Attac! “erpresst” Epoch Times zu genehmer Berichterstattung

Manche Leser werden sich noch an den Attac!-Protestreader erinnern, den uns ein Leser zugeschickt hat. Den Protestreader, in dem unverhohlen zur Gewalt aufgerufen wurde, haben wir aus einer Reihe von Informationsmaterialien, die unser Leser am Stand von Attac! in Hamburg und während des G20 gesammelt hat, zusammengestellt. Es handelt sich also um Material, das mit Billigung von Attac! durch Mitarbeiter von Attac! verbreitet wurde. Da das Gesetz der Transitivität auch für Attac! gilt und sich unter dem Material solches befand, in dem zur Gewalt aufgerufen wurde, folgt daraus, dass Attac! Gewalt während der Proteste gegen den G20 billigend in Kauf genommen hat.

Dass sich Attac! mit einer Presseerklärung von der Gewalt während des G20 distanziert hat, ist somit nichts anderes als die Arbeit an der Fassade, hinter der Materialien verteilt werden, die Gewalt befürworten.

Wie gesagt, wir haben darüber berichtet und Epoch Times hat auch darüber berichtet. Rosemary Frühauf und Nancy McDonnell haben dort die Aufgabe übernommen, Attac! reinzuwaschen und haben dies damit versucht, dass Sie fälschlicherweise behauptet haben, wir hätten den Attac!-Protestreader gefälscht. Das ist nachweislich falsch.

Nun wurde uns anonym eine eMail zugespielt, die wir zwischenzeitlich geprüft haben. Sie ist authentisch und zeigt, wieso Frühauf und McDonnell über ScienceFiles Lügen verbreitet haben.

Ursprünglich scheinen beide nämlich unseren Beitrag mehr oder weniger übernommen und Attac! als eine der Organisationen identifziert zu haben, die hinter der Gewalt in Hamburg anlässlich des G20 in Hamburg steckt. Daraufhin hat sich Attac! bei Epoch Times gemeldet und gedroht, mit dem Anwalt, einer Unterlassungsklage, so sehr, dass sich die Pflänzchen bei der Epoch Times dazu erpresst gefühlt haben, einen Artikel zu veröffentlichen, der nun nicht mehr Attac! in korrekter Weise als die Organisation darstellt, die Gewalt billigend dadurch in Kauf nimmt, dass sie Flugblätter, die zu Gewalt aufrufen, verteilt, sondern einen Artikel, in dem wir beschuldigt werden, FakeNews zu verbreiten und den Attac!-Protestreader gefälscht zu haben.

Die entsprechende eMail, die von Rosemarie Frühauf stammt, haben wir unten veröffentlicht. Sie zeigt, zum einen, wie Attac!, durch Drohungen mit Anwalt und Unterlassungsklage die Berichterstattung in der Epoch Times im eigenen Interesse bestimmt hat, wie Attac! Epoch Times „erpresst“ hat. Angesichts der Leichtigkeit, mit der die entsprechenden Drohungen von Attac! ausgesprochen zu werden scheinen, kann man wohl davon ausgehen, dass der Fall der Epoch Times kein Einzelfall ist.

Zum anderen zeigt sich, dass vermeintliche Journalisten in Deutschland denen nach dem Maul schreiben, von denen sie am wenigsten Ärger erwarten, dass sie sich anbiedern und erpressen lassen, anstatt das eigene Medium zu nutzen, um die Erpressung öffentlich zu machen, dass sie lieber den vermeintlich kleineren in die Pfanne hauen, als dass sie wahrheitsgemäß berichten. Das Ganze ist ein Armutszeugnis für den unabhängigen Journalismus und zeigt einmal mehr, warum in Deutschland kritische Berichterstattung kaum mehr möglich ist, denn: Wenn man einen kritischen Bericht über z.B. Attac! schreibt, dann kann man wohl auf 21 zählen und warten bis das Telefon klingelt, an dem dann ein Mitarbeiter von Attac! mit Anwalt und Unterlassungsklage droht. Und wie viele Journalisten, die noch Rückgrat haben, würden wohl ein derartiges Szenario in Kauf nehmen?

Nun zur eMail (inklusive Tippfehler):
“…
vielen lieben Dank für Ihre Zuschrift zu Attac, den den Fall wunderbar klärt: Attac hat offensichtlich die Flugblätter gemeinsam verteilt, aber nur auf dem einen Flugblatt stand Attac drauf und das war der Trick.

Zuerst hatten wir auch den Inhalt und die Botschaft von Sciencefiles. Dann hat Attac uns angerufen und mit Anwalt Unterlassung etc gedroht, falls wir nicht sofort den Artikel runternehmen und ein Gegenstatement veröffentlichten: Der Protest Reader sei überhaupt nicht von ihnen, nur ein Flugblatt sei von ihnen und das ganze sei gebastelt und eine Unterstellung. Aha.

Dann musste ich erstmal nachdenken, wie wir den Fall lösen. Wir können ja nicht einfach schreiben, “Liebe Leser, Attac erpresst uns gerade”. Trotzdem habe ich versucht, in dem Artikel noch auf die Dubiosität der Interventionistischen Linken einzugehen.

