„Der Psychologe Karl Theobald erklärt, dass wir [also wir alle] durch einen Einbruch extrem verunsichert werden. Wir rechnen nicht damit, blenden es aus, genauso wie wir nicht mit einem Autounfall rechnen“.
Was „es“ ist, wissen wir nicht. Vermutlich ist es das Freudsche-Es, das vom Über-Ich erst eingeblendet werden muss. Ungeachtet dessen, wer oder was „es“ zum rechnen bringt, sind „wir“ schockiert und extrem verunsichert.
Wir alle sind schockiert und extrem verunsichert, wenn bei uns eingebrochen wird.
Wir wissen ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber wir wären weniger schockiert und verunsichert als verärgert wenn bei uns eingebrochen werden würde. Und wir hätten auch keine Angst davor, dass der Täter noch einmal wieder kommt, wie Karl Theobald, Psychologe, weiß, dass sie viele haben, sondern davor, der der Täter nicht wieder kommt und deshalb keine Bekanntschaft mit unserem Katana machen kann.
Vermutlich sind es Leute wie wir, die Karl Theobald, Psychologe, dazu bringen, die extreme Verunsicherung, die er gerade noch für uns alle konstatiert hat, auf 10% von uns allen zu reduzieren und diesen eine Trauma-Folge-Störung zu attestiert.
Um so stärker ist die Trauma-Folge-Störung, je größer die Verletzung der Intimsphäre: Wenn die Täter die Unterwäsche durchwühlt haben, dann ist die Trauma-Folge-Störung groß, größer noch, wenn das Bild von Onkel Walter mitgenommen wurde und besonders schlimm ist das:
Je unbekannter der Täter, desto größer die Horrorfantasien.
Wie hat man sich einen Täter vorzustellen, der noch unbekannter als unbekannt ist, als ganz unbekannt oder besonders unbekannt oder unglaublich unbekannt?
Tücke der deutschen Sprache, die Adjektive umfasst, die man schlicht nicht steigern kann, denn mehr als unbekannt, kann etwas nicht sein, nicht einmal ein Täter oder ein Theobald, Psychologe.
Oder, in Psychologendeutsch:
Je unbekannter der Psychologe, desto größer der Unsinn, den er von sich gibt.
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Seltsamerweise gilt es aber derzeit als unfreundlich, wenn nicht gar als Beleidigung, wenn man „dümmer als dumm“ oder „unsinniger als unsinnig“ oder Ähnliches formuliert, obwohl es nicht nur derselben Sprach“logik“ (das sind ausnahmsweise einmal ironische Anführungszeichen!) gehorcht, sondern auch in vielen Fällen empirisch zutreffend ist.
Man muss ja froh um jede Perversion und Übertreibung sein, die (bislang!) niemandem eingefallen ist.
Dabei müsste man in sozialistischen Gesellschaften ja eigentlich darüber diskutieren, mit welchem Recht man einen Einbrecher von den Gegenständen deprivieren möchte, die man selbst für sich als sein Eigentum deklariert. Auf Einbruch müsste man dann wohl so reagieren, dass man dem Einbrecher zumindest anbietet, ihn etwas aussuchen zu lassen!?
Und welche wunderbaren Kurse und Beratungsdienste man dann von irgendeinem Ministerium finanzieren lassen könnte – allen voran einen Beratungskurs: „Effiziente Verhandlungsführung und Güterteilung mit sozial Benachteiligten, die Erleichterung ihrer materiellen Situation durch ungebetenen nächtlichen Besuch suchen“.
Nach Absolvierung des entsprechenden Kurses gäbe es ein entsprechendes Zertifikat und einen wasserresistenten Aufkleber für die Haustür: „Genosse Einbrecher, hier bist du willkommen“ oder so.
>Wir wissen ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber wir wären weniger schockiert und verunsichert als verärgert wenn bei uns eingebrochen werden würde.<
Anscheinend wurde bei Ihnen (glücklicherweise) noch nicht eingebrochen! (Möge es so bleiben!)
