“Rechtslastige Verschwörungstheorie”? Nicht Finis Germania, sondern Finis Ratio

Diskutieren wir doch alle einmal über ein Buch, das die wenigsten von uns gelesen haben.

Finis GermaniaWarum auch nicht? Schließlich wird das Buch „Finis Germania“ gerade von den kulturellen Leidmedien Deutschlands zerrissen. Warum? Weil es auf die von NDR und Süddeutsche herausgegebene Liste der Sachbücher des Monats, auf Platz 9 um genau zu sein, geraten ist. Die Liste wird nach Angaben des NDR von „einer unabhängigen Jury“, die aus „renommierten Wissenschaftlern sowie Autoren und Redakteuren großer deutscher Medienunternehmen“ besteht, zusammengestellt.

Die Unabhängigkeit hat jedoch da ihre Grenze, wo ein Buch auf die Liste kommt, das der Kulturredaktion beim NDR nicht passt, das von „rechtslastigen Ideen und Verschwörungstheorien“ getragen ist, wie es beim NDR heißt, und zwar in der Begründung dafür, dass der NDR die Zusammenarbeit mit der „unabhängigen Jury“ aussetzt. Wie kann man als diktatorischer Sender auch mit einer Jury zusammenarbeiten, die sich anmaßt, Bücher zu empfehlen, die dem Sender nicht gefallen?

Das geht schon deshalb nicht, weil der NDR der große Saubersender in Deutschland ist. Beim NDR gibt es keinen Xavier Naidoo und auch keinen Rolf Peter Sieferle. Sieferle ist der Autor von Finis Germania. Sieferle ist bzw. war bis zu seinem Selbstmord ein renommierter Wissenschaftler, ein Historiker mit einem Lehrstuhl für allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Aber Renommee ist schnell dahin in Deutschland, wenn man eine politische Ansicht äußert, die dem herrschenden Gesinnungsdiktat zuwiderläuft, die rechtslastig ist oder rechtslastig gemacht wird, von Journalisten, die das Buch, das bei Amazon mittlerweile auf Verkaufsrang 1 gelandet ist, madig machen wollen, obwohl die meisten von ihnen, es nie gelesen haben.

Die Anklageschrift beim NDR liest sich wie folgt:

“Der Deutsche”, heißt es da, ähnele dem “Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird”. Von Auschwitz als dem “letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt” ist die Rede, von einer “neuen Staatsreligion”, deren “Erstes Gebot” laute: “Du sollst keinen Holocaust neben mir haben.” Und weiter: “Da der Holocaust keinem profanen, sondern einem auserwählten Volk widerfahren ist, wurde das Volk der Täter ebenfalls der profanen Geschichte entrückt und in den Status der Unvergänglichkeit erhoben.”

Das Patchwork aus dem Zusammenhang gerissener Zitate hat seinen Erregungs-Höhepunkt in der Bezeichnung von Auschwitz als dem „letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt“. Die Setzung der Hochkommata ist hier von besonderer Bedeutung, denn sie legt den Schluss nahe, Sieferle habe Auschwitz als Mythos, also als etwas bezeichnet, das es gar nie gegeben habe.

Eine Redaktion weiter, bei der ZEIT, hat man den selben Erregungs-Höhepunkt und schreibt:„Er schreibe außerdem von Auschwitz als einem „Mythos“, welcher „der Diskussion entzogen werden soll“. Das schreiben die ZEIT-Kollegen auf Grundlage des oben zitierten Textes des NDR, in dem nun wieder kein Bezug auf einen Auschwitz-Mythos zu finden ist, der der Diskussion entzogen werden soll, der vielmehr in die Diskussion gebracht wurde.

Gerade dann, wenn man Bücher nicht selbst gelesen hat, halten sich die affektiv ansprechenden Teile besonders hartnäckig, selbst dann, wenn sie falsch sind. Eine Redaktion weiter, bei der FAZ, liest sich der Holocaust-Aufreger wie folgt:

„’Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“, steht in diesem Buch. Antifaschismus sei Antigermanismus. Und: „Die Juden, denen ihr Gott selbst die Ewigkeit zugesichert hat, bauen heute ihren ermordeten Volksgenossen in aller Welt Gedenkstätten, in denen nicht nur den Opfern die Kraft der moralischen Überlegenheit, sondern auch den Tätern und ihren Symbolen die Kraft ewiger Verworfenheit zugeschrieben wird“, schreibt Rolf Peter Sieferle.“

Auch bei der FAZ herrscht die Überzeugung, Sieferle stelle Auschwitz durch dessen Bezeichnung als Mythos in Frage. Um dies zu untermauern wird eine Stelle wörtlich zitiert, „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“. Das wurde dieses Mal etwas korrekter beim NDR abgeschrieben, bei dem es heißt: „Von Auschwitz als dem ‚letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt‘ ist die Rede.“

KZ Auschwitz, EinfahrtAlle Schreiber sind sich somit einig, dass Sieferle Auschwitz als Mythos bezeichnet. Ein Professor der Geschichte, der jahrelang an Hochschulen tätig gewesen ist und geforscht hat, soll so dumm sein, in Deutschland Auschwitz in Frage zu stellen und als Mythos zu bezeichnen?

Des Rätsels Lösung ergibt sich, wenn man die Stellung des Mythos im Verhältnis zu Auschwitz verändert und nicht mehr, wie die Schreiberlinge der Erregungsmedien oben, von Auschwitz-Mythos schreibt, sondern vom Mythos „Auschwitz“. Das macht einen erheblichen Unterschied. Und wie so oft in der Post-Moderne, sind die Leser von Zeitungen gebildeter als die Journalisten, bei denen die Ausdrucksformen Wissen und Fähigkeit komplett den Ausdruckformen Entrüstung und Erregung und die Technik der Recherche der Technik von Cut and Paste gewichen sind.

Wir zitieren aus einer Buchbesprechung bei Amazon, die Heino Bosselmann dort hinterlassen hat:

“Von besonderer Relevanz [ist] der dritte Teil, in dem Sieferle den „Mythos Auschwitz“ beschreibt und dessen konstituierende Funktion für die politische Gegenwart herzuleiten versucht: „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden.“ Nachgewiesen wird zunächst die Bedeutung des “Holocaust-Komplexes” für ein Schuldverständnis gänzlich neuen Typs, einer Kollektivschuld „von metaphysischer Dimension“, die so, wie sie verstanden und verinnerlicht werden soll, „der älteren Figur der Erbsünde“ gleicht, dies jedoch in negativem Vollzug: „Aus der Kollektivschuld der Deutschen, die auf ‚Auschwitz‘ zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und für alle Zeiten in Finsternis verharren wird. (…) Der Deutsche, oder zumindest der Nazi, ist der säkularisierte Teufel einer aufgeklärten Gegenwart.“

Sieferle deutet die Sonderrolle der jüdischen Schicksalsgemeinschaft einerseits und der Deutschen andererseits als komplementär: „Die Welt braucht offenbar Juden oder Deutsche, um sich ihrer moralischen Qualitäten sicher zu sein. Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied. Die Juden teilten selbst nicht die Bewertung, die ihnen seitens der Christenheit widerfuhr, während die Deutschen die ersten sind, ihre unauflösliche Schuld zuzugeben.“ Um daraus, so der Autor, eine Art Staatsideologie zu entwickeln, von der das gewissermaßen negative Selbstverständnis einer Nation ausgeht, die eigentlich keine Nation mehr sein möchte, sondern nur mehr ein “Standort”, eine “Wertegemeinschaft” oder eben eine “bunte Republik”.

