Der Sinn des Lebens

Haben Sie sich eigentlich schon einmal nach dem Sinn Ihres Lebens gefragt?

Interessanter Weise ist die Frage nach dem Sinn des Lebens nämlich so etwas wie ein gesellschaftliches Tabu. Kaum jemand stellt sie. Und wenn sie gestellt wird, dann sicher nicht öffentlich (außer auf ScienceFiles).

Es scheint, als sei die Existenz als solche der Sinn, das Dasein der Sinn des Lebens.

meaning_of_lifeAber das Dasein als solches, kann sicher nicht der Sinn des Lebens sein – oder? Muss nicht mehr hinter einer menschlichen Existenz stehen, als die Befriedigung von Grundbefürnissen, ohne Rücksicht auf Verluste?

Dass mehr dahinter stehen muss, zeigt schon die große Menge derer, die auf der Suche nach einem speziellen oder einem besondere Sinn in ihrem Leben sind.

Man findet die Sinnsucher an ganz unerwarteten Plätzen.

Als Taxifahrer in Cardiff zum Beispiel. So hatten wir gestern eine sehr kurzweilige Fahrt im Taxi, die mit einer Diskussion über alternative Medizin und Homöopathie angefüllt war, mit einem Taxifahrer, der sich als praktizierender Schamane herausgestellt hat, ja, also die walisische Ausgabe eines Schamanen. Er sucht den Sinn seines Lebens in der weitgehend menschenfreien Natur, in der er nach Energieformen jeglicher Art fahndet.

Sicher eine Form, den Sinn des Lebens zu suchen. Sicher eine Form, die manch’ anderer nicht als seine Form ansehen würde.

Aber was ist nun der Sinn des menschlichen Lebens? Und warum gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu, wie Menschen das Sinn-Vakuum, das zu füllen ihre Lebensaufgabe darstellt, tatsächlich füllen?

Für uns stellt sich die Suche nach einem Sinn im Leben zum Beispiel als eine Aufgabe dar, die zwischen der Vermeidung von unnötigen Externalitäten für andere bis zur Selbstwirksamkeit reicht, wobei Selbstwirksamkeit darin besteht, einen positiven Eindruck (also etwas, was wahrgenommen werden kann) in der Welt zu hinterlassen.

Aber wie mit allen normativen Konzepten, so ist es auch bei unserem so, dass es, je nach Wertbasis unterschiedlich gefüllt werden kann.

Es soll Menschen geben, die für die Erhaltung der eigenen Existenz, deren Sinn sich ihnen noch nicht erschlossen hat, selbst die übelsten Formen des Quälens anderer Spezies akzeptieren.

Es soll Menschen geben, deren Lebenssinn darin besteht, Geld anzuhäufen, von dem sie denken, es würde ihnen Status verschaffen. Andere suchen den Status in Designer-Kleidung und somit den Sinn ihres Lebens im Konsum. Wieder andere vertagen die Suche nach dem Sinn des Lebens auf die nächste Generation, auf dass der Nachwuchs erfolgreicher sein möge, bei der Suche nach Sinn als man selbst. Und dann gibt es die Religiösen unter uns, die suchen ihren Lebenssinn darin, dem zu entsprechend, was ihre Religion ihnen vorgibt, also in Anpassung und Gehorsam.

Und wie ist das bei den Lesern dieses Blogs, den Kommentatoren, worin besteht für Sie der Sinn des Lebens? Wir freuen uns auf die Antworten in diesem einmaligen wissenschaftlichen Experiment.

Dyffryn GardensUnd bis die Antworten eintreffen, fahren wir nach Dyffryn Gardens, um uns dort der Schönheit des Gartens und der Sonne zu widmen. Um Schamanismus zu betreiben? Schaun wir mal, schließlich liegt Dyffryn Gardens neben Cardiff!

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About Michael Klein
... concerned with and about science

35 Responses to Der Sinn des Lebens

  1. The aim of life is self-development.
    To realize one’s nature perfectly – that is what each of us is here for.
    Oscar Wilde

  2. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Der Sinn des Lebens

  3. Wolf-Dieter says:

    Wäre es nicht eine Vergewaltigung des Lebens, ihm auch noch einen Sinn aufzwingen zu wollen?

  4. rote_pille says:

    Ich schätze die Antwort lautet…

    42.

  5. Stefan Rehse says:

    Bei einem Philosphen habe ich gelesen:
    Der Sinn des Lebens besteht darin, Leben weiter zu geben.

    • Es hat niemand dem Leben einen Sinn gegeben, es sei denn, da war ein Schöpfer mit einer Absicht. Die Schöpfung der Entwicklung setzte eine Kette in Gang. Welchen Sinn soll diese Kette haben als ihre Fortführung? Richtig erkannt!
      Nun gewinnt das Leben Freiheit, reflektiert sich selbst und kommt zwangsläufig zu den Fragen, was anfangen mit der Freiheit und warum bin ich hier. Erst die Kombination dieser mit der Erkenntnis, daß da außer der Bewahrung des Lebens keine Aufgaben stehen, eröffnet die Möglichkeit einer Antwort. Man kann die erworbene Freiheit nutzen, sich selbst einen Sinn zu suchen.

      Neben der Erhaltung des Lebens kommen natürlich einige zu der Schlußfolgerung, ihre Aufgabe wäre, möglichst viel Leben auszulöschen. Was spricht dagegen? Nichts?!
      Man kann niemandem Vorschriften machen. Draus resultiert letztlich ein Kampf der Aufgaben, der Religionen, der Ideologien…

      Eine sinnvolle Aussage, die Leben erhält, die Erkenntnis fördert und eine sinnvolle Tätigkeit schafft, ist die, sich möglichst stark an der Realität zu orientieren, Wissenschaftlichkeit zu fördern.

      Carsten

      “Wir sollten daran denken, dass wir fossile Energieträger nicht verbrennen, um Umweltschützer zu ärgern, sondern weil sie uns die nötige Energie für all das liefern, was wir an der modernen Zivilisation schätzen – von Licht, Wärme und Kühlung bis zu Transportmitteln, Elektrizität und Nahrung”
      Björn Lomborg

  6. Peter Merbitz says:

    Jeder Pionier hat gelernt:
    „Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und er muss es so nützen, daß ihn sinnlos verbrachte Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer kleinlichen, inhaltslosen Vergangenheit ihn nicht bedrückt und daß er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten in der Welt – dem Kampf für die Befreiung der Menschheit – geweiht. “
    – Nikolai Ostrowski: Wie der Stahl gehärtet wurde
    Das wurde auswendig gelernt!

