Es ist eine dieser Geschichten, die diejenigen seit Jahren erzählen, die aus dem Mitleid anderer Kapital schlagen, die Mitfühlenden ausnehmen wollen: Frauen, so die Erzählung der Genderista, wären in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens, wobei sich das öffentliche Leben auf Jobs in Vorständen, andere lukrative Posten, die Gratifikation auf Null-Grundlage bieten, auf Mausschubsertätigkeiten und Tätigkeiten, die ein große Klappe erfordern, zu reduzieren scheint, BENACHTEILIGT.
Die angebliche Benachteiligung wird aus einer unterschiedlichen, keiner paritätischen Verteilung zwischen den beiden Geschlechtern geschlossen. Ein Fest in logischem Fehlschluß, das den Verstand der Ideologie opfert.
Indes: Ist eine Verteilung zuungunsten von Männern, gibt es weniger Männer als die Parität der Geschlechter erfordern würde, dann ist das kein Problem, dann folgt daraus nicht der Ruf nach “Gleichberechtigung”. Der vielleicht deutlichste Beleg dafür, dass es nicht um Gleichberechtigung, sondern darum geht, sich Vorteile zu verschaffen, mit unlauteren Mitteln Vorteile zu verschaffen.
Einer der Bereiche, der von weiblichen Angestellten dominiert wird, ist der Bereich der primären und sekundären Bildung. Rund 90% der Grundschullehrer sind in Deutschland weiblich, rund 70% der Sekundarschullehrer. Erstaunlicher Weise fordert niemand eine Quote für männliche Lehrer, obschon Bildung einer der wenigen Bereiche ist, in denen man mit einer Quote tatsächlich etwas verbessern könnte, aber nur mit einer Quote für Männer.
Vor rund 25 Jahren haben wir einen Beitrag mit dem Titel “Bringing Boys Back in” veröffentlicht.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie, die wir damals durchgeführt haben, war: Schüler, vor allem Jungen profitieren davon, von Männern unterrichtet zu werden. Mit einem höheren Anteil männlicher GRUNDSCHULLEHRER geht ein besseres Abschneiden von Jungen in Schulen einher.
Die Ergebnisse dieser Studie sprechen eine eindeutige Sprache: Ein höherer Anteil männlicher Grundschullehrern hat bessere schulische Leistungen ALLER SCHÜLER, einen glatteren Einstieg in den Arbeitsmarkt, höhere Arbeitsmarktbeteiligung und Gehälter zur Folge. Das ist ein Ergebnis, das der Gleichheitsideologie der Gender-Profiteure entgegensteht und schon deshalb in deutschen Medien keine Verbreitung finden wird.
Es ist also an uns, den Sprengstoff darzustellen, der hier Studie geworden ist.
Das finnische Schulssystem ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Schulsystem, denn die Schüler in Finnland schneiden in internationalen Leistungsstudien gemeinhin besser ab als ihre westeuropäischen Nachbarn. Darüber hinaus ist das finnische Schulsystem eines, das nur exklusiven Zutritt gewährt. Stellen als “Grundschullehrer” werden nicht verramscht sondern am Ende eines rigiden Auswahlprozesses, mit dem der Zugang zum Lehramtsstudium, das seit den 1970er Jahren Voraussetzung ist, um eine Anstellung bei einer Gemeinde als Grundschullehrer zu finden, vergeben. Entsprechend geht mit dem Posten als “Grundschullehrer” ein recht hoher sozialer Status einher – im Gegensatz zu den meisten europäischen Nachbarländern.
Die erste Stufe dieses Auswahlprozesses sieht eine Rangordnung auf Grundlage der im Abitur erreichten Gesamtnote (maßgeblich sind vier Fächer – siehe unten) vor. In der zweiten Stufe werden die besten aus der ersten Stufe in persönlichen Tests und Gesprächen auf ihre Befähigung hin abgeklopft und eine erneute Rangfolge gebildet. Die nunmehr Besten haben Zugang zum Studium.
Bis zum Jahr 1989 kam im Rahmen dieses Prozesses eine Quote zum Einsatz.
