Indikatoren einer Krankheit: Psychotische Argumentation (Reihe: Politische Korrektheit)

In den nächsten Tagen und Wochen wollen wir in unregelmäßigen Abständen eine kleine Serie zusammenstellen, in der wir die Hauptfehler, Unfähigkeiten und Missverständnisse der politisch Korrekten, die in ihrer Gänze ein psychologisches Syndrom ergeben, das aus unserer Sicht eine Krankheit darstellt, zusammenstellen. Sehr hilfreich dabei ist das kleine Büchlein „The Retreat of Reason. Political Correctness and the Corruption of Public Debate in Modern Britain“ von Anthony Browne, das man nahtlos auf Deutschland übertragen kann.

Bevor wir in den nächsten Tagen die Angriffe auf die Person (ad hominem) und die Sippenhaft (Schuld durch Assoziation) als herausragende logische Fehler politischer Denkversuche darstellen, müssen wir an dieser Stelle den Rahmen, innerhalb dessen diese logischen Fehler begangen werden, abstecken: Den Rahmen der psychotisch Argumentation, wobei Argumentation eigentlich zu viel des Guten ist, denn politisch Korrekte wollen nicht argumentieren, sondern zuweisen, einordnen und rationale Argumentation verweigern. In Ermangelung eines besseren Begriffs bleiben wir aber bei der psychotischen Argumentation.

Die psychotische Argumentation zielt nicht auf den Inhalt, auf das was gesagt wurde, auf das eigentliche Argument ab, wie dies eine rationale Argumentation tut. Die psychotische Argumentation attackiert das, was diejenigen, die psychotisch argumentieren, hinter einer Meinung vermuten, die sie als falsch empfinden (empfinden ist hier wörtlich zu nehmen, denn politisch Korrekte haben in der Regel keinerlei rationale Begründung für ihre Meinung). Psychotisch Argumentierende sind nicht in der Lage, zwischen ihrer Bewertung des Gesagten und dem, der es gesagt hat, zu unterscheidet. Wer etwas sagt, was sie negativ bewerten, muss deshalb ein böser Mensch sein.

Wenn politisch Korrekte eine Meinung als falsch empfinden, dann attackieren sie demnach nicht den Inhalt, das was gesagt wird, sondern denjenigen, der etwas sagt. Er hat etwas Falsches gesagt und gilt ihnen daher als böse. Sie begehen einen genetischen Fehlschluss, der darin besteht, dass derjenige, der etwas sagt, was sie als falsch empfinden, das nur sagen kann, weil er böse ist. Wäre er nicht böse, wäre er wie sie, dann würde er das, was sie als falsch empfinden, nicht sagen. Vielmehr würde er die Meinung vertreten, die die politisch Korrekten als richtig empfinden.

Mit derartigen Fehlschlüssen vermeiden politisch Korrekte, sich mit dem, was Gesagt wurde, dem Argument, auseinandersetzen zu müssen. Statt dessen verlagern sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf den, der es gesagt hat, wovon sie sich den Vorteil versprechen, ihre Unfähigkeit zu rationaler Argumentation überspielen zu können.

Die Armseligkeit psychotischer Argumentation wird an Beispielen deutlich, wie man sie in Deutschland zuhauf findet, aber nicht nur in Deutschland. Wer sich als Weißer gegen die Bevorteilung von Schwarzen in Programmen der affirmative action wendet, kann aus politisch korrekter Sicht nur ein Rassist sein, denn politisch Korrekte sind nicht in der Lage, Kritik rational zu verarbeiten. Wer gegen die Bevorzugung von Frauen ist, kann aus Sicht der politisch Korrekten nur ein Sexist sein. Wer sich gegen Almosen an Bettler wendet, kann nur ein Menschenfeind sein, der Bettler leiden lassen will.

Die Argumente, die z.B. gegen affirmativ action vorgebracht werden, gegen die Programme, in denen Frauen bevorzugt werden usw., sie werden von denen, die nur psychotisch auf Informationen reagieren können, die ihrem eigenen Weltbild nicht entsprechen, zu keinem Zeitpunkt zur Kenntnis genommen.

