Auf der Suche nach einer Erklärung für eklatante Abweichungen zwischen Brief- und Urnenwahl
Wahlbetrug findet vor allem in Altersheimen statt.
Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man in sozialen Netzwerke nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liest. Die Berichte über Seltsamkeiten in Alten- und Pflegeheimen in Sachsen-Anhalt sind zahlreich, so zahlreich, dass wir uns entschlossen haben, die statistischen Belege dafür, dass bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann, zu sammeln.
Eine solche Analyse beginnt bei der Briefwahl als DER Möglichkeit, eine Wahl zu manipulieren, als DEM Vehikel schlechthin für Wahlbetrug.
Die Unterschiede zwischen Urnen- und Briefwahlergebnis in Sachsen-Anhalt sind eklatant:
Rund 27%punkte liegen zwischen dem Ergebnis der AfD im Wahllokal und dem AfD-Ergebnis bei der Briefwahl.
Das ist eine Merkwürdigkeit.
Die andere Merkwürdigkeit ergibt sich daraus, dass ALLE anderen Parteien, die im Parlament vertreten sind, bei der Briefwahl besser abgeschnitten haben als im Wahllokal. Das ist so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto.
Das muss man erklären.
Und damit beginnt das Problem, wie ein Blick in die Literatur zum Thema Briefwahl schnell zeigt, also diese Literatur:
Giebler, Heiko (2014): Die Briefwähler. In: Rüdiger Schmitt-Beck / Hans Rattinger / Sigrid Roßteutscher / Bernhard Weßels / Christof Wolf (Hrsg.): Zwischen Fragmentierung und Konzentration: Die Bundestagswahl 2013. Baden-Baden: Nomos, S. 169–177.
Lichteblau, Josephine / Wagner, Aiko (2019): Die Briefwähler. In: Sigrid Roßteutscher / Rüdiger Schmitt-Beck / Harald Schoen / Bernhard Weßels / Christof Wolf (Hrsg.): Zwischen Polarisierung und Beharrung: Die Bundestagswahl 2017. Baden-Baden: Nomos, S. 169–180.
Nyhuis, Dominic / Harmening, Morten / Swalve, Tilko (2024): Wie institutionelle Hürden die soziale Selektivität der Wahl verschärfen: Das Beispiel von Formfehlern bei der Briefwahl. Swiss Political Science Review 30(3): 309–324. DOI: 10.1111/spsr.12609.
Das Problem, dass sich mit den meisten der hier angegebenen und den Arbeiten zu Briefwählern ergibt, die wir nicht angegeben haben: Sie setzen voraus, was zu erklären wäre.
Aus Daten des Statistischen Bundesamts und aus den Arbeiten oben wissen wir, dass Briefwähler in der Regel:
ältere Wähler (Schwerpunkt ab 60 Jahren aufwärts);
formal mit einem höheren Bildungsabschluss ausgestattete Wähler (Schwerpunkt Fachhochschulreife/Abitur/Studium);
kränkere Wähler und Wähler in institutioneller Betreuung, also Pflege- und Altenheimen oder Krankenhäusern sind, die nicht in Person im Wahllokal auftauchen können;
Solche Ergebnisse stammen aus Wahlanalysen des Statistischen Bundesamts und der Amtlichen Wahlstatistik des jeweiligen Wahlleiters. Sie zeigen also, wie sich bestimmte sozialstrukturelle Merkmale bei einer konkreten Wahl auf Briefwähler im Vergleich zu Urnenwählern verteilt haben.
Und ab der Feststellung, dass Briefwähler älter und formal höher gebildet sind als Urnenwähler wird diese Feststellung zur Erklärung. Der logische Humbug (genannt Tautologie), der hier betrieben wird, lässt sich am besten am Beispiel des gemeinhin höheren Anteils den CDU/SPD unter Briefwählern im Vergleich zu Urnenwählern erhalten, demonstrieren: Daraus dass bei Wahl X der Anteil, den die CDU unter Briefwählern erhalten hat, höher war als der entsprechende Anteil unter Urnenwählern wird geschlossen, dass CDU-Wähler häufiger Briefwahl beantragen als z.B. die Wähler der AfD, denn für die AfD ergibt sich die umgekehrte Beziehung zwischen Urnen- und Briefwahl.
Das setzt voraus, was zu erklären wäre.
Warum sollen CDU-Wähler häufiger Briefwahl in Anspruch nehmen als AfD-Wähler? Dass CDU-Wähler (und alles, was wir für CDU-Wähler schreiben, gilt auch für die anderen vier im Sachsen-Anhaltinischen Landtag vertretenen Mainstream-Parteien) känker sind als AfD-Wähler kann man als Erklärung ad acta legen. Die Anzahl der Stimmen, die auf die AfD entfallen, macht diese Erklärung unwahrscheinlich. Gesundheit ist kein Faktor, der die eklatanten Unterschiede im Stimmenanteil zwischen Brief- und Urnenwahl in Sachsen-Anhalt erklären kann.
Eine entsprechende Erklärung muss auf einer relevanten Anzahl von Bürgern basieren, die ein bestimmtes Merkmal, das Briefwahl befördern soll, teilen. Nach Lage der Dinge gibt es genau zwei solcher Merkmale: Alter und formale Bildung.
Die Frage, die wir also beantworten: Gibt es in Sachsen-Anhalt genug Alte und formal höher Gebildete, um zu einem so eklatanten Unterschied bei der Briefwahl zu gelangen, wie es der Fall ist?
Alter
Sachsen-Anhalt ist ein altes Land. Rund 613.000 Bürger des Landes sind nach Angaben des Statistischen Landesamts von Sachsen-Anhalt über 60 Jahre alt, davon rund 447.000 über 70 Jahre. Bei 1.71 Millionen Sachsen-Anhaltinern, die am Sonntag ihre Stimme abgegeben haben, per Brief- oder Urnenwahl, ist dies eine relevante Größe, die erklären könnte, warum die CDU und all die anderen in der Briefwahl relativ betrachtet so viel besser abgeschnitten haben als die AfD.
Indes, die Altersverteilung, wie sie in Wahlanalysen gemessen wurde, sieht die AfD bei Wählern über 60 Jahren 37% erreichen, bei Wähler über 70 Jahren sind es (hier nicht dargestellt): 31%.
So schnell ist man mit manchen Analysen am Ende: Selbst wenn alle Briefwähler älter als 70 Jahre gewesen wären, was sie nicht waren, hätte die AfD einen Anteil von 31% unter Briefwählern und nicht einen Anteil von 24,3% erreichen MÜSSEN.
Etwas ist fishy im Lande Sachsen-Anhalt, wie unser Modell, das wir auf Basis der Altersverteilung im Lande berechnet haben, noch einmal deutlich macht:
Unter normalen statistischen Umständen hätte die AfD bei 40,8% Zweitstimmen per Briefwahl und nicht bei 24,3% landen müssen. Besonders eklatant in unserem Modell ist die Abweichung bei den Grünen, die – gemessen am normalen Altersprofil ihrer Wähler -, bei 7,7% Briefwähleranteil in unserem Modell landen und nicht bei 12%.
Es ist mehr als fishy.
Betrachten wir Bildung.
Formale Bildung in Sachsen-Anhalt heißt: mehr Hauptschulabsolventen, weniger Abiturienten und weniger Hochschulabsolventen als im Bundesdurchschnitt. Briefwähler sollen formal höher gebildet sein, als Urnenwähler. Wie wahrscheinlich ist es, dass die höhere formale Bildung in Sachsen-Anhalt das Loch zwischen Brief- und Urnenwahl in den jeweiligen Anteilen zu erklären vermag?
Wie die folgende Tabelle zeigt, ist die AfD bei allen Wählern außer denen mit Hochschulabschluss über ihrem Briefwahlergebnis von 24,3% geblieben.
Reichen die Hochschulabsolventen dennoch, um den Unterschied des AfD-Anteils zwischen Brief- und Urnenwahl zu erklären?
Man kann mit der spezifischen Verteilung formaler Bildung in Sachsen-Anhalt den Zugewinn im Briefwahlergebnis von CDU, SPD, Grünen und LINKE erklären. Man kann das schlechte Abschneiden der AfD NICHT erklären. Es fehlen rund 97.000 Stimmen in unserem Modell formaler Bildung, 97.000 Stimmen fehlen der AfD und dem gesamten Wahlsystem, um das Wahlergebnis auch nur Ansatzweise in den Bereich der statistischen Wahrscheinlichkeit zu rücken.
Wäre alles mit statistisch betrachtet, rechten Dingen zugegangen, die AfD hätte bei 42,4% der Zweitstimmen in der Briefwahl erhalten müssen, nicht 24,3%. Zudem zeigt unser Modell, dass die Ergebnisse vor allem von CDU und SPD weit über dem liegen, was statistisch und auf Grundlage der Verteilung von Bildungsabschlüssen in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich ist. Die CDU liegt mit ihrem Ergebnis um 7,3% über dem Bereich, der noch statistisch wahrscheinlich ist, die SPD um 4,3%.
