Ende der Kemperista: HB-Stiftung entschuldigt sich für Agentin.org

Das Projekt ruht!
Der Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung nimmt Stellung zu „Agentin.org“.

„Barbara Unmüßig und Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, erklären:
In Abstimmung mit der Redaktion des Projekts hat der Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung das Online-Lexikon „Agent*In“ vom Netz genommen. Die öffentlich und intern geübte Kritik am Format der „Agent*In“ hat uns deutlich gemacht, dass dieser Weg nicht geeignet ist, die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu Antifeminismus zu führen. Wir bedauern sehr, dass durch die gewählte Form manche an antidemokratische Methoden erinnert werden und entschuldigen uns bei denjenigen, die sich möglicherweise persönlich verletzt fühlen.“

Wenn man in Rechnung stellt, dass dieser Text mit Sicherheit die moderateste Formulierung ist, die man bei der HB-Stiftung gefunden hat, dann kann man sich ungefähr vorstellen, welche Ausmaße die interne Kritik angenommen hat und welche Folgen die öffentliche Kritik für die Reputation und – viel wichtiger: die Bereitschaft der Projektpartner der HB-Stiftung, Geld an die Stiftung zu überweisen, hatte. Dass sich Unmüßig und Ueberschär gemüßigt sehen, sich für die gewählte Form und dafür zu entschuldigen, dass „manche“ durch die Denunziationsplattform „möglicherweise“ persönlich verletzt wurden, lässt auch einiges an Rückschlüssen zu.

Sicherlich gibt es bei der HB-Stiftung dann, wenn die Anti-Antifeminismus-Fraktion wütet, keine Gedanken daran, ob man mit Anti-Antifeminismus Menschen verletzt oder ihnen persönlich, beruflich oder psychisch schadet. Eine Größe, mit der die Anti-Antifeminismus-Fraktion rechnet, werden die Feinde erst dann, wenn sich die Kosten für die Anti-Antifeministischen Kampagnen häufen. Genauer: Die Zahl derjenigen, die die HB-Stiftung mit der Ankündigung einer Klage auf Schadensersatz wegen ihrer Nennung in Agentin.org erschreckt haben, ist wohl nicht gering. Bei 177 Personeneinträgen im Denunziations-Wiki ist selbst nach deutschem Recht, nicht zu reden von britischem Recht, einiges Potential für Schadensersatzforderungen, die sich schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich summieren können. Man hat also wohl vor den finanziellen, nicht vor den moralischen Kosten kapituliert.

Immerhin hat dies dazu geführt, dass die Kemperista, deren Zweck vornehmlich darin bestand, wie Don Alphonso so umfangreich dargestellt hat, die persönliche Vendetta von Andreas Kemper, der wohl immer noch nicht darüber hinweg ist, dass er außerhalb von Antifa und anderen linksextremen Kreisen genau die Anerkennung als wissenschaftliche Unperson erhält, die ihm zukommt (ein Ergebnis von Klassismus vermutlich), zu begleiten, wobei noch zu klären ist, welche Rolle Elisabeth Tuider in der ganzen Geschichte gespielt hat.

Oder wie Don Alphonso so treffend feststellt:

Zur einer Entschuldigung gehört auch die Benennung der Verantwortlichen.

Und angesichts des “Datenreichtums”, aus dem Don Alphonso schöpfen kann, sind wir schon auf die Hintermännerinnen dieses neuerlichen Versuches gespannt, die demokratische Kultur in Deutschland mit totalitären Mitteln zu beseitigen.

Deshalb können wir der abschließenden Feststellung der HB-Stellungnahme: “Solange ruht das Projekt”, nur anfügen: Wir lassen es nicht in Frieden ruhen!

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Das Letzte: Anti-Feminismus hat zu BREXIT geführt

Ein „feministischer Zwischenruf“ hat unsere Mailbox gefunden, gleich dreimal. Danke für den Hinweis!

Vielleicht auch kein Dank, denn der feministische Zwischenruf, den eine Heide Oestreich im Gunda-Werner Institut der von Steuerzahlern ausgehaltenen Heinrich-Böll-Stiftung hat erschallen lassen, er ist das bislang Dümmste, was wir zum BREXIT gelesen haben und das will einiges heißen.

Summer in Britain.jpg„Es wird kalt in England, mitten im Sommer“, so schreibt die Heide Oestreich, die im Sommer noch nie in England gewesen zu sein scheint und darüber hinaus nicht weiß, dass England nur ein Teil des Vereinigten Königreichs ist. Es gibt noch Wales, Nordirland und die Schotten. Aber es wird nur kalt in England (Wales heute: 16 Grad, bewölkt, mitten im Sommer, angenehme Temperatur).

Warum wird es nur in England kalt? Na wegen des BREXITs. Der BREXIT wirkt sich auf die Temperaturen in England aus (Ob beim MET-Office schon der BREXIT-Faktor in die Wettervorhersage eingerechnet wird? … würde die Vorhersage vermutlich auch nicht verlässlicher machen).

Wir waren beim „Warum“. Das Warum der Kälte, der BREXIT, und das Warum des BREXIT, das letztlich das Warum für die Kälte ist (denn hier herrscht Transitivität), es findet sich im Anti-Feminismus. im stotternden EU-Motor. Die EU, so schreibt die Heide, die EU war der Motor der Frauenpolitik: Frauenpolitik und Gender Mainstreaming, sie haben nur wegen der EU ihren Weg nach England gefunden.

Die EU, sie hat all die Wohltaten der Frauenpolitik und des Gender Mainstreamings zu verantworten. Aber der EU-Motor des Gender Mainstreamings, er stottert, und deshalb, so meint Oestreich, die auf ihrer eigenen Insel lebt, eine gender gemainstreamte Fraueninsel im roten See, auf die nur wenig Kunde gelangt, außer der Kunde des stotternden EU-Motors., deshalb kam der BREXIT. Und nach dem BREXIT wird es nun kalt in England. Die englischen Frauen, sie werden schon sehen, was sie von der Wahl für den BREXIT, die sie in gleicher Menge getroffen haben, wie die englischen Männer (zu dumm), haben: Kein Gender Mainstreaming und keine Frauenpolitik mehr. Hätte doch der EU-Motor nur nicht gestottert, so Oestreich, es hätte den BREXIT nicht gegeben.

Sie lebt eben auf der gemainstreamten Fraueninsel im roten See, auf der nicht viel Kunde von außen eintrifft. Abgesehen davon, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming bei der Entscheidung für oder gegen den BREXIT gar keine Rolle gespielt haben. Hätte beides eine Rolle gespielt, die Mehrheit für Leave wäre noch größer geworden. Und angesichts solcher Behauptungen wie der, BREXIT sei letztlich ein Ergebnis eines stotternden EU-Motors, also von Anti-Feminismus muss man sich fragen, wie wirr man sein muss, um auf diesen wirklich abstrusen Zusammenhang zu kommen: Was rauchen die da eigentlich auf dieser Fraueninsel?

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The Snout in the Trough

Oder kann sich Oestereich nicht damit abfinden, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming durch sind. Niemand interessiert sich mehr für diesen Unsinn (außer vielleicht dafür, wie man seine Folgen reduziert und ihn abschafft). Schon gar nicht in England (von Wales ganz zu schweigen). Und wenn die EU nun mit rund 12 Milliarden Euro jährlich weniger auskommen muss, wird sich auch bei der EU kaum mehr jemand finden, der das knappe Geld in die Finanzierung von Frauencafés in Potsdam investieren will. Knappe Mittel, stotternde Finanzierung, Arbeitslosigkeit droht, denn: Was macht man als jemand, der nur Gender Mainstreaming kann, etwas, mit dem man so gar nichts anfangen kann. Was macht man, wenn die künstliche Nachfrage, die die EU über Jahre geschaffen hat, nicht mehr finanziert wird und entsprechend und ganz schlicht entfällt?

Man lernt etwas Richtiges, aber das machen meist nur Männer. Man macht auf Familie und auf Ganztagsmutter, vielleicht auch auf Halbtagserwerb, aber dazu muss man bereit sein, zu arbeiten, was in vielen Fällen den Einsatz von vollkommen un-gemainstreamten Händen erfordert.

Das ist für Oestereich keine Option, unterstellt sich doch englischen Frauen, dass für diese „ein Halbtagsjob mit Kindern völlig in Ordnung [sei]. Die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Gatten … für sie pure Liebe [sei] – alles andere ein Experiment mit ungewissem Ausgang“.

Spätestens nach diesem Satz kann man feststellen, dass Heide Oestereich überhaupt keine Ahnung davon hat, was auf der Insel, die wir hier das Vereinigte Königreich und eben nicht England nennen, für die durchschnittliche Frau normal ist. Nur soviel: Die Mama, für die die Fortpflanzung der Hauptlebenszweck und Legitimation für den Abschied vom Arbeitsmarkt ist, sie ist eine westdeutsche Erscheinung. Außerhalb von Westdeutschland findet man sie nur vereinzelt. Jenseits des Kanals eher spärlich, weil die üppige finanzielle Subventionierung aus den Kassen des Staatsfeminsimus‘, die Fortpflanzung zum Beruf macht, hier nicht vorhanden ist. Und weil dem so ist, trauert kaum jemand im Vereinigten Königreich darüber, dass das EU Gender Mainstreaming ein Ende hat.


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“Der Kampf gegen Feminismus ist ein praktischer, kein rhetorischer Kampf”

Seit ich vor einigen Jahren nach England ausgewandert bin, gehört das Staunen über das, was man als “Civic Society” bezeichnen kann, zu meinem täglichen Begleiter. Kaum ein Tag vergeht, an dem mir kein Beispiel dafür begegnet, wie ein Einzelner den Kampf gegen die Institutionen aufgenommen, seine private Initiative gegründet, die Initiative nach kurzer Zeit schon mit einer Vielzahl auch finanzieller Unterstützer institutionalisiert und schließlich die von ihm adressierten Institutionen dazu gezwungen hat, sich mit ihm auseinander zu setzen, die öffentliche Kritik durch Zurückrudern, Änderung ihrer Politik oder schlicht einen Schulterschluss mit ihm zu mildern. Ich bin daher sehr stolz darauf, mit Mike Buchanan nicht nur den Autor von Büchern für einen Beitrag gewonnen zu haben, in denen mit klaren Argumenten, der Feminismus als der Unsinn entlarvt wird, der er ist. Ich bin vor allem stolz, weil Mike Buchanan einer dieser Einzelnen ist, die angetreten sind, das Establishment herauszufordern und, so wie ich Mike kennengelernt habe, der nicht ruhen wird, bis das Establishment zumindest wackelt. Es ist mir ein Bedürfnis, mich bei Mike nicht nur für den folgenden Text, sondern auch für seinen Einsatz zu bedanken.

Mike Buchanan hat 30 Jahre als Geschäftsführer und Unternehmensberater gearbeitet, bevor er sich entschlossen hat, diese Laufbahn zu beenden und fortan als Autor zu arbeiten. Seit 2010 hat Mike Buchanan neun Bücher veröffentlicht, drei davon beschäftigen sich mit den Konsequenzen des radikalen Feminismus:

David and Gioliath: David Cameron – heir to Harman? (2010)
The Glass Ceiling Delusion: the real reasons more women don’t reach senior positions (2011)
Feminism: the ugly truth.

Mike ist der Gründer der “Campaign for Merit in Business”, betreibt Fighting Feminism und hat einen eigenen Verlag.

Der Kampf gegen Feminismus ist ein praktischer, kein verbaler Kampf

von Mike Buchanan

“A society that puts equality – in the sense of equality of outcome – ahead of freedom will end up with neither equality nor freedom”, aus “Free to Choose” von Milton Friedman, 1912-2006, American Ökonom und Statistiker

