Test: Wie leicht lassen Sie sich vom BMFSFJ manipulieren?

Soziale Netzwerke liegen Politikern und Ministerien ja bekanntlich besonders am Herzen (oder im Magen). In sozialen Netzwerken, so hört man, gibt es Hate Speech, es werden Lügen verbreitet, Gerüchte hochgekocht, es wird manipuliert und getäuscht, dass sich die Balgen bieten. So jedenfalls die Folklore, die Politiker verbreiten. Und weil sie die ersten zu sein scheinen, die an ihre eigene Folklore glauben, deshalb treten manche von ihnen, allen voran das Propaganda-Ministerium, das angeblich auch etwas für Familie, Senioren und Jugendliche tut, in sozialen Netzwerken an, um deren Nutzer zu täuschen und zu indoktrinieren.

Testen Sie sich: Wie schnell gehen Sie dem BMFSFJ auf den Leim? Wie leicht sind Sie zu indoktrinieren und zu manipulieren?

Derzeit verbreitet man aus den Hallen des Ministeriums die folgende Meldung:

 

Nun, was haben Sie gedacht, was die Meldung aussagt? Dass 89% der Deutschen der Ansicht sind, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer? Wenn ja, dann hat die Indoktrination bei Ihnen geklappt, und die Manipulation gleich mit, denn die Abbildung basiert auf der folgenden Frage, die Infratest Dimap im Rahmen einer Befragung gestellt hat, die bislang noch nicht veröffentlicht wurde, vermutlich damit niemand derjenigen, die den Suggestiv- bzw. Falschmeldungen des Ministeriums auf den Leim gegangen sind, merken, dass sie dem Ministerium auf den Leim gegangen sind.

Die Frage, auf der die Meldung oben basiert, lautet:

“Bekommen in Deutschland Frauen und Männer alles in allem den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit?”

framingScheinbar teilt man bei Infratest dimap nicht den Hang des Ministeriums, Bürger zu manipulieren und hat eine Frage gestellt, die aus methodischen Gesichtspunkten unsinnig ist und die entsprechend nur nutzbar ist, wenn man eine Ideologie an die Frage heranträgt. Denn: Als Forscher, der diese Frage vor sich hat, weiß man nicht, was die Antworten auf diese Frage aussagen: Bedeutet eine Zustimmung zu dieser Aussage, dass der Zustimmende der Ansicht ist, Männer werden nicht entsprechend ihren Leistungen bezahlt, was angesichts der Bevorzugung von Frauen im Rahmen des Staatsfeminismus eine Möglichkeit ist? Oder bedeutet die Zustimmung zu dieser Aussage, dass Befragte der vergangenen Indoktrination des BMFSFJ so auf den Leim gegangen sind, dass sie denken, Frauen würden für die gleiche Arbeit mit einem geringeren Lohn entlohnt?

Wir werden es nicht erfahren, denn die Befragten können nicht nachträglich befragt werden, was sie eigentlich gemeint haben, als sie die Frage beantwortet haben. Entsprechend können 88% der 89% der Meinung sein, Männer erhalten für die gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn wie Frauen. Es kann auch sein, dass 45,67% denken, Frauen würden bei gleicher Arbeit mit weniger Lohn nach Hause geschickt.

Die Frage ist absoluter Junk. Sie ist nicht verwendbar. Es sei denn, man ist gar nicht an der Frage und dem Ergebnis der Befragung interessiert, sondern lediglich daran, Material zu haben, um die eigene Ideologie zu verbreiten und andere zu manipulieren. Da das BMFSFJ munter verbreitet, kann man davon ausgehen, dass dort Letzteres der Fall ist und die Bezeichnung „Propagandaministerium“ eine sehr passende Bezeichnung ist.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Revolutionäre Forderung aus den Gender Studies: Wir brauchen schwangere Crash Test Dummies

Ein Kommentator hat uns auf die Ringvorlesung “Die Liebe zum Automobil – Geschlechteranalysen jenseits von Stereotypie und Neutralität” aufmerksam gemacht, eine Ringvorlesung, die schon einen unsinngen Titel hat – oder weiß jemand, was jenseits von Stereotypien und Neutralität liegt und was vom Jenseits aus betrachtet, im Diesseits zum Jenseits von Stereotypie und Neutralität gesagt werden kann, mit Geschlechteranalysen versteht sich?

Offensichtlich handelt es sich bei der Ringvorlesung um eine blabla-Veranstaltung, die sich mit so wichtigen Theman befasst wie der Nutzung des Autos als “Ressource der Inszenierung von Gender”.

Alles so spannend, dass wir einen Kaffee gebraucht haben, um gegen die aufkommende Müdigkeit anzukämpfen.

Ein Bestandteil der Ringvorlesung hat – unter dem Einfluss von Koffein – dann doch unsere Aufmerksamkeit erregt: “Das Projekt GenderING: Gender Studies erweitern die Lehre im Karosseriebau”.

Bitte nicht stereotypisieren!

Bitte nicht stereotypisieren!

