„Performativer Selbstwiderspruch“ Professurbesetzer-Geschwätz

Unter Sozialwissenschaftlern gibt es manche, die wenig zu sagen haben, zuweilen auch gar nichts, dieses Wenige oder gar nichts jedoch in eine sprachliche Form kleiden, deren monumentaler Umfang zum nicht vorhandenen Inhalt in einem gewissen Widerspruch, gemessen am Aussagegehalt in einem Selbstwiderspruch – weil die Aussage eben keine Aussage hat, steht.

“André Brodocz ist Professor für Politische Theorie an der Universität Erfurt und Mitherausgeber der Zeitschrift für Politische Theorie. Von 2003 bis 2011 war er Mitglied im Vorstand der DVPW-Sektion „Politische Theorie und Ideengeschichte“.

Und weil das nicht reicht, hat er nunmehr im Theorieblog seinen Senf zum Urteil der Karlsruher BGH-Richter aus dem VI. Zivilsenat gegeben, die „Frauen keinen Rechtsanspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen“ zugesprochen haben, wie er meint.

Dann kommt viel Text mit nur wenig Inhalt bis wir schließlich bei der Aussage angekommen sind, dass die Richter beim BGH durch ein Geschlechtssuffix als männlich oder weiblich ausgezeichnet werden, Richter am BGH oder Richterin am BGH. Wer selbst auf seinen Geschlechtszusatz Wert lege, so Brodocz, der dürfe anderen den Geschlechtszusatz nicht als Rechtsanspruch verweigern. Wer es dennoch tue, begehe einen „performativen Selbstwiderspruch“.

Oh je.
Zunächst Brodocz im Original:

„Dazu gehört der eigene Name, mit dem die Senatsmitglieder die Urteile persönlich zeichnen. Dazu gehört offensichtlich auch ihr Geschlecht, das sie als „Richterin“ oder „Richter“ ebenso zum Ausdruck bringen. Der Sprachgebrauch der Senatsmitglieder sieht im generischen Maskulinum des „Richters“ anscheinend eine Personenbezeichnung, die ihnen nur dem Anschein nach neutral ist. Diese Geschlechtersensibilität lassen sie folgerichtig auch Personen in Gerichtsverfahren zuteilkommen, die sie als „Kläger“ oder „Klägerin“, als „Beklagte“ oder „Beklagter“ ansprechen. Frau K. wollen sie aber mit genau diesem Sprachgebrauch das Recht auf eine solche Ansprache durch die Sparkasse nicht zugestehen. Diesem performativen Selbstwiderspruch bieten sich nur wenig Auflösungen …”

Dann ScienceFiles in der Bewertung: Wer solche Professoren hat, braucht sich nicht über Studenten zu wundern. Zumindest wenn sie in Erfurt politische Theorie studieren wollten und statt dessen mit Genderismus abgefüllt wurden, sind sie entschuldigt.

Nun zum performativen Widerspruch.

Perfomativ ist ein Begriff, den der Sprachwissenschaftler John L. Austin geprägt hat. Performative Aussagen werden von Austin von „constativen“ Aussagen unterschieden. Im Gegensatz zu diesen sind performative Aussagen weder wahr noch falsch. Eine performative Aussage ist für Austin ein Illokutionärer Akt, mit dem ein Gefühl, ein Wunsch, eine Absicht oder eine Überzeugung zum Ausdruck gebracht wird. Wenn jemand sagt, ich haue jetzt diesen Studenten in die Pfanne, dann ist das ein illokutionärer Akt in Form einer performativen Aussage, denn mit der Aussage ist keinerlei Hinweis darauf, ob die Absicht auch in die Tat umgesetzt wurde, verbunden. Später hat Austin noch zwischen expliziten „Ich hasse alle Rechten“ und impliziten performativen Aussagen, deren Bedeutung aus dem Teil der Aussage erwächst, der nicht ausgesprochen wird (kontextabhängige Aussagen im Sinne von Stuart Hall), unterschieden. Zudem hat Austin darauf hingewiesen, dass der Gehalt einer performativen Aussage sozial umstritten sein kann. Bestes Beispiel dafür die Behauptung: „Ich biete Qualitätsjournalismus“, ein performativer Sprechakt, der in der Wirklichkeit keine Geltung hat.

Soviel zum performativen Sprechakt.

Nun zum “performativen Widerspruch” von Brodocz.

In der klassischen Logik wird nicht erst seit Aristoteles darauf hingewiesen, dass etwas nicht zugleich sein kann und nicht sein kann, nicht zugleich Eigenschaften haben und nicht haben kann.
Ein sprachlicher Widerspruch entsteht in der Regel dann, wenn man zwei Behauptungen aufstellt, die einander widersprechen, also z.B. Professor kann heute jeder werden, und Professor kann heute nicht jeder werden. Beide Aussagen widersprechen sich.

Sie widersprechen sich, weil sie widersprüchliche Behauptungen über die Wirklichkeit aufstellen und entscheidbar wahr oder falsch sein können.

