Ausbildung: Nachhaltigkeitskämpfer an 275 Schulen deutschlandweit

Wussten Sie, dass es in Deutschland 275 UNESCO-Projektschulen gibt? An UNESCO-Projektschulen werden Nachhaltigkeitskämpfer ausgebildet, Schüler, die schon wissen, was richtig ist und wie man richtig lebt:

„In mehr als 100 Städten verteilt über die gesamte Bundesrepublik findet man sie: die mehr als 275 UNESCO-Projektschulen. Sie sind ganz „normale” Schulen, aber mit einer besonderen Schwerpunktsetzung: UNESCO-Projektschulen engagieren sich für eine Kultur des Friedens, für den Schutz der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung und für einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das Schulleben gestalten sie im Sinne des interkulturellen Lernens. Das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projektschulen lautet: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.“

Kultur des Friedens, Schutz der Umwelt, Ausgleich zwischen Arm und Reich, interkulturelles Lernen: An UNESCO-Projektschulen werden Probleme, die seit Generationen die Wissenschaft beschäftigen, im Laufe eines Schülerlebens gelöst.

UNESCO Projektschulen

Wie, das erklärt das (UNESCO) Portal für BNE: Bildung und Nachhaltige Entwicklung:

„Was ist das Ziel von guter Bildung? Jenseits von konkreten Inhalten soll sie Menschen die Kompetenz zu gestalten vermitteln. Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht
– vorausschauendes Denken;
– interdisziplinäres Wissen;
– autonomes Handeln;
– Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung dient entsprechend nicht nur dazu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren sondern partizipative Methoden zu verwenden, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. Hinzu kommt ein internationaler Blick, der es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört. Dazu braucht es politische umfassende Bildung. Denn jeder Einzelne muss täglich Entscheidungen treffen. Und nicht immer liegt auf der Hand, was die beste Entscheidung ist.“

Das Erschreckende an dem, was BNE sein soll: Die Behauptung, man könne die beste Entscheidung generell bestimmen. War es die beste Entscheidung als Neville Chamberlain 1938 seine Politik des Appeasements auch unter Aufgabe der Rest-Tschechei fortgesetzt hat. In einer Kultur des Friedens sicher. Es hat den Frieden zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich gesichert, nicht den Frieden der Tschechen. Welche Option wählt ein Weltbürger, wenn er sich zwischen Dieselfahrzeugen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen und dem Drahtesel Made in China entscheiden muss, der ausnutzt, dass in China Arbeitskraft noch billig zu haben ist? Was macht der klimaschützende Nachhaltige wenn er zwischen Energieeffizienz und Ökologie wählen muss: Sitzt er dann lieber im Kalten und schlottert, weil er ein guter Weltbürger ist?

Gilt es als autonomes Handeln, wenn ein Schüler sich auf Grundlage guter Gründe entscheidet, nicht an den menschengemachten Klimawandel zu glauben und statt dessen der Ansicht ist, die Überbevölkerung der Erde sei ein viel größeres Problem als die Begrenztheit der Ressourcen? Wie verhält sich die Ausbildung zur Teamfähigkeit zum autonomen Handeln, das im Rahmen eines Teams gerade nicht möglich ist?

Schon nach kurzer Betrachtung hat man das untrügliche Gefühl, die UNESCO-Projektschulen seien Orte der Indoktrination, Orte, an denen die Bornierten von morgen, die sich jenseits dessen, was ihnen als einzig richtiges Handeln eingetrichtert wurde, nichts vorstellen können, ausgebildet werden. Sie werden dazu ausgebildet Fragen wie die, ob es ethisch vertretbar ist, von heute lebenden Menschen sicheren Verzicht zu fordern, damit morgen oder übermorgen vielleicht lebende Menschen vielleicht einen unsicheren Nutzen davon haben können, erst gar nicht zu stellen?

Wozu braucht die UNESCO überhaupt Projektschulen?
Wie kann es sein, dass eine Abteilung der UNO Einfluss auf den Unterricht, dessen Gegenstand und Ausführung in Deutschland nimmt, einem Land, in dem die Linken Zeter und Mordio schreien, wenn sich ein Unternehmen auch nur in die Nähe einer Schule wagt?

Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass UNESCO-Projektschulen dazu dienen, Nichtregierungsorganisationen, die so unabhängig sind, dass sie am Tropf der UNO oder der EU hängen, wie z.B. Greenpeace, direkten Zugang zu Schulen und Schülern zu gewähren, auf dass die Indoktrination umfänglich sei und der Nachwuchs der entsprechenden NGOs vor Ort gesichert werden kann.

„150.000 Kinder und Jugendliche sowie 10.000 Lehrkräfte in Deutschland feiern am 26. April den internationalen Projekttag der UNESCO-Projektschulen unter dem Motto “Brennpunkt Zukunft“. Die fast 300 UNESCO-Projektschulen in Deutschland präsentieren im Rahmen von Workshops, Podiumsgesprächen und Kunstaktionen ihre im Laufe des Schuljahres 2017/2018 entwickelten Lösungsansätze zu zentralen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung. Auch Partnerschulen im Ausland sowie außerschulische Bildungsorte gestalten diesen Tag mit.
Bei der zentralen Veranstaltung in Berlin dreht sich am 26. April alles rund um das Thema nachhaltige Entwicklung, Konsum und Bildung. Schülerinnen und Schüler der Berliner UNESCO-Projektschulen haben dazu in Kooperation mit Greenpeace Schulen aus ganz Deutschland zu einem Fest der Nachhaltigen Entwicklung eingeladen“.

Man kann nur hoffen, dass die ganze Indoktrination, die heute als Unterricht gilt, zu Renitenz bei einigen führt. Wer sonst sollte die Ideen haben, die zur Lösung der Probleme beitragen, an die man bei der UNESCO trotz aller Planung nicht gedacht hat? Aber bei der UNESCO gilt ein Mut zur Lücke, der Schaudern macht:

„Wichtig ist, auszuhalten, dass man nicht alle Informationen zu einem Thema haben kann. Und trotzdem entscheidungsfähig ist. Das ist eine Grundbedingung für die Zukunft, ganz unabhängig davon, ob es um das Thema Nachhaltigkeit geht.“
Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater des Weltaktionsprogramms, FU Berlin)

In Kurz: Wir haben zwar nicht alle Informationen, aber wir wissen, dass Nachhaltigkeit heute und in Zukunft ganz wichtig ist.

Das einzige, was wir genau wissen: Vorsicht vor wissenschaftlichen Beratern, die Plattitüden absondern, denn natürlich hat niemand, auch nicht die UNESCO alle Informationen, die notwendig sind, um eine objektiv-korrekte Entscheidung zu treffen. Entscheidungen richten sich auf die Zukunft. Die Zukunft kennt niemand. Das ist also eine Plattitüde. Warum äußert sie de Haan. Offensichtlich will er Entscheidungen rechtfertigen, die auf wenig Information basieren und bei denen nicht einmal der Versuch unternommen wird, sich mit Alternativen, Optionen oder abweichenden Meinungen zu beschäftigen. Keine Entscheidung beruht auf allen Informationen zu einem Thema. Warum also soll man sich querlegen, um sich ein möglichst umfassendes Bild von einem Gegenstand zu machen, zumal, wenn man schon genau weiß, was richtig ist, in der Kultur des Friedens, in ihrer geschützten Umwelt, in der ein integrierender Ausgleich zwischen Reich und Arm zur vollständigen Nivellierung aller Unterschiede, die das Leben lebenswert machen, geführt hat?

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Der Repräsentativitäts-Hoax: „Hohe Wertschätzung der ARD-Familie“

Wir haben schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass die Behauptung, man könne repräsentative Querschnitte im Rahmen einer Meinungsbefragung ziehen und auf Grundlage von 1000 bis 2000 Befragten auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen, Unsinn ist.

Repräsentativität ist ein Hoax.

Wozu der Hoax inszeniert wird, kann man leicht sehen, wenn man sich fragt, wem er nutzt.

  • Den Meinungsforschungsinstituten:

Wenn Sie ihre vermeintlichen Ergebnisse nicht als „für die Bevölkerung ab 14 Jahre repräsentativ“ verkaufen könnten, wäre die Nachfrage ziemlich mau.