Wir werden jetzt versuchen, einen Satz einzubauen, der dem aufmerksamen Leser zeigt, dass wir von Attac angerufen wurden … Aber größere Änderungen werde ich an dem Artikel nicht mehr vornehmen, da ich froh war, das Attac den Artikel akzeptiert hat und das Problem von uns abgewendet war. Die Passage über den “linken Aktivismus” mochten sie jedoch nicht, konnte ich herauslesen.
Was wir von Attac halten, dürfte Ihnen nach dieser Email klar sein.

Leider sind wir ein sehr kleines Team, sonst hätten wir bei solchen Großereignissen Leute vor Ort, die diesen Merkwürdigkeiten persönlich nachgehen.

Entschuldigen Sie bitte, falls meine Antwort etwas ruppig ausgefallen sein sollte.

Beste Grüße

Rosemarie Frühauf
The Epoch Times Deutschland
Redaktion”

Anwälte unter unseren Lesern bitte bei uns melden: Wir wollen Drohpotential aufbauen, um Waffengleichheit herzustellen.

Vorzeige-Juden, Vorzeige-Schwarze oder Vorzeige-Migranten: Die Amadeu-Antonio Stiftung stellt ein

Wenn es abwärts geht, dann richtig. Die gesellschaftliche Degeneration und das zugehörige Race to the Bottom, sie nehmen Fahrt auf. Getrieben werden sie von der politischen Korrektheit und den absurden Folgen, die sie treibt. Und weil dem so ist, deshalb werden bei der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS-Stiftung) neuerdings Juden, Schwarze oder Migranten allen anderen vorgezogen. Was wohl passiert, wenn ein schwarzer Mormone und ein weißer Jude miteinander konkurrieren?

Die AAS-Stiftung betreibt ein derzeit gut geschmiertes Geschäft mit dem Vertrieb von Anti-Hassmaterialien aller Art. Dass die Stiftung seit Jahren daran arbeitet, ein Häuflein rechter Spinner zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem aufzublasen und mit Akribie versucht, die sozialen Netzwerke in Netzwerke des rechten Hasses umzudeuten, hat sich insofern gelohnt, als es der Stiftung gelungen ist, weitere Mittel, dieses Mal für ein Projekt, das vom Sozialministerium in Niedersachen bezahlt wird, einzuwerben Einmal mehr lebt die Stiftung auf Kosten von Steuerzahlern. Dieses Mal sollen u.a. zwei „Bildungsreferenten“ mit 20 bzw. 30 Wochenstunden an den öffentlichen Mitteln teilhaben.

Die öffentlichen Mittel werden eingesetzt, um ein Projekt, das den blödsinnigen Namen „wildwildweb?!“ trägt, umzusetzen. Ein Projekt, in dem es – wie könnte es anders sein – um den Hass im Netzt geht, also um den rechten Hass, denn Linke sind nicht nur, wie Ralf Stegner nicht müde wird, zu behaupten, zur Gewalt unfähig und insofern als biologische Mängelwesen zu betrachten, Linke sind auch nicht zum Hass fähig, wie die Fixierung, mit der die AAS-Stiftung den hassuchenden Blick nach Rechts richtet, nahelegt. Keine Gewalt, kein Hass bei Linken: Sie sind wirklich von der Biologie harsch behandelte Mängelwesen.

Mittlerweile sind die sozialen Netzwerke von der Amadeu-Antonio-Stiftung zu den „wichtigsten Propagandainstrumente[n] für rechtspopulistische und rechtextreme Strukturen“ erklärt worden, was dazu führt, dass Rechte die einzige Form von homo sapiens sapiens sind, die es geschafft haben, Strukturen zu entwickeln, die auf Propagandainstrumente zugreifen können. Bislang waren dazu Menschen notwendig. Bei Rechten machen das Strukturen.

Wir hatten schon oben, beim Titel „wildwildweb?!“ eine Assoziation zu den blödsinnigen Texten, mit denen Sozialpädagogen ihre Bücher zu überschreiben pflegen, Texte wie „‘Ich wollte auch einmal das Leben genießen‘ …Jugendliche Straftäter und der Kampf gegen die Armut“. Oder: „Gewalt ist geil, eyh…“ Rechtsextremismus als Happening: Wir Rechtsextreme sich zur Gewalt motivieren“. Oder: „Ich habe es meinem Papa gar nicht sagen wollen“. Outing verändert das Leben. Homosexuelle im Kampf gegen gesellschaftliche Konventionen“. Aber alle unsere Assoziationen können nicht schritthalten mit dem verbalen Leerlauf, in den die AAS-Stiftung zu gehen im Stande ist:

„Dabei legt sie [die AAS-Stiftung] den Schwerpunkt auf die Beobachtung und Analyse aktueller menschenverachtender Phänomene im Online-Bereich, der Entwicklung und Erprobung pädagogischer Handlungsräume und –möglichkeiten sowie des Empowerments von Netzaktivist_innen gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und von weiteren menschenfeindlichen Ideologien“.

