Sind gleichgeschlechtliche Eltern doch nicht die perfekte Familie?

In der letzten Woche ging eine australische Studie durch die Presse: “Children of same sex couples are happier and healthier than peers” so titelte die Washington Post. “Gay Parents”, so weiß man bei der Daily Mail, “have healthier and less argumentative children”. Der University Herald schreibt, “children raised by homosexual parents are healthier”.

In Deutschland hat die Meldung bislang noch keinen wesentlichen Niederschlag gefunden, wenn man einmal von einem Bericht auf Queer.de absieht – dazu später.

BMCDie zitierten Meldungen erwecken alle den Anschein, Kinder, die von gleichgeschlechtlichen Eltern aufgezogen werden, seien gesündern als, ja, wer eigentlich, die Vergleichgsgruppe fehlt in der Regel, so dass man gezwungen ist anzunehmen, dass alle Kinder heterosexueller Eltern gemeint sind, sogenannte intake Familien, Alleinerziehende, das ganze Spektrum der Möglichkeiten, das heterosexuelle familiäre Arrangements eben annehmen können.

Und damit ist man bereits am ersten Punkt, der zum Runzeln der Stirn führt, nämlich dem Verdacht, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Dass aus dem Stirnrunzeln Kopfschütteln wird, wenn man den Beitrag liest, den Simon R. Crouch, Elizabeth Walters, Ruth McNair, Jennifer Power und Elise Davis in BMC Public Health veröffentlicht haben, hat eine ganze Reihe von Gründen:

Die Datenbasis, auf der Crouch und seine Mitstreiter die Ergebnisse über die bessere Gesundheit von Kindern homosexueller Eltern gefunden haben wollen, sieht 315 Eltern, die in gleichgeschlechtlichen Arrangements leben, Angaben für 500 Kinder machen. Anders formuliert: Für die Vergleichsgruppe nicht gleichgeschlechtlicher Eltern haben Crouch et al. gar keine Daten erhoben, so dass man sich fragt, wie sie den Vergleich, der durch die Presse geht und von Queer gefeiert wird, überhaupt gemacht haben.

Als nächstes fällt auf, dass die 500 Kinder, über die der Datensatz Angaben enthält, zu 84% in lesbischen Arrangements aufwachsen, zu 2% in schwulen Arrangements, 10% wachsen in bisexuellen Arrangements (was auch immer man sich darunter vorzustellen hat), 2% in queer Arrangements, 1% in heterosexuellen Arrangements und weniger als 1% in transsexuellen Arrangements auf. Wenn die Autoren überhaupt etwas über die Gesundheit von Kindern aussagen können, dann über die Gesundheit von Kindern, die in lesbischen Arrangements aufwachsen. Mehr nicht.

Damit nicht genug, gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind das, was man eine seltene Population in der empirischen Sozialforschung nennt, d.h. man kann nicht einfach eine repräsentative Stichprobe für die Gesamtgesellschaft ziehen und hoffen, genügend gleichgeschlechtliche Arrangements darin zu finden. Man muss gezielt nach den entsprechenden Arrangements suchen, was dazu führt, dass man mit Sicherheit keine repräsentativen Aussagen machen kann. Im vorliegenden Fall wurden potentielle Befragte über geeignete Medien und Netzwerke gebeten, an der Befragung von Crouch et al. teilzunehmen. Die Befragten haben sich also von sich aus gemeldet. Es ist kaum zu erwarten, dass sich Personen, die in einem gleichgeschlechtlichen Arrangement Kinder erziehen und dabei erhebliche Probleme haben, freiwillig melden, um an einer Studie, die just das untersucht, nämlich die Gesundheit und die Befindlichkeit ihrer Kinder, teilzunehmen. Die Stichprobe der Autoren ist erheblich verzerrt.

Hinzu kommt, dass die Angaben über die Gesundheit der Kinder von den Eltern gemacht werden, so dass man gut daran tut, einen positiven Bias einzurechnen, denn Eltern tendieren dazu, die Gesundheit ihrer Kinder besser darzustellen als sie ist – warum wohl?