  • Den Kunden von Meinungsforschungsinstituten:

Angeblich repräsentative Umfragen werden regelmäßig zur Legitimation benutzt.

  • Von Politikern, die damit Rückhalt für ihre Politik in der Bevölkerung vortäuschen wollen (oder die den Meinungsforschern auf den Leim gehen).
  • Von Funktionären, die für ihre „repräsentative Arbeit“ öffentliche Förderung aus den Mitteln von Steuerzahlern erheischen wollen;
  • Von Lobbyisten, die mit angeblich repräsentativen Umfragen die Legitimität ihres Anliegens belegen wollen, das dem Zweck dient ihnen und ihrer Klientel einen Vorteil auf Kosten der Allgemeinheit zu verschaffen;
  • Von öffentlich-rechtlichen Anstalten, die damit ihre Reichweite, ihre Akzeptanz und ihre angebliche Wertschätzung durch ihre Konsumenten belegen wollen, um die Preise für Webeplätze in die Höhe zu treiben oder hoch zu halten;

Die Liste derer, die angeblich repräsentative Umfragen benutzen, um ihre eigenen Zwecke zu fördern ist lang, sehr lang. Meinungsumfragen sind ein Geschäft, das Umsätze von mehreren Milliarden Euro umfasst. Schon aus diesem Grund, wird jede Kritik an Repräsentativität unterdrückt oder ignoriert.

Warum ist es nicht möglich eine repräsentative Meinungsbefragung durchzuführen?

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel. Der Bayerische Rundfunkt als Teil der ARD hat bei GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) in Nürnberg eine „repräsentative Befragung“ bestellt, die die Reichweite der ARD und die Akzeptanz der eigenen Programme abbilden soll.

Erhalten hat der Bayerische Rundfunk die Ergebnisse einer Befragung von „1.502 Personen im Alter ab 14 Jahren“, die vom “11. Januar bis 14. Februar 2018” befragt wurden: Die Befragung erfolgt telefonisch. Die Auswahl der Befragten erfolgte durch eine „repräsentative Zufallsauswahl“.

Es hat sich eingebürgert, ein paar magere technische Details in pompöser Sprache am Ende der angeblich repräsentativen Befragungen zu veröffentlichen. Das, so die Idee dahinter, mache die Ergebnisse glaubwürdiger.

Die Ergebnisse sind glaubwürdig, so lange man sich nicht fragt, was da eigentlich gemacht wurde.

Was zum Beispiel ist eine repräsentative Zufallsauswahl?

In einem beliebigen Lehrbuch zu den Methoden der empirischen Sozialforschung kann man Folgendes zu einer einfachen Zufallsauswahl lesen, denn die repräsentative Zufallsauswahl gibt es nicht, es gibt nur unter ganz spezifischen und eng umrissenen Bedingungen die Chance, dass eine Zufallsauswahl repräsentativ ist. Tatsächlich ist die repräsentative Zufallsauswahl in den meisten Fällen eine „einfache Zufallsauswahl“.

“Wird aus einer Grundgesamtheit mit N Elementen eine Stichprobe mit n Elementen so gezogen, dass jede mögliche Stichprobe mit n Elementen dieselbe Chance zur Realisierung besitzt, dann wird das Auswahlverfahren als “einfache Zufallsstichprobe” (simple randam sample, bzw. SRS) bezeichnet. Bei einer exakt definierten Grundgesamtheit existieren nur begrenzt viele mögliche unterschiedliche Stichproben. Angenommen eine ‘Grundgesamtheit’ besteht aus vier Elementen A, B, C und D. Soll aus dieser Grundgesamtheit eine Zufallsstichprobe mit nur zwei Elementen gezogen werden, so gibt es nur sechs verschiedene mögliche Stichproben {AB}, {AC}, {AD}, {BC}, {BD}, {CD}. Bei einer einfachen Zufallsauswahl besitzt jede dieser möglichen Stichproben die gleiche Wahrscheinlichkeit tatsächlich gezogen zu werden. Ebenso besitzt jedes Element der Grundgesamtheit dieselbe Chance in eine bestimmte dieser Stichproben zu gelangen. Durch die Ziehung wird eine der möglichen Stichproben realisiert. Eine einfache Zufallsstichprobe weist unter anderem die Eigenschaft auf, dass alle Elemente einer Grundgesamtheit dieselbe Chance besitzen, in die Stichprobe zu gelangen. Eine andere Eigenschaft einer einfachen Zufallsstichprobe ist weiterhin, dass jede einfache Zufallsstichprobe aus einer einfachen Zufallsstichprobe ebenfalls eine einfache Zufallsstichprobe darstellt. Einfache Zufallsstichproben werden zudem durch einen einzigen Auswahlvorgang aus einer Grundgesamtheit gezogen” (Schnell, Hill, Esser 1992: 289-290).

