Rechtsextremismus-Schlammschlacht: Unfähige gegen Ahnungslose

Das Drama: Wettstreit der Opfer – wer ist das opferigere Opfer?

Die Beteiligten am Drama:
Göttinger Institut für Demokratieforschung: Erstellt eine Studie, die keinen wissenschaftlichen Standards entspricht und als Auftragsarbeit nur zu dem Zweck erstellt wird, Iris Gleicke einen Erfolg zu verschaffen;

Iris Gleicke,
Beauftragte für Ossis mit einem selbsterklärten Interesse an Rechtsextremismus. Braucht eine Studie als Arbeitsnachweis und dazu, sich zu profilieren und als Anti-Rechts zu inszenieren.

Akt 1:
Die Studie wird erstellt, vorgestellt, von Gleicke über den grünen Klee gelobt und von den Medien begierig aufgenommen. Man hat es ja schon immer gewusst: Die Ossis sind rechtsextrem, Freital (Rechte) und Heidenau (ganz Rechte) belegen das. Müssen sie auch, denn viel mehr als Freital und Heidenau haben die Göttinger nicht berücksichtigt und dennoch allen Ossis ein vernichtendes Urteil ausgestellt.

Akt 2:Goettingen Junk Science
Die Veröffentlichung der Studie hat Folgen: ScienceFiles hat eine methodische und inhaltliche Kritik veröffentlicht, die sich in Varianten in etlichen Medien niederschlägt.

Gleicke steht zu ihren Auftragnehmern. Die Studie ist gut. Es gebe keinen Grund, an den Ergebnissen zu zweifeln. Die methodischen und inhaltlichen Unzulänglichkeiten, die die Studie zu einem Schulbeispiel für den Missbrauch von Wissenschaft zur Legitimation vorbestimmter Ergebnisse machen, interessieren Gleicke nicht. Schließlich hat sie genau das bestellt.

Akt 3:
Die Kritik verstummt nicht. Von erfundenen Interviewpartnern ist die Rede und Tatsachen über die Art und Weise, in der die Interviews geführt und die Interviewpartner an der Nase herum geführt wurden, gelangen an die Öffentlichkeit. Michael Panse, Stadtrat in Erfurt, beschreibt seine Erfahrung als Interviewter mit dem Göttinger Institut am 25. Mai auf Facebook wie folgt:

“Fünf Dinge sind dazu aus meiner Sicht einzuwerfen:
1. Ich war einer der 40 Gesprächspartner (im Rahmen eines Telefoninterviews).
2. Mit mir wurde nicht darüber gesprochen, ob ich anonymisiert werden möchte, oder nicht – es wurde offensichtlich von den Verfassern eigenverantwortlich entschieden.
3. Mir wurde nicht gesagt, dass es bei der Studie u.a. um den Herrenberg in Erfurt geht, stattdessen wurde nach allgemeinen politischen Einschätz[ung]en zum Thema Rechtsextremismus gefragt.
4. Die von mir zitierten Sätze sind eine stark verkürzte Wiedergabe. Der daraus folgenden Einordnung und Wertung widerspreche ich ausdrücklich.
5. Nach Lektüre der Studie habe ich den Eindruck, dass das Ergebnis bereits vor den Interviews feststand und dazu gezielt nach verstärkenden Zitaten und Argumenten gesucht wurde.”

Qualitative Interviews, die am Telefon geführt werden, sind sicherlich eine Neuerung und bislang nicht in der einschlägigen Literatur erfasst. Bislang wurde die Stärke qualitativer Interviews auch darin gesehen, den Befragten von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu sitzen. Wird auf diesen wichtigen Bestandteil qualitativer Interviews verzichtet, dann muss es handfeste Gründe dafür geben. Der Eindruck, den Panse in seinem 5 Punkt wiedergibt, nämlich als Sprechvieh missbraucht worden zu sein, das nur dazu gedient habe, die vorgefertigten Ergebnisse zu legitimieren, ist ein solcher Grund. Und da die Arbeit der Göttinger eine Auftragsarbeit im Rahmen einer Legitimationsbeschaffung ist, ist der Grund nicht von der Hand zu weisen.

Akt 4:
Gleicke bekommt kalte Füße. Die interne Kritik muss so heftig geworden sein, dass die Ostbeauftragte nun versucht zu vermeiden, dass die Auftragsstudie zur Imagepolitur zu einer Auftragsstudie, die den Abschied aus dem politischen Leben einläutet, wird. Die Sommerpause ist immer ein guter Zeitpunkt, zu dem man sich von lästigen Lasten befreien kann. Und genau diesen Zeitpunkt wählt Gleicke, um die Göttinger und ihre Junk Studie, für die Gleicke rund 130.000 Euro aus den Taschen der Steuerzahler verplempert hat, loszuwerden.

Die Glaubwürdigkeit der Studie sei dahin. Schlamperei und Fehler hätten sie zerstört.

Schuld sind die Unfähigen in Göttingen, die der wohlmeinenden Ostbeauftragten eine Junk Studie untergeschoben haben.

Akt 5:
Die Auftragsnehmer und Legitimations-Forscher aus Göttingen sehen sich einmal mehr als Opfer der Studie, die sie selbst erstellt haben. Sie sind überrascht und empört und in erster Linie ganz unschuldig. Dass dem so ist, wollen Sie mit den folgenden Aussagen belegen:
Man habe im Bundeswirtschaftsministerium genug Zeit gehabt, um die Studie vor Veröffentlichung zu lesen;
Der Vorwurf methodischer Fehler sei unsinnig … noch am 4. Juni sei die entsprechende Kritik aus dem Ministerium als „haltlos“ bezeichnet worden.
Und das Beste kommt zum Schluß:

„Wenn man sich mit wissenschaftlichen Studien auf ein solches Terrain wie den Rechtsextremismus begibt, wird bekanntermaßen hart gekeilt, wie es auch bereits jetzt in den einschlägigen Foren als Reaktion auf die Berichterstattung über den Brief geschieht. Dass das Ministerium sich dabei überstürzt davonmacht – ohne mit uns zuvor darüber auch nur ein Wort geredet zu haben –, ist bedrückend. Offenkundig scheint ein solches Verhalten in Wahlkampfzeiten für opportun gehalten zu werden. Aber ob man damit wirklich etwas gewinnt?”

Da haben sich die Göttinger mutig wie sie nun einmal sind, in das verminte Gelände des Rechtsextremismus begeben, haben keine Mühe gescheut, um die gewünschten Ergebnisse auch herbeizuschreiben und was passiert: Sie werden im Regen stehen gelassen. Kaum dass die Kritik einsetzt, macht sich „das Ministerium“ davon – ohne auch nur ein Wort mit den Göttingern gesprochen zu haben. Die Mohren aus Göttingen haben ihre Schuldigkeit getan und können gehen. So ihre Opfergeschichte.