Deshalb sind wir der Ansicht, dass derartig politisch Korrekte geistig krank sind, da sie die Leistung, die Menschen von Tieren unterscheiden soll, nämlich die Verstandesleistung, die man gewöhnlich als Lernen bezeichnet, nicht zu leisten willig oder imstande sind. Um zu lernen ist es notwendig, entweder Neues oder Widersprechendes zur Kenntnis zu nehmen, das es notwendig macht, bislang für richtig gehaltene Positionen zu hinterfragen. Politisch Korrekte verweigern das eine wie das andere und sind somit als Lebewesen anzusehen, die es bislang nicht auf die Stufe geschafft haben, die Philosophen wie Kant oder Hobbes oder Hume als die Stufe betrachtet haben, die den Mensch zum Menschen macht.

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Ibn Rushd (Averroes): Einer der ersten Schubser/Nudger

Die Welt ist voller guter Menschen. Die guten Menschen, von denen wir sprechen, Gutmenschen, wissen immer ganz genau, was für andere gut ist. Sie haben keinen Zweifel daran, dass sie das wissen. Sie wissen, dass alle Menschen ganz alt werden wollen, gesund bleiben wollen, koste es, was es wolle, dass alle Menschen fit sein wollen, sich im Fancy-Fahrraddress lächerlich machen wollen, dass alle Menschen gleichwertig sind, der Schmarotzer so sehr wie derjenige, der ihn durchfüttert, ein Mörder so sehr wie ein Notarztwagenfahrer. Gutmenschen wissen, dass es gut ist, Organe zu spenden, gut für die, die die Spenderorgane entnehmen, sie verdienen daran. Gut für die, die die Spenderorgane transportieren. Sie verdienen daran. Gut für die, die die Spenderorgane einsetzen. Sie verdienen daran. Und gut für die, die sie erhalten, sofern ihr Körper das Spenderorgan auch annimmt.

Gutmenschen kennen keine Zweifel, und sie dulden keinen Widerspruch. Aus reiner Toleranz werden angeblich Rechte mundtot gemacht, Rauchern werden ihre Sargnägel madig gemacht, Kinderfreie müssen zusätzlich in die Pflegeversicherung berappen, weil Kinder natürlich gut sind, alle und überall, aber nicht gut genug, um selbst ihren Zuckerkonsum verantworten zu können, deshalb muss auch der Zuckerkonsum geregelt werden, wie der Arzt- und Zahnarztbesuch, der Besuch beim Einwohnermeldeamt, die Freude an Flüchtlingen und die Lust, öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finanzieren, denn: falls Sie es nicht wissen, der öffentliche Rundfunk ist gut, hat eine Bildungsauftrag. Deshalb zahlen sie dafür, nicht wegen der Soaps…

Aber Gutmenschen haben es auch schwer. Der herkömmliche Mensch will nicht einsehen, was gut für ihn ist. Er will sein Trinken nicht auf den vorgesehenen Alkoholkonsum beschränken, nicht täglich durch die Gegend hüpfen, um fit zu bleiben, keine Organe spenden, mag keine Flüchtlinge, hat ein Herz für Tradition und Konservative, zuweilen Verständnis für Rechte, isst Marsriegel in unverantwortlicher Menge und will seit neuestem nicht einmal mehr die von „Experten“ vorgeschriebene Menge Schlaf zu sich nehmen.

Man muss Menschen zu ihrem Glück zwingen.

Deshalb haben findige Ökonomen das Nudgen erfunden, Schubsen zu Deutsch. Eine Methode, Menschen so zu manipulieren, ohne dass sie es nicht merken sollen. Zu ihrem Besten manipulieren natürlich, denn, Gutmenschen wissen, was für die anderen, also für Sie und uns gut, ja das Beste ist. Sie würden, könnten sie unser Leben leben, unser Leben natürlich besser und effizienter Leben als wir das tun. Der Kern des Nudgens besteht darin, der dummen Masse aus Trinkern, Rauchern, Nicht-Organspendern, Rechten, Schlafverweigerern und Nicht-Radfahrern die Vorteile der entsprechenden Tätigkeiten so aufzuzwingen, dass sie denken, es sei ihre Wahl gewesen.