Die Bedingungen, die wir fett gesetzt haben, sind mit herkömmlichen Meinungsumfragen – schon gar nicht mit telefonischen Umfragen – nicht zu erreichen.

Warum nicht?

Wir alle kennen aus der Schule die ermüdenden Beispiele der roten und weißen Kugeln, die in einem Behälter sind, aus dem sie mit oder ohne Zurücklegen gezogen werden. Die Aufgabe der Schüler besteht darin, Wahrscheinlickeiten für verschiedene Varianten der Ziehung zu berechnen.

Die Krux an allen Berechnungen ist die, dass die Grundgesamtheit statisch ist.

Die Anzahl der Kugeln im Behälter ist bekannt. Es kommen keine dazu. Nur die, die gezogen werden, gehen verlustig (oder werden zurückgelegt).

Bei telefonischen Umfragen ist dies gerade nicht so.

Damit eine telefonische Umfrage repräsentativ sein kann, müssen alle Mitglieder der Grundgesamtheit die selbe Chance haben, genau zu dem Zeitpunkt, zu dem angerufen wird, erreichbar zu sein.

Aber das sind sie nicht.

Menschen sind nicht statisch. Wenn ich mich entschließe, einen Monat lang zu unterschiedlichen Zeiten Menschen anzurufen, die ich zuvor aus einem Telefonverzeichnis gezogen habe, dann haben nicht alle dieselbe Chance, angetroffen zu werden, ganz zu schweigen von all denen, die nicht in einem Telefonverzeichnis stehen.

Um acht Uhr morgens werde ich andere Befragte erreichen als gegen 2 Uhr Nachmittags.

Denn:

  • Menschen arbeiten Nachschicht.
  • Manche sind um 8 Uhr schon auf dem Weg zur Arbeit.
  • Andere liegen um 8 Uhr noch im Bett.
  • Wieder andere sind in Urlaub.

Jeder, der schon einmal im Telefonpool eines Umfrageinstituts gearbeitet hat, weiß, dass es fast schon die Regel ist, dass man Befragte nicht antrifft. Wenn man eine zufällig gezogene Nummer anruft, um dort mit der zweitältesten Person im Haushalt ein Interview zu führen, bleibt es häufig beim Vorsatz, denn:

  1. Niemand hebt ab;
  2. Der, der abhebt, hat keine Lust, ein Interview zu führen oder andere ans Telefon zu holen;
  3. Der, der abhebt, würde zwar den Zeitältesten ans Telefon holen, aber der Zweitälteste ist nicht da;
  4. Der, der abhebt, ist ärgerlich, weil man ihn gestört hat;
  5. Der, der abhebt, hat es eilig und keine Zeit;

Damit fällt ein zufällig gezogenes Element der Grundgesamtheit aus und muss ersetzt werden. Die fünf Gründe, die wir für Personen aufgeführt haben, die kein Interview führen wollen, sind systematische Gründe. Zu bestimmten Zeiten sind bestimmte Menschen schwerer erreichbar als andere. Mit-20er sind nach Feierabend im Fitness-Studio oder in der Kneipe, nicht am Telefon. Mit-60er vielleicht nach sechs Uhr in der Kirche oder im Seniorenheim beim Abendessen. Diese Ausfälle sind systematische Verstöße gegen die Annahmen, auf denen eine Zufallsstichprobe basiert. Sie können nicht „geheilt“ werden und haben zum Ergebnis, dass Meinungsumfragen nicht repräsentativ sein können, schon gar nicht, wenn sie telefonisch geführt werden.

Aber die genannten systematischen Ausfälle sind nicht die einzigen Probleme, die die Repräsentativität in Meinungsumfragen unmöglich machen.