Welcher Opfergeschichte glauben Sie? Der Opfergeschichte der Ossi-Beauftragten, deren Vertrauen nach eigenen Angaben durch die Göttinger Schlamper erschüttert wurde oder der Geschichte der Göttinger Opfern, die völlig unverdient in das Kreuzfeuer der Kritik von phantasierten Rechten geraten sind und deren gute, schöne, herausragende, ja unglaublich ergiebige Studie, um ihren Platz im Walhalla der Wissenschaft betrogen wird.

Damit Sie entscheiden können, welche Opfergeschichte sie glauben, die der Ahnungslosen, die dennoch mit Steuergeldern hantiert oder die der Willfährigen, die sich als Legitimationsbeschaffer verdingen, hier ein paar Highlights der methodischen und inhaltlichen Idiotien, die sich in der Göttinger Studie finden:

  • Es werden Aussagen über alle Ostdeutschen gemacht. Die Datenbasis erlaubt keine Aussagen über Ostdeutsche (weil im Wesentlichen nur ein paar Ossis in drei Städten und noch dazu qualitativ befragt wurden);
  • Es werden Vergleiche zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen angestellt. Die Datenbasis erlaubt keine derartigen Vergleiche. Es wurden überhaupt keine Westdeutschen befragt.
  • Es werden generelle Aussagen über Erfurt, Freital und Heidenau gemacht, die die Datenbasis nicht zulässt (wenige Befragte können nicht mehrere 10.000 Einwohner repräsentieren).
  • Die Göttinger behaupten, sie hätten Ursachen für Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit identifiziert. Da sie keinerlei Kausalanalysen vorgenommen haben und überdies mit nur wenigen Befragten arbeiten, ist es nicht möglich, auch nur in die Nähe der Entdeckung einer Kausalität zu gelangen.
  • Die Göttinger sind für einen der dümmsten Sätze, den die Wissenschaftsgeschichte je gesehen hat, verantwortlich. Sie schreiben:

„Die jeweiligen Fokusgruppen hatten eine Größe von sechs bis acht TeilnehmerInnen, wobei versucht wurde – und auch weitgehend gelang -, sowohl nach Alters- als auch nach den Geschlechterdurchschnitt sowie die Verteilung nach Berufstätigkeit/Ausbildung/Arbeitslosigkeit/Rente der jeweiligen Untersuchungsorte einigermaßen repräsentativ abzubilden.“ (12)

Dazu haben wir schon am 18. Mai angemerkt:

Das ist mit Verlaub der größte Schwachsinn, den wir je gelesen haben. Wer behauptet, er können auf Basis von 6 bis 8 Personen die „jeweiligen Untersuchungsorte einigermaßen repräsentativ“ abbilden, wie dies die Göttinger tun, der hat entweder (1) nicht mehr alle Tassen im Schrank, (2) keine Ahnung von Methoden, (3) will bewusst seinen Auftraggeber täuschen oder macht (4) sich einen Spaß mit seinem Auftraggeber, dem er entsprechende Attribute von Dummheit und Naivität zuweisen muss.

Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

  • Damit die Göttinger auch finden, wonach sie auf der Suche sind, haben sie fast ausschließlich Personen befragt, von denen man bereits vorher wissen kann, dass sie über das Ausmaß des Rechtsextremismus in Ostdeutschland jammern werden, schon weil es zu ihrer politischen Ideologie gehört, über Rechtsextremismus zu jammern bzw. weil sie für das Jammern bezahlt werden.

Nun: welche Opferstory ist glaubwürdiger, die von der Ahnungslosen Iris, die als Ostbeauftragte Steuergelder verschleudert oder die von den armen Göttingern, die sich heldenmutig in vermintes Gelände gewagt haben und dort in die Luft gesprengt wurden?

Wer ist für Sie das Opfer? (Mehrfachnennungen erlaubt)

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Erfolg für ScienceFiles: Ostbeauftragte distanziert sich von Rechtsextremismus-Studie

Erinnern sie sich noch an die Studie aus dem Göttinger Institut für Demokratieforschung, in der eben einmal alle Ostdeutsche zu Rechtsextremisten erklärt wurden? War haben diese Studie als erste umfassend kritisiert und gezeigt, dass sie methodisch wie inhaltlich Junk darstellt. Darüber hinaus haben wir auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen, die den Verdacht nahelegen, dass nicht alle Befragten, die angeblich befragt worden sein sollen, auch tatsächlich befragt wurden.

Unsere Kritik stand zunächst der üblichen Jubelberichterstattung gegenüber, mit der die meisten Mainstream-Medien auf alles reagieren, das zum einen die Möglichkeit gibt, verbal auf Ostdeutsche einzuschlagen, es zum anderen erlaubt, virtue signalling zu betreiben, sich als Guter zu inszenieren, der gegen die bösen Rechten Stellung bezieht. Entsprechend haben die Göttinger viel medialen Beifall von denen erhalten, die keine Ahnung von empirischer Sozialforschung haben.

Auch die Bundesbeauftragte für die Ossis hat die Göttinger und ihre Studie zunächst in Schutz genommen und keinen Grund gesehen, sich von dem Science Junk, den man ihr, der Ahnungslosen, angedreht hat, zu distanzieren.

Das hat sich seither geändert. Scheinbar hat die Ossi-Beauftragte zwischenzeitlich fachkundigen Rat eingeholt und nachdem ihr der Rat erteilt wurde, eine Möglichkeit gesucht, um sich aus der Ecke, die sie als Anhänger der Göttinger Junk Science bezogen hat, zu befreien.

Der Befreiungsschlag ist heute erfolgt.

Wie die Sächsische Zeitung mit Bezugnahme auf einen Brief der Ostbeauftragten, der der Zeitung vorliegt, berichtet, distanziert sich die Ostbeauftragte von der Studie, die sie einst so prima fand und bei der sie trotz aller von uns vorgebrachten Argumente, keinerlei Grund sah anzunehmen, dass sie Junk darstellt.

Der plötzliche Sinneswandel wurde dadurch ausgelöst, dass die Göttinger „ohne nähere Erläuterungen und Hinweise darauf, was geändert wurde“ und offensichtlich als klandestine Form der Vertuschung eigener Fehler, die durch unsere Kritik offenkundig geworden sind, neue Fassungen ihrer Studie nachgerecht haben [Man kann sich dumm und man kann sich dämlich anstellen]. Daraus, so die Ostbeauftragte, könne sie nur die Konsequenz ziehen, sich „hiermit in aller Form von der Studie zu distanzieren“.