Bei uns schon! (Nachts während wir schliefen!)
Und ich kann eindeutig feststellen, daß man danach sehr verunsichert und auch ängstlich ist! Nicht weil man befürchtet der/die Täter kämen wieder, sondern weil der Schutzraum Wohnung, das Private, teilweise Intime, verletzt wurde.
Und es dauert eine Zeit bis man sein Gleichgewicht wiedergefunden hat!
Obschon es inzwischen über ein Jahrzehnt her ist, fühle ich mich noch heute manchmal unwohl und wache auch mal auf um angestrengt danach zu lauschen ob evtl. jemand Fremdes sein Unwesen im Haus treibt!
Wir behaupten nicht, dass ein Einbruch eine schöne Erfahrung ist, auch für uns nicht, aber wir behaupten, dass Menschen darauf unterschiedlich reagieren, ganz so, wie unterschiedliche Menschen auf alles Mögliche unterschiedlich reagieren. Eine Reaktion hierauf ist z.B. eine Art keltischer „furor“, der dazu führt, dass man den Einbrecher mit dem Küchenmesser verfolgt. Das ist durchaus schon passiert.
Die Verletzung des Privatraums durch Einbruch kann zweifellos Verunsicherung hervorrufen, aber die Verletzung des Privatraums durch Hass-e-mails o.ä. ist nicht unbedingt eine andere Erfahrung und ruft nicht unbedingt andere Reaktionen hervor. Oder bei einigen Leuten eben doch. Das hängt davon ab, wie und wo und wie stark man sich in welchen Kontexten als Privatmensch erfährt und was „Privatsphäre“ für einen bedeutet, und deshalb sind Reaktionen auf Verletzungen der Privatsphäre nicht für alle Menschen einheitlich zu bestimmen oder vorherzusagen.
Verunsicherung ist sicherlich eine Reaktion, die in Europa häufig zu finden ist, aber sie ist ganz sicher nicht die einzige, sicher nicht diejenige, die alle Menschen ausschließlich empfinden und vermutlich auch keine, die bei jedem jahrelang anhält. Sie schreiben ja selbst, dass man „… sein Gleichgewicht wieder[findet]“, was bei dem Einen länger, bei dem Anderen kürzer dauern wird.
Sie haben Ihre eigene Erfahrung und Reaktion mitgeteilt, wofür wir Ihnen danken, aber ich verstehe nicht, warum Sie von Ihrer eigenen Erfahrung aus meinen, verallgemeinern zu müssen, wenn Sie schreiben:
„daß man [!] danach sehr verunsichert und auch ängstlich ist“!
Warum schreiben Sie nicht „…. dass ich ….“ oder „dass wir …“? Sie berichten doch hier von Ihrer eigenen Erfahrung! Sie ist als solche zu respektieren und benötigt als solche auch keine Validierung durch „man“ bzw. „alle“. Warum ist es Ihnen so wichtig, Ihre Verunsicherung als die einzig mögliche oder zumindest normale oder verständliche und dauerhafte Reaktion auf Einbruch darzustellen?
Das tun Sie nämlich nicht nur dadurch, dass Sie meinen, von „man“ sprechen zu müssen, sondern auch dadurch, dass Sie die Einschätzungen all jener, die sich andere Reaktionen (wie z.B. Ärger oder Wut oder eine bestimmte Art von Entschlossenheit, dem Täter die für angemessen empfundene Behandlung durch die eigene Person angedeihen zu lassen) vorstellen können, von vornherein dadurch zu diskreditieren, dass Sie unterstellen, bei solchen Leuten könne ja noch nie eingebrochen worden sein.
Wozu dient Ihnen das? Ich frage mich, was für ein Spatz das ist, auf den Sie anscheinend meinen, mit Kanonenkugeln schießen zu müssen. Es ist jedenfalls ganz und gar unnötig und empirisch schlichtweg falsch, denn es ist hinreichend bekannt, dass es Leute gibt, die Einbrecher höchstpersönlich stellen.
Und bereits der reine Artikeltext der „Augsburger Allgemeinen“ ist wirr. Da steht einerseits „Als die mutmaßlichen Täter wieder kommen, geraten sie schon am Gartenzaun ins Visier der Kamera“. Am Gartenzaun beginnt aber auch das Privatgelände und hört der offentliche Raum auf. Weshalb der Augsburger Allgemeine Schreiber dann langatmig sich darüber ausläßt, daß „Wer also Kameras installiert, sollte unbedingt darauf achten, dass diese nicht auf die Straße oder den Garten des Nachbarn gerichtet sind.“ ist angesichts seiner vorhergehenden Angabe rätselhaft. Oder andersherum: Würde der beim Verfassen seiner Artikel auch nur ein bißchen mitdenken, hätte ihm auffallen müssen, daß da etwas nicht stimmt.
Außerdem: Der „Einbrecher“ habe den Hausbesitzer verklagt – Verklagen ist Zivilrecht, also die Forderung eines Schmerzemsgeldes, Schadenersatzes oder dergleichen sitens des „Einbrechers“ an den Hausbesitzer. Der wiederum „soll ein Bußgeld zahlen“. Bußgeld ist nicht Zivilrecht, um Bußgeld kann es also nicht gegangen sein, wenn der „Einbrecher“ geklagt hat.
Ein oder zwei Aspekte blieb bisher in der gesamten Diskussion unbenannt.
Warum bleibt die Hilfe durch den Gewaltenmonopolisten aus und was hat dazu geführt das die Verängstigten und Verunsicherten, die es ja zu geben scheint, so verunsichert und verängstigt sind und nicht längst in Besitz eines oder mehrerer Katanas (heißt es Kantanie?) oder Werkzeuge ähnlicher Bestimmung, wenn auch aus einer anderen technischen Epoche, sind?
Warum sind nicht längst alle Männer Frauen und Kindern die von Einbrechern verängstigt und verunsichert sind oder auch nur zur Prophylaxe gegen Verängstigung und Verunsicherung Kampfkunstgruppen beigetreten und warum finden denn nicht permanente Übungen der betroffenen Bevölkerung im Rahmen von Bürgerselbstverteidigungsmilizen statt?
Weil es Deutsche sind?
Das „Gewaltmonopol“ befähigt den damit beliehenen zum hoheitlichen Handeln. Mit „Gewalt“ hat das gar nichts zu tun. Das wäre „unmittelbarer Zwang“.
Da das Gewaltmonopol aber bei Straftaten im Allgemeinen nicht zugegen ist, hat der Gesetzgeber die §§ 32-35 StGB geschaffen. Was eigentlich nur ein elementares Menschenrecht, in Wortform gegossen, ist.
Der letzte Einbrecher, der meinte, meine Wohnungstür knacken zu müssen, blickte übrigens in den Lauf einer geladenen Waffe. Ich hatte einen freien Tag und war zuhause. Und was Bürgerwehren angeht … davon gibt es in Deutschland Aufgrund der grassierenden und immer weiter steigenden Einbrüche inzwischen eine ganze Menge. Mit Hilfe von Google finden sich viele Berichte – vor allem aus Lokal- und Regionalzeitungen, aber auch größere Medien nehmen sich des Themas hin und wieder an: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article127846568/Buergerwehren-gehen-lieber-selbst-auf-Verbrecherjagd.html
Die Polizei sieht ihre Hauptaufgabe in Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Ersterem können die Polizisten nur noch sehr eingeschränkt, wenn überhaupt nachkommen, bei letzterem schwächeln die Behörden ebenfalls. Wenn sich also der Staat aus seinem Aufgabengebiet zurückzieht, dann ist der Bürger gefragt, denn diese Schutzlücke wird sonst von Verbrechern ausgenutzt.
