Du sollst keine weißen, männlichen Wissenschaftler zitieren – Neues aus dem Irrenhaus

„Vom Normalen zum Neurotischen gibt es einen kontinuierlichen Übergang. Davon streng abgegrenzt werden die Psychosen. Diese extrem pathologischen Reaktionen sind möglicherweise die Ursache dafür, dass die Person den Kontakt mit der Realität verliert. Deshalb ist eine intensive Behandlung und manchmal die Hospitalisierung notwendig.“

Vom wem stammt dieses Zitat?
Nein, nicht der Name ist interessant.

War es ein Weißer, der diese Zeilen, die wir zitiert haben, zu Papier gebracht hat? War es ein Mann? War es, intersektionaler Horror: ein weißer Mann, der das geschrieben hat?
Wenn Letzteres zutrifft, dann ist dieses Zitat schlecht. Es darf nicht mehr genutzt werden – jedenfalls dann, wenn es Carrie Mott und Daniel Cochayne geht. In ihrem Beitrag „Citation matters: mobilizing the politics of citation towards a practice of ‚conscientious‘ engagement” versuchen die Autoren nämlich zu argumentieren, dass das Zitieren von wissenschaftlichen Beiträgen weißer Männer dazu führt, dass wissenschaftliche Beiträge von weißen Männern zitiert werden. Und das ist schlecht.

Nein, es handelt sich dieses Mal nicht um Satire. Der Beitrag ist ernst gemeint.

Szenenwechsel.
Harold Garfinkel hat einige empirische Untersuchungen im Rahmen seiner Studies in Ethnomethodlogy durchgeführt. Darunter ist auch der Fall eines Mannes, der in einer geschlossenen Anstalt untergebracht ist. Dieser Mann war in der Lage, eine vollkommen rationale Argumentation darüber zu führen, dass er in seinem täglichen Leben vom CIA überwacht wird. Jede kleine Alltäglichkeit hat seinen Verdacht erweckt und wurde perfekt in sein Überzeugungssystem integriert. Daraus ist ein kohärentes, in sich geschlossenes Weltbild der Verfolgung entstanden, das dem Mann die Fähigkeit genommen hat, im täglichen Leben noch als normal durchzugehen. Deshalb hat ihn Garfinkel in einem Irrenhaus gefunden. Das Beispiel zeigt, dass es möglich ist, auf Grundlage falscher Prämissen, die z.B. aus Einbildungen und Phantasien gewonnen werden, ein den Gesetzen der Rationalität folgendes Überzeugungssystem zu zimmern, das in sich stimmig, aber nichtsdestotrotz der Ausdruck einer Psychose ist.

Früher fand man die Beispiele für derartige Psychosen in den entsprechenden Anstalten.

Für Carrie Mott und Daniel Cockayne ist die wissenschaftliche Welt, in der sie sich (erstaunlicherweise freiwillig) bewegen, eine Welt der weißen Männer, eine Welt der Hegemonie weißer Männer, eine Welt, in der weiße hegemoniale Männer Artikel schreiben, die von anderen zitiert werden und auf diese Weise die Herrschaft der weißen hegemonialen Männer in der Wissenschaft zementieren. Das nennen Mott und Cockayne „performativ“.

Performativ ist eine Floskel, die von Genderisten häufig und mehr oder weniger korrekt benutzt wird. Was sie damit beschreiben wollen, ist ein sich selbst verstärkender Prozess, in dem das Zitieren eines weißen Mannes wie Albert Einstein dazu führt, dass sein Artikel: „Die Allgemeine Relativitätstheorie“, auch von anderen zitiert wird, was wiederum dazu führt, dass andere den Artikel zitieren und im Ende dazu, dass sich die Allgemeine Relativitätstheorie, jenes Werk eines weißen Mannes durchsetzt, zur wissenschaftlichen Benchmark wird, an der sich andere Ansätze messen lassen müssen und dass niemand auf die Idee kommt, anti-rassistische und feministische Alternativen dazu zu zitieren. Das beklagen Mott und Cockayne, wenn sie davon schreiben, dass Zitieren „performativ“ sei. Das Zitieren von “weißen hegemonialen Männern” führt dazu, dass das, was weiße Männer geschrieben haben, zur wissenschaftlichen „Autorität“ wird, an die andere glauben.

