Es ist nur wenige Tage her, da ging der Fall des 49jährigen Wayne Broadhurst durch die britische Presse. Broadhurst war in den Abendstunden mit seinem Hund unterwegs und wurde von einem afghanischen Asylbewerber, der illegal ins UK gekommen ist, hinterrücks erstochen. Ein weiterer Mann und ein 14jähriger Junge wurden die nächsten Opfer des Afghanen, ehe er überwältigt wurde.
Und kaum hat man sich von dieser anscheinend neuen Normalität, dass man in London und anderen Großstädten abends seines Lebens nicht mehr sicher ist, erholt, kommt die nächste Schreckensmeldung: im Zug ist man auch nicht mehr sicher. Passagiere eines aus Doncaster (Yorkshire) gestarteten Zuges, sahen sich mit zwei messerschwingenden Personen konfrontiert, 10 Passagiere haben die Konfrontation mit zum Teil erheblichen Stichwunden absolviert, zwei schweben heute, und mehr als 18 Stunden später, immer noch in Lebensgefahr, sieben haben lebensverändernde Stichwunden zugefügt bekommen.
Die Transport-Police hatte den Vorfall zunächst als terroristischen Anschlag eingeordnet, diese Einordnung zwischenzeitlich aber wieder zurückgenommen. Offenkundig wollen die Verantwortlichen den Vorfall jeder „Besonderheit“ entkleiden, so dass man schlussfolgern muss, wenn zwei Wilde durch einen Zug rennen und mit Messern willkürlich auf Passagiere einstechen, dann ist das kein terroristischer Anschlag, sondern normale Kriminalität in einem Land, das immer mehr vor die Hunde geht.
SciFi-Support
Rupert Lowe ist einer der wenigen, die das House of Commons bevölkern und noch in der Lage sind, angstfrei [man könnte als Rassist beschimpft werden, obschon die Schimpfwirkung des Wortes rapide nachgelassen hat] das zu benennen, was sich derzeit im Vereinigten Königreich ereignet und vor allem diejenigen zu benennen, die dafür verantwortlich sind:
Man habe genug von den Krokodilstränen, die Polit-Darsteller rituell vergießen, nachdem sich wieder einmal ein Anschlag oder ein Mord erreignet habe. Die Aufgabe der Regierung sei es, die eigenen Bürger zu schützen und vor diesem Hintergrund könne man feststellen, dass die Britische Administration (und Regierung) Komplize in den Anschlägen sei, von denen im Wochentakt berichtet wird, denn die Regierung schützt keine Grenzen, deportiert keine ausländischen Strafttäter und sorgt nicht für Sicherheit auf den Straßen.
Im folgenden Beitrag erzählt ein Passagier, der im Zug war, was er im Zug und nach dem Stop in Huntingdon erlebt hat:
Wir haben einen weiteren Augenzeugenbericht, der die Situation, in der man sich als Zugpassagier im Vereinigten Königreich wiederfinden kann, etwas intensiver schildern (und dieses Mal mit unserer Übersetzung:)
I was on the Huntingdon train. I only know of one attacker, he got on the train from Peterborough. He was black mid 20’s. We ran from the back of the train to the end as everyone was screaming to run, explaining there was somebody stabbing everyone and everything. Ich war im Huntingdon-Zug. Ich habe nur einen Angreifer gesehen. Er ist in Peterborough zugestiegen. Er war schwarz, Mitte 20. Wir sind vom Ende des Zuges nach vorne gerannt, weil jemand geschrien hat, dass wir rennen sollten, weil jemand auf Passagiere einsteche.
At first I thought it was a joke, but quickly I realised they were serious. Some people coming throught he had a gun, we really didn’t know what we were up against. As I ran I put my hand on a chair, when I looked at my hand it was covered in blood.
Zuerst habe ich gedacht, das sei ein Witz. Aber ich habe schnell bemerkt, dass es keiner war. Einige Leute, die sich in Sicherheit brachten, haben von einer Schußwaffe gesprochen. Wir hatten keine Ahnung, was oder wem wir uns gegenübersehen. Während ich davon gerannt bin, habe ich mich mit mit der Hand an einem Sitz abgestützt. Meine Hand war danach voller Blut.
There was blood on the top of countless chairs, coming from 2 of the guys who had been severely stabbed ahead of me. A young girl was distraught as the attacker tried to stab her, but a hero of an older man got in the way taking a gash on his forehead.
Viele Sitze hatten Blutflecken. Das Blut war von zwei Männern, direkt vor mir, die erhebliche Verletzungen erlitten hatten. Ein junges Mädchen hatte Angst als einer der Angreifer versucht hat, sie zu erstechen, aber ein alter Mann hat sich heldenhaft dazwischen geworfen und eine klaffende Wunde auf der Stirn davongetragen.
And I think another on his neck. We all ran to end the of the train and pretty soon we realised it was a short train. Everyone was queued at the front and I was one of the people at the back of that queue.
Er hatte eine zweite Wunde im Genick, glaube ich. Wir sind alle zum Anfang des Zuges gerannt und haben bemerkt, dass es ein kurzer Zug war. Wir waren alle zusammengepfercht am Anfang des Zuges. Ich war am Ende der Schlange.
I was standing there with a few others trying to find any kind of weapon, one person I knew got ready with a Jack Daniel’s bottle. I had nothing. For what felt like 10 minutes, I watched that carriage doorway waiting to see a figure appear.
