Konzeptioneller Penis schuld an Klimawandel: Der Wahnsinn hinter den Gender Studies

„Das Erschreckende ist, dass es Leute gibt, die so etwas Ernst nehmen“
(Dr. habil. Heike Diefenbach)

Er geht seit einigen Tagen durch die Medien, der Hoax von Peter Boghossian und James A. Lindsay, die Studie, in der sie zuerst zeigen, dass Penisse nicht existieren, vielmehr ein inkohärentes Konstrukt sind. Aber obwohl er nicht existiert, der Penis, ist er dennoch performativ und Ausgangspunkt für Machissmo braggadocio (Angeberischer Machismo), der wiederum nichts anderes ist als aggressiver männlicher Stolz, der wiederum Ausgangspunkt einer Hypermaskulinität ist, die wiederum performativ für männliches Verhalten ist.

Klar?

Zirkulärer kann man nicht definieren und jeder mit normalem Verstand begabte Mensch wird diesen Unsinn sofort als Unsinn erkennen, vor allem dann, wenn Klimawandel als Konsequenz von Hypermaskulinität behauptet wird und somit als Ergebnis einer performativen Wirkung von etwas, das es den gemachten Annahmen zufolge gar nicht gibt: des Penis.

Cogent social sciences.pngBohgossian und Lindsay haben die Gender Studies mit ihrem Unsinns-Beitrag, der tatsächlich von Gutachtern für veröffentlichungswürdig befunden und in der Zeitschrift “cogent social sciences” veröffentlicht wurde, als das demaskiert, was sie nun einmal sind: Die religiöse Spielart einer Ideologie, deren Zweck darin besteht, Selbstwert dadurch zu gewinnen, dass man alles, was man mit „männlich“ in Verbindung bringen kann, abwertet.

Der religiöse Charakter der Gender Studies wird von Bohgossian und Lindsay schonungslos ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Sie machen keinerlei Anstalten logisch kohärent zu argumentieren. Sie widersprechen sich innerhalb weniger Sätze. Sie präsentieren Zirkelschlüsse, füllen ihren Beitrag mit Behauptungen, die sie nie belegen, würzen ihn mit Unsinn und Leerformeln und krönen ihn mit der wilden Behauptung, dass das soziale Konstrukt des Penis, das wenig oder gar nichts mit Gender zu tun habe, und nichts anderes als ein soziales Konstrukt sei, das Hypermaskulinität hervorbringe bzw. von dieser hervorgebracht werde, für den Klimawandel verantwortlich sei.

Der Beitrag von Bohgossian und Lindsay ist ein Meisterwerk, stellt er doch dar, wie man bzw. sich die Vertreter eines Faches, das Anspruch erheben will, universitäres Fach zu sein, um den Verstand reden bzw. schreiben, dadurch, dass sie eine Sprache benutzen, die voller Begriffe ist, die niemand definieren kann, dadurch, dass sie keinerlei Methode in ihrer angeblichen Wissenschaft verwenden und dadurch, dass sich alles als „Gender Studies“ qualifiziert, so lange es nur eine Eigenschaft aufweisen kann: männerfeindlich zu sein.

Wenn noch ein Beleg dafür notwendig war zu zeigen, dass Gender Studies, ein Ableger des Feminismus und weitgehend eine Sekte religiöser Spinner ist, dann hat die Veröffentlichung des Beitrags von Boghossian und Lindsay in einer Fachzeitschrift der Gender Studies diesen Beleg erbracht.

Damit unsere Leser einen Eindruck davon erhalten, welchen Blödsinn die beiden Autoren absichtlich verfasst haben, um zu testen, wie weit man bei Gender Studies gehen kann, ehe es auffällt, dass es sich um Blödsinn handelt, ein Test, der zu dem Ergebnis gekommen ist, dass man jeden Blödsinn als Gender Study verkaufen kann, haben wir einige besonders eindrucksvolle Stellen aus dem Text von Bohgossian und Lindsay entnommen.