Widersprüche zwischen Aussagen, die weder wahr noch falsch sein können, gibt es nicht. Der Satz: „Im Namen des Volkes verurteile ich Sie zum Tod am Galgen“ ist ein Satz, der zu nichts im Widerspruch stehen kann. Ein Widerspruch kann sich erst ergeben, wenn über diesen Satz berichtet wird. Richter R verurteilte den Angeklagten X zum Tode bzw. verurteilte ihn nicht. Nun ist entscheidbar, welche Berichterstattung zutrifft oder nicht. Der Satz über den berichtet wird, ist weiterhin ein performativer Sprachakt ohne Wahrheitswert. Oder wie man auch sagen kann: Worte sind geduldig.

Es kann also keinen performativen Selbstwiderspruch geben, weil performativen Aussagen keine empirische Entsprechung zugeordnet werden können. Eine solche müsste aber zuordenbar sein, um einen Widerspruch festmachen zu können. Der Satz, „Deutschland, Du mieses Stück Scheisse“ ist performativ und weder wahr noch falsch. Man kann ihn mit Austin als „unglücklich“ bezeichnen, aber seine Äußerung hat keinerlei Bedeutung für die Wirklichkeit. Auch das Todesurteil des Richters hat diese Bedeutung übrigens nicht. Die Bedeutung wird nachträglich verliehen, durch den Henker, ohne den ein Richter sich nahtlos in die Riege anderer Schwätzer einreihen würde.

Performativer Widerspruch ist also Unsinn.

Mit dem Begriff will Brodocz der Trivialität, die er entdeckt zu haben glaubt, mehr Gewicht verleihen, nämlich der, dass die Richter, die einen Geschlechtssuffix für sich beanspruchen, denselben auf Vordrucken der Sparkasse nicht für notwendig finden.

Und auch hier ergibt sich kein Widerspruch, lediglich ein weiteres trauriges Bild für den Zustand der deutschen Sozialwissenschaften.

Der Geschlechtssuffix bei den BGH-Richtern bezeichnet einen konkreten Richter, der es scheinbar für relevant hält, auf sein Geschlecht hinzuweisen. Damit Kläger gleich wissen, hier sind weibliche Richter in der Mehrzahl, zieht am besten eure Klage zurück, denn hier werden Urteile, kein Recht gesprochen.

Vordrucke sind Raster zur Erfassung von Merkmalen, auf deren Grundlage man Gruppen bilden kann. Derjenige, der den Vordruck erstellt, weiß nicht, wer den Vordruck ausfüllt. Nicht nur deshalb ist ein Vordruck ein Ausdruck kollektiver und eben nicht individueller Ansprache. Weil dem so ist, weil Gruppenmerkmale und nicht individuelle Merkmale abgefragt werden, deshalb hat es sich im Deutschen eingebürgert, dass man das Deutsche korrekt verwendet und die Gruppenbezeichnungen, nach denen man fragt, auch korrekt bezeichnet: Geburtsdatum als Feld mit sechs Stellen, in das individuelle Geburtsdaten eingetragen werden können; Name des Kontoninhabers als Feld desjenigen, auf den das entsprechende Konto eingerichtet wurde oder werden soll.

Insofern hier nicht das Individuum „Kontoinhaber“, sondern die Gruppe der „Kontoinhaber“ angesprochen wird, ist das generische Maskulinum die richtige Bezeichnung und ein Vergleich mit dem Geschlechtssuffix konkreter Richter unsinnig.


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BGH bestätigt: Genderista können kein Deutsch, und ScienceFiles hat Recht

Unser Urteil zum generischen Maskulinum ist mittlerweile vier Jahre alt, es stammt aus dem Februar 2014 und kann wie jedes Urteil auf eine Formel gebracht werden.

Die Formel lautet: Worte haben keine Geschlechtsteile.

Bekanntermaßen streiten Genderista seit mehreren Jahren gegen die deutsche Sprache und für das Anfügen von Geschlechtsteilen zu Begriffen des generischen Maskulinum, also zu Kollektivbegriffen wie „Kunde“, „Patient“ oder „Insasse“, die alle im grammatikalischen Geschlecht männlich sind, jedenfalls dann, wenn man sie in der Einzahl benutzt. Sobald sie zur Mehrzahl werden, muss in den queeren Köpfen von Genderisten eine Geschlechtsumwandlung erfolgen, denn aus dem grammatisch männlichen Begriff in Einzahl wird ein grammatisch weiblicher Begriff in Mehrzahl und das ganz ohne Hormone, teure Behandlung und ärztlichen Eingriff. It’s not magic, es ist Sprache, und Sprache hat mit Geschlecht nur insofern etwas zu tun, als Geschlecht ein Begriff der Sprache ist, aber Sprache hat kein biologisches, sondern ein grammatisches Geschlecht.