  7. Hawey says:

    Der Sinn des Lebens wie viel Unsinn ich da schon gehört habe. Das Leben hat keinen Sinn. Es bekommt erst einen Sinn wenn wir ihm einen Sinn gegen. Was wäre das für eine Freiheit wenn das Leben einen vorbestimmten Sinn hätte Du bist der Sinn des Lebens Du bestimmst die Richtung. (Ihr seid das Licht (Sinn) der Welt ohne Euch wäre es sehr dunkel)

    Leider sind die meisten heute fremdbestimmt. Die Masse glaubt sie denkt. Nein tut sie nicht sie wird gedacht. Die Masse glaubt sie lebt. Nein tut sie nicht sie wird gelebt. Schaut doch euer denken an was ihr so den langen Tag lang denkt. Dann vergleicht das mit Hollywood (Hollywood=alle Medien). Nun fällt euch was auf? Ihr denkt und handelt zu 99% was die schreiben und was sie euch zeigen. Ihr glaubt ihr seid frei ihr denkt und handelt in deren Sinne gleich was ihr anstellt. Sie geben euch euren Sinn.
    Immer noch keine Ahnung dann schau auf die Mode die Trends werden vorgegeben und ihr vergeudet eure Energie und euer Geld für so einen Unsinn. Ihr wisst nicht einmal was natürliche Schönheit ist. Sie (die geheimen Herrscher) bestimmen was Schönheit ist. Das aber nur zum Beispiel.

    Du bist aus einem bestimmten Grund hierher gekommen. Bloß den Grund hasst Du vergessen und rennst und lebst Hollywood nach. Denk doch mal darüber wie du dein Leben, leben würdest wenn du all die Zwänge nicht hättest die dir Hollywood auferlegt hat.

    Selbst Probleme könnt ihr nicht mehr lösen. Dabei ist es so einfach kippe das Gedankenmuster das dir über dein Problem auferlegt worden ist.

    Frage doch mal mit voller Absicht was ist das Gegenteil meines Problems? Du wirst eine Antwort bekommen du musst nur zuhören und dich geistig nicht schon wieder auf einem anderen geistigen Schauplatz begeben bevor die Antwort kommt. Mark Twain hat das mal so ausgedrückt, Zitat: “Das Glück klopft oft an meine Tür doch meistens bin ich in der Nachbarschaft und höre das Klopfen nicht”. Ersetze Glück durch Antwort und du erkennst das Problem.

    Gebt Eurem Leben Sinn oder gebt Eurem Sinn Leben. Tun muss man es halt selbst niemand nimmt euch das ab.

    Natürlich weiß ich das ihr schon viele Versuche unternommen habt. Ging aber meistens schief das Problem könnte beispielsweise das sein wie Martin Buber das ausdrückte.

    Martin Buber hat es 1952 ganz gut beschrieben und das passt heute besser denn je. Zitat:” Der heutige Mensch leidet darunter das er nicht sagt was er denkt und nicht tut was er sagt”. Zitat Ende.

    Noch einen Trick gibt es Eure Probleme oder euren Sinn zu erkennen. Reagiert übertrieben auf das was euch drückt. Übertriebenes Reagieren schafft Bewusstsein. Wie geht das fragen jetzt welche.

    Beispiel: Steig doch einfach auf einen Tisch und schau auf dein Problem und deinen bisherigen Sinn herunter. All das habe ich in der Praxis ausprobiert und mir eröffnete sich eine ganz neue Welt.

    Hört auf die Welt zu verändern das klappt nie. Ihr seid es die sich verändern müssen oder besser gesagt ihr müsst euch nur erinnern wer ihr seid. Verändert haben wir genug und was daraus geworden ist seht ihr. In allen Büchern stand und er sah das es gut war nirgends habe ich gelesen das und das ist schlecht. Also gutes muss man nichts verändern es kann nur schlechter werden! Eine einhundert Prozentige Absicht zeitigt einen einhundert Prozentigen Erfolg. Wenn man die Absicht vermeint verbessern zu müssen bricht man die Absicht und Chaos ist die Folge. Wir hatten die Absicht diese schöne Welt zu erschaffen und haben es getan. Dann kam einer und behauptete mache dir die Welt Untertan was daraus wurde zeigt die Geschichte. Na gut ich lasse euch nun allein mit meinen Aussagen denkt in voller Absicht darüber nach nur dann werdet ihr Resultate erlangen. LG Hawey

  8. Stereotyp says:

    Rote Pille hat schon recht.. Nur bleibt er auf halbem Weg stehen.

    Die Suche nach diesem Sinn, bzw. der Frage, dessen Antwort in dem witzigen Roman 42 war, müsste jeder Sinn-Sucher oder -Finder als den Zweck seiner Existenz betrachten können.

    Offen bleibt aber, ob es eine richtige oder falsche Antwort, bzw. Frage geben kann.

  9. Mario Montagliani says:

    Der Sinn des Lebens ist das der ewige Kampf um das eigene Überleben durch
    das Töten anderen Lebens.

    Das klingt zunächst vielleicht grotesk, ist aber der Kern der Evolution – und alles Leben muss der Evolution
    gehorchen, soweit wir wissen.

    Menschen stehen untereinander im Konkurrenzkampf um das Überleben und die
    Weitergabe der eigenen Gene. Immer – auch wenn dies heute von der Überflussgesellschaft
    verdeckt wird.
    Gegenseitiges Töten um z.B. Nahrung zu erlangen, findet global kaum noch statt.
    Es war aber die Norm, und wird, sollten entsprechende Engpässe entstehen (Katastrophen,
    Meteriteneinschlag, globale Seuchen usw.) auch wieder Normalität werden.

    Aber auch in unserem heutigen, zentraleuropäischen Alltag ist das Töten immer
    noch im Kern des Sozialen und der Gesellschaft, auch in der ökonomischen Sphäre,
    das zentrale Thema:
    Denn für alle Menschen geht es, ob es ihnen bewusst ist oder nicht, um Sex und Fortpflanzung,
    mithin um Weitergabe ihrer Gene.
    All die Politik, die Arbeit, das Lernen, Studium, Karrierekonkurrenz und shoppen, diskutieren und Freunde finden,
    Kleidung wählen und tragen oder der Autokauf – alles geschieht auf der grundsätzlichsten
    Ebene wegen dem sozialen Kampf bzw. dem Kampf um Fortfplanzung – um Ressourcen für
    sichere und privilegierte Kinderaufzucht zu sammeln (die dadurch anderen gezielt
    vorenthalten werden – es ist und muss das Ziel in diesem Kampf sein, besser zu sein, mehr
    zu haben – um sich selbst und den eigenen Kindern einen Vorteil gegenüber den gegnerischen
    Menschen und ihren Kindern im Reproduktionskampf bzw. sozialen Kampf zu sichern) und antürlich
    auch durch den damit geführten Beweis der eigenen optimalen Anpassung (stark, schlau, gesund) – wer viel
    besitzt, wer viel gilt, wer viel Macht hat – der ist einer der Sieger im sozialen Kampf, beweist damit
    hochwertige Gene und kann damit andere hochwertige Sexualpartner anziehen.

    Es gilt für alle, einen möglichst hochwertigen (genetisch fitten->gesund, schlau, schön, stark)
    Reproduktionspartner zu finden und mit ihm möglichst schlagkräftige (im sozialen Konkurrenzkampf der nächsten Generation)
    Kinder zu zeugen und großzuziehen.

    Dies ist die sexuelle Selektion. (Die natürliche Selektion gibt es auch noch, ist aber
    durch den Sozialstaat bei uns derzeit sehr weitgehend aufgehoben.)

    In dem Maße, in dem jeder um den hochwertigsten, d.h. sozial kampfkräftigsten Reproduktionspartner
    im sozialen Kampfe steht, in dem Maße wird natürlich auch eine Masse an Verlierern erzeugt:
    Jene, die von den verfügbaren Sexualpartnern nicht die hochwertigsten erlangen können,
    und auch jene, die so schwach sind in diesem sozialen Kampfe aller gegen aller, daß sie sich
    gar keine Reproduktionspartner und Kinder erkämpfen können.

    Diese Menschen werden von den sexuell erfolgreicheren, d.h. sozial stärkeren, Menschen
    im Endeffekt getötet – in dem Sinne, in dem der sexuell-soziale Konkurrenzkampf aller Menschen ihre
    Gene zum Aussterben zwingt – was sicherlich langfristigere und dramatischere Folgen
    hat, als “nur” körperlich getötet zu werden.

    Selbst jene Menschen, die gezwungen werden (von den Siegreicheren im sozialen Kampf)
    sich mit suboptimalen Reproduktionspartnern zufriedengeben zu müssen, werden “teilgetötet” – denn
    ihre nächste Generation, ihr Nachwuchs, wird wiederum schwächer sein, als sie sein könnte, hätten sich
    die Eltern stärkere bzw. bessere Gene (=hochwertigere Reproduktionspartner) erkämpfen können-d.h.,
    die Kinder kommen schon geschwächt für den sozialen Kampf, also mit einem geringeren Maß an Gesundheit,
    Intelligenz, Schönheit oder Stärke, auf die Welt – ein schwerer Nachteil von vornherein im
    wiederum Kampf um Leben und Tod, Reproduktion, Reproduktionspartnerqualität und Ausscheiden
    aus der Evolution in der Folgegeneration.

    So harmlos das Alltagsleben uns damit auch scheint – es geht stets um Leben oder Tod.
    Der soziale Kampf und die sexuelle Selektion sind allgegenwärtig und durchdringen alles
    soziale völlig. Wer nicht siegt, wenigstens teilweise, wer anderen keine Sexualpartner im
    Wettkampf um die genetisch hochwertigsten Reproduktionspartner entziehen kann (Entzug, weil
    die Gebärkapazität der Frauen und die Versorgerqualität der Männer ja eine sehr begrenzte Ressource sind- umso
    mehr, je hochwertiger die Reproduktionspartner sind) der wird von seinen kampfstärkeren
    Mitmenschen ausgerottet.
    Selbst Kriege, als ein Höhepunkt sozialen Handelns, sind ressourcenmotiviert – bei Schimpansen ebenso
    wie bei Menschen (ja, Schimpansen führen Kriege!) – letztlich um die eigene Reproduktionsfähigkeit durch
    Tötung gegnerischer Reproduktionswilliger zu verbessern – es gibt mehr “Futter” und mehr Weibchen
    für die Sieger.

    Die Verlierer des sozialen Kampfes werden entweder durch Ausschluss aus der Evolution
    getötet (Reproduktionsversagen), durch ihren niedrigen Sozialstatus (wenn z.B. Jugendliche Obdachlose aus Spass töten),
    oder sie töten sich direkt (Suizid in Erkenntnis der eigenen Minderwertigkeit und Schwäche im sozialen Kampf) oder
    indirekt (Alkohol, Drogen, Fettleibigkeit usw. um der Wirklichkeit der eigenen Minderwertigkeit durch
    Selbstbetäubung zu entfliehen).

    Es sei noch angemerkt, daß selbst in den von einigen angestrebten sozialistisch-kommunistischen
    Gesellschaften dieser soziale Kampf aller gegen alle durch sexuelle Selektion nicht ausbleibt –
    im Gegenteil, da er vermutlich nicht mehr direkt primär ökonomisch geführt werden kann (weil alle das Gleiche
    in einer solchen Gleichheitsgesellschaft hätten), wären andere Kampfstrategien erfolgversprechend,
    und Schönheit und Stärke wären wohl noch entscheidender als heute – denn immerhin kann man
    in kapitalistoiden Gesellschaften einiges durch Geistekskraft und damit Ressourcensammlung kompensieren
    oder gar überkompensieren.

    Wie zentral das Töten und die Tötungssehnsucht als Kern unserer Menschlichkeit ist, möchte ich hier
    ausführen:

    Streit, Kampf, Krieg, Töten und Foltern macht den Menschen in der
    realen Welt (außerhalb Beschreibungen in linksideologischen
    Schriften) großen Spaß; die Menschen haben richtiggehend Sehnsucht
    danach.

    Dies gilt sogar für Frauen:
    Die typischen, von Millionen Frauen gierig und leidenschaftlich
    konsuimierten “Chic Flics”, Feierabendromatikserien wie z.B.
    “Verbotene Liebe”, “Rote Rosen” oder “Reich und Schön” sind voll von
    “menschenunwürdigen” aggressiven Intrigen, gegenseitiger Sabotage,
    sozialen Kämpfen zwischen Frauen um Männer, Geld um Macht – mit allen
    Mitteln des sozialen Kampfes, bis hin zur körperlichen Schädigung der
    Konkurrentinnen.