BTW: Die Deutschen rüsten kräftig auf. Nicht erst seit der Flüchtlingswelle. Seit Jahren deckt sich die Bevölkerung mit Schlagstöcken, Abwehrsprays, Schreckschußwaffen und Elektroschockern ein. Derzeit gibt es teilweise schon Wartezeiten auf die oben genannten Produkte – das ist natürlich aktuell der Flüchtlingskrise und der allgemeinen Unsicherheit geschuldet. Die Hersteller kommen mit Produktion und Auslieferung kaum hinterher.
Und es sind nicht nur die sogenannten „freien Waffen“, die angefragt werden. Ich habe noch nie so viele interessierte Bürger zum Anfängertraining auf dem Schießstand gehabt, wie in den letzten 3 Jahren. Sogar Frauen, die sonst so reserviert sind wenn es um Feuerwaffen geht, machen inzwischen fast ein Viertel der Interessenten aus.
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[…] Au weia: Qualitätsjournalismus! […]
Erinnert an die Waschmittel Werbung von früher: weißer als weiß 😉
Gruß, Thomas
… ja.
Seltsamerweise gilt es aber derzeit als unfreundlich, wenn nicht gar als Beleidigung, wenn man „dümmer als dumm“ oder „unsinniger als unsinnig“ oder Ähnliches formuliert, obwohl es nicht nur derselben Sprach“logik“ (das sind ausnahmsweise einmal ironische Anführungszeichen!) gehorcht, sondern auch in vielen Fällen empirisch zutreffend ist.
Seien wir doch einfach froh, daß er nicht auch noch über das Thema Täterinklusion gesprochen hat.
… da haben Sie einen Punkt!
Man muss ja froh um jede Perversion und Übertreibung sein, die (bislang!) niemandem eingefallen ist.
Dabei müsste man in sozialistischen Gesellschaften ja eigentlich darüber diskutieren, mit welchem Recht man einen Einbrecher von den Gegenständen deprivieren möchte, die man selbst für sich als sein Eigentum deklariert. Auf Einbruch müsste man dann wohl so reagieren, dass man dem Einbrecher zumindest anbietet, ihn etwas aussuchen zu lassen!?
Und welche wunderbaren Kurse und Beratungsdienste man dann von irgendeinem Ministerium finanzieren lassen könnte – allen voran einen Beratungskurs: „Effiziente Verhandlungsführung und Güterteilung mit sozial Benachteiligten, die Erleichterung ihrer materiellen Situation durch ungebetenen nächtlichen Besuch suchen“.
Nach Absolvierung des entsprechenden Kurses gäbe es ein entsprechendes Zertifikat und einen wasserresistenten Aufkleber für die Haustür: „Genosse Einbrecher, hier bist du willkommen“ oder so.
>Wir wissen ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber wir wären weniger schockiert und verunsichert als verärgert wenn bei uns eingebrochen werden würde.<
Anscheinend wurde bei Ihnen (glücklicherweise) noch nicht eingebrochen! (Möge es so bleiben!)
Bei uns schon! (Nachts während wir schliefen!)
Und ich kann eindeutig feststellen, daß man danach sehr verunsichert und auch ängstlich ist! Nicht weil man befürchtet der/die Täter kämen wieder, sondern weil der Schutzraum Wohnung, das Private, teilweise Intime, verletzt wurde.
Und es dauert eine Zeit bis man sein Gleichgewicht wiedergefunden hat!
Obschon es inzwischen über ein Jahrzehnt her ist, fühle ich mich noch heute manchmal unwohl und wache auch mal auf um angestrengt danach zu lauschen ob evtl. jemand Fremdes sein Unwesen im Haus treibt!
@dentix
Wir behaupten nicht, dass ein Einbruch eine schöne Erfahrung ist, auch für uns nicht, aber wir behaupten, dass Menschen darauf unterschiedlich reagieren, ganz so, wie unterschiedliche Menschen auf alles Mögliche unterschiedlich reagieren. Eine Reaktion hierauf ist z.B. eine Art keltischer „furor“, der dazu führt, dass man den Einbrecher mit dem Küchenmesser verfolgt. Das ist durchaus schon passiert.
