Feminisiert und abgewirtschaftet: SPD im freien Fall in die Bedeutungslosigkeit

Infratest Dimap, das Meinungsforschungsinstitut, das wir für dasjenige halten, dem man noch am ehesten das Prädikat „seriös“ anheftet kann, schätzt den derzeitigen Stimmenanteil der SPD im Deutschlandtrend auf 16%. Ein gewaltiger Absturz, der nur für diejenigen unerwartet kommt, die die Zeichen der Zeit nicht lesen können. Die SPD ist ein Auslaufmodell, eine Partei ohne Inhalte, eine Partei, die von einer Partei, die zuweilen noch etwas für Arbeiter getan hat, zu einer Partei geworden ist, in der der Feminismus noch den letzten Ansatz von Sozialdemokratie mit Stumpf und Stil ausgerissen hat.

Wir haben schon im Februar 2016 darauf hingewiesen, dass die SPD ein Auslaufmodell ist. Damals haben wir Ergebnisse einer unserer natürlich repräsentativen Befragungen berichtet, die einen ideologischen Graben zwischen Parteien und Wählern aufgezeigt haben. Alle Parteien außer der AfD wurden von unseren Befragten im Durchschnitt weiter links eingestuft als sie sich selbst einstuften. Die ideologische Distanz ist ein gutes Maß dafür, wie fest ein Parteiensystem (noch) bei Wählern verankert ist. Wir haben auf Grundlage unserer Ergebnisse in Anlehnung an die Arbeiten von Russel J. Dalton ein „Dealignment“ konstatiert, ein Loslösen der Parteien des Berliner Parteiensystems von den Wählern. Auf dieser Grundlage haben wir den Niedergang von CDU und SPD prognostiziert. Wir hatten Recht.

Im April 2016 haben wir dann den Niedergang der SPD genauer untersucht und gezeigt, dass die Partei, die einst den Anspruch hatte, Arbeiterpartei zu sein, zu einer Lobbygruppe von Mittelschichtsfrauen, die Angst davor haben, sich die Finger schmutzig zu machen, geworden ist. Als Folge davon, finden sich immer weniger männliche Mitglieder (und Anhänger) in der SPD wieder. Das, was die SPD wie keine andere Partei zum Wahlerfolg benötigt: eine breite Mitgliederbasis, schwindet. Der Partei laufen die Mitglieder und nach den Mitgliedern die Wähler davon. Der perverse Effekt dieser Entwicklung findet sich darin, dass der Anteil weiblicher Mitglieder steigt und es ist dieser steigende Anteil weiblicher Mitglieder, der in einem Zusammenhang mit dem Niedergang der SPD steht, denn je größer der Anteil weiblicher Mitglieder in der SPD über die letzten Jahrzehnte geworden ist, desto geringer wurde der Anteil derer, die die SPD noch gewählt haben.

Die hier zusammengetragenen Indizien reichen schon aus, um aus Ralf Stegner und Olaf Scholz Nachlassverwalter zu machen. Aber wir legen noch ein Ergebnis drauf, eines das wir der repräsentativen Wahlstatistik für die Bundestagswahl 2017 entnommen haben. Von 1972 bis 2017 ist der Anteil der SPD-Wähler in allen Bevölkerungsgruppen gesunken. 1972 hatte die SPD 46,3% der Gesamtstimmen, 2017 waren es gerade noch 20,5%. 1972 hatte die SPD den größten Anteil unter Jungwählern, 54,7% unter 18-24jährigen und 47,8% unter 25-34jährigen haben die SPD gewählt, 2017 hatte die SPD den größten Anteil unter Wählern, die das 60ste Lebensjahr vollendet haben (24,4%). In 45 Jahren ist die SPD von einer jungen Partei zu einer Partei der Alten geworden, die Wähler der Partei wandern durch die Jahrzehnte und werden immer weniger. Um einmal ein Bild zu benutzen, das Wilhelm Bürklin für die Grünen geprägt hat: Die SPD ist wie eine Schlange: Sie hat im Jahre 1972 viele junge Wähler gefressen und verdaut diese nun durch die Jahrzehnte, wobei es immer weniger werden, bis es am Ende keine SPD-Wähler mehr gibt.