    Natürlich galt und gilt es auch für Männer:
    Diese Lieben Gewalt, Streit, Tötungen und Folter und sehnen sich
    danach, sind fasziniert davon!

    Schon Buben liebe es, sich im Spiel gegenseitig umzubringen, mit
    Spielzeugpistolen und Schwertern, Lanzen und bloßen Händen
    (Raufereien). Stehen keine modernen Waffenreplikate aus dem
    Spielzeugladen zur Verfügung, wurde und wird überall von Buben in der
    Welt auf Stöcke, Äste, geschnitzte Holdzgeenstände zur
    Schusswaffennachbildung usw. zurückgegriffen. In diesemm instinktiv,
    da nicht rein kulturell, vermittelten Niederringungs-, Dominanz-,
    Zwangs-, Folter- und Tötungsspielen wird mit “Fangen”, Auflauern und
    vielem mehr auf ein Leben in Gewalt vorbereitet.

    Bereits früheste (und natürlich zeitgenössiche) Werke der Kultur –
    von Statuen und Literatur der alten Griechen, Sagen, Oden, Lieder,
    Märchen (z.B. die Gebrüder Grimm sind voller Begeisterung voll
    erregenden Schilderungen von Folter und Gewalt und Tod) und Mythen,
    “Krimis” usw. – enthalten als ganz zentrales, faszinierendes und
    begierig von den (Volks-) Überliefernden und Konsumenten
    nachgefragtes Element Folter, Mord, Gewalt und gewaltsamen Tod.

    Kaum das Kino und Film erfunden waren, wurde in diesen die
    orgisatische, überhöhte und leidenschaftliche Darstellung von Gewalt
    und Krieg ganz zentrales Element – es wurde geschossenn und
    geprügelt, gestochen und zerfetzt – und die Menschen lieb(t)en diese
    Filme, waren ganz verrückt nach ihnen.

    Heutige Filme und das Fernsehen sind ebenso reich gefüllt mit Gewalt
    – allein im deutschen Fernsehprogramm sterben Menschen täglich viele
    Tode. Filme sind voll mit Gewalt gegen Menschen, und selbige Menschen
    genießen ganz erheblich und speziell diesen Aspekt:
    Es ist schlicht ein ersehnter Hochgenuß, zu beobachten, wie andere
    leiden, getötet werden, verstümmelt oder erniedrigt. Ich würde
    behaupten, dies ist der Hauptinhalt moderner (und auch ältester
    historischer) Medien –

    weil die Menschen sich nach Gewalt und Tötung anderer, Unterwerfung
    und Dominanz, nach Folter und Vergewaltigung, Niederbrennen und
    gewlttätigem Besiegen in ihrem tiefsten innersten Selbst sehnen.

    Niemand muß ihnen diese Sehnsucht nach Gewalt beibringen oder
    aufdrängen – sie ist ein (vermutlich der) Kern der Menschlichkeit,
    des innersten Wesens unserer Spezies. Deshalb wählen die Menschen
    völlig freiwillig und zahlen für diese Inhalte;
    deshalb verkaufen sich Schusswaffen (dort wo sie frei erhältlich
    sind) so gut, deshalb sind gewalttätige Computerspiele mit Abstand
    die beliebtesten und Umsatzstärksten.

    Frauen sind nur scheinbar weniger gewalttätig – tatsächlich sind sie
    eine der führenden Ursachen für tatsächliche Gewalt, da sie die
    Männer, von denen sie sich besamen lassen, nach deren Erfolg im
    Wettbewerb, im Kampf usw. auswählen – wenn (besonders die schönsten
    und gesündesten – die anderen müssen ja Kompromisse machen) Frauen
    zur Reproduktion nicht so hartnäckig die Sieger – also die reichen
    und mächtigen und statushohen Männer – auswählen würden, hätten
    letztere vermutlich etwas weniger Motivation, Status und Ressourcen
    durch Aggression, Kampf, Streit und Krieg anzuhäufen.

    “Militarisierung durch Think Tanks” ist also keine Angelegenheit, die
    den Menschen von außen, von anderen aufgezwungen wird – es ist
    schlicht eine Strategie, die bereits tief verwurzelte Begierden und
    Sehnsüchte ausnutzt – nicht anders wie ein Zuckerbäcker, der bewusst
    auf die Ausdünstungen seines Backbetriebes setzt, um Kunden
    anzulocken – auch wenn später den ZUckerkranken die Zehen abfaulen.

    Die Menschen lieben es, anderen Gewalt anzutun, sie zu unterdrücken
    und zu töten.
    Und das ist gut so, weil die Menscheit ohne diese edle Aggression
    schon lange ausgelöscht wurde:
    Die Natur ist mitleidlos, nur die Stärksten überleben.
    Wer das Töten nicht liebt und übt, wird immer denen unterliegen und
    ausgeliefert sein, die das anders sehen.
    Jene, die ihre Schwerter zu Plfugscharen schmiedeten, pflügen später
    für jene, die ihre Schwerter behalten haben.

    • seinswandel says:

      Ökologischer Fehlschluss. Hier wird vom Sein (empirische Beobachtung) auf das Sollen (normativ, moralische Handlungsempfehlung) geschlossen. Außerdem:
      (1) Aggression (z.B. schreien, hacken, schneiden, oder etwas ent-scheiden usw.) ist nicht gleich Gewalt gegen andere Menschen.
      (2) Bei weitem nicht alle Spezies sichern ihr Fortbestand durch Gewalt.
      (3) Wenn Evolution ein universelles Prinzip ist, funktioniert es auch ohne intentionale Handlung. Evolution könnte man allgemein beschreiben als die Verbindung von Variation, Selektion und Retention. Bestimmte Probierbewegungen (Karl Popper) führen zu neuen Varianten, einige davon halten sich eine Weile stabil, bis das Gefüge permanenter Co-Evolution diese Stabilität wieder aus dem Gleichgewicht bringt, sich ein neues Gleichgewichtet findet usw. usf..
      (4) Offensichtlich hat Gewalt in den verschiedensten Ausprägungen die Geschichte der Menschen in den letzten Jahrtausenden immerzu begleitet. Dasselbe gilt aber auch für vieles andere: Kooperation, Fürsorge, emotionale Bindung, Technologie, Bildung uvm.

