Dummdeutsch: Neues aus der Gender-Anstalt

Irgendwie müssen wir auf eine Mailing-Liste gerutscht sein, über die Genderisten ihre neuesten Werke verschicken oder über die sie versuchen, normale Menschen dazu zu bewegen, sich in die Gender-Anstalt zu begeben und dort um ihren Verstand zu kommen.

Die zwei Highlights der laufenden Woche wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten.

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Best Practice for Glass Ceilings: WORK!

„Was: Konferenz ‚Women in Tech: Breaking the Glass Ceiling‘
Wann: Dienstag, 14.03.2017, Einlass ab 14.30 Uhr
[von Auslass steht nichts in der Mail]
Wo: Berliner Freiheit – Berliner Freiheit 2, 10785 Berlin
RSVP: bis zum 09. März 2017 per Mail“

Berlin ist immer eine Reise wert, so hieß er früher.

Heute muss man ergänzen, dass Berlin als Hochburg des politisch-korrekten Irrsinns für all diejenigen eine Reise wert ist, die ihren Verstand nicht sonderlich achten und ihm auch dann, wenn sie ihn verloren haben, nicht viel Wert beimessen.

Wer also the Glass Ceiling breaken will, wobei es sich vermutlich um eine neue Form des Break Dance handelt, die im Women-Tech[no]-Style aufgefummelt wurde, der kann dies in Berlin tun, sich an Dummdeutsch wie dem folgenden berauschen und sich anschließend von seinem benebelten Verstand verabschieden:

„Was sind die Herausforderungen, vor denen insbesondere Frauen im Technologiebereich stehen? […] Wo liegen die größten Potenziale und was sind bewährte Praktiken? Diesen Fragen möchten die Initiatoren von F-LANE, dem ersten europäischen Accelerator für Female Empowerment, gemeinsam mit spannenden Speakern aus Politik und Wirtschaft, sowie interessierten Gästen am 14. März 2017 nachgehen.“

Also wir haben auch einen Accelarator für Empowerment mit Speakern (unter Spannung) in unserer Redaktion. Auf 100 Watt werden digitale Informationen empowered, damit wir uns über die Speaker die volle Dröhnung geben können, von: Mad World.

Sind Sie auch ein Accelerator für Empowerment? Speaken Sie zu uns.

Cover 1_17.pngAus Österreich erreicht uns Werbung für ein feministisches Magazin mit dem geschmacklosen Titel: an.schläge.

Geschmack und Feminismus sind seit jeher getrennte Dinge. Das mag ein Grund für die umfassende Deprivation derjenigen sein, die sich für Feminismus begeistern.

Was „an.schläge“ betrifft, den Versuch wohl kleiner Gören, wie Arnold Schwarzenegger aka der Terminator zu erscheinen, so können wir uns dem Kommentar in der neuesten Ausgabe von an.schläge nur anschließen:

„an.sage: Real Shit
Er ist echt[,] und es ist ernst. Von LEA SUSEMICHEL“ [Am I supposed to believe that this is a real name?]

Die Gesellschaft ist in Teilen so abstrus und anormal. Man könnte sie in der Weise, in der sie sich präsentiert, nicht erfinden oder erdenken, die menschliche Rationalität würde es verhindern. Derartiger Unsinn wuchert nur im Irrationalen, denn das Irrationale ist ein Accelerator für das Empowerment von Irrsinn…

Rot-grüne Studenten wollen Gotteslästerung an Hochschulen unter Strafe stellen

Mit Religion ist untrennbar die Kritik an der Religion verbunden, denn: Der bedingungslose Glaube an Phänomene, die sich der Empirie und damit der Prüfbarkeit entziehen, ist nicht jedermanns Sache. Vor allem ist der Glaube an die entsprechenden Phänomene, die in Religionen zumeist mit dem Begriff „Gott“ bezeichnet werden, etwas, was mit Wissenschaft nicht vereinbar ist, denn in der Wissenschaft geht es um Erkenntnis, also um geprüftes Wissen über Zusammenhänge in der Natur oder im sozialen Leben. Es geht nicht darum, sich vorzumachen, man könne dieses Wissen durch einen Glauben an etwas, was sich menschlicher Erkenntnis entzieht, ersetzen.

burned-at-the-stakeWissenschaft und Religion sind jedoch nicht nur im Hinblick auf die Frage nach der Erkenntnis Gegenpole. Sie sind auch im Hinblick auf die Rolle von Individuen und Fragen der Macht inkommensurabel. Wissenschaft ist ein individualistisches, ein liberales Unterfangen, an dem jeder, der die Methode der Wissenschaft beherrscht und bereit ist, empirische Fakten als die Macht anzuerkennen, die seine Erkenntnis konstituiert, mitmachen kann. Religion ist im Gegensatz dazu ein hierarchisches und kollektives Unterfangen, in der diejenigen, die auf höheren Stufen der Hierarchie angekommen sind, per Textauslegung und Exegese, den Gläubigen vorgeben, was richtig und was falsch ist. In den meisten Religionen geht es gerade nicht darum, Individuen die Freiheit einzuräumen, einen eigenen Glauben zu definieren und die dazugehörige Auslegung einer Sammlung heiliger Schriften vorzunehmen, es geht darum, Individuen die Freiheit eigener Glaubensdeutung zu nehmen, sie auf einen gemeinsamen Katechismus und damit eine gemeinsame Glaubenssicht auf die Welt zu verpflichten. Deshalb sind Religion und Wissenschaft unvereinbar.

Und deshalb argumentieren wir seit nunmehr fast sechs Jahren gegen den Genderismus, der an Hochschulen nichts zu suchen hat. Denn: Genderismus ist eine Religion, was sich schon daran zeigt, dass die Gender-Gläubigen nicht in der Lage sind, einfachste Fragen nach Erkenntnisinteresse und Methode der Gender Studies zu beantworten. Wie alle Religionen besteht Genderismus aus einem festen Set von Glaubensinhalten, die vor jeder Kritik immunisiert werden müssen und aus denen die allein seligmachende Art und Weise, zu leben, abgeleitet wird. An dieses Set von Glaubensinhalten muss man glauben, denn sie sind weder prüf- noch falsifizierbar. Ein weiterer Grund, warum Genderismus eine Religion ist.

Vermutlich sind Genderismus, Sozialismus und Ökofaschismus deshalb so eng miteinander verwoben, weil sie drei Spielarten derselben Glaubensrichtung sind, einer Glaubensrichtung, die Individuen verachtet und nur Kollektive gelten lässt, eine Glaubensrichtung, in der Macht und Herrschaft dadurch gesichert werden soll, dass es einen Kanon der ewigen und unhinterfragbaren Wahrheiten gibt, der von Hohepriestern gehütet und bewacht wird, der als Rechtskanon genutzt wird, um diejenigen, die den Kanon nicht achten, nicht glauben oder gar der Ansicht sind, er sei Blödsinn mit mindestens religiösem Eifer und zuweilen auch dem Schwert oder Verbrennen am Stab zu verfolgen. Abermals gibt es nichts, was Religion und Wissenschaft verbindet.

Dennoch nisten sich neuerdings Gläubige an Hochschulen ein, versuchen sie, Hochschulen zu übernehmen und zu Pilgerstätten des Genderismus oder Kultstätten der Rassismuskritik umzufunktionieren. Die Glaubens-Allianz mit Sozialismus und Ökofaschismus war ihnen dabei in hohem Maße hilfreich, um z.B. die Position des politischen Kommissars, die Lenin einst geschaffen hat, um die Kontrolle seiner Staatsreligion über alle Bereiche der Gesellschaft zu üben, in Form von Gleichstellungsbeauftragten wiederzubeleben.

Der nächste Schritt, der nun folgen soll und der in Österreich bereits begangen wurde, besteht nun darin, diejenigen, die an Hochschulen sind, weil sie etwas lernen wollen, weil sie nach Erkenntnis und eben nicht nach dem richtigen Genderglauben streben, zu verfolgen und dann, wenn sie ihren Zweifel am wahren Genderglauben öffentlich machen, mit Konsequenzen zu bedrohen. Kurz: Gotteslästerung soll an Hochschulen als zu ahndender Tatbestand eingeführt werden, Lästerung am Gendergott.