Der Niedergang der SPD hängt also mit der Feminisierung der SPD, ihrer Abkehr davon, zumindest vorzugeben, es ginge um die arbeitende Bevölkerung und ihrer Hinwendung zu Mode- und Luxusthemen wie Rassismus, LSBTG und Genderismus, die allesamt keinerlei Widerspiegelung im täglichen Leben der allermeisten Menschen in Deutschland haben, zusammen. Wer Politik für Rent Seeker und andere Vorteilsnehmer macht, die sich im 10%-Bereich bewegen, der muss sich nicht wundern, wenn er nicht mehr gewählt wird. Wieso Infratest Dimap noch 33% für die CDU/CSU ausweist, ist vor diesem Hintergrund eines der Rätsel, an deren Lösung wir arbeiten.

Es ist schade mit ansehen zu müssen, wie die Partei von Herbert Wehner, Willy Brandt und Helmut Schmidt zu einer verweiblicht-infantilen Ansammlung von Personen geworden ist, deren einzige Leistung darin besteht, sich selbst zu bereichern und dabei sozialdemokratische Grundsätze und Prinzipien, wie die Leistungsbereitschaft im Austausch für Fairness der Entlohnung lächerlich zu machen.

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Noch ein Amoklauf: Öffentlich-rechtliches Ganselmeiern zum Waffenrecht

Eine kleine Entfremdung des Textes, den Martin Ganslmeier in der ARD unter der Überschrift „Einsicht gleich null“ zum Amoklauf in Florida verbrochen hat:

„Diese Bilder habe ich in den vergangenen Jahren zu oft gesehen: schreiende Schüler, weinende Eltern, schockierte Bürgermeister, die nicht glauben können, dass solch ein Massaker in ihrer Gemeinde passieren konnte. Doch – es kann überall in Europa passieren.

Am Tag danach die immer gleichen Rituale: Es sei ein Einzelfall gewesen. Es gebe keine hundertprozentige Sicherheit vor Terrorismus. Man dürfe sich in seiner Freiheit nicht von Terroristen einschüchtern lassen.
Usw.“

Stellen Sie sich vor, ein solcher Kommentar, der z.B. die Fahrt von Anis Amri durch den Weihnachtsmarkt in Berlin zum Gegenstand hat, wäre überschrieben mit:

„Die Regierung trägt eine Mitschuld am Attentat in Berlin. Denn jeden Tag sterben Bürger durch Waffengewalt und statt Gesetze zu verschärfen, werden sie gelockert.“

Unvorstellbar?

Richtig.

Unvorstellbar!

Öffentliche Schreiber und Kommentierer wie Martin Ganslmeier kämen nie auf die Idee, das Verbot von z.B. Kleintransportern zu fordern, weil Terroristen Kleintransporter durch Fußgängerzonen fahren und als Mordwerkzeug benutzen. Sie kämen auch nicht auf die Idee, ein Verbot von Messern zu fordern, weil fast täglich irgendwo in der Republik ein Messer im Körper eines Opfers aufgefunden wird. Schreiber wie Ganslmeier finden mehr Spaß und Gefallen daran, sich über die USA seit Trump aufzuregen und deren Waffengesetze anzuprangern.

Obwohl die Waffengesetze der USA schon lange vor Trump bestanden haben, tatsächlich schon seit 1791 als im Second Amendment das Recht jedes US-Bürgers, eine Waffe zu tragen, festgeschrieben wurde:

“A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.”

Dieses Recht ist weitgehend unangetastet, wird aber von einer Reihe von Gesetzen eingeschränkt, wobei Federal Laws mehr oder weniger einen Rahmen vorgeben, der von den Bundesstaaten völlig unterschiedlich gefüllt oder auch ignoriert wird. So hat Kalifornien ein eher restriktives Waffengesetz im Vergleich zu Florida, das ein eher großzügiges Waffenrecht hat.

Regelmäßig dann, wenn wieder ein Irrer einen Amoklauf z.B. durch Schulen vorgenommen hat, treten diejenigen auf den Plan, die denken, man könne Irre von irrem Verhalten abhalten, wenn man generell den Zugang zu Waffen verbietet. Wäre die Welt so einfach, dann bräuchte man keine Polizei und keine Kriminalstatistik mehr, denn die Verkündung eines gesetzlichen Verbots würde alle Bürger daran hindern, Straftaten zu begehen.