Wenn es gelingt, einen Befragten am Telefon zur Teilnahme an einem Interview zu bewegen, fangen die Probleme erst richtig an.

  • Manche sind es nach kurzer Zeit schon leid, als Ergebnis werden Interviews abgebrochen;
  • Andere sind abgelenkt und antworten willkürlich;
  • Wieder anderen ist die Stimme des Interviewers unsympatisch, und sie werden renitent;
  • Manche haben Probleme mit bestimmten Fragen und beantworten nur einen Teil der Fragen;

Von all diesen Problemen erfährt derjenige, der vom Verweis auf die repräsentative Umfrage so beeindruckt werden soll, dass er die Ergebnisse glaubt und denkt: So denken die Deutschen, nichts.

Kehren wir zurück zur Meinungsumfrage, die der Bayerische Rundfunk für die ARD bei GfK in Nürnberg bestellt hat, um die Reichweite der ARD hoch- oder gutrechnen zu lassen. Die Ergebnisse der Meinungsumfrage werden den Konsumenten der ARD einmal als Jubeltext und einmal als Sammlung von Abbildungen präsentiert. Mit nichts davon kann man etwas anfangen.

  • Unter keiner der dargestellten Abbildungen steht die Fallzahl, auf der die dargestellten Ergebnisse tatsächlich basieren. Keine der Abbildungen basiert auf allen 1.502 Befragten, das ist sicher. Auf wie vielen Befragten die Abbildungen tatsächlich basieren, wird verheimlicht.
  • Nur bei manchen der Abbildungen ist der Fragetext vorhanden, so dass man nicht weiß, worauf die Befragten geantwortet haben. Der Fragetext fehlt bei so grundlegenden Dingen wie dem „ARD-Verbund“. Was wurde alles zusammengeworfen, um die Reichweite der ARD zu bestimmen?
  • Manche Abbildungen sind offensichtlich das Ergebnis eines Filterprozesses. So steht unter den Abbildungen,d ie die „Wertschätzung des ARD-Medienverbunds“ darstellen sollen, „Abfrage nach Kenntnis aller programmlichen und nicht-programmlichen Leistungen“. Was es damit auf sich hat, ist unklar. Der Verdacht liegt nahe, dass die Frage nach der Wertschätzung nicht allen 1.502 Befragten vorgelegt wurde, sondern nur einem Teil, nämlich den Befragten, die keine oder nur geringe Kenntnis von ARD-Programmen haben, nicht gestellt wurde. Und wenn die dargestellten Ergebnisse nicht gefiltert wurden, dann kann man sie gleich wegwerfen, denn sie enthalten Angaben von Personen, die etwas bewerten, das sie nicht kennen oder eine Antwort verweigert haben. Die Basis der 84%, denen angeblich der ARD-Verbund sehr gut bzw. gut gefällt, ist vollkommen unklar. Ebenso unklar ist, was der ARD-Verbund eigentlich sein soll, was die Befragten tatsächlich gefragt wurden….

Wir könnten die Liste der Probleme, Ungereimtheiten und Fragwürdigkeiten, die sich mit der GfK-Umfrage zur ARD verbinden, weiter fortsetzen, wollen aber an dieser Stelle abbrechen und ein paar Kriterien zusammentragen, anhand derer man Umfragen, die als Versuch gedacht sind, Meinung zu manipulieren, erkennen kann:

  • Umfragen, die behaupten, repräsentativ zu sein und das Adjektiv repräsentativ in allen passenden und unpassenden Zusammenhängen den Lesern auf die Nase binden.
  • Umfragen, die nicht angeben, wie hoch der Anteil der Befragten ist, die auf eine Frage NICHT geantwortet haben, sondern – wie die ARD-Umfrage von GfK – Leser im Glauben lassen, alle Ergebnisse basierten immer auf ALLEN Befragten.
  • Umfragen, die den Fragetext, auf dem die dargestellten Ergebnisse basieren, verheimlichen.
  • Umfragen, in denen Konzepte verwendet werden, wie “ARD-Verbund” oder „programmliche und nicht-programmliche Leistungen“, von denen niemand weiß, was damit gemeint ist.

