Verklagen auch Nachfahren der Römer Deutschland?

Nachfahren der XVII, XVIII und der XIX Römischen Armee, die 9 n. Christus in der Schlacht im Teutoburger Wald vollständig vernichtet wurde, wollen Schadensersatz von Deutschland.

Quintili Vare, legiones redde!

„Varus, gibt mir meine Bullionen wieder“, so soll Augustus ausgerufen haben, nachdem die Kunde von der Schlacht im Teutoburger Wald ihn erreicht hat. Die Nachfahren der Nachfahren der Nachfahren von Augustus wollen nunmehr erreichen, was Augustus versagt geblieben ist: Schadensersatz. Denn: Die Schlacht ist ein Kriegsverbrechen.

hermannsdenkmal_1900Publius Quinctilius Varus und mit ihm rund 20.000 Soldaten wurden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in einen Hinterhalt gelockt, und zwar von Arminius, unter Römern besser bekannt als Hermann der Verräter, war er doch bis zu seinem Seitenwechsel Kommandeur der römischen Hilfstruppen unter Publius Quinctilius Varus. Im Verlauf der drei Tage andauernden Schlacht wurden alle Angehörigen der XVII, XVIII und der XIX Römischen Armee von den Germanen unter der Führung von Arminius oder Hermann niedergemacht. Die Schlacht im Teutoburger Wald stellt eines der ersten überlieferten Kriegsverbrechen dar.

Deshalb haben sich Nachfahren der Angehörigen der drei Armeen zusammengeschlossen, um Deutschland auf Schadensersatz zu verklagen. Bis heute leiden die Nachfahren unter den Folgen des grausamen Endes, das ihre Vorfahren gefunden haben. Glücklicherweise haben sich NGOs und linke Politiker gefunden, die den Nachfahren gegen einen nur geringen Obolus nicht nur Publizität, sondern auch juristischen Beistand verschafft haben und es den Nachfahren der von Germanen ermordeten Römer ermöglichen, die Rechtsnachfolger der Schlächter aus dem Teutoburger Wald auf Schadensersatz zu verklagen.

Der Schadensersatz, der in dreistelliger Millionenhöhe erstrebt wird, bringt die Toten der XVII, XVIII und XIX Römischen Armee zwar nicht mehr zum Leben zurück. Das Geld sorgt aber dafür, dass die beteiligten Anwälte sich ein gutes Leben auf Kosten der Allgemeinheit verschaffen können, dass NGOs und linke Politiker sich einen kleinen Obolus genehmigen können und die Nachfahren der Nachfahren der Angehörigen der XVII, XVIII und der XIX Römischen Armee, die im Teutoburger Wald nicht einmal ordentlich bestattet wurden, nun nach 2008 Jahren endlich über den Schmerz des Verlusts der geliebten Vorfahren hinwegkommen und zukünftig ebenfalls ein gutes Leben auf Kosten der deutschen Allgemeinheit führen können.

Diese Meldung ist nicht wahr, noch nicht.

Doch wer weiß, da es derzeit Sport zu sein scheint, an dem zu leiden, was Menschen zugefügt wurde, die lange tot sind, die man weder kannte noch aufgrund der Lebenserwartung von Menschen kennen konnte, die einem vollkommen egal wären, würden sie sich nicht instrumentalisieren lassen, um an das Geld, das andere erwirtschaften, zu gelangen, um davon gut leben zu können, warum sollen nicht auch die Nachfahren der 9 n. Christus im Teutoburger Wald so hinterrücks ermordeten römischen Soldaten ihr Glück versuchen?

Die NGO, die sie dabei unterstützt, steht sicher schon bereit. Und dass es keinen Mangel an Gutmenschen gibt, die nachvollziehen können, dass man darunter leidet, keinen Schadensersatz für den Tot eines unbekannten Vorfahren zu erhalten, ist auch keine Frage.