Unsere kleine Umfrage zur GDL und speziell zur Frage, ob die GDL eine terroristische Vereiningung ist, hat – wie ein Professor der Soziologie, der zwischenzeitlich emeritiert ist, einmal gesagt hat – Abgründe aufgetan.
Die Frage, ob sich die GDL anhand von vorgegebenen Kriterien, die wir aus der entsprechenden Definition der Europäischen Union entnommen haben, als terroristische Vereinigung qualifiziert, ist eine Frage, die leicht zu beantworten ist.
Man nimmt die Kriterien und prüft, ob die Kriterien anwendbar sind und auf die GDL zutreffen oder nicht.
Das ist eine formale Aufgabe, die spätestens jeder Fünftklässler beherrschen sollte, wenn er versucht, z.B. Gesetze der Geometrie anzuwenden.
Und es ist eine einfache Frage der Logik, keine Frage, die etwas mit den Inhalten zu tun hat, mithin eine Frage, die man anhand des Verstands und nicht anhand des Gefühls, das sich im Solar Plexus bildet, beantworten muss.
Um die Kenntnisse in Logik, die offensichtlich bei einigen Kommentatoren nicht einmal rudimentär vorhanden sind, zu schulen und zu schärfen, machen wir ein kleines Rätsel.
Im Folgenden gibt es sechs logische Schlüsse in Form von Syllogismen, und die Frage, die sich mit jedem Schluss verbindet lautet: Ist de Schluss richtig oder falsch.
1. Fliegende Häuser (Barbara):
Alle Vögel fliegen.
Alle Häuser sind Vögel.
Alle Häuser fliegen.
Richtig = 100000 Punkte
Falsch = 900000 Punkte
2. Lügende Gewerkschaftler
Alle Gewerkschaftler sind Lügner
Ich bin ein Gewerkschaftler
Paradox (aber richtig) = 10000 Punkte
Blödsinn = 90000 Punkte
3. Funktionäre und Gier (Darii)
Alle Funktionäre sind gierig.
Manche Deutsche sind Funktionäre.
Manche Deutsche sind gierig.
Richtig = 1000 Punkte
Falsch = 9000 Punkte
4. Gewerkschaftler und Verstand (Bocardo)
Manche Gewerkschaftler haben keinen Verstand.
Alle Gewerkschaftler sind Linke.
Manche Linke haben keinen Verstand.
Richtig = 100 Punkte
Falsch = 900 Punkte
5. Gott ist Liebe
Gott ist Liebe.
Liebe ist blind.
Steve Wonder ist blind.
Steve Wonder ist Gott.
Richtig = 10 Punkte
Falsch = 90 Punkte
6. Ich bin blind
Ich bin Niemand.
Niemand ist perfekt.
Gott ist perfekt.
Also bin ich Gott.
Aber: Steve Wonder ist Gott.
Also bin ich Steve Wonder.
Um Gottes Willen: Ich bin blind!
Richtig = 1 Punkt
Falsch = 9 Punkte.
Nun wird es kompliziert:
Addieren Sie die Punkte für die sechs Rätsel und geben Sie die Summe in die Befragung ein.
Die Auflösung kommt bald auf ScienceFiles.
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„Die Subjektivierung, die den Konstruktivisten vorschwebt, schafft Wahrheit als regulative Idee ab und bringt emprische Bestätigung in Misskredit.“
Wo behaupten „die Konstruktivisten“ (ich gehe davon aus Sie meinen Sozialkonstruktivisten, also Luckmann und Berger + deren Nachfolger damit) denn bitte soetwas?
oder werfen Sie hier (vielleicht mal wieder) sehr unterschiedliches in einen Topf?
Berger und Luckmann haben nicht allzuviel mit Konstruktivismus zu tun, so wenig wie der Interaktionsmus. Keiner von beiden bestreitet die Existenz einer objektiv vorhandenen Realität bzw. die Möglichkeit, die Realität als solche wahrzunehmen. Insofern sind sie auf dem falschen Schiff unterwegs.
Das habe ich mich auch gefragt.
So wie es dasteht ist es kein Syllogismus.
Ich dachte auch erst es hätte etwas mit dem Lügnerparadoxon zu tun. Dann könnte man aus dem ersten Satz einen Widerspruch konstruieren und beliebiges daraus ableiten. Aber das Personalpronomen im zweiten Satz verwirrt trotzdem. Und wenn man Lügner nicht als positive Variable behandelt, würde man auf den Inhalt des Wortes Lügner achten, was ja dann nichts mehr mit der formalen Folgerichtigkeit zu tun hätte.