Wie funktioniert das? „Bei dem heute so populären Auschwitz-Komplex handelt es sich offenbar um den Versuch, innerhalb einer vollständig relativistischen Welt ein negatives Absolutum zu installieren, von dem neue Gewissheiten ausgehen können. ‚Auschwitz‘ bildet insofern einen Mythos, als es sich um eine Wahrheit handelt, die der Diskussion entzogen werden soll. Dieser Mythos hat allerdings einen wesentlich negativen Charakter, da dasjenige als Singularität fixiert werden soll, was nicht sein soll. Daher trägt die sich auf diesen Komplex stützende politische Bewegung auch einen negativen Namen: Antifaschismus.’“

Es ist erschreckend, wenn man konstatieren muss, dass deutsche Journalisten nicht mehr in der Lage oder Willens sind, den Unterschied zu erkennen zwischen der Aussage:

Auschwitz ist ein Mythos

und der von Sieferle begründeten Behauptung:

Auschwitz ist in Deutschland zu einem Mythos aufgebaut worden, der in derselben Weise als Herrschaftsmittel benutzt wird, wie die ewige Erbsünde. Die Behauptung einer immerwährenden Kollektivschuld der Deutschen wird von Sieferle als Mittel bewertet, das genutzt werde, um von der deutschen Nation Abstand zu nehmen und die Vorstellung einer „bunten Republik“ durchzusetzen.

Der Mythos der ewig währenden Kollektivschuld, die in Auschwitz begründet ist, ist für Sieferle also der neue und negative Schöpfungsmythos des antifaschistischen Deutschlands.

Zugegeben, die Argumentation von Sieferle verlangt es, zwei Gedanken zu verstehen und dann auch noch miteinander in Verbindung zu bringen. Dennoch ist es erschreckend festzustellen, dass deutsche Journalisten dazu nicht in der Lage sind. Wer anderen gerne vorwirft, sie würden mit der Komplexität der modernen Welt nicht zurechtkommen und deshalb einfache Antworten bevorzugen, der darf sich nicht als einer bloßstellen, der nicht in der Lage ist, über einfache Antworten, nach denen dummerweise niemand gefragt hat, hinaus denken zu können.

Das ist mehr als peinlich.


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Irre: Wehrmachtssäuberungen greifen um sich

Deutschland gleicht immer mehr einem Irrenhaus.

Barchiv GM Lorenz mit Soldaten

Bilder wie dieses halten die Erinnerung an die WEHRMACHT wach. Schließt das Bundesarchiv!

In der Hamburger Universität der Bundeswehr wurde ein Bild entfernt, das Helmut Schmidt in einer Wehrmachtsuniform zeigt. Als Leutnant der Wehrmacht war es Schmidt leider nicht möglich, sich in seinem Antifa-Outfit ablichten zu lassen. Die Wehrmacht-Säuberungen haben ein neues Stadium erreicht und im Sinne eines kollektiven Vergessens wollen wir als Exegeten und heftige Kritiker des Konzepts des kollektiven Gedächtnisses, nicht am Rande stehen.

Wir haben deshalb eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet, die es der Bundeswehr und Deutschland erlauben, endgültig den Makel des tausendjährigen Reiches los zu werden. Hier unser Weg zum kollektiven Vergessen in vier Schritten:

1.

Das Bundesarchiv in Koblenz ist zu schließen und vor allem die Bildbestände D und E sind komplett zu verbrennen. Die entsprechenden Scheiterhaufen der Geschichte können in Koblenz auf dem deutschen Eck errichtet werden. Mit der Beseitigung des Bundesarchivs, in dem historisches Material über die schlimme Zeit des Dritten Reiches gesammelt wird, ist der erste Schritt auf dem Weg ins kollektive Vergessen gemacht.

2.

Barchiv_Scherer Theodor Ritterkreuz

Auszeichnungen sind bei der Bundeswehr abzuschaffen.

Der zweite Schritt besteht darin, die aktuellen Einflüsse der Wehrmacht zu tilgen. Eine Google Suche nach „Wehrmacht“ fördert Assoziationen mit „Ränge“, „Auszeichnungen“, „Uniform“, „Flagge“, „Schuhe“ und „Helme“ zu Tage. Entsprechend sind in der Bundeswehr das Verleihen von Auszeichnungen, das Tragen von Uniform, das Hissen von Flaggen, das Laufen in Schuhen und das Tragen von Helmen zu verbieten, um jede Assoziation mit der Wehrmacht auszuschließen. Eine Suche nach „deutsche Wehrmacht“ fördert zusätzliche eine Assoziation mit Soldatenlieder und Generäle zu Tage. Daher sind im Einklang mit der ersten Suche, jegliche Form von Rängen, militärische Ränge, abzuschaffen und jede Art von Liedgut ist zu unterdrücken. Bei der Bundeswehr wird nicht gesungen. Zuwiderhandelnde werden aus der Bundeswehr ausgeschlossen.
3.

BArchiv Gefallene

Einzig erlaubte Darstellung von “Wehrmacht”

Der dritte Schritt besteht darin, den Zweiten Weltkrieg und die daran beteiligten Soldaten aus dem kollektiven Gedächtnis insofern zu tilgen, als es sich dabei um Angehörige der deutschen Wehrmacht handelt. Die Jahre 1939 bis 1945 sind aus Geschichtsbüchern, Archiven, Bibliotheken und Datenbanken aller Art zu entfernen. Wer Bilder, Reden und Dokumente aus diesen Jahren in Umlauf bringt oder sich Bilder, Reden und Dokumente aus dieser Zeit verschafft, wird mit Haftstrafen von bis zu 10 Jahren bestraft und in jedem Fall aus der Bundeswehr ausgeschlossen.

4.

Schließlich ist die Sprache zu bereinigen. Wehrmacht besteht aus Wehr und Macht. Um Missbrauch von Wehr und Macht auszuschließen, wird der Begriff „Wehrmacht“ in jedem Zusammenhang durch den Begriff „Stauregime“ ersetzt. Damit sollte auch die letzte Erinnerung an die Wehrmacht, Entschuldigung an das Stauregime beseitigt sein.

Die deutsche Leitkultur, von der in der letzten Zeit so viel die Rede war, ist entsprechend als Hysterie zu bestimmen, als unmotivierte und unangemessene Reaktionen, die aus Nichtigkeiten Monstrositäten macht und sich nur über eine weitgehende Verblödung derer, die man früher als politische Elite bezeichnet hat, und somit mit einem Begriff, der heute nur noch Lachkrämpfe hervorruft, erklären lässt.

P.S

BundesWEHR ist natürlich in Bundesstau(damm) umzubenennen.

Hat Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt? Neue Zweifel an offizieller Geschichtsschreibung

Die offizielle Geschichtsschreibung liest sich in Deutschland wie folgt: Am 30. April hat sich Adolf Hitler in seinem Bunker unter der Reichskanzlei in Berlin erschossen. So steht es auch in der Wikipedia, und somit muss es stimmen.

Oder stimmt es nicht?

stars__stripes__hitler_dead-newsUm den Tod von Adolf Hitler ranken sich eine Vielzahl von Fragen und somit ist es kein Wunder, dass eine Vielzahl von Theorien verbreitet sind, deren Tenor darin besteht, dass Hitler seinen Tod nur vorgetäuscht hat.

Einige Ursachen dafür, dass Zweifel an der offiziellen Story vom Selbstmord von Adolf Hitler aufgekommen sind, sind die folgenden:

Ein Schädelfragment, das in russischen Archiven als Teil des Schädels von Adolf Hitler aufbewahrt wurde, hat sich als Fragment des Schädels einer Frau herausgestellt.

Nach offizieller Geschichte wurde Hitlers Körper im Hof der Reichskanzlei verbrannt. Der Beleg dafür, dass es tatsächlich Hitlers Körper war, der verbrannt wurde, basiert auf einer Zahnbrücke, die Fritz Echtmann, Assistent von Hugo Blaschke, dem Zahnarzt Hitlers als Zahnbrücke von Hitler identifiziert hat.

Auf der Potsdamer Konferenz (17. Juli bis 2. August 1945) hat Josef Stalin auf die Frage von Harry Truman, ob Hitler nun tot sei, mit „Nein“ geantwortet, obwohl die Reste von Hitler bereits am 2. Mai von sowjetischen Soldaten entdeckt worden sein sollen.

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Zweifel daran, dass Hitler tatsächlich am 30. April 1945 Selbstmord begangen hat, halten sich hartnäckig. Die Geschichte mit dem Hitler Doppelgänger, der an seiner Stelle umgebracht wurde (Hitler hatte tatsächlich einen Doppelgänger, der auch nachweislich eingesetzt wurde, sein Name: Gustav Weler), hat sich schon kurz nach dem 2. Weltkrieg verbreitet und ihren Niederschlag selbst in Büchern von Agatha Christie (Passenger from Frankfurt) gefunden. Neuerliche Nahrung erhalten die Gerüchte durch die De-Klassifizierung von Akten der britischen und US-amerikanischen Geheimdienste, aus denen hervorgeht, dass MI6, CIA und FBI noch im Jahre 1949 davon ausgegangen sind, dass Hitler sich nach Argentinien abgesetzt hat und in San Carlos de Bariloche einige Jahre gelebt hat, bevor der Sturz von Juan Peron (1955) seinen Umzug zur Folge hatte.