Mit anderen Worten: Dass man über das Alter der Briefwähler die eklatanten Unterschiede im Ergebnis erklären kann, ist ebenso unwahrscheinlich, wie die entsprechende Erklärung über formale Bildung. Aber was passiert, wenn man beide kombiniert:
Kombiniert man die Effekte von Alter und formaler Bildung, dann liegt der Stimmenanteil, der statistisch für die AfD zu erwarten ist, bei 42,1% der Briefwahlstimmen, nicht bei 24,3%. Der Anteil der CDU wäre um 3,9% grringer, der der SPD um 3,9%, der Anteil der Grünen würde um 4,2% schrumpfen, der der LINKE um 1,9%.
Kurz: Wir können den eklatanten Unterschied zwischen den jeweiligen Stimmenanteilen bei Urnen- und Briefwahl in Sachsen-Anhalt nicht durch die Variablen erklären, die gemeinhin als Erklärung dafür angegeben werden. Sowohl Alter als auch formale Bildung liegen mit Werten zwischen 0,05 und 0,15 statistischer Wahrscheinlichkeit soweit außerhalb des Bereichs, ab dem man von einem Erklärungsbeitrag sprechen kann, dass man die Erklärung bei anderen Variablen suchen muss, und es müssen Variablen sein, die imstande sind, alle Parteien außer der AfD systematisch zu begünstigen und die AfD zu schädigen.
Welche Variable kann einen solchen systematsichen Einfluss auf ein Wahlergebnis ausüben?
Nach Lage der Dinge fällt mir nur eine gezielte Einflussnahme auf individuelle Wahlentscheidung ein, um eine solche systematische Verzerrung von Ergebnissen zustande zu bringen. Indes, bevor man von Wahlbetrug spricht, muss man sich deutlich machen, dass für diesen Fall ein koordiniertes Vorgehen notwendig ist, ein Vorgehen, das Organisation, Ressourcen, Absprachen und ausreichend Bösartigkeit erfordert, um in welcher Form auch immer umgesetzt zu werden. Eine Manipulation in manchen Alten- und Pflegeheimen ist dazu nicht ausreichend. Wir sprechen von mindestens 97.000 Stimmen, die im Briefwahlergebnis der AfD fehlen oder dem der anderen Parteien zu viel sind. Wir sprächen dann von zentral koordiniertem und organisiertem Wahlbetrug, nicht von Einzelfällen, die man über die Katallaxie von Boshaftigkeit erklären kann …
Eine ganz andere Liga …
Um es noch einmal zu sagen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Diskrepanz zwischen den VariableLandtan, mit denen Briefwahl gemeinhin erklärt wird und der Unmöglichkeit, das Briefwahlergebnis von Sachsen-Anhalt damit zu erklären, durch andere systematisch die AfD benachteiligende und ALLE anderen Parteien bevorteilenden Parteien erklärt werden kann.
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Es ist doch logisch, daß die Partei, die ihre Wähler immer wieder vor der Briefwahl warnt und empfiehlt, an der Urne zu wählen, am wenigsten Briefwähler hat. Alles andere wäre verwunderlich.
Für mich nicht logisch. Korrelativ ja – kausal keinesfalls! Ansonsten müßte der Umkehrschluß ganz klar ergeben, daß ALLE anderen Parteien ihre Wähler permanent und nachdrücklich aufgefordert haben, per Brief und keinesfalls per Urne zu wählen.
Sie finden die Angaben bei Infratest/Dimap, der Forschungsgruppe Wahlen und bei INSA in den jeweiligen Wahlanalysen und zudem in Auswertungen des Landeswahlleiters.
Realitycheck – was ist wahrscheinlicher: Ein unerwartetes Ergebnis bei der Briefwahl oder eine groß angelegte Wahlfälschung, die nicht rauskommt (ähnlich „Mondlandung“)? SF hatte ja schonmal so eine Analyse, irgendwann letztes Jahr oder so. Schon zur Abschreckung sollten Briefwahlen aber regelmäßig untersucht werden.