Die formale Struktur des Nudging benötigt demnach einen Experten, der die Wahrheit weltlichen Tuns erblickt hat und nun genau weiß, was andere zu tun haben und sie benötigt eine dumme Masse, die von Experten geleitet werden will oder muss, je nach Perspektive.

Derartiges Nudging ist jedoch nicht neu.

Tatsächlich ist es uralt.

Schon Ibn Rushd, Averroes für seine europäischen Zeitgenossen bzw. Anhänger, war ein Nudger, ein Schubser. Die Welt des Ibn Rushd bestand aus drei Arten von Menschen, Mitgliedern der Masse, Theologen und Philosophen. Mitglieder der Masse, so Ibn Rushd, sind bestenfalls zu deskriptiver Einsicht fähig, wissen, wenn sie ein Pferd sehen, dass sie ein Pferd sehen, kennen, besser: erkennen jedoch nicht, was die Welt im Innersten zusammenhält und das Pferd zum Pferd macht. Derart dialektische Einsicht ist den Philosophen vorbehalten. Sie sind in der Lage, die Wahrheit des Universums anzuzapfen und sich per Konsens auf die korrekte Wahrheit festzulegen, wobei die Wahrheit für Ibn Rushd im Koran zu finden war, die Auslegung des Koran somit zur Quelle der Wahrheit wurde. Diese Wahrheit, von den Philosophen in dialektischer Einsicht erblickt, sollte von den Theologen aufgenommen und der Masse vermittelt werden. Theologen verfügen bei Ibn Rushd über rhetorische Einsicht, sie sind die Marketingabteilung der Philosophen, die der Masse die Welt erklären und sagen, was gut für sie ist.

So wie das heute Gutmenschen tun, die heute natürlich nicht mehr die Marketingabteilung der Philosophen sind. Sie sind die Marketingabteilung von Ideologen, die gerade ein Interesse daran finden, anderen den Zuckerkonsum zu vergällen oder das Rauchen abzugewöhnen, deren Freude es ist, die eigene Wahrheit dazu zu benutzen, die Mitglieder der dummen Masse zu erziehen, zu gängeln und zu malträtieren. Ideologen haben Philosophen ersetzt, Gutmenschen sind zur Marketingabteilung der Ideologen geworden, die ebenso wie letztere über keinerlei Skrupel und keinen Zweifel verfügen und genau wissen, was für die Mitglieder der dummen Masse richtig und vor allem gut ist. Also verkünden sie ihre Wahrheit, dulden keine Abweichung von der Wahrheit (wenn es doch Abweichung gibt, drohen finanzielle Sanktionen) und erwarten absoluten Gehorsam.

So war dies auch zu Ibn Ruschds Zeiten. Abweichung von der damaligen Heilslehre, die es u.a. in der muslimischen und christlichen Variante gab, wurden als Häresie angesehen und bestraft, so wie heute Kritik und Abweichung bestraft wird. Damals, das war im 12. Jahrhundert. Man sieht, 800 Jahre haben nicht wirklich etwas verändert…

Und warum sollte es? Menschliche Gesellschaften haben immer Trittbrettfahrer hervorgebracht, solche, die auf Kosten von anderen leben wollen. Es entspricht einfach der menschlichen Natur, genauer: der Trägheit von Menschen, die lieber andere machen lassen als selbst zu tun, die lieber anderen sagen, was gut für sie ist als selbst die eigene bittere Pille zu schlucken.

Gesetz ohne Moral – Die ARD macht es möglich

Wir sind noch nicht fertig, mit dem Urteil des Bunderverfassungsgerichts, von dem wir gestern berichtet haben, einem Urteil, das nach Ansicht von Klaus Hempel von der ARD-Rechtsredaktion, bei der man wohl links dreht, „bei einigen des bisherige Weltbild ins Wanken bringen“ wird.

Hempel, in dessen Gehirn es aussehen muss, wie bei Hempels unter dem Sofa, ist einer von denjenigen, die Journalist ohne erkennbare Qualifikation spielen. Bei Hempel nimmt der Versuch, Text für andere zu produzieren, bizarre sprachliche Formen an.

So schreibt er:

„In den Köpfen der meisten Menschen herrscht nach wir vor eine klare Ordnung: männlich, weiblich, heterosexuelle“.

Erwähnen wir zunächst, dass Hempel mit Sicherheit keine Daten hat, die ihm einen Schluss über die „meisten Menschen“ erlauben würden, dass er also seine Vorurteile zum Besten gibt, um dann die Ursache für seine Vorurteile zu identifizieren: Hempel hat keine „klare Ordnung“ im Kopf, denn er ist nach eigenem Bekunden ja jemand, der männlich, weiblich, heterosexuell nicht denkt.

„Alles, was dazwischen liegt“, so schreibt er weiter und man fragt sich, was zwischen „männlich, weiblich, heterosexuell“ außer weiblich liegen könnte, „ist nicht normal und wird daher nicht toleriert“. Abermals gefällt sich Hempel darin, seine Murks-Phantasie anderen zu unterstellen und zu behaupten, Andere wären nicht tolerant, im Gegensatz zu ihm, der gerade vor lauter Toleranz in Kombination mit sprachlichem Unvermögen andere bezichtigt, sie würden „weiblich“ nicht für normal halten.

Und wenn man denkt, alle Ausdrucksformen von Dummheit innerhalb von drei Sätzen in Hempels Text aufgefunden zu haben, schlägt Hempel ein weiteres Mal zu. Dieses Mal mit dem folgenden Sprachversuch:

„In unserem Staat haben wir uns aber nicht in erster Linie an Moralvorstellungen zu orientieren, sondern an Recht und Gesetz“.

Daraus muss man schließen, dass Moralvorstellungen und Recht und Gesetz für Hempel inkommensurabel, dass für ihn Gesetz und Moral zwei verschiedene Dinge sind. Nehmen wir Hempel einmal ernst, auch wenn es schwer fällt, dann stellt sich die Frage, was findet Eingang in, was ist die Grundlage von Gesetzen, wenn nicht Moralvorstellungen?

Betrachten wir die Tatsache, dass sich jeder, der Hempel, wegen des Unsinns, den er verbreitet, verprügelt, obwohl es gerechtfertigt werden kann, vor dem Gesetz wegen Köperverletzung verantworten muss.

Warum nur?

Moral im Sinne von: Gewalt ist kein Mittel, um Dummheit zu bestrafen, fällt aus, wie Hempel sagt.

Bleibt die Ideologie: Man darf Hempel nicht verprügeln, weil er sich mit seinem Text bei denen, die sich für fortschrittlich halten, angebiedert hat.
Und es bleibt die Willkür: Öffentlich-rechtliche Journalisten dürfen eben nicht verprügelt werden.

Beides, Willkür und Ideologie, die einzigen Alternativen, die Hempel zulässt, um Gesetze zu begründen, sind höchst unsichere Gesellen. Erstere trägt die Unsicherheit bereits im Namen, Letztere ist wie der Zeitgeist, sie durchläuft Konjunkturen. Das Gesetz von heute mag den Richter, der Regimegegner ins Gefängnis steckt, schützen, das von morgen, mag in die andere Richtung gehen und Richter mit Regimegegnern tauschen. Wer es nicht glaubt, möge die DDR-Richter befragen, die sich nach dem Anschluss vor Gericht wiedergefunden haben, dieses Mal als Angeklagte.

Kurz: Gesetz ohne Moral ist nicht denkbar. Jedes Gesetz ist Ausdruck von Moralvorstellungen. Dass man journalistische Darsteller wie Hempel nicht verprügelt und Körperverletzung ausgeschlossen ist, speist sich z.B. aus Mitleid und der Tatsache, dass der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, das ihm von seinen Bürgern übertragen wurde, eines, das man ihm übrigens wieder nehmen kann, wenn er sich als unfähig erweisen sollte, seine Bürger zu schützen. 

