Es gibt nur zwei Geschlechter – außerhalb ideologischer Hirngespinster versteht sich

Theo-Biologie in der Gender-Debatte

Kommentar von Prof. Ulrich Kutschera

Am 20.04.2018 hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) über eine Pressemitteilung verkündet, sie würde sich „hinter Transsexuelle stellen“. Diese frohe Botschaft ist durchaus positiv zu bewerten, da Personen, die über chromosomal bedingte Abweichungen vom XX (= Frau) bzw. XY (= Mann)-Entwicklungsschema, mit ca. 99 %iger Präzision in der Evolution herausgebildet, gekennzeichnet sind, bzw. bei welchen die Vermännlichung des primär weiblich angelegten Gehirns nicht perfekt funktioniert hat, spezielle fürsorgliche Zuwendung gebrauchen können (d. h. Inter- bzw. Trans-Personen). In ihrem Eifer gehen die Theologen jedoch einen Schritt zu weit, indem z. B. der Mitautor einer Broschüre („Zum Bilde geschaffen. Transsexualität in der Kirche“ zu diesem Thema die folgende Information verbreitet: „Aus Sicht der Natur- und Gesellschaftswissenschaften gibt es eine Beschränkung auf zwei Geschlechter nicht“.

Diese Aussage ist sachlich falsch und belegt, dass hier wieder einmal, wie beim klassischen Kreationismus evangelikaler Christen, halb verstandene biologische Ansichten mit religiösem Glauben vermengt werden (von mir bereits vor Jahren als Theo-Biologie bezeichnet). Wie in der gerade erschienenen 2. Auflage des Fachbuchs Das Gender-Paradoxon (2018) dargelegt, gibt es bei Affen und Menschen nur zwei Geschlechter, definiert als Spermien- bzw. Eizellen-produzierende Individuen (m/w), nicht jedoch eine dritte Mischform.

Dieses EKHN-Beispiel zeigt ein weiteres Mal, dass man ohne solide biologische Grundkenntnisse keine sinnvollen Aussagen zur Natur des Menschen treffen kann, sonst kommt eben das heraus, was im obigen Zitat dokumentiert ist: Der irrationale Glaube an mehr als zwei Geschlechter, d. h. eine Komponente des Genderismus, der von naturwissenschaftlich Gebildeten schon lange als nicht ernstzunehmende Pseudowissenschaft erkannt wurde. 


Anmerkung der Redaktion: Genderismus und Wissenschaft gehen nicht zusammen. Das haben wir in vielen Beiträgen auf ScienceFiles gezeigt. Wer nachlesen will, warum Genderismus eine Variante von Kreationismus ist, der kann dies in Ulrich Kutscheras Buch “Das Gender Paradoxon” tun, das gerade in der zweiten Auflage erschienen ist. Wir veröffentlichen an dieser Stelle vorab das Vorwort von Ulrich Kutschera zur zweiten Auflage:


Unbequeme Fakten können nicht auf Dauer unterdrückt werden

 Vorwort zur 2. Auflage

Vor sechzig Jahren (1948) hat Alfred C. Kinsey (1894–1956) einen Report publiziert, der zwei Irrtümer enthält, die bis heute fortleben. Jeder 10. Mann soll schwul sein, und es gäbe einen Gradienten zwischen „vollkommen homosexuell“, über Zwischenstufen, bis „komplett heteronormal“ (Kinseys Regenbogenskala). Beide Mythen wurden in diesem Text [Gender Paradoxon] unter Verweis auf biologische Fakten widerlegt.

Obwohl dieses Aufklärungsbuch für Personen verfasst worden ist, die an den Ursachen und Folgen der evolvierten Zweigeschlechtlichkeit des Menschen interessiert sind, waren die öffentlichen Reaktionen vorwiegend negativ.

Kürzlich ist die folgende juristische Einsicht publiziert worden: „Ein Forschungsergebnis mag richtig, falsch oder umstritten sein; es ist aber nicht rechtswidrig oder rechtmäßig“ (Gärditz 2018).

Da dieses Buch im Wesentlichen auf den Ergebnissen biomedizinischer Forschung basiert, gebe ich die aktualisierte Neuauflage mit Zuversicht in den Druck. Naturwissenschaftliche Wahrheiten sind oft unbequem, aber man wird sie nicht auf Dauer unterdrücken können.