Die Autoren wissen auch, dass ihre Stichprobe verzerrt ist, denn sie thematisieren die Verzerrung unter der Überschrift “Limitiations” in ihrem Beitrag für BMC Public Health. Allerdings thematisieren sie vor allem die Tatsache, dass ihre Auswahl im Hinblick auf Einkommen und Bildung erheblich verzerrt ist. Die gleichgeschlechtlichen Eltern, die sich freiwillig gemeldet haben, um an der Befragung von Crouch et al. teilzunehmen, haben im Durchschnitt eine höhere Bildung und ein höheres Einkommen als die Gesamtbevölkerung. Das zeigt abermals, dass die Daten von Crouch et al. alles nur nicht repräsentativ sind.

Aller dieser Einschränkungen ungeachtet, vergleichen die Autoren den durchschnittlichen Wert, den sie im Hinblick auf die Gesundheit der Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Arrangements leben, also in lesbischen Arrangements,  errechnet haben, mit dem entsprechenden Wert aus einer Stichprobe für die Gesamtbevölkerung. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die Vorgehensweise entspricht in etwa dem Vergleich einer Stichprobe von Priestern mit einer Stichprobe der Gesamtbevölkerung, bei dem sich die Autoren dann freuen, dass die Kirchgangshäufigkeit der Priester höher ist als die der Gesamtbevölkerung. Das ist keine Sozialforschung und kein lauteres Vorgehen, es ist ein willkürliches Zusammenschustern von Ergebnissen, das lautere Wissenschaftler ärgerlich machen muss (Es ist übrigens kein Problem, willkürliche Zusammenhänge oder Unterschiede zu produzieren, wenn man Äpfel mit Birnen vergleich. Sehr schöne Beispiele dazu liefert die Webpage: Spurious Correlations, die Tylor Vigen mit viel Spaß an der Sache zusammenstellt.)

Als Resümee muss man feststellen, dass die Untersuchung von Crouch et al. (2014) nichts zur Beantwortung der Frage, ob Kinder in gleichgeschlechtlichen Arrangements gesünder, glücklicher oder dicker sind als Kinder in heterosexuellen Familien beiträgt. Die Stichprobe ist verzerrt, enthält weitgehend lesbische Arrangements und ein Vergleich der Daten mit einer repräsentativen Stichprobe der Gesamtbevölkerung ist nicht möglich, denn die Gesamtbevölkerung besteht bekanntermaßen nicht nur aus Besserverdienenden mit höherer Bildung.

Und natürlich kann man als Resümee ziehen, dass es nie leichter war als heute, Journalisten mit politisch korrekten Untersuchungen vor einen entsprechenden Karren zu spannen. Das hat eine Wurzel einerseits sicher in dem, was sich manche ideologisch wünschen, andererseits darin, dass Kenntnisse über Methoden der empirischen Sozialforschung ausgerechnet unter denen, die Ergebnisse vermeintlicher Forschung verbreiten, in einem so geringen Maße vorhanden sind, dass man geneigt ist, die entsprechenden Journalisten doch zu bitten, generell die Finger von empirischen Untersuchungen und ihren Ergebnissen zu lassen.

Ungeachtet aller genannten Probleme mit der Studie von Crouch et al., geht die Hymne der gleichgeschlechtlichen Arrangements durch die Presse, die gesündere Kinder aufziehen und Simon Crouch zeigt, wenn man dem, was Queer abdruck, glauben kann, dass er eher ein Aktivist als ein Wissenschaftler ist, denn er fabuliert auf der Basis seiner Nicht-Ergebnisse munter drauflos:

“Studienleiter Simon Crouch erklärte gegenüber dem australischen Fernsehsender ABC, Kinder aus Regenbogenfamilien erzielten durchschnittlich um sechs Prozent höhere Werte in Fragen der Gesundheit und der Familienzusammengehörigkeit als die Durchschnittsbevölkerung. Als Grund nannte der Forscher, dass in Regenbogenfamilien die Rollen nicht nach alten Muster verteilt seien: Die Eltern in Regenbogenfamilien nähmen “die Rollen an, die ihnen am ehesten liegen”. Heterosexuelle Paare hielten dagegen mehrheitlich an den “Geschlechterklischees” fest, nach denen sich die Mutter zu Hause um die Kinder kümmere, während der Vater arbeiten geht. Die freie Rollenwahl führe zu einer “harmonischeren Familie, die dadurch gesünder und glücklicher wird”, sagte Crouch”.

holy familyGleichgeschlechtliche Familien, also lesbische Arrangements sind für Crouch deshalb überlegen, weil in ihnen keine Geschlechterklischees gelebt werden. Müsig darauf hinzuweisen, dass hier die Phantasie von Crouch spricht, denn er hat nichts gemessen, was diesen Schluss nahelegen würde. Daher fragt man sich, warum muss unbedingt gezeigt werden, dass gleichgeschlechtliche Arrangements besser sind als normale Familien?

Warum, so kann man weiter fragen, sind gleichgeschlechtliche Partner so versessen darauf, mit Hilfe eines Reproduktionsmediziners und in-vitro-Fertilisation oder wie auch immer, Nachwuchs zu produzieren und sich als Familie zu institutionalisieren? Wirkt hier die heilige Familie nach, ist sie der einzige Weg, sich vom Makel der Homosexualität, den die entsprechenden Gleichgeschlechtlichen wohl verspüren, freizukaufen? Und warum sind es ausgerechnet die Aktivisten der Szene der Homosexuellen, die Homosexuelle zu den besseren Normalfamilien stilisieren wollen?

Dies alles sind Fragen, die wir nicht beantworten können und auch nicht wollen, denn letztlich sind wir der Ansicht, dass Homosexuelle sowenig wie Heterosexuelle Mustereltern sind. Sofern sich Homosexuelle dazu entschließen, Kinder zu erziehen, ist die Wahrscheinlichkeit, darunter Eltern zu finden, die für Erziehung nicht fit sind, genauso hoch, wie unter Heterosexuellen. Was die Frage, warum man Homosexuelle so unbedingt zu den Mustereltern, die gleich hinter Josef und Maria kommen, stilisieren muss, nur um so dringlicher stellt.

 

Crouch, Simon R., Waters, Elizabeth, McNair, Ruth, Power, Jennifer & Davis, Elise (2014). Parent-reported Measures of Child Health and Wellbeing in Same-sex Parent Families: A Cross-sectional Survey. BMC Public Health 14

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18 Responses to Sind gleichgeschlechtliche Eltern doch nicht die perfekte Familie?

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  2. Johann Friedrich Herbart gilt als Klassiker der Pädagogik. Er gab zu Bedenken, dass wir alles, was wir Kindern antun, erst im Alter erkennen werden. Es ist eine Bemerkung, die auf den ersten Blick die Erziehungswissenschaft alt aussehen lässt und den Eindruck erweckt, als würden in ihren Kreisen Banalitäten diskutiert – es weiß doch jeder: Schäden, die in früher Kindheit entstehen, zeigen sich erst später, sie können sich ein Leben lang auswirken. Auch dass die Kindheit „irreversibel“ ist, wie Herbart betont, gilt als Gemeinplatz, wir können bei Kindern eben nicht wie beim Computer auf Neustart gehen.

    Das heißt in unserem Fall, dass wir das Kindeswohl nicht losgelöst von späteren Entwicklungen beurteilen können. Wer es trotzdem tut, ist ein Scharlatan. Studien, die belegen wollen, dass eine Adoption durch ein schwules Paar das Kindeswohl nicht gefährdet, sind wertlos. Sie können die Problematik gar nicht erfassen, es sei denn, die Forscher wären – wie in einem billigen Sciencefiction – in eine Zeitmaschine gestiegen und wohlbehalten mit guten Nachrichten zurückgekehrt.

