Die Opfer der Gleichstellung schlagen zurück

Unsinn muss man sich leisten können.

Wenn es brennt, dann wird es das Feuer wenig beeindrucken, dass eine Gleichstellungsbeauftrage über die männlichen Rollenbilder fabuliert, die weibliche Feuerwehrmänner, die es natürlich in Hülle und Fülle gibt, daran hindern, mit Wasser und anderen Löschmitteln, dem Feuer zu Leibe zu rücken. Und während die Gleichstellungsbeauftragte fabuliert, löschen die männlichen Rollenbilder das Feuer.

Geschwätz und entsprechende Schwätzer muss man sich leisten können.

Solange eine Gesellschaft wächst und genug zum Verteilen vorhanden ist, fällt es nicht in der Weise auf, wie es auffallen müsste, dass unproduktive Teile der Gesellschaft sich mit Geschwätz einen Lebensunterhalt verschaffen. Solange es in Unternehmen rund läuft  und Motoren immer noch in der Stückzahl produziert werden, die notwendig ist, um die Nachfrage zu befriedigen, so lange der Ertrag aus dem Absatz immer noch ausreicht, um unproduktive Gleichstellungsbeauftragte und weibliche Dabeisitzer in Aufsichtsräten mit durchzufüttern, so lange regt sich niemand wirklich darüber auf. So lange niemand an eine Wissenschaft, eine Sozialwissenschaft, den Anspruch richtet, Steuergelder produktiv einzusetzen und einen Nutzen für die Gesellschaft zu erbringen, so lange können Fächer wie Gender Studies, Whitenessstudies und andere Blüten gelangweilter und undisziplinierter Geister, die sich vormachen, der Unsinn, den sie verbreiten, sei ein Gedanke, sei das Ergebnis von Denken, ihr Dasein mit eben diesem Unsinn und auf Kosten der Steuerzahler fristen.

Wenn aber der Absatz zurückgeht, wenn das, was verteilt werden soll, knapp wird, wenn Wissenschaftler mit Bürgern konfrontiert sind, die einen Nutzen für das viele Steuergeld, das in die Wissenschaft fließt, erwarten, dann wird es eng für die Schwätzer und all die Unproduktiven, die nicht einmal selbst wissen, wofür sie eigentlich gut sind, welchen Nutzen sie der Gesellschaft je gebracht haben, bringen könnten oder je bringen werden.

Seit Jahren werden Programme aufgelegt, die angeblich dazu dienen, Frauen zu fördern. Als Ergebnis der Logik dieser Programme, werden Männer benachteiligt und Positionen mit weiblichen Bewerbern besetzt, die in vielen Fällen eben nicht der beste Bewerber, sondern der Bewerber mit dem richtigen Geschlecht waren. Das Ergebnis kann man z.B. am Niedergang der deutschen Sozialwissenschaften ablesen, die zu einer Schwatzbude verkommen sind, mit nur wenigen „pockets of rational resistance“.

Die angesprochene Logik funktioniert einfach:

  • Hochschulen werden finanziell immer kürzer gehalten.
  • Viele Hochschulen kommen gerade so über die Runden.
  • Den Hochschulen, die nach finanziellen Mitteln dürsten, wedeln Politiker mit finanziellen Mitteln vor der Nase. Es gibt nur eine Bedingung: Es müssen weibliche Bewerber eingestellt werden.
  • Also werden weibliche Bewerber eingestellt, egal, ob männliche Bewerber besser geeignet wären, denn männliche Bewerber bringen den Hochschulen nicht das ersehnte Geld.
  • Das Ergebnis ist eine Degeneration der Wissenschaft im Allgemeinen und der Sozialwissenschaften im Besonderen.
    Sozialwissenschaften können immer weniger die rudimentären Leistungen erfüllen, die von einer Wissenschaft als Triebkraft gesellschaftlicher Entwicklung erwartet werden.