Wie alle Religionen, so lebt auch die Genderreligion von den Mitläufern, von denen, die bereit sind, die Drecksarbeit zu machen, damit die Inquisitoren der Genderreligion einerseits genügend Material haben, um sich zu erregen, andererseits nicht genötigt sind, sich die Finger schmutzig zu machen.

Die studentischen Mitläufer, die ihren Lebenssinn und ihre Identität aus ihrer Zuordnung zur Genderreligion gewinnen, sie führen in Österreich bei Sitzungen der Österreichischen Hochschülerschaft penibel Protokoll über diejenigen, die nicht wie sie der Genderreligion anhängen. Die studentischen Genderspione beobachten die Ungläubigen dabei administrativ geordnet, über die Funktionen von Protokollführer, Mandatar und Berichterstatter. Die interne Hierarchie soll den kleinen studentischen Spionen den Eindruck vermitteln, sie hätten irgend eine Form von Status, sie seien wer, seien etwas anderes als ein kleiner Spion, der die Drecksarbeit macht.

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In diesem Hochgefühl führen die Genderspione penibel Buch über die Geschlechtsverteilung in Plenum und bei Wortmeldungen, protokollieren sie jede Reaktion auf Wortmeldungen der Genderreligiösen, die als Lästerung am Gendergott angesehen werden kann: Grimassen und verdrehte Augen, die zeigen, dass der Grimassen Schneidende oder die Augen Verdrehende die Genderreligion für Blödsinn hält, werden ebenso protokolliert, wie die mangelnde Aufmerksamkeit für die Genderreligion. Denn schreibt ein Student während einer Sitzung der Österreichischen Hochschülerschaft demonstrativ eine SMS während das Heil der Genderreligion verkündet wird, dann ist das als sonstige Störung zu erfassen und nachträglich zu ahnden. Natürlich werden auch die schlimmsten Frevel an der Genderreligion penibel protokolliert: sexistische Wortmeldungen und die Nutzung einer normalen und keiner gendergerechten Sprache gelten als schlimmste Formen der Häresie am Gendergott.

Leider ist das, was wir hier beschreiben, kein Scherz, schon weil man als normaler Mensch auf den Irrsinn, den sich die Gendergläubigen jeden Tag aufs Neue ausdenken, nicht kommen kann. Leider ist es die Neuauflage einer Geisteshaltung, die Philosophen wie Francis Bacon und Immanuel Kant überkommen wollten und die seit der Emanzipation der Wissenschaften und ihrer Ablösung von Religion im Zeichen der Aufklärung des 16. und 17. Jahrhunderts, die einen unglaublichen Wissensschub nach sich gezogen hat, aus der Wissenschaft ausgemerzt schien. Rot-grüne Studenten, die dem Gendergott huldigen, wollen zurück ins Vor-Mittelalter, zurück in die Zeit der Inquisition und der Gotteslästerung, die noch 1751 im Codex Juris Bavarici Criminalis wie folgt beschrieben wurde:

Gotteslästerung liegt dann vor, wenn „man von Gott selbst, dessen göttlichen Eigenschaften oder seinen Heiligen fürnehmlich der seeligsten Jungfrau Maria Mutter Gottes oder von dem Christlich-Katholischen Glauben, dessen Artikeln und Geheimnissen, der Heil. Schrift dem wahren Gottesdienst, oder auch von anderen Dingen in Absicht auf Gott schimpflich und verächtlich spricht“.

Führen Sie sich das Gender Watch Protokoll aus Österreich vor dem Hintergrund dieses Zitats vor Augen und bekommen Sie das kalte Grausen. 

Blödsinn mit Methode

Wir haben schon seit längeren einen Verweis auf Unsinn in unserer todo-Liste, den wir zunächst haben liegen lassen, weil der Unsinn, besser: Blödsinn, der Gender Studies Blödsinn, der es in unsere Mailbox geschafft hat, einen mit normalen Verstand begabten Menschen vor eine Herausforderung stellt, die man als Frage formulieren kann: Was macht man mit einem derartigen Blödsinn?

Die offensichtliche und naheliegende Antwort lautet: löschen und vergessen.

Aber der Blödsinn kommt von Hochschulen. Gender Studierte verbreiten ihre Leerformeln und ihre Phantasien von Hochschulen aus. Also haben wir uns gedacht: Selbst mit diesem Blödsinn müssen wir etwas machen, ihn zum Gegenstand machen, anhand dessen, man etwas zeigen kann. Und was kann man anhand von Blödsinn zeigen?

Einfach: Warum es Blödsinn ist und nichts an Hochschulen verloren hat.

Unser Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass ein Text, der mit Recht den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, eine konkrete Fragestellung behandelt. Die Fragestellung wird in einen Forschungsstand eingeordnet, vor dem Hintergrund einer Theorie oder theoretischer Vorstellungen werden Hypothesen entwickelt und diese Hypothesen werden getestet. Oder es wird konzeptionelle Arbeit geleistet und Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten diskutiert und verdichtet, in ein theoretisches System integriert oder – weniger aufwändig: in ein theoretisches Modell.

Wissenschaftliche Texte der beschriebenen Art zeichnen sich dadurch aus, dass sie zielgerichtet und auf einen konkreten Gegenstand, eine konkrete Fragestellung bezogen sind. Entsprechend kann man den Gegenstand, auf den sich die konkrete Fragestellung, die beantwortet werden soll, nicht einfach austauschen, ohne den Sinn des gesamten wissenschaftlichen Textes zu entstellen.

Gender Studies T Shirt
Im Gegensatz dazu kann man in den Texte von Wortakrobaten, die lediglich den Anschein erwecken wollen, Wissenschaftler zu sein, und zwar durch die Verwendung von wichtig klingenden Begriffen wie „integrative Perspektive“ oder „sozialtheoretische Problemstellung“ oder „sozial-ökologische Regime“, kurz Texte, in denen ein oder mehrere Autoren versuchen, den Lesern durch die Verwendung möglichst vieler abstrakter Begriffe, so den Geist zu benebeln, dass die anfälligen unter ihnen denken, der Text müsse ein ganz gelehrter sein, schon weil so komplizierte Begrifflichkeiten verwendet werden, nach Herzenslust herumschreiben und Wort ersetzen, ohne dass es jemand bemerkt. Denn die anscheinend komplizierten Begrifflichkeiten werden in einer Weise in einen Reigen von Leerformeln eingewoben, die es dem kritischen Geist erlaubt, den Blödsinn, der hier zur Methode gemacht wurde, offenzulegen, einfach dadurch, dass er einige der Begriff austauscht und zeigt, dass man mit dem selben Text ganz unterschiedlichen Blödsinn schreiben kann.

Und genau das haben wir mit dem Text, der in unsere Mailbox gekommen ist, getan. Wir haben in dem Text nicht mehr als 10 Worte ausgetauscht und in einem Fall einen Satz umgestellt. Herausgekommen ist fünfmal Blödsinn und wir fragen unsere Leser, welcher Blödsinn ist der, der in einer Zeitschrift der Gender Studies veröffentlicht wurde?