Haben wir etwas vergessen?
Halt, es sind für Mott und Cockayne nicht nur weiße, hegemoniale Männer die für die Verbreitung z.B. der Allgemeinen Relativitätstheorie verantwortlich sind, der Neoliberalismus ist auch schuld.

Wussten wir doch, dass wir etwas vergessen haben.
Wenn man die hegemonialen weißen Männer und den Neoliberalismus, der auch das wissenschaftliche Zitieren zu verantworten hat, zusammenschüttet, dann kommt Folgendes dabei heraus:

“Citational performativity is ‘successful’ when it reinforces existing hegemony and authority, and ‘works’ by repeating (and covering over) already accumulated authority. We advocate a turn away from obvious ‘successful’ citational performances that demure to sameness, whiteness, maleness, and cisnormativity, arguing instead that an ethical citational practice actually fails to perform these prior standards of authority (13-14).”

Damit sind wir zurück bei Garfinkel und seinen ethnomethodologischen Studien und bei der Möglichkeit, Irrsinn zu argumentieren, denn:
Wenn man davon ausgeht, dass in wissenschaftlichen Aufsätzen zitiert, um des Zitierens willen, zitiert wird, um sich anzudienen und seine Zugehörigkeit auszudrücken, dann haben Mott und Cockayne vielleicht einen Punkt.

Sicher gibt es Opportunisten, die sich darin versuchen, einen wissenschaftlichen Beitrag nur dadurch zu erstellen, dass sie sich mit „name dropping“ anzudienen versuchen.

Während man dem Beitrag von Mott und Cockayne entnehmen muss, dass für Genderisten der Zweck eines Beitrags darin besteht, sich über Zitieren anzudienen, schreiben normale Wissenschaftler ihre Beiträge, um die Ergebnisse ihrer Forschung mitzuteilen. Daher zitieren sie diejenigen Wissenschaftler, die theoretische und empirische Vorarbeiten geleistet haben, die für das Verständnis ihrer Fragestellung und Ergebnisse wichtig sind.

Diese Praxis, die Mott und Cockayne vollständig fremd zu sein scheint, ist auf die Inhalte wissenschaftlicher Beiträge gerichtet, nicht auf die Hautfarbe und das Geschlecht dessen, der den Beitrag geschrieben hat. Während Mott und Cockayne einen genetischen Fehlschluss zur allein gültigen Verfahrensweise in den Wissenschaften erheben wollen, versuchen normale Wissenschaftler Fehlschlüsse gerade zu vermeiden: Im Idealfall kritisieren sie vorhandene Forschungsergebnisse (unter Zitation der Urheber) und prüfen deren Behauptungen über die Empirie.

Es geht in der Wissenschaft darum, Inhalte zu argumentieren, nicht darum, nach Hautfarbe und Geschlecht dessen, der die Inhalte erstellt hat, zu differenzieren. Derartig abseitige Ideen können nur aus dem Kreis einer wissenschaftsfernen Sekte wie dem Genderismus kommen, dessen Gläubige der Ansicht sind, primäre und sekundäre Geschlechtsteile übten einen Einfluss auf die Ergebnisse von Denkprozessen aus und letztere seien zudem durch die Hautfarbe eines Wissenschaftlern beeinflusst.

Derartiger Unfug sollte eigentlich dazu führen, dass die Urheber abgeholt und in einer entsprechenden Verwahranstalt untergebracht werden. Tatsächlich können die Urheber dieses Unfugs ihr Unwesen an Hochschulen treiben. In der post-modernen Welt des Konstruktivismus ist auch der Irrsinn an Hochschulen heimisch geworden.