Die Karosserie von Autos, die muss nämlich gendergerecht werden, z.B. indem der Karosserieboden in pink und in blau, je nach adressiertem Kunden gespritzt wird – oder so. Aber wir stereotypisieren und das ist ja, wie die Ringvorlesung zeigt, etwas Jenseitiges – oder war es etwas Diesseitiges?

Egal, schauen wir, was Prof. Dr. Ing. Corinna Bath, die auf einer vom Land Niedersachsen finanzierten Maria-Goeppert-Mayer Professur sitzt, zum Tema “Gender Studies und Karosseriebau” zu sagen hat. [Für alle die es nicht wissen, Maria Goeppert Meyer wurde von den Niedersächsichen Frauenbevorteilern unvorsichtiger Weise zur Namenspatronin gemacht. Sie ist nämlich eine explosive Patronin, wie wir an anderer Stelle berichtet haben, die die Gender Studies direkt mit dem Bau der ersten Atombombe in Verbindung bringt. Viel zu viel der Ehre.]

Doch zurück zum Gender studierten Karosseriebau. Welche Erkenntnisse liefern die Genderstudies, die im Karosseriebau unbedingt Anwendung finden müssen?

Crash Test Dummies2Solche:

“Dazu wird das Vorlesungsmaterial durch aktuelle Ergebnisse der Genderforschung erweitert; etwa indem die Geschichte der Automobilentwicklung thematisiert wird. Ein anschauliches Beispiel ist die historische Entwicklung von Crashtest-Dummys, deren Formen lange Zeit nur an männlichen Normkörpern ausgerichtet waren, während unter anderem schwangere Körper nicht berücksichtigt wurden. Durch eine fundierte Gender Studies-Analyse wird die Gefahr vermieden, Frauen oder Männer als homogene Gruppe von KonsumentInnen zu verstehen und zu stereotypisieren, anstatt ihre Vielfalt zu berücksichtigen.”

Wie gut, dass die Gender Studies auf dieses Versäumnis hinweisen.

Überhaupt, die Sache ist noch viel dramatischer als die “fundierte Gender Studies-Analyse”, durch den einmaligen Blick auf Crash-Test-Dummies herausanalysiert, “fundiert” herausanalysiert hat, denn: die Crash-Test-Dummies sind wie Schaufensterpuppen, sie sind ideale Körper, schlank, rank, nicht pummelig, vollschlank oder gar fett. Sie lassen keinerlei Hinweis auf ihre sexuelle Orientierung zu. Sie sind stilisiert und verraten nichts über ihre ethnische Herkunft. Sie geben keinerlei Hinweis auf den von ihnen präferierten Lebensstil und verheimlichen ihre Weltanschauung, und sie machen doch massiv den Eindruck, als würden vor allem junge Crash Test Dummies verheizt und keine alten.

Angesichts der rudimentär gebliebenen “fundierten Gender-Studies Analyse” ist es kein Wunder, dass die fehlende Berücksichtigung von Adipösen, von Magersüchtigen, von Bierbäuchigen, von Unterschieden durch Migrationshintergrund und Hautfarbe, von Weltanschauung und sexueller Orientierung und von Alter bei den Crash Test Dummies bislang nicht aufgefallen ist.

LambourghiniDeshalb fordern wir, dass in Zukunft Crash Test Dummies an die wirklichen Lebensverhältnisse angepasst werden und nach Geschlecht, Körperumfang, sexueller Orientierung, Weltanschauung, Alter, Migrationshintergrund, Hautfarbe unterschieden und entsprechend gestaltet werden, denn: Ein Auto, das mit 100km/h gegen einen Baum gefahren wird, wirkt auf einen 35jährigen Mann aus dem Kosovo anders als auf eine 41jährige Frau, die über das Professorinnenprogramm auf eine wissenschaftliche Position gehievt wurde.

Und überhaupt fordern wir, dass die Versuche von Gender Studierten Wissenschaft der Lächerlichkeit preiszugeben, mit deren Verwendung als Crash Test Dummies belohnt wird.

Wundert sich eigentlich noch jemand, dass deutsche Ingenieure immer seltener werden und vielen Studenten die Lust am Studium z.B. des Automobilsbaus vergeht?

Mehr zu Crash Test Dummies und was dabei wichtig und vor allem: vollkommen unwichtig ist.

Mehr zu adipösen Crash Test Dummies.

7 Millionen für Junk Science? Wie das BMFSFJ seine Getreuen versorgt

Wir haben schon öfter vom Speckgürtel des BMFSFJ geschrieben, in dem sich eine Vielzahl von Instituten angesiedelt hat, deren Existenz davon abhängt, dass aus dem Ministerium Steuergelder in die Taschen der Institutsangestellten fließen, für Projekte, die in der Regel viel Geld kosten und kaum bis keinen Erkenntniswert haben. Brauchen sie auch nicht, denn Ziel ist nicht, neue Erkenntnis zu gewinnen, Ziel ist es, die getreuen Günstlinge aus dem Speckgürtel des BMFSFJ zu versorgen.