„Wir sprächen dann von zentral koordiniertem und organisiertem Wahlbetrug“. Das muss nicht zentral koordiniert werden. Viele kleine „Sophie Scholls im Geiste“, die ihren Teil bei der Bekämpfung des Faschismus auch jenseits der Strafbarkeitsgrenze beitragen reichen schon. Dazu kommt der „Wettbewerb“, in der eigenen Gemeinde keine besonders schlimmen Zahlen vorzuweisen. Motivierte Einzelkämpfer gibt es genug, erwischt wird auch niemand, solange nie gesucht wird. Koordiniert werden sie, indem wenige Wochen vor der Wahl die Prognosen plötzlich zeigen, dass z.B. die Grünen eine realistische Chance haben. Manipuliert wird im Altersheim (Stimmabgabe anstelle des Berechtigten), im Rathaus (austauschen des Wahlbriefs), im Bürgerbüro (Briefwahl für Nichtwähler oder Phantasiebürger). Nichts davon muss zentral koordiniert werden, mal abgesehen davon, dass alle Gutmenschen die selbe Partei verteufeln.
Die AFD hat ihre Wähler vor der Wahl in Sachsen-Anhalt mehrfach explizit aufgerufen von der Briefwahl keinen Gebrauch zu machen. Wäre dies perfekt gelungen läge der Anteil der Briefwähler der AFD bei 0 %. Könnte eine sehr stringente Befolgung dieses Aufrufes ausreichen die große Diskrepanz zu erklären kombiniert mit der Tatsache, dass die > 70-jähringen am wenigsten AFD wählen?
Als ich gestern bei PI.news kommentierte, es waren 85% ausgezählt, so 22:00 bis 23:00Uhr rum, daß da offensichtlich Wahlbetrug in S-A vorliegt, haben die (wie üblich) den Kommentar „verschwinden“ lassen. Als heute dann die Endergebisse kamen, war es umso deutlicher.
Grüne bei 150% von 2021, obwohl diese eigentlich abstürzen sollten.
SPD legt minimal zu, wo es vorher um die 5%-Hürde ging.
BSW gerade so rein, nachdem die sich in Thüringen erst selbst geschlachtet haben und gestern noch eine Parteineugründung ankündigten.
Und „A“fD noch um 1% verringert worden.
Ergebnis, keine absolute Mehrheit.
Getraut haben sie es sich nicht, daß Ergebnis unter 40% zu bringen, um damit eine Regierungsbildung CDUSPDGRÜNSED zu ermöglichen, noch nicht.
Das die Briefwahl seit Jahrzehnten vom linken Abschaum benutzt wird, um zu betrügen, indem die Linken in den Verwahranstalten für die Mumie, „Altenheimen“, die Kreuze setzen, pfeifen die Spatzen von allen Dächern, nur was nutzt es? „Wichtig ist nicht was das Volk wählt, sondern wer die Stimmen zählt“ (und die Justiz kontrolliert).
Aber wehe der „Nazi“ sagt euch das seit vor Gründung der „A“fD … Keine Angst, ihr müßt nur an euer Mantra glauben: „Bei der nächsten Wahl“. Nicht?!
Die Halbierung bei der AFD alleine ließe sich wie schon mehrfach vorgeschlagen auch aus der Empfehlung der AFD erklären, die Urnenwahl zu bevorzugen. Außer bei BSW (die ist ja ähnlich gut gelitten im Mainstream wie die AFD) liegt aber bei ALLEN ANDERN Parteien eine fast Verdopplung vor.
Meine Frage: wie ist das Verhältnis von Brief- u. Urnenwahl in vergangenen vergleichbaren Wahlen je nach Partei?
Das Traurige ist doch, dass Absprachen gar nicht nötig sind für koordiniertes Vorgehen, wenn nämlich die linksgrüne Aktivistendichte nur hoch genug ist im Bereich der Briefwahl.
Mann kann wohl getrost davon ausgehen, dass bereits ein erheblicher Teil der WÄHLER der Linksparteien Wahlmanipulationen zu Ungunsten der AFD für legitim hält. Die Enthemmtheit der
Sprache gegenüber der AFD in Politik und Medien und die bereits praktizierte und angedrohte Gewalt gegen jeden, der als „Rechts“ markiert wurde, zeigt doch schon lange das Überschreiten mehrerer roter Linien im politischen Theater dieses Landes, wohingegen ein bisschen Wahlfälschung längst eine Lappalie geworden ist. Erhebliche Teile der Menschen in diesem Lande haben sich tatsächlich längst von der Demokratie verabschiedet und diese Teile sind überwiegend links zu verorten.