Es ist schon eine Kunst, mit so vielen Worten so wenig zu sagen. Aber es ist eine Kunst, die man wohl beherrschen muss, um von Politikdarstellern finanzielle Unterstützung für viele Worte und wenig Inhalt zu erhalten. Dieses Mal hat es wie gesagt in Niedersachsen beim Sozialministerium geklappt, bei dem man sich offensichtlich keine größeren Probleme vorstellen kann als Hatespeech.

Kehren wir zurück zum Wunschjuden oder Wunschschwarzen (früher hatten US-Amerikaner ihren Wunschneger vor der Tür stehen, als Diener, heute sind wir natürlich emanzipiert und würden derart rassistische Dinge nicht mehr tun. Deshalb wünschen wir uns einen kultivierten und gebildeten Schwarzen, einen den man vorzeigen kann, vielleicht auch einen Vorzeigejuden

  • „mit abschlossenem Hochschulstudium“,
  • „fundiertem Wissen zu Phänomenen wie Rasissmus und Antisemitismus“ [Wer sich als Jude oder Schwarzer oder als Migrant auf diese Ausschreibung bewirbt, zeigt damit, dass er keinerlei „Kenntnisse zu Phänomenen wie Rassismus“ hat];
  • „Wissen über Netzkultur“,
  • „Kreativität“
  • „eine grundsätzliche „Identifizierung mit den Zielen und der Arbeit der Amadeu-Antonio Stiftung“ [ein ideologisches Glaubensbekenntnis – warum auch nicht. Katholische Priester dürfen schließlich auch nicht heiraten.]
  • „Teamfähigkeit“
  • “Gute Selbststrukturierung” [keine Ahnung was das ist, aber wir haben es im Überfluss]

Und was bietet die AAS-Stiftung dem neuen Vorzeigejuden/-schwarzen/-migranten?

  • „Ein heterogenes, diversitätssensibles Team“ [das heißt, wir wissen, wie man mit kleinen Schwarzen und mit Juden, ja selbst mit Migranten umgeht];
  • „Regelmäßige Teamsitzungen“ [Wow!]
  • „Raum für innovative Ideen …“

Der war so gut, den müssen wir einfach wiederholen:
Die AAS-Stiftung bietet:

  • „Raum für innovative Ideen.“

Okay, lasst uns der AAS-Stiftung vorschlagen, auch Linksextremismus zu berücksichtigen oder die Folgen einer Stasitätigkeit in der DDR für das gesellschaftliche Miteinander heute zu untersuchen. Das ist innovativ…
„Flexible Arbeitszeitgestaltung“ [das war nicht anders zu erwarten].

Und wie gesagt, gesucht wird ein Vorzeige-Jude, ein Vorzeige-Schwarzer oder ein Vorzeige-Migrant. Und damit sich auch wirklich einer aus den genannten Gruppen bewirbt, fehlt der ansonsten übliche Satz: „Bei gleicher Eignung werden … bevorzugt“. Daraus muss man dann endgültig schließen, dass es bei der AAS-Stiftung um einen Vorzeige-Juden etc. geht, den man zur Demonstration der eigenen Offenheit und Diversität vorführen kann. Das macht sich gut beim weiteren Einwerben von Fördermitteln. Welcher Politiker fördert nicht gerne schwarze Kämpfer gegen den Rassismus oder jüdische Streiter gegen den Antisemitismus. Das ist PR. Und das ist Rassismus, weißer Rassismus und dennoch einer, der auf Menschenverachtung gebaut ist, schließlich geht Rassismus davon aus, dass die Hautfarbe eine besondere Eigenschaft darstellt, die alle anderen Eigenschaften im wahrsten Sinne des Wortes verblassen lässt. Der Rassismus der AAS-Stiftung steht dem Rassismus von Rechten somit in nichts nach. Für den Vorzeige-Juden und den damit verbundenen Antisemitismus gilt dasselbe.

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Tabu! Für abweichende Meinung kein Platz: Universitärer Lynchmob in Aktion

Tabus gehen in der Regel auf religiöse oder ideologische Glaubenssysteme zurück und bestehen in einem Handlungsverbot (verbal oder non-verbal). In Gesellschaften, deren Mitglieder sich für modern halten, sind vor allem Gesinnungs-Tabus von großer Bedeutung, Tabus die bestimmte Meinungen, bestimmte Aussagen verbieten. Damit sägen die entsprechenden Gesellschaften am Ast, auf dem sie sitzen, denn Wissenschaft, die Methode, Erkenntnis zu gewinnen, ist nur da möglich, wo Tabus gebrochen oder hinterfragt werden.