Vorgeschichte

Ich habe den folgenden Beitrag auf eine Bitte von Michael Klein (sciencefiles.org) hin geschrieben. Wir haben uns anlässlich eines Beitrags zum Thema “Gender Diversity in the Boardroom”, den ich für das Blog des Londoner Institut of Economic Affairs (IEA) geschrieben habe, im Kommentarbereich des blogs kennen gelernt. In diesem blog-Beitrag habe ich Belege dafür präsentiert, dass eine Quote, die Unternehmen dazu zwingt, eine bestimmte Anzahl von Frauen in ihren Aufsichtsrat zu berufen, sich negativ auf deren Unternehmenserfolg auswirkt. Die Belege, die die negativen Folgen einer entsprechenden Frauenquote zeigen, habe ich zwei Studien entnommen, von denen eine von zwei Wissenschaftlern an der University of Michigan erstellt wurde, während die andere Studie von zwei Wissenschaftlern in der Arbeitspapier-Reihe der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wurde. Zu meinem Beitrag im IEA-blog gab es in der Mehrzahl unterstützende Kommentare. Eine Ausnahme stellte ein anonymer weiblicher Kommentator dar, der sich selbst “female entrepreneur” nannte, aber ganz offensichtlich ein Feminist war. Die Kommentare der “female entrepreneuer” wurden immer unsinniger. Sie verweigerte auf Einladung von Prof. Philip Booth, dem Direktor des IEA, die von ihr behaupteten angeblichen Belege, die meiner These widersprechen sollten, in einem eigenen Beitrag für das IEA-blog zu veröffentlichen (vermutlich, weil es die Belege nicht gibt). Statt dessen zog sie sich auf persönliche Angriffe gegen mich und andere Kommentatoren zurück, versuchte, die Reputation des IEA in Frage zu stellen, behauptete, sie sei eine Unterstützerin des IEA und drohte damit, ihre Unterstützung zu entziehen. Ihr einziger Erfolg bestand darin, sich lächerlich zu machen. Ihr Auftreten ist indes ein Paradebeispiel dafür, warum erfahrene Feministen sich weigern, an öffentlichen Diskussionen teilzunehmen. Der Direktor des IEA, Prof. Philip Booth, war mit der Resonanz auf meinen Beitrag so zufrieden, dass er mich gebeten hat, am 29. August 2012 einen Vortrag zum Thema “Gender Diversity in the Boardroom” vor geladenen Gästen im Hauptquartier des IEA in London zu halten.

Ich habe die unterschiedlichen Einstellungen und Verhaltensweisen von Männer und Frauen, die zu ungleichen Verteilungen in Aufsichtsräten führen, in meinem Buch “The Glass Ceiling Delusion: The Real Reasons More Women Don’t Reach Senior Positions” zusammengestellt. Die vielen Ursachen der unterschiedlichen Repräsentation von Frauen und Männern in Aufsichtsräten, die ich in meinem Buch zusammengestellt habe, belegen die Aussage, dass die geringere Repräsentanz von Frauen nichts mit einer “gläsernen Decke”, jenem Mythos, nach dem Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen durch Männer benachteiligt werden, zu tun hat.

Überlegungen zum Kampf gegen Feminismus im Vereinigten Königreich

Mein Interesse am Feminismus wurde im Jahr 2009 geweckt. Damals verhinderte eine radikale Feministin, dass ich einen Vertrag als Unternehmensberater erhielt, und zwar deshalb, weil ich ein Mann bin. Vor diesem Erlebnis, habe ich im Feminismus eine linke Ideologie unter vielen gesehen, denen ich ablehnend gegenüber stehe. Leider ist die Kenntnis über die Schäden, die die dritte Welle des (gender/radikalen/militanten) Feminismus im Verlauf der letzten 30+ Jahre angerichtet hat, im Vereinigten Königreich (VK) nicht weit verbreitet, wenngleich die Zahl derer, die am Kampf gegen den radikalen Feminismus und/oder der Unterstützung von Jungen und Männern ein Interesse haben, wächst. Die folgenden Seiten im Internet gehören nach meiner Ansicht zu den besseren Seiten im VK:

  • The Rights of Man; bietet allgemeine Informationen zu Themen, die einen Bezug zum Feminismus haben;
  • Man Woman Myth; wie oben, angereichert um Video-Material;
  • Mankind; eine Seite für männliche Opfer von häuslicher Gewalt;
  • FNF; eine Seite, die Männern nach einer Trennung Zugang zu ihren Kindern verschafft;
  • Brighton Man Plan; Unterstützung für Jungen und Männer in Brighton und Umgebung;

Im letzten Jahr hat mein Kollege, der Autor Swayne O’Pie ein aufschlussreiches Buch mit dem Titel “Why Britain Hates Men: Exposing Feminism” veröffentlicht. Ab dem 28. Mai wird das Buch erstmalig auch international unter dem Titel “Exposing Feminism: The Thirty Year’s War Against Men” erhältlich sein (Paperback: £15.95; eBook: £8.95). Ich empfehle dieses Buch nachdrücklich: Es ist eine detaillierte Analyse des Feminismus und des Schadens, den der Feminismus verursacht hat.