Vor zwei Tagen hatten wir ein Beispiel für solch’ nutzlose Sozialwissenschaft:

“Nicht nur ´Frau´ zu sein, sondern auch ´Schwarz´ zu sein und aus der ´Arbeiterklasse´ – Mit diesem Hinweis auf mehrfache Diskriminierung kritisierte der black feminism eine allzu weiße westliche Frauenbewegung aber auch eine männliche blackpower-Bewegung. In der daran anknüpfende Intersektionalitätsdebatte wird nicht nur Ungleichheit aufgrund von Gender bearbeitet, sondern in der Thematisierung von Ungleichheiten werden die verschiedenen Differenzachsen entlang von Ethnizität/“Rasse“, Gender, Klasse/Schicht, Sexualität, Nationalität, Alter berücksichtigt und zusammen gedacht. In den letzten Jahren ist „Intersektionalität“ auch in Deutschland zu einer zentralen heuristischen und methodologischen sozialwissenschaftlichen Perspektive avanciert.
Im Seminar werden wir der transatlantischen Reise von race-class-gender nachgehen und uns den aktuellen Herausforderungen und Forschungsfeldern (u.a. den Gender-Studies, den media-studies, der kritischen Migrationsforschung) der Intersektionalitätsdebatten widmen. Das Seminar baut auf deutsch- und wenigen englischsprachigen Texten auf und ist als Lektürekurs konzipiert.” (Beschreibung des Seminars „race-gender-class: Intersektionale Ungleichheiten” von Elisabeth Tuider an der Universität Kassel.

Was soll ein Student durch den Besuch dieses Seminars an Wissen erwerben, das einen gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht? Welcher gesellschaftliche Nutzen könnte aus einem solchen Seminar entstehen?

Das beschriebene Seminar ist eines von vielen, die es landauf landab an deutschen Hochschulen gibt und die in der Regel mit einem Verweis auf die Wissenschaftsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre, die nach dieser Lesart offensichtlich die Produktion von Unsinn umfasst, legitimiert werden. Seminare wie das beschriebene sind Ergebnis der Zuwanderung von Quotenfrauen, die über Programme wie das Professorinnenprogramm oder über Klauseln wie „bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt“ und unter direkter Benachteiligung von männlichen Bewerbern in Positionen gelangt sind.

Doch mittlerweile scheint das Fass überzulaufen. Offensichtlich gibt es immer mehr Positionen, für die diejenigen, die sie zu besetzen haben, versuchen, um das Diktat des Gleichstellungskommissars herumzukommen und eben den besten Bewerber nicht den weiblichen Bewerber einstellen zu können. Die Not vor Ort muss entsprechend groß sein. Die Phantasie, mit der versucht wird, dem Gleichstellungs-Totalitarismus, den das BMFSFJ und das BMBF ausüben, zu entkommen, ist ebenfalls beachtlich. Ein schönes Beispiel haben wir bei der Universität Koblenz-Landau entdeckt. Es hat die folgende sprachliche Form angenommen:

„Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt. Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, soweit und solange eine Unterrepräsentanz vorliegt. Dies gilt nicht, wenn in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen.“

Frauen werden bevorzugt, nicht nur wenn sie schwerbehindert sind, sondern auch bei gleicher Eignung. Das ist die Standardfloskel die der Gleichstellungstotalitarismus vorsieht. Neu sind die Versuche, um das Bevorzugungsdiktat herumzukommen und sich Luft zu verschaffen, um eben den besten, nicht den weiblichen Bewerber berufen zu können.

Bevorzugte Berücksichtigung, nicht mehr Einstellung von weiblichen Bewerbern erfolgt nur noch, wenn keine Überrepräsentation vorliegt, denn irgend jemand muss ja die Arbeit machen und männliche Bewerber haben eine lange Geschichte, die zeigt, dass sie die Arbeit machen. Und: weibliche Bewerber werden nur solange bevorzugt, so lange nicht „in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen“.

Damit haben die Koblenz-Landauer eine geniale Formulierung gefunden, um das Gleichstellungsdiktat und den Bevorzugungstotalitarismus der Genderisten auszuhebeln, denn ein „schwerwiegender Grund in der Person des Bewerbers“ (man bedachte die fehlende weibliche Form: keine schlafenden Hunde wecken!), der genutzt werden kann, um die an der Auswahl der Bewerber beteiligte Gleichstellungskommissarin und vermutlich den Vertreter der Gewerkschaft ruhig zu stellen, ist leicht und schnell gefunden. Allein die Tatsache, dass eine derartige Klausel in Bewerbungen aufgenommen wird, zeigt das Ausmaß der Not, das vor Ort zu herrschen scheint und Hochschulen dazu veranlasst, Ausschreibungen nun so zu formulieren, dass die Berufung weiblicher Bewerber nur dann möglich ist, wenn sie tatsächlich und in jeder Hinsicht und vollkommen unabhängig von ihrem Geschlecht der beste Bewerber sind.