  3. Sarah H. says:

    Vielen Dank für diesen Eintrag, Herr Klein. Dank Ihrer Kompetenz und ihres Engagements wird die Welt der Medien, wie auch der Politik, transparenter!

  4. rjb says:

    Was soll es eigentlich heißen, wenn Fritz “um 6 Prozent höhere Werte in Fragen der Gesundheit erzielt” als Franz? Wo gibt es eine Skala für “Gesundheit”, die es sinnvoll machen würde, derartige prozentuale Vergleiche anzustellen? Um wieviel Prozent soll jemand mit einem schwachen Herz gesünder oder kränker sein als jemand anders mit einem krummen Fuß? Woraus ergibt sich, daß ein “Studienleiter”, der so redet, nicht einfach nur Unsinn daherschwadroniert?

    • Kint says:

      Die Studie stimmt doch schon hinten und vorn nicht.

      Children of same-sex couples are happier and healthier than peers, research shows
      “It’s often suggested that children with same-sex parents have poorer outcomes because they’re missing a parent of a particular sex. But research my colleagues and I published in the journal BMC Public Health shows this isn’t the case,” lead researcher Simon Crouch wrote on the Conversation.
      http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2014/07/07/children-of-same-sex-couples-are-happier-and-healthier-than-peers-research-shows/
      Und was schreibt er da weiter?
      In fact, we found children in same-sex families scored better on a number of key measures of physical health and social well-being than kids from the general population.
      http://theconversation.com/kids-from-same-sex-families-fare-as-well-as-peers-or-better-28803

      Wenn hier festgestellt wird
      “Für die Vergleichsgruppe nicht gleichgeschlechtlicher Eltern haben Crouch et al. gar keine Daten erhoben”

      bedeutet das: Die Washington Post sagt das Gegenteil der Wahrheit, und Crouch ebenso. Und wenn er in der “Conversation” sagt, keine Gruppe könne Anlass haben, die Angaben zu verschönern, ist er nicht nur blind. Denn sogar er selbst benutzt seine falschen Angaben und Ergebnisse für eine gesellschaftspolitische Kampagne. Post, Conversation, “Wissenschaftler” Crouch und einschlägige Publikationen, die das alle nicht merken? – ein Schuft, wer Böses dabei denkt. Früher hätt man schlicht gesagt: Lügner.

  5. lernender says:

    Auch von mir, dickes Lob für einen sehr aufschlussreichen Artikel, der zudem völlig “political incorrect” ist.

    Meine two cents..

    In den achtzigern gab es einen George Michael, eine Homosadomasogruppe, die “Relax” (Discostampfer schlechthin, bloß der Namen entfallen) gesungen hat und einen Boy George, der paradiesischen Homo schlechthin-

    Allen war gemeinsam – es hat niemanden interessiert wen oder was die lieben, die Musik war ausschlaggebend und die Leistung. Wo ist der Unterschied zu heute?
    Heute ist die sexuelle Gesinnung der Grundstein der “Leistung”, zumindest was die Medien betrifft, die wiederum unter der Fuchtel der Politik stehen, die wiederum exzellente Kenntnisse der soziokulturellen Strömungen für sich zuschreiben möchten.

    Was ist die Wirklichkeit? Geschlossene Foren, wenn der Wind von der Gegenseite kommt.
    Zeitungssterben de luxe, die großen Printmedien gehen in den Bach..

    Nun zum Thema

    Es gibt einen Grund, warum die Natur es zugelassen hat, dass es Frau und Mann gibt.
    Die waren nicht von gestern auf heute einfach da, es gab da ein paar Hunderttausend Jahre dazwischen.
    Und in diesen hunderttausend Jahren war der Mechanismus immer gleich, nämlich das Volk, das am wenigsten Kompromisse macht, aufgrund der begrenzen Ressourcen, das setzt sich durch. Ich denke nicht, das sich eine Ethnie durchgesetzt hätte, das sich vorwiegend um Bedürfnisse und Probleme von individuellen sexuellen Präferenzen im eigenen Volk gekümmert hättte, wenn der Feind vor den Toren steht.