Die Deutlichkeit der Art, in der sich Gleicke distanziert, gibt einen ungefähren Eindruck von dem Aufruhr, den es im Bundesministerium für Wirtschaft, zu dem Gleicke gehört, gegeben hat. Hier ein paar Zitate aus dem Brief, den Gleicke an das Institut für Demokratieforschung in Göttingen geschrieben hat:

„Dieser Mangel an Sorgfalt, um es freundlich auszudrücken, ist zum einen mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens nicht zu vereinbaren und zum anderen ein klarer Beleg für eine schlicht nicht hinnehmbare Schlamperei, die bei einem so sensiblen und wichtigen Thema auch dann unentschuldbar wäre, wenn der Fehler auf bloßes redaktionelles Ungeschick zurückzuführen sein sollte.“

Goettingen Junk Science„Ich betrachte die Bekämpfung des Rechtsextremismus seit Jahrzehnten als eine meiner wichtigsten Aufgabe. Dass Sie diesem Anliegen (ebenso wie dem eigentlich hervorragenden Ruf Ihres Instituts) einen Bärendienst erwiesen haben, ist Ihnen hoffentlich bewusst.“

Natürlich ist das nur vorgeschoben, denn offensichtlich hat Frau Gleicke von der SPD nach einem Vorwand gesucht, um die verschwendeten Steuergelder in Höhe von 129.391,86 Euro zurück zu bekommen und gleichzeitig nicht wie der ahnungslose Konsument, dem man gerade eine Kaffeeanbauröstundbrüh-Maschine verkauft hat, dazustehen – in aller Lächerlichkeit.

Wir wagen hier die begründete Prognose, dass die Ostbeauftragte ohne unsere methodische Kritik, ohne unseren Hinweis darauf, dass es mehr als den Anschein hat, dass Interviews erfunden wurden und ohne die Aufzählung all der methodischen und inhaltlichen Fehler die die Göttinger ihrem Generalverdikt von Ostdeutschen zu Grunde gelegt haben und vor allem ohne den Aufruhr in Mainstream-Medien wie der Welt, die bei uns kopiert haben, noch heute von der Junk-Studie begeistert wäre und – um im Bild zu bleiben – darauf warten würde, dass sich eine Kaffeebohne entwickelt, die man rösten und brühen kann.

Wenn die 129.391,86 Euro, die nach Göttingen überwiesen und dort für die Produktion von Junk Science ausgegeben wurden, tatsächlich zurück gefordert werden können, dann muss man davon ausgehen, dass eine Intention, Junk Science abzuliefern und Ostdeutsche als Rechtsextreme zu diffamieren, vorhanden war. Welche Straftatbestände dadurch erfüllt werden, ist eine Frage, die an die Adresse der vielen Juristen unter unseren Lesern geht.

Deutschlandfunk: Alle Ossis sind Rechtsextreme

Ein Meisterstück gruppenbezogener Menschfeindlichkeit, das der Deutschlandfunk schon vor einigen Tagen veröffentlicht hat, ist uns heute auf den Schreibtisch gekommen. Es stammt aus der Feder von Christoph Richter, der sich offensichtlich intellektuell und kompetent genug fühlt, um alle Ossis für rechtsextrem zu erklären.

Weil sein Text wirklich ein hervorragendes Beispiel eines Journalisten ist, der von nichts eine Ahnung haben, aber dennoch Aussagen in einer Unbekümmertheit und Reichweite trifft, die die Leser ob ihrer Falschheit atemlos zurücklassen, nehmen wir uns seinen Text absatzweise vor.

junk_scienceAbsatz 1:
„Kaum war die Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland verbreitet – mit dem Tenor: Der Rechtsextremismus hat ein ostdeutsches Gesicht – da waren die Abwiegler, die Relativierer zur Stelle. Es folgten die üblichen politischen Reaktionen: Nicht alle Ostdeutschen sind rechtsextrem, heißt es. Der Westen solle sich hüten, jetzt mit dem Zeigefinger auf die Ostdeutschen zu zeigen, als seien sie Schmuddelkinder, als würden in den Neuen Bundesländern permanent Flüchtlingsunterkünfte brennen.“

Die Prämisse des Absatzes lautet: Die Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung verkündet die Wahrheit über die Ostdeutschen. Sie sind alle rechtsextrem. Rechtsextremismus ist ein ostdeutsches Phänomen. Das behauptet Richter allen Ernstes (dazu kommen wir noch). Weil die Wahrheitsstudie aus Göttingen sofort „Abwiegler“ und „Relativierer“ auf den Plan gerufen hat, die darauf hingewiesen haben, dass „[n]icht alle Ostdeutschen rechtsextrem“ sind, muss man logisch schließen, dass Richter der Überzeugung ist, „Alle Ostdeutschen sind rechtsextrem“. Wäre er nicht dieser Überzeugung, er würde diejenigen, die darauf hinweisen, dass nicht alle Ostdeutschen rechtsextrem sind, nicht als Abwiegler und Relativierer bezeichnen. Richter relativiert nichts. Seine Überzeugung ist apodiktisch: Alle Ostdeutschen sind rechtsextrem. Und der Deutschlandfunk stellt Richter ein Forum bereit, um seinen Extremismus über die Ostdeutschen zu verbreiten. Denn Aussagen, die eine ganze Gruppe (die Ostdeutschen) abwerten, stellen „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ dar. Wenn es Richter nicht glaubt, er kann es bei der Amadeu-Antonio-Stiftung oder bei Andreas Zick, dem Spiritus Mentor der AAS-Stiftung nachlesen. Apodiktische Aussagen wie „alle Ostdeutschen sind rechtsextrem“, sind übrigens das Kennzeichen dummer Menschen. Intelligente Menschen wissen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Allaussagen sich als falsch erweisen, sehr hoch ist, sehr sehr hoch. Deshalb würden wir nie behaupten, kein Mitarbeiter des Deutschlandfunks ist willens oder in der Lage, seinen Job als Journalist zu machen. Wir würden zunächst von „manchen“ sprechen.

Nächster Absatz.
„Nein, das ist nicht so. Hat auch keiner gesagt. Aber man will auch denen, die sich sofort wie Ritter für die Ostdeutschen in die Bresche schlugen, vor Augen halten, dass der Alltagsrassismus im Osten sehr verbreitet ist, auf fruchtbaren Boden fällt.“

Das „hat auch keiner gesagt“, bezieht sich auf den Konjunktiv, „als würden in Ostdeutschland permanent Flüchtlingsunterkünfte brennen“. Immerhin ist Richter bereit, zuzugestehen, dass unser aller Eindruck, nachdem in Ostdeutschland nicht ständig Flüchtlingsunterkünfte brennen, richtig ist. Allerdings ändert das nichts an seiner apodiktischen Aussage, nach der alle Ostdeutschen rechtsextrem sind. Alltagsrassismus, nennt er den Rechtsextremismus nun. Und wer anderer Ansicht ist, als Herr Richter, der ist ein Ritter, der sich für die Ostdeutschen in die Bresche schlägt. Wir (und der Duden) dachten bislang, dass man für andere in die Bresche springt. Aber das ist Deutsch. Beim Deutschlandfunkt gilt eben ein anderes, sagen wir ein falsches Deutsch.

Und weiter geht es:
„So ist es immer wieder höchst irritierend, zu beobachten, mit welcher Nonchalance auf den Straßen in Magdeburg, Dresden oder Schwerin von Asylanten, Kanaken, gar von Fidschis gesprochen wird. Warum kleiden sich ostdeutsche junge Männer gern mit der neuesten Kollektion von Thor Steinar – einem bekannten Neonazi-Label? Warum tragen beispielsweise die Mitarbeiter eines Magdeburger Wurstimbiss T-Shirts auf denen in Frakturschrift Dönerjäger steht? Soll wohl ein Scherz sein, ist aber nicht lustig. Ganz im Gegenteil.“

Fidschis, Dönerjäger und Thor Steinar in Madgedurg, Dresen oder Schwerin sind für Richter die Insignien eines ostdeutschlandweiten Rechtsextremismus. Die Thor Steinar Litanei kommt regelmäßig als Indikator für rechts, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass der Eigentümer von Thor Steinar seit 2008 das Unternehmen Al-Zarooni Tureva mit Sitz in Dubai ist, oder wie es bei Wikipedia heißt: „Am 4. November 2008 wurde die MediaTex GmbH an die Al Zarooni Tureva mit Sitz in Dubai verkauft. Seitdem wird die Marke von mehreren Neonazi-Gruppen boykottiert.“

Fidschis ist übrigens die Bezeichnung für Vietnamesen, die in der DDR gängig war, denn in der DDR gab es etliche Migranten aus sozialistischen Bruderländern. Das weiß Herr Richter auch nicht (wenn man den Ostdeutschen hier etwas vorwerfen kann, dann ihre sozialistische Unbildung, die Fidji und Vietnam verwechseln lässt). Die Marke aus Dubai, die DDR-Bezeichnung für Vietnamesen und ein t-Shirt mit dem Aufdruck „Dönerjäger“ sind für Christoph Richter der Beleg dafür, dass es in Ostdeutschland eine „Überhöhung des Eigenen“ gibt, wie er im nächsten Absatz schreibt. Nun wissen wir, wie es zu derart unsäglichen Artikeln, wie dem von Richter beim Deutschlandfunk kommt. Diese Artikel stellen eine Überhöhung des Eigenen dar. Richter ist tatsächlich der Ansicht, er sei nicht nur kompetent, sondern auch intellektuell in der Lage, etwas über Rechtsextremismus in Ostdeutschland zu schreiben. Derartige Überhöhungen eigener Fähigkeiten müssen notwendig ins Unheil führen. Und so kommt es auch:

„An diesen Beispielen kommt die “Überhöhung des Eigenen”, wie die Forscher in der Studie ausführen, deutlich zum Ausdruck. Sie sagen: Der Rechtsextremismus ist ein Erbe der DDR, wo es keine Migranten gab, weshalb die Ostdeutschen mit Fremden nicht klar kommen beziehungsweise für extreme Tendenzen anfällig sind: Kein gerade neuer Befund, eine allseits bekannte Zustandsbeschreibung. Die x-te Studie zum Thema.”

sinus-studie“Der Rechtsextremismus als solcher ist ein Erbe der DDR, wo es keine Migranten gab, weshalb die Ostdeutschen mit Fremden nicht klar kommen …“ Das muss man sich nach rund 60 Jahren westdeutscher Rechtsextremismus-Forschung, bei der schon Ende der 1970er Jahre verkündet wurde, dass 5 Millionen WESTDEUTSCHE ihren Führer wiederhaben wollten, auf der Zunge zergehen lassen, vor allem, weil Westdeutsche, die mangels ostdeutscher Beschuldigter, so lange die DDR in situ war, der einzige Gegenstand der Forschung für westdeutsche Rechtsextremismuskundige waren: Westdeutschland mit seinen vielen Gastarbeitern, die damals als Ursache für den westdeutschen Rechtsextremismus angegeben wurden; Westdeutscher Rechtsextremismus schien den damals Forschenden gerade ein Ergebnis davon zu sein, dass es „Migranten gab“, mit denen Westdeutsche nicht klar kamen.

Aber wir lernen von Christoph Richter, dass es den westdeutschen Rechtsextremismus nie gegeben hat. Denn der Rechtsextremismus, er ist ein DDR-Erbe. Und es gibt Rechtsextremismus nur dort, wo man keine Fremden kennt, in Ostdeutschland. X-Studien, von denen Richter keine einzige nennen kann, haben dies angeblich gezeigt. Wir tendieren mit x Studien dazu, apodiktische Aussagen als Ergebnis einer Geisteskrankheit zu betrachten, auch ohne Quellenangabe.

Warum schreibt ein angeblicher Journalist wie Christoph Richter einen derartigen Blödsinn? Warum gibt ein Sender, der von Steuerzahlern, auch von ostdeutschen Steuerzahlern finanziert wird, Richter ein Forum, um für alle sichtbar zu machen, dass er das hat, was Milton Rokeach ein „closed mind“ genannt hat?

Die Antwort kommt im nächsten Absatz:
„Was es jetzt braucht, ist ein umfassendes Integrationsprogramm für die Ostdeutschen. Insbesondere auf dem platten Land fühlen sich die Ossis abgehängt, vergessen. Die Bahn, die Sparkasse, die Post, die Polizei, der Bäcker: Alle haben sich zurückgezogen. Gemeinden werden durch Gebietsreformen zu gesichtslosen Stadtgebilden, mit denen sich kaum einer identifizieren kann. Das Ergebnis: Der Politikverdruss greift um sich. Die Menschen öffnen sich den Extremisten, die da kommen und sagen, wir sind jetzt die Kümmerer.“

Die Ossis sollen für die offizielle Kümmer-Industrie als Behandlungsmasse erschlossen werden. Platt ausgedrückt könnte man sagen: Der Verdacht liegt nahe, dass der Deutschlandfunk oder Mitarbeiter des Deutschlandfunks von Vertretern der Kümmer-Industrie geschmiert wurden, um ihnen das ostdeutsche El-Dorado zu erschließen. Projekte, Maßnahmen, Aktionen, Schulungen, Tagungen, Selbsthilfegruppen, Studien, Interviews, Crash-Kurse und Workshops, das Herz der Kümmer-Industriellen es schlägt höher bei dem Gedanken, man könne alle Ostdeutschen zur Behandlungsmasse erklären, die man vom DDR-Erbe Rechtsextremismus entwöhnen müsse. Die Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg, sie ist Peanuts dagegen.

„Die Bahn, die Sparkasse, die Post, die Polizei, der Bäcker“, sie sich übrigens auch im Westen vom Land zurückgezogen. Aber das ist Richter nicht der Erwähnung wert. Er ist auf der Suche nach Dingen, die seine Überzeugung bestätigen und seinen Hass auf Ostdeutsche begründen können. Die Frage, ob denn der behauptete Einfluss, der erdachte Zusammenhang überhaupt vorhanden ist, sie interessiert ihn nicht. Er pickt ihm Passendes, nicht Korrektes. Er sucht nach Bestätigung, nicht nach Begründung. Er kommt gar nicht auf die Idee, seine angeblichen Einsichten einer Prüfung zu unterziehen. Er will nicht wissen. Er will diskreditieren!