Regelmäßig dann, wenn in den USA Tote zu beklagen sind, melden sich Journalisten wie Ganslmeier mit ihren Weisheiten zu Wort, dass in den USA so furchtbar viele Waffen in privater Hand seien und deshalb so viel Morde geschehen. Tatsächlich ist die Anzahl der Morde in den USA dann, wenn man die weite Verbreitung der Waffen 101 auf 100 Einwohner mit einrechnet, geringer als in der Schweiz. Dort kommen 25 Waffen auf 100 Einwohner aber 12,3 Tote pro Waffe und Einwohner, während es in den USA 9,4 Tote pro Waffe und Einwohner sind. Wenn man, anders als Ganslmeier, das tut, was man normalerweise tut, um Daten zu bewerten, sie nämlich in einen Rahmen zu stellen, dann kommt ganz plötzlich ein anders Bild heraus.

Nehmen wir die Morde pro 100.000 Einwohner. 3,6 davon gibt es in den USA. Die ARD berichtet minutiös, wenn es genug auf einmal sind.

Die ARD berichtet nicht und Ganslmeier ereifert sich nicht über Tote in Venezuela. 39 Menschen pro 100.000 Einwohner werden dort jährlich erschossen.

Die ARD berichtet nicht und Ganslmeier ereifert sich nicht über Tote in Jamaika. 31 Menschen beißen dort jährlich ins Gras weil sie sich am falschen Ende einer Schusswaffe finden.

Die ARD berichtet nicht und Ganslmeier ereifert sich nicht über Tote in Honduras. 67 Menschen pro 100.000 Einwohner sterben dort jedes Jahr an den Folgen einer Schussverletzung, die ihnen Dritte beigebracht haben.

Die Erregung Ganslmeiers, sie hätte so viele Ziele:

In Swaziland werden 37 Menschen auf 100.000 Einwohner pro Jahr mit einer Schußwaffe ermordet, in Guatemala 30, in El Salvador 26, in Kolumbien 24, in Panama 14, auf den Philippinen 9, in Südafrika 8, in Costa Rica 6 … Es gibt so viele Regierungen, die Ganslmeier täglich in die Verantwortung nehmen könnte, weil in ihrem Land Menschen mit Schußwaffen umgebracht werden.

Aber Ganslmeier schweigt. Er interessiert sich nicht für Tote in Honduras, Guatemala, Venezuela, Jamaika, Kolumbien, El Salvador, Südafrika … Nein, der Thrill des Ganslmeier, er stammt aus Amokläufen in den USA. Das dortige Waffengesetz, beileibe nicht so liberal wie das Schweizer Waffengesetz oder das Tschechische Waffengesetz oder das Polnische Waffengesetz oder das Norwegische Waffengesetz, oder das Kanadische Waffengesetz, nein, das US-Amerikanische Waffengesetz, es ist Ganslmeier seine ganze Aufregung wert.

Wieder hat es Schüler getroffen, wieder muss er das lesen, wieder muss er das kommentieren, wieder darf er sich aufregen, wieder kann er sich als moralisch überlegen inszenieren, wieder hat er keinerlei Argument, keinerlei Daten, keinerlei Information, wieder langweilt er seine Leser mit moralischem Geschwätz, wieder erweist er sich als guter Untertan, wieder will er 321 Millionen US-Amerikanern Waffenbesitz verbieten, weil ein Irrer Amok gelaufen ist, und wieder meint er allen Ernstes, man könne Irre davon abhalten, Straftaten zu begehen, wenn man ihnen den Zugang zu Waffen erschwert.

Wenn er das wirklich glaubt, muss er, ob der terroristischen Gefahr, fordern, das LKWs und Kleintransporter verboten werden. Irgend etwas sagt uns, dass Ganslmeier zu viel Narretei neigt, aber vor dieser doch zurückschreckt. Nun muss er nur noch den Transfer schaffen und das Nichtverbot von Kleintransportern auf die Waffen in den USA übertragen. Aber dazu fehlt im vermutlich die Einsicht… denn seine Einsicht ist gleich null.

Daten: Gunpolicy.org

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BMFSFJ: Debile oder Bösartige, Minderbemittelte oder Lügner?