Diese Trennung zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht ist etwas, was genderistische Gehirne in der Regel nicht zu leisten vermögen. Deshalb fühlen sie sich dann, wenn ein Begriff im generischen Maskulinum daherkommt, wie bei: “der Steuerzahler”, nicht berücksichtigt, was sich schlagartig zu ändern scheint, wenn “die Steuerzahler” ins Gespräch gebracht werden, vermutlich, weil die meisten Genderista von nunmehr „den“ Steuerzahlern leben, oder auf den Taschen, nunmehr wieder „der“ Steuerzahler liegen, wobei das grammatische Geschlecht in diesem Fall insofern dem biologischen Geschlecht entspricht als tatsächlich die weiblichen Genderista von zumeist männlichen Steuerzahlern durchgefüttert werden – eine Form der Abhängigkeit, gegen die sich bislang noch kein genderistischer Aufschrei gerichtet hat.

Doch zurück zur deutschen Sprache.

Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs ist ein Senat, in dem Deutsch gesprochen und verstanden wird, von den Richtern Galke als vorsitzender Richter, von Pentz, Wellner, Offenloch, Dr. Oehler, Dr. Roloff, Müller, Dr. Klein, und Dr. Allgayer. Sie sprechen und verstehen Deutsch, und weil sie Deutsch sprechen und verstehen, deshalb kennen sie den Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem biologischen Geschlecht. Und weil sie diesen Unterschied kennen, deshalb haben sie geurteilt, dass das generische Maskulinum keinen Penis hat, schon weil es ein grammatisches Geschlecht ist und kein biologisches und deshalb, weil es kein biologisches, sondern ein grammatisches Geschlecht ist, der Schluss vom grammatischen auf das biologische Geschlecht nicht möglich, sondern ein Fehlschluss ist und der, der ihn zieht, entsprechend nicht ganz dicht sein kann. Okay, die letzte Ableitung ist unser Schluss.

Aber er liegt nahe.

Tatsächlich ging es um eine Klägerin, die vor den BGH gezogen ist, weil sie bei der Sparkasse als Kontoinhaber auf Formularen angesprochen wird und nicht als Kontoinhaberin. Wer die Klage finanziert hat, ist eine spannende Frage. Wir vermuten, hinter der Klage stecken die üblichen Verdächtigen, die einen weiteren Weg gefunden haben, Steuergelder aus dem Fenster zu werfen, also z.B. die Heinrich-Böll-Stiftung oder eine andere Mistel-Organisation.

Weil das Urteil der Richter aus Karlsruhe so schön ist und darüber hinaus unser Urteil zum Präzedenz-Urteil erhebt, hier aus der Pressemeldung:

Der Sachverhalt:

“Die Klägerin ist Kundin der beklagten Sparkasse. Diese verwendet im Geschäftsverkehr Formulare und Vordrucke, die neben grammatisch männlichen Personenbezeichnungen wie etwa “Kontoinhaber” keine ausdrücklich grammatisch weibliche Form enthalten. In persönlichen Gesprächen und in individuellen Schreiben wendet sich die Beklagte an die Klägerin mit der Anrede “Frau […]”. Durch Schreiben ihrer Rechtsanwältin forderte die Klägerin die Beklagte auf, die Formulare dahingehend abzuändern, dass diese auch die weibliche Form (“Kontoinhaberin”) vorsehen.”

Und die schönsten Stellen aus der Urteilsbegründung:

„Die Klägerin erfährt allein durch die Verwendung generisch maskuliner Personenbezeichnungen keine Benachteiligung im Sinne von § 3 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Maßgeblich für die Beurteilung, ob die betroffene Person eine weniger günstige Behandlung erfährt als die Vergleichsperson, ist die objektive Sicht eines verständigen Dritten, nicht die subjektive Sicht der betroffenen Person. Der Bedeutungsgehalt grammatisch männlicher Personenbezeichnungen kann nach dem allgemein üblichen Sprachgebrauch und Sprachverständnis Personen umfassen, deren natürliches Geschlecht nicht männlich ist (“generisches Maskulinum”). Ein solcher Sprachgebrauch bringt keine Geringschätzung gegenüber Personen zum Ausdruck, deren natürliches Geschlecht nicht männlich ist.“

Damit ist amtlich, dass Genderista weder sachverständig noch objektiv sind. Sie sind subjektive Unkundige, die versuchen, ihren Mangel an Verständnis für die deutsche Sprache und ihre Unfähigkeit, das Vehikel der Sprache korrekt zu bedienen sowie ihre psychologischen Probleme, die sie für so wichtig halten, dass sie sie anderen aufquatschen, als allgemeingültig zu erklären.

Da nun festgestellt ist, dass in Karlsruhe Richter sitzen, die sich fragen, wie Genderista durch die Grundschule kommen konnten, können wir diesen Unsinn der _*Innen, also die ideologische Selbstverdummung hoffentlich endgültig zu den Akten legen.


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Widerspruch aus Köln: Die TU-Darmstadt hat die Dummheit nicht gepachtet…

… es gibt noch die Universität zu Köln.