Nach der Lektüre dieser Stellen wird auch dem Letzten deutlich, dass Gender Studies eine methodenleeren Religion darstellen, die auf einem Jargon basiert, der weitgehend inhaltsleer und unbestimmt ist, der aber von einem Hass auf Männer durchdrungen ist, der als bindendes Glied funktioniert (das natürlich sozial konstruiert ist). Insofern muss man wohl konstatieren, dass eine psychiatrische Reihenuntersuchung unter Gender Studierten sicher angezeigt wäre:

Gender Studies T Shirt2. The conceptual penis
The conceptual penis is the operative representation of the penis in society as it obtains via a variety of performative acts and statements related to and concerning gender. Conceptualization is the best way to understand the penis, as the notion of “penis as a male anatomical organ” suffers typical androcentric and meta-scientific limitations and errors as it is both overly reductive, in failing to represent the full reality of penis-bearing human experiences, and incoherent, as the penis itself haslittle or nothing to do with gender (West & Zimmerman, 1987).

[…]

The ultimately performative nature of hypermasculinity via the machismo braggadocio isomorphism is most evident in “male” behaviors typical of many men to reject emotional expressions as feminine. For example, compassion is generally avoided under machismo braggadocio subject performances, as are emotional expressions other than dominant, aggressive ones like anger and irascibility (Ben-Zeev, Scharnetzki, Chan, & Dennehy, 2012). As Scheff (2006) points out, “The hypermasculine pattern leads to competition, rather than connection between persons.” The performative nature of male-on-male competition is reflected into the conceptual penis via the machismo braggadocio isomorphism not only through the behavior, but additionally in phrases regarding toxic hypermasculine competitiveness like “pissing contest,” in which winners are determined by which hypermasculine person is able to project a stream of urine the furthest, often from a height, and “dick-measuring contest,” which needs no elaboration to unveil the direct impact of performative machismo braggadocio competitiveness.

[…]

2.2. Climate change and the conceptual penis
Nowhere are the consequences of hypermasculine machismo braggadocio isomorphic identification with the conceptual penis more problematic than concerning the issue of climate change. Climate change is driven by nothing more than it is by certain damaging themes in hypermasculinity that can be best understood via the dominant rapacious approach to climate ecology identifiable with the conceptual penis. Our planet is rapidly approaching the much-warned-about 2°C climate change threshold, and due to patriarchal power dynamics that maintain present capitalist structures, especially with regard to the fossil fuel industry, the connection between hypermasculine dominance of scientific, political, and economic discourses and the irreparable damage to our ecosystem is made clear.

Destructive, unsustainable hegemonically male approaches to pressing environmental policy and action are the predictable results of a raping of nature by a male-dominated mindset. This mindset is best captured by recognizing the role of the conceptual penis holds over masculine psychology. When it is applied to our natural environment, especially virgin environments that can be cheaply despoiled for their material resources and left dilapidated and diminished when our patriarchal approaches to economic gain have stolen their inherent worth, the extrapolation of the rape culture inherent in the conceptual penis becomes clear. At best, climate change is genuinely an example of hyper-patriarchal society metaphorically manspreading into the global ecosystem.

The deep reason for this problematic trend is explained, in its essence, by McElwaine (1999), where he writes, “Pickett suggests that we have to choose between capitalist rationalism and cultural subcapitalist theory” (Pickett, 1993). Contemporary capitalist theory, a.k.a. neocapitalist theory, derives its claim on rationalism directly from the hypermasculine focus in science and society that can best be accounted for by identification with the conceptual penis. Paxton and Scameron (2006) seem to agree, noting that, “neocapitalist materialist theory holds that reality comes from the collective unconscious, but only if the premise of dialectic objectivism is invalid; if that is not the case, sexuality has significance.” Toxic hypermasculinity derives its significance directly from the conceptual penis and applies itself to supporting neocapitalist materialism, which is a fundamental driver of climate change, especially in the rampant use of carbon-emitting fossil fuel technologies and careless domination of virgin natural environments. We need not delve deeply into criticisms of dialectic objectivism, or their relationships with masculine tropes like the conceptual penis to make effective criticism of (exclusionary) dialectic objectivism. All perspectives matter.”

Der ganze Artikel findet sich hier.