Kassel, im April 2018                                                                                     U. Kutschera

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Nächste Katastrophenmeldung: Deutscher Marine mangelt es an allen Ecken

Fangen wir doch einmal damit an, dass die Legitimation für das Erheben von Steuern u.a. darin besteht, dass mit den Steuern die Sicherheit von Leben und Eigentum der Bürger gesichert wird. Dieses Ziel ist im Hinblick auf Kriminalität schon sehr eingeschränkt, kommt es jedoch zur Bundeswehr und zur Sicherstellung einer Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, dann muss man zwischenzeitlich von einem Steuerbetrug sprechen, da offenkundig Steuergelder nicht dazu genutzt werden, die Bundeswehr in einem einsatzfähigen Zustand zu halten. Das ist auch kein Wunder, denn das, was immer noch als moderne westliche Demokratie gilt, ist längst zu einem Selbstbedienungsladen für Parteien geworden. Einmal an der Macht, verteilen sie Steuereuros an ihre Vasallen, werfen Steuergelder im großen Stil für ihre ideologischen Marotten und Spleens aus dem Fenster und bedienen sich natürlich auch selbst. Auf der Strecke bleiben die ureigenen Aufgaben, die die Erhebung von Steuern überhaupt nur rechtfertigen.

Die Missstände bei der Bundeswehr schreien mittlerweile so zum Himmel, dass selbst Mainstream-Medien darüber berichten, dann jedenfalls, wenn es nicht anders geht. Wer sich jedoch umfassend und aktuell über die Missstände bei der Bundeswehr informieren will, um das Ausmaß von Misswirtschaft und ideologischem Herunterwirtschaften der Bundeswehr erfassen zu können, der muss nach wie vor in ausländischen Publikationen schmökern, z.B. in Defense News.

Dort ist gerade ein Bericht über den beklagenswerten Zustand der deutschen Marine am Beispiel von Nordholz bei Bremerhaven erschienen, der in früheren Zeiten dazu geführt hätte, dass Verteidigungsminister den Hut nehmen. Aber frühere Verteidigungsminister hatten noch eine Ehre, ein Selbstverständnis und ein Verantwortungsbewusstsein, während die meisten heutigen Politiker und Minister sich nur durch ideologische Borniertheit auszeichnen, Borniertheit, deren gendergerechter Wahnsinn nicht einmal vor der Bundeswehr halt macht.

Und weil, wie jeder Student der Ökonomie gleich zu Beginn seines Studiums lernt, Ressourcen auf diesem Planeten nun einmal begrenzt sind, fehlt das Geld, das auf der einen Seite für ideologischen Unsinn aus dem Fenster geworfen wird, auf der anderen Seite.

In Nordhorst bei Bremerhaven hat dies folgende Konsequenzen:

Mangel an Personal und Material führt dazu, dass 70% der Flugausbildung und damit das zugelassene Maximum auf einem Flugsimulator stattfindet.

Public Relation meets Reality

Der Fliegerhorst der Marine hat eine kleine Flotte von alten P-3C Orion Flugzeugen, die ihr Verfallsdatum fast überschritten haben, er hat Sea Lynx und Sea King Hubschrauber, die zum Teil 49 Arbeitsjahre auf den Rotoren haben, so dass Ersatzteile weltweit und in den entlegensten Winkeln beschafft werden müssen, um die Museumsstücke zumindest flugbereit zu halten, wenngleich die wenigsten von ihnen jemals in die Luft gehen, denn:

Nur fünf Besatzungen sind für die P-3X Orion verfügbar, notwendig wären aber 8 Besatzungen.

Für die Hubschrauber sieht es nicht anders aus:

12 Besatzungen werden für den Sea Lynx benötigt, vier sind vorhanden.

Einst ist ein Sea Lynx geflogen. Das Bundeswehr-Marketing zehrt bis heute davon.

15 Besatzungen sind für den Sea King vonnöten, gerade einmal fünf können zusammengekratzt werden.

Mit anderen Worten, es fehlen 37,5% der Besatzung für einen regulären Betrieb der P-3C Orion Flugzeuge, 67% der Besatzung für einen regulären Betrieb der Sea Lynx Hubschrauber und 67% der Besatzungen für einen regulären Betrieb der Sea Kings.

Aber selbst wenn die notwendigen Besatzungen vorhanden wären, blieben die meisten Hubschrauber und Flugzeuge am Boden: Materialmangel. Deshalb wird am Flugsimulator und nicht in real life geübt. Und selbst die Flugsimulatoren stehen mittlerweile länger unbenutzt, als dass sie benutzt werden.