Das schreibt uns ein Leser, der der Gleichstellungsbeauftragten der Universität zu Köln die unschätzbare Erkenntnis verdankt, dass niemand und jemand männlich sind. Frauen können also nicht niemand und auch nicht jemand sein, was misslich ist, denn damit werden sie zu nichts erklärt, da zwischen jemand und niemand nichts mehr übrig bleibt.

Ob die Frauen, die nicht vom Gendervirus befallen sind, sich für nichts halten?

Ein Blick einen Schreibtisch weiter macht die Antwort mehr als deutlich (aber sie ist nicht publikabel…).

Nicht publikabel ist eigentlich auch der Blödsinn, den die Gleichstellungsbeauftragte der Universität zu Köln (einst alt und ehrwürdig, heute nur noch alt also die Uni, nicht die Beauftragte,, die Annelene Gäckle) verbreitet, und zwar in einem Pamphlet, das mit „überzeugende Gendersprache“ überschrieben ist und uns in keiner Weise überzeugt hat. Um ehrlich zu sein, es hat uns, nachdem der Ärger verklungen war, belustig, ob der Idiotie, die dieses unglaubliche Dokument geistiger Benebelung hervorgebracht hat.

Eine Seite aus dem Pamphlet reicht, um eine stattliche Anzahl von eklatanten Fehlern aufzuzeigen:

Gleichstellung in koeln

Aus der Kategorie „klassischer Widerspruch“ und freies Assoziieren:

„Eine Sonderrolle unter den Pronomina nimmt das Wort „man“ ein. Es weicht zwar im Schriftbild vom „Mann“ ab, ist im Lautbild aber mit ihm identisch. Das „man“ wird gebraucht, um allgemeingültig alle Menschen oder zumindest größere, auch Frauen einschließende Personenkreise zu bezeichnen. „Man sollte sich bemühen, möglichst viel Strom zu sparen.“, bedeutet: „Alle Menschen sollten sich um ein energieschonendes Verhalten bemühen. Damit stellt es ein generisches Maskulinum auf der Ebene der Wortbedeutung dar.“

Gerade wollten wir die Annelene dafür loben, dass sie verstanden hat, dass man Menschen meint und Frauen Menschen sind. Und dann kommt der klassische Widerspruch…

Das Lautbild von man erinnert an Mann, deshalb ist es aus Sicht der gendersensiblen (vielleicht auch der genderopathologischen) verwerflich, man zu benutzen. Die Begründung dafür lautet: Weil das Wörtchen „man“ Menschen bezeichnet und Frauen selbst von Genderisten zu den Menschen gezählt werden, deshalb muss man man vermeiden, denn man klingt wie Mann und weil man wie Mann klingt, deshalb ist es ein generisches Maskulinum und generische Maskulina sind für schlecht erklärt worden. Warum? Weil sich Genderisten einbilden wollen, sie wären, spräche jemand von Ärzten oder Steuerzahlern, nicht eingeschlossen. Und natürlich leben wir in einer Zeit, in der man Rücksicht auf den Spleen einer kleinen Sekte nehmen muss. Die Mehrheit der Normalsprecher muss sich eben anpassen – oder?

Da die Assoziation mit „Mann“ gendersensibel bedenklich ist, auch dann, wenn sie über „man“ erfolgt, müssen natürlich alle Begriffe, die mit Mann eine Lautgemeinsamkeit haben, vermieden werden, Begriffe wie Bahn, Plan, Kran, Fun, Alemanne, Bann, Bertelsmann, dann und ebendann, nicht zu vergessen, Hermann und Haustyrann, Vorspann, Hausmann, Wahlmann und Bootsmann uvm. Gereinigte Sprache hat eben ihren Preis. Und einmal ehrlich, würden Sie den Zahlmann vermissen?

ideology of madness„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Sie denken, ein harmloses Sprichwort. Falsch gedacht. Gendersensibel betrachtet handelt es sich hier um den Ausschluss von Frauen, richtig „den Ausschluss“, das „den“ schließt Frauen aus, so die Gleichstellungsbeauftragte aus Köln.

Niemand darf auf Grundlage seines Geschlechts benachteiligt werden, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Genderisten kein Deutsch können und denken, weil „seines“ im Satz steht, müsse man einen Penis mitdenken. Warum leben Genderisten ihre seltsamen Phantasien eigentlich nicht woanders aus, in einem entsprechenden Etablisment?

Und das Beste zum Schluss:

„Neben dem generischen Maskulinum gibt es in der deutschen Sprache weitere grammatikalische Bereiche, die eine historisch begründete männliche Dominanz widerspiegeln. Ein Beispiel hierfür sind die Pronomina „wer“, „niemand“, „jemand“, „man“.

Wer nun wie wir denkt, dass es jemanden in Köln gibt, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, jemanden, den man eigentlich wegschließen müsste, auf dass niemand von diesem jemand belästigt werde, der hat natürlich recht. Ob dieser Jemand die Gleichstellungsbeauftragte ist, ist eine Frage, die man nur dann beantworten kann, wenn man analysiert, wer niemand ist und nicht einmal jemand sein will.