Diese vier Punkte reichen in der Regel um zu wissen, ob man es mit einem Manipulationsversuch zu tun hat oder nicht. Und gemessen an diesen vier Punkten ist die GfK-Umfrage zum „ARD-Medienverbund“ ein kruder, ein sehr kruder Manipulationsversuch.

Letztlich ist die Zufallsauswahl eine regulatorische Idee. Wenn man eine Stichprobe gezogen hat, kann man aufgrund der Idealbedingungen, die eine Zufallsauswahl determinieren, angeben, wie stark die Abweichungen der aktuellen Stichprobe vom Ideal sind. Das systematische Fehlen einer entsprechenden Kennzahl in angeblich repräsentativen Meinungsumfragen ist letztlich der einzige Beleg, den man braucht, um sicher zu sein, dass die Ergebnisse weder eine Zufallsauswahl noch repräsentativ sind noch sein können.

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GEW hetzt gegen Meinungsfreiheit: Kutschera und Rauscher im Fadenkreuz der Gewerkschaft

Die GEW, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ist eine Gewerkschaft, an der man den Wandel, dem Gewerkschaften unterliegen, deutlich ablesen kann. Die GEW organisiert keinen einzigen Arbeiter. Sie setzt sich zu ungefähr der Hälfte aus Beamten und Angestellten zusammen und ist als einzige DGB Gewerkschaft über die letzten 10 Jahre gewachsen: Von 248.792 Mitgliedern im Jahr 2007 auf 278.243 Mitglieder im Jahre 2017. Die GEW ist nicht nur gewachsen, die Mitgliederstruktur ist immer weiblicher geworden: 69,2% betrug der Anteil der weiblichen Mitgliedern 2007, 2017 waren es 71,2%. Wie so oft, wenn der Anteil von Frauen in einem Segment steigt, sinkt die Professionalität, während der Anteil der intoleranten Kämpfer für das angeblich Gute steigt.

Bei der GEW hat das dazu geführt, dass die Gewerkschaft Texte veröffentlicht, die offen gegen Meinungsfreiheit hetzen und offen zum gezielten Protest gegen Wissenschaftler, die der GEW, die namentlich Friederike Thole und Sarah Wedde nicht genehm sind, aufrufen.

Dabei ist der Beitrag, den Thole und Wedde zu verantworten haben, ein Lehrstück der Projektion eigener Vorurteile in Dritte, um sie denn in diesen Dritten zu bekämpfen.

Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Kassel ist bekanntlich kein Freund des Genderismus, wie wir auch nicht. Und Thomas Rauscher, Professor für u.a. Privatrecht an der Universität Leipzig erlaubt sich nicht nur eine eigene Meinung, er macht seine Meinung auch öffentlich. Die aus Sicht von Thole und Wedde furchtbaren Verfehlungen von Kutschera wurden von diesem in einem Interview mit Kath.net begangen und bestehen in angeblich anti-modernen Äußerungen wie die Ehe für alle sei „staatlich geförderte Pädophilie“ und bei den Genderwissenschaften handle es sich um eine feministische Sekte, während Rauscher gerne provokant tweeted und dabei Afrikaner z.B. vorwirft, dass sie ihren Kontinent durch Schlendrian, Korruption usw. zerstört hätten.

Nun ist es, das sei angemerkt, für Wissenschaftler natürlich vollkommen egal, ob eine ihrer Aussagen als „anti-modern“, „anti-feministisch“, Grumpf oder Heffalump bezeichnet wird. Was Genderisten und die Ihresgleichen im Geiste nicht verstehen können: Wissenschaftler interessiert, ob ihre Aussagen in der Realität bestätigt oder falsifiziert werden können, nicht ob ein versprengter Geist sie als „anti-modern“ oder Grumpf bewertet.

Zu dem, was Kutschera sagt und zu dem was Rauscher tweeted kann man inhaltlich stehen wie man will, was man nicht kann, ist beiden das Recht abzusprechen, ihre jeweilige Meinung zu äußern. Genau das tun Thole und Wedde, was sie zu Feinden der Meinungsfreiheit macht und im Lager der Faschisten verortet, die ihnen nicht genehme Meinungen unterdrücken wollen.