Geht es eigentlich um die formale Folgerichtigkeit bzw. ist es wichtig welchen Wahrheitswert die Prämissen haben? Ich habe die Prämissen alle konsequent als wahr behandelt ?
Der Optimist sagt von einem Glas, daß es halb voll ist; der Pessimist sagt vom selben Glas, daß es halb leer ist.
Ist das so? Oder ist es umgekehrt? Weder – noch, denn das Lehrbeispiel führt uns auf die falsche Spur. „Ach, spricht er, die größte Freud‘ Ist doch die Zufriedenheit.“ (Wilhelm Busch) Und zufrieden kann ich nur sein, wer die ersten Anfänge der Auflösung erkennt und sofort gegensteuert. Kein Problem zu haben, ist am besten. Dann wird das Glas zum Füllhorn, soviel wir auch trinken, es bleibt immer randvoll.
Die Frage, die bleibt ist ja, ob das Verb „ist“ nun ein Konditional oder ein Bikonditional beschreibt – ohne dieses Wissen lassen sich 5 und 6 nicht klar beantworten, denn je nach Auswahl gibt es andere Ergebnisse.
Ich persönlich sage, dass das Verb „sein“ in allen Formen bloß ein Konditional beschreibt, damit wären 5 und 6 falsch.
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„Die Subjektivierung, die den Konstruktivisten vorschwebt, schafft Wahrheit als regulative Idee ab und bringt emprische Bestätigung in Misskredit.“
Wo behaupten „die Konstruktivisten“ (ich gehe davon aus Sie meinen Sozialkonstruktivisten, also Luckmann und Berger + deren Nachfolger damit) denn bitte soetwas?
oder werfen Sie hier (vielleicht mal wieder) sehr unterschiedliches in einen Topf?
Berger und Luckmann haben nicht allzuviel mit Konstruktivismus zu tun, so wenig wie der Interaktionsmus. Keiner von beiden bestreitet die Existenz einer objektiv vorhandenen Realität bzw. die Möglichkeit, die Realität als solche wahrzunehmen. Insofern sind sie auf dem falschen Schiff unterwegs.
…ist Nummer zwei vollständig?
Das habe ich mich auch gefragt.
So wie es dasteht ist es kein Syllogismus.
Ich dachte auch erst es hätte etwas mit dem Lügnerparadoxon zu tun. Dann könnte man aus dem ersten Satz einen Widerspruch konstruieren und beliebiges daraus ableiten. Aber das Personalpronomen im zweiten Satz verwirrt trotzdem. Und wenn man Lügner nicht als positive Variable behandelt, würde man auf den Inhalt des Wortes Lügner achten, was ja dann nichts mehr mit der formalen Folgerichtigkeit zu tun hätte.
Geht es eigentlich um die formale Folgerichtigkeit bzw. ist es wichtig welchen Wahrheitswert die Prämissen haben? Ich habe die Prämissen alle konsequent als wahr behandelt ?
6 ist genial, selten so gelacht….
Der Optimist sagt von einem Glas, daß es halb voll ist; der Pessimist sagt vom selben Glas, daß es halb leer ist.
Ist das so? Oder ist es umgekehrt? Weder – noch, denn das Lehrbeispiel führt uns auf die falsche Spur. „Ach, spricht er, die größte Freud‘ Ist doch die Zufriedenheit.“ (Wilhelm Busch) Und zufrieden kann ich nur sein, wer die ersten Anfänge der Auflösung erkennt und sofort gegensteuert. Kein Problem zu haben, ist am besten. Dann wird das Glas zum Füllhorn, soviel wir auch trinken, es bleibt immer randvoll.
Mit Logik allein, kann man auch allen möglichen Unsinn „beweisen“!
Die Frage, die bleibt ist ja, ob das Verb „ist“ nun ein Konditional oder ein Bikonditional beschreibt – ohne dieses Wissen lassen sich 5 und 6 nicht klar beantworten, denn je nach Auswahl gibt es andere Ergebnisse.
Ich persönlich sage, dass das Verb „sein“ in allen Formen bloß ein Konditional beschreibt, damit wären 5 und 6 falsch.