Anlass war unser Beitrag über die TU-Darmstadt von gestern:

Die Dummen sterben nicht aus

Nachhilfe für das ahnungslose Lann Hornscheidt

Unter der Überschrift “Gendergerechte Sprache?” dilettiert das Lann Hornscheidt in Sozialwissenschaft, behauptet: soziale Veränderung zeige sich im Versuch sprachlicher Veränderung und Sprache müsste so beschaffen sein, dass sich jeder (auch der größte Irre) gemeint fühlen könne.

Was davon wissenschaftlich zu halten ist, schreibt Dr. habil. Heike Diefenbach in einem Beitrag, den man nur unter den Titel: “Nachhilfe für das ahnungslose Lann Hornscheidt” bringen kann.

Damit zur Nachhilfe:

social psychology for dummiesEs zeigt sich wieder einmal, dass Leute, die derzeit Professuren besetzen, häufig keinerlei Hintergrund in irgendeiner Form von Theorie oder empirischer Forschung haben – und noch weniger logisch zu denken im Stande sind.

Wenn Profx Lann Hornscheidt meint: “Soziale Veränderung zeigt sich im Versuch sprachlicher Veränderung”, dann stellen sich nämlich spontan die folgenden Fragen – zumindest für Wissenschaftler:

  • 1. Warum sollte das so sein? Welche sozio-linguistische Theorie (und ich meine: THEORIE, nicht den Namen von irgendjemandem, der zufällig denselben Eindruck vom Lauf der Dinge hatte wie Profx!) lässt diesen Zusammenhang erwarten?
  • 2. Auf welcher empirischen Evidenz beruht dieser Satz, d.h. aufgrund welcher Daten aus empirischer Forschung meint Profx, dies behaupten zu können?
  • Und 3. – und hier kommen die Fragwürdigkeiten mit Bezug auf Logik zum Vorschein: Meint Profx tatsächlich und ernsthaft, dass der Satz, den es formuliert, ein allgemeines Gesetz ausdrückt?

Damit wiederum würde Profx behaupten, dass

  • a) sich sprachliche Veränderungen im allgemeinen Sprachgebrauch in einer Gesellschaft nicht vollziehen können, ohne dass ihnen nennenswerte soziale Veränderungen ursächlich zugrunde liegen bzw. ohne dass sich hierin soziale Veränderungen zeigen, und dass
  • b) sich soziale Veränderungen vollziehen können, ohne dass sich dies in nennenswerten sprachlichen Veränderungen niederschlägt.

Wenn man Profx allgemeinen Satz als einen halbwegs nachvollziehbaren Satz retten wollte, dann müsste man seine Interpretation so weit fassen, dass er nichts weiter als eine Trivialität wäre, oder schlicht falsch, wenn man es genau nimmt: man müsste dann sagen, dass z.B. der Begriff “Sozialversicherung” die soziale Veränderung anzeigt, die in der Einführung der (Zwangs-)Sozialversicherung bestand – das wäre trivial, oder man müsste einwenden, dass der Begriff vor der Einführung der Sozialversicherung existierte, weil man sonst nicht hätte darüber diskutieren können – dann ist der Satz auch bei sehr weiter Interpretation falsch.

Soviel dazu.

Weiterhin ist es unwissenschaftlich zu behaupten, eine nennenswerte Menge von Leute oder Leute würden sich regelmäßig ausgeschlossen fühlen, wenn bestimmte Begriffe verwendet werden – wieder stellt sich

  • 1. die Frage nach einer Theorie, die eine so starke Behauptung begründen könnte. Es müsste eine sozialpsychologische Theorie oder genauer: eine Identitätstheorie sein, die außerdem den Anschluss an eine linguistische Theorie herstellt;
  • 2. die Frage nach der empirischen Evidenz, auf die Profx diese Behauptung gründen will, wenn sie mehr sein soll als der idiosynkratische Glaubenssatz von jemandem, der aus unerfindlichen Gründen eine Professur besetzt (Profx kann sich aufgrund eigener Argumentation hier wohl nicht angesprochen fühlen, weil “jemand” mit “er” einhergeht, und es ja nicht “er” sein kann, oder!?)

Nun noch ein Hinweis an Profx:

Falls sich jemand nicht angesprochen fühlt, wenn er weiblich ist und mit “liebe Bürger” angesprochen wird, dann ist aus soziologischer Sicht zu bedenken, dass das eine Interpretation ist, die ein soziales Problem darstellen könnte, weil sie einen Selbstausschluss bedeutet, der völlig unnötig ist. Er kann daher eigentlich nur eine massive Entfremdung von sich selbst oder von der Gesellschaft, die einen umgibt, anzeigen, denn “Bürger” ist eine klar definierte Beziehung zwischen der Institution “Staat” und den Menschen, die Rechte ihr gegenüber haben, aber auch Pflichten.