Ein Tabu wird gebrochen:

„Diese widersinnige Entscheidung (die Zulassung der Ehe für Alle) überrascht mich nicht, denn sie ist eine konsequente Fortführung der von John Money (1921–2006) im Jahr 1955 begründeten Gender-Ideologie, die von der These ausgeht, es gäbe ein „psychosoziales Geschlecht“ (Gender), welches unabhängig von der biologisch-genetischen Veranlagung des Menschen existiert und wandelbar ist.“

„Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten. Bevölkerung heißt Population, und Populationen sind definiert als Fortpflanzungsgemeinschaften.“

„Homo-Paare, d. h. Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Verbindungen, sind sterile, a-sexuelle Erotik-Duos ohne Reproduktions-Potenzial.“

„Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen.“

„Im Lauf der Evolution der Säuger hat sich, über 150 Millionen Jahre hinweg, die Mutter-Kind-Bindung als stärkstes Band überhaupt herausgebildet. Entzieht man dem Kind somit vorsätzlich die Mutter als Bezugsperson (Homo-Männerpaare), oder versucht, den biologischen Erzeuger (Vater) durch eine Frau zu ersetzen, so ist das eine Verletzung des elementarsten Menschenrechts, das überhaupt existiert.“

„Im Jahr 2012 hat der US-Soziologe Mark Regnerus eine umfangreiche Studie vorgelegt, die erschreckende Resultate zu Tage gefördert hat (2). So konnte ermittelt werden, dass nicht nur Jungs von ihren Homo-Vätern, sondern auch Mädchen von lesbischen Mutter-Duos mit 10-fach hoher Wahrscheinlichkeit sexuell berührt bzw. zu entsprechenden Handlungen genötigt worden sind, bezogen auf eine heteronormale Eltern-Gruppe. Insgesamt betrachtet zeigt diese seriöse Studie (2), dass Kinder ohne biologische Eltern (Vater und Mutter) häufiger unter Depressionen leiden, später wesentlich öfter auf Sozialhilfe angewiesen sind, häufiger kriminell werden, öfter Rauschmittel zu sich nehmen u.a. problematische Verhaltensweisen zeigen.“

Die Aussagen, die Ulrich Kutschera in einem Interview und einer Replik in der HNA gemacht hat, haben ein Tabu verletzt:

„Staatlich geförderte Pädophilie: Kasseler Professor wettert gegen Homo-Ehe“ (HNA)
Abstruses Interview: Minister und AStA widersprechen Professor Kutschera“ (Lokal24.de)
„Uni-Professor zieht über Ehe für alle her“ (Hessenschau)
Bemitleidenswerter, hasserfüllter Mensch“ – Proteste gegen Professor (WELT)
„Ist dieser Mann noch zu retten?“ (Mannschaft.com)
Kassel: Evolutionsbiologe hält an homophoben Thesen fest. (Queer.de)
Rhein rügt „abstruse Thesen“ (Allgemeine Zeitung)

Der Präsident der Universität Kassel sagt: „Von Mitgliedern der Universität sollen keine Äußerungen gemacht werden, von denen sich Menschen verletzt und abgewertet fühlen“.

Boris Rhein, der Wissenschaftsminister Hessens von der CDU meint, Kutschera habe sich „in abfälliger oder herabsetzender Weise“ über Homosexuelle geäußert.

Der AStA Kassel nennt Kutschera einen „bemitleidenswerten, hasserfüllten Mensch[en]“ und sammelt 218 Unterschriften von Studenten, die wie im Vordruck vorgegeben angeben, in ihrer Würde durch Kutschera verletzt worden zu sein.

Gegen Kutschera gibt es zwei Anzeigen wegen Verleumdung und Volksverhetzung.
Der AStA der Universität Kassel steht nach eigenen Angaben mit Anwälten in Kontakt.

Das passiert, wenn man ein Tabu bricht.

Das im vorliegenden Fall gebrochene Tabu lautet: Homosexualität ist eine überlegene in jedem Fall eine reine Lebensweise. Homosexuelle sind zu keinerlei negativen Taten in der Lage. So wie Linke angeblich nicht wissen, was Gewalt ist, so wissen Homosexuelle angeblich nicht, was sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene oder Pädophilie ist.

So langsam müssen sich Politiker und Universitätsvertreter entscheiden, ob sie im AStA und Queer Kasperltheater weiter mitspielen wollen oder sich nicht doch wieder in die normale Welt zurückbegeben wollen, in die Welt, in der Homosexuelle nach wie vor ein höheres Risiko haben, an AIDS zu erkranken, die Welt von Hepatitis A und Hepatitis B, die Welt, die die von Kutschera zitierte Studie beschreibt: Kinder, die in einer Homo-Ehe aufwachsen, haben ein 10fach höheres Risiko, sexuell missbraucht zu werden als Kinder heterosexueller Eltern. Kinder, die ohne biologische Eltern aufwachsen leiden häufiger unter Depression, sind häufiger auf Sozialhilfe angewiesen usw. (siehe oben).