Das bringt uns zum nächsten Fehler in der Hempelschen Phantasiewelt. Gesetze fallen nicht vom Himmel. Sie werden auch nicht von „dem Staat“ auf Aufforderung von „dem Bundesverfassungsgericht“ “den Bürgern” vor die Nase gesetzt – jedenfalls nicht in einer Demokratie. In einer Demokratie gilt, dass die Gesetze die Realität abbilden sollen. Die Moralvorstellungen, die die Mehrheit der Bevölkerung teilen, sind entsprechend die Grundlage für Gesetze, die z.B. das Eigentum, die Unverletztlichkeit der Person garantieren und vielleicht einmal in Zukunft, das strafbewerte Verbot ideologisch verblödete Journalisten in öffentlich finanzierten Medienanstalten zu dulden, umfasst.

Also: Ohne Moral kein Gesetz.
Und weil es ohne Moral kein Gesetz geben kann, deshalb sind Recht und Gesetz nicht ohne Moral zu denken. Somit ist die einzige Frage, die im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Bedeutung ist, die Frage, ob eine Mehrheit in der Bevölkerung die Vorstellung von einem Dritten Geschlecht teilt und der Ansicht ist, dieses dritte Geschlecht, dessen vermeintliche Träger seltener sind als Wasser in der Wüste, rechtfertige den Aufwand von Millionen von Steuereuros, um die Freaks of Nature, die nicht männlich und nicht weiblich sind oder sein wollen, nun auch verwaltungstechnisch kenntlich zu machen.

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Der eindimensionale Mensch: Invasion linker Zombies

Als Herbert Marcuse 1964 sein Buch „Der eindimensionale Mensch“ [One Dimensional Man] veröffentlicht hat, war das Buch zunächst ein eindrückliches Zeugnis von Marcuses Fehlrezeption dessen, was er als Positivismus erkannt zu haben glaubte. Davon ausgehend bestand Marcuses Hauptanliegen darin, die Beschreibung oder Analyse empirischer Fakten mit der Bewertung der Fakten oder Analyse der Fakten zu verbinden. Viele, Wissenschaftler vor allem, so Marcuse, würden sich auf die Beschreibung und Analyse von Fakten beschränken und sich vor deren Bewertung drücken. Die vermeintlichen Drückeberger galten ihm als „eindimensional“ – wie gesagt, Marcuse hat einen imaginierten Gegner bekämpft, denn das, was er als Positivismus bezeichnet hat, gab es in der von ihm bezeichneten Weise nie.

Mehr als 50 Jahre nach Marcuse gibt es nun tatsächlich eine Eindimensionalität zu bewundern. Witziger Weise unter denen, die man als Jünger Marcuses ansehen kann, unter den Linken, die sich für intellektuell halten – warum? Das weiß außer ihnen zumeist niemand.

Die neue Eindimensionalität beschränkt sich auf die Bewertung. Die Verbindung von Fakten, Analyse der Fakten und deren Bewertung, sie ist nun wirklich abhanden gekommen. Das neue eindimensionale Denken zeichnet sich durch eine vollkommene Ignoranz gegenüber oder Ablehnung von Tatsachen aus. Entstanden ist eine Klasse linker Zombies, die ihre Bewertung von Dingen zum alleinigen und empirischen Fakten nicht zugänglichen Maßstab erhoben hat.

Die Invasion dieser neuen linken Zombies, sie hätte Marcuse entnervt, soviel steht fest, denn obwohl er nicht unbedingt ein Philosoph mit besonderem Hang zur Empirie war, so war ihm doch der Wert, die Bedeutung der Empirie, der Tatsachen, die uns umgeben, sehr wohl bekannt.

Die neuen linken Zombies gibt es auf allen Ebenen der Gesellschaft. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie gegen alle Realität anzuleben versuchen, keinerlei empirischen Fakten zugänglich sind, Entscheidungen nur auf Grundlage ihrer persönlichen Bewertung treffen, ohne dabei die Handlungsfolgen in Rechnung zu stellen. Sie sind, um einmal Leon Festinger zu bemühen, fleischgewordene kognitive Dissonanzen, deren ganzes Leben davon bestimmt wird, die Realität zu verleugnen.