Das Geschlechtsteil, nein, Entschuldigung: die eigene Gender-Konstruktion, hat damit nichts zu tun. Wer das nicht versteht (bzw. seine Bürgerrechte nicht unabhängig von seinem Geschlecht einklagt), unterschätzt seine Position, wenn nicht seinen Einfluss, massiv. Darüber hinaus gibt er allen anderen ein schlechtes Beispiel, weil er suggeriert, sie wären ebenso ohne Einfluss und ohne Rechte und Pflichten wie derjenige, der meint, er sei mit “liebe Bürger” nicht angesprochen, denn schließlich gilt (- und nun zu den sprachlichen Aspekten):

  • Deutsch fuer Anfaenger“Bürger” ist ein Kollektivbegriff, der das Kollektiv der Bürger bezeichnet. Hätte man eine Ahnung von Lingusitik und – noch besser – von anderen Sprachen, wäre einem der Unterschied zwischen einem Plural und einem Kollektivbegriff klar (übrigens ist es auch in den Sozialwissenschaften sehr wichtig, beides auseinanderzuhalten!);
    • Im Arabischen z.B. gibt es das Wort “schadjara” für “Baum”. Will man eine Reihe ganz konkreter Bäume bezeichnen, z.B. diejenigen, die im eigenen Garten stehen, dann spricht man von den(jenigen) Bäumen im Plural, also von “schadjaraat”. Spricht man jedoch von Bäumen als Baumheit, dann gibt es hierfür den Kollektivbegriff “schadjar”. Einen männlichen Baum oder männliche Bäume gibt es nicht, es gibt einzelne oder mehrere konkrete Bäume, die mit weiblichen Formen bezeichnet werden, und die Baumheit, für dies es einen Kollektivbegriff gibt.
    • “Bürger” ist ein Kollektivbegriff in diesem Sinn, also, wenn man so sagen möchte, für “Bürgerheit”. Seltsamerweise kennt das Deutsche in einigen, wenigen Fällen, zwei Begriffe für Kollektive, so z.B. “Mensch” und “Menschheit”, was bei einigen Leuten dazu führt, dass sie meinen, der eine Kollektivbegriff (“Mensch”) müsse dann notwenig einen einzigen männlichen Menschen bezeichnen, weil die Wortform derjenigen entspricht, die man für einen einzigen männlichen Menschen benutzt.
    • Wie der geteilte Sprachgebrauch in deutschsprachigen Ländern zeigt, ist dies aber nicht so bzw. wird keineswegs von einer nennenswerten Anzahl von Leuten so verstanden. Sie alle wissen, dass es Kollektivbegriffe gibt, die manchmal ein grammatikalisch männliches, manchmal ein grammatikalisch weibliches Geschlecht haben (“Mensch”, aber “Katze”).

Wer also meint, er müsse an der deutschen Sprache herumbasteln, weil sie weiblichen Menschen Anlass gäbe, sich ausgeschlossen zu fühlen, hat erstens einen eingeschränkten Horizont (wie gesagt; es gibt eben Katzen, Rinder und Hühner – wo sind da die männlichen Exemplare in der deutschen Sprache vertreten??) und zweitens so wenig Sprachgefühl, dass er einen Singular oder einen Plural nicht von einem Kollektivbegriff unterscheiden kann. Das ist also sein eigenes Problem, nicht das anderer Leute oder das einer ganzen Gesellschaft.

1984Sein Sprachproblem plustert er nun auf und knüpft alle möglichen, aber theoretisch wie empirisch haltlosen Behauptungen daran, um eine soziale Veränderung herbeizuführen, und zwar diejenige, dass bald jeder auf seine eigene Weise durch Selbstausschluss ein Gefühl von Diskriminierung entwickeln kann, das ihn leiden oder schimpfen oder hassen lässt, wo dies gar keinen Anlass hat. Ich glaube, eine treffende Bezeichnung hierfür lautet “Brunnenvergifter”, was ich vermutlich nicht sagen sollte, weil es aus einem konkreten historischen Kontext stammt, – so wie “Kolonien” – nur: beide Begriffe stehen mit historischen Fakten in Verbindung!

Wer sie außer Gebrauch sehen möchte, ist damit bereit, Geschichte zu unterschlagen, wenn nicht zu fälschen. Wem dies zu welchen Zwecken nützen mag, lässt sich u.a. George Orwells “1984” entnehmen….

“Lernt lieber Logik” – Ein Rat für die kleinen Feministen

Dr. habil. Heike Diefenbach hat es auf sich genommen, die eMails, die uns regelmäßig von Studenten und Universitätsangehörigen erreichen, zu beantworten. Von Zeit zu Zeit, wenn es sich anbietet, veröffentlichen wir Antworten, um damit vielleicht zukünftige Fragesteller zum selben Thema zum Selbststudium zu bringen. Beim Gendersprech, also der Diskussion über das generische Maskulinum, die in bestimmten Kulten wohl immer noch geführt wird, ist jeder Versuch, die potentiellen Fragesteller durch posts und mit einem pre-emptive strike zu erledigen, bislang gescheitert. Entsprechend ist Dr. habil. Heike Diefenbach in ihrer letzten Antwort noch deutlicher geworden als sie das sowieso schon ist und hat u.a. auf einen seltsamen Widerspruch hingewiesen.