Deutsche Forscher beweisen: Es gibt ein Leben nach dem Tod

So oder so ähnlich lauten Schlagzeilen, die derzeit (wieder) durch die englischsprachige Internetwelt wandern:

German Scientists prove, there is life after death
hier oder hier  oder hier wird es “bewiesen”.
People want to believe.

Life after Death.jpgBesonders in Zeiten, in denen das Hier und Jetzt wenig zu bieten hat, wenn man nicht an Events und sonstigen oberflächlichen Arten und Weisen interessiert ist, die genutzt werden, um die allgegenwärtige Langeweile zu bekämpfen, die die eigene, nicht selbständig mit Sinn füllbare Existenz dauerhaft bedroht, gerade in solchen Zeiten haben Mythen, religiöse oder pseudoreligiöse, esoterische Vorstellungen Konjunktur. Wenn Menschen glauben wollen, dann hindert sie keine noch so absurde Behauptung daran, zu glauben.

Und viele wollen glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, denn das, was sie täglich als Leben umgibt, kann nicht wirklich alles gewesen sein – oder?

Entsprechend glauben sie, glauben sie an Dr. Berthold Ackermann von der TU-Berlin, der einem Team von Wissenschaftlern vorgestanden haben soll, das 944 Freiwillige in einen komatösen Zustande versetzt hat, der sich vom Tod nicht mehr unterscheiden lässt. Eine geniale Mischung von Drogen und Substanzen hat diesen Zustand ermöglicht, Epinephrine and Dimethyltryptamine waren darunter. 18 Minuten waren die Freiwilligen tot, dann wurden sie wieder animiert, zurück ins Leben geholt mit AutoPulse. Berthold Ackermann habe anschließend ihre Geschichten, die Beschreibungen ihrer Erlebnisse im Todeszustand aufgeschrieben:

Sie berichten davon, sich von ihrem Körper zu lösen. Schwerlosigkeit, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit und Wärme, die Erfahrung vollständiger Auflösung und die Gegenwart eines unwiderstehlichen Lichts, sind die Gemeinsamkeiten, die sich in den Erfahrungsberichten der 944 freiwilligen Toten finden lasen, sagt der zitierte Dr. Berthold Ackermann, von der TU-Berlin, der die Berichte gesammelt hat.

Wir wissen, so weiß der zitierte Dr. Ackermann, dass viele von unseren Ergebnisse geschockt und verstört sein werden, aber wir haben gerade eine der größten Fragen der Menschheit beantwortet: Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod, und es gibt dieses Leben für jedermann.

Leidet nicht am Diesseits, so möchte man anfügen, freut Euch vielmehr auf das Jenseits!

Und was Machthabern gefallen mag und die katholische Kirche entzücken würde, es ist dennoch ein Fake, eine Fälschung, ein recht gut gemachter Hoax, um Leichtgläubige ins Jenseits der Irrationalität zu schicken.

Zunächst gibt es keinerlei Dokumentation der Experimente, keine Veröffentlichung, keinen Nachweis, dass es die Forschung überhaupt gegeben hat und, wichtiger fast, keinerlei Erlaubnis der Universitären Ethikkommission, eine derartige Forschung überhaupt durchzuführen. Warum gibt es diese Erlaubnis nicht? Niemand hat sie beantragt, denn der zitiert Dr. Berthold Ackermann, ihn gibt es auch nicht.

Schade für alle, die auf den Beweis für das Jenseits gehofft hatten, weil sie es im Diesseits nicht aushalten. Wer gedacht hat, er könne seine Verantwortung für die Welt in der er lebt und das Leben, das er lebt, ablegen und sich auf das Jenseits freuen, sieht sich getäuscht (im wahrsten Sinne des Wortes). Es gibt keine Alternative als das Leben in dieser Welt zu gestalten und für dieses Leben zu kämpfen, denn es ist das einzige, das wir nachweislich haben.

Epinephrin erhöht übrigens u.a. den Blutdurchsatz im Herzen und den Blutzucker, nicht unbedingt das, was man als Toter brauchen kann. 