Kutschera ist ein Evolutionsbiologe. Als solcher sieht er menschliches Verhalten vornehmlich durch biologische Prozesse determiniert. Seine Welt ist auf Reproduktion ausgelegt. Entsprechend definiert er die Bestandteile seiner Welt, seiner prüfbaren Welt, denn die Aussagen, die Kutschera macht, die kann man prüfen. Man kann prüfen, ob Kinder in Homo-Ehen ein höheres Risiko haben, sexuell von ihren Eltern belästigt zu werden als in Ehen heterosexueller Partner. Man kann untersuchen, ob sich eine Homo-Ehe negativ auf die Entwicklung von Kindern auswirkt. Man kann einwenden, z.B. die Rolle, die gesellschaftliche Sozialisation und Erziehung bei der Ausprägung einer Persönlichkeit spielen. Man kann die These Kutscheras, wonach das menschliche Leben weitgehend durch die Gene determiniert ist und gesellschaftliche Einflüsse oder Einflüsse, die aus der Arbeit an der eigenen Persönlichkeit resultieren, entsprechend vernachlässigbar sind, in Frage stellen und die Ergebnisse der Psychologie und Sozialpsychologie, die mit Namen wie Jean Piaget oder Albert Bandura verbunden sind, als Gegenbeleg anführen. Schließlich muss man über den Einwand Kutscheras diskutieren, dass eine Homo-Ehe die Menschenrechte von Kindern beseitige, ein Einwand, der auf Kutscheras Prämisse basiert, nach der Kinder eine leibliche Mutter und einen leiblichen Vater benötigen, um die besten Chancen für ein gesundes Aufwachsen zu haben. Eine Reihe von Ethnologen, auch in der Redaktion von ScienceFiles, würden diese Ansicht bestreiten und Forschungsergebnisse, wie sie u.a. Branislaw Malinowski oder Ruth Benedict zusammengetragen haben, ins Feld führen.

Der Punkt ist: Wenn man in einer gesitteten, dem Wissen verpflichteten Gesellschaft lebt, dann muss man über Kutscheras Thesen, die daraus abgeleiteten Konsequenzen diskutieren, dann muss man versuchen, seine Thesen zu entkräften oder – wenn man das nicht kann – sich der derzeit größeren Bewährung seiner Belege erst einmal beugen.

Was man nicht tun kann, ist einen Lynchmob zu mobilisieren und Kutschera öffentlich hinzurichten, dafür, dass er einer der wenigen Wissenschaftler ist, die nicht nur eine begründete Meinung haben, sondern diese Meinung auch vertreten. Das ist nicht nur unwürdig, es schadet der gesellschaftlichen Entwicklung.

Dass man von einem Politiker wie Boris Rhein nicht mehr erwarten kann, als dass er sich opportunistisch auf die Seite der größten Schreihälse stellt, ist einmal mehr offensichtlich und belegt einmal mehr, was Kutschera in seinem Interview gesagt hat: „Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten.“ Allgemeiner formuliert: Politiker haben in der Regel von dem, über das sie sich gerade ereifern, nur eine sehr eingeschränkte Ahnung, wenn überhaupt.

Aber von dem Präsidenten einer Universität muss man einfach mehr verlangen als Unsinn wie: „Von Mitgliedern der Universität sollen keine Äußerungen gemacht werden, von denen sich Menschen verletzt und abgewertet fühlen.“ Das meint Dr. Finkeldey hoffentlich nicht ernst, denn wenn er es ernst meint, dann muss er seine Universität dicht machen. Wissenschaft kann es prinzipiell mit sich bringen, dass sich Menschen „verletzt und abgewertet“ fühlen: Jeder Wissenschaftler, dessen Forschung widerlegt wird, hat derartige Empfindungen. Jeder Kriminelle, der zum Gegenstand kriminologischer Forschung geworden ist, fühlt sich so. Aber Finkeldey meint das natürlich nicht. Er sagt das nur, um zu signalisieren, dass er kein Tabubrecher, sondern ein biederer, mit wenig Phantasie begabter wissenschaftlicher Handwerker ist, von dem nicht die Gefahr neuer Ideen oder alternativer Sichtweisen ausgeht. Denn wäre er dieser hehren Ansicht, er hätte sicher auch diejenigen Wissenschaftler gerügt, die mit Blick auf die Pegida von Wutbürgern gesprochen haben, ein Begriff, der viele Pegida-Läufer „verletzt und abgewertet“ hat. Damit sich Wissenschaft entwickeln kann, benötigen Wissenschaftler Rückgrat und den Mut, neue Ideen nicht nur zu denken, sondern auch zu publizieren. Quallen schaden der Wissenschaft.

Dass Medien Tabubrecher öffentlich hinrichten wollen, ist dagegen nicht verwunderlich, denn Medien sind Horte konservativer Ideen, deren Mitglieder sich bei denen andienen, von denen sie sich einen Vorteil versprechen. Diejenigen, die Tabus brechen oder neue Ideen verbreiten, haben in der Regel wenig Unterstützung und viele Gegner. Entsprechend sind Medien, die meisten Medien die ersten, die die Tabubrecher hinrichten. Zweifelsohne hätten die heutigen Journalisten direkt vor Ort, im Livestream davon berichtet, wie der Ketzer Giordano Bruno am Pfahl verbrannt wird und diese Maßnahme der Obrigkeit genauso gerechtfertigt, wie sie das heliozentrische Weltbild gegen den Angriff Kepplers verteidigt hätten. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Kutschera von Mainstream-Medien angefeindet wird.