    Homosexualität ist für mich eine individuelle sexuelle Präferenz, die von den jeweiligen Gruppen für sich ausgelebt werden können, niemals darf Homosexualität von der Politik instrumentalisiert werden, um kurzfristigen Kuschelfaktor an die Lobbygruppen gerecht zuwerden.

    Im Gegenteil.

    Ist man sich und allen anderen gegenüber ehrlich, ist die sexuelle (Homo) Präferenz in Verbindung mit Kindererziehung höchst gefährlich, weil wider der Natur.
    Wenn es funktionieren würde, wären wir seit Hunderttausend Jahren alle queer.

  6. karstenmende says:

    Die Kommentare auf “queer.de” sind sehr aufschlussreich darüber,was man sich in dieser Society unter kompetenter Forschung vorstellt. Ich zitiere einen “Charlie”:

    [“Sie sprach Crouch auch jegliche Kompetenz bei diesem Thema ab, da der Forscher selbst schwul sei und zwei junge Kinder habe.”

    Gerade das sollte doch FÜR seine Kompetenz sprechen. Komisch, dass die Kritiker diese Zweifel an der Argumentation nicht an Studien äußern, die ausschließlich von Heteros durchgeführt werden. Diese werden dann als objektiv und neutral dargestellt, vorausgesetzt sie passen in ihr steinzeitliches Weltbild.
    Letztlich ist es einfach dummes christlich-konservatives Scheuklappendenken, aber was will man von solchen Menschen auch schon erwarten…]

    Merke: Argumente von Heteros sind “steinzeitlich”! Der ihnen innewohnende “Fehler” ist, dass sie nicht zum erwünschten Ergebnis eines “zeitgemäßen Weltbildes” kommen KÖNNEN.

    Ich gestehe diesem “Charlie” zu, dass er lediglich ein voreingenommener Kommentator ist. Allerdings hat das “wissenschaftliche Verständnis” im Kreise zeitgemäßer Politik in etwa die gleiche Qualität.

    http://karstenmende.wordpress.com/2014/07/12/der-feministische-weg-in-die-parlamentarische-obsoleszenz/

    • Frieden01 says:

      Nur eine kurze Anmerkung zu diesem unglaublichen Kommentar von “karstenmende”:

      Noch bringt es Ihr “zeitgemäßes” Weltbild nicht fertig Kinder in die Welt zu setzen. Das dürfen die “steinzeitlichen” Heteros machen.

      Auch ich würde einem Forscher “der in eigener Sache unterwegs ist” jegliche Qualifikation absprechen.

      Haben Sie nicht ein falsches Weltbild oder anders gesagt, sind Sie womöglich auch voreingenommen?

      • Sie haben in Ihrem Beitrag eine unbegründete Bewertung (Abwertung): “unglaublicher Kommentar”.
        und eine fast – wie soll man sagen – vielleicht: suggestive Frage, deren Antwort Sie nicht wirklich als notwendig voraussetzen. Was fehlt: Argumente, Begründungen, Fakten… Insofern wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie das Fehlende nachliefern würden: Warum ist der Kommentar von Karsten Mende unglaublich, was rechtfertigt eine entsprechende Einordnung. Woran machen Sie ein “richtiges Weltbild” fest, wie begründen sie es, woher soll die Legitimität des “richtigen Weltbilds” kommen?

      • karstenmende says:

        Oh je. Ich habe den Eindruck, da hat sich jemand gewaltig geirrt. Ich möchte darauf hinweisen, dass das Zitat eines gewissen “Charlie” zwischen den Klammern steht […]. Dieses Format habe ich gewählt, da Charlie’s Zitat mit (“) beginnt. Sie sollten noch einmal gründlich prüfen, welche Worte sie MIR in den Mund legen.