Der Kampf gegen den Feminismus trifft in der Britischen Öffentlichkeit bislang auf wenig Widerhall, was nach meiner Ansicht eine Reihe von Ursachen hat, darunter die folgenden:

  • die mangelnde Verbreitung des Wissens darum, dass Feminismus die Wurzel vieler gesellschaftlicher Probleme ist. Ein Grund dafür ist die 30+ Jahre anhaltende Weigerung von Feministen, sich einer öffentlichen Debatte zu stellen.
  • Die politische Klasse unterstützt fast ausnahmslos feministische Ansichten. Einzelne Politiker, sogar konservative Politiker, stehen selbst den extremsten Äußerungen von Feministen unkritisch gegenüber. So ist der derzeitige Britische Ministerpräsident, David Cameron, ein männlicher Feminist, obwohl er der Parteiführer der Conservative Party ist.
  • Es ist nach wie vor schwierig, für Bücher antifeministischen Inhalts einen Verleger zu finden. Wenn der Autor eines entsprechenden Buches kein “verdienter” Wissenschaftler ist, kann er seine Bücher nur im Selbstverlag auf den Markt bringen.
  • Die Medien nehmen eine feindliche Haltung gegen jede Kritik am Feminismus ein. In den letzten 30+ Jahren wurde im britischen Fernsehen und Hörfunk nicht eine einzige Sendung ausgestrahlt, die sich kritisch mit dem Feminismus auseinandersetzt.
  • Die meisten Männer begegnen Themen, die in den Bereich der Gender-Politik fallen, mit einem tief verwurzelten Desinteresse.

Versuche, ein Pendant männlicher Ideologie zum Femimismus zu entwickeln – manche nennen dies “Maskulismus”, eine Wortwahl, der ich mich im weiteren Verlauf anschließe – waren vollständig ohne Wirkung. Sie sind gescheitert. Viele haben versucht, dieses Scheitern zu erklären. Meine eigene Erklärung rekurriert auf Versäumnisse. So wurde nicht in Rechnung gestellt, wie sehr und wie lange schon geschlechtstypische Bildern von Männern und Frauen in gesellschaftliche Normen übersetzt wurden. Ich glaube, dass Frauen zu der Ansicht erzogen wurden und werden, sie hätten einen Anspruch darauf, von Männern “besonders” behandelt zu werden. Dies gilt vor allem für Frauen in den entwickelten Ländern und für die letzten 100 Jahre. Dieser Anspruch auf Sonderbehandlung ist das Fundament, auf dem der Feminismus aufbaut. Es gibt dazu kein Äquivalent auf Seiten der Männer. Männer werden zu der Überzeugung erzogen, dass Erfolg und Reichtum das Ergebnis von Arbeit und Kampf sind. Ich bin der Überzeugung, dass Versuche, “Maskulismus” zu entwickeln, scheitern müssen, weil ihnen ein dem Feminismus vergleichbares Fundament fehlt. Unter der Mehrheit der Anti-Feministen – mich eingeschlossen – gibt es daher wenig Bereitschaft, Punkte wie “Maskulismus” zu diskutieren. Ich würde eher und ohne Betäubung meine Hand abnagen, als dass ich “Maskulismus” ausführlich und dauerhaft diskutieren würde. Ich sehe den Kampf gegen den Feminismus als einen praktischen Kampf, der auf der politischen Ebene geführt werden muss.

Ich verweise die Leser auf Esther Vilars “The Manipulated Man” (1972), wenn sie sich einen Eindruck davon verschaffen wollen, wie Männer von Frauen mit dem Ziel manipuliert werden, einen Vorteil für sich und ihre Kinder zu erreichen. Auch Steven Moxons Buch “The Woman Racket” (2008) ist hier aufschlussreich. Für Leser, die sich für die “psychologischen” Unterschiede zwischen gender-typischen Männern und Frauen interessieren, empfehle ich die Bücher der folgenden Psychologen: Steven Pinker: The Blank Slate (2008), Simon Baron-Cohen: The Essential Difference (2004), Louann Brizendine: The Female Brain (2008) und Susan Pinker: The Sexual Paradox (2009).