Erschreckend ist es dagegen, wenn sich Studenten in die Reihen des Lynchmobs gesellen, denn ihre Aufgabe besteht darin, die wissenschaftliche Auseinandersetzung, die wissenschaftliche Methode, die wissenschaftlichen Standards zu erlernen. Andere Menschen wegen deren begründeter Meinung anzufeinden, ist mit nichts davon zu vereinbaren. Insofern zeigt der AStA Kassel, dass er nicht an Wissenschaft, sondern an der Perpetuierung von Tabus interessiert ist. Als Material für wissenschaftlichen Nachwuchs sind die Mitglieder des AStA und die 218 Unterzeichner vorgefertigter Meinungen unbrauchbar. Ihnen fehlt die Lust am Hinterfragen, am Zweifeln, am Kritisieren. Keine der drei Zutaten ist mit Glaubenssystemen wie sie Ideologien darstellen, vereinbar. Alle drei Zutaten sind notwendige Bestandteile der Wissenschaft. Wer sie nicht in Ehren hält, hat in der Wissenschaft nichts verloren.

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Verursacherprinzip bei Ausschreitungen! Politischer Kommödiantenstadl schafft noch mehr Anreize für linke Gewalt

Es gibt in der Kriminologie ein einfaches und bewährtes Gesetz: Je wahrscheinlicher einer Straftat eine Bestrafung folgt, je schneller die Bestrafung auf die Straftat folgt, je schmerzhafter die Bestrafung für den Straftäter ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der entsprechende Straftäter in Zukunft weitere Straftaten begeht.

Der politische Kommödiantenstadl in Deutschland, dessen linke Darsteller schon seit Wochen versuchen, die Verantwortung für linke Gewalt von sich zu weisen und Gewalt als „nicht linke Charakteristik“ zu klassifizieren, hat sich etwas Neues ausgedacht: Einen Rechtsanspruch auf Entschädigung.

Nebenbei bemerkt, wenn man einmal akzeptiert, dass Linke zu Gewalt unfähig sind, wie dies z.B. Ralf Stegner behauptet, dann muss man konzedieren, dass Linke biologisch betrachtet Anomalien darstellen. Denn Aggression und Gewalt sind im menschlichen Inventar notwendig, um sich in einer feindlichen Umwelt durchzusetzen. Wäre der homo sapiens nicht zu Aggression fähig, er hätte sich kaum durchgesetzt und abgesehen davon beweist jeder Fleischesser täglich aufs Neue die große Rolle, die Aggression und Gewalt im menschlichen Leben spielen. Gewaltlose Linke wären demnach Freaks of Nature.

Doch zurück zur Entschädigung. Die Handwerkskammer in Hamburg fordert, dass alle Unternehmer, denen linke Chaoten im Namen der internationalen Solidarität das Geschäft geplündert oder die Schaufensterscheibe eingeworfen haben, einen Rechtsanspruch darauf erhalten, vollständig vom Staat, also von den Steuerzahlern entschädigt zu werden.

Die Bundesregierung und die Stadt Hamburg haben bereits angekündigt, 40 Millionen Euro bereitstellen zu wollen, die zur Kompensation der Schäden durch linke Chaoten verwendet werden sollen, allerdings nur dann, wenn die Schäden nicht durch eine Versicherung getragen werden.

So oder so trägt die Allgemeinheit, entweder die der Steuerzahler oder die der Versicherungsnehmer, die Schäden, die linke Gewaltorgiasten angerichtet haben. Mit anderen Worten: Für Linke hat die Gewalt keinerlei Folgen. Sie können weiterhin in ihren Subkulturen darüber fabulieren, dass der revolutionäre Kampf mit Gewalt und unter Einsatz von fremder Menschen Eigentum geführt werden muss, wie dies Landesfunktionäre der LINKE tun, und sie können auch in Zukunft zu linken Demonstrationen gegen ihre Feindbilder aufrufen, wohl wissend, dass die Schäden, die durch den Tross der linken Gewalttäter, die sich bei linken Demonstrationen einfinden, entstehen, von anderen getragen werden müssen.

Das ist der völlig falsche Ansatz, denn die Meldung ist: Egal, was passiert, die Kosten tragen andere. Linke Gewalttäter werden nicht damit aufhören, Gewalt auszuüben, wenn ihnen keinerlei Kosten dafür entstehen, wenn sie durch Gewalt im linken Netzwerk Status und Prestige gewinnen können. Wenn man verhindern will, dass die nächste linke Demonstration wieder mit dem „Entglasen (wie das unter Linken heißt)“ ganzer Straßenzüge enden und zahlreiche Geschäfte der Plünderung anheim fallen, dann muss man die entsprechende Gewalt für die Linken mit Kosten verbinden.