Historiker tun sich gewöhnlich schwer damit, den Niedergang von Kulturen zu erklären. Die derzeitigen Idiotien, die in Form von Gender Studies, Konstruktivismus, Anti-Rassimus oder Whiteness-Studies an Hochschulen betrieben werden, geben einen guten Anhaltspunkt dafür, welche Ursachen der geistige Niedergang, der dem Niedergang ganzer Gesellschaften vorausgeht, hat:

Es beginnt damit, dass Fehlschlüsse zur Grundlage ganzer Fachbereiche werden – , genetische Fehlschlüsse insbesondere, also z.B. der Fehlschluss Geschlecht oder Hautfarbe habe einen Einfluss auf die Fähigkeit rationalen Denkens und wissenschaftlichen Arbeitens.

Tatsächlich ist es in der Regel so, dass diejenigen, die zu faul oder zu dumm sind, die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und die Mühsal wissenschaftlich sauberer Argumentation auf sich zu nehmen, für sich beanspruchen, sie hätten etwas Neues, einen neuen Ismus gefunden, der neue Erkenntnisse ermögliche, die regelmäßig nicht benannt werden können oder einmal mehr Trivialitäten formuliert, die seit Jahrhunderten bekannt sind. Die Neuheit verbiete es mit den Methoden und Techniken der normalen Wissenschaft zu arbeiten und das Neue an normalwissenschaftlichen Standards zu messen. Hans Albert hat dies Kritikimmunisierung genannt.

Sind die entsprechenden Wortgebilde erst einmal an Hochschulen etabliert, dann finden sich auch die entsprechenden Jünger ein, Studenten etwa, die auf der Flucht vor Zahlen nach Studienfächern Ausschau halten, die einen akademischen Abschluss dafür versprechen, dass man erzählt, was einem in den Kopf kommt, und sich keinerlei Beschränkung etwa dadurch auferlegt, die Kopfgeburt mit der Realität in Einklang zu bringen.

Mit dem Heer der Studenten von Fächern wie Gender Studies oder anderen Fächern, für die kein Verwendungszusammenhang vorhanden ist, entsteht ein Druck auf den Arbeitsmarkt, der dann, wenn ein funktionierendes Lobbysystem vorhanden ist, in eine öffentliche Finanzierung für Pöstchen mündet, die außer denen, die sie besetzen, niemand braucht. Als Resultat schießen die entsprechenden Pöstchen, die beraten, wie man Gender oder Ethnie bei dies und das richtig berücksichtigt, aus dem Boden.

Das Angebot schafft sich seine Nachfrage darüber, dass es verpflichtend gemacht wird, über Gesetze in der Regel. So werden Gleichstellungsbeauftragte und sonstige Personen etabliert, die niemand braucht, ausschließlich zu dem Zweck, vorhanden zu sein und jährlich darüber jammern zu können, dass immer noch keine Gleichstellung bei was auch immer erreicht sei.

Das Gejammer wird zum gesellschaftlichen Problem aufgebauscht, mehr Positionen an Hochschulen geschaffen, die Unfug vermitteln und entsprechende Studenten, deren Sinn nicht nach der Mühsal von Wissenschaft, sondern nach den Freuden des Müßiggangs ist, anzieht und mit einem Abschluss versorgt, der sie zu nichts, was gesellschaftlich produktiv wäre, qualifiziert. Also bevölkern sie die Stellen, die eigens geschaffen wurden, um die mangelnde Gleichheit nach Geschlecht, Hautfarbe oder was auch immer zu beklagen und tun, wozu sie ausgebildet wurden: klagen.

Im Ergebnis etabliert sich ein selbstverstärkender Prozess, der entweder dadurch seinen Abschluss findet, dass die gesellschaftlichen Kosten, die durch die systematische Produktion von intellektuellem Ausschuss entstehen, zu hoch sind oder diejenigen, die die Kosten zu tragen haben, in Streik treten und dafür sorgen, dass der Spuk sein Ende nimmt.

