Muss heutzutage alles schwul oder gender sein?

Vor 40 Jahren hat Freddie Mercury jenes Lied geschrieben, das die “Night at the Opera” unvergesslich gemacht hat.

The Bohemian Rhapsody

Die Bohemian Rhapsody ist nicht nur musikalisch besonders, sie hat auch einen Text, der denen, die der englischen Sprache mächtig sind, seit nunmehr 40 Jahren Rätsel aufgibt.

Dabei ist der Text “straight forward”, wie Roger Taylor immer einmal wieder gesagt hat.

Und in der Tat:

Mama, just killed a man,
Put a gun against his head,
Pulled my trigger, now he’s dead.
Mama, life had just begun,
But now I’ve gone and thrown it all away.

Mama, ooh,
Didn’t mean to make you cry,
If I’m not back again this time tomorrow,
Carry on, carry on as if nothing really matters.

Too late, my time has come,
Sent shivers down my spine,
Body’s aching all the time.
Goodbye, everybody, I’ve got to go,
Gotta leave you all behind and face the truth.

Mama, ooh (anyway the wind blows),
I don’t wanna die,
I sometimes wish I’d never been born at all.

Mama, ich habe gerade einen Typen umgebracht, eine Pistole an seinen Kopf gehalten und den Abzug betätigt. Jetzt ist er tot. Mama, das Leben hatte gerade begonnen, und jetzt habe ich es weggeworfen … usw.

Straight forward eben.

Nun enthält die Bohemian Rhapsody auch Teile, die selbiger Roger Taylor immer als Nonsense bezeichnet hat, während Brian May bis heute der Ansicht ist, dass er nicht versteht, worum es in der Bohemian Rapsody eigentlich geht.

Bohemian Rhapsody is a Parody Song
submitted 2 years ago by arin3
This idea isn’t mine, but I have been pondering it and it makes sense. Freddie always said the song was just a bunch of lyrical nonsense, whereas the drummer, Roger, claimed it was ‘straightforward’; this is implying that the song is just about a guy who kills someone, like it says in the lyrics.
The theory is that the song is a satire of opera. The beginning ballad and rock part at the end is making fun of over-dramatisation; the operaic bit mimicking the nonsensical structure of how an opera is written. The title, Bohemian Rhapsody may be parodying a classical piece called Hungarian Rhapsody.
I could analyse possible interpretations of the song all day, but I thought I’d share this one.

Also wird interpretiert, seit Jahrzehten wird nun interpretiert, ob die Bohemian Rhapsody eine böse Satire auf die Oper ist oder einfach nur fun. Dabei ist jede Intepretation so etwas, wie ein Spiegel der Zeit, in der die Interpretierenden leben.

Und weil dem so ist, deshalb wird neuerdings behauptet, die Bohemian Rhapsody, das sei das Lied, in dem Freddie Mercury sein Coming Out hat, in dem er der Welt und vor allem seiner Mutter mitteilen wolle, dass er den heterosexuellen Freddie getötet und durch den schwulen Freddie ersetzt hat.

Tatsächlich hat Freddie Mercury den schwulen Freddie getötet, mit den Folgen von AIDS …

Ist das nicht ein schönes Armutszeugnis für die Zeit, in der wir leben, dass alles, was irgendwie geht, als schwules Coming Out, als Beleg für GenderDingsDa oder sonst einen politisch korrekten Unfug interpretiert wird?

