Ende der Kemperista: HB-Stiftung entschuldigt sich für Agentin.org
Das Projekt ruht!
Der Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung nimmt Stellung zu „Agentin.org“.
„Barbara Unmüßig und Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, erklären:
In Abstimmung mit der Redaktion des Projekts hat der Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung das Online-Lexikon „Agent*In“ vom Netz genommen. Die öffentlich und intern geübte Kritik am Format der „Agent*In“ hat uns deutlich gemacht, dass dieser Weg nicht geeignet ist, die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu Antifeminismus zu führen. Wir bedauern sehr, dass durch die gewählte Form manche an antidemokratische Methoden erinnert werden und entschuldigen uns bei denjenigen, die sich möglicherweise persönlich verletzt fühlen.“
Wenn man in Rechnung stellt, dass dieser Text mit Sicherheit die moderateste Formulierung ist, die man bei der HB-Stiftung gefunden hat, dann kann man sich ungefähr vorstellen, welche Ausmaße die interne Kritik angenommen hat und welche Folgen die öffentliche Kritik für die Reputation und – viel wichtiger: die Bereitschaft der Projektpartner der HB-Stiftung, Geld an die Stiftung zu überweisen, hatte. Dass sich Unmüßig und Ueberschär gemüßigt sehen, sich für die gewählte Form und dafür zu entschuldigen, dass „manche“ durch die Denunziationsplattform „möglicherweise“ persönlich verletzt wurden, lässt auch einiges an Rückschlüssen zu.
Sicherlich gibt es bei der HB-Stiftung dann, wenn die Anti-Antifeminismus-Fraktion wütet, keine Gedanken daran, ob man mit Anti-Antifeminismus Menschen verletzt oder ihnen persönlich, beruflich oder psychisch schadet. Eine Größe, mit der die Anti-Antifeminismus-Fraktion rechnet, werden die Feinde erst dann, wenn sich die Kosten für die Anti-Antifeministischen Kampagnen häufen. Genauer: Die Zahl derjenigen, die die HB-Stiftung mit der Ankündigung einer Klage auf Schadensersatz wegen ihrer Nennung in Agentin.org erschreckt haben, ist wohl nicht gering. Bei 177 Personeneinträgen im Denunziations-Wiki ist selbst nach deutschem Recht, nicht zu reden von britischem Recht, einiges Potential für Schadensersatzforderungen, die sich schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich summieren können. Man hat also wohl vor den finanziellen, nicht vor den moralischen Kosten kapituliert.
Immerhin hat dies dazu geführt, dass die Kemperista, deren Zweck vornehmlich darin bestand, wie Don Alphonso so umfangreich dargestellt hat, die persönliche Vendetta von Andreas Kemper, der wohl immer noch nicht darüber hinweg ist, dass er außerhalb von Antifa und anderen linksextremen Kreisen genau die Anerkennung als wissenschaftliche Unperson erhält, die ihm zukommt (ein Ergebnis von Klassismus vermutlich), zu begleiten, wobei noch zu klären ist, welche Rolle Elisabeth Tuider in der ganzen Geschichte gespielt hat.
Oder wie Don Alphonso so treffend feststellt:
Zur einer Entschuldigung gehört auch die Benennung der Verantwortlichen.
He @boell_stiftung – zur Entschuldigung gehört auch die Benennung der Schuldigen. Und nicht deren Vertuschung. https://t.co/gpJO9u0Qpv
— Don Alphonso (@faz_donalphonso) August 7, 2017
Und angesichts des “Datenreichtums”, aus dem Don Alphonso schöpfen kann, sind wir schon auf die Hintermännerinnen dieses neuerlichen Versuches gespannt, die demokratische Kultur in Deutschland mit totalitären Mitteln zu beseitigen.
Und wen Ihr das nicht auf die Reihe bekommt, helfe ich nach. Denn ich kann zeigen, wer die Beteiligten im hintergrund sind.
— Don Alphonso (@faz_donalphonso) August 7, 2017
Deshalb können wir der abschließenden Feststellung der HB-Stellungnahme: “Solange ruht das Projekt”, nur anfügen: Wir lassen es nicht in Frieden ruhen!
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Michael Klein
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Schlimmer noch – die entschuldigen sich nicht bei denen, die möglicherweise verletzt wurden, sondern bei denjenigen, die sich “möglicherweise” persönlich verletzt “fühlen”.
Also ich verstehe immer noch nicht, ob der Wille des Stifters der Heinrich-Böll-Stiftung (Heinrich Böll selbst? Seine Erben? Nimmt man ja an, bei dem Namen eines Nobelpreisträgers) hier wirklich mit Agentin.org noch beachtet wird. Wer ist denn der Stifter nun also gewesen, der das Grundvermögen der HB-Stiftung gestiftet hat? Wie lautet das (unveränderbare) Stiftungsziel? Im Stiftungsvereichnis finde ich aber keine Heinrich-Böll-Stiftung, man sollte dort mal besser ein “Wiki” eröffnen, wer da transparent und edel Geld hingegeben hat, Jahresbericht, Form der Stiftung, die keine Stiftung zu sein schein. Darf sich jemand Stiftung nennen, der gar keine Stiftung ist? Wo muß man die Auflösung dieser intransparenten Konstruktion beantragen?
Die HB-Stiftung ist ein politischer Verein, keine Stiftung. Der Name ist Etikettenschwindel:
https://sciencefiles.org/2012/02/14/stiftungen-die-keine-sind-oder-wer-finanziert-eigentlich-politische-vereine-die-heinrich-boll-stiftung/