Ich habe die Daten beim Landesamt für Statistik S-A runtergeladen und nach Auffälligkeiten untersucht. Folgendes ist dabei rausgekommen: Es gibt ein paar Städte und Gemeinden mit mehr als 5000 Wahlberechtigten, in denen ein außergewöhnlich hoher Briefwahl-Stimmenanteil (>80% der Urnenwahlstimmen) für die Altparteien erkennbar ist. Auf eine Karte projeziert, bilden sich 3 Cluster: Magdeburg und Umland (Biederitz, Möser u.a.), Halberstadt und Quedlinburg, Halle und Umland (Merseburg, Leuna Salzatal u.a.). Anderswo tritt so ein seltsames Wählerverhalten kaum auf. Jetzt fehlt mir der Ansatz für eine Erklärung dafür.
Daher meine Frage, ob sich Abweichungen auf große Kommunen konzentrieren. Gerade die doppelt verschickten Wahlunterlagen haben mich stutzig gemacht. Was wäre, wenn es in diesen Kommunen grundsätzlich zwei Exemplare an Wahlunterlagen gäbe. Ein Exemplar geht an die Wähler, ein Exemplar geht an Wahlbetrüger, die den Wahl- und Stimmzettel ebenfalls ausfüllen. Der einzige Unterschied: Ein maschinenlesbarer Code auf dem Briefumschlag.
In großen Kommunen bietet die Post nämlich einen Service an: Auf Basis auf den Umschlägen aufgedruckter maschinenlesbarer Codes werden die Wahlbriefe nach Bezirken der großen Kommunen vorselektiert. Denkbar wäre also, die Briefe der Briefwähler in einen Scheinezirk zu leiten, und die Briefe der Betrüger in die echten Bezirke. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Immerhin funktionierte das ohne allzuviele Mitwisser. War also die Zusendung doppelter Unterlagen nur eine Panne dieses Vorgangs? Man müsste prüfen, ob von der Dienstleistung der Post Gebrauch gemacht wurde. Und, wenn jemand die doppelten Wahlunterlagen aufbewahrt hat, müsste man schauen, ob die Briefumschläge unterschiedlich codiert waren.
Hm, ich könnte mir vorstellen, daß die doppelten Wahlunterlagen anders codiert sind, weil der Code „durchzählt“ für jeden Umschlag, und dabei dann bei einer Prüfung vielleicht rauskam, wir haben zuviele Wahlunterlagen, und dadurch die Doppelung auffiel – aber interessant wäre es auf alle Fälle, mehrere derartiger Doppelungen in die Hand zu bekommen. Wird aber wohl keiner das auf den Kopierer gelegt haben vor dem Abschicken…
Das ist erstmal ein Kuriosum, eine Erklärung fällt mir da auch nicht unmittelbar ein, warum da so viele per Brief gewählt haben. Denn in größeren Gemeinden würde ich eher erwarten, daß an der Urne gewählt wird, weil die leichter zu erreichen ist als in verstreuten Landgemeinden – oder ist das gar nicht so, und in 50-Seelen-Örtern wird eine fußläufig erreichbare Wahlurne aufgestellt?
So viele Vermutungen wird man auf Grund der verblüffend einfachen und umustößlichen Aussage Herrn Kleins gar nicht anstellen müssen:
Zitat
„Selbst wenn alle Briefwähler älter als 70 Jahre gewesen wären, was sie nicht waren, hätte die AfD einen Anteil von 31% unter Briefwählern und nicht einen Anteil von 24,3% erreichen MÜSSEN.“
Zitatende
Die Frage, die sich aus dieser plausiblen Aussage ergibt, ist doch: wie wird der Betrug durchgeführt?
Und dazu kamen hier in den Kommentaren schon wirklich überdenkenswerte Vorschläge; die meißten davon werden sich allerdings nicht überprüfen lassen, weil die Betrugsabsicht unter Umständen ohne große Absprachen einfach in den Köpfen der vielen sich gut dünkenden Menschen getroffen und realisiert wird.