Und dann kommt der letzte Absatz in diesem Marketing-Artikel für die Kümmer-Industrie, deren Masche darin besteht, Probleme zu erfinden, die erfundenen Probleme groß zu reden und dann Horden von Kümmerern lozuschicken, um die Probleme nicht nur flächendeckend zu verbreiten, sondern auch die Notwendigkeit dafür zu demonstrieren, dass man sich kümmert, denn: Die Probleme sind nun flächendeckend. Früher hat man das Schmarotzen genannt, heute ist es Einsatz für die Zivilgesellschaft.

Damit ist der Richter aber noch nicht am Ende.
Einen hat er noch:

„Die Landeszentralen für politische Bildung haben an dieser Stelle komplett versagt. Weshalb man jetzt auch kein weiteres Programm für Weltoffenheit und Toleranz braucht. Sondern eine groß angelegte Offensive für ein lebendiges Miteinander in der Provinz. Indem die Schulen vor Ort erhalten und nicht geschlossen werden, indem der Bus öfter als zweimal am Tag fährt. Egal ob in Tröglitz, Anklam oder Heidenau. Und da sind alle Kommunal-, und Landespolitiker gefragt, aber auch der Bund: Um aus leb- und gesichtslosen Ortschaften, aus strukturschwachen Regionen lebendige und bunte Zentren zu machen. Nur so können letztlich blühende Landschaften auch in den Herzen der Ostdeutschen entstehen.“

Wussten Sie, dass die Landeszentralen für Politische Bildung in Ostdeutschen gegründet wurden, um die Ossis vom DDR-Rechtsextremismus zu entwöhnen und sie an Fremde zu gewöhnen?

Wir auch nicht.
Savage chicken CatsScheinbar hat Richter seine ureigene Vorstellung vom Zweck der Landeszentralen für Politische Bildung. Sie sind nach seiner Ansicht Mittel zur Indoktrination. Agenten, die das, was die Richters Deutschlands für richtig halten, denen, die sich auf dem ostdeutschen Land verkrochen haben, in die Köpfe hämmern, denn das Volk ist eine tumbe Masse, die darauf wartet, von den Richtern der Welt geschröpft, beschimpft und dann behandelt zu werden, vor allem in den strukturschwachen Regionen.

Tatsächlich gibt es keinerlei Untersuchung, in der sich jemand gefragt hätte, welche Wirkung Landeszentralen für Politische Bildung überhaupt haben, sofern sie eine haben. Deshalb gibt es auch nicht einmal den Funken eines Beleges für das, was Richter hier so apodiktisch feststellt, dass Landeszentralen „komplett versagt“ hätten, und zwar im Hinblick auf eine Aufgabe, die sie gar nicht haben.

Wenn man also etwas feststellen muss, dann dass die Auswahlprozesse beim Deutschlandfunk komplett versagt haben. Dass Personen wie Richter ein Platz eingeräumt wird, an dem sie ihre Unkenntnis und ihre nicht vorhandene Kompetenz anderen apodiktisch als Wahrheit verkaufen können, ist eines der größten Versagen der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft, deren Aufgabe die Verbreitung von zuverlässiger Information, nicht von FakeNews ist und auch nicht die Belehrung oder Erziehung ihrer Konsumenten.

Die Studie aus Göttingen, die Richter zum Aufhänger nimmt, ist eine Junk Studie, wie wir hier und hier begründet haben. Sie ist zudem eine Studie, bei der man über kurz oder lang den Verdacht bekommt, dass nicht alle Interviews geführt wurden, wie die Autoren es behaupten. Aber es ist eine Studie, die Vorurteile, die bei Christoph Richter so tief eingegraben sind, dass sie keiner Veränderung zugeführt werden können, bestätigt. Deshalb findet er die Studie gut und nicht etwa, weil er über Urteilsvermögen verfügen würde, das es ihm erlaubt, die entsprechende Studie aus Göttingen nach wissenschaftlichen Kriterien zu beurteilen. Hätte er dieses Urteilsvermögen, er würde sich in der Öffentlichkeit nicht positiv auf diese Junk Studie beziehen.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Erfolg für ScienceFiles! Pakt für wissenschaftliche Lauterkeit in Freital: CDU und AfD arbeiten zusammen

Matthias Meisner vom Tagesspiegel, der nicht unbedingt dafür bekannt ist, auch nur zu versuchen, eine wertfreie Berichterstattung zu Stande zu bringen, will seine Leser gleich mit der Überschrift auf Linie trimmen: „CDU und AfD paktieren in Freital gegen Rechtsextremismus-Studie“. Ein Unding für Meisner, dessen demokratische Grundbildung offensichtlich nicht ausreicht, um zu begreifen, dass Sachfragen nichts mit persönlichen oder ideologischen Vorlieben zu tun haben. Weil Meisner das nicht begreift, lässt er Kommunalpolitiker von CDU, AfD und Freien Wählern gemeinsam die umstrittene Regierungsstudie … attackieren“. Das Wort „Kritik“ kennt Meisner nur im Zusammenhang mit „heftig“ und nicht als legitime Tätigkeit, sondern als Unterstellung, denn, wer Kritik übt, der unterstellt „Einseitigkeit oder sogar Fälschung“, wie Meisner schreibt.


Freital lauterkeit 1Richtig, es geht um die Junk Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, ein weiteres Steinchen im Arsenal all derer, die der Ansicht sind, Sozialwissenschaften seien eine ideologische, weitgehend willkürliche und von linken Aktivisten unterwanderte Veranstaltung.

Das sind sie nur in institutionalisierter Form, wie wir seit mehr als 5 Jahren mit ScienceFiles belegen. Es gibt einen festen Korpus von Methoden und einen umfangreichen Toolkit, mit dem die Validität und Reliabilität, die Gültigkeit und Verlässlichkeit von Studien analysiert und bewertet werden kann. Die Göttinger Junk Studie fällt im Hinblick auf jedes Kriterium, das man an wissenschaftliche Studien anlegen kann, durch, wie wir ausführlich dargestellt haben.

Tatsächlich dürfen wir einmal ganz unbescheiden für uns in Anspruch nehmen, dass wir das gemeinsame Vorgehen in Freital mit auf den Weg gebracht haben. Bis heute ist die methodische Kritik, die wir an der Junk Science aus Göttingen geübt haben, die umfangreichste und am besten fundierte, und bis heute taucht unsere Kritik in unterschiedlichen Facetten immer wieder auf, wenn es darum geht, die Studie aus Göttingen als den Junk darzustellen, der sie nun einmal ist.

Übrigens ist die Frage, ob die Interviews, die die Göttinger geführt haben wollen, tatsächlich geführt wurden, bis heute unbeantwortet. Ganz im Gegensatz zu wissenschaftlichen Gepflogenheiten weigern sich die Göttinger ihre Daten der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen. Auch eine Art zu zeigen, dass man Angst davor hat, die eigenen Ergebnisse könnten von unabhängigen Wissenschaftler geprüft werden.

Weil wir den Stein, der die Göttinger Junk Studie letztlich erledigt hat, maßgeblich mit ins Rollen gebracht haben, freut es uns besonders, dass im Stadtrat Freital ein gemeinsamer Antrag von Stadträten aus CDU, AfD und Freien Wählern eingebracht wird, in dem es darum geht, die in der am „18.05.2017 veröffentlichte[n] Studie ‚Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland’ des Göttinger Instituts für Demokratieforschung und die darin angewandten Methoden durch eine unabhängige wissenschaftliche Institution in Bezug auf wissenschaftliches Fehlverhalten überprüfen zu lassen“.

Wir hoffen nur, die Ratsherren aus Freital finden auch eine unabhängige wissenschaftliche Institution. Wir kennen eigentlich nur ein unabhängiges wissenschaftliches Blog. Aber hier ist nicht der Ort für Eigenwerbung.

Der Antrag als solcher ist es, der zeigt, dass unsere Arbeit auf ScienceFiles nicht nur das ist, was von Mainstream-Plagiateuren kopiert wird, nein, es ist auch das, was sich in Anträgen wiederfindet, in Formulierungen wie:

„Die durch die Ostbeauftrage der Bundesregierung, Iris Gleicke, beauftragte Studie zum o.g. Thema schließt aus einer geringen Anzahl von Interviews mit sogenannten ‚Expteren‘ auf die Situation der gesamten Bundesländer. Die Unterzeichner fragen sich, inwieweit sich die durch das Göttinger Institut beauftragten Personen als ‚Experten‘ auszeichnen. Sollte es sich nicht um Experten handeln, wird bezweifelt, dass die Personalauswahl repräsentativ war. Nachvollziehbare Kriterien in Bezug auf Zufallsauswahl bzw. Stichprobengröße sind für die Unterzeichner nicht erkennbar.“

Freital lauterkeit 2Wenngleich etwas holperig und in Teilen falsch (Die Frage der Repräsentativität hat nichts damit zu tun, ob die Befragten tatsächlich Experten waren. Dass die Ergebnisse repräsentativ sind, kann man in jedem Fall ausschließen, denn 40 Hanseln machen keine repräsentative Grundgesamtheit aus.), so ist hier doch erkennbar unsere Argumentation verarbeitet.

„Darüber hinaus“, so heißt es weiter, entsprechen die durch die Forscher vorgenommenen Versuche, die Interviewpartner zu anonymisieren, nicht den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis“.

Auch diese Formulierung ist krumm, denn gegen wissenschaftliche Gepflogenheiten verstößt schlicht die Tatsache der Anonymisierung von Experteninterviews. Das ist weder üblich, noch zielführend, denn was ist ein Experte wert, dessen Expertentum man nicht einschätzen kann? Dessen ungeachtet, ist auch in dieser Formulierung unsere Kritik zu erkennen.

Schließlich ist die im Antrag gleich mehrfach zu findende Formulierung „Grundsätze wissenschaftlicher Praxis“, eine Leihgabe von ScienceFiles, die wir gerne getätigt haben – für einen guten Zweck.

Insofern sind wir gespannt auf das Ergebnis des gemeinsamen Antrags, den SPD, Grüne und LINKE natürlich schon deshalb ablehnen müssen, weil einige ihrer Fraktionsmitglieder zu den Interviewten der Studie gehören.

Bis zum Ergebnis lehnen wir uns zurück und sind mit der Welt und damit zufrieden, dass die Junk Studie aus Göttingen nicht einmal mehr im Tagesspiegel verteidigt wird, selbst dort, wird die Verteidigung der Ostbeauftragten überlassen, deren Qualifikation wir nicht kennen, von der wir aber eines wissen: Von empirischer Sozialforschung hat sie überhaupt keine Ahnung. Ihre Aussage „Ich sehe keinen Grund für Zweifel an Inhalt und Methodik der Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung“ weist entsprechend eine Analogie zum Blinden auf, der keinen Grund zum Zweifel an der Behauptung, die Sonne sei eigentlich lila und werde nachts vom Mann im Mond zugehängt, die ein Sehender der Blinden als Gutachten in Blindeschrift ausgehändigt hat, sieht.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Al-Müll-Chemie: Bundesbeauftragte versucht Teile von Junk-Science zu retten

Man kann sich ungefähr vorstellen, unter welchem Druck die Bundesbeauftragte für die neuen Bundesländer, die das Parteibuch der SPD inne hat, steht, seit ihr das Institut für Demokratieforschung Junk-Science als wissenschaftliche Studie für 129.391,86 Euro angedreht hat.

Der Druck muss immens sein, schon weil die Bundesbeauftragte in der Pressekonferenz, auf der die Ergebnisse der Junk Science vorgestellt wurden, den Mund sehr voll genommen hat:

Wir führen die Tatsache, dass Frau Gleicke sich zu einer Stellungnahme genötigt sieht, übrigens kausal auf unsere Beiträge auf ScienceFiles zurück, da wir die Wirkungskette von uns über die Welt bis zur CDU/CSU Fraktion verfolgen können. Da sich die dritte Seite der Stellungnahme auf Fragen bezieht, die wir an das Amt der Bundesbeauftragten gestellt haben und an Volker Kauder und Arnold Vaatz von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geschickt haben, ist dies wohl einer der seltenen Fälle, in dem eine Kausalkette in der sozialen Welt belegt werden kann. Warum sich Politiker nicht direkt an uns wenden (als Personen, die nachweislich Urteilsvermögen z.B. im Hinblick auf die Qualität von Studien haben, schon weil wir das entsprechende Rüstzeug nicht nur gelernt, sondern auch gelehrt haben und davon leben, es täglich zu verkaufen), um ein Gutachten über den Wert von Studien in Auftrag zu geben, eine Berührungsangst, die viele Fachzeitschriften und die DFG nicht haben, ist uns übrigens nicht nachvollziehbar.

Wir zitieren:

  • Goettingen Junk Science„Rechtsextremismus ist nicht ausschließlich ein Ost-West-Problem, sondern auch ein Zentrum-Peripherie-Problem, das befördert werden kann durch spezifische regionale Faktoren, die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind als im Westen.
  • Es gibt, nicht in ganz Ostdeutschland, aber in gewissen Regionen und politisch-kulturellen Umfeldern, eine historisch gewachsene Neigung zu Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Denken. Dies kann in der politischen Debatte nicht einfach beiseite gewischt werden, nur weil die Diagnose einer ostdeutschen Besonderheit eine politisch unangenehme Schwere in die öffentliche Debatte bringt.
  • Das Problem von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fremdenfeindlich motivierten Übergriffen mag ein stärker ostdeutsches sein, die Lösung aber liegt vor Ort.“

Keine der gemachten Aussagen ist auf Grundlage der Daten, die in die Göttinger Studie eingeflossen sind, möglich. Weder ist es möglich, einen Ost-West-Vergleich anzustellen, noch ist es möglich, einen Vergleich zwischen Regionen in Ostdeutschland vorzunehmen. Wir haben als erste auf diese Tatsachen, die sich daraus ergeben, dass die Göttinger ausschließlich qualitativ forschen, hingewiesen. Man kann, wenn man John Doe in Heidenau befragt, nicht auf ganz Heidenau oder eine ganze Region oder ein ganzes Bundesland schließen, gar alle neuen Bundesländer über einen Kamm scheren und mit Westdeutschland vergleichen. Wer dies tut, hat keine Ahnung von empirischer Sozialforschung und auch keinen normalen Menschenverstand.