Gemeinsam mit dem Vatikan hat die Administration von Juan Peron über die so genannten rat lines geschätzte 6.000 ehemalige Nazis nach Argentinien geschleust, darunter Josef Mengele, Erich Priebke, Adolf Eichmann, Josef Schwammberger und Gerhard Bohne.

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Inalco-House, San Carlos de Bariloche

Ein Team, um den ehemaligen CIA-Mitarbeiter Bob Baer und John Cencich, der für die UN Material gegen Kriegsverbrecher gesammelt hat, behauptet auf Grundlage von rund 700 erst kürzlich de-klassifizierten Dokumenten, Belege dafür gefunden zu haben, dass Hitler über die kanarischen Inseln per U-Boot nach Argentinien geflohen ist und in Südamerika bis zu seinem natürlichen Tod in den 1960er Jahren gelebt hat. Zu den Belegen, die die Gruppe um Baer bislang zusammengetragen hat, gehören neben Dokumenten von CIA, FBI und MI6 auch Artefakte vor Ort wie z.B. eine kürzlich entdeckte Militäranlage mit Nazi-Emblemen in Misiones, Argentinien sowie Augenzeugen, die Hitler vor Ort gesehen haben wollen.

Natürlich erfüllt das, was wir gerade zusammengetragen haben, den Tatbestand einer Verschwörungstheorie, denn Theorien, die der offiziellen Lesart und der Vorgabe des Ganges der Geschichte widersprechen, werden generell als Verschwörungstheorien angesehen. Gegenstand von Wissenschaft und Forschung ist es jedoch, auch den Theorien nachzugehen und die Theorien zu prüfen, die den Theorien, die bislang als gültig angesehen werden, widersprechen, sofern es begründete Zweifel an der Richtigkeit der offiziellen Theorien gibt.

Deshalb fragen wir unsere Leser: Was glauben Sie, ist die offizielle Geschichtsschreibung, nach der Adolf Hitler Selbstmord begangen hat, richtig oder falsch?

Was glauben Sie?

Aufruf zur Euthanasie: taz will Trump und AfD auslöschen

Bleibt Ihnen auch manchmal die Spucke weg?

ScienceFiles-Redaktionstöne:
“Wie will man manchen Menschen, z.B. taz-Redakteuren begreiflich machen, was zu weit geht, wenn diese Menschen keinerlei Verständnis von Anstand, Moral und Würde mitbringen und einfach nur Hass als Ausdrucksform beherrschen?

Bei der taz hat man also Euthanasie-Träume im Zusammenhang mit Trump und AfD. Scheinbar träumen die kleinen Redakteure in ihrer engen Stube davon, Trump ums Leben zu bringen und die AfD auszulöschen.

Das ist schon ein starkes Stück.

Ausgerechnet die taz-Redaktion, die so viel Mühe darauf verwendet, als Krone des Humanismus zu erscheinen, erweist sich als Hort derer, die unwertes Leben, wie man aus dem Blick zurück, erfahren kann, um die Ecke bringen wollen. Wie sonst sollte man den Hinweis auf Trump und die AfD lesen?

Haben doch weder Trump noch die AfD irgend etwas dahingehend verlauten lassen, dass sie an Euthanasie all derer denken, die ihnen nicht in den Kram passen.
Euthanasie fällt dagegen und völlig unmotiviert den Redakteuren der taz im Zusammenhang mit Trump und der AfD ein, so dass man eindeutige Vermutungen und noch dazu begründete Vermutungen über die Phantasien haben kann, die taz-Redakteure gerne umsetzen würden, wenn sie große und nicht kleine Lichter wären.

Gibt es eigentlich diesen deutschen Presserat noch, der von sich behauptet, er würde darüber wachen, dass Journalisten einem moralischen und ethischen Kodex folgen. Wenn es ihn noch gibt, dann muss er in einem Tiefschlaf versunken sein oder aus Personen bestehen, die die journalistische Verrohung, wie sie in dem oben dargestellten Tweet zum Ausdruck kommt, für normal halten.

In Zeiten von taz und Presserat, so muss man dann wohl formulieren, ist der Blick zurück wichtiger denn je.

Ent-Dämonisierung von Adolf Hitler

Spätestens seit Albert Speer von den dämonischen Augen des Adolf Hitler geschrieben hat, die seine nähere Umgebung in Bann geschlagen und zu den unmenschlichsten aller Taten getrieben hat, ist die deutsche Welt in Ordnung. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, sie beschränkt sich darauf, keine Diskussion über ihn aufkommen zu lassen, Hitler und den Nazis in seiner direkten Umgebung, die Alleinschuld zu übertragen und ansonsten Greise wegen ihrer Anwesenheit in einem KZ und wegen Beihilfe zum Mord zu verurteilen.

Die deutsche Welt, sie ist, wie schon Jerome K. Jerome um 1905 festgestellt hat, eine gewaltsam heile Welt. Die Geschichte vom Führer und dem Nazi-Clan, die das deutsche Volk, also die tumbe Masse der deutschen Mitläufer, verführt haben, sie passt auch zum Populismus-Gerede, das heute so verbreitet ist und – wie die Geschichte von der nationalsozialistischen Verführung – auf der Annahme basiert, dass Deutsche von Politikern verführbar sind, dass Deutsche so schlichte Gemüter sind, dass sie sich unhinterfragt vorsetzen lassen, was Politiker ihnen erzählen und vor allem, dass Politiker etwas zu sagen haben könnten, was Bürger erstens glaubten und zweitens nicht schon selbst wüssten.

Derartige Prämissen mögen das Ego von Studienabbrechern und kognitiv eher durchschnittlich Begabten, wie sie die Parlamente bevölkern, streicheln, sie sind mit der Realität jedoch nicht zu vereinbaren, jener Realität, in der die meisten der Bürger, und mit Sicherheit alle, die einen richtigen Beruf nicht nur erlernt haben, sondern auch ausüben, besser qualifiziert sind, als die im Parlament versammelten Politiker, die nichts Besseres gefunden haben.

Es ist an der Zeit, mit derartigen Mythen aufzuräumen, wie es an der Zeit ist, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus informiert zu führen und nicht auf einer Basis von Angst, wie sie in der Gesetzgebung zum § 130 StGB, also zur Volksverhetzung, ihren Niederschlag gefunden hat, oder auf der Basis von Kindischkeit, wie sie sich derzeit in der unsäglichen No-Hate-Speech-Kampagne Bahn bricht, bei der das Geld der Steuerzahler dafür verschwendet wird, Kindereien zu finanzieren, die nicht nur dumm, sondern in höchsten Maße schädlich sind, denn sie beschädigen die gute Sache, für die sie sich angeblich einsetzen.

Wir haben vor einigen Tagen unsere Leser vor die Aufgabe gestellt, den Autor eines Textes, den wir aus einer alten Publikation entnommen haben, zu raten. Im Text wird etwas dargestellt, was man als Race to the Bottom beschreiben könnte, eine Entwicklung also, die man als Problem moderner Demokratien ansehen und darauf zuspitzen kann, dass der Anreiz für kompetente und fähige Menschen, sich in der Politik zu engagieren, in dem Maße schwindet, wie unfähige, inkompetente Menschen, Menschen mit abgebrochenem Studium, erfundenem Lebenslauf, abgeschriebener Doktorarbeit oder solche, die in ihrem Leben noch nie einen richtigen Beruf ausgeübt haben, das Niveau dessen, was als Politik gilt, derart verringern dass der gesellschaftliche Status von und die gesellschaftliche Achtung für  Politiker(n) sinken, bis sie nicht mehr sinken können. Politik wird zunehmend zum Abstellplatz für Unfähige, der von allen anderen gemieden wird. Folglich entwickelt sich die Politik zu einem Panoptikum der Irrationalität, Unsinnigkeit und der fixen und wahnhaften Ideen und, nun ja, die derzeitige Realität ist nicht mehr weit von dieser Dystopie entfernt.