Die Verletzung des Privatraums durch Einbruch kann zweifellos Verunsicherung hervorrufen, aber die Verletzung des Privatraums durch Hass-e-mails o.ä. ist nicht unbedingt eine andere Erfahrung und ruft nicht unbedingt andere Reaktionen hervor. Oder bei einigen Leuten eben doch. Das hängt davon ab, wie und wo und wie stark man sich in welchen Kontexten als Privatmensch erfährt und was „Privatsphäre“ für einen bedeutet, und deshalb sind Reaktionen auf Verletzungen der Privatsphäre nicht für alle Menschen einheitlich zu bestimmen oder vorherzusagen.
Verunsicherung ist sicherlich eine Reaktion, die in Europa häufig zu finden ist, aber sie ist ganz sicher nicht die einzige, sicher nicht diejenige, die alle Menschen ausschließlich empfinden und vermutlich auch keine, die bei jedem jahrelang anhält. Sie schreiben ja selbst, dass man „… sein Gleichgewicht wieder[findet]“, was bei dem Einen länger, bei dem Anderen kürzer dauern wird.
Sie haben Ihre eigene Erfahrung und Reaktion mitgeteilt, wofür wir Ihnen danken, aber ich verstehe nicht, warum Sie von Ihrer eigenen Erfahrung aus meinen, verallgemeinern zu müssen, wenn Sie schreiben:
„daß man [!] danach sehr verunsichert und auch ängstlich ist“!
Warum schreiben Sie nicht „…. dass ich ….“ oder „dass wir …“? Sie berichten doch hier von Ihrer eigenen Erfahrung! Sie ist als solche zu respektieren und benötigt als solche auch keine Validierung durch „man“ bzw. „alle“. Warum ist es Ihnen so wichtig, Ihre Verunsicherung als die einzig mögliche oder zumindest normale oder verständliche und dauerhafte Reaktion auf Einbruch darzustellen?
Das tun Sie nämlich nicht nur dadurch, dass Sie meinen, von „man“ sprechen zu müssen, sondern auch dadurch, dass Sie die Einschätzungen all jener, die sich andere Reaktionen (wie z.B. Ärger oder Wut oder eine bestimmte Art von Entschlossenheit, dem Täter die für angemessen empfundene Behandlung durch die eigene Person angedeihen zu lassen) vorstellen können, von vornherein dadurch zu diskreditieren, dass Sie unterstellen, bei solchen Leuten könne ja noch nie eingebrochen worden sein.
Wozu dient Ihnen das? Ich frage mich, was für ein Spatz das ist, auf den Sie anscheinend meinen, mit Kanonenkugeln schießen zu müssen. Es ist jedenfalls ganz und gar unnötig und empirisch schlichtweg falsch, denn es ist hinreichend bekannt, dass es Leute gibt, die Einbrecher höchstpersönlich stellen.
Liebe Leute,
Ihr wisst schon, dass Ihr Einbrecher bei der Arbeit nicht filmen dürft. Oder?
http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Einbrecher-verklagt-Hausbesitzer-wegen-Videoueberwachung-id32307897.html
Oder. Hier handelt es sich offenbar um ein typisches Beispiel für die unterirdische Qualität der Berichterstattung in der „Qualitätspresse“. Siehe
http://fakten.report/einbrecher-klagt-bestohlenes-opfer-und-gewinnt/
Und bereits der reine Artikeltext der „Augsburger Allgemeinen“ ist wirr. Da steht einerseits „Als die mutmaßlichen Täter wieder kommen, geraten sie schon am Gartenzaun ins Visier der Kamera“. Am Gartenzaun beginnt aber auch das Privatgelände und hört der offentliche Raum auf. Weshalb der Augsburger Allgemeine Schreiber dann langatmig sich darüber ausläßt, daß „Wer also Kameras installiert, sollte unbedingt darauf achten, dass diese nicht auf die Straße oder den Garten des Nachbarn gerichtet sind.“ ist angesichts seiner vorhergehenden Angabe rätselhaft. Oder andersherum: Würde der beim Verfassen seiner Artikel auch nur ein bißchen mitdenken, hätte ihm auffallen müssen, daß da etwas nicht stimmt.