Dimethyltryptamin war in den 1960er Jahren als Geschäftsmann-Trip bekannt, Drogen, der das Aktivitätslevel steigert, durch Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckers und der Körpertemperatur. Wieder etwas, was man als kalter Toter nicht brauchen kann.

Offensichtlich ist die TU-Berlin nicht nur in Deutschland eine der ersten Adressen, wenn man behaupten will, Esoterik und Mystik sei eine Wissenschatfliche Disziplin. Das hat vermutlich damit zu tun, dass an der TU-Berlin das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung zu finden ist.


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Geschlechtersensible Gletscher: Eis ist derzeit zu männlich

Eine Reihe von Lesern hat uns zwischenzeitlich auf einen Beitrag hingewiesen, der seinen Ursprung im Robert D. Clark Honors College der University of Oregon hat. Der Beitrag trägt den Titel “Glaciers, Gender, and Science: A Feminist Glaciology Framework for Global Environmental Change Research” und wurde gerade in der Zeitschrift “Progress in Human Geography” veröffentlicht.

High Mountain CryosphereHauptverantwortlich für den Beitrag ist Mark Carey, dessen Webseite den Eindruck eines seriösen Wissenschaftlers vermittelt, der sich mit Glaziologie beschäftigt. Nicht die Art von Wissenschaftler, von der man einen Beitrag, wie den oben benannten, erwarten würde. Und doch gibt es diesen Unsinn in Textform, der unter dem Motto “ice is not just ice”, also: Eis ist nicht einfach Eis, eine feministische Perspektive auf Glaziologie, ein Framework für eine solche Perspektive entwerfen will.

Wir haben den Beitrag von Carey, Jackson, Antonello und Rushing gelesen und nun grübeln wir. Einerseits haben uns die letzten Jahre gelehrt, dass kein Unsinn zu groß wäre, als dass ihn nicht Genderisten mit der Inbrunst eigener Überzeugung vortragen würden, in der Hoffnung, andere, normale Menschen würden diesen Unsinn teilen. Andererseits ist der Beitrag von Carey et al. so dick aufgetragen, dass man nach dem Lesen unmittelbar zu der Einschätzung tendiert, dass es sich dabei um einen Hoax handelt. Kein normaler Mensch und mit Sicherheit kein Wissenschaftler kann einen solchen Unsinn schreiben, wie er hier von “Progress in Human Geography” veröffentlicht wurde – oder?

Aber urteilen Sie selbst!

Ausgehend von Autoren, die sich gefragt haben, ob Gletscher zuhören, die den kulturellen Rahmen, in dem Gletscher betrachtet werden, analysiert haben und ausgehend von der Feststellung, dass Gletscher ein “Element des Wandels und somit etwas, das als Teil der Gesellschaft angesehen werden kann” anzusehen sind, treten die Autoren an, die menschliche Dimension von Gletschern herauszuarbeiten.

Bereits hier hatten wir Zweifel, denn wenn alles, was sich wandelt, Gegenstand gesellschaftlicher Analyse wird, dann stellt sich die Frage, wann endlich die menschliche Dimension von Uran untersucht wird. Indes, derartige Fehlschlüsse und hanebüchene Behauptungen findet man in Gender Studies en masse, also ist die Frage, Hoax oder nicht?, weiter unentschieden.

Die menschliche Dimension von Gletschern, das ist für Carey und seine Mitautoren vornehmlich die fehlende weibliche Dimension. Weil diese Dimension fehlt, deshalb wollen sie eine feministische Glaziologie begründen, die anhand von vier Aspekten entwickelt werden soll:

  1. Hersteller von Wissen: Wie beeinflusst Geschlecht die Produktion von Wissen über Gletscher.
  2. Gegenderte Glaziologie: Wie ist das Wissen der Glaziologie durch Geschlecht beeinflusst.
  3. System der wissenschaftlichen Herrschaft: Wie sind Macht, Dominanz und Kolonialismus mit einer maskulistischen Ideologie verquickt, und wie hat diese Verquickung die Glaziologie beeinflusst.
  4. Alternative Darstellung: Wie kann geschlechtersensible Glaziologie betrieben werden?