Wer nun ist der Autor, der diese Entwicklung beschreibt?
Zehn Namen haben wir unseren Lesern vorgegeben.
Hier ihre Wahl:

Raetsel MK AH

177 unserer Leser sind also der Meinung, der zitierte Text stamme von Adolf Hitler. Ob sie nun aufgrund eigener Kenntnis oder auf Grund ihrer Textsuche mit Google zu diesem Ergebnis gekommen sind, sei einmal dahingestellt. Fest steht, sie haben Recht. Der von uns zitierte Text stammt aus Mein Kampf.

Interessanter als die Tatsache, dass 177 Leser richtig liegen, ist die Tatsache, dass 397 (69%) Leser falsch liegen. Sie ordnen den Text von Adolf Hitler nicht Adolf Hitler zu. Die Art zu schreiben, erinnert 124 Leser an Arthur Schopenhauer und 83 Leser sehen Ähnlichkeiten zu dem, was Friedrich Nietzsche, 59 zu dem, was Wilhelm Grimm geschrieben hat. Selbst Jean Jacques Rousseau, Heinrich Böll, Karl Liebknecht und August Bebel kommen auf eine stattliche Anzahl von Nennungen.

Eigentlich hätte man erwarten müssen, dass ein Text, den Adolf Hitler geschrieben hat, eindeutig zuordenbar ist. Steht Hitler doch für Rassismus, Antisemitismus, für alles, was aus heutiger Sicht schlecht ist. Gilt er doch als die Personifikation des Bösen. Entsprechend muss es entweder verwundern, dass er sich in der Nähe der ebenfalls zur Wahl stehenden Personen findet, oder man muss konzedieren, dass offensichtlich nicht alles, was Hitler geschrieben hat, diesen schrecklichen Hauch des Bösen ausströmt, der dem Dämon Hitler zugeschrieben wird.

THe Nazis a warningDeshalb ist es an der Zeit, sich richtig und sachgemäß mit dem auseinanderzusetzen, wofür Nationalsozialismus und Adolf Hitler stehen. Von einer aufgeklärten und mündigen Gesellschaft kann man erwarten, dass ihre Mitglieder in der Lage sind, sich ein Bild von den Ursachen des Phänomens zu machen, das die Nationalsozialisten an die Macht gespült und Hitler zum Führer gemacht hat. Man wird von ihr erwarten, dass sie die historischen Strömungen und Meinungen identifiziert, die in der deutschen Gesellschaft weitverbreitet waren, die es lange vor den Nazis gab, die sich als Antisemitismus, Antikapitalismus, als Suche nach der nationalen Identität schon Jahrhunderte vor den Nazis niedergeschlagen haben und von den Nationalsozialisten einfach nur genutzt wurden, um an die Macht zu kommen. Man wird, will man sich mit dem Dritten Reich wie ein erwachsener Mensch auseinandersetzen, zugestehen müssen, dass es eine sehr große Nähe zwischen sozialistischen und nationalsozialistischen Ideen gab, dass z.B. die Verballhornung des Darwinismus im Sozialdarwinismus nicht von den Nazis stammt, die mit Darwin’s Lehre nachweislich nichts anfangen konnten, sondern von Sozialisten wie August Bebel, die Darwin’s Lehre nachweislich nicht verstanden haben oder nicht gelesen haben können. Man wird sich der Frage widmen müssen, inwiefern der Anti-Amerikanismus von heute nur ein Abklatsch der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung ist, der sich die Nazis bedient haben, um Stimmen einzusammeln. Man wird sich der Frage stellen müssen, inwiefern dumme und sich selbst überschätzende Politiker dazu beigetragen haben und dazu beitragen, dass anti-liberale Strömungen, die eine Demokratie zerstören, wieder hoffähig werden. Man wird aufhören müssen, sich um eine Diskussion der historischen Fakten zu drücken und jeden Zweifel strafrechtlich als Volksverhetzung zu brandmarken und, am aller schwierigsten: Man wird damit anfangen müssen, die tatsächlichen Ursachen des Nationalsozialismus zu diskutieren und die historischen Fakten gegen die historischen Fabrikationen mit Argumenten und Belegen zu verteidigen und nicht durch Staatsanwälte verteidigen zu lassen. Das heißt auch, man wird Adolf Hitler ent-dämonisieren müssen und sich erneut die Frage stellen müssen, die z.B. die Briten seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie konnte es dazu kommen, dass ein Kulturvolk wie die Deutschen in Teilen zu einer Horde von Mördern verkommt, die sich gegenseitig darin überbieten, dem von ihnen nicht dämonisierten, sondern glorifizierten Führer gefällig zu sein?


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Opportunistische Juristen: Deutsche Nazijäger kämpfen ums Überleben

Acht neue Verfahren hat der Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Jens Rommel, gerade an die zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben. Vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen 88 und 97 Jahren sehen sich nunmehr mit Ermittlungen und möglicherweise mit einer Anklage vor einem Landgericht konfrontiert. Die Staatsanwälte der Staatsanwaltschaften, die die entsprechenden Ermittlungen treffen, sie werden „Reise nach Rom“ spielen, um auszuhandeln, wer die Greise vernehmen muss.

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches wird die Luft dünner für die Nazijäger in Ludwigsburg, die in der letzten Zeit vornehmlich durch enorme Reisekosten und nunmehr das heftige Klammern an den Strohhalm „der Beihilfe zum Mord“ aufgefallen sind.

KZ Stutthof.gifDie Verfolgung von NS-Verbrechern, sie ist seit dem 1. Dezember 1958 die Aufgabe der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen. Die Zentralstelle, sie hat sich 1958 auch gleich mit einem Paukenschlag zu Wort gemeldet: 1.075 Verfahren wurden 1959 gegen vermeintliche NS Verbrecher eingeleitet. Ein Plus von 587 Verfahren (+120%) gegenüber dem Vorjahr, in dem es noch keine Zentralstelle gegeben hat. Allerdings sind die meisten der angestrengten Verfahren verpufft, den 1.075 Verfahren stehen 1959 lediglich 32 Anklagen gegen NS-Verbrecher gegenüber, eine Steigerung um magere 4 Anklagen im Vergleich zum Vorjahr. Auch wenn man in Rechnung stellt, dass zwischen Verfahren und Anklage etliche Zeit vergehen kann, sind die Erfolge der Zentralstelle eher dürftig zu nennen. Im Zeitraum von 1959 bis 2005 stehen den 17.408 eröffneten Verfahren gegen vermeintliche NS-Verbrecher gerade einmal 1.186 Anklagen gegenüber. In 6,8% der von der Zentralstelle eingeleiteten Verfahren, landet ein Angeklagter vor einem Richter. Ganze 3,2% der von der Zentralstelle angestrengten Verfahren enden mit einer Verurteilung.

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Das nennt man wohl eine verheerend schlechte Ausbeute.

Nun muss man der Zentralstelle und ihren 19 Mitarbeitern zu Gute halten, dass es nicht leicht ist, NS-Verbrecher zu verurteilen. Zum einen sind viele Zeugen des Holocaust nicht mehr am Leben, zum anderen sterben auch die NS-Verbrecher langsam aber sicher weg.

Und mit jedem Tag wird es für die 19 Nazijäger in Ludwigsburg schwieriger, ihr Dasein zu rechtfertigen. Waren sie schon in der Vergangenheit nicht sonderlich erfolgreich, so wird es immer schwieriger, der NS-Verbrecher habhaft zu werden – einfach deshalb, weil das menschliche Leben in der Regel nach durchschnittlich 77 Jahren für Männer und 82 Jahren für Frauen beendet ist.

Insofern muss man es als Glücksfall bezeichnen, dass die Nazijäger es tatsächlich geschafft haben, vier Frauen und vier Männer im Alter zwischen 88 und 97 Jahren ausfindig zu machen, denen sie nun so richtig den Lebensabend vermiesen können. Und das müssen sie auch, denn das eigene Überleben hängt davon ab, hat doch die 86. Konferenz der Justizminister der Länder am 18. Juni in Stuttgart ausdrücklich erklärt, dass die Zentralstelle „in ihrer bisherigen Form weitergeführt wird, solange Strafverfolgungsaufgaben anfallen“.