Professional spongerNun sollte man denken, in einer Demokratie, in einer Demokratie, in der so unglaublich hoher Wert auf Transparenz gelegt wird, sind Ministerien bemüht, ihre Ausgaben jedem zugänglich zu machen, der sich dafür interessiert, z.B. in dem die Ausgaben für die dubiosen Projekte offengelegt werden, mit denen die Speckgürtelbewohner fett und satt gehalten werden.

Weit gefehlt bzw. soweit geht die Transparenz dann doch nicht.

Wenn es darum geht, die Verwendung von Steuergeldern für die eigenen Günstlinge offenzulegen, sind Ministerien zugeknöpft, plötzlich gar nicht mehr an Transparenz interessiert und geben bestenfalls durch Zufall oder aufgrund eines misslichen Leaks Auskunft, also dann, wenn es dumm gelaufen ist.

Dumm ist es mit Blick auf Drucksache 18/5448 gelaufen. Eigentlich war die Drucksache dazu gedacht, im Meer der sonstigen Drucksachen geschützt, unentdeckt in den Hafen der digitalen Archive zu treiben. Nicht gerechnet haben die Ministerialen wohl mit einem übereifrigen Mitarbeiter in der Pressestelle, der ausgerechnet Druchsacke 18/5609 herausgefischt hat, um über sie zu berichten.

Und deshalb wissen wir nun, dass das BMFSFJ seine Günstlinge im Speckgürtel seit Oktober 2013 mit Aufträgen im Wert von rund 7.000.000 Euro versorgt hat. Das entspricht rund 10 DFG-Sonderforschungsbereichen, an deren Ende in der Regel mehrere Bücher und rund 20 Arbeitspapiere und Veröffentlichungen pro Sonderbereich stehen. Beim BMFSFJ backt man kleinere Brötchen, hier führt die finanzierte angebliche Forschung in den meisten Fällen zu genau einem Bericht oder zu einem mageren Gutachten von ein paar Seiten.

Wir haben uns die Liste der vom BMFSFJ finanzierten Projekte angesehen und sie ausgewertet. Wer die Liste liest, merkt sehr schnell, welche ideologische Ausprägung man derzeit haben muss, um beim Ministerium für Familie, SENIOREN, Frauen und Jugend als besonders wertvoller Günstling angesehen und mit viel Steuergeldern gefördert zu werden.

Am besten man macht sich bei den Ministerialen mit einem der folgenden Themen lieb Kind:

  • Vereinbarkeit von Fortpflanzung und Arbeit;
  • Migranten, am besten etwas mit Islam;
  • Extremismus – sofern rechts;
  • Geschlecht, Transsexuelle stehen hoch im Kurs, vermutlich weil es so viele von Ihnen gibt, Frauen werden auch immer wieder gerne als Forschungsobjekt genommen;

Die vier Kategorien reichen, um das Gros der Studien zu subsumieren. Daneben gibt es noch eine Kategorie “sonstiges”, die sich mit nicht transexuellen Menschen, die nicht weiblich und kein Migrant sind und nichts mit arbeitsverträglich balancierter Fortpflanzung zu tun haben, befasst.

Hier die Aufstellung im Einzelnen:

Arbeitsverträglich balancierte Fortpflanzung

Gegenstand und unsere Beschreibung Kosten
“Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Die Facetten der Vereinbarkeit sollen gefunden werden”: Wie kann man Männern das Kinderwickeln schmackhaft machen. 245.000 Euro
“Kosten-/Nutzenanalyse kommunaler Familienzeitpolitik”: Ist keine Kosten-Nutzen-Analyse sondern die Suche nach einem Hebel, um Kommunen Famlienzeitpolitik schmackhaft zu machen. 361.000 Euro
“Väterreport”: Wie kann man Männern das Kinderwickeln schmackhaft machen? 34.000 Euro
“Weichenstellung für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf”: Wie kann man Männern das Kinderwickeln schmackhaft machen? Studie im Rahmen des Kompetenzbüros, d.h. BMFSFJ will nicht sagen, wie teuer die Studie ist.
“Betriebliche Gelingensbedingungen einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit”: Kann man Betriebe benutzen, um Männern das Kinderwickeln schmackhaft zu machen? 267.852 Euro
“Konvergenz der Arbeitszeiten von Müttern und Vätern”: Welche gesellschaftlichen Kosten hat es, wenn Männer jetzt auch nicht mehr zu 100% für ihre Arbeit zur Verfügung stehen? 48.923 Euro
Gesamtausgaben für die Suche nach Möglichkeiten, Kinderwickeln schmackhaft zu machen: Mindestens 956.775 Euro

Migranten, am besten etwas mit Islam

Gegenstand und unsere Beschreibung Kosten
“Erziehungsstile in Familien mit Zuwanderungsgeschichte – vor allem bei Familien mit “türkischen, arabischen und polnischen Wurzeln”: Gibt es die Möglichkeit, für Sozialarbeiter Arbeitsplätz bei der Kinderziehung fremder Menschen zu beschaffen 161.200 Euro
“Digitale Strategien zur besseren Integration von Müttern mit Migrationshintergrund”: Mütter und Migration wird immer gefördert, egal, ob die Fragestellung sinnvoll ist oder nicht. 23.086 Euro
Gesamtausgaben für die beiden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 184.286 Euro

