News vom Gesetz gegen FakeNews ist FakeNews

Wie der Spiegel und die ARD berichten, gehen Thomas Oppermann die Maßnahmen von Facebook gegen FakeNews nicht weit genug. Entsprechend wolle der SPD-König einen Gesetzentwurf einbringen, der gegen FakeNews gerichtet sei.

Diese News muss FakeNews sein, denn Thomas Oppermann, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, der für den Bundestagswahlkreis 53 „Göttingen“ im Bundestag sitzt, würde sicher nicht Unsinn wie den folgenden erzählen:

“”Wenn Facebook nach entsprechender Prüfung die betroffene Meldung nicht unverzüglich binnen 24 Stunden löscht, muss Facebook mit empfindlichen Bußgeldern bis zu 500.000 Euro rechnen”, so Oppermann. Zudem müsse es auf Wunsch der Betroffenen eine “Richtigstellung mit der gleichen Reichweite geben”.

oppermann-spd

Als FakeNews gekennzeichnete FakeNews der Fake-SPD

„Unverzüglich binnen 24 Stunden“, so einen Blödsinn sagt kein Oppermann aus Göttingen, aus Wahlkreis 53. Er sagt ja auch nicht „umfassend, in Teilen entfernen“ oder „vollberufstätige Halbtagskraft“ oder „intelligenter Vollidiot“.

Nein, der richtige Thomas Oppermann würde derartigen Blödsinn nicht erzählen. Die Meldung des Spiegels ist Fake, wie sich auch daran zeigt, dass Oppermann angeblich eine „Richtigstellung mit der gleichen Reichweite“ fordert.

Wenn also auf Facebook in einer geschlossenen Gruppe, die 20 Mitglieder hat, ein Mitglied vom anderen Mitglied fälschlicherweise behauptet, dass es gefärbte Haare habe, wo doch jeder weiß, dass sich nicht einmal Gerhard Schröder sich die Haare färben ließ, dann muss diese FakeNews innerhalb von unverzüglichen 24 Stunden gelöscht und mit gleicher Reichweite, also bei den restlichen 19 Mitgliedern der Gruppe berichtigt werden, sonst erhält Facebook eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro. Nein, so einen kleinkarierten Unsinn geringster Reichweite würde der richtige Thomas Oppermann nie behaupten.

So wie der richtige Thomas Oppermann, der SPD-Mann, nie in den Ruch kommen würde, mit seinem angekündigten Gesetz gegen FakeNews, Nazi-Gesetzgebung wiederzubeleben, nämlich die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes, vom 4. Februar 1933, in der die Regelung enthalten ist, dass offensichtlich unrichtige Nachrichten, die die Interessen des Staates gefährden, mit einem Verbot der entsprechenden Zeitung geahndet werden. Der SPD-Mann Oppermann würde sich nie in die Schuhe der Nazis stellen und ihres Weges laufen. Nie. Die Nachricht ist Fake.

Die Nachricht des Spiegels ist ein schmutziger Trick, mit dem die Mainstream-Presse, der die Leser davonlaufen, die lästige Konkurrenz im Internet beseitigen will. Wir sind uns da ganz sicher, denn Oppermann, der SPD-Mann aus dem Wahlkreis “Göttingen” (53) steht weder in direkter Nachfolge zu Nazi-Gesetzgebung noch würde er Unsinn wie den oben zitierten verbreiten.

Oppermann ist nämlich schon seine eigene Fake-News-Agentur:

„Oppermann kritisierte den schmutzigen Wahlkampf von Trump: „Er hat ethnische Minderheiten verunglimpft und mit sexistischen Ausfällen Frauen herabgewürdigt.“

Gefangen im Widerspruch zu sich selbst: SPD-Oppermann und die Clausnitzer Ausgrenzung des Zusammenhalts

Wenn Politiker über mehrere Zeilen zusammenhängende Sätze machen sollen oder mehrere Fragen hintereinander gefragt werden, dann hat man eine gute Chance, mindestens einen, wenn nicht etliche logische Fehler zu finden.

Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion ist hier keine Ausnahme.