Zum Beispiel die Realität von Handlungsfolgen:

Bernhard Rotheberger, der Wirt von Auerbachs Keller in Leipzig, gibt auf. Er hat keine Lust mehr. Das Arbeitsgesetz, das von linken Zombies gerade (2015) verschärft wurde, damit sie von sich behaupten können, sie hätten etwas für Arbeiter getan, ist die Ursache dafür. Wegen dieser Verschärfung muss Rothenberger Auerbachs Keller bereits um 22 Uhr (statt um 24 Uhr) schließen, denn seine Arbeitnehmer dürfen maximal 10 Stunden am Tag und 48 Stunden in der Woche arbeiten und maximal an 15 Sonntagen im Jahr. Ob die Arbeitnehmer diese gesetzliche Wohltat wollen, das hat niemanden der gesetzlichen Wohl-Täter interessiert. Deshalb ist Rothenberger seinen Barkeeper los. Der ging lieber in den Vorruhestand, weil er keine Dauerdienste mehr schieben kann, um dann mehrere Wochen am Stück Urlaub nehmen zu können. Sein Koch hat einen Nebenjob angenommen. Er zahl die Hypothek seines Hauses ab und würde liebend gerne 12 Stunden an 7 Tagen arbeiten. Er darf es nicht. Die linken Zombies in der Politik, denen die Behauptung, man habe anderen Gutes getan, wichtiger ist als die Realität, die sie mit ihren Entscheidungen geschaffen haben, sie haben es ihm verboten. Die Lebensplanung von Individuen muss zurückstehen, wenn linke Zombies sich als Wohl-Täter aufspielen wollen.

Die Liste der Entscheidungen, die ohne Rücksicht auf die Folgen getroffen wird, sie lässt sich unendlich fortsetzen. Mehr als 1.000.000 Flüchtlinge nach Deutschland zu lassen, ist eine Entscheidung, die man nur treffen kann, wenn man keinerlei Wert auf die Folgen dieser Entscheidung legt, wenn es egal ist, ob man den Flüchtlingen, den Opfern der Wohl-Täter einen Gefallen damit tut, sie in ihrer Mehrzahl zur Existenz eines Hartz-IV-Empfängers zu verdammen. Ob man denen, die die neuen Hartz-IV-Empfänger finanzieren müssen, durch die neuerliche Steuerlast, die sie zu schultern haben, gerecht wird, war auch keine Frage, die im Vorfeld erörtert wurde. Persönliche Eitelkeiten und eine robuste Verantwortungslosigkeit gegenüber den Folgen der eigenen Entscheidung und vielleicht die zwischenzeitlich enttäuschte Hoffnung auf den Friedensnobelpreis, sie waren wichtiger als die Realität derer, die nun keinen Fuß auf den deutschen Arbeitsmarkt bringen.

Die grüne Forderung, beim Zuzug von Flüchtlingen keine Obergrenze festzulegen, ist ein weiteres Stück linker Verantwortungslosigkeit, mit dem affektive Zombies die Realität verleugnen. Was wäre wohl, wenn aufgrund einer fehlenden Obergrenze Jahr für Jahr 1.000.000 Flüchtlinge nach Deutschland kämen und deshalb die Finanzierung grüner Stiftungen und grüner Parteimitglieder und grüner Mitarbeiter von grünen Parteimitgliedern aus öffentlichen Kassen gestrichen werden würde? Ob dieser Einfall der Realität die Zombies dazu bewegen würde, ihre Eindimensionalität zu überwinden und neben den eigenen Bewertungen auch noch Fakten zu berücksichtigen? Wir haben unsere Zweifel. Wahrscheinlicher erscheint es uns, dass diese linken Zombies mit Molotowcocktails auf Polizeibeamte losgehen, die sie daran hindern wollen, LIDL und ALDI, die Speerspitzen des Kapitalismus, zu plündern und in Brand zu stecken.

Schließlich finden sich die linken Zombies im Alltag und in schöner Regelmäßigkeit da ein, wo sie Daten wittern, die sie in ihrer Eindimensionalität nicht verarbeiten können. Die Funktionslosigkeit der kognitiven Teile der Gehirne dieser Zombies kann man dann in verschiedenen Arten und Weise durch einen aversen Stimulus darstellen.