Derzeit sind wir von beiden Endszenarien noch weit entfernt. Derzeit gibt es an Hochschulen Personen wie Mott und Cockayne, die ihre Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, zu Papier bringen und in Zeitschriften, die eigens gegründet wurden, um die Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, auch publizieren zu können. Derzeit muss man sich damit auseinander setzen, dass es in der wissenschaftlichen Welt Personen gibt, die allen Ernstes der Ansicht sind, Hautfarbe und Geschlecht würden Forschungsergebnisse beeinflussen. Derzeit müsste Garfinkel auf der Suche nach Forschungsobjekten nicht in Irrenhäuser ausweichen.

Das Zitat zu Anfang dieses Posts stammt übrigens von Philip Zimbardo (Psychologie, S. 612), einem weißen, hegemonialen, neoliberalen Mann. Das war dem Text deutlich anzusehen – oder etwa nicht?

Heute ist Diversity Tag: Tag der Dummheit in vielen Gewändern

„Vielfalt bringt nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch unsere Gesellschaft voran.“

Das tweeted das Bundesministerium für FSFJ, ein mehrheitlich von Frauen besetztes Ministerium, in dem Vielfalt Ernst genommen wird.

Auch wenn niemand weiß noch wissen will, warum sich Vielfalt so positiv auf uns und unsere Gesellschaft auswirken soll. Auch wenn die Studien, die es zum Thema Vielfalt und deren Auswirkungen auf Unternehmen gibt, bestenfalls ambivalente Befunde erbringen und sich niemand bislang gefunden hat, der die Auswirkungen von Vielfalt auf Gesellschaften prüfen will; Eines steht fest: Vielfalt ist klasse, wichtig und gut und positiv und ohne Vielfalt ist Gesellschaft nicht mehr möglich und Unternehmen sind nicht mehr funktionsfähig und Umsatz und Profit … vergessen Sie beides. Weil dem so ist, deshalb überbieten sich in Deutschland die Unternehmen darin, sich als Anbeter der Vielfalt darzustellen. Den Vogel in Blödsinn hat dabei die Daimler AG abgeschossen, der Preis für die größte Einfalt in der Vielfalt (oder die beste Satire), der gebührt der Norma Group:

Weil Vielfalt so wichtig und gut und segensreich ist und weil ohne Vielfalt alles zum Erliegen kommt, deshalb wollen wir, aus wissenschaftlicher Sicht, Minimalforderungen zur Vielfalt aufstellen, die die wichtigsten Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betreffen:

Mehr Vielfalt im Parlament:
Wählen Sie die AfD!

Mehr Arbeiter in der Bundesregierung und in den Parlamenten.
Machen Sie sich für eine Arbeiterquote von mindestens 20% stark.

Mehr Arbeiterkinder am Gymnasium.

Vielfalt bei der Bundeswehr: Mehr Taliban und mehr IS-Kämpfer in Offiziersrängen.

Mehr Intelligente in der SPD. Verhindern wir den Niedergang der Partei in die intellektuelle Bedeutungslosigkeit durch eine feindliche Übernahme durch Neumitglieder mit IQ höher als 90.

Vielfalt: Mehr Veganer in den Aufsichtsräten von Unternehmen, die Tierleichen verkaufen.

Mehr Homophobe im Familienministerium. Der Vielfalt wegen.
Päderasten im Kindergarten: Für frühkindliche Vielfalt.

Sie haben auch einen Vorschlag zur Erhöhung der für die Gesellschaft so wichtigen Vielfalt.

Kommentieren, vielfältig bitte!

Münchner Soziologe will, dass Staat Konsum verbietet

Da sitzen wir gemütlich in unserem Office. Genießen unseren Kaffee, den von Nescafé, diesen genialen Dolce Gusto in den Kaffeekapseln, genießen unsere Aussicht auf die Black Mountains und die Brecon Beacons und lesen ein paar Texte, die sich bei uns eingefunden haben, und dann das:

Dolce Gusto Mocha

Der Favorit von Dr. Diefenbach… (also bei Kaffee!)