Schon Joseph Goebbels hat kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um seine politischen Slogans ins Privatleben der Deutschen zu tragen und jede Sekunde einer deutschen Existenz zu einer Sekunde zu machen, die mit einer ideologischen Meldung verbunden war. Ganz in dieser Tradition versäumt auch das BMFSFJ keine Gelegenheit, um seine Propaganda zu verbreiten und keine Gelegenheit, um zu versuchen, die Privatheit deutscher Bürger mit seinen Slogans zu infiltrieren.

Der letzte Leidtragende, den die BMFSFJ-Propaganda missbraucht hat, ist der Valentinstag:

Gleichstellung, die mit der BMFSFJ-Propaganda als wünschenswert verbreitet werden soll, hat überhaupt nichts mit Chancengleichheit zu tun. Gleichstellung ist das Gegenteil von Chancengleichheit.

Einmal mehr:

Acht Läufer starten zu einem 100-Meter-Lauf.

Chancengleichheit besteht dann, wenn die acht Läufer, die an den Start gehen, alle dieselbe Entfernung bis ins Ziel haben, alle zur selben Zeit loslaufen können, wenn keiner der Läufer ein Hindernis auf seinem Weg findet usw.

Gleichstellung richtet sich aber gerade nicht auf die Startbedingungen, für die 100-Meter-Läufer. Gleichstellung ist auf Ergebnisgleichheit gerichtet, sie ist dann gegeben, wenn unabhängig davon, in welcher Reihenfolge die Läufer durchs Ziel gehen, alle zum Sieger erklärt werden oder alle Teilnehmer, die kleiner als 180cm sind, gleichermaßen zum Sieger erklärt werden.

  • Gleichstellung nimmt keinerlei Rücksicht auf persönliche Leistung.
  • Gleichstellung ist leistungsfeindlich.
  • Gleichstellung ignoriert jede Form persönlicher Anstrengung und jeden Prozess der Leistungserbringung. Um im Bild zu bleiben: Der 100-Meter-Lauf ist eine Attrappe, eine Schauveranstaltung, denn das Ergebnis ist durch Gleichstellung schon festgelegt, bevor der Lauf überhaupt beginnt.
  • Gleichstellung ist deshalb mit Gerechtigkeit nicht vereinbar.
  • Gleichstellung ist realisierte Ungerechtigkeit, realisierte Leistungsfeindlichkeit und nur zu erreichen, wenn keine Chancengleichheit vorhanden ist, da Gleichstellung ganz unabhängig von der Chancengleichheit, bestimmte Teilnehmer privilegiert.

Das alles ist nicht schwer zu verstehen.
Man muss nicht einmal sonderlich intelligent sein, um es zu verstehen.

Dennoch ist aus dem BMFSFJ seit mehreren Jahren, ja Jahrzehnten Propaganda zu hören, die diese leicht verstehbaren Zusammenhänge ignoriert, die eine Verballhornung der Welt und der ethischen und moralischen Prinzipien, die sie leiten, durchsetzen will.

Folglich muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein, ob die Verantwortlichen im BMFSFJ nicht denken können oder nicht denken wollen. Sind sie debil oder bösartig, geistig Minderbemittelte oder Lügner?

Geben wir die Frage doch an unsere Leser weiter:

Unsere Handreichung zu diesem Thema:

Gerechtigkeit? Gleichheit? Gleichstellung? Idiotentest für Verteilungsfragen

Und hier noch die entsprechende Handreichung von Peter Tosh:

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Politik: “..:und sie bewegt sich doch” -(außerhalb der EU)

Zeiten der Unsicherheit und Veränderung, Zeiten, in denen Rechtsanwälte wenig Kasse machen, Planer nicht mit dem Planen hinterherkommen und Politiker entweder Ideen haben oder als die mittelmäßigen Sprücheklopfer auffallen, die sie meist sind, Zeiten in denen das Glück nicht in Regulationen, die Altes festschreiben, sondern in Neuem gesucht wird, solche Zeiten waren immer sehr produktive Zeiten, für Wissenschaft, für Wirtschaft und für die Gesellschaft.

Der BREXIT, der Vorlauf zum BREXIT, er ist eine solche Zeit, in der sich neue Ideen und neue Visionen bahnbrechen und in der man etwas bewegen kann, weil zum einen neue Ideen gefragt sind, zum anderen die Fessel der Brüsseler Bürokratie beseitigt wurde.