Extremismus, so lange es etwas mit rechts oder Islam zu tun hat

Gegenstand und unsere Beschreibung Kosten
“Junge Menschen und gewaltorientierter Islamismus”: Wie kann man die vielen Sozialpädagogen beschäftigen? 569.560 Euro
“NoPegida – die gute Seite der Zivilgesellschaft”: Anti-Pack-Forschung, ABM für Linke 18.552 Euro
“Vertrauen in die Demokratie – Verbesserung der Dialogstrategie des BMFSFJ”: Suche nach neuen Möglichkeiten, Fördergelder zu verteilen. 153.510 Euro
“Toleranz fördern: Gutachten zur Einsetzung einer rechstfähigen Stiftung”: Überführung von besonders treuen Günstlingen aus dem Speckgürtel aus Zeitverträgen in eine feste Anstellung 10.710 Euro
Gesamtausgaben für die ABM in diesem Bereich: 752.272 Euro

Alles, was Geschlecht ist

Gegenstand und unsere Beschreibung Kosten
“Genderspezifische Auswertung der D21-Studie. Auffinden digitaler Gräben”: Versuch, neue Felder für ein Diskriminierungslamento und entsprechende Fördermaßnahmen zu finden. 8.000 Euro
“Frauen im Topmanagement”: Fortsetzung eines Projekts, das zur Finanzierung einer Frauenlobbygruppe dient 199.862 Euro
“Machbarkeitsstudie zur Einführung eines digitalen Frauenarchivs”: Da gibt es noch einen Spezl, der finanziert und gefördert werden will. 9.520 Euro
“Women on Board Index 100”: 30.250 Euro werden hier bezahlt, um einen Index zu errechnen, der auf einfacher Division basiert. Grundrechenarten sind in unter Genderisten offensichtlich ein seltenes Gut 30.250 Euro
“Mikroökonomische Analysen zur Gleichstellung”: Wie kann man Frauen unter den Beziehern geringer Einkommen besserstellen als Männer? 25.880 Euro
“Erwerbstätigkeit von Frauen in Minijobs”: Wie kann man Frauen unter den Beziehern geringer Einkommen besserstellen als Männer? 88.829 Euro
“Beruflicher Wiedereinstieg”: Wie kann man Mütter besserstellen als andere Frauen? 20.000 Euro
“Mittelbare Diskriminierung bei der Aufstiegs- und Weiterbildungsförderung”: Wie kann man Frauen bei innerbetrieblicher Weiterbildung und innerbetrieblichem Aufstieg besser stellen als Männer? 15.850 Euro
“Einflussfaktoren und Kosten von Ausbildungsabbruch und Berufswechsel”: Wie kann man Frauen bei Ausbildungsabbruch und Berufswechsel besserstellen als Männer, die ihre Ausbildung abbrechen oder ihren Beruf wechseln? 63.684 Euro
“Erklärung geschlechtsspezifischer Einkommensungleichheit”: Projekt zur Aufrechterhaltung der Lüge vom Gender Pay Gap. 111.123 Euro
“Geschlecht und Recht – Wo kommt “Geschlechtsidentität” im Recht vor?” Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die das Feld der Trans-Studies begründen soll 139.850 Euro
“Angebot zur Beratung und Unterstützung von Menschen mit Geschlechtsvarianz”: Versuch, das Feld der Trans-Studien zu begründen und als relevant zu behaupten. 18.380,50 Euro
“Rechtsgutachten: Regelungsbedarf für transsexuelle Menschen”: Versuch, die Trans-Studien rechtlich zu legitimieren. 70.057,84 Euro
“Überblicksstudie über die Begrifflichkeiten zu Trangeschlechtlichkeit und Intergeschlechtlichkeit”: Versorgung für Studenten von Lann Hornscheidt? 15.440 Euro
“Gleichstellung in der Bevölkerung – Befragung unter Berücksichtigung der Lebenslaufperspektive und Milieuforschung … zu Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit”: Versuch, den Unterschied zwischen Gleichstellung und Gerechtigkeit zu verwischen. 503.965 Euro
“Coming out – und dann?”: Begründung der Trans-Studies und der damit verbundenen Planstellen für entsprechend zertifizierte Sozialhelfer und -berater in Coming-Out und danach 335.000 Euro
Gesamtausgaben für alles, was Geschlecht ist: 1.655.691,34 Euro

Die Darstellungen in den Tabellen machen eindrücklich deutlich, dass das BMFSFJ nicht an Ergebnissen für irgendetwas interessiert ist, sondern daran, Günstlinge aus seinem Speckgürtel zu versorgen. Entsprechend wäre es angebracht, wenn sich das BMFSFJ in Anstalt zur Versorgung des akademischen Überschusses unter besonderer Berücksichtigung von Frauen und Transsexuellen umbenennt. Das wäre zumindest ehrlich.

Was von vermeintlichen Studien, die vom BMFSFJ finanziert werden, um die Günstlinge aus dem Speckgürtel zu versorgen, zu halten ist, haben wir an einer Reihe von Beispielen dargestellt. Besonders eindrücklich ist die Junk Science, die wir hier besprochen haben und für die, wie man nach den Zahlen in den Tabellen annehmen kann, vermutlich rund 200.000 Euro aus dem Fenster geworfen wurden.

BundesversorgungsanstaltEs soll an dieser Stelle zweierlei nicht verschwiegen werden: Es gibt tasächlich eine Studie, die vom BMFSFJ finanziert wird und die sich mit Alten, den Senioren im Titel des Ministeriums befasst. Natürlich mit Problemalten, solchen mit Demenz, die man enstprechend nicht mehr für Kinderbetreuung einsetzen kann (Kosten in Höhe von 297.700 Euro).

Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass das BMFSFJ ein Projekt finanziert, mit dem eine methodische Neuerung einführt wurde: eine “qualitative Onlinebefragung”, mit dem Ziel “Aussagen und Meinungen aus der breiten Bevölkerung zu generieren”.

Man sieht, das Ministerium finanziert jeden Unsinn und merkt es nicht einmal, dass Unsinn finanziert wurde. Entsprechend wäre es für alle besser, wenn man sich einmal im Monat im Innenhof des BMFSFJ treffen würde. Der derzeitige Laiendarsteller, der Minister mimen dar, wirft die sieben Millionen Steuergelder aus dem Fenster und im Innenhof balgen sich all die Günstlinge aus dem Speckgürtel um das Geld.

Das könnte man im Fernsehen übertragen. Es hätte hohe Einschaltquoten, wäre als Werbezeit begehrt und hätte einen entsprechenden Unterhaltungswert, kurz: Die Steuerzahler hätten etwas davon, dass ihr Steuergeld aus dem Fenster geworfen wird.

Es gibt natürlich eine Diskrepanz zwischen den in der Tabelle aus dem BMFSFJ angegebenen Ausgaben und den Gesamtausgaben von 7 Millionen Euro, die in der Pressemeldung aus dem Bundestag genannt sind. Es gibt eben eine Grenze der Transparenz. Am Ende kommt noch jemand auf die Idee, Ministerien seien mit Blick auf ihre Ausgaben den Steuerzahlern verantwortlich oder gar Rechenschaft schuldig.

Geschlechtssensibler Wein: Evviva della Pazzia

Der allseits bekannte Cyrus V. MIller hat uns vor ein Problem gestellt.

Ein curriculares Problem, eines, das mit Gender zu tun hat und mit Wein, mit Weinbau, mit Kellerwirtschaft (Önologie).

Eine Herausforderung!

Carraro tigre

Carraro Tigre 3200

Geschlechtersensibler Weinbau ist eine Herausforderung. Eine Herausforderung für den Verstand, für den gesunden Geist, für den Weinkenner und Weintrinker, und geschlechtersensibler Weinbau ist kein Witz, denn es gibt tatsächlich ein Gender Curriculum für Weinbau, das von askriptiven Gender Expertinnen erarbeitet wurde, um im Studiengang Weinbau, z.B. an der Universität Hohenheim eingesetzt zu werden.

Nun gehören der ScienceFiles Redaktion einige Pfälzer mit sehr intimer Verbindung zum Weinbau an. Nicht zuletzt kommt ein Mitglied der Redaktion aus einer Weinbaufamilie und hat seine halbe Kindheit und Jugend im Weinberg bzw. im Weinkeller verbracht. Deshalb ist der gendersensible Wein für uns eine Herausforderung.

“What the dickens could be meant by it?”, so haben wir uns gefragt. Was soll “geschlechterspezifische Arbeitsgestaltung” im Weinberg sein, wie “geschlechterspezifische Arbeitsorganisation” im Weinkeller aussehen? Was ist “die Rolle der Frau (welcher)” bei der Entstehung von Wein, was die geschlechtsspezifische Wirkung von Dauerbegrünung im Weinberg, wie lässt sich die Wirkung von Wein “geschlechtsspezifisch beschreiben”?

Das sind Fragen, quälende Fragen, Fragen, die nagen, in uns nagen, nagten, denn dann, bei einer Flasche Frascati, beim Genuss jenes laziosen Getränks, da haben wir es plötzlich gesehen, das Gendersensible am Weinbau. It hit us all at once, wie wir Waliser sagen, und dann, dann sprudelten die Erkenntnis über die “Rolle der Frau (also der Frau halt)” im Weinberg und die geschlechterspezifische Wirkung von Dauerbegrünung und Wein nur so aus uns heraus.

Denn: Der Frascati er hatte ein zutiests maskulines Bouquet…

Wir sahen alles lebhaft vor uns.

Den Weinberg am geschichtsträchtigen Hang des Latium, am Hang, an dem man sich noch den Nachhall der Schritte von Nero einbilden kann, da sahen wir den geschichtsträchtigen Weinberg, voller von der Sonne gereifter Malvasia del Lazio, klar und deutlich.

Und in dem Weinberg, dem geschichsträchtigen, dem Weinberg voller feuriger Malvasia del Lazio, in diesem Weinberg sahen wir einen Vollernter bei der Arbeit, gezogen von einem feurigen Schmalspurtraktor, Marke Carraro Tigre 3200, auf dem ein feuriger dunkelhaariger Italiener vom Typ “Martin Castrogiovanni” sitzt und singend fröhlich die Spur hält, die Schmalspur, des Schmalspurtraktors, des geschlechtersensibel gefahrenen Schmalspurtraktors.

Und nach einem weiteren Glas vergorenen Malvasia del Lazio, hat sich uns der Prozess der Weinherstellung als emanzipativer Kampf des in der Schale gefangenen köstlichen Traubensafts offenbart. Von roher MartinCastrogiovannimaskuliner Kelterkraft geschlechtersensibel befreit, fließt er seiner neuen Freiheit im Fass zu, um dort vor sich hin zu gären und das Beste aus sich zu machen.

Der Freiheitskampf des Traubensaftes, er ist ein Reifeprozess. Niemand kann für seine Freiheit kämpfen, die Entbeerung einer Kelter und die nachfolgende Dunkelhaft im Fass in Kauf nehmen, ohne an Geist zu reifen. So auch der Malvasia del Lazio, jenes Sinnbild der Italienischen Garibaldis, eines Freiheitskampfes, der den gereiften Frascati in Vollendung und in Glas abgefüllt sieht – geschlechtssensibel versteht sich – durch eine vollautomatisierte Abfüllanlage in geschlechtssensibel hergestellte und befüllte Flaschen, die von den Arbeitern, alle vom Typ “Martin Castrogiovanni” in Weinkisten verpackt und gestapelt werden, auf dass sie in die Welt geliefert werden können, um dort dieses maskuline Bouquet, jenen Geist des Freiheitskampfes italienischer Malvasia del Lazio Trauben zu verbreiten, Frascati Superiore und geschlechtersensibel, wie jeder sieht, der die Warnhinweise auf der Rückseite der Falsche, insbesondere die “Recommended Daily Allowance” pro Geschlecht zur Kenntnis nimmt.

Und all diese Einsicht in den italienischen Freiheitskampf, der das maskuline Bouquet von Frascati ausmacht, verdanken wir dem entsprechenden Gender Curricula, das uns erst dafür sensibilisiert hat, dass am Herstellungsprozess von Wein so gut wie keine Frauen beteiligt sind – was man vom Konsum ganz und gar nicht sagen kann.

Wir haben deshalb beschlossen, unsere neugewonnene Sensibilität für Fragen der Gender Curricula einzusetzen, um die entsprechenden Einsichten auch in den Bereichen von Chemie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft zu gewinnen.

Wie dankbar wir doch den Gender Curriculanern sind, dafür dass sie die Welt für all das sensibilisieren, was vor und nach dieser Sensibilisierung belanglos ist. Wir können unseren Dank nicht in Worte fassen. Statt dessen wollen wir uns bei all jenen Genderisten bedanken, die uns nun seit mehreren Jahren und kontinuierlich mit Einsichten in nie für möglich gehaltene Formen von Wahnsinn beglücken. Sie haben die psycho-pathologische Forschung befördert, das DSM aufgebläht und dafür gesorgt, dass die Neurologie in ihrer der Abnormalität gewidmeten Sparte floriert, geschlechtersensibel versteht sich.

Man kann es auch kurz machen und mit Dr. habil. Heike Diefenbach sagen: “Die haben alle ein Rad ab!”.

Gender CurriculaEs ist nicht mehr möglich, auf die neuesten Gendervorschläge anders als mit Humor zu reagieren. Wie sonst sollte man diesen Anschlag auf den Intellekt verkraften. Indes machen die Gender Curricula, die Anlass für diesen Post waren, deutlich, wie armselig Genderismus doch ist. Wer die verschiedenen Curricula liest, dem fällt schnell auf, wie das immer Selbe in feststehenden Ausdrücken und an in wissenschaftlicher Armseligkeit kaum zu unterbietender Art und Weise, noch in die letzte Bastion der Rationalität gezwängt werden soll. So wie deutlich wird, dass Genderisten nur die “Rolle der Frau”, von der wir immer noch nicht wissen, um wen genau es sich handelt, als Fachinhalt kennen.

Ihr Forschungsprogramm sieht vor, die “Rolle der Frau” in Chemie und Physik, in Biologie, Mathematik und Weinbau, in Politik- und Literaturwissenschaft zu beschwören. Die immergleiche Vorgehensweise besteht darin, alles “geschlechterspezifisch” zu betrachten, von der geschlechterspezifischen Trigonometrie, über die “Rolle der Frau” bei der Berechnung des Kreisumfangs, über die Rolle der Frau im Gartenbau und die geschlechtersensible Interpretation von Avogadros Konstanter bis zur geschlechtersensiblen Auflösung der Hangabtriebskraft, den Genderisten fällt immer nur das selbe jämmerliche Kriterium “Geschlecht” ein. Nun gibt es kaum etwas, was für wissenschaftliche Erkenntnis irrelevanter ist als “Geschlecht”, denn: Wissenschaftler denken mit dem Gehirn, siedeln ihren Erkenntnisprozess also – und offensichtlich im Gegensatz zu Genderisten – oberhalb der Taille an.