[Aus dem Interview von “Jetzt.de” mit Stephan Lessenich]: “Es geht uns zu gut. Wir produzieren und konsumieren Dinge, die kein Schwein braucht. Nehmen Sie Kaffeekapseln. Die kannte bis vor zehn Jahren keiner. Es wusste niemand, dass er sie braucht. Jetzt verkauft allein Nestlé davon rund drei Milliarden im Jahr. Purer Luxus. Auch wenn wir zwei besonders privilegiert sind und viele Menschen in Deutschland nicht im Überfluss leben: Uns als Gesellschaft geht es zu gut.“

Stephan Lessenich, Direktor der Instituts für Soziologie an der LMU in München, den viele außerhalb von Attac bis eben vielleicht noch nicht kannten, von dem sie nichts wussten, er hat eine W3-Professur, lebt auf Kosten der Steuerzahler, purer Luxus ist er, und er will uns das Trinken von Dolce Gusto verbieten.

Warum?

Stephan Lessenich: “Die Kaffeekapseln oder besser der Abbau von Bauxit, der für das Aluminium benötigt wird, zerstört zum Beispiel in Brasilien die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Unser Kaffeeglück ist deren Unglück. Sie merken: Wir leben nicht über unsere Verhältnisse. Sondern über die von anderen.”

Weil wir Kaffee trinken, deshalb sind in Brasilien die Menschen unglücklich, und weil in Brasilien die Menschen unglücklich sind, weil sie nämlich Geld verdienen, mit dem Abbau von Bauxit, das sie wiederum als drittgrößte Exportnation von Bauxit auf dem Weltmarkt verkaufen können, deshalb leben wir gerade über die Verhältnisse von anderen. Verrückte Welt.

Unser Dolce Gusto kommt übrigens aus dem UK, aus Tutbury und das Bauxit aus Australien. …

Dennoch: Wir leben über die Verhältnisse anderer, wie der Soziologe Lessenich aus München erkannt hat und deshalb will er, dass der Staat eingreift und uns alles verbietet, was Lessenich für sinnlosen Konsum hält.

Und was hält der Herr Lessenich für sinnlosen Konsum? Konsum, der nach den 1970er Jahren eingeführt wurde, denn:

Dolce Gusto De LonghiStephan Lessenich: “ Es gibt für jeden Verhaltensänderungen, die er ohne Einschränkung seiner Lebensqualität anstreben könnte. Bei mir ist es die Mobilität: Ich besitze kein Auto. Ich ¬fliege nie innerhalb von Europa. Trotzdem lebe ich nicht im Mittelalter, sondern eben eher so um 1970. Und das ist völlig okay.”

Okay. Jetzt geht bitte jeder von Euch durch seinen Kühlschrank, seine Schränke und seine Wohnung und entfernt alles, was Konsum von Produkten darstellt, die nach 1970er Jahren entwickelt wurden. Nicht dass wir noch auf Kosten der Menschen in Brasilien leben. Das wollen wir nicht. Indes, ohne Auto braucht man ein Fahrrad. Fährt Lessenich Fahrrad? Hat ihn schon jemand Fahrrad fahren gesehen. Bitte melden. Fahrräder bestehen aus Aluminium.

ALUMINIUM!

BAUXIT!!

Arme Menschen in Brasilien!!!

So geht das nicht, Herr Lessenich!!!!

Wir trinken jetzt erst einmal einen noch einen „Grande“ und genießen wieder die Aussicht und erinnern uns an die Zeit, als Soziologen noch etwas anderes zu sagen hatten, als „Du sollst nicht ..:“ Als Soziologen noch Wissenschaftler und nicht Wanderprediger waren, als sie damit leben konnten, dass andere anders leben und nicht das Heil des richtigen Lebens verkünden wollten, als sie im Staat noch den, den es zu kontrollieren gilt, gesehen haben, nicht den Pater Familias, den der kleine Soziologe zur Hilfe ruft, damit er diejenigen kontrolliert und überwacht, die dem kleinen Soziologen nicht in den Kram passen, sich falsch verhalten, wie er meint.