Man schreibt etwas, was eine Aussage, die linke Zombies für gut halten, in Frage stellt.

Als Reaktion wird man entweder zum Nazi erklärt oder man wird zum Rechtsextremen gemacht oder beleidigt, besonders hilflose Exemplare unter den linken Zombies wiederholen, was gesagt wurde, vermutlich in der irren Hoffnung, dass man auch schriftlich einen anklagenden Tonfall transportieren könne und ergänzen als einzige Eigenleistung ein Emoticon, dem es überlassen bleibt, die Ablehnung des Wiederholten deutlich zu machen. Nicht zuletzt wegen dieser Hilflosigkeit sprechen wir von Zombies. Letztere zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie der Fähigkeit zum Denken, verlustig gegangen sind, und sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie, einmal in die Spur gesetzt, nur noch in die vorgegebene Richtung laufen können. Immerhin, so muss man anerkennen, sind manche von ihnen noch dazu in der Lage, aus dem Repertoire der Emoticons, die Ablehnung ausdrücken, eines auszuwählen. Aber das macht es auch nicht wirklich besser.

Als Konsequenz des Zombiedaseins ist den Zombies alles verhasst, was eine Verbindung mit der Realität herstellt oder auf Rationalität hinweist. Ein besonders bedauernswerter Lukas hat Realitäten, die Hadmut Danisch berichtet hat, dadurch aus seiner guten Welt zu entfernen versucht, dass er die „selektive Anwendung von Logik“ als „boshaft“ bezeichnet hat. Wenn man eine Aussage als Widerspruch zu einer anderen Aussage aufzeigt, was zwangsläufig eine selektive Anwendung von Logik ist, schon weil jede Anwendung auf ein konkretes Beispiel selektiv sein muss, dann ist das für Lukas boshaft, denn Lukas lebt lieber mit Widerspruch als mit Logik.

Mehr Zombie geht nicht.
Tolstoi soll einmal gesagt haben, dass im Widerspruch zur eigenen Vernunft zu leben, der unerträglichste aller Zustände sei. Und so wie sich Marcuse nicht vorstellen konnte, dass ihm nachfolgende Linke, Eindimensionalität neu definieren und mit Freude, dieses Mal unter Ausschluss der Realität leben, so konnte sich Tolstoi wohl nicht vorstellen, dass es einmal Menschen geben würde, die den von ihm aufgezeigten unhaltbaren Zustand dadurch lösen, dass sie ihre Vernunft abschaffen.

Er kannte die linken Zombies eben nicht, die Teile Deutschlands bevölkern.

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Land der logischen Fehler: NDR, MEEDIA, Epoch Times und Hysterie

Skandal!

Ein Gesundheitsmagazin eines öffentlich-rechtlichen Senders hat ein Zitat veröffentlicht: „Zucker wirkt auf das Suchtzentrum im Gehirn ähnlich wie Kokain“.

Gefragt, auf welche Belege sich diese Aussage stützt, wurden die Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten als „allgemeinverständliche Quelle“ von der Redaktion des Gesundheitsmagazins „Visite“ genannt.

Skandal.
Epoch Times!
Deutsche Gesundheitsnachrichten.

Nicht
Spiegel oder
ZEIT oder Titanic oder Vorwärts.

Wissen die Redakteure beim NDR-Gesundheitsmagazin denn nicht, dass Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten alternative Medien sind und dass sich Mainstream-Medien bemühen, alternative Medien schlecht darzustellen? Weiß man beim NDR im dortigen Gesundheitsmagazin nicht, dass die vorgegebene offizielle Linie lautet: Epoch Times und Deutsche Gesundheitsnachrichten sind Verschwörungsseiten (vermutlich rechte Verschwörungsseiten?).

Bei Meedia weiß man es noch.
Dort erregt sich die MEEDIA Redaktion ziemlich ausführlich darüber, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender einfach so auf Seiten verlinkt, die doch als Verschwörungsseiten geführt werden.

Schade.
Für kurze Zeit hatte man bei MEEDIA die Möglichkeit, das eigene Gehirn zu benutzen.
Nun ist es zu spät.
Nach dem langen Artikel ist klar: Bei MEEDIA sind manche unwillig (oder unfähig), das eigene Gehirn zu benutzen.