Also, ich weiß nicht. Die Unterschiede zwischen Briefwahlergebnissen und Urnenwahlergebnissen sind zweifellos erstaunlich, aber das schon als Hinweis für Wahlbetrug zu nehmen, ist das nicht möglicherweise eine Überdehnung der statistischen Vorhersagekraft, in dem Sinne wie Ihr ja auch immer den Wahlumfragen keine Representativität zugesteht? Es ist ja immerhin so, daß die AfD strikt die Parole „geht zur Urnenwahl“ ausgegeben hat, und ihre Wähler das vielleicht auch beherzigen? – Was anderes kam mir in Erinnerung. Es ist schon ein paar Jahre her, ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte, ob bei Euch oder wo anders, daß einer über bestimmte wahrscheinlichere oder unwahrscheinlichere Ergebnisse Wahlbetrug nachgewiesen hat, also daß z.B. 66,8 ein quasi unmögliches Ergebnis sei, und 23,5 ein echtes (Zahlen ausgedacht, nur als Beispiel). Er hatte sich Bundestagswahlen und WIMRE Landtagswahlen seit Bestehen der BRD vorgenommen und recht viele Fälle aufgelistet, aus verschiedenen Jahrzehnten von verschiedenen Parteien, erinnerlich ist mir noch ein Fall von der CSU in Bayern, SPD in NRW gab es WIMRE auch, bei denen sein Fazit lautete, wenn eine Partei eine komfortable Mehrheit hat, neigt sie auch dazu, mehr einzukassieren. Ob Ihr vielleicht den und seine Methode wiederfinden könntet, und nach dieser Methode mal die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt überprüfen?
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Show CommentsEs ist doch logisch, daß die Partei, die ihre Wähler immer wieder vor der Briefwahl warnt und empfiehlt, an der Urne zu wählen, am wenigsten Briefwähler hat. Alles andere wäre verwunderlich.
Für mich nicht logisch. Korrelativ ja – kausal keinesfalls! Ansonsten müßte der Umkehrschluß ganz klar ergeben, daß ALLE anderen Parteien ihre Wähler permanent und nachdrücklich aufgefordert haben, per Brief und keinesfalls per Urne zu wählen.
Quellenangabe für die Tabellen wäre sehr zu wünschen
Sie finden die Angaben bei Infratest/Dimap, der Forschungsgruppe Wahlen und bei INSA in den jeweiligen Wahlanalysen und zudem in Auswertungen des Landeswahlleiters.
Realitycheck – was ist wahrscheinlicher: Ein unerwartetes Ergebnis bei der Briefwahl oder eine groß angelegte Wahlfälschung, die nicht rauskommt (ähnlich „Mondlandung“)? SF hatte ja schonmal so eine Analyse, irgendwann letztes Jahr oder so. Schon zur Abschreckung sollten Briefwahlen aber regelmäßig untersucht werden.
Ist diese Ungleichgewicht Urne/Brief über alle Kommunen ähnlich, oder konzentriert sich das auf die großen Kommunen?
Die Daten sind von https://wahlergebnisse.sachsen-anhalt.de/wahlen/lt26/downloads.html?v=1789078670713
Die Wahlbezirksdaten aggregiert nach Gemeindeschlüssel zeigen eine recht einheitliche Abweichung.
[…] weiter […]
„Wir sprächen dann von zentral koordiniertem und organisiertem Wahlbetrug“. Das muss nicht zentral koordiniert werden. Viele kleine „Sophie Scholls im Geiste“, die ihren Teil bei der Bekämpfung des Faschismus auch jenseits der Strafbarkeitsgrenze beitragen reichen schon. Dazu kommt der „Wettbewerb“, in der eigenen Gemeinde keine besonders schlimmen Zahlen vorzuweisen. Motivierte Einzelkämpfer gibt es genug, erwischt wird auch niemand, solange nie gesucht wird. Koordiniert werden sie, indem wenige Wochen vor der Wahl die Prognosen plötzlich zeigen, dass z.B. die Grünen eine realistische Chance haben. Manipuliert wird im Altersheim (Stimmabgabe anstelle des Berechtigten), im Rathaus (austauschen des Wahlbriefs), im Bürgerbüro (Briefwahl für Nichtwähler oder Phantasiebürger). Nichts davon muss zentral koordiniert werden, mal abgesehen davon, dass alle Gutmenschen die selbe Partei verteufeln.
Die AFD hat ihre Wähler vor der Wahl in Sachsen-Anhalt mehrfach explizit aufgerufen von der Briefwahl keinen Gebrauch zu machen. Wäre dies perfekt gelungen läge der Anteil der Briefwähler der AFD bei 0 %. Könnte eine sehr stringente Befolgung dieses Aufrufes ausreichen die große Diskrepanz zu erklären kombiniert mit der Tatsache, dass die > 70-jähringen am wenigsten AFD wählen?
Als ich gestern bei PI.news kommentierte, es waren 85% ausgezählt, so 22:00 bis 23:00Uhr rum, daß da offensichtlich Wahlbetrug in S-A vorliegt, haben die (wie üblich) den Kommentar „verschwinden“ lassen. Als heute dann die Endergebisse kamen, war es umso deutlicher.