Einige Ökonomen beschäftigen sich mit der Frage, wie gesellschaftlicher Wohlstand und Prosperität verschwinden können und andere Sozialwissenschaftler ergänzen die Frage, wie man sich einen gesellschaftlichen Niedergang vorzustellen hat, welche Beispiele für Planungsdilettantismus, Misswirtschaft und Ressourcenverschwendung zu finden sind, um den Niedergang von einst prosperierenden Gesellschaften zu erklären. Früher waren die Beispiele oft spärlich gesät, wenngleich sozialistische Staaten ihr Möglichstes getan haben, um Armut und Mangel herzustellen. Heute kann man sich kaum retten, vor Beispielen: Burundi, Rwanda, Südafrika, Irak, Afghanistan, Venezuela, Deutschland, die Liste der Gesellschaften, die wegen ideologischer Spinnereien zugrunde gerichtet werden, wird ständig länger…

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Fachtagung: Intolerante Zupfmusik [Wahnsinns-Crescendo]

Immer wenn man denkt, man hätte schon jeden Irrsinn gelesen…

An der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz findet eine Fachtagung statt. Johannes Gutenberg, das ist der Typ, der den Buchdruck erfunden hat. Also etwas Nützliches, etwas, das gesellschaftliche Produktivität befördert hat.

Wer nun erwartet, dass an Universitäten, die den Namen „Johannes Gutenberg“ tragen, Sinnvolles, Nützliches, ja etwas erforscht wird, was den Wohlstand der Bevölkerung positiv und nicht etwa negativ beeinflusst, der hat seine Rechnung ohne Stefanie Acquavella-Rauch gemacht. Acquavella-Rauch erwartet „Wissenschaftler aus dem In- und Ausland“ um vom 7. bis zum 9- Juni 2018 über „Toleranz und Intoleranz in der Musik – dargestellt am Beispiel der Zupfmusik“ zu schwadronieren.

„Musik mit Mandoline, verschiedenen Gitarrenarten, Zither und Harfe, findet häufig in Nischen statt und ist an kulturellen Schnittstellen angesiedelt“, so verlautbart die Pressestelle der Universität Mainz. „Diese Ansiedlung an und auf Grenzen bringt es mit sich, dass Unterschiede wahrgenommen, ausgehalten oder abgewehrt werden müssen. Dadurch werden Toleranz und Intoleranz zu zentralen musiksoziologischen Kategorien, die Einblick in musikkulturelle Entwicklungen geben, wie sie auch in anderen Bereichen anzutreffen [sind], aber nicht immer untersucht werden“.

Das ist typisches Dummdeutsch. In dem gesamten Absatz, der gespickt ist, mit Worten, die ins Leere, Pardon: „in andere Bereiche“ verweisen, die dadurch (wodurch auch immer) „zu zentralen musiksoziologischen Kategorien“ werden, steht letztlich nur: Menschen sind unterschiedlich und manche spielen zudem noch auf Zupfinstrumenten herum.

Eine Fachtagung, die sich damit beschäftigt, dass unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Kontexten auf Saiteninstrumenten herumzupfen? Das kann nicht der Ernst der Universität Mainz sein – oder? Ist es aber. Denn natürlich zeichnen sich auch die Veranstalter aus Mainz durch das aus, was derzeit die institutionelle Wissenschaft mehr als alles andere auszeichnet: Vollständigen Stumpfsinn und absolute Phantasielosigkeit.

Intermezzo: Ein gezupfter Beitrag auf einer kulturellen Schnittstelle oder Grenze oder so:

Welche Themen werden derzeit ständig, obwohl bereits im Verwesungszustand, per Mund zu Mundbeatmung wiederzubeleben versucht?

Richtig: Rassismus und Genderismus.
Beide Themen haben sich so abgenutzt, dass sich nur noch unbekannter akademischer Nachwuchs findet, um sich vor den Karren der Ewiggestrigen spannen zu lassen.

Was also ist Intoleranz mit Zupfinstrumenten?

Die Frage ist nun leicht zu beantworten.

Allegro: Nothing Else Matters: Einblick in musikkulturelle Entwicklungen

Vortrag 1: Hetzen mit Gitarre. Behandelt werden Liedermacher der extremen Rechten, nicht etwa Liedermacher der extremen Linken.

Vortrag 2: Gender-Strategien im viktorianischen England.

Vortrag 3: Intoleranz und Sexismus im Berufsalltag von Harfistinnen.