So haben wir nicht wenig gestaunt, dass Labour, also die Partei von Tony Blair, in der allerdings nur noch wenige etwas von Blair wissen wollen, weshalb wir besser sagen sollten, die Partei von Jeremy Corbyn, den seine alte Liebe für den Sozialismus nach Kuba und Venezuela treibt, wenn er nicht gerade in Britannien sein Unwesen treibt, diese Partei, sie hat einen Plan für das Wohlergehen von Tieren (Plan for Animal Welfare) vorgelegt. Das zeigt, man soll Parteien wie Bücher nicht immer und nur anhand ihres Covers beurteilen. Nicht einmal für die Labour-Partei kann man es ausschließen, dass etwas Sinnvolles aus Kings Manor (!sic) in Newcastle kommt.

Dort hat man den BREXIT zum Anlass genommen, um einen Plan für die Wohlfahrt von Tieren aufzustellen, der – wenn man so will – zeigt, dass auch Labour nicht frei vom humanistischen Erbe ist. Der Plan, dem etliche Tories bereits zugestimmt haben, sieht vor, dass im Vereinigten Königreich des nach-BREXIT

  • in der Tierhaltung keinerlei Käfige mehr erlaubt sind;
  • keinerlei Lebendtransporte von Tieren, um sie zu schlachten oder zu mästen, mehr zulässig sind;
  • auf Fleischprodukten das Herkunftsland, die Produktionsmethode und die Art, in der die Tiere umgebracht wurden, ausgewiesen werden muss;
  • die Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung auf Krankheitsfälle beschränkt wird;
  • Großfarmen mit ihrer industriellen Tierhaltung aus Britannien verschwinden;
  • Gänseleber nicht mehr ins Vereinigte Königreich importiert werden darf;
  • und vieles, wirklich vieles mehr.

 

Nachzulesen ist der Plan auf der Homepage von Labour und wir können feststellen, dass nicht einmal Sozialisten sich vollständig dem Reiz des Neuen und den Chancen, die der BREXIT mit sich bringt, entziehen können.

Going Global: Boris Johnson und “The Road to BREXIT”

Im Vereinigten Königreich gibt es keinen politischen Aschermittwoch, schon weil es kaum Narren gibt und die die es gibt, sich normalerweise nicht öffentlich inszenieren. Man kann es daher als Zufall ansehen, dass Boris Johnson, der britische Außenminister, heute eine lange erwartete Rede über „The Road to BREXIT“ gehalten hat, die wir hier in voller Länge inklusive der Fragen, die vermeintliche Journalisten (beim Guardian sind wir uns da nie so sicher) anschließend gestellt haben, verlinken.

Die tragenden und wiederkehrenden Argumente, die Johnson in seiner Rede macht, beziehen sich darauf, dass die EU eine politische Institution ohne Demos ist, dass niemand weiß, wer hinter Regulationen und Direktiven der EU steckt (welche Lobby-Gruppe), dass es für Briten nicht akzeptabel ist, von einer anonymen Masse von Bürokraten, die nicht zur Verantwortung gezogen werden können, regiert zu werden, dass es schon deshalb notwendig ist, to take back control, um in der Lage zu sein, sich nicht nur selbst zu regieren, sondern auch die Regierenden aus dem Amt zu jagen (Versuchen Sie, die EU-Kommission aus dem Amt zu wählen und Sie wissen, was Johnson meint!):

Gegen die Enge der EU mit ihren Klein-Klein-Regulationen stellt Johnson in seiner Rede nicht nur die britische Geschichte, sondern auch die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung, die nicht innerhalb, sondern außerhalb der EU, in Asien und den USA, in Südamerika und Australien stattfindet. Gegen die Monokultur, die durch erzwungene Harmonisierung und Gleichmacherei aus Brüssel geschaffen wird, stellt er Diversität und Vielfalt, die Unterschiede und nicht Gleichheit voraussetzen.

In Johnsons Vision wird Britannien nicht nur zum „magnet for ambition“, sondern auch zum Land, das wieder eine führende Rolle innerhalb der Welt einnimmt und das an die alte Tradition des freien Handels, der von Britannien aus seinen Siegeszug angetreten hat, anknüpft.

 

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