Warum?
Nun. Ursprünglich ging es darum, dass ein Facebook-Nutzer die Richtigkeit der zitierten Behauptung, nach der Zucker ähnlich wie Kokain auf das Suchtzentrum im Gehirn wirke, angezweifelt hat. Dieser ursprüngliche Gegenstand ist über all der Hysterie und Aufregung über all der gutmenschlichen Onanie darüber, dass andere nicht auf offizielle schwarze Listen, sondern auf Argumente und deren Richtigkeit Wert legen, verloren gegangen. Nicht mehr die Frage, ob die Behauptung richtig ist, interessiert die, die angeblich an der Richtigkeit der Behauptung interessiert waren. Sie ereifern sich nun lieber über die Frage, ob man Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten von öffentlich-rechtlichen Medien aus verlinken darf.

Diese Frage ist natürlich vollkommen unabhängig von der Erregung über die Verlinkung. Dass eine Web-Seite, die von wem auch immer, warum auch immer als verschwörungstheoretische Seite eingeordnet (oder diskreditiert) wurde, aufgrund dieser Einstufung keine richtigen Informationen verbreiten könne, ist natürlich falsch. Es ist der in Deutschland so beliebte Fehler der Bejahung des Konsequens, der häufig eine innige Verbindung mit einem ad-hominem eingeht, zuweilen auch mit dem Hinweis, dass es auf einer Webseite kein Impressum gebe.

Ob die Behauptung, dass Zucker auf das Suchtzentrum im Gehirn in der Weise wirkt, wie das Kokain tut, richtig ist, ist jedoch vollkommen unabhängig davon, ob die Behauptung auf der Epoch Times aufgestellt und belegt wurde oder bei den Deutschen Gesundheitsnachrichten oder im Ärzteblatt oder beim NDR oder von Oma Hildegard in Bingen.

Die Frage der Richtigkeit der Behauptung bezieht sich auf deren Übereinstimmung mit der Realität, wie sie sich in den entsprechenden Forschungsergebnissen darstellt.

Deshalb kann eine Behauptung, richtig sein, auch wenn:

  • sie auf einer Seite veröffentlicht wird, die von manchen als Verschwörungsseite bezeichnet wird;
  • sie auf einer Seite steht, die kein Impressum führt;
  • selbst auf einer Seite der Regierung kann eine wahre Behauptung stehen;
  • oder auf einer Seite des Spiegels oder der ZEIT;
  • auch Linksextremisten stellen zuweilen richtige Behauptungen auf;
  • ja selbst bei Gender Studierten soll gelegentlich ein Körnchen Richtigkeit in Behauptungen gefunden worden sein, wenngleich ein triviales;

Kurz: Man muss schon selbst denken und selbst beurteilen, ob die aufgestellte Behauptung durch die gelieferten Belege, Informationen oder Daten gestützt wird.

Diesen einfachen Zusammenhang der Unabhängigkeit vom Wahrheitsgehalt einer Aussage und dem, der die Aussage tätigt, hätte man bei MEEDIA lernen können.

Leider will man bei MEEDIA nicht lernen.

Vielmehr zeigt der lange Artikel auf MEEDIA und die Aufregung, die künstlich über das NDR-Zitat erzeugt wurde, dass es denjenigen, die sich darin suhlen, nicht um die Frage ging, ob Zucker auf das Suchtzentrum im Gehirn wirkt, wie Kokain das tut, sondern darum, einmal mehr ihren politischen korrekten Unfug über andere auszugießen und ihre Unfähigkeit, logisch zu schließen und ihr Gehirn dazu zu benutzen, wozu es eigentlich dienen soll: zum Denken, kund zu tun.

Es ist schade, dass die MEEDIA-Redaktion demonstriert, dass die rationale Nutzung des eigenen Gehirns durch die Mitglieder der Redaktion zu Gunsten einer emotionalen, irrationalen, irrelevanten und logisch falschen Aneinanderreihung von Erregtheitsbegriffen aufgegeben wurde.

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