Alles beginnt mit einer Abbildung, die uns ein Leser geschickt hat.
Entschlüsseln wir, was es hier zu sehen gibt:
Die Geldmenge M2 ist ein Aggregat verfügbarer liquider Mittel, das sich zusammensetzt aus Bargeld und Sichteinlagen (M1) sowie kurzfristigen Anlagen mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwei Jahren bzw. einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten. Ein Maß, das den Cashflow in einer Gesellschaft recht gut abbildet, inklusive kurzfristig aktivierbaren Kapitals und ein Maß, das Zentralbanken durch ihre schlechte Angewohnheit, Geld zu drucken, sehr leicht beeinflussen können, und eben aus diesem Grund ein Maß, an dem man die Schere, die zwischen Einkommen und Geldmenge aufklappt, abbilden kann:
Obwohl sich die Raubende Klasse mit allem, was sie an Greifwerkzeug besitzt, bei Steuerzahlern bedient, reicht es immer noch nicht.
1990 lag das Mediangehalt in Deutschland bei 20.280€ (Brutto). 2024 liegt es bei 48.156€ (brutto). Um den Lebensstandard, den man 1990 bei 20.280€ gewohnt war, halten zu können, müsste man heute 122.400€ brutto verdienen.
Brutto nach netto ließ in den 1990er Jahren rund 70% des Einkommens übrig, heute sind es im Schnitt noch 52%.
Um den netto Medianschnitt von 1990 zu erreichen müsste man heute also etwa 140.000€ brutto verdienen.
Das hat seine Ursache darin, dass seit 1990 und als Folge politischer Raubzüge die Geldmenge (M2) versechsfacht wurde.
Auf ein Jahr berechnet bedeutet dies, dass eine jährliche Lohnsteigerung von rund 2,3% im Zeitraum seit 1990 nicht nur von der Ausweitung der Geldmenge M2, aufgefressen wird, sondern in keiner Weise ausreicht, um die „Inflationierung“ des Geldes, die 6,2% pro Jahr betragen hat, auszugleichen.
Anders formuliert:
In den 35 Jahren, die hier analysiert wurden, wurde die deutsche Bevölkerung im Durchschnitt um 60% VERARMT.
Falls jemand dafür gestimmt hat, wäre es an der Zeit, sich zu schämen. Falls niemand dafür gestimmt hat, ist es an der Zeit, die „Raubende Klasse“ zur Verantwortung zu ziehen.
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In der Rechnung fehlt noch, dass man das, was man sich alles leisten konnte, in erheblich besserer Qualität erhielt. Man bekam auch nicht in der Apotheke gesagt, dass das verordnete Medikament „Lieferschwierigkeiten“ hätte. Man wartete nicht lange auf Arzttermine. Man ging auf’s Amt und da saßen Leute, die zügig und mit Fachkenntnis das Anliegen erledigten.
Quelle: eigenes Erleben.
PS: Man musste auch nicht rund um die Uhr für den Chef erreichbar sein (via „Smartphone“). Allerdings waren die Läden nur bis 18:30 und samstags bis maximal 13 Uhr geöffnet.
„Der Natur liegt bloß unser Dasein, nicht unser Wohlsein am Herzen.“ A. Schopenhauer, Neue Paralipomena, § 332.
„Was bleibt, ist manierierte Pose, dekadente Prätention und eine erschreckend armselige Sprache.“ [Der Tagesspiegel, 28.08.1997]
Abgesehen davon, dass ein Nettoeinkommen von 2-2,5 TDM vor 1990 ein anständiges Leben sichern konnte, durfte der Mensch noch Mensch unter Menschen sein. Diesem Zustand, ein Mensch unter Menschen sein zu dürfen, wurde mit der Teilwiedervereinigung 1990 -von der Springerstiefelpresse federführend- propagandistisch durch eine Neidkampagne zwischen den „Ossis und Wessis“ der Kampf angesagt. Heute -36 Jahre später- gehen diese inszenierten Bruchlinien vertikal und horizontal durch alle Beziehungen der Menschen in Deutschland. Und das ist der eigentliche Verlust an Lebensqualität. Armut ist schlimm, aber Lieblosigkeit ist tödlich.
Der Zins bei der Geldschöpfung.
Die Geldmenge enthält keine Zinsen. Die müssen aus der Geldmenge gedeckt werden, was aber nicht geht. Dadurch wird ständig Liquidität zu den Banken abgesaugt.
Die Zinsen wie gesagt sind aber nicht teil der Geldmenge. Sie bleiben eine *ewige Forderung*.