Dazu muss man ein Verursacherprinzip einführen:

Damit Veranstalter einen Anreiz haben, auf einen friedlichen Verlauf ihrer Demonstration hinzuwirken, kann man sie mit 50% an den Schäden beteiligen, die durch die Demonstration verursacht werden. Slogans wie „Welcome to Hell“, die den Aufruf zur Gewalt bereits in sich tragen, wären dann sicherlich Geschichte.

NGOs, Parteien und Gewerkschaften, die bislang ohne sich an den Kosten von Demonstrationen zu beteiligen, einfach öffentliche Infrastruktur und sonstige Dienstleistungen benutzen können, könnten dazu verpflichtet werden, vor der Demonstration eine Kaution in Höhe von 1000 Euro pro erwartetem Besucher zu hinterlegen. Aus der Kaution werden dann eventuelle Schäden beglichen bzw. wenn keine Schäden entstehen, wird die Kaution in voller Höhe zurückgezahlt. Die Kaution wird immer dann fällig, wenn die Netzwerke von NGOs, Parteien und Gewerkschaften genutzt werden, um zu einer Demonstration aufzurufen.

Teilnehmer an einer Demonstration, die im Rahmen der Demonstration festgenommen und einer Straftat überführt wurden, werden damit automatisch schadensersatzpflichtig. Da es sich bei linken Chaoten in der Regel um Studenten oder Hartz-IV-Empfänger, also um Personen handelt, die der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, ist der Schaden durch Arbeitseinsatz in einem durch die Täter geschädigten Unternehmen oder durch Arbeitswochen bei Stadtreinigung, Müllabfuhr, Garten- oder Bauamt der Kommune wieder gut zu machen. Demonstranten, die gerne Mülltonnen anzünden und Unrat auf die Straße kippen, bekommen mit Sicherheit ein anderes Verhältnis zu dieser Tätigkeit, wenn sie über mehrere Wochen Müll anderer als unbezahlter Arbeiter bei der Müllabfuhr beseitigt haben.

Das sind nur drei Vorschläge, die uns auf die Schnelle einfallen und mit denen gewährleistet wäre, dass diejenigen, die sich bei Demonstrationen gewalttätig verhalten, entweder direkte oder indirekte Sanktionen zu spüren bekommen. Indirekte Sanktionen erfolgen dabei über sozialen Druck, der einfach aufzubauen ist. Denn: Wenn Gewerkschaften, NGOs oder Parteien, die zu Demonstrationen aufgerufen haben, droht, die hinterlegte Kaution zu verlieren, dann werden sie sicherlich im Rahmen ihrer Demonstrationszüge sozialen Druck dahingehend aufbauen, sich friedlich zu verhalten. LINKE werden sich nicht mehr als Befürworter von Gewalt hervortun, sondern versuchen, Gewalt zu verhindern. Dass es bislang einem Teil von Demonstranten gelingt, im Kontext einer Demonstration, in der sie eine kleine Gruppe darstellen, Gewalt auszuüben, kann man nur damit erklären, dass die anderen Demonstranten die Gewalt der kleine Gruppe billigend in Kauf nehmen. Letzteres wäre, drohten die angedachten Konsequenzen, sicher nicht mehr der Fall.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind sicher nicht populär. Deshalb werden Politiker lieber den einfachen Weg gehen und die Allgemeinheit und letztlich die Geschädigten für die Ausschreitungen linker Chaoten zahlen lassen. Damit stellen sie sicher, dass auch die nächste Demonstration von linken Chaoten zum Anlass genommen wird, Autos anzuzünden, Schaufenster einzuschlagen und Steine auf Polizeibeamte zu werfen. Warum auch nicht? Sie haben keinerlei Kosten, die Wahrscheinlichkeit, dass sie bestraft werden, ist gering, die Höhe einer Strafe, sofern sie bestraft würden, ist vernachlässigbar und Geschwindigkeit ist eine Größe, die das deutsche Rechtssystem nicht kennt.

Übrigens steigen für all die Unternehmer, die nun ihre Schäden über die Versicherung abwickeln, die Beiträge zur Versicherung. Sie haben schon jetzt großen Schaden.

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Untersuchung: Neid und Eigeninteresse als Motive hinter Umverteilungs-Befürwortung

Seit Mittwoch, den 19. Juli 3.27 Uhr arbeiten Erwerbstätige in Deutschland wieder für das eigene Portemonnaie. Bis zum 19. Juli haben sie für ihren Staat gearbeitet. 55,6 Cent von jedem Euro nimmt sich der Staat, um sie umzuverteilen. Die Begründung dafür, dass ein Erwerbstätiger in Deutschland mehr für andere als für sich selbst arbeiten muss, wird gewöhnlich mit Gerechtigkeit oder sozialer Gerechtigkeit oder Kampf gegen Armut oder ähnlich vagen, aber positiv konnotierten Abstrakta angegeben.