Wir leben in absurden Zeiten, Zeiten, in denen wir Personen finanzieren, die sich an Universitäten einnisten um denen, die einer geregelten Arbeit nachgehen, zu erzählen, dass sie falsch leben, auf Kosten anderer. Derartige Personen sind der reine Luxus und es hat sie in den 1970er Jahren auch noch nicht in dem Ausmaß gegeben. Wir sollten darüber nachdenken, zumindest diesen Luxus zu beenden. Einmal ehrlich, wenn Lessenich nicht mehr an der LMU-München beschäftigt ist: Würden Sie einen Unterschied merken?

Dolce Gusto Grande

Michael Klein: “Der Mann von Welt gibt sich nicht mit weniger als “Grande” zufrieden.”

Eben.
Darauf einen Grande!

Es ist erschreckend und in hohem Maße absurd, dass Soziologen wie Lessenich heute Trivialitäten als Erkenntnis verkaufen und damit predigen gehen. Ressourcen sind endlich. Das wussten bereits die Alten in Babylon. Für die meisten Ressourcen gilt: Wenn ich sie konsumiere, dann sind sie weg. Du kannst sie nicht mehr konsumieren. Auch das wussten die Alten in Babylon bereits. Nur haben die Alten in Babylon diese triviale Erkenntnis nicht zum Anlass genommen um tausende von Tontafeln mit dieser Trivialität vollzuritzen. Das wäre für die alten Babylonier ein Luxus gewesen, der sich nicht rechtfertigen lässt, denn diese Trivialitäten sind jedem bekannt. Gut für Lessenich, dass Papier geduldiger ist als Tontafeln.

Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch – heute: Chancenungerechtigkeit

Die Wortschöpfungen, mit denen sich immer mehr als Gutmenschen outen wollen, sie werden immer abenteuerlicher. Offensichtlich führt die neue Mode, sich als guter Mensch, der sich um das Schicksal von denen sorgt, die er sozial unter sich verortet, zu einer gewissen begrifflichen Armut, die durch innovative Schöpfungen, die sich regelmäßig als Blödsinn erweisen, bekämpft werden muss.

Heute ist es „Minister a.D, Walter Hirche“, auf den die Zeit als Minister so prägend gewirkt hat, dass er den sprachlichen Unsinn, der sein Amt ausgezeichnet haben muss, bis heute nicht los wird, der sich in die Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch einträgt.

Nachdem die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz die Chancengerechtigkeit erfunden hat, einen Begriff ohne Inhalt, kann die UNESCO nicht zurückstehen. Da man bei der UNESCO lamentieren und nicht fordern will, wird nicht von Chancengerechtigkeit, sondern von Chancenungerechtigkeit fabuliert. Hier ein Teil des Dummdeutschen, das aus den Hallen der UNESCO kommt, und zwar unter der irrsinnigen Überschrift: “UNESCO-Studie fordert: Chancenungerechtigkeit in der tertiären Bildung beseitigen“.

Studien fordern bekanntlich nichts, und wenn diejenigen, die eine Studie erstellt haben, etwas fordern, dann belegen sie damit, dass sie keine Studie ausgeführt haben, in der es um Wissenschaft geht, sondern eine Auftragsarbeit, in der es darum geht, Politiker oder Gutmenschen-Organisationen mit Material zu versorgen, an dem sie ihr Dummdeutsch ausprobieren können, etwa so:

facepalm orang utan“Im Einklang mit dem weltweiten Trend studieren auch in Deutschland immer mehr junge Erwachsene. Über eine halbe Million junger Menschen haben im vergangenen Jahr ein Studium begonnen. Doch trotz dieser deutlichen Expansion wirken auch bei der Studienaufnahme soziale Herkunftseffekte. Diese Chancenungerechtigkeit müssen wir beseitigen. Chancengerechtigkeit beginnt bei der frühkindlichen Bildung und kann auch im Hochschulwesen nur durch systematische Maßnahmen entlang der gesamten Bildungsbiografie geschaffen werden. Nur so kann das Potenzial von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung voll genutzt werden“, betont Walter Hirche, Minister a.D., Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Chancenungerechtigkeit ist ein ebensolches sprachliches Unding wie Chancengerechtigkeit. Es kann Chancengleichheit geben, aber keine Chancengerechtigkeit.