Diese brennenden Themen, die so interessant sind, dass selbst ein in Meditation Geübter Selbstmord begehen würde, können Abgestumpfte in Mainz anhören. Die Finanzierung tragen wie immer die Steuerzahler.

Wäre es nicht so vorhersagbar dämmlich und so teuer für Steuerzahler , man könnte darüber lachen. Die Frage nach dem Erkenntnisgewinn, die ist uns im Halse stecken geblieben.

Scherzo: Wahrnehmen und Aushalten von Unterschieden


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Gleichschaltung: Was Diversität in Deutschland wirklich meint

Die sozialistische Welt der Partei in Orwells 1984 zeichnet sich durch eine eigene Sprache aus, die dazu gedacht ist, die Parteimitglieder an den Großen Bruder zu binden und sie in der Traumwelt der Partei, die von der wirklichen Welt der Prols getrennt ist, einzumauern. In der Traumwelt der Partei sorgt das Konzept der Newspeak (Neusprech) dafür, dass keine Gedankenverbrechen begangen werden bzw. Gedankenverbrechen schnell erkannt werden, z.B. durch ein Facecrime, wenn der Gesichtsausdruck eines Parteimitglieds auf Deldenk hinweist, also darauf, dass ein Parteimitglied Kritik an einer Doktrin der Partei „denkt“. Newspeak oder Neusprech kennt die Unperson, jemanden, der vom richtigen Glauben abgefallen ist, über den daher nicht mehr gesprochen werden darf, an den nicht einmal mehr gedacht werden darf. Wer es schafft, im Einklang mit den Vorgaben der Partei zu leben, der ist ein Gutdenker. Er hat keine „unguten Gedanken“ mehr und ordnet sich in die Freiheit, die ihm die Partei gewährt ein, eine Freiheit, die keinerlei Handlungsfreiheit, sondern lediglich eine Freiheit von z.B. Ungeziffer bezeichnet. Besonders bekannt geworden sind die Gegensätze, die Orwell in Newspeak durch Doppeldenk ausschaltet, also durch die Fähigkeit, Widersprüche zu denken und mit ihnen zu leben. Das Ministerium für Liebe (Miniluv) ist daher für Recht und Ordnung zuständig, was in 1984 mit Folter und Überwachung gleichgesetzt ist, denn der Große Bruder liebt seine Parteimitglieder so sehr, dass er jedes Mittel, auch Folter anwendet, um sie wieder zum richtigen Denken zu bekehren, wenn sie sich eines Gedankenverbrechens schuldig gemacht haben. Das Ministerium für Wahrheit (Minitrue) ist für Propaganda zuständig, verbreitet also das, was die Parteimitglieder als Wahrheit glauben sollen, nicht das, was Wahrheit ist usw.

Insgesamt beschreibt Orwell ein sehr düsteres Bild von Menschen, die in einem Echozimmer gehalten und dort von der Realität, von Kritik, von jeder Form von abweichender und neuer Idee isoliert werden.

Orwell hat damit die Vorlage für das geliefert, was heute von Politikern und Eurokraten als „freie Gesellschaft“ bezeichnet wird. Wir haben die Analogien zu Orwell einmal am Beispiel der Diversität durchgespielt. Diversität, also Pluralismus oder Verschiedenheit ist einer der Werte, die in Deutschland von Diversitätsaposteln hochgehalten werden. Diversität ist Neusprech, Newspeak, denn wenn man die Probe auf Exempel macht, dann zeigt sich, dass Diversität nicht Verschiedenheit und Pluralismus meint, sondern Gleichschaltung in der totalitären Vorstellungswelt der Linken.

Ein paar Beispiele:

Wer Feminismus kritisiert ist ein Anti-Feminist und als solcher eine Unperson. Es werden Listen über ihn angelegt, es wird versucht, ihn aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen. Es wird versucht, in mundtot zu machen, zu ächten und zu isolieren. Geht es um Feminismus, dann gibt es keine Diversität.

Wer den menschengemachten Klimawandel anzweifelt wird als Klimaleugner denunziert. Es wird versucht, ihn lächerlich zu machen, sofern er Wissenschaftler ist, wird versucht, seine Ergebnisse totzuschweigen, ihm die Möglichkeit, seine Arbeiten in wissenschaftlichen Journalen zu publizieren, zu nehmen usw. Geht es um den Klimawandel, dann gibt es keine Diversität.