Unser Land braucht Zusammenhalt statt Ausgrenzung, so ist sein Interview mit der BILD-Zeitung überschrieben.

Und Oppermann sagt darin:

“In Clausnitz hat sich Deutschland von seiner hässlichsten Seite gezeigt. Jeder anständige Deutsche muss sich dafür schämen.”

Und er sagt:

“Die AfD spaltet dieses Land. Sie hetzt Menschen gegeneinander auf. Solche Töne haben wir zuletzt am Ende der Weimarer Republik gehört.”

Und er sagt:

“Nein. Aber uns Demokraten muss es erschüttern, wenn von diesen Leuten eine Pogromstimmung herbeigeredet wird. Wohin das führt, haben wir in Clausnitz gesehen. Unser Land braucht Zusammenhalt statt Ausgrenzung.”

Wie viele logische Fehler sind in diesen wenigen Aussagen enthalten?

Das Offensichtliche zuerst:

Deutschland besteht für Oppermann aus anständigen Deutschen, die sich für die hässliche Seite von Clausnitz schämen müssen und aus unanständigen Deutschen, die für die hässliche Seite von Clausnitz verantwortlich sind. Mit anderen Worten: Oppermann teilt Deutschland in zwei Lager, in die anständigen, die sich schämen und die unanständigen, die sich nicht schämen. Nach seinen eigenen Worten spaltet er damit das Land.

Aber nicht er, der “das Land” in anständige und unanständige Deutsche teilt, spaltet das Land, sondern die AfD, weil die AfD Menschen gegeneinander aufhetzt, und zwar durch Töne, die “wir zuletzt am Ende der Weimarer Republik gehört haben”.

Wer hier “wir” ist, ist unklar. Falls “wir” Oppermann miteinschließt, muss Oppermann älter sein als er vorgibt (1954 geboren), sonst kann er unter den “wir” die Töne vom Ende der Weimarer Republik nicht gehört haben.

Aber vielleicht ist Oppermann ja gebildeter als wir glauben und spielt mit den “Tönen, die wir zuletzt am Ende der Weimarer Republik gehört haben”, u.a. auf die Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz an, in dem Wels die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes durch die SPD damit begründet, dass die SPD Verfolgung ausgesetzt sei, und zwar deshalb, weil die SPD dem Zeitgeist nicht folgen und gegen den (nationalsozialistischen) Mainstream gearbeitet hat, so wie die AfD das heute tut?

Überhaupt scheint das, was Wels für die SPD in 1933 sagt, auf die AfD von heute zuzutreffen:

Wie dem auch sei, es ist ein Widerspruch, selbst “das Land” in anständige und unanständige Deutsche und später in “uns Demokraten” und die unanständigen von der AfD zu zerteilen, um dann wenige Sätze weiter festzustellen: “Unser Land braucht Zusammenhalt statt Ausgrenzung”.

Logik f dummiesWenn unser Land Zusammenhalt statt Ausgrenzung braucht, warum grenzt Herr Oppermann gleich mehrfach Deutsche mit einer anderen Meinung als er, aus? Ist er gar nicht der Meinung, dass Deutschland Zusammenhalt braucht, denkt vielmehr, Deutschland braucht Ausgrenzung oder merkt er nicht, dass er sich gerade widerspricht?

Wenn Oppermann meint, Deutschland brauche Ausgrenzung, dann muss man daraus schließen, dass er diejenigen, die sein Interview mit der BILD-Zeitung lesen, belügen will, wenn er das Gegenteil behauptet. Das wäre moralisch verwerflich.

Wenn Oppermann nicht merkt, dass er sich widerspricht, dann kann man ihn nicht frei sprechen lassen, denn er weiß offensichtlich vor lauter emotionaler Erregtheit nicht, was er sagt. Es liegt nahe anzunehmen, dass emotionale Erregtheit hinter dem Widerspruch steht, denn Vernunft und Ratio, die kognitive Steuerung über Aussagen ausüben, können nur durch eine affektive ad-hoc-Aussagen ausgeschaltet werden oder als Ergebnis einer tiefergehenden geistigen Störung.

Und Letztere wollen wir hier nicht annehmen.

 
Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise
Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar