, Colombia is known to have two harvest seasons, fully six months out of sync: some regions harvest from September to December, others from March to June, and still others have a principal harvest in one of these seasons and a minor harvest during the other…“
Quelle: Terasaki et al. (2025).
Zwei Faktoren treiben die a-Synchronie der Jahreszeiten: Unterschiede in der Tiefsttemperatur und Unterschiede im Niederschlag, beide im Zeitverlauf betrachtet:
LSP = Landsurface Phonology; Quelle: Terasaki et al. (2025).
Hotspots, an denen die Jahreszeiten sich nicht an die Jahreszeiten halten, finden sich vor allem im Mittelmeerraum, in Chile, Südafrika und Kalifornien, Gegenden, in denen der Wachstumszyklus in der Regel zwei Monaten später als in den anderen Gebieten der geteilten Hemisphäre üblich, seinen Höhepunkt erreicht.
Die Ungleichzeitigkeit der Jahreszeiten hat Folgen, Folgen die sich in einem großen Artenreichtum, einer hohen Biodiversität in genau den Regionen niederschlagen, die sich nicht an die Jahreszeiten halten:
„We show that for a wide range of plant and animal species our satellite-based map predicts stark on-ground differences in the timing of plant flowering and in genetic relatedness between nearby populations.“
Quelle: Terasaki et al. (2025)
Regionen, die sich nicht an die Jahreszeiten halten, scheinen somit ein massiver Treiber für Biodiversität zu sein.
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