Wenn Flugzeuge abstürzen, dann gibt es in den meisten Ländern Experten, die zur Unfallstelle eilen, um dort Daten zu sammeln, die es ermöglichen, die Ursache des Absturzes zu ermitteln. Die entsprechende Suche wird regelmäßig auf National Geographics‘ eigenen Sender als „Air Crash Investigation“ nachgestellt.
Wer der Serie folgt, kommt einerseits zu dem Schluss, dass es erstaunlich ist, was ein Flugzeug so alles aushält, bevor es abstürzt, und er kommt zu dem Schluss, dass es dann, wenn es ein Problem an Bord gibt, auf die Qualfikation des Piloten ankommt, darauf, wie er mit der konkreten Situation umgeht. Anders formuliert: Die Frage ob ein Flugzeug abstürzt oder nicht, ist häufig eine Frage, auf die eine bestimmte Qualifikation des Piloten die Antwort gibt.
Welche Qualifikation? Die, Antworten auf neue Probleme zu finden.
Wissenschaftler von der Human Factors and Ergonomics Society haben dies in einem Versuch gezeigt, an den 18 altgediente Piloten, die eine Boeing 747 fliegen, teilgenommen haben. Zunächst wurden die Piloten im Flugsimulator mit einer Krisensituation konfrontiert, die den Krisensituationen entspricht, die die Piloten in ihren Trainings einüben. Alle 18 Piloten meisterten die Situation mit Bravour und brachten ihr virtuelles Flugzeug gekonnt zu Boden.
Dann haben die Wissenschaftler die Krisensituation modifiziert und Probleme eingebaut, die im Pilotentraining nicht eingeübt werden, d.h. sie haben die Problemlösungskapazität der Piloten für Probleme außerhalb des Standards getestet. Nun ergaben sich Fehler. Etliche der 18 Piloten hatten zu kämpfen, um ihre virtuelle Maschine sicher zu landen, andere machten entscheidende Fehler und verursachten einen Absturz.
„Emergency drills tend to be predictable exercises in which people know exactly what’s coming and when,“ said Steve Casner, a research psychologist at NASA’s Ames Research Center. „But when confronted with the blooming, buzzing confusion of a real emergency, people often seem lost.“
Man kann eben nicht für das Unvorhergesehene trainieren und entsprechend nur hoffen, dass dann, wenn das Unvorhergesehene eintritt, ein kompetenter, volltagsfliegender Pilot im Cockpit sitzt, der mit Ruhe und Übersicht die Situation analysiert und die richtigen Entscheidungen trifft. Entsprechend hat die Persönlichkeit des Piloten in Krisensituationen einen erheblichen Einfluss auf die Überlebenschance seiner Passagiere.
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So einfach ist das nicht. Dafür gibt es viele Gründe. Einige Gründe liegen im System. Wenn Piloten beispielsweise schon vertragsmäßig gezwungen sind, 98% der Starts automatisch durchzuführen, dann führt das dazu, daß das Gefühl für die Maschine langsam verlorengeht. Im Krisenfall mit Streß sind dann sogar die Grundlagen nicht mehr abrufbar, siehe AF447. Automatiken mit Eigenleben verbessern das Verhalten im Streßfall nicht. Kompetente Auskunft gibt es in de.rec.luftfahrt.
Carsten
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Carsten
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