Außerdem: Der „Einbrecher“ habe den Hausbesitzer verklagt – Verklagen ist Zivilrecht, also die Forderung eines Schmerzemsgeldes, Schadenersatzes oder dergleichen sitens des „Einbrechers“ an den Hausbesitzer. Der wiederum „soll ein Bußgeld zahlen“. Bußgeld ist nicht Zivilrecht, um Bußgeld kann es also nicht gegangen sein, wenn der „Einbrecher“ geklagt hat.
Ein oder zwei Aspekte blieb bisher in der gesamten Diskussion unbenannt.
Warum bleibt die Hilfe durch den Gewaltenmonopolisten aus und was hat dazu geführt das die Verängstigten und Verunsicherten, die es ja zu geben scheint, so verunsichert und verängstigt sind und nicht längst in Besitz eines oder mehrerer Katanas (heißt es Kantanie?) oder Werkzeuge ähnlicher Bestimmung, wenn auch aus einer anderen technischen Epoche, sind?
Warum sind nicht längst alle Männer Frauen und Kindern die von Einbrechern verängstigt und verunsichert sind oder auch nur zur Prophylaxe gegen Verängstigung und Verunsicherung Kampfkunstgruppen beigetreten und warum finden denn nicht permanente Übungen der betroffenen Bevölkerung im Rahmen von Bürgerselbstverteidigungsmilizen statt?
Weil es Deutsche sind?
Gruß Paule
Das „Gewaltmonopol“ befähigt den damit beliehenen zum hoheitlichen Handeln. Mit „Gewalt“ hat das gar nichts zu tun. Das wäre „unmittelbarer Zwang“.
Da das Gewaltmonopol aber bei Straftaten im Allgemeinen nicht zugegen ist, hat der Gesetzgeber die §§ 32-35 StGB geschaffen. Was eigentlich nur ein elementares Menschenrecht, in Wortform gegossen, ist.
Der letzte Einbrecher, der meinte, meine Wohnungstür knacken zu müssen, blickte übrigens in den Lauf einer geladenen Waffe. Ich hatte einen freien Tag und war zuhause. Und was Bürgerwehren angeht … davon gibt es in Deutschland Aufgrund der grassierenden und immer weiter steigenden Einbrüche inzwischen eine ganze Menge. Mit Hilfe von Google finden sich viele Berichte – vor allem aus Lokal- und Regionalzeitungen, aber auch größere Medien nehmen sich des Themas hin und wieder an: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article127846568/Buergerwehren-gehen-lieber-selbst-auf-Verbrecherjagd.html
Die Polizei sieht ihre Hauptaufgabe in Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Ersterem können die Polizisten nur noch sehr eingeschränkt, wenn überhaupt nachkommen, bei letzterem schwächeln die Behörden ebenfalls. Wenn sich also der Staat aus seinem Aufgabengebiet zurückzieht, dann ist der Bürger gefragt, denn diese Schutzlücke wird sonst von Verbrechern ausgenutzt.
BTW: Die Deutschen rüsten kräftig auf. Nicht erst seit der Flüchtlingswelle. Seit Jahren deckt sich die Bevölkerung mit Schlagstöcken, Abwehrsprays, Schreckschußwaffen und Elektroschockern ein. Derzeit gibt es teilweise schon Wartezeiten auf die oben genannten Produkte – das ist natürlich aktuell der Flüchtlingskrise und der allgemeinen Unsicherheit geschuldet. Die Hersteller kommen mit Produktion und Auslieferung kaum hinterher.
Und es sind nicht nur die sogenannten „freien Waffen“, die angefragt werden. Ich habe noch nie so viele interessierte Bürger zum Anfängertraining auf dem Schießstand gehabt, wie in den letzten 3 Jahren. Sogar Frauen, die sonst so reserviert sind wenn es um Feuerwaffen geht, machen inzwischen fast ein Viertel der Interessenten aus.