Mit anderen Worten, wenn es keine Greise mehr gibt, die man anklagen kann, dann wird die Zentralstelle aufgelöst. Diese Drohung macht erfinderisch. Schon in der Vergangenheit, genau im Fall Demjanjuk war es notwendig, die bisherige Rechtspraxis massiv zu dehnen und eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord vom Nachweis der Zugehörigkeit zur Vernichtungsmaschinerie abhängig zu machen. Wegbereitend war das Landgericht München, das John Demjanjuk, der zwischenzeitlich unter Hausarrest im Pflegeheim verstorben ist, auch ohne direkten Nachweis eines von ihm begangenen Mordes verurteilt hat.

Furchtbare_JuristenDiese Dehnung haben sich die Ludwigsburger zu Nutze gemacht, und seitdem fahnden sie nach allen Personen, die irgendwie mit einem Konzentrationslager der Nazis in Verbindung gebracht und zum Teil der Vernichtungsmaschinerie erklärt werden können: Acht Wachmänner und Angestellte der Lagerverwaltung des Konzentrationslagers Stutthof haben sie zwischenzeitlich ausfindig gemacht. Um die Anklage der Beihilfe zum Mord, die sich nicht unbedingt aufdrängt, wenn jemand als Wachsoldat am Eingangstor oder als Schreibkraft bei der Lagerverwaltung angestellt war, durchsetzen zu können, haben die Ludwigsburger Stutthof, das bislang nicht als Vernichtungslager galt, zum Teil der „organisierten Massenvernichtung jüdischer Menschen“ erklärt.

Warum ihnen das heute, im Jahr 2016 einfällt, nachdem sie jahrzehntelang keinerlei Veranlassung verspürt haben, so intensiv tätig zu werden und nach NS-Verbrechern zu fahnden, ist eine Frage, die man vermutlich nur mit Blick darauf beantworten kann, dass den Nazijägern die Schließung droht, wenn sie nicht mit neuen Verfahren aufwarten können, mit öffentlichkeitswirksamen Verfahren, in denen einst mordlüsterne Greise aus der Lagerverwaltung dazu gezwungen werden, sich für die NS-Verbrechen zu entschuldigen. In der Sowjetunion hatte man Schauprozess, in denen sich die Angeklagten dafür entschuldigt haben, gegen die heiligen Gesetze des Sozialismus und von Josef Stalin verstoßen zu haben.

Wenn die Ludwigsburger mit ihrer Masche Erfolg haben und einen Staatsanwalt finden, der Anklage wegen Beihilfe zum Mord erhebt und Richter, die wegen Beihilfe zum Mord eine Verurteilung gegen Greise aussprechen, die nicht direkt an der Massenvernichtung von Juden beteiligt waren, sondern durch ihre “Zugehörigkeit zur Vernichtungsmaschinerie” dazu beigetragen haben, dass der Holocaust erfolgen konnte, dann sind damit neue Potentiale für zukünftige Anklagen erschlossen, denn es soll immer noch Greise geben, die bei Degussa oder Degesch gearbeitet und an der Herstellung von Zyklon B beteiligt waren oder es soll noch Greise geben, die in einem Rüstungsunternehmen, das die Waffen hergestellt hat, mit denen die SS-Wachmannschaft in Konzentrationslagern ausgestattet wurden, beschäftigt waren, ganz zu schweigen von den Greisen, die in Bäckereien und Kantinen dafür gesorgt haben, dass die SS-Mannschaften überleben und ihrem mörderischen Handwerk nachgehen konnten. Sie alle müssen natürlich angeklagt werden.

Nicht weil damit irgend etwas gewonnen, irgend ein Unrecht gesühnt oder irgendein Gerechtigkeitsempfinden gerade gerückt werden würde, sondern weil es notwendig ist, um die Schließung der Ludwigsburger Zentralstelle zu verhindern. Die Strafverfolgung, sie wird nicht nur für Schauprozesse missbraucht, denn keiner der potentiellen Angeklagten wird jemals ein Gefängnis von innen sehen, dazu sind sie zu alt, sie wird auch dazu zweckentfremdet, das Auskommen der 19 Angestellten der Zentralstelle in Ludwigsburg zu sichern, und zwar auf dem Rücken von Menschen, die die Tage abstreichen können, die sie noch auf dieser Erde haben.

Rechtsstaaten haben sich einst dadurch ausgezeichnet, dass sie Strafe und Strafverfolgung am Prinzip der Billigkeit ausgerichtet haben, d.h. der Nutzen, der mit einer Strafverfolgung erreicht werden kann, muss die Kosten, die mit der Strafverfolgung verbunden sind, übersteigen. Der Nutzen, eines weiteren Schauprozesses, in dem sich ein Greis dafür entschuldigt, dass er vor mehr als 70 Jahren in einem KZ seinen Wachdienst versehen hat, ist eher gering. Die Kosten, die aus dem Unterhalt der Zentralstelle und dem laufenden Räderwerk der Justiz entstehen, sind entsprechend unverhältnismäßig. Aber wenn es darum geht, symbolische Prozesse, Schauprozesse, wie man in der Sowjetunion gesagt hat, durchzuführen, um damit den Unterhalt und Bestand einer Behörde und ihrer 19 Mitarbeiter zu sichern, scheint jedes Mittel recht. Man muss also nur warten, bis die ersten Anklagen gegen tote SS-Schergen erhoben werden. Sofern Anklage gegen Tote erhoben wird und ein Urteil gegen sie ergeht, kann man ihre Überreste ja anschließend exhumieren und öffentlich zur Schau stellen, zur Abschreckung oder Ergötzung, je nach Geschmack.


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Gerechtigkeit oder Selbstgerechtigkeit: Keine Gnade für Auschwitz-Wachmann

“Sie waren knapp zweieinhalb Jahre in Auschwitz und haben damit den Massenmord befördert”, sagte Richterin Anke Grudda zu Beginn der Urteilsbegründung. Hanning sei bewusst gewesen, “dass in Auschwitz tagtäglich unschuldige Menschen in Gaskammern ermordet wurden”.

KZ Auschwitz, EinfahrtWäre Anke Grudda Wächter im Frauenlager von Ausschwitz-Birkenau gewesen, sie hätte natürlich einen Aufstand unter den Wachfrauen organisiert und versucht, die unschuldigen Menchen aus den Gaskammern zu retten, auch wenn sie dafür standrechtlich erschossen worden wäre! Dazu ist sie jedoch nicht alt genug. Entsprechend muss sie sich damit begnügen, 71 Jahre und etliche Monate später für ihre Gerechtigkeit zu sorgen und den 94-Jährigen Reinhold Hanning wegen Beihilfe zum Mord in 170.000 (nicht etwa 169.524) tateinheitlich zusammentreffenden Fällen zu einer Haftstrafe von 5 Jahren zu verurteilen. Zum 100. Geburtstag ist Hanning also wieder auf freiem Fuß. Das ist Gerechtigkeit! Und dafür ist es nie zu spät:

 

Strafen, es mag den ein oder anderen überraschen, sind kein Selbstzweck. Vielmehr ist mit Strafen ein Zweck verbunden. Kriminologen sprechen in diesem Zusammenhang von der General- und der Spezialprävention.

Die Spezialprävention dient dem Zweck oder soll dem Zweck dienen, einen Straftäter von weiteren Straftaten abzuschrecken. Im Falle von Reinhold Hanning kann Spezialprävention als Zweck der Verurteilung ausgeschlossen werden, denn dass der 94-Jährige in absehbarer Zukunft abermals Wachmann in einem Konzentrationslager sein wird, ist ausgeschlossen. Dazu ist er zu alt (für jüngere Richterinnen ist dies anders).

Der Zweck von Generalprävention besteht darin, Personen, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Straftat zu verüben, die Folgen der entsprechenden Straftat aufzuzeigen. Auch hierzu scheint das Urteil der Strafkammer am Landgericht Detmold nichts beizutragen, denn die Anzahl derer, die Wächter in einem Konzentrationslager sein wollen, ist schon deshalb gering, weil Deutschland derzeit keine unterhält.