  10. fhedor says:

    Ich persönlich gehe bei meiner Sinn-Suche (oder Sinn-Gebung?) davon aus, dass der Mensch nicht nur ein sich selbst regulierendes, biologisches System ist, sondern dass er einen individuellen seelisch-geistigen Lebensplan eingeboren hat, den es zu erkennen und ihn zu verwirklichen gilt.
    Sicherlich ist man wohl anfangs (als junger Mensch) lediglich nur an der Befriedigung seiner biologischen und sozialen Bedürfnisse interessiert, aber mit zunehmender Bewusstseinserweiterung (bzw. zunehmender Seelenreife (Erfahrungssammlung mittels Re-Inkarnationen!) können wir dann entdecken, dass wir quasi eingebettet sind in der Gesamtschöpfung… dass unser individueller Lebensplan ein Detailplan vom Gesamtschöpfungsplan ist… denn die ganze Welt besteht aus hierarchisch angeordneten Teilsystemen (aus Sub- und Metasystemen oder aus „Holonen“ (Junior- und Seniorholone), wie Ken WILBER sie nennt).
    Schaubild: http://www.juergenhawlitzki.de/Glossar/BilderpoolGlossar/hierarchisch_angeordnete_Teilsysteme_200.jpg
    Ich meine, der anfängliche rücksichtslose Egoismus wandelt sich mit zunehmender Seelenreife um in einen “gesunden” Egoismus… nämlich im Sinne eines Verwirklichungsstrebens dieses individuellen Lebensplanes ohne Schädigung eines anderen Teil-Seins der Schöpfung, der dann – wiederum später – nicht nur der eigenen SELBST-Erfüllung dient, sondern verstanden wird als ein wünschenswerter und notwendiger Beitrag zur Verwirklichung des Gesamtschöpfungsplanes!
    Aus meiner Sicht ist der eigentliche Mensch ein seelisch-geistiges Wesen, das sich zum Zwecke der Selbstvervollkommnung mittels Erfahrungssammlung auf der materiellen Daseinsebene mit geeigneten Ausdruckskörpern bzw. -mechanismen bekleidet. Er ist quasi ein Doppelwesen – ein Naturwesen einerseits und ein Geistwesen andererseits.
    Mein konstruiertes Schaubild dazu: http://www.juergenhawlitzki.de/Hintergrundwissen/Grundlagenwissen/grundlagenwissen.html#DoppelwesenMenschSchema

    … aber er ist von der Essenz her natürlich nicht losgelöst von der WELTSEELE!
    Entsprechendes Symbolbild dazu – Doppelwesen Mensch als Teil der Weltseele: http://www.juergenhawlitzki.de/Hintergrundwissen/Grundlagenwissen/KosmosMenschkombi0_8.gif
    Übrigens… bezüglich wissenschaftlicher Untersuchungen diesbezüglich, könnte vielleicht die 2008 von Dr. Joachim Galuska – dem Gründer der Heiligenfeld-Kliniken in Bad Kissingen – ins Leben gerufene Stiftung Bewusstseinswissenschaften ein vielversprechender Ansatz sein:
    http://www.bewusstseinswissenschaften.de/selbstverstaendnis-und-ziele.html

    Hier auch noch ein interessanter Video-Vortrag von ihm über die Evolution des Bewusstseins:

  11. Sven H. Schillings says:

    Muß das Leben überhaupt einen Sinn haben? Oder ist es vielleicht ganz banal einfach so, daß vor ca. 3,5 Mrd. Jahren durch das günstige Zusammentreffen von vielen Voraussetzungen das erste Leben auf der Erde entstand, eher zufällig, und seither das Leben versucht, sich zu vermehren und zu erhalten. So gesehen wäre unser Sinn darin zu sehen, die eigenen Gene fortzuführen. Keine romantische Vorstellung, zugegebenermaßen.

    • Wolfgang R. says:

      Warum ist es so schwer für uns auszuhalten, dass es womöglich gar keinen Sinn des Lebens gibt? Die erste Frage “Muß das Leben überhaupt einen Sinn haben?” scheint uns nicht mit einem klaren “nein!” zu beantworten zu sein… – warum? Selbst die unromantische Vorstellung von der Gen-Weitergabe ist als letzte Krücke irgendwie tröstlich, oder?
      Ich frage mich in der letzten Zeit oft, ob das Leben einen Sinn – mit der Bedeutung eines Zwecks, einer Begründung, einer Rechtfertigung – überhaupt benötigt? Ist das für uns wirklich zwingend erforderlich? Und wenn ja, warum?
      Schließlich geht jedes Individuum doch mehr oder weniger spurlos von dieser Welt.
      Ob mit oder ohne Nachkommen, ob mit oder ohne Nobelpreis, ob als Einstein, Mozart, Ghandi oder Hitler – für ein paar nachfolgende Generationen bleiben da ein paar Wellen erkennbar. Und dann? Wer fragt nach der Antilope aus der großen Herde? Wem bedeutet die Sardine im großen Schwarm etwas? Das Steinchen fällt in das Wasser, ein paar kleine Ringe, die Wogen glätten sich, langfristig trocknet der See aus oder wird zu einem Meer, der Kiesel, wie der einzelne Wassertropfen bleibt ohne jeden Belang…

      Das scheint für uns nicht zu funktionieren. Interessant, oder?

  12. mikeondoor says:

    …ich denke, rein naturwissenschaftliche aspekte können hier nicht helfen. aber das mit der naturwissenschaft “erzogene saubere denken” – die methodik – kann uns helfen, diese fragen mit hilfe der sog. geisteswissenschaften zu klären… ich verweise hiermit auf steiners anthroposophie… z.b.:
    http://mikeondoor-news.de/heute-ist-die-naturwissenschaft-dazu-reif-sich-hineinzuentwickeln-in-das-ergreifen-des-geistigen/

