Und wollen Sie dort etwas anderes sehen als Plünderungen von Läden oder Diebe bei der Arbeit?
Interessieren Sie sich für das Alte Ägypten?
Falls Sie alle drei Fragen bejahen können, können wir Ihnen eine Empfehlung geben, nämlich den Besuch einer Ausstellung, die noch bis Ende August im 3.200 Quadratmeter Fläche umfassenden NEON-Gebäude stattfindet, das von NEON Global, einem der führenden Anbieter immersiver Unterhaltung, im Frühling 2025 eröffnet wurde. Das Gebäude steht neben dem historischen Gebäude des 1935 und (in einer zweiten Phase) 1955 erbauten kohlebetriebenen, aber bereits 1975 teilweise und 1983 vollständig stillgelegten Battersea-Kraftwerkes, das als „Battersea Power Station“ bekannt ist (und übrigens im Vorspann zur „Hercule Poirot“-Serie, in der David Suchet die Titelrolle spielt, in abstrakter Form gezeigt wird). Diese Gebäude dürfte in eigenem Recht für jeden, der an Industrie-Architektur interessiert ist, einen Besuch wert sein.
Die Ausstellung trägt den Titel „Ramses and the Pharaohs‘ Gold“ und umfasst 180 Objekte, die aus dem Ägyptischen Museum in Kairo entliehen sind, darunter der Sarg des Pharaos Ramses II, vielfältige Darstellungen dieses Pharaos und viele Gold-Objekte, vor allem Schmuck oder andere Ornamente. Jedes einzelne dieser Objekte ist über 3.000 Jahre alt, und der Pharao, um den es in der Ausstellung vor allem geht, Ramses II, auch – und nicht zufällig – „Ramses der Große“ genannt, ist einer der berühmtesten Pharaonen, wenn nicht der berühmteste Pharaoh, des Alten Ägypten, hat das Alte Ägypten unter diesem Phraoh der 18. Dynastie, der für mindestens 67 Jahre regierte, doch seine größte Blütezeit erlebt, was Wohlstand betrifft, aber auch die Ausdehnung des Reiches, das unter Ramses II vom Kernland bis in die Levante reichte und den größten Teil Nubiens miteinbegriff.
Ramses II ist außerdem bekannt für seine Baufreudigkeit, d.h. die vielen Bauwerke und Statuen (meist von sich selbst), die er in Auftrag gab, allen voran den Tempel von Abu Simbel mit seinen vier sog Kolossen, die allesamt den Pharaoh selbst vorstellen (sollen).
Wir selbst haben die Ausstellung (noch) nicht besucht und können deshalb nichts darüber sagen wie die Ausstellung gemacht ist bzw. über den „immersiven“ Aspekt der Ausstellung, aber auch als „traditionelle“ Ausstellung dürfte diese Ausstellung sehr bemerkenswert sein, einfach aufgrund der ausgestellten Objekte, die
Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann das wie gesagt noch bis Ende August tun. Allerdings muss er seinen Besuch der Ausstellung im Voraus buchen, was auf der web-Seite getan werden kann.
Der Preis der Eintritts-Tickets ist vergleichsweise niedrig; es kostet £24.24 pro Person im Alter über 16 Jahren zuzüglich £2.95 Buchungsgebühr, und es gibt Ermäßigungen für Kinder, Studenten und Gruppen. Wer Fragen zu organisatorischen Aspekten der Ausstellung hat, dürfte die Antworten auf die meisten Fragen in diesem Zusammenhang auf dieser Seite finden, inklusive Informationen darüber, wie man am besten zu ihr kommt, sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto.
London ist eben doch – und trotz allem – noch eine Reise wert.
By original version by Dominik Knippel, de:Niedernberg by Ram-Man. – aus privater Sammlung, CC BY-SA 3.0, Link
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