Option 1: Nachhaltiger Gendertod

facepalm-GodzillaVielfalt im Tod. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Bestattungsgestaltung

Der Tod ereilt jeden, er ist für alle da – für die Sterbenden, aber auch für die Totengräber und Bestattungsunternehmer. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Bestattungsbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Tod aus. Denn die Gesellschaft-Tod-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Bestattungsgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit dem Tod auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Bestattungsarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 2: Nachhaltiger Genderkaffee

Oh No!Vielfalt im Café. Chancengleichheit als Kriterium für nachhaltige Kaffeekränzchen

Cafes sind ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Gastronomieberufe. Dieser Artikel beleuchtet die frauendominierte Cafébranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Kaffeetrinken aus. Denn die Gesellschaft-Café-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Kaffeekränzchen heißen, Chancengleichheit im Zusammenhang mit dem Kaffeetrinken auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Gastronomiearbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 3: Nachhaltiger Genderacker

scully facepalmVielfalt auf dem Acker. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Gestaltung der Agrarwirtschaft

Die Landschaft ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Agrarberufe. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Agrarbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Natur aus. Denn die Gesellschaft-Natur-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Agrarwirtschaft heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Landschaftsnutzung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Agrararbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 4: Nachhaltiger Genderwald

Prof FacepalmVielfalt im Wald. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Waldgestaltung

Der Wald ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Waldberufe. Dieser Artikel beleuchtet die männerdominierte Waldbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Natur aus. Denn die Gesellschaft-Natur-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Waldgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Waldnutzung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Waldarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Option 5: Nachhaltige Genderfreizeit

Double facepalmVielfalt im Freizeitpark. Chancengleichheit als Kriterium für eine nachhaltige Freizeitgestaltung

Freizeit ist für alle da – auf Seiten der Nutzer_innen, aber auch auf Seiten der Freizeitberufe. Dieser Artikel beleuchtet die frauendominierte Freizeitbranche und geht von einer Interdependenz zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Freizeit aus. Denn die Gesellschaft-Freizeit-Beziehungen und deren Ausgestaltung sind mit Gender sowie mit Fragen der Chancengleichheit verknüpft. Ziel ist es, sich durch eine integrative Perspektive der beiden Forschungsfelder Gender Studies und Nachhaltigkeitsforschung sozialtheoretisch Problemstellungen von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zu nähern. Die theoretische Basis bilden dabei der Ansatz „sozial-ökologische Regime“ und die „Care“-Perspektive. Es wird argumentiert, dass nachhaltige Freizeitgestaltung heißt, Chancengleichheit im Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung auf allen Seiten zu gewährleisten. Zum Schluss wird die Frage gestellt: Ist nachhaltige Freizeitarbeit Care-Arbeit und umgekehrt?

Na, welche sozialtheoretische Gender-Care-Nachhaltigkeits-Chancengleichheits-Perspektive ist der Blödsinn, der veröffentlicht wurde? Oder sind es gar mehrere, die veröffentlicht wurden?

Gender Blödsinn

Steinmeier prügelt seine Frau? Wenn Sie doch nur schweigen würden

Heute ist der „internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ und an diesem Tag will auch Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident in spe, sein Schweigen brechen.

Worüber hat er nur so lange geschwiegen?
Hat er gewalttätige Impulse?
Prügelt er seine Frau, seinen Kinder, seinen Hund?

Worüber Steinmeier sein Schweigen brechen will, das wissen wir nicht, aber wir wissen, dass es langsam nicht mehr auszuhalten ist, mit diesem Ladenhüter, den uns das Propagandaministerium nun seit mehreren Jahrzehnten anpreisen will: die häusliche Gewalt, die Frauen als Opfer und Männer als Täter sieht. Es reicht jetzt wirklich. Zum einen, geht das, was in privaten Wohnungen passiert, das Propagandaministerium nichts an. Zum anderen sind Frauen nach allem, was man statistisch so weiß, häufiger Täter als Opfer häuslicher Gewalt. Und zum Letzten geht es uns, wie Dr. Murke, der den pompösen Fatzke Bur-Malottke und sein dünngeistiges Propaganda-Gewäsch nicht mehr ertragen kann. Wir wünschten, im Propagandaministerium würden sie schweigen, dauerhaft.

Aber sie schweigen nicht. Sie schreien ihre Propaganda in die Welt und versuchen, die Welt zu einem noch schlechteren Platz zu machen, als sie das sowieso schon ist.

Nutzen wir also den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, um die Realität gerade zu rücken und das Schweigen, das Gewalt gegen und gewaltsamen Tod von Männern umgibt, zu brechen:

Jährlich sterben rund 5,8 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer Verletzung, die ihnen gewaltsam zugefügt wurde. Und wie die Daten der Weltgesundheitsorganisation zeigen, sind die meisten der Getöteten männlich:

So beenden dreimal so viele Männer wie Frauen ihr Leben als Mordopfer, rund ein Drittel häufiger ist der Suizid als Todesursache bei Männern als bei Frauen, doppelt so viele Männer wie Frauen ertrinken, knapp doppelt so viele Männer wie Frauen sterben an den Folgen eines Sturzes, knapp dreimal so viele Männer wie Frauen sterben im Straßenverkehr. Die männlichen Opfer, die durch Kampfhandlungen wie die, die derzeit um Mosul (weitgehend vergessen von der deutschen Presse) stattfinden, sind in der Statistik nicht einmal berücksichtigt.

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Die WHO schätzt die gesellschaftlichen Kosten, die durch die genannten vorzeitigen Tode entstehen, auf weltweit rund 1000 Milliarden US-Dollar jährlich. Ob von häuslicher Gewalt relevante gesellschaftliche Kosten ausgehen, ist bislang unbekannt.

Aber es gibt einen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Einen internationalen Tag gegen Gewalt an Männern gibt es nicht.
Es gibt eben Unterschiede in der Wertigkeit von Menschen – vielleicht will Steinmeier ja dazu sein Schweigen brechen.

Fest steht nur, dass Steinmeier sein Schweigen darüber gebrochen hat, wie groß seine Unkenntnis der Fakten häuslicher Gewalt ist, die die empirische Forschung nun auch schon seit einigen Jahrzehnten zusammenträgt.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Häusliche Gewalt: Was das Propagandaministerium verschweigt

Derzeit läuft die Werbetrommel des Propagandaministeriums für das dort eingerichtete Hilfetelefon, das armen geprügelten Frauen telefonisch dabei helfen will, mit der häuslichen Gewalt, der sie telefonisch behaupten, ausgesetzt zu sein, umzugehen. Das Hilfetelefon und die derzeitige Propaganda dienen dazu, die öffentilche Wahrnehmung dahingehend zu manipulieren, dass das Stereotyp „Frauen sind Opfer“, „Männer sind Täter“ in den Köpfen festgehämmert wird.

domestic-violenceStereotype sind kognitive Shortcuts, die Handlungsentscheidungen in bestimmten Situationen erleichtern. Entsprechend sind Stereotype aktiv an der Wahrnehmung einer Situation, z.B. durch Polizeibeamte beteiligt.

Wenn nun ein Propagandaministerium das Tam Tam der ewigen weiblichen Opfer männlicher Gewalttäter im Haushalt über die Volksempfänger in deutsche Haushalte trägt, dann kommt heraus, was ein Leser von ScienceFiles berichtet (siehe unten). Wenn mit dem „Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen“ zudem ein gesetzlicher Rahmen geschaffen wird, der die Propaganda Stereotype legalisiert, dann hat dies zur Folge, dass Menschen zu Tätern werden, obwohl sie Opfer sind, und zwar deshalb, weil sie männlich sind. Auf diese Weise verschwinden Männer, die Opfer weiblicher Gewalt wurden, komplett aus der Statistik, weil es Männer als Opfer nicht gibt, sie deshalb, kommt es zu häuslicher Gewalt, die Täter sein müssen.

Die Frage, die am Ende des Textes unseres Lesers steht, sei jedem jungen Mann ans Herz gelegt, der sich fragt, ob er unter den derzeit herrschenden gesetzlichen Regelungen eine institutionalisierte Beziehung eingehen und die Freiheit einer eigenen Wohnung aufgeben soll.

Die Antwort ist klar.

Unser Leser Max schreibt:

„Statistik ist das Eine, wie man zu solchen Daten kommt, das Andere. Deshalb erlaube ich mir, kurz ein selbst erlebtes Beispiel zu erzählen. Wir sind drei Schulfreunde und haben abgemacht, einen Abend zusammen zu verbringen. Zu zweit wollten wir den Dritten bei sich zu Hause abholen. Er war mit einer Brasilianerin verheiratet, der es offensichtlich nicht passte, dass ihr Mann ohne sie losziehen wollte. Sie veranstaltete einen riesen Zirkus, Gekeife und Geschrei inklusive. Als Abschluss warf sie unserem Freund einen schweren Glasaschenbecher mitten ins Gesicht, was einen offenen Nasenbeinbruch zur Folge hatte. Kurz danach läutete es an der Tür, ein Nachbar hatte offensichtlich, alarmiert durch das Geschrei, die Polizei gerufen. Eine Frau und ein Mann. Die Frau führte die Ehefrau sofort in die Küche während der Mann unserem Freund, der wie ein Schwein blutete, bedeutete, im Wohnzimmer Platz zu nehmen. Ein Gespräch mit unserem Freund fand nicht statt. Kurze Zeit später erschien die Polizistin mit der Mitteilung, man nehme nun unseren Freund mit auf die Wache, er solle einige Effekten zusammenpacken, da er die Wohnung nachher für eine Zeit nicht mehr betreten dürfe. Wohlgemerkt, mit unserm Freund oder uns hatte bis dahin keiner der Polizisten auch nur ein Wort zur Sache gesprochen. Selbstverständlich wehrten wir uns gegen dieses skandalöse Vorgehen und mit einiger Mühe konnten wir die Polizisten davon überzeugen, dass nicht unser Freund der Aggressor war, sondern seine Frau. Sie waren nun, sichtlich ungern, bereit, eine Strafanzeige gegen sie aufzunehmen. Auf die Frage, ob sie nun die Frau mit auf die Wache nähmen, antwortete der Polizist sinngemäss, Südamerikanerinnen seien eben temperamentvoll, man kenne das ja. Ansonsten sei dies eine eherechtliche Auseinandersetung, da müsse mein Freund schon vor Gericht.

Wäre unser Freund mit seiner Frau alleine gewesen, da braucht es nicht viel Phantasie, hätte die Sache für ihn ein (noch) böseres Ende gehabt.

Die von uns eingereichten Dienstaufsichtsbeschwerden waren übrigens folgenlos.“

struwellpeter-paulinchenWas das Propagandaministerium mit seinen Kampagnen anrichtet, ist in der Erzählung von Max deutlich zu sehen. Das BMFSFJ ist daher ein Brunnenvergifter, der – passend zum letzten Post – gesellschaftliche Kooperation unmöglich macht. Junge Männer, die sich auf dieser Grundlage für institutionalisierten Beziehungen entscheiden, müssen daher als Hazardeure angesehen werden, die gerne mit der eigenen Zukunft spielen. Da die Menge der Männer wächst, die als Folge einer gescheiterten Beziehung die eigene Zukunft verloren haben, gibt es immer mehr Männer, die nicht mehr auf dem Beziehungsmarkt sind.

Und im BMFSFJ wundern sich die Propagandaspezialisten, dass die Kinder der Deutschen ausbleiben, dieselben Propagandaspezialisten, die Männer in eine Situation gebracht haben, in der sie jederzeit durch eine opportunistisch handelnde Frau ausgenutzt werden können, ohne dass ihnen ein Mittel zur Gegenwehr bleibt, wie man leicht erkennen kann, wenn man sich überlegt, was dem Freund von Max wohl wiederfahren wäre, wenn seine beiden Schulfreunde nicht als Zeugen gegenwärtig gewesen wären.

Hasskampagne aus dem BMFSFJ: Rassistisch-sexistische Boshaftigkeit

Man soll Montags nicht die Mailbox aufrufen. Man ärgert sich nur. Heute ärgern wir uns über die plumpe, dumme und vor allem tot langweilige Propaganda aus dem Bundesministerium für Propaganda und die Verbreitung selektiver Statistiken – man kann es auch den bewussten Versuch nennen, die Realität zu übertünchen oder in mehr Neudeutsch: als eine Hasskampagne bezeichnen, denn das ist, was die Ministerialen aus dem BMFSFJ derzeit machen: Sie erwecken einen falschen Anschein, machen eine Gruppe von Menschen zu mehrwertigen Menschen, die von unterwertigen Menschen veropfert wird. Sie vergiften das öffentliche Klima. Die Ministerialen betreiben ihre Kampagne auf Grundlage von Geschlecht, und deshalb ist ihre Kampagne eine Hasskampagne, die die jeweils Hälfte der Bevölkerung pauschal zu Tätern bzw. Opfern erklärt:

 „Gewalt gegen Frauen findet auch in Deutschland tagtäglich statt.“ „Auch“! Obwohl Deutschland ja so viel zivilisierter ist als dies z.B. die kleinen Schwarzen in Afrika sind, findet „auch“ in Deutschland tagtäglich Gewalt gegen Frauen statt [Das ist die implizite Prämisse des BMFSFJ, wobei noch zu fragen wäre, auf welcher empirischen Grundlage die Pauschalbehauptung der Ministeriums-Propagandisten beruht]. Ein „Auch“, das die Ministerialen im BMFSFJ als die Rassisten auszeichnet, die sie nun einmal sind.

Die Gewalt findet gegen Frauen statt, auch in Deutschland und wenn Frauen die Opfer sind, dann müssen Männer die Täter sein. Entsprechend ist die Kampagne nicht nur rassistisch, sondern auch sexistisch, soll doch suggeriert werden, dass Frauen generell Opfer und Männer generell Täter seien.

domestic-violence„Jede vierte Frau ist in Deutschland von Partnerschaftsgewalt betroffen.“ Und mindestens jeder vierte Mann, aber das ist dem BMFSFJ nicht einmal eine Bemerkung wert, geht es doch darum, Frauen als Opfer und Männer als Täter zu stilisieren, so wie das im Rahmen einer Hasskampagne nun einmal der Fall ist.

Hasskampagnen zeichnen sich zudem dadurch aus, dass die Realität verbogen und für die Hasszwecke selektiv, ausschnitthaft oder falsch dargestellt wird, so, wie das bei der BMFSFJ-Hasskampagne der Fall ist, wie ein Blick auf die realen Daten zeigt.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015; Opferstatistik:

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 213.576 Menschen Opfer einer Gewalttat, davon waren 70% (148.772) männlich. Seit 2000 liegt die Anzahl der Opfer von Gewalttaten jährlich bei mehr als 210.000 und variiert zwischen 210.684 im Jahr 2000 und 257.257 im Jahr 2007. Im Durchschnitt sind in den 16 Jahren 233.065 Opfer einer Gewalttat jährlich zu beklagen, davon sind im Durchschnitt 70,5% (164.517) männlich.

Nimmt man diese Zahl zur Grundlage, dann folgt daraus, dass bei rund 41,1 Millionen männlicher Bevölkerung in Deutschland jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens zum Opfer eines Gewaltverbrechens wird, und zwar auf Grundlage der Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik, also von realen Daten, nicht auf Basis von erfundenen Daten, die mit Hilfe von Umfragen errechnet wurden, wie sie das BMFSFJ seiner Hasskampagne zu Grunde legt.

Wären wir wie das BMFSFJ von Hass geplagt und von Boshaftigkeit getrieben, dann würden wir daher formulieren: Gewalt gegen Männer findet auch in Deutschland tagtäglich statt. Mitmachen bei der Aktion schweigenbrechen des #hilfetelefon. Jeder 3. Mann wird im Laufe seines Lebens Opfer von Gewalt.

Aber das sind wir nicht. Deshalb begnügen wir uns damit, darauf hinzuweisen, dass die Kampagne des BMFSFJ aus Steuergeldern finanziert ist, Steuergelder, die von dem Teil der Bevölkerung in größerem Umfang erwirtschaftet werden, der hier stigmatisiert, diskriminiert und mit dem Hass aus dem BMFSFJ überzogen werden soll.

Und als Wissenschaftler ist es uns ein Bedürfnis darauf hinzweisen, dass man die Realität durch ministeriale und vor allem dumme Lügen nicht ändern kann, auch nicht dadurch, dass man sie nun schon seit Jahrzehnten wiederholt. Hat man als Bürger nicht das Recht zumindest intelligent belogen zu werden?

Ist Blödsinn steigerbar? DIW erfindet das Gender Gap in der FinanzBildung

Wir haben ein paar Aufgaben für Sie:

„Sie leihen 10 000 EURO zu einem Zinssatz von zwei Prozent im Monat.
Wieviel schulden Sie nach drei Monaten?

  1. weniger als 10 200 EURO
  2. mehr als 10 200 EURO
  3. genau 10 200 EURO

Sie haben 10 000 EURO auf einem Konto, der Zinssatz für dieses Konto ist ein Prozent im Jahr. Der Preis für alle Güter und Dienstleistunden steigt um zwei Prozent im Jahr.
Wieviel können sie in einem Jahr kaufen?