  13. Thimo (20) says:

    Der einzige Sinn ist es, die Evolution fortzuführen, aber auch das ist nur in die Genetik geschrieben. Einen Zwang gibt es da nicht. Jeder kann sich seinen Sinn selbst aussuchen.
    Mein Sinn ist es, der Gesellschaft ihre Fehler aufzuzeigen, die Menschen zum Hinterfragen zu bewegen, gute Freunde zu finden und allgemein den Zustand der Leidenden auf der Welt zu verbessern, wenn auch nur ein kleines bisschen.
    Ein weiterer Sinn für mich ist die Wahrheitsfindung. Da man dabei niemals ein Endergebnis hat, ist das eine Beschäftigung bis zum Lebensende. Andere füllen ihr Unwissen mit Religionen und Ideologien, ich mit eigener Philosophie, eigenen Beobachtungen und Vermutungen und Wissenschaft.
    Die Menschen sind zu extrem. Mein Ziel ist es, sie weiter in die Mitte zu bewegen und vorallem auch gegen die Ignoranz anzukämpfen mit der die Gesellschaft Aussenseiter behandelt, sowohl Kinder, als auch Jugendliche und Erwachsene denen niemand zuhört und die einfach nur als etwas abgestempelt werden, damit ihnen auch keiner zuhören muss.
    Die Menschen erschaffen Probleme wie Kriege, um etwas zu erleben und einen Sinn zu haben. Ich habe nie verstanden, wieso so viele Soldaten freiwillig in den Krieg ziehen. Die Frage nach dem Lebenssinn beantwortet diese Frage.

    Dann habe ich noch das Ziel mich selbst besser kennenzulernen, viel Kunst zu erschaffen, am besten mit Freunden gemeinsam und meinen persönlichen Frieden zu finden mit dem ich auch in Ruhe ohne Angst sterben kann.

    Die Menschen machen sich keine Gedanken, weil sie Angst haben. Ich mache mir Gedanken, um das Komplizierte zu verstehen und damit die Angst zu besiegen und Lösungswege zu finden.

    • mikeondoor says:

      lieber timo, du schreibst:
      “Der einzige Sinn ist es, die Evolution fortzuführen…”
      …ist das nicht ähnlich zu sehen, wie wenn man sagen würde: “ich setze mich in das auto und fahre”.
      fahren des fahrens wegen und ohne route und ziel ist ziemlich dämlich, oder?
      grundsätzlich ist der gesunde mensch ja mit dem denken ausgestattet, um die dinge zu hinterfagen. nun können wir mit diesem denken im sinnhaften, also all dem, was wir tasten, riechen, sehen hören etc. stehen bleiben (genau das macht die naturwissenschaft und hat damit fantastische erfolge erzielt).
      aber damit kann ich keine kunst erklären, oder gar das wesen des lebens oder gar den menschen als ganzes. damit kann ich z.b. die äußere natur des menschen definieren, seine stofflichkeit – aber nicht di kräfte- welche diesen körper – erschaffen. hier müsste nun das geschulte, saubere denken einen schritt weiter gehen, zb in richtung der ansatzweise schon bei den idealisten zu sehen war (goethe-schiller etc): sich über das sinnliche hinaus gedanken zu machen… und endet in der frage:
      …jeder von uns ist ein fremdbestimmter Zombie! Oder?
      http://mikeondoor-news.de/jeder-von-uns-ist-ein-fremdbestimmter-zombi-oder/

  14. Heiner says:

    Ich kenne des Sinn des Lebens auch nicht, aber 42 scheint plausibel.

    Auf jeden Fall weiß ich, daß dies hier definitiv nicht der Sinn des Lebens ist:

    http://news.doccheck.com/de/newsletter/2182/14612/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News-2015-09-10&user=ad29760d7d35ca1c7a4c5988bcafb199&n=2182&d=28&chk=136c24fda67c4a4b6d09f18f739e8c3a

    Irgendwie schreit diese Leipziger “Studie” nach einer Würdigung durch das sciencefiles-Team.

  15. Dirk Wunderlich says:

    Ich dachte, heute – endlich – könnte ich ein gutes Stück mit meiner Berufungsbegründung weiterkommen, nachdem ich die vergangenen Tage immer wieder anderes dazwischen geschoben hatte. Und dann kommt ScienceFiles mit solch einer Frage:

    Und wie ist das bei den Lesern dieses Blogs, den Kommentatoren, worin besteht für Sie der Sinn des Lebens?

    Was auf den ersten Blick harmlos und scheinbar leicht zu beantworten scheint, erweist sich schon nach kurzem Nachdenken als eine sehr vielschichtige Angelegenheit, die darzulegen, nicht so einfach ist.

    Zunächst sind da (wie immer) verschiedene Grundprämissen, von denen man ausgeht. Verstehe (oder erkenne) ich mich als ein Geschöpf eines Schöpfers, so ergibt sich schon allein aufgrund dieses ursächlichen Zusammenhangs ein unmittelbarer Sinn, bevor ich auch nur irgend etwas gedacht, gesagt oder getan habe (oder vielleicht meine, noch tun zu müssen). Ich bin hier, weil ein anderer, Höherer dies wollte.

    Verstehe ich mich als Zufallsprodukt unendlich vieler zuvor geschehener Zufälle, wird es schwer, überhaupt einen »Sinn« darin (und für das Leben) zu finden. Da aber Sinnlosigkeit unserem Wesen zutiefst zuwider ist (jegliche Kreativität entspringt dem Bedürfnis des Auslebens sinnvoller, aber auch sinnstiftender Neuschöpfung), versuchen wir auch unter einer solchen Prämisse noch irgendeinen Sinn zu finden. Die Angebote auf dem Sinn-des-Lebens-Basar sind zwar recht unbefriedigend, doch dessen Vielfalt täuscht über diesen Umstand zunächst hinweg.

    Ich zähle (mittlerweile) zur ersten Gruppe, nachdem ich mich vor 24 Jahren der Tatsache Jesus Christus stellte. Der Sinn des Lebens, wie ich ihn seitdem zu erkennen meine, beinhaltet mehrere Aspekte. Nimmt man diesen Begriff zunächst ganz allgemein – also unabhängig von unserem Selbst – so wird es schwer, darin einen Sinn zu finden. Wenn ich an »Leben« denke, dann assoziiere ich sprudelndes Wasser, Sonne, Farben, Wind, Odenwald, (Dyffryn Gardens), Überfluß, Abwechslung (»Neues und Altes«) der »Große Tanz« (Lewis, Perelandra), Kinder, Freude, Freunde, Lachen, Musik, Zigeunerhochzeit, Freundschaft (die echte, aber kaum noch zu findende), Zufriedenheit über gut gelungene Arbeit etc. Während solche Bilder an mir vorüberziehen, so vermag ich nur zu staunen, weniger darin einen »Sinn« zu sehen (oder eben zu finden).