Aber vermutlich hat Freddie Mercury vorhergesehen, dass er in vielfältigster Weise von Aktivisten missbraucht werden wird, die leider nicht über die Talente verfügen, die es ihnen erlauben, etwas Eigenes beizutragen und hat deshalb das folgende Lied geschrieben:

“I’m Going Slightly Mad”

When the outside temperature rises
And the meaning is oh so clear
One thousand and one yellow daffodils
Begin to dance in front of you – oh dear
Are they trying to tell you something?
You’re missing that one final screw
You’re simply not in the pink my dear
To be honest you haven’t got a clue
I’m going slightly mad
I’m going slightly mad
It finally happened – happened
It finally happened – ooh oh
It finally happened – I’m slightly mad
Oh dear!
I’m one card short of a full deck
I’m not quite the shilling
One wave short of a shipwreck
I’m not at my usual top billing
I’m coming down with a fever
I’m really out to sea
This kettle is boiling over
I think I’m a banana tree
Oh dear, I’m going slightly mad
I’m going slightly mad
It finally happened, happened
It finally happened uh huh
It finally happened I’m slightly mad – oh dear!
I’m knitting with only one needle
Unravelling fast its true
I’m driving only three wheels these days
But my dear how about you?
I’m going slightly mad
I’m going slightly mad
It finally happened
It finally happened oh yes
It finally happened
I’m slightly mad!
Just very slightly mad!
And there you have it!

Und das sagt Brian May zur Behauptung, die Bohemian Rhapsody sei Freddie Mercury’s geheimes Coming Out gewesen:

“Rubbish!”.

And there you have it!

Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise
Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

7 Responses to Muss heutzutage alles schwul oder gender sein?

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Muss heutzutage alles schwul oder gender sein?

  2. Offenbar sind meine Empfindungen politisch inkorrekt. Als mir ein Mitschüler Queen vorspielte, war mir die Stimme gleich unsympathisch und ging mir gegen den Strich. Erst sehr lange Zeit später las ich weswegen.
    Doch lassen wir Dinge, die private Geschmackssache sind. “Muß heute alles schwul oder gender sein?” Für politische Korrektheit sicherlich. Wenn wir jedoch die Kräfte des Lebens verstehen wollen, die Familie und Gesellschaft entstehen lassen, zusammenhalten, neue Generationen hervorbringen und ihnen eine lebenswerte Welt bieten, dann müssen wir solche ideologischen Konstrukte einer ebenso ideologische Epoche abstreifen und nachdenken. Weit genug zurücktreten, um einen klaren Blick zu haben… Das ist das Vorhaben der Buchreihe “Die beiden Geschlechter” mit Bänden wie “Kultur und Geschlecht”, “Ideologiekritik am Feminismus”, “Die Genderung der Welt” und hoffentlich bald gedruckt “Die Unterdrückung der Männer”.
    Eine Voraussetzung, zu den Kernfragen des Lebens vorzudringen, ist es, die falsch gestellten Fragen zu überwinden. Wer aus einer ideologischen Perspektive mit ebensolchen Begriffen fragt, wird nie eine gescheite Antwort finden.

  3. Gernot Meyer says:

    Wäre es nicht langsam an der Zeit für eine gender-konforme Koran-Auslegung? Die Zeit drängt. Und einen Widerspruch können sich Genderisten aus Gründen der politischen Korrektheit nicht leisten. Bin gespannt.

    • Striesen says:

      Vermutlich ist auch dem fanatischsten Genderisten das Unseriöse seiner Anmaßungen tief im Innersten bewusst. So hätte er z. B. konsequenterweise im Zusammenhang mit der kritischen Edition eines gewissen Werkes auf eine Übertragung in geschlechtergerechte Sprache und die Entlarvung patriarchaler Zwangsstrukturen dringen müssen. Nun steht die Neuausgabe unmittelbar bevor und nicht einmal ein laues Fürzchen war aus dieser Richtung zu vernehmen.

    • rote_pille says:

      Dann schließen wir uns halt Voldemorts Todessern an, die Malfoys werden die schließlich nicht so schnell ersetzen lmao. Und btw: wir sollten sowieso auf die dunkle Seite der Macht wechseln, da die Tussis jetzt auch im Jediorden übernommen haben.

  4. Pingback: JAWOs Links am Mittwoch – KW 51/52 in 2015 - NICHT-Feminist

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar