Gleichschaltung auf evangelisch: Die EKD hat Toleranzprobleme

Das ganze Elend der heutigen religiösen Funktionäre hat im 16. Jahrhundert damit begonnen, dass Francis Bacon den Empirismus als Grundlage eines rationalen Denkens durchgesetzt hat. Die Aufklärung, die daraus entstanden ist, sie hat das Offenbarungsmodell der Erkenntnis, wie es Hans Albert nennt, einfach vom Tisch gewischt.

Albert TraktatDer Frust der religiösen Funktionäre muss entsprechend gewesen sein. Man muss sich das in der Realität vorstellen: Bis gestern waren Sie noch der einzige in der Gemeinde, der lateinisch lesen konnte und der die Bibel mit Blick auf die Realität so auslegen konnte, wie es (für sie) richtig ist. Und dann kommen dieser Bacon und seine Anhänger und behaupten, jeder Mensch sei selbst in der Lage, zu erkennen, was in der Realität richtig ist. Man könne Theorien über die Wirklichkeit unabhängig von der Bibel und durch Wahrnehmung, nicht durch Auslegung der heiligen Schrift aufstellen. Vom damit einhergehenden Bedeutungsverlust haben sich religiöse Funktionäre bis heute nicht erholt.

Bis heute kämpfen religiöse Funktionäre damit, dass es „vielfältige Interpretationsmöglichkeiten und Auslegungen der Bibel“ (154) gibt und gläubige Menschen die Bibel einfach vor dem Hintergrund ihrer eigenen „religiösen Überzeugungen“ (154) also selbst auslegen. Was dadurch passieren kann hat die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) gerade durch eine qualitative Studie herausgefunden: Die evangelischen Christen vor Ort, sie kommen zu anderen Schlüssen und Ergebnissen, wenn sie die Bibel auslegen, als die EKD.

Man muss sich das einmal vorstellen: Die EKD verkündet Positionen, die Synode der EKD segnet sie ab und die Gläubigen vor Ort, sie glauben sie nicht. Sie denken selbst, übernehmen nicht, was ihnen vorgegeben ist. Alles wegen dieser sch… Aufklärung und diesem elendiglichen britischen Empiristen, der den Menschen eingeredet hat, sie könnten unabhängig von der EKD und nur auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrung zu Erkenntnissen über die Welt gelangen.

Diese erschreckenden Ergebnisse einer missglückten Gleichschaltung, hat eine qualitative Studie zum Vorschein gebracht, aus der die Zitate von oben stammen.

Die qualitative Studie wurde von Olaf Lobermeier, Jana Klemm und Rainer Strobl im Auftrag der EKD durchgeführt. Die drei gehören zur Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation (proVal). Dass eine qualitative Studie durchgeführt wird, bedeutet in der Regel, dass die Autoren die Absicht haben, weitreichende Behauptungen auf dünner Basis aufzustellen und vor allem keine Lust haben, sich der Fachkontrolle zu stellen, der man sich stellen müsste, wäre die Studie auf Basis quantitativer Daten erstellt worden. Jedoch haben qualitative Studien den Vorteil, dass man viel Geld für viel Text und wenig Erkenntnis verlangen kann, wobei die Erkenntnis, dass der christliche Glaube nicht „per se vor Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie schützt“ (151), der absolute Brüller ist. Hat das jemand geglaubt?

Wie dem auch sei, wir sind beim Thema der teuren Studie (wir schätzen die Kosten im sechsstelligen Bereich), die zeigt, auch die EKD hat keine anderen Sorgen als die drei genannten: Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie, das sind die Themen, die den bestbezahlten Funktionären der evangelischen Kirche besonders am Herzen liegen.

Und um herauszufinden, ob Mitglieder der evangelischen Kirche in Dorf, Kleinstadt und Großstadt und auf Basis ihres gelebten Glaubens anfällig sind, anfällig für Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie, deshalb haben die EKD-Funktionäre wohl einen sechsstelligen Betrag locker gemacht und die drei von proVal beauftragt, die wiederum 25 (!sic) Interviews durchgeführt und in drei Fokusgruppen insgesamt 48 Hanseln zusammengetrommelt haben. Selbstverständlich kann man auf Grundlage von drei Fokusgruppen und 25 Interviews keinerlei Aussagen machen, die Unterschiede zwischen Dorf, Kleinstadt und Großstadt generalisieren, aber man kann es den EKD-Funktionären dennoch verkaufen.

Fokusgruppen sind der Schrei in der qualitativen Forschung, denn dafür kann man so richtig viel Geld verlangen. 18 Mitglieder aus einer evangelischen Gemeinde einer Großstadt müssen z.B. an einen Ort gekarrt werden, dort verpflegt werden, sie müssen mit intelligenten Fragen wie „Was halten Sie vom Islam?“ traktiert werden, ihre Antworten gefilmt, anschließend transkribiert und das ganze dann ausgewertet werden, viel Zeit, viel Text, viel Geld. Da wird so mancher Sozialforscher zum Dagobert Duck mit Eurozeichen in den Augen.

Die Ergebnisse, die am Ende stehen, sind zwar in der Regel sehr dürftig, denn was will man auf Grundlage von drei Fokusgruppen und 25 qualitativen Interviews groß aussagen und vor allem erschließen, aber es geht ja nicht um Ergebnisse, sondern um Aufwand, denn nur Aufwand kann abgerechnet werden.

Grounded TheoryDie Show derart qualitativer Sozialforschung verlangt dann noch einen methodischen Popanz, der im vorliegenden Fall mit der Grounded Theory geliefert wird, einer Methode, die – wäre sie von den Autoren angewendet worden, mit Sicherheit 10Mal so viel Papier gefüllt hätte, als sie mit ihrem Abschlussbericht gefüllt haben. Die Grounded Theory ist vermutlich die am häufigsten missbrauchte und verbogene Methode, einfach deshalb, weil sich nicht einmal ihre beiden Erfinder Barney Glaser und Anselm Strauss mehr darüber einig sind, was damit eigentlich gemacht wird und wie es gemacht wird. Allerdings wären beide entsetzt, wenn man ihnen erklären würde, dass das Herz der Grounded Theory „der ständige Vergleich“ sei, eine Meinung, der die drei von proVal anhängen.

Wie dem auch sei, die drei von proVal haben den religiösen Funktionären der EKD erzählt, sie hätten die Grounded Theory zur Anwendung gebracht und Letztere haben es geschluckt. Klingt auch gut. Grounded Theory. Wieso eigentlich Theory? Nun, das hat damit zu tun, dass die Methode eigentlich entwickelt wurde, um von qualitativen Interviews, also von viel Text, durch ständige Abstraktion und auf induktivem Wege zu einer Theorie zu gelangen, die man dann am eigenen Material und durch ständigen Vergleich testen kann. Nun ja, bei proVal ist die Theorie eben unten durchgefallen.

Herausgekommen ist eine qualitative Untersuchung über die 25 Gemeindemitglieder der evangelischen Kirche und 48 Gemeindemitglieder, die sich in drei Fokusgruppen eingefunden haben, mit der sich die Autoren ihre eigenen Vorurteile bestätigt haben, nämlich dahingehend, dass in evangelischen Gemeinden Antisemiten und Homophobe sitzen, die auch den Islam nicht gut finden. Letzteres ist nützlich für Nachfolgeaufträge, mit denen die evangelischen Christen „fachlich“ dabei unterstützt werden, die richtige Meinung, also die der EKD-Funktionäre zu erlernen, denn die evangelischen Christen haben Meinungen, die man nicht tolerieren kann.

So haben die angeblichen Sozialforscher festgestellt, dass die 25 Interviewten und 48 Fokusgegruppten nicht nur die Informationen der EKD, die dazu da sind, die richtige Position festzulegen, ignorieren und sich statt dessen eine eigene Meinung bilden, nein, sie haben auch festgestellt, dass die Interviewten dies auf Basis von keinen eigenen Erfahrungen und auf Grundlage einer geringen Informiertheit tun.

Es ist eine häufig anzutreffende Tendenz in qualitativen Studien, dass die angeblichen Forscher ihre Befragten nur dazu benötigen, um ihnen allerlei Gemeinheiten zu unterstellen und im vorliegenden Fall letztlich zu homophoben, islamhassenden und antisemitischen Fundamentalchristen zu stilisieren. Es ist nur selten so einfach, dieses Ansinnen zu entlarven, wie im vorliegenden Fall.

Nehmen wir z.B. den Befragten 7 aus der Fokusgruppe „Dorf“, den proVal im Namen der EKD befragt hat, als Beispiel für die geringe Informiertheit und nicht vorhandene eigene Erfahrung, die sein Urteil so idiotisch macht. B7 sagt:

„Also als Deutscher ist man ja so ein bisschen drauf erzogen, sage ich mal in Anführungszeichen, nicht so israelkritisch zu sein. Aber … Vielleicht war ich das auch mal ein bisschen so und habe das immer so auch eher so betrachtet: ’Die haben den Holocaust erlebt‘ und so. Bis ich mal unten war und das selber erlebt habe. Also muss ich das sehr negativ beurteilen, wie Israel das macht. Die machen ja im Prinzip mehr oder weniger jetzt das, was ihnen angetan wurde“ (121).

Man fragt sich, ob die drei proValer, die B7 als Antisemitien abstempeln, der die Häresie begangen hat, einen Verbindung zwischen der Art und Weise, wie Juden im Dritten Reich behandelt wurden und der Art und Weise, wie der Staat Israel heute Palästinenser behandelt, herzustellen, ihre Urteil „B7 sei Antisemit“ auch mit eigener Erfahrung, die sie vor Ort gesammelt haben, begründen können. Tatsächlich macht B7 eine empirische Aussage auf Grundlage eigener Beobachtung und Erfahrung, eine Aussage, die man prüfen kann. Und da ist er wieder, dieser britische Empirismus, der davon ausgeht, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich ein eigenes Urteil auf empirischer Grundlage zu bilden, so dass man, wenn man zu unterschiedlichen Urteilen kommt, erst einmal prüfen müsste, ob die empirische Basis dieselbe ist, bevor man das Gegenüber als Antisemit beschimpft. Mit Prüfen haben es die drei proValer nicht so. Sie stigmatisieren lieber: Antisemit lautet das Etikett im vorliegenden Fall.

Den am besten bezahlten religiösen Funktionären der EKD gefällt derartiges natürlich nicht. Sie haben nicht nur die Maxime ausgegeben, dass der evangelische Christ sich jeglicher Wertung dessen, was Israel in Palästina tut, enthält, sie haben auch erklärt, dass der evangelische Christ nicht antisemitisch und homophob ist.

Ist er aber, der evangelische Christ, jedenfalls einer, der die Fokusgruppe einer Kleinstadt bestückt hat, ist es nach Ansicht der proValer. Hat sich der evangelische Christ doch darüber beklagt, dass man mit seiner Meinung, nach der Homosexualität grundlegenden Werten von Familie und Zusammenleben widerspricht, gleich als „intolerant und … abgestempelt wird“ (99). Und wo wir gerade beim Abstempeln sind, natürlich wird der Fokusgruppenteilnehmer von den drei angeblichen Forschern als intolerant abgestempelt, äußert er doch Kritik, und zwar wertrationale Kritik, die die Folgen homosexueller Ehe für die Familie zum Gegenstand hat.

Dazu haben die drei proVals zu sagen:

ekd“Die Akzeptanz gegenüber Menschen mit homosexuellen Orientierungen wird hier sehr kritisch beurteilt. Ein nachfolgender Redner schließt sich dem an und verstärkt den ablehnenden Rahmen noch, indem er vor dem „Zerfall der Familie“ warnt. Darin wird er von einem anschließenden Sprecher bestätigt. Einer solchen Auffassung wird im weiteren Verlauf der Diskussion auch nicht widersprochen. Einem weiteren Teilnehmer zufolge bekommt das Thema „Homosexualität“ in den Medien zu viel Aufmerksamkeit. Beide Auffassungen, die einen ablehnenden Rahmen mit Blick auf Homosexualität unterstützen, werden in der eigentlichen Diskussionssequenz zum Umgang mit Homosexualität wieder aufgegriffen. Neben Homosexualität als Gegensatz zu einem „natürlichen Bild von Familie“ findet sich in ablehnender Weise der Verweis auf das Alte bzw. Neue Testament sowie die Auffassung, dass es sich um eine nicht gottgewollte sexuelle Orientierung handelt.“

Offensichtlich verbindet sich für gläubige Christen, selbst wenn sie evangelisch sind, ein Wertproblem mit der Heirat von Homosexuellen bzw. Homosexualität als solcher. Indes sagt keiner der Interviewten, er wolle Homosexualität verbieten. Die Befragten haben lediglich moralische Überzeugungen und hängen Werten an, die sich mit Homosexualität nicht vereinbaren lassen, und das ist offensichtlich falsch. Das kann nicht akzeptiert und vor allem nicht toleriert werden, da die EKD anscheinend das Ziel verfolgt, ihre Schäfchen in Lemminge zu transformieren und eine Gleichschaltung der Meinungen durchzuführen, die an die Zeit erinnert als es noch Priestern oblag, die Bibel auszulegen und das Leben der Menschen in ihrer Gemeinde zu strukturieren und zu bestimmen. Wahrlich, wir sagen Euch, wie Ihr zu denken habt, welche Meinungen ihr zu haben habt und welche Überzeugungen ihr zu vertreten habt.

Wir leben im 21. Jahrhundert, und im 21. Jahrhundert gilt ein Mensch, dessen Wertgerüst es ausschließt, christliche Institutionen wie die Ehe für Homosexuelle zu öffnen, als homophob und einer, der in den mittleren Osten gereist ist und vor Ort gesehen hat, wie der Staat Israel mit Palästinensern umgeht und deshalb eine kritische Sicht auf Israel einnimmt, gilt als Antisemit. Wir nähern uns in Windeseile der geistigen Haltung des Zeitalters der Kreuzzüge.


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13 Responses to Gleichschaltung auf evangelisch: Die EKD hat Toleranzprobleme

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  2. gunst01 says:

    Zum Glück wird sich diese Form des Glaubens ab 2078 überlebt haben, denn dann ist dre Frühlingspunkt zum ersten mal im Sternbild Wassermann. Der Frühlingspunkt hat in den letzten 7000 Jahren die Religion bestimmt und nicht irgendeine Umfrage.

    • Was war den vor 7000 Jahren religiös so in?

    • Bill says:

      Es wäre mir neu, dass wir aus der Zeit um 5000 v.Chr. auch nur einigermaßen genaue Kenntnisse der damaligen weltweiten(!) religiösen Vorstellungen hätten.
      Ohne diese können wir aber nicht festellen ob es auch nur eine Änderung gegeben hätte geschweige Aussagen machen was geglaubt wurde.
      Die mir bekannten Funde lassen keine gravierenden Änderungen der Glaubensinhalte erkennen.
      Da mir dazu aber (zu) wenig bekannt ist, lasse ich mich gerne belehren.

  3. lernender says:

    Ich schick Ihnen demnächst das Schreiben des örtlichen Pfarrers zu meinem Kirchenaustritt.

    Hier nur ein Auszug:

    „Aus unseren Erfahrungen erlaube ich mir noch eine Bitte und Hinweis. Sprechen Sie über Ihren Kirchenaustritt bitte mit Ihren Angehörigen. Es kommt immer wieder vor, dass erst bei Taufe, Kommunion, Firmung etc..der Kirchenaustritt eines Angehörigen bekannt wird und dann eine peinliche Betroffenheit entstehen kann“

    Ich war der letzte meiner Angehörigen, der aus der Kirche ausgetreten ist.

  4. corvusalbusberlin says:

    Oder im Todesfall ! Das könnte dann richtig peinlich werden.

  5. Sven Kuchary says:

    Die offizielle evangelischen Kirche predigt alles „Gute“: vom Klimaschutz über Gender Mainstreaming, von Gender Pay Gap bis Islam ist Frieden, von Toleranz und Multikulti, nur von Jesus Christus nicht mehr.

  6. Peisistratos says:

    Diese Studie habe ich mit Entsetzen gelesen – der Kritik von Sciencefiles kann man sich nur anschließen.

    Zwei Zuckerstücke möchte ich hier noch anfügen. Unter Abschnitt 2.4 »Forschungsfragen«, S. 18, heißt es: »Die genannten quantitativen Untersuchungen geben keinen Aufschluss darüber, aus welchen persönlichen Motiven und vor welchem Hintergrund sich die Befragten als religiös bezeichnen, wie ihre religiöse Praxis aussieht und in welchem Umfeld und unter welchen Bedingungen sie ihre Religiosität leben« (darüber, dass das Verbum »leben« auch hier modern-schick transitiv gebraucht wird, darf sich ja eigentlich schon nicht mehr aufregen). Einige Zeilen weiter wird dann als Frage formuliert: »2. Wie hängen individuelle Glaubensüberzeugungen und Glaubenspraktiken mit der Ausprägung von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie zusammen?« Oben hieß es doch noch, man könne über die Glaubensüberzeugungen und Praktiken der Interviewteilnehmer keine Aussagen machen…

    Bezeichnend finde ich, was in Abschnitt 5.5 über das liberal-tolerante-großstädtische Milieu gesagt wird (S. 154): »Dieselben Diskursprinzipien, die Offenheit und Toleranz nach außen sicherstellen sollen, grenzen jedoch nach innen die Kirchenmitglieder, die zu diesen Fragen eine weniger offene oder auch eine vorurteilsbehaftete Meinung vertreten, aus. Während der Rahmen nach außen für das Ideal einer pluralistischen Kultur steht, wirkt er nach innen in Richtung einer homogenen, konfliktlosen Gemeinschaft.« Aber Sciencefiles sagt das ja schon immer, ohne teuere qualitative Studien.

    Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Aber als Katholik mit wachem Verstand muss ich ja die EKD nicht fragen, warum sie die Bekämpfung von GMF (großartiges Kürzel!) wichtiger nimmt als die Verkündigung von Inkarnation und Auferstehung. Denn praktizierte Nächstenliebe heißt nicht, dass ich die Werte des Nächsten gutheißen muss.

  7. corvusalbusberlin says:

    @Herrn Klein „……wie der Staat Israel mit Palästinensern umgeht….“

    Und nicht erst seit gestern oder vorgestern. Bereits 1969 sagte Golda Meir :
    „SO ETWAS WIE EIN PALÄSTINENSERVOLK GIBT ES NICHT , HAT NIE EXISTIERT. “

    Ein sehr interessantes Buch zu diesem Thema von Ilan Pappe
    „Die ethnische Säuberung Palästinas.“ bei Zweitausendeins

  8. Bill says:

    „Das ganze Elend der heutigen religiösen Funktionäre hat im 16. Jahrhundert damit begonnen, dass Francis Bacon den Empirismus als Grundlage eines rationalen Denkens durchgesetzt hat. Die Aufklärung, die daraus entstanden ist, sie hat das Offenbarungsmodell der Erkenntnis, wie es Hans Albert nennt, einfach vom Tisch gewischt.“
    Mir scheint, dass in der modernen Philosophie und dem Denken ganz allgemein wieder ein Zurückschwingen des Pendels zu prä-Empirie zu sehen ist.
    Die sich um sich selbst drehenden, Texte immer nur wieder neu auslegenden, Denkschulen der Moderne klingen für mich in ihrem Stil mehr nach Hagiographie als nach Forschung.

  9. Heike Diefenbach says:

    Bei aller Kritik an der EKD und denjenigen, die diese Studie verbrochen haben, sollten wir auch einmal diejenigen protestantischen Christen würdigen, die das 8. Gebot (noch) ernstnehmen und nicht einfach erzählen, was der Zeitgeist in der Variante des establishments (und damit auch der EKD) hören möchte – damit man seine Ruhe hat und von Beschimpfungen verschont bleibt:

    Die Befragten haben immerhin den Mut gehabt, ihre Meinung zu sagen und ihrem Gewissen zu folgen, vermutlich wohl wissend, dass sie damit der „offiziellen Linie“ und dem, was EKD oder angebliche Sozialforscher hören wollen. Wie man hört, ist das in Deutschland inzwischen ja nicht mehr selbstverständlich.

  10. Jürg Rückert says:

    > … dass der christliche Glaube nicht „per se vor Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie schützt“ <
    Christentum schützt nicht vor Christenfeindlichkeit, das ist zu ergänzen. Das war von Anfang an so. Zur Zeit eines Martin von Tours wurde ein häretischer spanischer Bischof von seinen christlichen Brüdern verbrannt. Heute werden „gestrige Christen“ stigmatisiert und stumm geschaltet, eine Verbrennung ohne Rauch und Feuer.

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