Insofern sind die Gender Curricula vor allem ein Beleg für die Armseligkeit der Genderforschung für das vollständige Fehlen all dessen, was Wissenschaft ausmacht, nämlich Erkenntnisgewinn im Hinblick auf ein Erkenntnisziel durch methodisch begründetes Vorgehen.

Verantwortlich für diesen neuerlichen Versuch, Wissenschaft ad absurdum zu führen, ja lächerlich zu machen, sind Beate Kortendiek und das Genderista-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen. Kortendiek ist den Lesern von ScienceFiles bereits aus verschiedenen Zusammenhängen als Feind der Wissenschaft bekannt.

Wissenschaftler wehren sich gegen politische Einflussnahme und Zerstörung der Wissenschaft

Eines der Gründungsmotive von ScienceFiles ist der Missbrauch von Wissenschaft durch Personen, die mit Wissenschaft nichts am Hut haben. Sie sind politische Aktivisten, die Wissenschaft für ihre politischen Zwecke missbrauchen wollen.

Wenn eine Entwicklung die letzten 20 Jahre Wissenschaftsgeschichte prägt, dann ist es dieser ideologische Zugriff auf alle Bereiche der Wissenschaft.

Romer EconomicsPolitische Aktivisten versuchen ihre Ideologie als Gewissheit zu verkaufen und missbrauchen Wissenschaft um ihre Ideologie zu legitimieren. Sie nutzen den wissenschaftlichen Begriff der Expertise, um ihre Ideologie an den Leser zu bringen, betreiben Auftragsforschung mit vorgegebenem Ausgang, infiltrieren Hochschulen, um ihren Krieg gegen Wissenschaft vor Ort zu betreiben und immer bedienen sie sich einer wissenschaftlichen Mimikry zum Zweck der Täuschung.

Und so wie es uns gereicht hat, dass heutzutage jeder, der seinen Hintern irgendwie auf einen Drehstuhl in einem Gebäude gepresst hat, das zu einer Hochschule oder Universität gehört und an dessen Tür Professor für XY steht, der Ansicht ist, er sei Wissenschaftler, so reicht es immer mehr Wissenschaftlern.

Ulrich Kutschera, der dem Genderismus, dem kreationistischen Geschwür, das sich an Hochschulen ausbreitet, den Kampf angesagt hat, ist einer, Paul Romer ein anderer, dem es reicht.

Paul Romer ist nicht irgendwer. Es war 1990 als Paul Romer die ökonomische Wachstumsforschung auf neue Füsse gestellt hat, mit seinem endogenen Wachstumsmodell, das Innovationen, Wissen und Humankapital als wichtigste Triebkräften des wirtschaftlichen Wachstums identifiziert hat. Romers Karriere umfasst Stationen an den Universitäten von Chicago, Berkeley und Stanford. Heute ist er Professor an der Stern School of Business der New York University.

Und Romer reicht es.

junk scienceEr hat genug von Scharlatanen, die Wissenschaft missbrauchen, um ihre ideologischen Botschaften an den Mann zu bringen, von denen, die das wissenschaftliche Handwerkszeug nicht mehr beherrschen und entsprechend auf Effekthascherei aus sind.

Die Effekthascherei nennt er Mathiness. Sie besteht darin, dass man mit mathematischen Symbolen und Formeln Betrachter ins Boxhorn zu jagen versucht, um ihnen dann Erkenntnisse als Ergebnis der Umformung von Formeln zu verkaufen, die es nie gegeben hat. Denn: Die Effekthascherei in Formeln ist nicht die Basis zum sprachlichen Überbau, der benutzt wird, um Großes zu verkünden.

Großes, wie es derzeit in Arbeiten von Ellen R. McGrattan, Edward C. Prescott, Thomas Piketty, Gabriel Zucmann oder Robert Lucas und Benjamin Moll verkündet werden soll.

Alles keine Wissenschaft, lautet das begründet Urteil von Paul Romer, denn der sprachliche Überbau wird durch das, was angeblich mit einem elaborierten mathematischen Apparat berechnet wurde, nicht gestützt, zwischen beidem herrscht keine Verbindung.

Das Problem, dem sich Romer widmet, ist ein Problem, das sich in allen Wissenschaften stellt, in denen ein Symbolsystem oder eine Operationalisierung genutzt werden soll, um Aussagen zu prüfen, zu testen und gegebenenfalls zu falsifizieren.

Wenn man Aussagen über Rassismus machen will, darüber, ob Linke oder Rechte mehr zu Rassismus neigen, dann muss man sowohl Rassismus als auch politische Ideologie (links – rechts) operationalisieren, denn beides kann man in der Welt nicht beobachten. Rassismus ist ein latentes Konstrukt, etwas, das man nicht kiloweise im Supermarkt kaufen kann. Dasselbe gilt für politische ideologie. Also muss man sich überlegen, wie man Rassismus messen kann. Das klingt trivial, ist es aber nicht wie jeder weiß, der es schon einmal versucht hat.