Grüne bei 150% von 2021, obwohl diese eigentlich abstürzen sollten.
SPD legt minimal zu, wo es vorher um die 5%-Hürde ging.
BSW gerade so rein, nachdem die sich in Thüringen erst selbst geschlachtet haben und gestern noch eine Parteineugründung ankündigten.
Und „A“fD noch um 1% verringert worden.
Ergebnis, keine absolute Mehrheit.
Getraut haben sie es sich nicht, daß Ergebnis unter 40% zu bringen, um damit eine Regierungsbildung CDUSPDGRÜNSED zu ermöglichen, noch nicht.
Das die Briefwahl seit Jahrzehnten vom linken Abschaum benutzt wird, um zu betrügen, indem die Linken in den Verwahranstalten für die Mumie, „Altenheimen“, die Kreuze setzen, pfeifen die Spatzen von allen Dächern, nur was nutzt es? „Wichtig ist nicht was das Volk wählt, sondern wer die Stimmen zählt“ (und die Justiz kontrolliert).
Aber wehe der „Nazi“ sagt euch das seit vor Gründung der „A“fD … Keine Angst, ihr müßt nur an euer Mantra glauben: „Bei der nächsten Wahl“. Nicht?!
Benutzt Sachsen-Anhalt PC-Wahl? Wenn ja, erübrigt sich alles andere…
Was ist PC-Wahl?
Die Halbierung bei der AFD alleine ließe sich wie schon mehrfach vorgeschlagen auch aus der Empfehlung der AFD erklären, die Urnenwahl zu bevorzugen. Außer bei BSW (die ist ja ähnlich gut gelitten im Mainstream wie die AFD) liegt aber bei ALLEN ANDERN Parteien eine fast Verdopplung vor.
Meine Frage: wie ist das Verhältnis von Brief- u. Urnenwahl in vergangenen vergleichbaren Wahlen je nach Partei?
Das Traurige ist doch, dass Absprachen gar nicht nötig sind für koordiniertes Vorgehen, wenn nämlich die linksgrüne Aktivistendichte nur hoch genug ist im Bereich der Briefwahl.
Mann kann wohl getrost davon ausgehen, dass bereits ein erheblicher Teil der WÄHLER der Linksparteien Wahlmanipulationen zu Ungunsten der AFD für legitim hält. Die Enthemmtheit der
Sprache gegenüber der AFD in Politik und Medien und die bereits praktizierte und angedrohte Gewalt gegen jeden, der als „Rechts“ markiert wurde, zeigt doch schon lange das Überschreiten mehrerer roter Linien im politischen Theater dieses Landes, wohingegen ein bisschen Wahlfälschung längst eine Lappalie geworden ist. Erhebliche Teile der Menschen in diesem Lande haben sich tatsächlich längst von der Demokratie verabschiedet und diese Teile sind überwiegend links zu verorten.
Ich habe die Daten beim Landesamt für Statistik S-A runtergeladen und nach Auffälligkeiten untersucht. Folgendes ist dabei rausgekommen: Es gibt ein paar Städte und Gemeinden mit mehr als 5000 Wahlberechtigten, in denen ein außergewöhnlich hoher Briefwahl-Stimmenanteil (>80% der Urnenwahlstimmen) für die Altparteien erkennbar ist. Auf eine Karte projeziert, bilden sich 3 Cluster: Magdeburg und Umland (Biederitz, Möser u.a.), Halberstadt und Quedlinburg, Halle und Umland (Merseburg, Leuna Salzatal u.a.). Anderswo tritt so ein seltsames Wählerverhalten kaum auf. Jetzt fehlt mir der Ansatz für eine Erklärung dafür.
Daher meine Frage, ob sich Abweichungen auf große Kommunen konzentrieren. Gerade die doppelt verschickten Wahlunterlagen haben mich stutzig gemacht. Was wäre, wenn es in diesen Kommunen grundsätzlich zwei Exemplare an Wahlunterlagen gäbe. Ein Exemplar geht an die Wähler, ein Exemplar geht an Wahlbetrüger, die den Wahl- und Stimmzettel ebenfalls ausfüllen. Der einzige Unterschied: Ein maschinenlesbarer Code auf dem Briefumschlag.