Wenn die Prävention von Straftaten ausscheidet, bleibt als Zweck einer Verurteilung nur noch die reine Strafe, das reine Bestrafen-Wollen übrig. Nun nehmen pönale Systeme und die Jurisdiktion für sich regelmäßig in Anspruch, moralisch einem Straftäter überlegen zu sein. So soll z.B. eine lebenslange Inhaftierung für Mord, die nach 25 Jahren in der Regel mit der Entlassung des als Mörder Verurteilten endet, gerade zeigen, dass das Strafsystem moralisch über dem Täter angesiedelt ist. Letzterer hat ein Leben unabänderlich beendet, Ersteres hat ihm dennoch einen neuen Anlauf in ein straffreies Leben nach einer entsprechenden Wartezeit gewährt. Christian Klar kommt gerade in den Genuss dieser milden Seite des Strafrechts, die auf der Idee basiert, dass Menschen zu Reue und zum Lernen fähig sind.

Seltsamerweise wird das deutsche Strafsystem zum rachsüchtigen System, wenn es um Straftaten geht, die im Zusammenhang mit dem Dritten Reich begangen wurden. Dabei ist die Rachsucht so ausgeprägt, dass selbst diejenigen, die wie Reinhold Hanning Reue zeigen und die man als Mitläufer und nicht als Verantwortliche bezeichnen kann, mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden, ganz so, als gäbe es eine besondere Befriedigung daraus zu ziehen, dass ein 94-Jähriger nunmehr für 5 Jahre inhaftiert wird.

Auschwitz_aerial_view_RAF

Auschwitz-Birkenau aus der Luft

Für Heiko Mass, der sich am Justizministerium versucht, ist dieses Urteil späte Gerechtigkeit, was die Frage aufwirft: Gerechtigkeit wem oder was gegenüber? Gerechtigkeit basiert auf der Vorstellung einer Schieflage. Jemand hat mehr geleistet als jemand anderes, erhält aber weniger Lohn als der andere. Das ist ein Beispiel für Ungerechtigkeit. Jemand arbeitet 50 Jahre und zahlt in die Rentenkasse, eine andere setzt vier Kinder in die Welt und arbeitet 10 Jahre, erhält aber eine höhere Rente. Das ist ein Verstoß gegen das Prinzip der Gerechtigkeit. Wo aber liegt der Verstoß gegen Gerechtigkeitsvorstellungen, der es gerecht machen könnte, einen 94 Jährigen wegen Beihilfe zum Mord nach 71 Jahren zu einer Haftstrafe von 5 Jahren zu verurteilen? Wem gegenüber ist dieses Urteil gerecht? Gegenüber den 170.000 Opfern, für deren Tod Wachmann Hanning mindestens mitverantwortlich ist oder sein soll?

Wohl kaum.

Die Gerechtigkeit, die Heiko Maas hier sieht, sie müsste ein diffuses Etwas sein, das man dadurch herstellt, dass man auch 71 Jahre nach dem Ende von Ausschwitz noch uralte Männer, die bereits mit einem Fuß im Grab stehen, verfolgt. Es müsste eine Gerechtigkeit sein, die Strafe an sich als Gerechtigkeit ansieht, ohne Sinn und Zweck. Das ist aber keine Gerechtigkeit.

Also ist das, was Heiko Maas für Gerechtigkeit hält, keine Gerechtigkeit. Es ist simple Vergeltung und somit etwas, das gerade durch die Einführung eines pönalen Systems überwunden werden sollte. Überhaupt passt das Motiv der Vergeltung, das sehr schnell zum Motiv der Rache wird, nicht zum Anspruch moralischer Überlegenheit, der mit einem pönalen System geltend gemacht wird. Vielmehr stellen sich Richter und Justizminister, die darauf bestehen, auch noch im Jahre 71+ Vergeltung zu üben, auf eine Stufe mit denen, gegen die sie Vergeltung üben wollen.

Bleibt noch zu klären, warum sie das wollen. Richterin Grudda wird wohl geltend machen, sie sei an geltendes Recht gebunden (so wie Hanning an geltendes Recht gebunden war). Was aber macht Heiko Mass geltend? Vermutlich kann er nicht mehr für sich ins Feld führen als eine tiefe Befriedigung darüber, dass ein 94 Jähriger, der vor mehr als 71 Jahren Wachmann in Auschwitz war, ins Gefängnis geschickt wird, um dort zu sterben.

Das jedoch ist ein niedriges Motiv, denn Hanning hat Maas nichts getan. Maas kann auch keine legitime Befriedigung daraus ziehen, dass eine Straftat, die begangen wurde, als er noch nicht einmal geboren war, gesühnt ist. Er kann über die Strafe also solche befriedigt sein, weil ihm das Strafen als solches, dann, wenn es sich gegen Personen richtet, die er aus ideologischen oder aus anderen Gründen nicht mag, gefällt. Die Freuden des kleines Mannes, sie haben aber nichts mit Gerechtigkeit zu tun.


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Intellektuelle Talfahrt: Deutschland ganz links unten

Zwei Begebenheiten sind uns in die Mailbox gespült, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

In Hamburg-Wilhelmsburg haben Linke „rund 100 Plakate aufgehängt, in denen unter dem Titel ‚Achtung Rassist_Innen im Viertel‘ Namen und Adresse der AfD-Landesschatzmeisterin Nicole Jordan genannt werden: „Mit diesem Flugblatt informieren wir Sie über die Rassistin Nicole Jordan, die in unserem Stadtteil wohnt“.

In Berlin wird zu einer Kundgebung gegen Götz Frömming aufgerufen. Frömming unterrichtet am Lessing Gymnasium in Berlin Politikwissenschaft, Geschichte und Deutsch. Er war stellvertretender Landesvorsitzender der AfD und ist nach seinem Rücktritt von allen Ämtern weiterhin Mitglied der AfD. Deshalb soll mit der Kundgebung seine Entfernung aus dem Schuldienst erreicht werden.

Zeitenwechsel:

Würzburg in den 1930er Jahren:

THe Nazis a warning„For the whole area there were precisely twenty-eight Gestapo officials. Twenty-two were allocated to Würzburg, and almost half of them were involved in administrative work. The idea that the Gastapo itself was constantly spying on the population is demonstrably a myth. So how was it possible that so few people exercised so much control? The simple answer is because the Gestapo received enormous help from ordinary Germans. […] The files also show that most of this unpaid cooperation came from people who were not members of the Nazi Party – they were ‚ordinary‘ citizens. Yet there was never a duty to denounce or inform. The mass of files in the Würzburg archive came into being because some non-party member voluntarily denounced a fellow German“ (Rees, 2005: 59-60).

Die Geschichte der Gestapo in Würzburg ist so gut aufgearbeitet, wie kaum eine Gestapo-Geschichte in Deutschland. Der kanadische Historiker Robert Gellately zeichnet dafür im Wesentlichen verantwortlich. Er hat 100e von Denunziationsgeschichte wie die folgende zusammengetragen

„The files teem with stories that do not reflect well on the motives of those who did the denouncing. … Ilse Sonja Totzke, who went to Würzburg as a music student in the 1930s … became an object of suspicion for those around her. The first person to denounce her was a distant relative, who said that she was inclined to be too friendly with Jews … One anonymous denouncer even hinted that Totzke might be a lesbian“ (Reece, 2005: 61).

Zurück in die Gegenwart.
Heute brauchen Deutsche, wenn sie sich gegenseitig verleumden und denunzieren wollen, keine Gestapo. Heute reicht die Antifa bzw. die „extreme Linke“, wie das Hamburger Abendblatt schreibt, die man offensichtlich in direkter historischer Folge zu Gestapo und SA sehen muss.

Wie die freiwilligen Helfer der Gestapo, so scheinen auch die Linken der Antifa von einem quasi-religiösen Sendungsbewusstsein beseelt zu sein, das sie nicht nur die größte Idiotie als normal denken lässt, sondern auch zu dem Irrtum verführt, sie wären gegenüber den vermeintlichen Nazis, die sie bekämpfen, auch nur in einem Punkt moralisch überlegen. Tatsächlich sind sie durch nichts so sehr ausgezeichnet, wie durch Menschenhass und Dummheit.