Wer Homosexuelle nicht mag, der wird, egal, ob er seine Aversion in Handlungen oder verbal kundtut, als Homophober beschimpft und aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Bislang landet er noch nicht im Gefängnis, aber diese Umkehrung der einstigen Verhältnisse ist nur noch eine Frage der Zeit. Geht es um menschliche Empfindungen gegenüber Homosexuellen, dann gibt es keine Diversität.

Wer das Wort „Neger“ verwendet, z.B. weil er nicht einsieht, dass er sich von anderen die Phantasien, die sie mit dem Begriff „Neger“ verbinden, unterschieben lassen soll, der gilt als Rassist. Es wird versucht, seine Begriffs-Verwendung als Hatespeech zu stigmatisieren und ihn aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen. Geht es um die richtige Sprache, dann gibt es, wie in 1984 keine Diversität, keine Toleranz für Abweichung.

Wer die AfD wählt oder als Mitglied der AfD bekannt ist, stellt sich außerhalb des politisch korrekten Kanons. Er wird zur Zielscheibe von linker Agitation, seine Accounts in sozialen Netzwerken werden überwacht, eine Abweichung von der offiziellen Parteilinie mit Denunziation bei Netzwerkbetreiber oder Arbeitgeber geahndet. Eine Diversität der Meinungen und Überzeugungen gibt es nicht.

Wer darauf hinweist, dass die 78 Milliarden Euro Kosten für Flüchtlinge erst einmal aufgebracht werden müssen und es mit Gerechtigkeitsaspekten nicht vereinbar ist, wenn man Steuerzahler für Flüchtlinge, die noch keinerlei Beitrag in der Aufnahmegesellschaft geleistet haben, zahlen lässt, wohlwissend, dass die 78 Milliarden Euro, stünden sie den nämlichen Steuerzahlern zur Alterssicherung bereit, in vielen Fällen die Altersarmut ersparen würden, der gilt als Ausländerfeind, als Rechtsextrem, als Rassist, als … Diversität gibt es nicht, die Abschottung der Parteimitglieder von der Realität und ihr Bemühen, dem Großen Bruder durch Quaksprech gefällig zu sein, ist vollkommen.

Schließlich: Wer es wagt darauf hinzuweisen, dass ohne Kapitalismus frühere, heutige und nachfolgende Generationen am Hungertuch nagen würden bzw. genagt hätten, wird zum „Neoliberalen“ erklärt, was letztlich nichts anderes heißen soll als „rechts“, in jedem Fall jemand, der die Parteidoktrin in Frage stellt und somit ein Gedankenverbrechen begeht. Diversität gibt es auch hier nicht.

Kurz: Diversität meint in Deutschland einen sehr engen Korpus von erlaubten Denk- und Handlungsweisen, die keinerlei Abweichung, keinerlei Diversität in der eigentlichen Bedeutung des Wortes, zulassen. Freiheit ist eben Sklaverei und Frieden ist Krieg, so wie Diversität zu Gleichschaltung im Totalitarismus geworden ist.

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Hausfrauenwissenschaft von Hausfrauenwissenschaftlern

Faktenfinder, die von sich denken, sie könnten verstehen und in einem Beitrag zusammenstellen, wofür andere Jahre studiert haben.

Angebliche Wissenschaftler, die in einem Satz darauf hinweisen, dass Männer als Gruppe zu heterogen sind, als dass man von „den Männern“ sprechen könne, um im nächsten Satz davon zu schwadronieren, dass etwas „die Frauen“ benachteiligen würde.

Angebliche Forscher, die noch nie etwas davon gehört haben, dass es eine „Methodologie der empirischen Sozialforschung“ gibt, dass sich Generationen von Wissenschaftlern mit der Frage, wie man Befragungen durchführt, welche Form der Befragung für welche Themen geeignet ist, wie man Fragen formuliert, wie man Interviewereffekte mimimiert, beschäftigt haben.

Professoren, die denken, ihre Position mache jeden Unsinn, den sie von sich geben, zur Wissenschaft, erlaube es ihnen, sich in Assoziationsketten zu verlieren und Unfug auf Blödsinn folgen zu lassen und dennoch zu reklamieren, das sei Wissenschaft, eben, weil sie eine Position in der institutionellen Wissenschaft besetzen.

Professoren, die noch nie davon gehört haben, dass Wissenschaft eine Methode ist. Dass Wissenschaft dem Ziel dient, Erkenntnis zu gewinnen. Dass man deshalb Aussagen aufstellen muss, die von anderen nachvollzogen, kritisiert und falsifiziert werden können, weil Wissenschaft ein kumulativer Prozess ist, an dem viele beteiligt sind und keine Form der Selbstverwirklichung für schräge Vögel mit schrägen Ideen.

Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem wir uns nicht über den Verfall der institutionellen Wissenschaft oder des Niveaus des öffentlichen Diskurses, soweit er in Mainstream-Medien stattfindet, unterhalten. Und gestern, beim Abendessen, da war einer der Momente, die in Erinnerung bleiben, einer dieser Aha-Momente, wenn man plötzlich einen Begriff findet, der all das, was man aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet hat, all die unterschiedlichen Aspekte der Entprofessionalisierung und des intellektuellen Verfalls, die oben beschrieben wurden, umfasst.

Dr. habil. Heike Diefenbach hat ihn geprägt, und er trifft den Nagel auf den Kopf:

Hausfrauenwissenschaft!

Um nicht falsch verstanden zu werden: Der Begriff richtet sich nicht gegen eine Hausfrau, die ihren Haushalt im Griff, das Kochen perfektioniert, das Putzen systematisiert hat. Der Begriff „Hausfrauenwissenschaft“ oder „Hausfrauen-Wissenschaftler“ richtet sich auf diejenigen, die ihre Hausfrauenmentalität auf Bereiche übertragen, in denen sie fehl am Platze ist.

Vor Jahren haben wir 30 Fragen aufgestellt und an Gender Studierte geschickt. Gender Studies wollen ein wissenschaftliches Fach sein, und auch wenn hier Liliputaner in Übergrößen schlüpfen wollen, soll man fair sein und ihnen eine Chance geben. Also haben wir den Gender Studierten 30 Fragen geschickt, die ein Wissenschaftler im Schlaf beantworten kann, weil er weiß, was er warum und wie erforscht. Gender Studierte können es nicht. Sie wurden von den 30 Fragen vollkommen kalt erwischt, denn sie sind keine Wissenschaftler, sie sind Hausfrauen, die ihrem Haushalt entflohen sind und nun versuchen, Sozialwissenschaft als Form von Kaffeegespräch zu praktizieren.

Nicht nur, sind sie mit ihrer Hausfrauenmentalität fehl am Platze, sie sind auch nicht in der Lage rudimentäre Hausfrauentätigkeiten auszuführen. Deshalb tischen sie kalten Kaffee auf. Entdecken Konzepte und bestaunen sie als ihre vermeintlich neue Erfindung, wie die Intersektionalität, obwohl Wissenschaftler schon vor Jahrhunderten entdeckt haben, dass schon zwei dichotome Variablen eine Vierfelder-Matrix beschreiben.

Sie bringen nicht nur nicht die Mentalität mit, die außerhalb ihres Haushalts nachgefragt wird, sie verhalten sich auch wie Mutationen von Kaspar Hauser, die Bestaunen, was für andere keiner Erwähnung mehr wert ist. Wissenschaft sei gar nicht objektiv, verkünden Queere oder andere, die eine Position an einer Hochschule zugestanden bekommen haben und meinen, sie hätten das, was die wissenschaftliche Welt im Innersten zusammenhält, erschüttert. Und Erschütterung lösen sie tatsächlich mit ihren Aussagen aus, Erschütterung darüber, dass man tatsächlich so dumm sein kann, anderen zu unterstellen, sie seien der Meinung, Wissenschaft sei ein objektives Unterfangen, in dem die Wahrheit gefunden werde. Erst die Queeren und anderen, die Foucault ständig im Munde führen, aber nie gelesen haben, hätten entdeckt, dass jeder Forscher und jeder Beforschte ein eigenes Subjekt sei und als solches seine Sicht an den Forschungsgegenstand herantrage. So ist das eben, wenn man keine Ahnung von Wissenschaft hat; noch nie etwas von Methoden und Verfahren gehört hat, die es erlauben, Subjektivität in intersubjektiven Grenzen zu halten. So ist das, wenn man Zahlen fürchtet und die Wissenschaft der weißen Männer ablehnt, weil man sie nicht versteht. So ist es, wenn man das eigene dumme Geschwätz zu Wissenschaft erklären will, obwohl man keine Idee davon hat, warum gerade das eigene dumme Geschwätz Wissenschaft sein soll.

Hausfrauenwissenschaftler eben, die versuchen, in einer Kapelle mitzuspielen, obwohl sie kein Instrument beherrschen.

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