  1. weniger als ich heute kaufen kann
  2. mehr als ich heute kaufen kann
  3. genau dasselbe was ich heute kaufen kann

Es ist sicherer, nur eine Aktie zu kaufen als einen Fond zu kaufen.

  1. wahr
  2. falsch

Das sind keine Fragen aus einer Arbeit in Wirtschaft in der 9. Klasse, nein, das sind Aufgaben aus einer Untersuchung, deren Ziel darin bestand, finanzielle Bildung zu messen (FinanzBildung). Man könnte es nun dabei belassen, darüber zu erschrecken, dass nicht 100% der Erwachsenen in Deutschland in der Lage sind, alle drei Fragen richtig zu beantworten.

Aber das wäre nicht dramatisch, nicht melodramatisch und vor allem würde es den Notwendigkeiten des modernen propagandistischen Zeitalters nicht gerecht. Sehen wir also, was man mit den Ergebnissen machen kann.

Man kann die Ergebnisse nach Geschlecht unterscheiden. Und siehe da: Frauen erweisen sich im Hinblick auf die oben dargestellten Aufgaben häufiger als Trottel als Männer: 83% der befragten Männer und 80% der befragten Frauen können Aufgabe 1 richtig lösen, 82% der Männer und 73% der Frauen Aufgabe 2 und 68% der Männer und 57% der Frauen Aufgabe 3. Abermals könnte man nun feststellen, dass Frauen im Hinblick auf die drei Fragen deutlich mehr Lernbedarf haben als Männer und es damit sein Bewenden haben lassen.

Aber… Sie wissen schon: Propaganda und so.

diw-wb-46Richtige Propaganda, die aus diesem Firlefanz ein soziales Problem macht, beherrscht man seit längerem im DIW in Berlin, das sich schon vor Jahren von der Realität verabschiedet hat und seither in politisch-korrektem Firlefanz macht. Aus der Tatsache, dass weniger Frauen als Männer die drei Fragen richtig beantworten können, wird entsprechend:

Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen trägt zu geringerer Finanzbildung von Frauen bei

So einfach geht das. Aus der Unfähigkeit, Aufgaben richtig zu lösen, wird eine Frage der Gleichberechtigung. Wenn Mädchen in der Schule schlechter in Mathematik abschneiden als Jungen, dann hat das entsprechend nichts damit zu tun, dass ihre Mathematikleistung anscheinend schlechter ist als die von Jungen, sondern damit, dass in der Schule keine Gleichberechtigung gegeben ist. Gleichberechtigung wäre folgerichtig mit Notengleichheit erreicht, nicht etwa mit Leistungsgleichheit.

Ticken die im DIW noch richtig?

Nein, denn mit dem Hinweis auf Gleichberechtigung hat es nicht sein Bewenden. Es geht noch weiter, es wird eine Kausalkette gezimmert: Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen ist die Ursache dafür, dass weniger Frauen als Männer die drei Aufgaben, die wir eingangs zitiert haben, zu lösen im Stande sind.

Das ist nun Irrsinn im fortgeschrittenen Stadium.

Nehmen wir z.B. die Entscheidung von NASA, eine bemannte Mission auf den Mars zu schicken. An dieser Entscheidung sind NASA-Mitarbeiter und vermutlich Vertreter der US-Regierung beteiligt. Kaum ein Astronom, der sich mit dem Mars beschäftigt, ist an der Entscheidung beteiligt – in der ideologischen Sprache, die beim DIW gepflegt wird, sind die Astronomen also nicht gleichberechtigt. Dennoch kann man wetten, dass die entsprechenden Astronomen in der Lage wären, rudimentäre Fragen zum Mars richtig zu beantworten.

Warum?

Weil sie sich mit dem Mars beschäftigen. Weil sie ein Interesse an der Erforschung des Mars und daran, sich mit dem Mars zu beschäftigen haben.

Nun machen wir etwas, was vielen Deutschen zunehmend schwer fällt: Einen Transfer. Wenn Interesse für einen Gegenstand dazu führt, dass man Kenntnisse und Wissen über diesen Gegenstand hat, dann muss man daraus schließen, dass mehr Männer als Frauen Interesse an Finanzbildung, wie es hochtrabend beim DIW heißt, haben, dass sich mehr Männer als Frauen mit Finanzfragen beschäftigen.

Entsprechend muss man schließen, dass Finanzfragen mehr Frauen als Männern schnuppe sind. Und weil sie kein Interesse haben, haben sie sich nicht damit beschäftigt, aus freiem Willen und eigener Entscheidung. Niemand hat sie behindert, niemand diskriminiert, niemand ihre Möglichkeit, sich zu beschäftigen, in Frage gestellt. Sie hatten schlicht keine Lust, sich damit zu beschäftigen. Das hat mit Gleichberechtigung nichts, mit anderen Interessen sehr viel zu tun.

Die Propaganda aus dem DIW will es jedoch so erscheinen lassen, als würden Frauen von furchtbaren Mächten, vermutlich furchtbaren männlichen Mächten daran gehindert, sich Kenntnisse in rudimentären Fragen der Zinsrechnung und des Aktienhandels zu beschaffen. Und anstatt festzustellen, dass Frauen eben seltener bereit sind als Männer, sich diese rudimentären Kenntnisse zu beschaffen, werden sie zu Opfern einer nicht vorhandenen Gleichberechtigung erklärt. Frauen können keine Defizite aufweisen, keine Trottel sein, aber Opfer nicht vorhandener Gleichberechtigung.

Wenn es nicht so selten dämlich wäre, man müsste sich darüber aufregen.

Der ganze Blödsinn hindert Antonia Grohmann, die dafür verantwortlich ist, übrigens nicht daran zu fordern, dass die „allgemeine Bildung und die Rechenfertigkeit von Mädchen und Frauen verbessert“ wird.

Was ist noch einmal die Steigerung von Blödsinn?

Uns fällt nichts mehr ein. Außer vielleicht: Frauen sterben im Vergleich zu Männern zu spät. Wie wäre es, ein Sterbetraining für Mädchen und Frauen einzuführen, aus Gründen der Gleichberechtigung.


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Gleichschaltung auf evangelisch: Die EKD hat Toleranzprobleme

Das ganze Elend der heutigen religiösen Funktionäre hat im 16. Jahrhundert damit begonnen, dass Francis Bacon den Empirismus als Grundlage eines rationalen Denkens durchgesetzt hat. Die Aufklärung, die daraus entstanden ist, sie hat das Offenbarungsmodell der Erkenntnis, wie es Hans Albert nennt, einfach vom Tisch gewischt.

Albert TraktatDer Frust der religiösen Funktionäre muss entsprechend gewesen sein. Man muss sich das in der Realität vorstellen: Bis gestern waren Sie noch der einzige in der Gemeinde, der lateinisch lesen konnte und der die Bibel mit Blick auf die Realität so auslegen konnte, wie es (für sie) richtig ist. Und dann kommen dieser Bacon und seine Anhänger und behaupten, jeder Mensch sei selbst in der Lage, zu erkennen, was in der Realität richtig ist. Man könne Theorien über die Wirklichkeit unabhängig von der Bibel und durch Wahrnehmung, nicht durch Auslegung der heiligen Schrift aufstellen. Vom damit einhergehenden Bedeutungsverlust haben sich religiöse Funktionäre bis heute nicht erholt.

Bis heute kämpfen religiöse Funktionäre damit, dass es „vielfältige Interpretationsmöglichkeiten und Auslegungen der Bibel“ (154) gibt und gläubige Menschen die Bibel einfach vor dem Hintergrund ihrer eigenen „religiösen Überzeugungen“ (154) also selbst auslegen. Was dadurch passieren kann hat die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) gerade durch eine qualitative Studie herausgefunden: Die evangelischen Christen vor Ort, sie kommen zu anderen Schlüssen und Ergebnissen, wenn sie die Bibel auslegen, als die EKD.

Man muss sich das einmal vorstellen: Die EKD verkündet Positionen, die Synode der EKD segnet sie ab und die Gläubigen vor Ort, sie glauben sie nicht. Sie denken selbst, übernehmen nicht, was ihnen vorgegeben ist. Alles wegen dieser sch… Aufklärung und diesem elendiglichen britischen Empiristen, der den Menschen eingeredet hat, sie könnten unabhängig von der EKD und nur auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrung zu Erkenntnissen über die Welt gelangen.

Diese erschreckenden Ergebnisse einer missglückten Gleichschaltung, hat eine qualitative Studie zum Vorschein gebracht, aus der die Zitate von oben stammen.

Die qualitative Studie wurde von Olaf Lobermeier, Jana Klemm und Rainer Strobl im Auftrag der EKD durchgeführt. Die drei gehören zur Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation (proVal). Dass eine qualitative Studie durchgeführt wird, bedeutet in der Regel, dass die Autoren die Absicht haben, weitreichende Behauptungen auf dünner Basis aufzustellen und vor allem keine Lust haben, sich der Fachkontrolle zu stellen, der man sich stellen müsste, wäre die Studie auf Basis quantitativer Daten erstellt worden. Jedoch haben qualitative Studien den Vorteil, dass man viel Geld für viel Text und wenig Erkenntnis verlangen kann, wobei die Erkenntnis, dass der christliche Glaube nicht „per se vor Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie schützt“ (151), der absolute Brüller ist. Hat das jemand geglaubt?

Wie dem auch sei, wir sind beim Thema der teuren Studie (wir schätzen die Kosten im sechsstelligen Bereich), die zeigt, auch die EKD hat keine anderen Sorgen als die drei genannten: Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie, das sind die Themen, die den bestbezahlten Funktionären der evangelischen Kirche besonders am Herzen liegen.

Und um herauszufinden, ob Mitglieder der evangelischen Kirche in Dorf, Kleinstadt und Großstadt und auf Basis ihres gelebten Glaubens anfällig sind, anfällig für Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie, deshalb haben die EKD-Funktionäre wohl einen sechsstelligen Betrag locker gemacht und die drei von proVal beauftragt, die wiederum 25 (!sic) Interviews durchgeführt und in drei Fokusgruppen insgesamt 48 Hanseln zusammengetrommelt haben. Selbstverständlich kann man auf Grundlage von drei Fokusgruppen und 25 Interviews keinerlei Aussagen machen, die Unterschiede zwischen Dorf, Kleinstadt und Großstadt generalisieren, aber man kann es den EKD-Funktionären dennoch verkaufen.

Fokusgruppen sind der Schrei in der qualitativen Forschung, denn dafür kann man so richtig viel Geld verlangen. 18 Mitglieder aus einer evangelischen Gemeinde einer Großstadt müssen z.B. an einen Ort gekarrt werden, dort verpflegt werden, sie müssen mit intelligenten Fragen wie „Was halten Sie vom Islam?“ traktiert werden, ihre Antworten gefilmt, anschließend transkribiert und das ganze dann ausgewertet werden, viel Zeit, viel Text, viel Geld. Da wird so mancher Sozialforscher zum Dagobert Duck mit Eurozeichen in den Augen.

Die Ergebnisse, die am Ende stehen, sind zwar in der Regel sehr dürftig, denn was will man auf Grundlage von drei Fokusgruppen und 25 qualitativen Interviews groß aussagen und vor allem erschließen, aber es geht ja nicht um Ergebnisse, sondern um Aufwand, denn nur Aufwand kann abgerechnet werden.

Grounded TheoryDie Show derart qualitativer Sozialforschung verlangt dann noch einen methodischen Popanz, der im vorliegenden Fall mit der Grounded Theory geliefert wird, einer Methode, die – wäre sie von den Autoren angewendet worden, mit Sicherheit 10Mal so viel Papier gefüllt hätte, als sie mit ihrem Abschlussbericht gefüllt haben. Die Grounded Theory ist vermutlich die am häufigsten missbrauchte und verbogene Methode, einfach deshalb, weil sich nicht einmal ihre beiden Erfinder Barney Glaser und Anselm Strauss mehr darüber einig sind, was damit eigentlich gemacht wird und wie es gemacht wird. Allerdings wären beide entsetzt, wenn man ihnen erklären würde, dass das Herz der Grounded Theory „der ständige Vergleich“ sei, eine Meinung, der die drei von proVal anhängen.

Wie dem auch sei, die drei von proVal haben den religiösen Funktionären der EKD erzählt, sie hätten die Grounded Theory zur Anwendung gebracht und Letztere haben es geschluckt. Klingt auch gut. Grounded Theory. Wieso eigentlich Theory? Nun, das hat damit zu tun, dass die Methode eigentlich entwickelt wurde, um von qualitativen Interviews, also von viel Text, durch ständige Abstraktion und auf induktivem Wege zu einer Theorie zu gelangen, die man dann am eigenen Material und durch ständigen Vergleich testen kann. Nun ja, bei proVal ist die Theorie eben unten durchgefallen.

Herausgekommen ist eine qualitative Untersuchung über die 25 Gemeindemitglieder der evangelischen Kirche und 48 Gemeindemitglieder, die sich in drei Fokusgruppen eingefunden haben, mit der sich die Autoren ihre eigenen Vorurteile bestätigt haben, nämlich dahingehend, dass in evangelischen Gemeinden Antisemiten und Homophobe sitzen, die auch den Islam nicht gut finden. Letzteres ist nützlich für Nachfolgeaufträge, mit denen die evangelischen Christen „fachlich“ dabei unterstützt werden, die richtige Meinung, also die der EKD-Funktionäre zu erlernen, denn die evangelischen Christen haben Meinungen, die man nicht tolerieren kann.

So haben die angeblichen Sozialforscher festgestellt, dass die 25 Interviewten und 48 Fokusgegruppten nicht nur die Informationen der EKD, die dazu da sind, die richtige Position festzulegen, ignorieren und sich statt dessen eine eigene Meinung bilden, nein, sie haben auch festgestellt, dass die Interviewten dies auf Basis von keinen eigenen Erfahrungen und auf Grundlage einer geringen Informiertheit tun.

Es ist eine häufig anzutreffende Tendenz in qualitativen Studien, dass die angeblichen Forscher ihre Befragten nur dazu benötigen, um ihnen allerlei Gemeinheiten zu unterstellen und im vorliegenden Fall letztlich zu homophoben, islamhassenden und antisemitischen Fundamentalchristen zu stilisieren. Es ist nur selten so einfach, dieses Ansinnen zu entlarven, wie im vorliegenden Fall.

Nehmen wir z.B. den Befragten 7 aus der Fokusgruppe „Dorf“, den proVal im Namen der EKD befragt hat, als Beispiel für die geringe Informiertheit und nicht vorhandene eigene Erfahrung, die sein Urteil so idiotisch macht. B7 sagt:

„Also als Deutscher ist man ja so ein bisschen drauf erzogen, sage ich mal in Anführungszeichen, nicht so israelkritisch zu sein. Aber … Vielleicht war ich das auch mal ein bisschen so und habe das immer so auch eher so betrachtet: ’Die haben den Holocaust erlebt‘ und so. Bis ich mal unten war und das selber erlebt habe. Also muss ich das sehr negativ beurteilen, wie Israel das macht. Die machen ja im Prinzip mehr oder weniger jetzt das, was ihnen angetan wurde“ (121).

Man fragt sich, ob die drei proValer, die B7 als Antisemitien abstempeln, der die Häresie begangen hat, einen Verbindung zwischen der Art und Weise, wie Juden im Dritten Reich behandelt wurden und der Art und Weise, wie der Staat Israel heute Palästinenser behandelt, herzustellen, ihre Urteil „B7 sei Antisemit“ auch mit eigener Erfahrung, die sie vor Ort gesammelt haben, begründen können. Tatsächlich macht B7 eine empirische Aussage auf Grundlage eigener Beobachtung und Erfahrung, eine Aussage, die man prüfen kann. Und da ist er wieder, dieser britische Empirismus, der davon ausgeht, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich ein eigenes Urteil auf empirischer Grundlage zu bilden, so dass man, wenn man zu unterschiedlichen Urteilen kommt, erst einmal prüfen müsste, ob die empirische Basis dieselbe ist, bevor man das Gegenüber als Antisemit beschimpft. Mit Prüfen haben es die drei proValer nicht so. Sie stigmatisieren lieber: Antisemit lautet das Etikett im vorliegenden Fall.

Den am besten bezahlten religiösen Funktionären der EKD gefällt derartiges natürlich nicht. Sie haben nicht nur die Maxime ausgegeben, dass der evangelische Christ sich jeglicher Wertung dessen, was Israel in Palästina tut, enthält, sie haben auch erklärt, dass der evangelische Christ nicht antisemitisch und homophob ist.

Ist er aber, der evangelische Christ, jedenfalls einer, der die Fokusgruppe einer Kleinstadt bestückt hat, ist es nach Ansicht der proValer. Hat sich der evangelische Christ doch darüber beklagt, dass man mit seiner Meinung, nach der Homosexualität grundlegenden Werten von Familie und Zusammenleben widerspricht, gleich als „intolerant und … abgestempelt wird“ (99). Und wo wir gerade beim Abstempeln sind, natürlich wird der Fokusgruppenteilnehmer von den drei angeblichen Forschern als intolerant abgestempelt, äußert er doch Kritik, und zwar wertrationale Kritik, die die Folgen homosexueller Ehe für die Familie zum Gegenstand hat.

Dazu haben die drei proVals zu sagen:

ekd“Die Akzeptanz gegenüber Menschen mit homosexuellen Orientierungen wird hier sehr kritisch beurteilt. Ein nachfolgender Redner schließt sich dem an und verstärkt den ablehnenden Rahmen noch, indem er vor dem „Zerfall der Familie“ warnt. Darin wird er von einem anschließenden Sprecher bestätigt. Einer solchen Auffassung wird im weiteren Verlauf der Diskussion auch nicht widersprochen. Einem weiteren Teilnehmer zufolge bekommt das Thema „Homosexualität“ in den Medien zu viel Aufmerksamkeit. Beide Auffassungen, die einen ablehnenden Rahmen mit Blick auf Homosexualität unterstützen, werden in der eigentlichen Diskussionssequenz zum Umgang mit Homosexualität wieder aufgegriffen. Neben Homosexualität als Gegensatz zu einem „natürlichen Bild von Familie“ findet sich in ablehnender Weise der Verweis auf das Alte bzw. Neue Testament sowie die Auffassung, dass es sich um eine nicht gottgewollte sexuelle Orientierung handelt.“

Offensichtlich verbindet sich für gläubige Christen, selbst wenn sie evangelisch sind, ein Wertproblem mit der Heirat von Homosexuellen bzw. Homosexualität als solcher. Indes sagt keiner der Interviewten, er wolle Homosexualität verbieten. Die Befragten haben lediglich moralische Überzeugungen und hängen Werten an, die sich mit Homosexualität nicht vereinbaren lassen, und das ist offensichtlich falsch. Das kann nicht akzeptiert und vor allem nicht toleriert werden, da die EKD anscheinend das Ziel verfolgt, ihre Schäfchen in Lemminge zu transformieren und eine Gleichschaltung der Meinungen durchzuführen, die an die Zeit erinnert als es noch Priestern oblag, die Bibel auszulegen und das Leben der Menschen in ihrer Gemeinde zu strukturieren und zu bestimmen. Wahrlich, wir sagen Euch, wie Ihr zu denken habt, welche Meinungen ihr zu haben habt und welche Überzeugungen ihr zu vertreten habt.

Wir leben im 21. Jahrhundert, und im 21. Jahrhundert gilt ein Mensch, dessen Wertgerüst es ausschließt, christliche Institutionen wie die Ehe für Homosexuelle zu öffnen, als homophob und einer, der in den mittleren Osten gereist ist und vor Ort gesehen hat, wie der Staat Israel mit Palästinensern umgeht und deshalb eine kritische Sicht auf Israel einnimmt, gilt als Antisemit. Wir nähern uns in Windeseile der geistigen Haltung des Zeitalters der Kreuzzüge.


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Islamischer Staat und Genderista auf dem Rückzug

Diese Schlagzeile musste einfach sein. Es ist natürlich ein Zufall, dass sich Genderisten und Islamischer Staat zur gleichen Zeit genötigt sehen, Rückzugsgefechte zu führen. Aber es ist in beiden Fällen erfreulich.

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The Snout in the Trough

Dass es für Genderista schwieriger wird, die eigenen Finger in die öffentlichen Töpfe zu bekommen, um sich an Steuergeldern zu laben und ein Auskommen zu verschaffen, ist einerseits nicht erstaunlich: Ressourcen sind beschränkt, und wenn man, wie das Propagandaministerium (BMFSFJ) 50 zusätzliche Millionen Steuerzahler-Euros in die Bekämpfung der neuen Gutmenschen-Mode „Rassismus und Hate Speech“ steckt, dann sind diese 50 Millionen Euro einfach nicht da, um die vielen Trittbrettfahrer, die den Gravy Train der Genderista bestiegen haben, durchzufüttern.

Andererseits haben Genderista, sofern sie einen wissenschaftlichen Anspruch erhoben haben, seit Jahren daran gearbeitet sicherzustellen, dass nicht einmal der letzte wissenschaftliche Analphabet der Ansicht sein kann, Gender Studies hätten auch nur entfernt etwas mit Wissenschaft zu tun. Nicht zuletzt haben wir auf ScienceFiles einen erheblichen Anteil daran, das Missverständnis, Gender Studies seien Wissenschaft, aufzuklären und aus der Welt zu schaffen.

Und jetzt sitzen die Genderista da und sehen ihre Felle davon schwimmen. Ein Zustand, der die Notwendigkeit mitbringen könnte, sich nach einer Lohn- nicht Andienungsarbeit umsehen zu müssen, was erhebliche Probleme im Hinblick auf die Kompetenzen und Fähigkeiten mit sich bringen könnte, die für Lohnarbeit notwendig sind. Deshalb kann man derzeit den Versuch beobachten, die Gender Studies wieder ins Gespräch und ins Steuerzahler-Geschäft zu bringen.

Und wie vertrocknet die Genderista doch sind, wie wenig einfallsreich, zeigt sich daran, dass dieser Versuch wieder mit der alten Opfergeschichte gefahren wird. Gender Bashing lautet der Begriff, der sich langsam einbürgert, und den Genderista benutzen, um das Lamento abzusetzen, das sie seit Jahren absetzen und das wohl das einzige ist, was sie wirklich können: klagen.

Unter den Hinweisen, die uns von unseren Lesern zu Beträgen mit dem Titel „Gender Bashing“ zugeschickt werden, hat es einer auf gleich fünf Hinweise gebracht. Simone Schmollack, die in der taz Journalismus zu imitieren versucht, hat ihn zu verantworten und darf sich nach unserer Einschätzung damit schmücken, den vermutlich dümmsten Beitrag zum Gender Bashing geschrieben zu haben. Und das will etwas heißen.

Der Beitrag ist das übliche Opfer Lamento, in dem das Elend der universitären Gender Studies beklagt wird, die, wie Schmollack zu wissen meint, von Donald Trump über Papst Franziskus bis zu Harald Martenstein (in welche Richtung die Steigerung verläuft, ist offen) lächerlich gemacht werden. Dabei hätten wir den Gender Studies so große Verdienste wie die Debatte über die Unisex Toiletten und den über gendergerechte Sprache zu verdanken, ohne die, so muss man zugestehen, die Gender Studies viel von ihrem Unterhaltungswert eingebüßt hätten.

Besonders schwer liegt Schmollack die Kritik an der Verschwendung von Steuergeldern für 173 Gender-Professuren an deutschen Hochschulen im Magen. Die entsprechende Kritik treibt sie dazu, die folgende Textpassage zu erstellen:


„Man muss schon taub und blind sein, um zu leugnen, dass Frauen vielfach schlechter bezahlt werden als Männer und vielfach eine miserable Rente kriegen. Dass es weniger Chefinnen als Chefs gibt, dass Teilzeitjobs vorrangig von Frauen ausgefüllt werden. Dass alltäglicher Sexismus insbesondere Frauen trifft. Macht nichts – die Gender-KritikerInnen fordern trotzdem, dass jetzt endlich mal die Männer in den politischen und wissenschaftlichen Fokus gehörten.“

Leugnen als Verb bezieht sich in der Regel auf einen sprachlichen Akt. Entsprechend kann man durchaus blind und taub sein, um dennoch zu leugnen, was Schmollack hier behauptet. Man kann es sogar, auf Basis von Gerechtigkeitsmaßstäben leugnen, denn Frauen erhalten weniger Rente, weil sie weniger in die Rentenkasse einzahlen. Man muss schon besonders blind und taub sein, wenn diese Informationen nicht zu einem vordringen. Dass Frauen häufiger Teilzeitjobs machen als Männer, liegt daran, dass Frauen häufiger Teilzeitjobs machen wollen als Männer und weil sie mehr Teilzeitjobs machen wollen als Männer, deshalb werden sie seltener Chef. Man muss schon sehr dumm sein, wenn man diese einfachen Zusammenhänge als Beleg für die Diskriminierung von Frauen anführt.

Hätte ein Mann geschrieben, was Schmollack hier verbrochen hat, wir würden es als herrlich bezeichnen. Da Schmollack kein Mann ist, bleibt uns aus Gründen der Gleichstellung nur die Möglichkeit, den Text als dämlich zu bezeichnen.

Zur schönen Mär vom Gender Pay Gap äußern wir uns nicht mehr. Wer diesen Unsinn im 21. Jahrhundert immer noch behauptet, dem ist nicht mehr zu helfen, jedenfalls nicht außerhalb geschlossener Anstalten.

Das, was wir zitiert haben, ist übrigens das, was Schmollack anführt, um die Notwendigkeit von Gender Studies an Universitäten zu begründen. Damit kommen wir zum nächsten und grundlegenden Problem: Wissenschaft ist nicht dazu da, die Wirklichkeit ideologisch zu verklären und eine bestimmte Sichtweise auf die Dinge durchzusetzen. Wissenschaft dient der Erkenntnis, und entsprechend wird von einem Wissenschaftler verlangt, dass er prüft, was er zu wissen glaubt.

Gender Studierte wissen schon, dass das, was sie glauben, Wissen ist: Deshalb behaupten Sie, was Schmollack so gut nacherzählen kann, erzählen von einem Gender Pay Gap, das sich bei erster empirischer Prüfung in Luft auflöst, schreiben von gläsernen Decken, die es nur für diejenigen gibt, die mit kaum Anstrengung und unverdient in Führungspositionen gelangen wollen und versuchen sich auf Kosten der Mehrheit der Beitragszahler zur Rentenkasse einen Vorteil dahingehend zu verschaffen, dass die Höhe der Rente nicht mehr an die Höhe des Beitrags gekoppelt werden soll. Kurz: Gender Studierte sind Ideologen, deren Ziel darin besteht, gesellschaftliche Ressourcen nach ihren Interessen um zu verteilen. Sie haben mit Wissenschaft überhaupt nichts am Hut, wissen meist wie Schmollack gar nicht, was Wissenschaft ist.

Deshalb ist es gut, dass die Genderista auf dem Rückzug sind und deshalb ist und bleibt es wichtig, dass Gender Studies von Hochschulen verschwinden.


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Genderismus hat endgültig die Grenze zum Ekel überschritten

Es ist ja nicht so, dass die deutschen Genderista mit ihrer Frauenförderung nichts erreicht hätte:

Sie haben den Wert vieler Berufe beseitigt und z.B. Grundschullehrer zu einem Beruf gemacht, der nur noch von Nebenbei-Lehrwilligen ohne Mathematikkenntnisse nachgefragt wird.

GarfinkelSie haben durch das Professorinnenprogramm den sozialen Status von Professoren auf den von Hochschullehrer, oder –leerern reduziert, so dass diejenigen, die sich heute Professor nennen, ständig Gefahr laufen, ausgelacht zu werden.

Sie haben Fertilität zu einer Grundsatzentscheidung gemacht, für oder gegen eine totale Einvernahme des eigenen Lebens durch die Häscher des Staates und für oder gegen einen lebenslange Bereitschaft, dem Nachwuchs zu Willen zu sein.

Sie haben, um es kurz zu machen, den Begriff „Frau“ so weit entwertet, dass man bereits abwinkt, wenn man etwas von Frauen … -förderung, -benachteiligung, -diskriminieren, was auch immer, hört.

Das ist eine reife Leistung, die nur noch durch die Manie zu toppen ist, mit der die Genderista versuchen, das tägliche Leben normaler Menschen zu infiltrieren.

Kennen Sie z.B. Aicrash Investigation?

Auf dem National Geographic Channel werden im Rahmen von „Aircrash Investigation“ Flugzeugabstürze nachgestellt und die Ursache gesucht. Das Programm an sich ist ganz unterhaltsam, ärgerlich ist jedoch die Manie der Genderista, die dafür sorgt, dass Beistellfrauen in Spielszenen auftauchen, um die politisch-korrekte Frauenquote zu erfüllen. Diejenigen, die z.B. bei der NTSB in den USA Flugzeugabstürze untersuchen, sind nun einmal fast ausschließlich Männer, so wie Piloten fast ausschließlich Männer sind. Entsprechend haben die Macher von Aircrash Investigation in ihrer Not, die politisch-korrekte Frauenquote zu erfüllen, Beistellfrauen eingeführt, die herumstehen oder -sitzen oder zuhören oder was auch immer, nur nichts machen … Wir wetten immer, wie lange es in einer Sendung dauert, bis die erste Beistellfrau auftaucht. Das ist eine Methode, mit dieser Manie der Genderista umzugehen.

Es gibt jedoch auch Ausformungen dieser Manie, die die Schwelle zum Ekel überschritten haben und entsprechend nicht mit Humor genommen werden können.

Beim Statistischen Bundesamt gibt es offensichtlich politisch-korrekte Spezialisten im Erregen von Ekel, Ekel vor Genderista.

So vermeldet das Statistische Bundesamt heute: „Immer mehr Frauen sterben an Lungen- oder Bronchialkrebs“.

Diese Schlagzeile ist das, was man beim Statistischen Bundesamt als das besonders Gravierende einer Pressemeldung ansieht, die wie folgt weitergeht:

Destatis“WIESBADEN – An Lungen- und Bronchialkrebs starben im Jahr 2014 insgesamt 45.000 Menschen in Deutschland. Bei Männern (29.500) war das die zweithäufigste Todesursache. Lungen- und Bronchialkrebs führte bei rund 15.500 Frauen zum Tod“.

Mit anderen Worten: Fast doppelt so viele Männer wie Frauen sterben in Deutschland jährlich an Lungen- und Bronchialkrebs, und im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden findet man dieses Faktum am besten durch die Schlagzeile „Immer mehr Frauen sterben an Lungen- oder Bronchialkrebs“ beschrieben.

Das ist, was Ekel hervorruft.

Und für den Sozialwissenschaftler unter den Angeekelten zeigen derartige Schlagzeilen, was der Genderismus neben all den Leistungen, die Eingangs beschrieben wurden, vor allem zu verantworten hat: Eine faschistoide Grundeinstellung, die den Wert von Leben nach Geschlecht definiert: Männer sind die wertlosen, über deren Tode man einfach hinweggehen kann, denn halb so viele Frauen, die an Lungen- und Bronchialkrebs sterben, sind das Problem, nicht die doppelt so vielen Männer, die jährlich daran sterben.

Wenn Gesellschaften erst einmal so weit gekommen sind, dass sie auf impliziten Annahmen darüber basieren, welcher gesellschaftlichen Gruppe welcher Lebenswert zugeschrieben werden muss, dann muss man kein Hellseher sein, um den Totalitarismus zu sehen, der sich in allen gesellschaftlichen Bereichen abzeichnet.

Und übrigens: Genderista erfüllen alle Merkmale, die man benutzt, um Rechtsextremisten zu beschreiben, schon weil sie Menschen nach Geschlecht einen unterschiedlichen Lebenswert zuweisen und andere mit ihrer Überzeugung verfolgen.