Beide Zutaten gehen eine tumbe Mischung ein, die sich im Hamburger Flugblatt wie folgt niederschlägt:

“Wer für die AfD aktiv ist und die menschenverachtende Politik öffentlich vertritt, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden” heißt es auf dem Plakat, das mit dem Logo “Antifaschistische Aktion” gekennzeichnet ist. “Nazis und Rassist_innen beim Namen nennen, dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegen treten!”

Klassischer Widerspruch

Logik f dummiesDeutlicher kann man die eigene Dummheit nicht mehr machen. Der logische Widerspruch, der darin besteht, dass sich Linke zu Hütern der Menschlichkeit machen wollen und sich angeblich gegen eine „menschenverachtende Politik“ wenden und dies ausgerechnet mit einem menschenverachtenden und denunziatorischen Aufruf tun, den man als verdeckten Aufruf zur Gewalt oder zu Vandalismus gegen in diesem Fall Nicole Jordan ansehen muss (denn warum sonst sollte das Flugblatt überhaupt mit Namen und Adresse veröffentlicht worden sein?), ist ein so krasser Widerspruch, dass man sich kaum gegen die Einsicht wehren kann, hier waren Personen mit einem IQ von weniger als 100, deutlich weniger als 100 am Werk.

Rückkehr der Kollektivstrafe

Auch in Berlin ist man um die Menschlichkeit bemüht und darüber erbost, dass es ein „Kopftuchverbot“ geben soll, dass schwulen und lesbischen Paaren keine Adoption erlaubt werden soll. Man ist darüber besorgt, dass sich die AfD für „Unternehmer*innen und Wirtschaftswachstum“ einsetzt und eine „Partei der Besserverdienenden“ ist. Und weil dem so ist, ist die AfD eine rassistische Partei und alle, die mit der AfD in Verbindung kommen, sind Rassisten.

left wing right wingOffensichtlich sind die Berliner Linken Anhänger einer Rassenlehre, die sich dadurch auszeichnet, dass alles, womit sie politisch nicht einverstanden sind, alles, was ihrem Lebensstil als „Nicht-Unternehmer“ und „Nicht-Besserverdienende“ nicht entspricht, als verderbt und im Kern verkommen angesehen wird und bekämpft werden muss. Andersdenkende, wie Götz Frömming, der Lehrer vom Lessing-Gymnasium in Berlin, die nicht in die enge Welt der Berliner Linken passen, die sich als Krone der Schöpfung inszenieren und die Abweichler als unwertes Leben, das aus dem öffentlichen Leben entfernt werden muss, können in ihrer engen Welt weder toleriert noch akzeptiert werden.

Auch die Kollektivstrafe wird von Berliner Linken wiederbelebt, jene Strafe, die auf der esoterischen Überzeugung basiert, dass alle in einer Gruppe die Meinung teilen müssen, die als Gruppenmeinung nach außen artikuliert wird. Eine Überzeugung, die in ihrer Primitivität der Überzeugung, dass alle Juden Volksschädlinge sind, in nichts nachsteht.

Es ist erschreckend, wie dumm diejenigen sind, die meinen, für das Heil, das von ihrer Überzeugung ausgeht, die Leben anderer Menschen zerstören zu dürfen. Es ist erschreckend, wie offensichtlich die Übereinstimmungen zwischen dem Verhalten von Linken, wie den hier beschriebenen, und dem Verhalten von Denunzianten im Dritten Reich sind, die das Dritte Reich zu einem großen Gefängnis gemacht haben, in dem abweichende Meinungen von der SA oder der Gestapo verfolgt und beseitigt wurden, so wie sie heute von der Antifa und den Linken in Berlin und Hamburg verfolgt werden, um beseitigt zu werden. Insofern erweisen sich sowohl die Steckbriefschreiber in Hamburg als auch die für die Kundgebung in Berlin Verantwortlichen als würdige Nachfolger von SA und Gestapo.

Und wie im Dritten Reich, so richtet sich das Augenmerk der besonders politisch Korrekten vom linken Rand, die eigentlich in ihrem Bemühen sich an den Zeitgeist anzubiedern fast schon rührend wirken, vor allem wenn man bedenkt, dass die Anbiederer im Ernst denken, sie würden etwas Progressives durchsetzen wollen, auf Einzelne. So wie in den Würzburger Akten unzählige Fälle dokumentiert sind, in denen brave Bürger Dritte denunzieren, weil sie Kontakt mit Juden haben, jüdisch sind oder im Verdacht stehen, lesbisch zu sein, so denunzieren heute angebliche Linke alle diejenigen, deren Meinung sie nicht akzeptieren wollen, und allein dass sie die Meinung von anderen nicht akzeptieren wollen, zeigt, dass sie in der historischen Kontinuität von SA und Gestapo stehen.

 


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Väterchen Stalins Mörderimage wird poliert

Man stolpert immer wieder im Netz über Versuche, Josef Salin zu glorifizieren. Ausgerechnet Stalin, der Diktator, der selbst den Ruf von Diktatoren noch verschlechtern kann. Stalin teilt dabei unter Linken das Schicksal des Kommunismus: So wie die vielen Fehlschläge, die die Ruine des Pantheon der Kommunisten mit den Leichen der Probanden am Feldversuch pflastern, für manche besonders Verständige Beleg dafür sind, dass der Kommunismus nie richtig umgesetz wurde, so ist Stalin nicht wirklich für die Millionen Toten, die seine Zeit als Diktator ausfüllen, verantwortlich. Väterchen Stalin, übt nach wie vor auf Linke eine besondere Anziehungskraft aus und belegt damit die wichtigste Zutat, die man aufweisen muss, um links zu sein: Ahnungslosigkeit oder Realitätsflucht.

Es ist zumindest irritierend, dass demjenigen strafrechtliche Verfolgung droht, der die Verbrechen des Dritten Reiches, die Hitler, Himmler, Göring und den anderen nationalsozialistischen Mördern zugerechnet werden können, verharmlost oder bestreitet, dass dem, der Hitler oder seine Schergen glorifiziert, die geballte Ladung des § 130 StGB droht, während man gefahrlos einem ebenso großen Mörder namens Stalin einen Schrein bauen kann, ohne dass es einen Staatsanwalt interessiert. Wir sind, bekanntermaßen, keine Freunde von staatlichen Interventionen in die Meinungsfreiheit. Aber wir treten für eine Gleichbehandlung in der Weise ein, dass man – wenn man schon denkt – Aussagen, die historische Fakten in Abrede stellen, unter Strafe stellen zu müssen, dies für alle entsprechenden historischen Fakten, die zumindest in den Bereich von Massen-, Völkermord oder Genozid fallen, tut.

Wir nehmen die Gerüchte aus dem Internet zum Anlass, um die folgende kurze Dokumentation über die Salinschen Säuberungen zu posten, die mehrere 100.000 Menschen das Leben gekostet haben und zu den Millionen zu rechnen sind, die die Ära Stalin nicht überlebt haben, weil sie verhungert oder in Gulags elend gestorben sind.

Im Buch von Wolfgang Leonhard “Die Revolution entlässt ihre Kinder” wird der stalinistische Terror aus direktem Erleben geschildert. Die entsprechenden Seiten sind jedem, der Stalin auch nur mit etwas Achtung begegnet, sehr zu empfehlen, ebenso wie die Literatur, die wir am Ende des Beitrags zusammengestellt haben. Die Bücher dienen quasi als Versicherung, damit bei aller Stalinromantik die Tatsache, dass Väterchen Stalin ein kaltblütiger Mörder war, nicht verloren geht.

 

“Ich weiß, daß man nach meinem Tod über mein Grab einen ganzen Haufen Schmutz ausschütten wird. Doch der Wind der Geschichte wird ihn erbarmungslos beiseite fegen.”

Das hat Stalin angeblich zu Lebzeiten gesagt. Es findet sich an mehreren Stellen im Netz. Wir können dazu nur in aller Deutlichkeit sagen, dass es kaum möglich sein wird, einen Haufen Schmutz über dem Grab auzuschütten, der in einem auch nur annähernd angemessenen Verhältnis zu dem Haufen Schmutz steht, der mit Stalin begraben wurde.