    Was uns persönlich betrifft, so meine ich den Sinn des Lebens darin zu entdecken, eben einfach an diesem üppigen, überfließenden (»mein Becher fließt über« – Psalm 23,5) immerwährenden Lebensstrom teilzuhaben (der sogar »bis ins ewige Leben quillt« – Johannes 4,14) und darin den »richtigen« Platz einzunehmen der mir zugedacht/zugewiesen ist (ähnlich wie in einem Orchester oder einer Choreographie). Dies setzt aber voraus, daß ich mir meiner geschöpflichen Verantwortung bewußt bin, indem ich meinen Willen dem unterordne, der mein Hier-Sein überhaupt bewirkt/verursacht hat. Denn es wäre eine Unverschämtheit meinerseits, würde ich diesen Umstand ignorieren.

    Die Sinn-Frage entscheidet sich also schon darin, von welcher Voraussetzung ich ausgehe. Zielgerichtetes Handeln verfolgt immer einen Zweck und beinhaltet dadurch auch gleichzeitig einen Sinn. Zufällen (im echten Sinne) fehlen solche Ursache-und-Wirkung-Zusammenhänge, und damit ist letztendlich auch kein Sinn durch diese möglich. Wer die Zufallsprämisse voraussetzt, wird es jedenfalls sehr schwer haben, einen wirklich befriedigenden Sinn in dem Ganzen – und damit auch für sich – zu finden. Ich stelle aber rückblickend fest und glaube (was die Zukunft betrifft), daß die immerwährende Teilnahme am »Großen Tanz« uns immer mehr Einsicht verleiht und damit auch immer mehr den Sinn des Ganzen verstehen läßt (wobei es nie aufhören wird, daß wir immer noch neue Entdeckungen machen und noch tiefere Einsichten bekommen werden).

  16. A.S. says:

    Also die eine Antwort zu finden hab ich schon vor langer Zeit aufgegeben. Sinn gibt es für mich immer wieder mal in verschiedenen Sachen, aber keinen großen “Übersinn”.

  17. Andreas Damm says:

    Der Sinn des Lebens?
    Was ist das Leben überhaupt?

    Wir schätzen uns selber zwar (intellektuell) als an der höchsten Stelle in der Lebensleiter stehend ein, aber das entbindet uns nicht von der Tatsache, daß wir nur ein mikroskopisch kleiner Teil der “Welt” sind, die bekanntlich nicht nur aus unserem Planeten Erde, dem Sonnensystem, der Galaxie und dem ganzen für uns unermeßlich großen Weltraum besteht.

    Weil wir (Menschen) immer noch nicht genau wissen, wie und woraus das Weltall entstanden ist (Theorien sind kein abgesichertes Wissen), können wir ebenso gut annehmen, daß wir aus dem Chaos entstanden sind.
    Ob Chaos einen Sinn hat? Ich weiß es nicht.

    Weil das aber für meinen kleinen Geist nicht alles sein kann, sehe ich den Sinn des Lebens für mich in verschiedenen kleinen Dingen:
    – Meine Gene weitergeben
    – mit meinen Genen auch Werte weitergeben (ist mir hoffentlich gelungen)
    – sofern ich stark bin, meine Stärke für andere, die schwächer sind als ich, einzusetzen.
    – gelegentlich positive Gefühle in mir selber erleben und genießen – und sei es nur bei dem Anblick einer schönen Blume oder von etwas anderem, was mich eben erfreut

    Unter denm Strich kann ich mir nicht vorstellen, daß der “Sinn des Lebens” eines Menschen wirklich wissenschaftlich ergründet werden kann. Dafür gibt es zu viele “unfaßbare” Facetten des Lebens und der Art und Weise, wie es betrachtet wird.

    Obgleich ich keiner Religion angehöre oder für Religionen im Allgemeinen sprechen würde und mich selber eher als einen technischen Typen beschreiben würde, hat das Leben für mich doch etwas spirituelles, was nicht zu fassen ist.

    Darum: Genieße jeden Tag, den Dir das Leben in Gesundheit schenkt – etwas wertvolleres gibt es nicht!

  18. seinswandel says:

    Die Frage ist nicht so sehr, ob wir unseren Präferenzen folgen, sondern was wir als unseren Nutzen betrachten. “Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.” Konfuzius

    Wer sind wir? Was ist unsere Aufgabe? Was sollen diese paar Jahrzehnte auf einem Staubkorn am Rande des Universums für eine Bedeutung haben? http://wp.me/p2jrMX-4

    Für mich besteht der Sinn im Leben im Suchen, Staunen, Ergründen, Schreiben, Spüren, Erfahren, Vertiefen, Ent-wickeln, frei Sein, Begegnung, Fühlen, inneren und äußeren Frieden finden, hier und jetzt Da-Sein, Teil sein einer tiefgreifenden Transformation, wie sich Menschen als Menschen verstehen und ihr Zusammenleben gestalten, dem Rascheln der Blätter im Wind zu lauschen.
    Die Fragen nach dem Sinn leben und “vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein” zu leben (Rilke).

    Etwas leichter fällt es mir zu sagen, worin der Sinn des Lebens für mich NICHT besteht: Möglichst viel arbeiten, möglichst lange im Büro sitzen, möglichst viele Abenteuer vermeiden, möglichst viel Spaß (infinite jest) haben, möglichst viel streiten oder ärgern oder kämpfen, möglichst viel Besitz anhäufen, möglichst viel leisten. Sinn besteht für mich nicht darin, mich oder andere oder unsere Lebensgrundlage zu beschädigen.

  19. Pingback: Aktuelles vom 11.9.2015 und: …sitzen im Bfr (Bundesinstitut für Risikobewertung) nur Dummköpfe oder korrupte Verbrecher? | mikeondoor-news

  20. Uranus says:

    Donnerwetter! Wissenschaftler stellen auf ihrem eigenen Wissenschaftsblog eine Frage zu einem Thema, dem sich wohl kaum mit Methoden der Wissenschaft angenähert werden kann.

    Netter Versuch….