Das ist ungefähr das, was man aus Gender Studies gewohnt ist. Hanebüchene Annahmen, die mit nichts belegt werden, wie z.B. die Existenz einer maskulistischen Ideologie, die sich auf die Produktion von Wissen auswirkt oder der generell behauptete Einfluss von Geschlecht auf Erkenntnis. Mit anderen Worten: Pythagoras hat seinen Satz nur gefunden, weil er ein Mann war.

Denselben Blödsinn haben wir in einer Vielzahl von Beiträgen gelesen, die von sich behaupten, sie hätten etwas mit Wissenschaft zu tun. Entsprechend sind wir immer noch unentschieden, was die Frage angeht: Hoax oder nicht?

Und jetzt kommt es:

Die Zusammenfassung der vermeintlichen Argumentation im Beitrag lautet wie folgt:

Derzeit fehle in der Glaziologie eine weibliche Perspektive oder Dimension. In der Glaziologie werde das Maskuline betont. Glaziologen, also Männer die auf Gletscher steigen und an unwirtlichen und gefährlichen Stellen Wissenschaft – oftmals unter Risiken für ihre Gesundheit – betrieben, würden als eine Art “Held” in den Medien dargestellt, Lonnie Thompson etwa, der Glaziologie von der Ohio State University, als eine Art “Indiana Jones” einer der “wissenschaftlichen Helden unserer Zeit”. Diese Darstellung unterstreiche das Maskuline in der Glaziologie, das sich mit Fähigkeiten wie Bergsteigen, mit Ausdauer, Kraft und der Fähigkeit, in unwirtlicher Umgebung zu überleben, verbinde, und zwar um Frauen und ihre Perspektive, die nicht “im Feld”, sondern im warmen Stübchen angesiedelt sei, aus der Glaziologie herauszuhalten.

Eis habe, so erklären die Autoren, eine große Faszination für die Generationen, die im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt haben, gehabt. Britische wie US-Amerikanische Expeditionen in die Arktis seien inszeniert worden, um die evangelische Christlichkeit der Entdecker zu feiern und den Platz von Frauen am häuslichen Herd zu zementieren. Männer waren vor Ort entdecken, Frauen hatten zuhause zu bleiben und zu konsumieren, so resümieren die Autoren.

Gegen diese maskuline Kultur, die die Glaziologie mit ihrer Betonung von Kraft, Energie, von körperlichen Fähigkeiten und überlebenswichtigen Kompetenzen, geprägt habe, setzen die Autoren eine weiblich sensitive Perspektive auf Eis und Gletscher, wie man sie z.B. in der Kunst finde, wo Eis und Gletscher zum nahezu sexuellen Erlebnis werde, wie z.B. in Sheryl St. Germain’s “To Drink a Glacier”:

“That drink is like a kiss, a kiss that takes in the entire body of the other … like some wondrous omnipotent liquid tongue, touching our own tongue all over, the roofs and the sides of our mouths, the moving in us and through to where it knows … I swallow, trying to make the spiritual, sexual sweetness of it last”.

Die Darstellung, so die Autoren, portraitiere die sinnhafte, verkörperte Natur als den Hauptcharakter eines Gletschers und leiste entsprechend einen Beitrag zur Erforschung von Gletschern, zur Glaziologie als ganzer. Deshalb, so die Autoren in ihrer Zusammenfassung, sei es notwendig, menschliche Ansätze und Empfindungen in die Naturwissenschaft zu integrieren, um an tiefere Grundlagen der Naturwissenschaften heranzukommen.

Mit anderen Worten, Naturwissenschaftler sollen nicht nur Sterne oder chemische Verbindungen erforschen, deren Verhalten erklären und Gesetzmäßigkeiten aufstellen, nein, sie sollen auch die tieferen Empfindungen bei sich und bei ihrem Forschungsobjekt in Rechnung stellen, denn die Frage, ob sich ein Gletscher ausbreitet oder nicht, sie ist zutiefst davon beeinflusst, wie man empfindet. Das ist die neue feministische Perspektive auf Glaziologie.

Hoax oder nicht?

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