        Aber irgendwie ist es auch witzig, zusammengestaucht zu werden, weil ich mit jemanden gleicher Meinung bin. Das hat man nicht alle Tage. 😀

        Kleiner Tipp: Ein Klick auf den Link könnte meine Kommentar verständlicher machen. 😉

  7. dentix07 says:

    @ rjb
    Das könnte man mit entsprechenden Fragen und einer danach gestalteten Wertungsskala ja noch einigermaßen lösen! Die Frage ist ob das hier, sieht man sich die von Herrn Klein aufgezeigten Fehler an, denn gemacht wurde? Wahrscheinlich nicht!

    Ich finde die Lobhudelei auf gleichgeschlechtliche Eltern zeigt die Dekadenz mindestens eines Teiles unserer Gesellschaft(en). Irgendwie geradezu selbstmörderisch!
    Denn ohne die, wie es Pirincci ausdrückt „Basis der Anziehung zwischen Mann und Frau“ , gäbe es keine gleichgeschlechtlichen Eltern, denn es gäbe keine Kinder!

    Mir fällt dabei, nicht ganz zutreffend, ich weiß, Erich Kästners „Die sogenannten Klassefrauen“ ein,
    besonders der letzte Vers:

    „Wenn’ s doch Mode würde, zu verblöden!
    Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
    Wenn’s doch Mode würde, diesen Kröten
    jede Öffnung einzeln zuzulöten!
    Denn dann wären wir sie endlich los!“

    Wobei Ersteres, das mit dem Verblöden, schon geschafft ist!

    Vielleicht sollte man sich in dem Sinne wünschen es gäbe nur noch gleichgeschlechtliche Eltern, denn dann wären wir sie ziemlich bald los (und den ganzen Rest der Menschheit auch!)
    Manchmal – angesichts derartigen Unsinns – frage ich mich, ob das nicht sowieso die bessere Alternative wäre!?

    • rjb says:

      “Das könnte man mit entsprechenden Fragen und einer danach gestalteten Wertungsskala ja noch einigermaßen lösen!” Nein, leider nicht. Jedenfalls nicht so, daß man in irgendeinem vernünftigen Sinn sagen könnte, Fritz ist 10% gesünder als Franz. Um das zu sehen, ist es sinnvoll, solche sozialwissenschaftlichen Meßprozeduren mit physikalischen zu vergleichen. Zur Definition einer physikalischen Größe, etwa Länge, gehört z.B. ihr Verhalten unter Koordinatentransformationen; und daß man sinnvoll sagen kann, dieser Stab ist 10% länger als jener Stab hängt mit solchen Dingen wie diesem Transformationsverhalten zusammen. Für die “entsprechenden Fragen und einer danach gestalteten Wertungsskala” bräuchte man einen entsprechenden theoretischen Hintergrund, und in Ermangelung eines solchen ist “10% gesünder” noch sinnfreier als das um 80% weißer waschende neue Perrsyl – denn da steckt zumindest noch eine leicht nachvollziehbare Werbestrategie hinter der inhaltlich unsinnigen Behauptung. Ach so, vielleicht ist die hier betrachtete Studie auch als eine Art Reklame zu betrachten.

  8. TS says:

    Vorneweg, ich habe überhaupt nichts gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden. Auch darf niemand deshalb in irgendeiner Weise benachteiligt oder “diskriminiert” werden. Ich habe dieses Wort bewusst in Anführungsstrichen geschrieben, weil diese ganze Antidiskriminierungskampagne nur der Einschränkung der Meinungsfreiheit dient, da unter dem Deckmantel der Diskriminierung selbst wissenschaftlich nachgewiesene Fakten nicht mehr gesagt werden dürfen, wenn sie nicht ins politisch korrekte Weltbild passen. Orwell und das Wahrheitsministerium lassen grüßen.

    Warum wird ein regelrechter Hype um diese 1-5% der Bevölkerung gemacht, die nicht heterosexuell sind, wie nun mal die Mehrzahl der Menschen. Als wenn diese Minderheiten die wichtigsten Strukturen unsere Gesellschaft wären. Zumal können eben nur aus der Beziehung zwischen Mann und Frau Kinder entstehen, auch Kinder die vielleicht schwul oder lesbisch sind oder mal werden. Also jeder Schwule oder jede Lesbe, Transe hat eine Mutter und einen Vater gehabt, sonst wäre er oder sie nicht da. Das ganze mediale Gedönse um diese verschiedenen sexuellen Orientierungen und überhaupt um die Rolle der Geschlechter an sich, gipfelt dann auch noch in so, ich bitte um Entschuldigung für den harten Ausdruck, totalem Schwachsinn wie Gender-Mainstreaming, oder der Behauptung, dass man sozusagen als Neutrum auf die Welt kommt und das Geschlecht frei gewählt werden kann. Geht es eigentlich noch dümmer? Hinzu kommen die Frühsexualisierung der Kinder, denen ins Gehirn gebrannt wird, dass die Liebesbeziehungen zwischen Hans und Jürgen oder Martina und Ulla mehr die Regel, als die Ausnahmen sind. Und damit auch die Erwachsenen langsam mit diesem Unsinn infiltriert werden, ergießt man sich auch noch in solchen pseudowissenschaftlichen Studien, wie von Herrn Klein wunderbar analysiert.

    Gehen wir noch einen kleinen Schritt weiter und nehmen die Krippen und Ganztagsschulen dazu, also die Ausweitung der staatlichen, statt der familiären Obhut der Kinder, dann fällt es gar nicht mehr so schwer die Frage nach dem Grund des Ganzen zu beantworten, nämlich die gewollte Zerstörung der klassischen Familienstrukturen. Die früheren totalitären sozialistischen Staaten haben darin einen reichen Erfahrungsschatz. Eine bindungslose Gesellschaft, die sich nur noch für Konsum, Sex in allen Variationen, billige Unterhaltung durch immer niveaulosere Fernsehsendungen, Promiblödsinn, kurz für Brot und Spiele interessiert und keine gefestigten Familienstrukturen mehr hat, kann wunderbar beherrscht werden. Dumm nur dass wir nicht von den Langzeitstudien in den Ostblockländern lernen wollen, die jetzt sogar zurückrudern und die klassische Familie wieder stärken, weil die Folgen ihres auf Beherrschung der Massen getrimmten gesellschaftlichen Experimentes katastrophal waren.

    • Atacama says:

      “Gehen wir noch einen kleinen Schritt weiter und nehmen die Krippen und Ganztagsschulen dazu, also die Ausweitung der staatlichen, statt der familiären Obhut der Kinder, dann fällt es gar nicht mehr so schwer die Frage nach dem Grund des Ganzen zu beantworten, nämlich die gewollte Zerstörung der klassischen Familienstrukturen”

      Oder weil es für viele Schüler die letzte und einzige Chance ist, überhaupt irgendwas zu werden im Leben was über Hartz4 Empfänger und Knacki hinausgeht.
      Bei deiner Überidealisierung der klassischen Familie übersiehst du, dass diese der Realität zu großen Teilen leider nicht entspricht und viele Eltern Null Interesse an der Förderung ihrer Kinder haben.

      Das geht übrigens schon in der Grundschule los. Viele Kinder überspringen den Kindergarten, werden zuhause aber nicht auf die Schule vorbereitet und sind dann von der ersten Klasse an komplett abgehängt auf Lebenszeit, wenn es schlecht läuft.

      Und wo liegt der kausale Zusammenhang zwischen ganztagesschule und Zerstörung klassischer Familienstrukturen? Deshalb können die Eltern ja trotzdem hetero und verheiratet sein.
      Sind Internate eigentlich auch neumodischer Quatsch zur Zerstörung von Familien oder gibt es die schon länger?

  9. ibo says:

    Besonders gesund sind diese Kinder wenn sie auf “Migranten Schulen” gehen,sie haben dann immer einen gesunde blaue Farbe im Gesicht…

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