  21. Carl Jung says:

    In Kriegszeiten gibt es kaum Depressionen! – Die Menschen sind mit dem Überlebenskampf voll beschäftigt und haben dann andere Sorgen, als sich mit Sinnfragen auseinander zu setzen.
    Es ist doch schon mal beruhigend, dass es für das Leben einen Grund, ein Warum gibt, eine Kette von Ereignissen, die zu denjenigem führt, der den Sinn hinterfragt.
    Vielleicht gibt es einen Sinn, ein Wozu, aber vielleicht ist das so banal, dass die Mehrheit der Menschen enttäuscht wäre, wüßte sie den Sinn.
    Das Schöne am Leben ist, dass es sinnlos, sinnbefreit ist. Denn damit ist jeder frei, sich selbst einen Sinn zu suchen, sein Leben nach eigenem Geschmack zu gestalten.
    Und wer selber keinen Sinn findet, kann sich ja bei den diversen Weltanschauungen einen kaufen oder mieten.
    Ich lebe, also bin ich. Das sollte eigentlich genügen.

    Carl Jung

    • In Kriegszeiten gab und gibt es kaum Menschen, die wegen einer Depression zum Doktor gingen bzw. gehen würden.

      In früheren Zeiten wurden solchen Menschen einfach nur als melancholisch bezeichnet, das war damals kein Grund, externe medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sicher trugen auch die Kosten eines entsprechenden Arztes – oder praktizierenden Quacksalbers – in einer Zeit ohne Krankenversicherung dazu bei.

  22. Guybrush Threepwood says:

    Eigentlich ganz einfach: Seelische Entfaltung bzw. Entwicklung

  23. Bin ebenfalls der Meinung, dass der Sinn des Lebens relativ einfach zu finden ist: Man nehme das neue Testament und lese es aufmerksam, vor allem die Bergpredigt von Jesus Christus.
    Würden die Menschen nach diesen Grundsätzen leben, hätten wir das Paradies auf Erden.
    Ich weiß wohl, es ist nichts neues, aber ein ganz wirksames ” Seelen Medikament” gegen Depressionen. Ich weiß wovon ich spreche, Bin 70 Jahre alt, oft mit dem Rücken an der Wand gestanden, dann die Berg-Predigt durch Zufall gelesen. Die christlichen Parteien in Deutschland
    wären gut beraten des Öfteren diesen Stoff durchzuarbeiten, zu verstehen und ihre Gesetze
    nach den Aspekten der Bergpredigt auszulegen – dann hätten auch die Regierenden die wahre
    Freude am regieren und die Bezeichnung des Parteinamens mit Christlich….Demo…wäre endlich
    auf Wahrheit gegründet.

  24. Keinerlei Sinn vorhanden. Ob man nun lebt oder auch nicht – auch auf jeden anderen Menschen bezogen – ist absolut egal und völlig ohne Sinn. Auch auf jedes andere Lebewesen aus Fauna oder Flora trifft das zu.

    Da man nun aber lebt, sollte man das nach der Goldenen Regel tun und tunlichst zusehen, dass die positiven Momente absolut überwiegen. Das Leben ist zu kurz für schlechte Tage, im Übrigen auch zu kurz für miese Jobs …

    Und für wirklich schlechte Zeiten ohne jegliche realistische Hoffnung auf Besserung oder eine positivere Zukunft, welche vielleicht kommen könnten – aber nicht müssen -, habe ich persönlich schon seit Jahr und Tag als Sicherheit eine Flasche Stickstoff, Druckregler und Atemmaske zu stehen. Schmerzloses Einschlafen als finaler Notausgang. DAS ist wirkliche Freiheit …

  25. waldbaer says:

    Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist doch ganz einfach zu beantworten: ;o)
    Es ist ein logischer Zirkelschluss.
    Wenn man so einen erstmal erschaffen hat, besteht der aus sich selbst heraus weiter.
    Wenn ich z.B. einen Zeugen Jehovas frage: “Woher weisst Du, das da in der Bibel die Wahreit(C) steht?” – “Ja, das steht in der Bibel.” (Man könnte jetzt Bibel durch Bildzeitung oder ZDF oder.. ersetzen.)
    Ich empfehle hierzu die Lektüre eines Buches des in einigen Kommentaren schon erwähnten Autors Douglas Adams. “The Long Dark Teatime of The Soul”. In diesem Kompendium philosophischer Weisheiten wird u.A. erklärt, wie aus einem Kühlschrank ein Gott werden kann. Sehr lesenswert, IMHO.
    Ich möchte hier im Gegenzug mal eine Gegenfrage an sciencefiles.org stellen, nämlich die Sinn-Frage schlechthin:
    Was ist “Sinn” überhaupt?
    Können Sie das in Worten definieren?
    Brauche ich sowas überhaupt, oder ist das nur wieder so ein neumodischer Firlefanz wie “Gender”?
    Was kann ich damit anfangen?

    ;o)

    LG
    waldbaer
    SCNR

    PS:
    Mal trumpft man auf, mal hält man stille,
    mal muß man kalt sein wie ein Lurch,
    des Menschen Leben gleicht der Brille:
    man macht viel durch.
    (Heinz Erhard)

    • whgreiner says:

      Der Sinn des Lebens ist das Leben selber. Okay, das ist eine Tautologie – aber da schon die Fragestellung unwissenschaftlich ist, kann und muss auch die Antwort nicht wissenschaftlich sein.

      Soll heissen: der Sinn des Lebens ist, sich dem Leben zu stellen, nicht auszuweichen, nicht zu kneifen, sondern das Leben bis zur Neige auszukosten, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Siegen und Niederlagen, mit allen positiven wie negativen Emotionen. Es kommt nicht darauf an, am Ende auf der Siegerseite zu stehen, Reichtum oder Macht angesammelt zu haben, berühmt geworden zu sein oder die Welt verändert zu haben. Wichtig ist nur, am Ende gelassen sagen zu können: “Ich habe gelebt, es ist genug, ich kann gehen”.

  26. kaivonderkueste says:

    Der Sinn des eigenen Lebens besteht darin, diesen Sinn für sich selbst zu finden.
    Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, dass Leben keinen von außen definierten Sinn hat.

    Wünschenswert wäre, die Wirkungen der eigenen Sinnfindung auf andere Menschen derart zu begrenzen, dass diese nicht mehr als unvermeidbar darunter leiden (müssen). Das halte ich für eine (sinnvolle) gesellschaftliche Konvention und zivilisatorische Errungenschaft.

    Auf die Forschungsergebnisse bin ich schon gespannt. 😉

    kai

  27. freidenker1 says:

    “Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat
    es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.”
    Peter Ustinov

    Schöne Grüsse aus der Ausstellung “Leben, Existenz und Schicksal” Hier mehr: http://www.freidenker-galerie.de/leben-schicksal-und-existenz-bilder-zitate-und-aphorismen/

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