Die Göttinger haben es getan und offensichtlich das Problem gesehen, dass sie, der Ehrlichkeit halber in ihrem Endbericht immer eingeschränkt davon schreiben müssten, dass bei der Fokusgruppe in z.B. Freital ein Antwortmuster bei den Teilnehmern identifiziert wurde, von dem jedoch niemand sagen kann, ob es sich auch außerhalb dieser Fokusgruppe finden lässt. Die Eigenart qualitativer Forschung besteht darin, dass man etwas über diejenigen aussagen kann, die man qualitativ erforscht hat. Über niemand sonst. Die einzige Möglichkeit, aus qualitativen Interviews etwas mehr Honig zu saugen als gewöhnlich, bietet die Grounded Theory, sofern ihr ein entsprechender quantitativer Theorietest folgt. Aber die Grounded Theory kommt als Begriff im Endbericht der Junk Studie aus Göttingen nicht vor. Überhaupt gibt es keinerlei Hinweis darauf, mit welcher Methoden (!sic) das Material aus Einzelinterviews und Fokusgruppen ausgewertet wurde. Offensichtlich haben die Göttinger einfach ausgewertet, wie es ihnen so in den Sinn kam und keinerlei Methode benutzt.

Entsprechend kann man mit Blick auf die methodische Qualität dieser Junk-Studie feststellen:

  1. Flick quali soz

    Zum Nachlesen für Göttinger und sonstige Ahnungslose

    Es gibt keinerlei Kriterien, nach denen die Interviewpartner oder die Teilnehmer der Fokusgruppen ausgewählt wurden.

  2. Es gibt keinerlei Angaben darüber, wie die Interviews und Fokusgruppen durchgeführt wurden, anhand von Leitfäden, offen oder teil-offen?
  3. Es gibt keinerlei Angabe zur Methode, mit der die Daten ausgewertet wurden, ob mit qualitativer Inhaltsanalyse, mit dem Instrumentarium der Grounded Theory oder womit auch immer.
  4. Von Fragen der Reliabilität und Validität der Auswertung des Materials, wie man sie z.B. durch Blindauswertungen oder Mehrfachauswertungen herzustellen versucht, wollen wir gar nicht erst anfangen.

Damit fehlt jeglicher methodischer Grundstock in der Junk-Studie, so dass es nicht möglich ist, überhaupt ein Ergebnis als Ergebnis zu präsentieren, da man nicht weiß, wie die Ergebnisse gewonnen wurden, von wem die Informationen, die in die Ergebnisse eingeflossen sind, gewonnen wurden uvm.

Wenn sich die Bundesbeauftragte dennoch nicht entblödet zu sagen:
„Ich sehe keinen Grund für Zweifel an Inhalt und Methodik der Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung“, dann mag dies daran liegen, dass sie von Methodologie empirischer Sozialforschung keinerlei Ahnung hat und auch vom Inhalt der Junk-Studie nicht allzu viel weiß.

Dass sie keinerlei Ahnung von empirischer Sozialforschung hat, zeigt sich daran, dass in der gerade veröffentlichten Stellungnahme eine wilde Assoziationsreihe zu finden ist: Rechtsmotivierte Gewalttaten würden 2015 zur Hälfte in Ostdeutschland verübt. Die Ursachen dafür müssten schonungslos offengelegt werden. Und: „Diese Ursachenforschung war Inhalt und Zielsetzung der Studie. Ursachenforschung kann selbstverständlich nur dort erfolgen, wo die Probleme von rechtsextremen Vorfällen vor Ort bestehen“.

Das ist absoluter Blödsinn, denn:

Es ist es nicht nachvollziehbar, dass man die Ursachen von rechtsmotivierten Gewalttaten in Ostdeutschland nur in Heidenau, Freital oder Erfurt sucht. Das wäre vielleicht dann nachvollziehbar, wenn alle rechtsmotivierten Gewalttaten in Heidenau, Freital und Erfurt begangen würden. Damit würde man aber behaupten, die drei Orte hätten einen autonomen Sozialraum, der nicht von Politiken in Berlin oder Dresden beeinflusst wird, was offenkundiger Unsinn ist.

Es ist methodischer Ahnungslosigkeit geschuldet, die Ursachen von Problemen da suchen zu wollen, wo sie auftauchen. Das mag für das naive Gemüt einsichtig sein. Ist aber dennoch methodischer Unsinn. Denn: Wie würde man die Ursachen erkennen? Angenommen, in Ort X sterben viel mehr Menschen an Lungenentzündung als in Ort Y. Wollte man nun wissen, warum dem so ist, dann würde es nach Ansicht von Frau Gleicke ausreichen, im Ort X Experteninterviews abzuhalten und Fokusgruppen zu bilden, um die Ursachen zu entdecken.

Jahn Vergleichende PowiNun gibt es, wenn man z.B. in Bibliotheken von Universitäten geht, ganze Regale voller Bücher, die sich mit Vergleichen befassen. Ein ganzer Teilbereich der Politikwissenschaft nennt sich vergleichend. Die Ethologie ist weitgehend eine Wissenschaft, die auf dem Vergleich aufbaut. Die komplette quantitative Sozialforschung ist ohne Vergleichsgruppen nicht möglich. Irgendwie scheinen Wissenschaftler der Ansicht zu sein, dass man Ursachen für ein Problem nur durch einen Vergleich identifizieren kann. Mediziner und Psychologen nutzen gar Forschungsdesigns die Vergleiche in experimentellen Settings künstlich schaffen, um so der Ursache von Dingen auf den Grund zu gehen. Nur Frau Gleicke ist der Ansicht, es reiche, wenn man ohne Vergleich in einer Weise unbedarft und willkürlich forscht, wie dies die Göttinger getan haben.

Es ist vermutlich von einer Person, die seit 1989 in politischen Pöstchen sitzt, nicht zu erwarten, dass sie irgendwelche Kenntnisse in empirischer Sozialforschung hat. Aber es wäre genau deshalb angebracht, dass sie den Mund zu Fragen der empirischen Sozialforschung hält, die sie nicht beurteilen kann. 

Davon abgesehen stellt sich die Frage, wie Frau Gleicke, deren Biographie keinerlei Anlass gibt zu vermuten, sie habe auch nur rudimentäre Kenntnisse empirischer Sozialforschung, Kenntnisse die es erlauben, die Validität und Reliabilität, die methodische Richtigkeit von Studien einzuschätzen, glaubt eben dies tun zu können. Der Posten einer Bundesbeauftragten ist ein politischer Posten, der letztlich einfach nur der Versorgung von Parteisoldaten dient. Er hat keinerlei Zweck und die Position verleiht auch keinerlei Fähigkeiten. D.h. wer Kenntnisse empirischer Sozialforschung nicht auf die Position mitbringt, der hat sie auch nach Besetzung der Position nicht. Wie Frau Gleicke denken kann, nur weil sie eine Position inne habe, werde sie quasi von einem himmlischen Strahl der Erkenntnis verklugt, ist eine Frage, die man vermutlich nur auf Grundlage der Persönlichkeitspsychologie und ihrer Theorien beantworten kann.

Ebenso wäre es wünschenswert, wenn Frau Gleicke nicht versuchen würde, Bürger für dumm zu verkaufen.

Es gibt begründete Zweifel daran, dass die Göttinger alle Interviews, die sie geführt zu haben, behaupten, auch geführt haben. Die methodischen Mängel, die völlig ungewöhnlich selbst für qualitativ arbeitende Forscher sind, sind ein Grund für diese Zweifel. Die Uneinheitlichkeit der Anonymisierung, die die Göttinger vorgenommen haben, ist ein weiter Punkt, der Zweifel nährt. Die Behauptung, dass Anonymisierung in der qualitativen Sozialforschung „völlig normal“ oder „üblich“ sei, ist ein weiterer Grund für Zweifel.

Denn: Die Göttinger haben Experteninterviews geführt. Es ist bei Experteninterviews vollkommen unüblich, zu anonymisieren. Um den Gehalt der Interviews einschätzen zu können, ist es notwendig, die Qualifikationen der angeblichen Experten beurteilen zu können. Wer die angeblichen Experten anonymisiert und keinerlei Informationen zu ihren Qualifikationen gibt, erweckt somit den Eindruck, er wolle etwas verheimlichen. Was wohl?

Wäre die Anonymisierung so normal, wie sie Gleicke und die Göttinger behaupten, wäre sie also quasi ein Automatismus, dann muss erklärt werden, wieso dieser Automatismus bei Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Landes Thüringen, Jürgen Opitz, Bürgermeister der Stadt Heidenau, Sebastian Reißig, Geschäftsführer von Aktion Zivilcourage e.V., Pirna und Dr. Enrico Schwarz, Geschäftsführer von Biotec e.V. Freital nicht greift. Was hat die Forscher daran gehindert, ihrem Instinkt der Anonymisierung Folge zu leisten? Das Wissen darum, dass Anonymisierung doch die Ausnahme und nicht die Regel ist, wenn Experteninterviews geführt wurden?

Es wird eben kein Schuh daraus. Man kann Junk Science nicht gut reden, wie Gleicke das versucht, die dafür 130.000 Euro aus dem Fenster geworfen hat, die auf einer Pressekonferenz weitreichende Ergebnisse vorgetragen hat und nun, auf Druck des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kleinlaut zugeben muss, dass es sich bei der Studie „nicht um eine repräsentative Studie[,] sondern um ‚Qualitative Sozialforschung‘“ handelt. Damit ist die Studie endgültig beerdigt, denn qualitative Studien lassen keinerlei Verallgemeinerung der Ergebnisse zu. Qualitative Studien werden durchgeführt, um sich einem unbekannten Forschungsgegenstand anzunähern. Dies ist in Gleicks Junk nicht der Fall.

junk_scienceUnd wenn Gleick weiter schreibt, dass die Vorgehensweise der Göttinger eine „übliche Vorgehensweise in der Sozialforschung“ sei, dann ist dies abermals nicht korrekt. Für die Nichtwissenden: Sozialforschung umfasst einen qualitativen und einen quantitativen Teil. Die Vertreter des quantitativen Teils wollen erklären, suchen nach Ursachen und tun dies auf Grundlage meist standardisierter Befragungen oder entsprechender Experimente und auf Grundlage von großen Datensätzen. Vertreter qualitativer Sozialforschung wollen verstehen, nicht erklären. Sie suchen entsprechend auch nicht nach allgemeingültigen Erklärungen, sondern nach Einzelfallbeschreibungen: Warum hat sich Fritz F. strafbar gemacht? Warum hat Iris G. 130.000 Steuereuro für Junk Science aus dem Fenster geworfen. Das sind Fragestellungen, die qualitative Studien zu beantworten in der Lage sein könnten. Sie geben keinerlei Hinweis auf Ursachen, die über die Personen, die interviewt wurden, hinausweisen.

Um Ursachenforschung zu betreiben, benötigt man einen quantitativen Ansatz der von einer theoretischen Fundierung ausgeht, also von Theorien, aus denen Hypothesen darüber abgeleitet werden können, warum sich Menschen gewalttätig verhalten. Das Forschungsdesign der Göttinger ist für die Beantwortung von Fragen nach Ursachen schlicht nicht geeignet. Hätte Gleicke auch nur eine Spur von Ahnung, sie wüsste das.

Es ist die übliche Armseligkeit, die wir regelmäßig bei Legitimationsforschung finden, dann, wenn angebliche Wissenschaftler Politikern zu Diensten sein wollen, in diesem Fall – wie David Berger eruiert hat – das SPD-Mitglied und der Stipendiat der SPD-eigenen Fritz-Ebert-Stiftung, der es zwischenzeitlich zum Leiter des Göttinger Instituts für Demokratieforschung gebracht hat, Franz Walter, und das SPD-Mitglied Iris Gleicke, die als Bundesbeauftrage 130.000 Euro nach Göttingen in Walters Institut überwiesen hat. Gerade wenn der Verdacht nahe liegt, dass hier ein Versorgungsnetzwerk für Genossen aus dem Amt der Bundesbeauftragten betrieben wird, hätte man erwartet, dass zumindest die Arbeit, die aus Göttingen geliefert wird, sauber und handwerklich nicht angreifbar ist. Wie die Dinge nun einmal liegen, ist die Arbeit Junk und das handwerkliche ist unterirdisch, aber immer ausreichend, um der ahnungslosen Gleicke als Studie untergeschoben zu werden.

Noch ein letztes Wort zur Anonymisierung. Das Lamento darüber, Anonymisierung seit notwendig, um die Interviewpartner nicht „rechter Gewalt“ auszusetzen, das in den Gewaltphantasien, in denen Gleicke und die Göttinger offensichtlich gerne schwelgen, immer präsent ist, viel präsenter als rechte Gewalt in der Wirklichkeit, ist Heuchelei, denn würden die Göttinger und Gleicke auch nur eine Sekunde daran glauben, dass demjenigen, der Schlechtes über die vermeintlich rechte Szene zu sagen weiß, Böses geschieht, sie würden die Studie aus Angst nicht in Auftrag geben oder, falls ein mutiger Mensch als Auftraggeber auftritt, die Studie anonym verfassen. Aus Angst. Dies ist jedoch nicht der Fall, was zeigt, dass die angebliche Angst der Interviewpartner und Fokusgruppenteilnehmer vorgeschoben wird, um etwas zu verheimlichen. Was könnte das nur sein? Die Erfindung von Gesprächspartnern? Die Zuschreibung von Aussagen, die die Gesprächspartner nie gemacht haben? Die Nachprüfbarkeit der Ergebnisse?

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