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Feministen – die sich ideologisch der Idee einer patriarchalischen Verschwörung von Männern zur systematischen Unterdrückung von Frauen verschreiben – viel von ihrem Erfolg ausgerechnet der Tatsache schulden, dass viele Männer Frauen Ehrerbietung entgegen bringen. Um die Ironie noch zu steigern: Es sind ausgerechnet die Männer, von denen man erwarten würde, dass sie den Feminimus bekämpfen – Männer mit konservativer Einstellung -, die sich am stärksten in Gesten der Ehrerbietung gegenüber Frauen ergehen.

Nach meiner Ansicht war der Kampf gegen den Feminismus nur dann erfolgreich, wenn einzelne (in der Mehrzahl Männer), sich in einen praktischen, am konkreten Gegenstand orientierten Kampf gegen die Auswirkungen des Feminismus gewehrt haben. Aber selbst hier sind die Erfolge spärlich. Ich denke hier vor allem an den Kampf, der geführt wurden, um Männern Zugang zu ihren Kindern auch nach einer Scheidung zu ermöglichen. Ich denke auch an den Kampf, der geführt wurde, um den Leiden von Männern, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, zur Anerkennung zu verhelfen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Feministen wird häusliche Gewalt ebenso häufig von Frauen wie von Männern ausgeübt. Dennoch gibt es im VK nur 2 Schutzeinrichtungen für männliche Opfer häuslicher Gewalt im Vergleich zu über 400 Einrichtungen für weibliche Opfer.

Wenn Anstrengungen, eine Ideologie des Maskulismus zu entwickeln und der Ideologie des Feminismus entgegen zu setzen, scheitern müssen, wie ich glaube, ist dann alles verloren? Können Männer von der Zukunft etwas anderes erwarten als immer mehr durch Feministen und ihre Helfer, von denen viele bekannte Männer sind, die nur zu bereitwillig die Sache der Feministen zu ihrer eigenen machen, benachteiligt zu werden? Ein Erfolg versprechender Weg im Kampf gegen den Feminismus könnte darin bestehen, gegen feministischen Einflüsse vorzugehen, die die folgenden Merkmale aufweisen:

  • Die feministische Position ist schwach und gegen eine robuste, rationale Herausforderung nicht zu halten.
  • Um die eigene Position zu verteidigen, müssten sich Feministen auf eine öffentliche Debatte einlassen, in der sie schnell ihre Glaubwürdigkeit verlören und in der schnell deutlich würde, wie krude feministische Manipulationsversuche doch sind.
  • Die negativen Auswirkungen des feministischen Einflusses sind klar erkennbar, und die Gefahren, die sich daraus ergeben, dass der entsprechende feministische Einfluss nicht bekämpft wird, sind eindeutig benennbar.
  • Der Kampf kann mit den vorhandenen Ressourcen geführt und gewonnen werden.
  • Es kann mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass interessierte Kreise sich mit finanzieller Unterstützung am Kampf beteiligen werden.

Diese Überlegungen haben mich dazu veranlasst, “The Campaign for Merit in Business” mit finanzieller Unterstützung einer kleinen Zahl von Helfern ins Leben zu rufen. In der nächsten Woche werde ich die CEOs der 100 Unternehmen, die an der Londoner Börse über die stärkste Kapitalisierung verfügen, anschreiben und eine entsprechende Presseerklärung an Zeitungen und Magazine schicken. Das Ziel der “Campaign for Merit in Business” ist es, Leistung und Verdienst als die Kriterien durchzusetzen, anhand derer eine Position in einem Aufsichtsrat vergeben wird und damit den Versuch, eine Frauenquote für die Besetzung von Aufsichtsräten einzuführen, im Keim zu ersticken. Die Kampagne ist derzeit noch auf das Vereinigte Königreich beschränkt. Hier, wie in Deutschland, droht die Regierung offen damit, Unternehmen, die eine bestimmte Quote von Frauen im Aufsichtsrat unterschreiten, gesetzlich zu zwingen, die entsprechende Quote umzusetzen. Eine weitere Kampagne gegen die Frauenquote in Aufsichtsräten muss auf der Ebene der Europäischen Union geführt werden. Hier ist es vor allem Viviane Reding, die für die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten Stimmung macht. Ihre verschiedenen Aussagen zum Thema sind eine Mischung aus Verschwörungstheorien, Phantasien, Lügen, Wahn und Mythen. Ansonsten sind sie in Ordnung.

Mike Buchanan
mikebuchanan@hotmail.co.uk

Bildnachweis:
Steve Sailers iSteve Blog

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