Logik SalmonFeministen, die das generische Maskulinum abschaffen oder ergänzen oder – was wollen die eigentlich? – also die irgend etwas damit wollen, weil sie sich z.B. durch den Begriff “Mathematiker” nicht in ihrer Weiblichkeit angesprochen sehen, behaupten, Begriffe wie “Mathematiker” machten sie unsichtbar, was schlimm ist, da doch für sie “weiblich” das einzige sie definierende Kriterium zu sein scheint. Kurz: Die entsprechenden Feministen zeichnen sich durch ein nahezu komplett abwesendes von Selbstbewusstsein aus. Und anstatt sich anzustrengen, etwas zu tun oder gar zu leisten, setzen sie sich hin und frönen ihrem Minderwertigkeitskomplex. Statt sich zu emanzipieren, suhlen sie sich in ihrer angeblichen Unsichtbarkeit. Statt etwas zu tun und zu leisten und sich dadurch sichtbar zu machen, diskutieren sie sich die Köpfe heiß über einen Unsinn, den man nurmehr als Glaubensinhalt bezeichnen kann, was zur Konsequenz hat, dass Feminismus als Kult angesehen werden muss, dessen Zweck darin besteht, den eigenen Minderwertigkeitskomplex anzubeten.

Es ist vor diesem Hintergrund, dass Dr. habil. Heike Diefenbach den entsprechend Selbst-Minderwertigen den Rat gibt, doch besser Logik zu lernen, Logik macht nämlich unter anderem frei und verhilft zur Emanzipation. Und war nicht Emanzipation ein Ziel, das die Frauenbewegung ano dazumal hatte?

Hier nun die Antwort auf die studentische Frage nach der Unsichtbarkeit von Frauen im Begriff “Mathematiker”.

sciencefilesAllerdings muss ich zugeben, dass mich das Thema in der Tat nervt, denn wenn Sie ScienceFiles mehr oder weniger regelmäßig verfolgen, dann wissen Sie ja, dass für uns Ältere das Thema seit nunmehr mehreren Jahrzehnten schlicht und einfach “ausgelutscht” ist, wie man so schön sagt, und genauso “schmeckt” uns das Thema dann auch – schal, und das an guten Tagen, an schlechten Tagen dreht sich einem der Magen angesichts dessen, was da wieder einmal aufgetischt werden soll, um. Es ist einfach ein uralter Hut (aus den 1970er-Jahren!), der immer wieder bemüht wird, den sich aber niemand aufsetzen mag,der seine Sinne beisammen hat, und es ist furchtbar langweilig, und es ist für uns Ältere einfach traurig und völlig unverständlich, dass junge Leute sich tatsächlich empfänglich zeigen für den alten iodeologischen Schwachsinn einiger ewig Gestriger, der bei uns nicht an den Mann (und an die Frau, versteht sich :-)) zu bringen war. Wir verstehen nicht, was für jüngere, aufgeschlossene Leute an diesem Unsinn attraktiv sein kann, wie sie es mit ihrem Selbstbild vereinbaren, und wir können nicht anders als uns zu wundern, besonders über die jungen Frauen, die es doch heute weiß Gott nicht notwendig haben, sich selbst als Opfer (sogar der deutschen Sprache!) anzusehen oder zu präsentieren. Wir fragen uns: ist das Opportunismus, also eine Art der Vorteilsnahme durch Opferstatus, z.B. indem man echter Konkurrenz aus dem Weg gehen kann und sich eine nette kleine, vom Steuerzahler finanzierte Nische in Genderprogrammen einrichten kann, wo man nicht wirklich arbeiten und konkurrieren und etwas können muss, oder ist das tatsächlich das traurige, unbeabsichtigte Ergebnis des Feminismus, dass junge Frauen heute tatsächlich glauben, sie seinen unfähig, ihr eigenes Leben zu gestalten und die Verantwortung dafür zu übernehmen? Beides ist für uns wie gesagt sehr, sehr traurig und unverständlich: in der Generation von Frauen, die bislang die besten Möglichkeiten, die wenigsten Hindernisse und die größte Bildung aufzuweisen hat, gibt es welche, die über keinerlei Selbstbewusstsein- außer durch Gruppenzugehörigkeit zu einer biologischen Hälfte der Menschheit – verfügen und Angst davor haben, ihre eigene Frau zu stehen, und sich statt dessen in Selbstmitleid und Benachteiligungsrhetorik ergehen. Als Soziologen fasziniert uns die Frage, wie das möglich ist, aber als Liberale und als Menschen finden wir das einfach entsetzlich.