Denn: man kann nicht einfach fragen: Sind Sie rassistisch, wenn ja, auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr? (Man kann es eigentlich nicht. Die EU-Kommission macht es dennoch, wie Dr. habil. Heike Diefenbach vor einigen Jahren feststellen musste). Die Konvention will es, dass Rassismus über eine Reihe von Aussagen gemessen wird, z.B.:

  • Welche Aussage trifft zu: Schwarze sind intelligenter, nicht so intelligent oder ungefähr so intelligent wie Weiße.
  • Wie stark würden Sie sich wiedersetzen, wenn ein Schwarzer/Weißer mit einem Familienmitglied befreundet ist?
  • In den letzten Jahrzehnten hat die Regierung Weiße/Schwarze mit mehr Zuwendungen versehen, als ihnen zusteht.
  • Schwarze/Weiße sind zu fordernd, wenn es darum geht, gleiche Rechte für alle durchzusetzen.

Offensichtlich ist die Qualität dessen, was später über Rassismus gesagt wird, die Qualität der Zusammenhänge, die für Rassismus aufgezeigt werden, von der Qualität der Messung, der Qualität der Operationalisierung von Rassismus abhängig. Offensichtlich ist die Messung, die Operationalisierung umso besser, je präziser die Umsetzung des abstrakten “Rassismus” in konkret messbare Aussagen gelingt.

Und es ist die Präzision dieser Umsetzung, die Verbindung zwischen theoretischem Konstrukt und seiner Messung, die nach Ansicht von Paul Romer im Argen liegt.

Politischen Zwecken ist mehr durch vage und mehrdeutige Konzepte gedient. Mit ihnen lässt sich mehr Unfrieden stiften und Ungleichheit herbeireden als mit konkreten, präzisen und somit prüfbaren Konzepten. Deshalb benutzen die Scharlatane in der Wissenschaft schwammige und vage Konzepte. Deshalb zeigen sie keinerlei Anstalten mehr, die Verbindung zwischen ihren vollmundigen Aussagen und dem, was sie empirische gemessen oder in mathematischen Modelle gezaubert haben, herzustellen:

“Academic politics, like any other type of politics, is better served by words that are evocative and ambiguous, but if an argument is transparently political, economists interested in science will simply ignore it. The style that I am calling mathiness lets academic politics masquerade as science. Like mathematical theory, mathiness uses a mixture of words and symbols, but instead of making tight links, it leaves ample room for slippage between statements in natural versus formal language and between statements with theoretical as opposed to empirical content.”

Die Vorspiegelung falscher wissenschaftlicher Tatsachen, um Eindruck zu machen und die eigene politische Agenda durchzusetzen, sie macht Wissenschaft zu einem Market for Lemons – eine Entwicklung, die man in den deutschen Sozialwissenschaften bereits in voller Blüte beobachten kann.

Leser sogenannter Studien, die nicht mehr die rudimentärsten Standards an eine wissenschaftliche Methodologie erfüllen, nehmen die entsprechenden Studien nicht mehr ernst, als Folge wird die Erwartung, in einem sozialwissenschaftlichen Text wissenschaftliche Standards erfüllt zu sehen, gar nicht erst an die entsprechenden Texte herangetragen, die Texte werden belächelt und als Reaktion darauf ziehen sich diejenigen, die die Standards noch beherrschen, aber sich immer öfter mit den sozialwissenschaftlichen Lemons in einem gemeinsamen Korb geworfen sehen, aus den Sozialwissenschaften zurück. Die Sozialwissenschaften verkommen entsprechend zu Schwätzclubs, in denen man sich die letzten Anekdoten vom Kaffeekränzchen erzählt, das man, zwecks Effekthascherei als “Experteninterview” bezeichnet.

Paul Romer sieht eine analoge Entwicklung für die Ökonomie, eine Entwicklung an der die oben Genannten ihren Anteil und ihre Verantwortung tragen und deren Ursache darin zu suchen ist, dass politische Ideologien immer offener Einzug in die Wissenschaften halten, sich der Wissenschaften bemächtigen, um ihre ideologischen Behauptungen als Gewissheit verkaufen zu können. Dass sie dabei den Wirt fressen, von dem sie sich ernähren, trägt natürlich den Samen ihres eigenen Scheiterns in sich, ist für diejenigen, die Wissenschaft für zu wichtig halten, als dass sie politischen Aktivisten zum Frass überlassen werden könnte, jedoch kein Trost.

Gut, dass es nun schon zwei institutionalisierte Wissenschaftler gibt, die den Mut haben, wie ScienceFiles gegen die feindliche Übernahme der Wissenschaften Stellung zu beziehen.

Nur: Es bräuchte viel mehr Paul Romers und Ulrich Kutscheras.

Romer, Paul (2015). Mathiness in the Theory of Economic Growth. American Economic Review: Papers & Proceedings 105(5): 89-93.

Translate »
error: Content is protected !!
Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
Holler Box
Skip to toolbar