Dass das niemand offen anspricht, wundert mich, da es mathematisch eindeutig ist.
Mit einem Kreditnehmer funktioniert es schon nicht: es werden z. B. 1.000 Geldeinheiten erzeugt, die Bank will aber 1.100 Einheiten zurück. Wo sind die 100?
Sie müssen von einem zweiten Kreditnehmer kommen. Der hat dann aber nur noch 900.
Ihm fehlen sogar 200 Einheiten zur Tilgung incl. Zins. Durch Zinseszins ist das Geschäft schnell pleite – und die Bank kassiert ein.
Steigende Steuern entstehen, weil die Staatsschulden verzinst sind.
Leute – seht es endlich ein: Geld arbeitet nicht! Menschen arbeiten!
Jeder, der von Zinsen leben will ist ein Idiot, weil er nicht versteht, dass sein Gewinn geringer ist als der Kaufkraftverlust.
Klar – wenn man empathiebefreit ist, kann man skrupellos anderen das Geld aus der Tasche ziehen und “profitiert” vom System.
Aber dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn man einen Kapitalismus mit Psychopathen gezüchtet hat.
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Show CommentsIn der Rechnung fehlt noch, dass man das, was man sich alles leisten konnte, in erheblich besserer Qualität erhielt. Man bekam auch nicht in der Apotheke gesagt, dass das verordnete Medikament „Lieferschwierigkeiten“ hätte. Man wartete nicht lange auf Arzttermine. Man ging auf’s Amt und da saßen Leute, die zügig und mit Fachkenntnis das Anliegen erledigten.
Quelle: eigenes Erleben.
PS: Man musste auch nicht rund um die Uhr für den Chef erreichbar sein (via „Smartphone“). Allerdings waren die Läden nur bis 18:30 und samstags bis maximal 13 Uhr geöffnet.
„Der Natur liegt bloß unser Dasein, nicht unser Wohlsein am Herzen.“ A. Schopenhauer, Neue Paralipomena, § 332.
„Was bleibt, ist manierierte Pose, dekadente Prätention und eine erschreckend armselige Sprache.“ [Der Tagesspiegel, 28.08.1997]
Abgesehen davon, dass ein Nettoeinkommen von 2-2,5 TDM vor 1990 ein anständiges Leben sichern konnte, durfte der Mensch noch Mensch unter Menschen sein. Diesem Zustand, ein Mensch unter Menschen sein zu dürfen, wurde mit der Teilwiedervereinigung 1990 -von der Springerstiefelpresse federführend- propagandistisch durch eine Neidkampagne zwischen den „Ossis und Wessis“ der Kampf angesagt. Heute -36 Jahre später- gehen diese inszenierten Bruchlinien vertikal und horizontal durch alle Beziehungen der Menschen in Deutschland. Und das ist der eigentliche Verlust an Lebensqualität. Armut ist schlimm, aber Lieblosigkeit ist tödlich.
Und vor dem Arbeitsamt stand keine Security….
Leider ist hier wieder nicht die Ursache benannt:
Der Zins bei der Geldschöpfung.
Die Geldmenge enthält keine Zinsen. Die müssen aus der Geldmenge gedeckt werden, was aber nicht geht. Dadurch wird ständig Liquidität zu den Banken abgesaugt.
Die Zinsen wie gesagt sind aber nicht teil der Geldmenge. Sie bleiben eine *ewige Forderung*.
Dass das niemand offen anspricht, wundert mich, da es mathematisch eindeutig ist.
Mit einem Kreditnehmer funktioniert es schon nicht: es werden z. B. 1.000 Geldeinheiten erzeugt, die Bank will aber 1.100 Einheiten zurück. Wo sind die 100?
Sie müssen von einem zweiten Kreditnehmer kommen. Der hat dann aber nur noch 900.
Ihm fehlen sogar 200 Einheiten zur Tilgung incl. Zins. Durch Zinseszins ist das Geschäft schnell pleite – und die Bank kassiert ein.
Steigende Steuern entstehen, weil die Staatsschulden verzinst sind.
Leute – seht es endlich ein: Geld arbeitet nicht! Menschen arbeiten!
Jeder, der von Zinsen leben will ist ein Idiot, weil er nicht versteht, dass sein Gewinn geringer ist als der Kaufkraftverlust.
Klar – wenn man empathiebefreit ist, kann man skrupellos anderen das Geld aus der Tasche ziehen und “profitiert” vom System.
Aber dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn man einen Kapitalismus mit Psychopathen gezüchtet hat.