Keine Frauen-, eine Männerquote: Mindestens 40% der zur zweiten Auswahlstufe Zugelassenen mussten Männer sein. Ab 1989 wurde die Quote gestrichen. Die Gründe sind offenkundig, denn das Gendervirus hat auch Finnland nicht unversehrt zurückgelassen. Für Schaede und Ville hat diese Entscheidung den Vorteil, dass sie sich ein natürliches Experiment zunutze machen können, um zu untersuchen, wie sich der nunmehr geringere Anteil von Männern in Grundschulen auf die Ausbildung und die Karriere der Schüler auswirkt.
Die Auswirkung ist erheblich, sie ist deshalb erheblich, weil sich die Abiturnote als Maß für die Zulassung zum Grundschullehrer-Studium als ein miserables Maß erweist, das weibliche Bewerber bevorteilt, die zudem weniger Herzblut mit an Schulen bringen als es männliche Lehrer tun.
Quelle: Schaede & Ville (2026)
Der höhere Anteil weiblicher Bewerber, die in die zweite Runde des oben beschriebenen Auswahlprozesses gelangen, liegt in besseren Noten begründet, die die weiblichen Bewerber bei Sprachfächern mitbringen. Da Sprachen 75% der Zulassungsnote ausmachen, können männliche Bewerber mit ihren besseren Leistungen in Mathematik und Physik oder Chemie nicht aufholen. Das Ergebnis ist eine Schulausbildung, die für die Schüler hinter dem zurückbleibt, was möglich wäre, wenn die Quote für Männer, die letztlich nichts anderes getan hat, als schiefe Auswahlkriterien zu korrigieren, beibehalten worden wäre.
Um es noch einmal zu wiederholen. Gäbe es an finnischen Grundschulen mehr männliche Lehrer,
die schulischen Leistungen ALLER Schüler wären besser,
der Berufseinstieg verliefe für die meisten Schüler glatter,
die berufliche Karriere hätte bessere Jobs und höhere Gehälter zum Ergebnis;
Und warum ist das so?
Männer bringen mehr in den Beruf eines Grundschullehrers als Frauen.
Mehr Hingabe an den Job:
“Taken together, these patterns in teacher salary and teacher exit are suggestive of male teachers picking up additional responsibilities at school and being more attached to their profession, thus providing a role model for pupils in terms of their own career attachment and commitment to their profession.”
Männliche Lehrer zeigen in aller Regel einen höheren Einsatz in Schulen, akkumulieren mehr Aufgabenfelder als weibliche Lehrer. Sie bringen ein höheres Verpflichtungsgefühl und einen besseren Arbeitsethos mit in ihren Beruf und stellen Rollenmodelle für Schüler im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit, mit der man einen Beruf verfolgt, bereit.
Die intrinsische Motivation von männlichen Lehrern ist höher:
“Taken together, these patterns suggest that among similarly scoring applicants, men possess skills that the labor market values but that do not seem to receive sufficient consideration in the teacher admission process. At the same time, men who become primary teachers are willing to accept a wage penalty, highlighting their intrinsic motivation when choosing this stereotypically female profession.”
Da Männer in der Regel auf höhere Gehälter (aufgrund besserer Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern) verzichten, wenn sie sich für die Position eines Grundschullehrers entscheiden, bringen sie eine hohe intrinsische Motivation mit zur Arbeit, eine höhere als die meisten weiblichen Lehrer.
Seit in Finnland die Quote für männliche Bewerber auf ein Grundschullehrerstudium aufgehoben wurde, mehren sich die Stimmen, das Quota wieder einzuführen. Das fehlende männliche Rollenbild ist das dabei am häufigsten zu hörende Argument. Indes: Schaede und Ville zeigen, dass nicht nur männliche, sondern auch weibliche Schüler von mehr männlichen Lehrern im Lehrerkollegium profitieren. Einmal mehr greifen Argumente, die auf Geschlecht abstellen, zu kurz.
Die entscheidende Qualifikation, die den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen, vielleicht auch guten und einem sehr guten “Lehrersein” ausmacht, ist offenkundig, der Verpflichtungscharakter, den der eigene Job für den Lehrer selbst hat, die Hingabe an den Beruf, das Berufsethos und die Bereitschaft, den Beruf VOLLZEIT zu erfüllen, Voraussetzungen, die bei männlichen Lehrer ausgeprägter sind als bei weiblichen.
Wieder so eine Realität, die nicht zur Ideologie passt.
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meine Erfahrung aus der Schule.
Und das ist schon lange her.
Lange bevor sich der heutige links-woke Irrsinn manifestierte.