Und jetzt alle:

Gerechtigkeit ist ein relationales Konzept, das sich auf die Bewertung prozeduraler Erträge bezieht. Wenn Kinder in der Schule für die gleiche Leistung die gleiche Note bekommen, dann ist das (verfahrens-)gerecht. Wenn sie, wie es in deutschen Schulen der Fall ist, mehr leisten müssen, weil sie männlich sind, um die selben Noten zu erhalten, wie weibliche Schüler oder wenn sie, weil sie aus Familien kommen, die die Mittelschichts-Lehrer als Schicht unterhalb ihrer eigenen ansehen, selbst bei gleicher Leistung schlechtere Grundschulempfehlungen bekommen als die Kinder der Mittelschicht, dann ist das ungerecht. In keinem Fall hat es etwas mit Chancen zu tun.

Wollte man Sinn aus dem Begriff „Chancenungerechtigkeit“ machen, dann müsste man annehmen, dass Chancen nicht gleich verteilt sind, aber dafür gibt es schon die Begriffe der Chancengleichheit bzw. -ungleichheit. Chancengerechtigkeit ist schlichter Blödsinn, den man nur im Mund führen kann, wenn man nichts sagen, nichts kommunizieren will oder kann, was Sinn und Bedeutung hat, sondern affektive Ladungen transportieren will: Seht her, wie gut ich bin, ich sorge mich um die Kinder der Unterschicht. Ich habe zwar keine Ahnung, warum die Unterschichtskinder aus dem Bildungssystem ausscheiden und noch weniger Ahnung habe ich, warum ich den Trend, nachdem immer mehr studieren, gut finde, aber das macht nichts, ich will mich produzieren, als guter Mensch, als einer, der keine Ahnung, aber viel Empathie mit was oder wem auch immer hat.

In der Pfalz nennt man derartige Produzenten kurz und knapp: Dummbabbler.

Zum Verteilen und Auswendig lernen, besonders Ministern, Ministern a.D. und Politikern empfohlen: Unser Idiotentest für Verteilungsfragen.

Unser Häupling Seattle meint (an Genderisten und Politiker gewandt): “Erst wenn der letzte Begriff sinnentleert, das letzte Wort bedeutungslos, der letzte Satz entstellt und das letzte Konzept verballhornt ist, werdet ihr feststellen, dass Blödsinn weder sprachlich noch praktisch brauchbar ist.”

Widerspruch aus Köln: Die TU-Darmstadt hat die Dummheit nicht gepachtet…

… es gibt noch die Universität zu Köln.

Das schreibt uns ein Leser, der der Gleichstellungsbeauftragten der Universität zu Köln die unschätzbare Erkenntnis verdankt, dass niemand und jemand männlich sind. Frauen können also nicht niemand und auch nicht jemand sein, was misslich ist, denn damit werden sie zu nichts erklärt, da zwischen jemand und niemand nichts mehr übrig bleibt.

Ob die Frauen, die nicht vom Gendervirus befallen sind, sich für nichts halten?

Ein Blick einen Schreibtisch weiter macht die Antwort mehr als deutlich (aber sie ist nicht publikabel…).

Nicht publikabel ist eigentlich auch der Blödsinn, den die Gleichstellungsbeauftragte der Universität zu Köln (einst alt und ehrwürdig, heute nur noch alt also die Uni, nicht die Beauftragte,, die Annelene Gäckle) verbreitet, und zwar in einem Pamphlet, das mit „überzeugende Gendersprache“ überschrieben ist und uns in keiner Weise überzeugt hat. Um ehrlich zu sein, es hat uns, nachdem der Ärger verklungen war, belustig, ob der Idiotie, die dieses unglaubliche Dokument geistiger Benebelung hervorgebracht hat.

Eine Seite aus dem Pamphlet reicht, um eine stattliche Anzahl von eklatanten Fehlern aufzuzeigen:

Gleichstellung in koeln

Aus der Kategorie „klassischer Widerspruch“ und freies Assoziieren:

„Eine Sonderrolle unter den Pronomina nimmt das Wort „man“ ein. Es weicht zwar im Schriftbild vom „Mann“ ab, ist im Lautbild aber mit ihm identisch. Das „man“ wird gebraucht, um allgemeingültig alle Menschen oder zumindest größere, auch Frauen einschließende Personenkreise zu bezeichnen. „Man sollte sich bemühen, möglichst viel Strom zu sparen.“, bedeutet: „Alle Menschen sollten sich um ein energieschonendes Verhalten bemühen. Damit stellt es ein generisches Maskulinum auf der Ebene der Wortbedeutung dar.“

Gerade wollten wir die Annelene dafür loben, dass sie verstanden hat, dass man Menschen meint und Frauen Menschen sind. Und dann kommt der klassische Widerspruch…

Das Lautbild von man erinnert an Mann, deshalb ist es aus Sicht der gendersensiblen (vielleicht auch der genderopathologischen) verwerflich, man zu benutzen. Die Begründung dafür lautet: Weil das Wörtchen „man“ Menschen bezeichnet und Frauen selbst von Genderisten zu den Menschen gezählt werden, deshalb muss man man vermeiden, denn man klingt wie Mann und weil man wie Mann klingt, deshalb ist es ein generisches Maskulinum und generische Maskulina sind für schlecht erklärt worden. Warum? Weil sich Genderisten einbilden wollen, sie wären, spräche jemand von Ärzten oder Steuerzahlern, nicht eingeschlossen. Und natürlich leben wir in einer Zeit, in der man Rücksicht auf den Spleen einer kleinen Sekte nehmen muss. Die Mehrheit der Normalsprecher muss sich eben anpassen – oder?

Da die Assoziation mit „Mann“ gendersensibel bedenklich ist, auch dann, wenn sie über „man“ erfolgt, müssen natürlich alle Begriffe, die mit Mann eine Lautgemeinsamkeit haben, vermieden werden, Begriffe wie Bahn, Plan, Kran, Fun, Alemanne, Bann, Bertelsmann, dann und ebendann, nicht zu vergessen, Hermann und Haustyrann, Vorspann, Hausmann, Wahlmann und Bootsmann uvm. Gereinigte Sprache hat eben ihren Preis. Und einmal ehrlich, würden Sie den Zahlmann vermissen?

ideology of madness„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Sie denken, ein harmloses Sprichwort. Falsch gedacht. Gendersensibel betrachtet handelt es sich hier um den Ausschluss von Frauen, richtig „den Ausschluss“, das „den“ schließt Frauen aus, so die Gleichstellungsbeauftragte aus Köln.

Niemand darf auf Grundlage seines Geschlechts benachteiligt werden, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Genderisten kein Deutsch können und denken, weil „seines“ im Satz steht, müsse man einen Penis mitdenken. Warum leben Genderisten ihre seltsamen Phantasien eigentlich nicht woanders aus, in einem entsprechenden Etablisment?

Und das Beste zum Schluss:

„Neben dem generischen Maskulinum gibt es in der deutschen Sprache weitere grammatikalische Bereiche, die eine historisch begründete männliche Dominanz widerspiegeln. Ein Beispiel hierfür sind die Pronomina „wer“, „niemand“, „jemand“, „man“.

Wer nun wie wir denkt, dass es jemanden in Köln gibt, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, jemanden, den man eigentlich wegschließen müsste, auf dass niemand von diesem jemand belästigt werde, der hat natürlich recht. Ob dieser Jemand die Gleichstellungsbeauftragte ist, ist eine Frage, die man nur dann beantworten kann, wenn man analysiert, wer niemand ist und nicht einmal jemand sein will.

Anlass war unser Beitrag über die TU-Darmstadt von gestern:

Die Dummen sterben nicht aus

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