[…]

Und Sie erscheinen mir durchaus klug und engagiert, so dass ich mich frage: wieso können Sie anscheinend etwas damit anfangen? Man muss Ihnen doch sicherlich nicht erneut erklären, dass alles als “eine Frage der Macht” stilisiert werden kann, wenn man sich selbst ausschließt, um sich eine Sonderbehandlung aufgrund des in Anspruch genommenen Opferstatus’ zu sichern? Wenn sich tatsächlich irgendwo auf dieser Erde ein paar Frauen nicht angesprochen fühlen sollten, wenn eine Stelle für “Mathematiker” ausgeschrieben ist, dann zeigt das, wie man Leute durch ideologische Indoktrination verdummen kann, aber sonst nichts, denn offensichtlich haben besagte Frauen gelernt, sich selbst nur als Geschlechtsteile auf Füßen zu betrachten statt z.B. als Mathematiker. Das Ziel von Frauen war einmal, nicht nur oder vorrangig als Geschlechtsteile in der Gesellschaft verkehren zu können, sondern sich ebenso als Mathematiker oder Professoren, Sportler oder was auch immer verstehen und präsentieren zu können wie Männer, also (z.B.) einen Berufsethos als für die eigene Persönlichkeit ausschlaggebend beanspruchen zu können, und ich würde sagen, sehr viele Frauen (und ich auch) haben das geschafft. Und nun ist diese Idee so weit degeneriert und in ihr Gegenteil verkehrt worden – insofern Geschlecht vor jeder anderen Eigenschaft und jeder anderen Lebensäußerung kommt -, dass diese Frauen (und ich auch) entsetzt sind und sich fragen, warum einige Frauen so schwach sind, dass sie ganz bewusst auf Selbstbestimmtheit und Selbstverantwortlichkeit verzichten und sich in eine kuschelige Arme-Opfer-Nische flüchten, statt ihre Möglichkeiten, die sie ohne jeden Zweifel haben, zu nutzen (und das erklärt zu einem guten Teil, warum ich mich entschlossen habe, die Uni zu verlassen, d.h. nicht als Lehrkraft an der Universität für ein lächerliches Gehalt im Modul-Lehrprogramm zum Sprachrohr irgendwelcher ministerialer Vorgaben zu verkommen; ich kann und will deutlich mehr als das!). Wenn Sie sich vor allem als Geschlechtsteil definieren, dann haben Sie vermutlich eine affektive Bindung an Menschen, die zufällig auch Frauen sind und schütten Ihr Mitleid ungebeten über die vermeintlich Minderwertigen aus, aber als Sozialwissenschaftler fragen Sie sich, wessen Interessen eigentlich damit gedient ist, wenn sich “helfende Hände” dieser Frauen annehmen – sicherlich nicht denen von Frauen, die selbstbestimmt leben und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit als ihr natürliches individuelles Recht auffassen, jedenfalls nicht meinen, und ich glaube, besonders nicht Ihren (da Sie jünger sind und Ihr Leben noch in vieler Hinsicht werden gestalten müssen), auch, wenn Sie das vielleicht (noch) nicht so klar erkennen.

Logik f dummiesDaher habe ich nur noch einen Hinweis für Sie zu diesem Thema zu geben: Fragen Sie sich, warum Sie sich immer wieder auf fruchtlose “Diskussionen” mit Ideologen einlassen, die ganz und gar nach der Fleischwolf-Methode funktionieren und daher in der Wissenschaft völlig fehl am Platz sind: Ja, WENN ich denke, ich sei vor allem Träger eines biologischen Geschlechts, statt eines ganzen Menschen, und WENN ich davon ausgehe, dass Leute des anderen Geschlechts eine ebenso verzerrte Wahrnehmung von sich selbst haben wie ich, und WENN ich glaube, dass diese Leute aus unbekannten Gründen (was, bitte, sollte oder könnte das denn sein?) einfach Lust dazu haben, mich zu benachteiligen und von “Macht” fernzuhalten, und WENN ich mich von Macht fernhalten lasse oder selbst fernhalte, indem ich mich prinzipiell ausgeschlossen und nicht angesprochen fühle, ja, DANN bin ich benachteiligt, und zwar durch mich selbst, und DANN finde ich es ganz wichtig, dass jemand anders (Männer? der Staat? oder die Duden-Redaktion?) mir armem Würstchen zur “Macht” verhilft. Aber finden Sie nicht, dass jede einzelne dieser absurden Vorstellungen genauso krankhaft – oder sagen wir in Untertreibung: unbegründet – ist ist wie jede andere Form der Phobie oder Paranoia und keinerlei Verbindung mit der realen Welt aufweist?

[…]

Wenn Sie mir als älterer Kollegin – in aller Freundschaft – diesen Hinweis erlauben: Lernen Sie lieber Logik und Methodologie, statt sich mit den Minderwertigkeitskomplexen anderer Leute zu beschäftigen – dann haben Sie einen Gewinn in Form von Qualifikation und Urteilsvermögen für jeden Aspekt Ihres Lebens, nicht nur für Ihre wissenschaftliche Zukunft. Denken Sie an Ihr persönliches Wachstum und weniger an die psychologische und kognitive Stagnation anderer Leute, die sich in der Regel ja gar nicht entwickeln wollen.

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