Literatur:

Getty, J. Arch & Naumov, Oleg V. (2002). The Road to Terror: Stalin and the Self-destruction of the Bolsheviks, 1932-1939. New Haven: Yale University Press.

Gregory, Paul R. (2009). Terror by Quota: State Security from Lenin to Stalin. New Haven: Yale University Press.

Cohen, Stephen F. (1986). Stalin’s terror as social history.” The Russian Review 45(4): 375-384.

Conquest, Robert (1969). The great terror: Stalin’s purge of the thirties. London: Macmillan.

Davies, Sarah R. (1997). Popular opinion in Stalin’s Russia: terror, propaganda and dissent, 1934-1941. Cambridge: Cambridge University Press.

Getty, John Arch & Thompson Manning, Roberta (1993). Stalinist terror: new perspectives. Cambridge: Cambridge University Press.

Haslam, Jonathan (1986). Political Opposition to Stalin and the Origins of the Terror in Russia, 1932–1936. The Historical Journal 29(2): 395-418.

Hodos, George H. (1987). Show Trials: Stalinist Purges in Eastern Europe, 1948-1954. Westport: Greenwood Publishing Group..

McDermott, Kevin (1995). Stalinist terror in the Comintern: new perspectives. Journal of Contemporary History 30(1): 111-130.

McLoughlin, Barry & McDermott, Kevin (2003). Stalin’s terror: high politics and mass repression in the Soviet Union. London: Macmillan.

Thurston, Robert W. (1998). Life and terror in Stalin’s Russia, 1934-1941. New Haven: Yale University Press.


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Straftaten, SA und Gestapo-Methoden gegen “AfD-Nazis”

Nehmt den Kindern das Spielzeug weg!

Die Seite Links Unten, die besser „Ganz Unten“ heißen würde, denn im Hinblick auf Moral, Anstand und Menschwürde geht es nicht mehr weiter nach unten, hat gerade 2000 Namen der Teilnehmer des Bundeskongresses der AfD veröffentlicht, Name, Anschrift, e-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Mitgliedsnummer. Die dafür Verantwortlichen denken vermutlich, sie hätten damit eine ganz großartige Leistung vollbracht und man soll nicht ausschließen, dass sie so dumm sind, stolz auf das, was sie getan haben, zu sein.

Afd leakDeshalb muss man diesen Kindern Ihr Spielzeug wegnehmen und sie am besten wegschließen, in einer Form von Erziehungsanstalt, in der ihnen nicht nur Respekt vor anderen, selbst vor politischen Gegnern, sondern auch Verantwortung für das Leben anderer beigebracht wird, sofern das noch möglich sein sollte.

Die Gruppe „Nie wieder“, die für die Veröffentlichung verantwortlich ist, sie hat zum Ziel, ein neues Drittes Reich zu verhindern, nein, das ist zu elaboriert, die Mitglieder der Gruppe, sie sind gegen Nazis und wollen denen, die sie für Nazis halten, schaden, wie auch immer.

Erste Regel der moralischen Entwicklung: Wer von niedrigen Motiven geleitet ist und einzig aus dem Grund, Dritten Schaden zuzufügen, handelt, der kann für sich keinerlei moralische Reife oder sittliche Entwicklung, wie man das früher nannte, reklamieren. Er ist auf dem Stand eines Kleinkindes, das seinem Schreitrieb ungeachtet der Folgen freien Lauf lässt. Anders formuliert: Die Nazis, die die „Nie wieder’s“ so verachten, sie waren moralisch entweder ebenso unterentwickelt, wie die „Nie wieder’s“ – jedenfalls können die „Nie wieder’s“ deren Trieb, andere schaden zu wollen, so groß ist, kaum für sich in Anspruch nehmen, besser zu sein als Nazis, die über denselben Trieb verfügt haben. Faktisch stehen die „Nie Wieder’s“ und echte Nazis, die sie angeblich bekämpfen wollen, moralisch auf derselben untersten Stufe.

GellatelyAls die NSDAP am 30. Januar 1933 die Weimarer Republik beendet und ihr am 24. März 1933 mit dem Ermächtigungsgesetz den letzten Sargnagel verpasst haben, haben sie keine Zeit verloren, um ihre politischen Gegner einzusammeln. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich ganze Ortsvereine und die meisten Funktionäre von SPD, KPD und Gewerkschaften in den ersten Konzentrationslagern, sofern sie nicht in den Untergrund gegangen sind, was nur wenigen geglückt ist. Dass die Nazis ihre politischen Gegner so schnell und umfassend aus dem Verkehr ziehen konnten, das liegt daran, dass akribische Beamte im Dienste der Staatsregierung und der im April 1934 gegründeten Gestapo Namenslisten erstellt hatten, die von SA und Polizei nur abgearbeitet werden mussten. Namen und Anschrift reichten damals aus, um Bürger abholen zu können. Die „Nie wieder’s“ stehen hier in einer eindeutigen Kontinuität von SA und später Gestapo. Wie sie auf die Idee kommen, sie würden gegen Nazis arbeiten, wo sie doch die ersten sind, die Nazi-Methoden anwenden, ist uns ein Rätsel.

Aber vielleicht lassen sie sich davon täuschen, dass Josef Stalin das erfolgreiche Vorbild der Nazis in seiner Weise kopiert hat, um seine Säuberungswellen von 1936 bis 1938 durchzuführen. Angesichts irgendwo zwischen 3 bis 10 Millionen Toten, je nach Historiker, die den Stalinistischen Säuberungen in Partei und Bevölkerung zum Opfer gefallen sind, ist sicher, dass die Namenslisten, die abgearbeitet wurden, um z.B. innerparteiliche Gegner vollständig zu eliminieren, umfänglich gewesen sein müssen. Wenn es den „Nie wieder’s“ besser gefällt, dann können sie sich auch in der Tradition der Stalinistischen Säuberungen verorten.

Wo auch immer sie sich lieber anbinden wollen, bei SA und Gestapo oder NKWD und Stalin, das bleibt ihnen überlassen, dass sie für sich keinerlei moralische Fundierung oder gar menschliche Eigenschaften jenseits von Hass und der Absicht, anderen schaden zu wollen, in Anspruch nehmen können, ist jedoch sicher. Wir haben den „Nie wieder’s“ zu gute gehalten, dass es sich bei ihnen um Personen handelt, deren geistige Entwicklung nicht mit der physische Entwicklung Schritt gehalten hat. Hält man ihnen ihre mangelnde geistige Reife nicht zugute, dann muss man feststellen, dass sich in der sogenannten Linken, unter denen, die angetreten sind, Nazis zu bekämpfen, genau die Art von Existenz findet, die im Dritten Reich Karriere gemacht hätte, ob in braunem oder in schwarzem Hemd, das ist letztlich nicht die Frage.

Übrigens:

Unbefugte Datenveröffentlichung im Internet ist Straftat
Amtsgericht Marburg
Urteil v. 01.06.2006 – Az.: 2 Js 17479/04-51 Ls

Leitsatz

Die unbefugte Veröffentlichung von personenbezogenen Daten im Internet, die nicht allgemein zugänglich sind, in der Absicht, einen anderen zu schädigen, ist eine Straftat nach § § 44 Abs.1 i.V.m. § 43 Abs.2 Nr.1 und Nr.2 BDSG.

Tenor

In der Strafsache gegen (…) wegen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz hat das Amtsgericht Marburg -Schöffengericht- in der Sitzung vom 01.06.2006. an der teilgenommen haben: (…) für Recht erkannt:
Der Angeklagte ist schuldig des unbefugten Bereithaltens geschützter personenbezogener Daten zum Abruf mittels automatisierten Verfahrens in zwei tatmehrheitlichen Fällen.
Er wird deshalb zu einer Gesamtgeldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 15,00 Euro verurteilt.
Der Angeklagte hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.
Angewendete Vorschriften: §§ 44. 43 Abs. 2 Nr. 1. Nr. 2 BDSG. 53 StGB

Das Urteil des Amtsgerichts Marburg beruht auf der Bereithaltung von Daten zur Veröffentlichung über zwei, nicht über 2000 Personen. Die 50 Tagessätze dürfen sich demnach im Falle der „Nie wieder’s“ in eine Freiheitsstrafe transformieren.

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