Wir sind also zurück in der Normalität. Allerdings sind dazu Umwege notwendig, da das Gleichstellungsdiktat bestimmte Floskeln vorgibt, die man nun mit Gegenfloskeln bekämpfen muss. 

Die Opfer der Gleichstellung, sie schlagen zurück.

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4 Responses to Die Opfer der Gleichstellung schlagen zurück

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Die Opfer der Gleichstellung schlagen zurück

  2. Gereon says:

    Wenns dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.
    Man kann Frauen die wunderbarste Zivilisation hinstellen, sie finden noch ne Erbe.
    Lasst sie die Erbsen lang genug finden und ,macht die Bereitstellung der Zivilisation zur Einstellungsbedingung die einige grundlegende Regeln für Frauen/Menschen beinhalten und alles ist gut. Feministische alleskönnerinnen und forderinnen dürfen sich auf unerschlossenen Landstrichen mit von ihnen geschaffenen Werkzeugen und Grundlagen austoben, bis sie ausgestorben sind.

  3. oprantl says:

    Kleine Geschichte dazu.
    Vor kurzem hatten wir Besuch von einer jungen Frau, ca 23 Jahre alt, Feuerwehrlerin seit Jahren.
    Sie erzählte von ihrer und ihrer Geschlechtsgenossinen Leistungsfahigkeit zum gleichwertigen Notfalleinsatz bei Rettungsmaßnahmen, Bergung aus brennendem Haus in voller Montur.
    Daufhin habe ich mich, 80 kg, auf den Rasen gelegt und sie aufgefordert, mich, totgestellt 20 Meter zu schleppen. Nach 3 Metern war Schluß, der Atem heftig und die Birne gefährlich rot.
    Jetzt stelle man sich vor, dritter Stock, Rauch, Atemschutzgerät und Treppen, alles muß schnell gehen. Ein/e Adipöse/r würde totsicher dem Grill anheim fallen.
    Dass man das ja ganz anders sehen und betrachten müsse, wurde uns dann erklärt, als die Atmung langsam wieder normale Züge angenommen hatte.

    Ein andere Geschichte ist, dass wir uns seit Jahrzehnten recht erfolgreich bemühen, Ehe und Familie abzuschaffen. Nun führt im Artikel beispielhaft Ausgeführtes zu einem weiteren Meilenstein in dieser Entwicklung, denn Frauen ernähren keine Familien.
    Männer, welche dieses gerne tun würden, haben keine Chance mehr, auch weil Frauen nur aufwärts heiraten. Auch können Männer im Gegensatz zu Frauen nicht am Einkommen des anderen Geschlechts partizipieren. Dies ergibt einen Bodensatz an perspektivlosen Männern. Ergebnis, wir haben zu den radikalen Weibern (man verzeihe mir diesen angebrachten Ausdruck) dann auchn noch ein Heer an radikalisierten Männern.
    Eine schöne linke Zukunft. Ich will auch eine Pfründe haben. Ich stelle um auf links und schwul und nenne mich ab sofort Rosalinde.

    • Zawehn says:

      Liebe Rosalinde, Glückwunsch, daß Sie sich endlich “befreit” haben. 😉 Ich parke auch gern auf Frauenparkplätzen, die sind immer so schön nah am Eingang vom Einkaufszentrum. Daß ich ein Mann bin, ist optisch unverkennbar. Ich warte auf den Tag, daß mich jemand auffordert, nicht auf dem Frauenparkplatz zu parken und ich dem dann ins Gesicht brüllen kann: “Ich bin eine Frau und stecke nur im falschen Körper!”. Was wäre also, wenn ich mich als Mann auf eine von der Professorinnenförderung gezahlte Stelle bewerbe und in meinen Lebenslauf einfach schreibe, daß ich sowas von Trans-Inter-Ultrasexuell bin, also eine Frau gefangen im Männerkörper. Würde man mich dann doch nehmen und vor allem bezahlen?
      (PS: Ich kenne transsexuelle Menschen, die aber keine solche Bevorzugung wollen, sondern nur Akzeptanz und kein Mobbing. Ich will mich über diese Menschen auch nicht lustig machen, die haben es tw. schwer genug mit ihren Situationen. Aber Genderfaschisten und Frauenbevorzuger können von mir kein Wohlwollen erwarten…)

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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