Wenn einem rationalen Akteur vom Lohn seiner Arbeit mehr abgezogen wird als ihm bleibt, dann sollte man eigentlich annehmen, dass seine Begeisterung für und die Unterstützung von Umverteilung schwindet. Wahlweise kann auch die Arbeitsbegeisterung schwinden und es für Akteure rational sein, teilzeit oder gar nicht zu arbeiten und sich als Nettogewinner nicht Nettoverlierer staatlicher Umverteilungsmaßnahmen zu etablieren. Die Entscheidung dafür, sich zum Empfänger staatlicher Umverteilung und nicht zum Geber zu machen, hängt natürlich von einer Vielzahl von Faktoren ab. Für manche ist es eine moralische Pflicht, den eigenen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Andere haben sich im Verlauf ihres Erwerbslebens etwas aufgebaut und sind nun perfekt erpressbar. Sie haben keine Alternative zur Erwerbstätigkeit und können von ihrem Staat nach Herzenslust ausgenommen werden.

Und ausgenommen werden Sie. Von einem Euro, den Sie verdienen, bleiben ihnen nach den Berechnungen des Bundes der Steuerzahler 45,4 Cent. Und dennoch ist in Deutschland die Zustimmung zu staatlicher Umverteilung vorhanden, dennoch können Parteien allen Ernstes mit der Losung „sozialer Gerechtigkeit“, in Deutsch: Umverteilung und Ausbeutung der Arbeitenden, in den Wahlkampf ziehen und tatsächlich hoffen, gewählt zu werden.

Warum ist das so?
Warum unterstützen Menschen die Umverteilung von Einkommen?
Diese Frage haben sich Daniel Sznycker und 8 Ko-Autoren nicht nur gestellt, sie haben sie auch beantwortet: 13 einzelne Studien mit insgesamt 6.024 Befragten waren dazu notwendig, Studien, in denen die Autoren Konzepte wie Neid, Gerechtigkeit, Eigennutzen und Mitgefühl operationalisiert und zur Erklärung der Unterstützung von Umverteilung genutzt haben. Besonders spannend ist dabei die Operationalisierung von Neid, die über ein Szenario erfolgt, in dem die Befragten zwischen im Vergleich zur Normalbesteuerung hohen Steuern für Reiche, die Armen einen relativ geringen Nutzen bringen und etwas höheren Steuern für Reiche, die Armen einen relativ hohen Nutzen aus Umverteilung bringen, wählen mussten. Die Mehrzahl hat die hohen Steuern bevorzugt, was, da es den Armen wenig bringt, nur mit Neid erklärt werden kann, destruktivem Neid, der darauf aus ist, andere, die man beneidet, zu schädigen. Staatliche Umverteilungspolitiken bieten sich insofern als Neid-Waffe des kleinen Bürgers gegen die eingebildeten Reichen an.

Um Zweifel daran auszuräumen, dass mit diesem Szenario auch tatsächlich Neid gemessen wurde, haben die Autoren zusätzlich eine Neidskala, die sich aus acht Items zusammensetzt, genutzt. Die Angaben, die die Befragten zu den acht Items gemacht haben, wurden mit den Ergebnissen aus obigem Szenario verglichen und siehe da: beide Male wird dasselbe, wird Neid gemessen.

Insgesamt kommen die neun Autoren zu dem Ergebnis, dass die Befürwortung von Umverteilung durch die folgenden Motive erklärt wird:

Neid auf Reiche;
Mitleid mit Armen;
Eigennutz, also die Hoffnung, Nutznießer der Umverteilung zu sein;

Überhaupt keine Rolle spielen Fragen der Fairness. Dazu haben die Autoren Verteilungs- und Prozessgerechtigkeit in ihre Analysen aufgenommen und sind beide Male ohne signifikante Korrelation geblieben. Gerechtigkeit hat mit der Befürwortung von Umverteilung überhaupt nichts zu tun.

Also muss man feststellen, dass z.B. der deutsche Staat auf eine Legitimation dafür, dass er seine Bürger ausnimmt, in Form einer Unterstützung für Maßnahmen angeblicher sozialer Gerechtigkeit oder der Einkommensumverteilung verweisen kann, deren Ursache darin liegt, dass sich Wähler aus Neid, der Hoffnung auf Eigennutz aus Umverteilung und zuweilen auch aus Mitleid dazu entschließen, die entsprechende Politik zu unterstützen. Das Verlangen, zu nutznießen oder andere zu schädigen, die Möglichkeit, sich durch die Gabe von Mitleid anderen als überlegen zu inszenieren, da man selbst Mitleidgeber ist, nicht -nehmer, alles Motive, die eher niedrig als ehrenwert sind, sie führen also dazu, dass selbstverletzendes Verhalten in Deutschland die Regel ist und Bürger eine Umverteilungspolitik unterstützen, der sie selbst zum Opfer fallen.

Sznycer, Daniel, Lopez Seal, Maria Florencia, Sell, Aaron, Lim, Julian, Porat, Roni, Shalvi, Shaul, Halperin, Eran, Cosmides, Leda & Tooby, John (2017). Support for Redistribution is Shaped by Compassion, Envy, and Self-Interest, but not a Taste for Fairness. Proceedings of the National Academy of Science of the United States (PNAS) Early Edition: doi: 10.1073/pnas.1703801114

 

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