Ich stand da und habe mit anderen versucht, irgendeine Waffe zu finden. Ein Bekannter hat sich mit einer Flasche Jack Daniel’s bewaffnet. Ich hatte nichts. Für – es hat sich wie mindestens 1o Minuten angefühlt – habe ich in den Waggon gestarrt und darauf gewartet, dass eine Gestalt auftaucht.
I knew he had a knife from everyone’s wounds but from somebody’s previous comments there was a chance he had a gun. So I stood there praying. We all tried to keep calm but you could feel everyone’s adrenaline.
Ich wusste, er hat ein Messer. Die Wunden machten das deutlich. Manche hatten gesagt, er habe auch eine Schußwaffe. Ich stand da und habe gebetet. Wir haben alle versucht, ruhig zu bleiben, aber man konnte die Erregung bei allen spüren.
The train eventually stopped. And I thank god I didn’t see anybody come through that doorway. Everyone ran out the train at Huntingdon, and as I ran out I looked to my right knowing that’s where the attacker would come.
Der Zug hielt. Und ich danke Gott dafür, dass niemand in unseren Waggon gekommen ist. Wir sind alle in Huntingdon aus dem Zug gerannt, und während ich rannte habe ich nach rechts geschaut, weil ich wusste, dass der Angreifer aus dieser Richtung kommen musste.
And that’s when I saw about 20 people running in pure panic. Atleast 3 of which were covered in blood. One guy was holding his stomach of which blood was pouring out, shouting, ‘help help, I’ve been stabbed.’
Und dann habe ich rund 20 Leute voller Panik rennen gesehen. Mindestens drei davon über und über mit Blut verschmiert. Ein Mann hat seinen Magen gehalten, aus dem das Blut herausgeschossen ist, und gerufen: Hilfe, HIlfe, ich wurde niedergestochen.
We all ran together, being completely unarmed against an attacker or attackers that we thought had a gun, you really did feel helpless. To the police’s credit, as we left the train station, they were all arriving. The response was really good.
Wir sind alle, vollkommen unbewaffnet gerannt, unbewaffnet gegenüber einem Angreifer oder Angreifern, von denen wir dachten, sie haben eine Schußwaffe. Ich habe mich hilflos gefühlt. Um der Polizei gerecht zu werden: als wir die Station verlassen haben, sind die ersten angekommen. Die Reaktion war wirklich schnell.
Then the scene became everything you’re seeing on social media. I’m not sure how travelling on trains will feel after this. I haven’t really processed it all. It felt genuinely surreal and is something I don’t wish anyone to experience.
Die Szene hat sich schnell zu dem entwickelt, was man in den sozialen Netzwerken sehen kann. Ich bin mir nicht so sicher, wie sich reisen im Zug in Zukunft für mich anfühlen wird. Es hat sich surreal angefühlt, und ich wünsche niemandem diese Erfahrung.
Knowing somebody has weapons and you have nothing, knowing they’re willing to strike woman and I think children. It wasn’t the England I grew up in. That was barbaric.
Zu wissen, da ist ein Bewaffneter und Du hast nichts. Zu wissen, die sind bereit, Frauen und Kinder zu verletzten. Das ist nicht das England, in dem ich aufgewachsen bin. Das ist barbarisch.
Vielleicht versichert es Olly Foster, von dem dieser Bericht stammt, wenn er weiß, dass die Gedanken des Innenministers, der – wie nahezu alle seiner Vorgänger – agiert, wie ein Papiertiger und letztlich verantwortlich für die Situation ist, in der sich Briten immer häufiger wiederfinden, wenn sie ihr Haus verlassen, bei den Opfern und ihren Angehörigen sind. Foster wurde nicht verletzt. Vermutlich zählt er für Mahmood nicht zu den Opfern, was letztlich bedeutet: Schwamm drüber und hab‘ Dich nicht so.
Wir sehen uns beim nächsten Anschlag!
Die Polizei war schnell mit der Feststellung, dass die beiden Tatverdächtigen Angehörige der „Black Community“ im Vereinigten Königreich sind, die zudem im Vereinigten Königreich geboren wurden. Der letzte Angehörige der „Black Community“, der zunächst als Chorknabe aus Wales verkauft wurde, Axel Rudakubana, die Bestie von Southport, wurde auch im Vereinigten Königreich geboren.
Wie wird daraus ein Schuh?
Gibt es im UK ein Klima, das Schwarze dazu ermuntert mit Waffen Amok zu laufen und im Wesentlichen zu versuchen, Weiße ums Leben zu bringen?
Ist die Sozialisation Schwarzer im Vereinigten Königreich eine im Gegensatz zu den meisten anderen ethnischen Gruppen, besonders gewaltaffine Sozialisation?
Hängen kulturelle Selbstverständnisse, wie sie z.B. in der sehr gewalttätigen Kultur karibischer Staaten, z.B. Jamaikas vorhanden sind, auch dann noch im genetischen oder kulturellen Make-up, wenn ein Schwarzer im Vereinigten Königreich geboren wird?
Fragen über Fragen auf die es, wie gewöhnlich, keine Antworten geben wird.
Und solange es keine Antworten geben wird, sehen wir uns in der Tat beim nächsten Anschlag.
