Antarktis: Soviel Meereseis wie schon lange nicht mehr

Daten sind der größte Feind von Ideologen, denn Daten sprechen in aller Regel eine ganz andere Sprache als Ideologen, widerlegen das, was Ideologen behaupten …

Ergo haben wir uns vorgenommen, unsere Leser vermehrt mit Daten zu versorgen, die es in aller Kürze erlauben, den ideologischen Phantastereien, wie sie z.B. von Klimaaposteln verkündet werden, die Realität gegenüber zu stellen.

Es ist nur wenige Monate her, da haben „Klimaforscher“ einen dieser Kipppunkte am Horizont auftauchen sehen, von denen sie in letzter Zeit vermehrt faseln.

Kipppunkte sieht außer bestimmten „Klimaforschern“ eigentlich niemand, schon gar kein Wissenschaftler, weil Wissenschaftler im Gegensatz zu Ideologen keine Hellseher sind und deshalb in aller Regel KEINE Ahnung haben, ob ein komplexes und zumeist für reduktionistische Methoden zu chaotisches System einen „Kipppunkt“ überwunden hat oder nicht. Und das macht Kippunkte für angebliche „Klimaforscher“ so attraktiv, denn man kann behaupten, ohne Gefahr zu laufen, widerlegt zu werden. Man phantasiert einen „Kipppunkt“, für den niemand angeben kann, aufgrund welcher Bedingungen man in mit welchen Methoden identifizieren kann und behauptet, der katastrophale Kipppunkt sei bald erreicht …

Kipppunkt auf Gliese 251c: Eine Mehrheit der Bewohner hat sich für eine Invasion des Mars und der Erde im Jahre 2345 ausgesprochen.
Beweisen Sie, dass wir diese Meldung erfunden haben!
Mit den Klimakipppunkten verhält es sich genauso.

Kipppunkte sind zwar frei erfunden, werden mit aber mit „Beobachtbarem“ in Verbindung gebracht, um auf diese Weise den Eindruck zu erwecken, man könne Kipppunkte genau bestimmen und identifizieren:

Und so wird der Rückgang von Meereseis im Beitrag der Shitschau zum Beleg für die Sorgen angeführt, die sich „[d]as Team um die australische Klimawissenschaftlerin Nerilie Abram“ macht, die Sorgen, die den antarktischen „Kipppunkt“ betreffen, vor allem mit einem Rückgang des Packeises zu belegen versucht. Räumen wir zunächst den Mythos einer Veränderung, einer Verlangsamung der Meeresströmung aus. Die ACC (Antarctic Circumpolar Current) zeigt keinerlei Veränderung, die Strömung fällt weder durch eine Verlangsamung noch durch eine erhöhte Geschwindigkeit auf, wie Satellitenmessungen für die letzten Dekaden zeigen – nachzulesen z.B. hier:

Donohue, Kathleen A., K. L. Tracey, D. Randolph Watts, María Paz Chidichimo, and T. K. Chereskin (2016). Mean antarctic circumpolar current transport measured in drake passage. Geophysical Research Letters 43(22): 11-760 – 11-767.

Gutierrez-Villanueva, Manuel O., Teresa K. Chereskin, and Janet Sprintall (2023). Compensating transport trends in the Drake Passage frontal regions yield no acceleration in net transport. Nature Communications 14(1): 7792.

Auch das Meereseis, hier als Packeis bezeichnet, eine Bezeichnung, die sich auf das Ausmaß der Meeresfläche bezieht, die mit mindestens 15% Eis bedeckt ist, tut nicht, was die „Klimaforscher“ sich wünschen, um ihre morbiden Phantasien, getarnt als furchtbare Warnung für die Menschheit, umgesetzt zu sehen: Es wird nicht weniger, sondern mehr (blaue Linie):

Die neueste Abbildung der mit Eis bedeckten Meeresfläche reiht das Jahr 2026 auf dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 ein und zeigt eine meereseisbedeckte Fläche, die so groß ist, wie seit 2015 nicht mehr.

Die Daten stammen vom National Snow and Ice Data Center und können hier abgerufen werden.

Schon blöd, wenn das Klima nicht so will, wie es Simulationen vorhersagen …


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1 Comment

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  1. 1
    Ich glaube auch an den Osterhasen

    Früher gingen die Leute auf dem Jahrmarkt zur Hellseherin, um sich die Zukunft, wie den Prinzen als Ehemann oder den Lottogewinn vorhersagen zu lassen. Das war natürlich alberner Aberglaube, weil die wenigsten den Prinz trafen und ein Dreier im Lotto nicht der Gewinn war, den man sich erhoffte.
    Heute sitzen die Wahrsager und Hellseherinnen in Instituten, werten Wetterdaten aus, machen Simulationen mit Supercomputern und veröffentlichen in sogenannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Nicht anders als bei der Hellseherin wird alles dramatisch ausgeschmückt. Die Glaskugel ist durch schöne Grafiken ersetzt, der Prinz durch den Kipppunkt und der Lottogewinn ist heute die abrupte Umweltveränderung.
    Jetzt sind also mal die Kaiserpinguine dran, die aussterben. Vor Kurzem waren es noch die Eisbären. Auf der Basis von Daten von nicht einmal 50 Jahren glaubt man in die Zukunft extrapolieren zu können, und das für ein Multi-Variablen-Problem. Man kennt nicht einmal die natürlichen Schwankungsbreiten der Eisbedeckung, wagt aber drastische Prognosen. Wenn man das als Wissenschaft ausgeben kann, dann ist auch die Astrologie immer noch eine anerkannte Wissenschaft.

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