In großen Kommunen bietet die Post nämlich einen Service an: Auf Basis auf den Umschlägen aufgedruckter maschinenlesbarer Codes werden die Wahlbriefe nach Bezirken der großen Kommunen vorselektiert. Denkbar wäre also, die Briefe der Briefwähler in einen Scheinezirk zu leiten, und die Briefe der Betrüger in die echten Bezirke. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Immerhin funktionierte das ohne allzuviele Mitwisser. War also die Zusendung doppelter Unterlagen nur eine Panne dieses Vorgangs? Man müsste prüfen, ob von der Dienstleistung der Post Gebrauch gemacht wurde. Und, wenn jemand die doppelten Wahlunterlagen aufbewahrt hat, müsste man schauen, ob die Briefumschläge unterschiedlich codiert waren.
Hm, ich könnte mir vorstellen, daß die doppelten Wahlunterlagen anders codiert sind, weil der Code „durchzählt“ für jeden Umschlag, und dabei dann bei einer Prüfung vielleicht rauskam, wir haben zuviele Wahlunterlagen, und dadurch die Doppelung auffiel – aber interessant wäre es auf alle Fälle, mehrere derartiger Doppelungen in die Hand zu bekommen. Wird aber wohl keiner das auf den Kopierer gelegt haben vor dem Abschicken…
Das ist erstmal ein Kuriosum, eine Erklärung fällt mir da auch nicht unmittelbar ein, warum da so viele per Brief gewählt haben. Denn in größeren Gemeinden würde ich eher erwarten, daß an der Urne gewählt wird, weil die leichter zu erreichen ist als in verstreuten Landgemeinden – oder ist das gar nicht so, und in 50-Seelen-Örtern wird eine fußläufig erreichbare Wahlurne aufgestellt?
So viele Vermutungen wird man auf Grund der verblüffend einfachen und umustößlichen Aussage Herrn Kleins gar nicht anstellen müssen:
Zitat
„Selbst wenn alle Briefwähler älter als 70 Jahre gewesen wären, was sie nicht waren, hätte die AfD einen Anteil von 31% unter Briefwählern und nicht einen Anteil von 24,3% erreichen MÜSSEN.“
Zitatende
Die Frage, die sich aus dieser plausiblen Aussage ergibt, ist doch: wie wird der Betrug durchgeführt?
Und dazu kamen hier in den Kommentaren schon wirklich überdenkenswerte Vorschläge; die meißten davon werden sich allerdings nicht überprüfen lassen, weil die Betrugsabsicht unter Umständen ohne große Absprachen einfach in den Köpfen der vielen sich gut dünkenden Menschen getroffen und realisiert wird.
Die Daten je Wahlbezirk sind bei https://wahlergebnisse.sachsen-anhalt.de/wahlen/lt26/downloads.html?v=1789078670713 als XLSX zu erhalten.
Aggregiert nach Gemeindeschlüssel zeigen sie eine recht einheitliche Differenz von Briefwahl zu Urnenwahl.
Also, ich weiß nicht. Die Unterschiede zwischen Briefwahlergebnissen und Urnenwahlergebnissen sind zweifellos erstaunlich, aber das schon als Hinweis für Wahlbetrug zu nehmen, ist das nicht möglicherweise eine Überdehnung der statistischen Vorhersagekraft, in dem Sinne wie Ihr ja auch immer den Wahlumfragen keine Representativität zugesteht? Es ist ja immerhin so, daß die AfD strikt die Parole „geht zur Urnenwahl“ ausgegeben hat, und ihre Wähler das vielleicht auch beherzigen? – Was anderes kam mir in Erinnerung. Es ist schon ein paar Jahre her, ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen hatte, ob bei Euch oder wo anders, daß einer über bestimmte wahrscheinlichere oder unwahrscheinlichere Ergebnisse Wahlbetrug nachgewiesen hat, also daß z.B. 66,8 ein quasi unmögliches Ergebnis sei, und 23,5 ein echtes (Zahlen ausgedacht, nur als Beispiel). Er hatte sich Bundestagswahlen und WIMRE Landtagswahlen seit Bestehen der BRD vorgenommen und recht viele Fälle aufgelistet, aus verschiedenen Jahrzehnten von verschiedenen Parteien, erinnerlich ist mir noch ein Fall von der CSU in Bayern, SPD in NRW gab es WIMRE auch, bei denen sein Fazit lautete, wenn eine Partei eine komfortable Mehrheit hat, neigt sie auch dazu, mehr einzukassieren. Ob Ihr vielleicht den und seine Methode wiederfinden könntet, und nach dieser Methode mal die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt überprüfen?