Warum?
Warum versuchen Thole und Wedde nicht, die Behauptungen von Kutschera und Rauscher zu widerlegen? Warum reicht es bei ihnen nur zur hysterischen Erregung über Gesagtes, nicht aber zur Auseinandersetzung mit dem Gesagten? Da beide viel Text schreiben, ohne auch nur ein Argument gegen das, was Kutschera und Rauscher vorzubringen, muss man den Schluss ziehen, dass sie entweder kein Argument machen KÖNNEN oder kein Argument machen wollen.

Dass sie kein Argument machen können, dafür sprechen ihre Vorstellungen, die sich in Formulierungen niederschlagen, die man einfach nur als lächerlich bezeichnen kann. So entblöden sich Thole und Wedde nicht, den folgenden Unsinn zu verbreiten. Kutschera und Rauscher würden durch ihre „rechtspopulistischen Äußerungen“ rechte „Argumentationslinien nutzbar machen“. Weil sie derart krachender Unsinn nicht glücklich macht, setzen Thole und Wedde noch eins drauf: „Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Das muss man wiederholen, weil es so schön ist:
„Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Weil jemand eine Professur an einer Universität inne hat, deshalb denken Thole und Wedde, er spräche die Wahrheit bzw. es würde ihm zugeschrieben, dass er die Wahrheit sprechen würde.

Weniger Vorstellung und Ahnung davon, was an Universitäten so vor sich geht und worum es bei Wissenschaft geht, kann man nun wirklich nicht mehr haben. Die Vorstellung, Wissenschaftler würden Wahrheit kennen oder es gäbe jemanden in der Bevölkerung, außer Thole und Wedde, der der Ansicht sei, Wissenschaftler wüssten die Wahrheit, kraft Position, ist angesichts von Misstrauen gegenüber Studien und der Tatsache, dass Wissenschaft auf Kritik und nicht auf Wahrheit aufbaut kindisches Wunschdenken, wie es nur im Gehirn von Genderisten, sofern man bei Genderisten noch von einem Gehirn sprechen kann, entstehen kann.

Wir wurden schon des Öfteren damit konfrontiert, dass Genderisten der Ansicht sind, mit Positionen an wissenschaftlichen Instituten sei nicht nur Status, sondern auch Wahrheit und Wissen verbunden. Dieser Fehlschluss, der Kenntnisse und Status an eine Position und nicht an deren Inhaber knüpft, scheint der Geburtsfehler des Genderismus zu sein. Deshalb wollen Genderisten an Universitäten. Sie denken, sie erreichten Status, wenn sie sich dort einnisten, könnten Wahrheit für ihren Unsinn reklamieren, weil sie ihn vom Katheder herunter verkünden dürfen… So kann man sich irren.

Falls mit einer Position an einer öffentlichen Hochschule jemals Status verbunden war, dann ist er das sicher nicht mehr der Fall, seit es Genderisten an Hochschulen gibt. Und falls es, außer Thole und Wedde jemals jemanden gegeben hat, der glaubte, ein Professor spreche, wenn er z.B. über Quantenmechanik erzähle, die Wahrheit, dann wurde dieser jemand sicher schnell vom entsprechenden Professor über den Status von Hypothesen und den Stellenwert von Theorien aufgeklärt. Dieser Jemand hat Thole und Wedde damit viel voraus… Einsicht, Verständnis, Kompetenz, Kenntnis… über die Grundidee der Wissenschaft…

Eine weitere Charakteristik, die wir in den letzten Jahren vor allem in Kontexten beobachten, die man als wissenschafts- wenn nicht bildungsfern bezeichnen muss, also im Kontext des Genderismus, bei Gewerkschaften wie der GEW, in Stiftungen von Parteien usw. besteht darin, dass Unwissen, vollkommene Unkenntnis bzw. die vollkommene Abwesenheit von Kompetenzen nicht dazu führt, dass die entsprechend Baren sich der großspurigen Erklärung enthalten oder davor zurückschrecken, auf andere Menschen loszugehen, die in der Regel ein Vielfaches an Kompetenz und Wissen aufweisen als die Marktschreier der Intoleranz.

Entsprechend werden aus denen, die in den eigenen Augen als gute Menschen gestartet sind, um das Böse, das sie in anderen Meinungen erblicken, zu bekämpfen, schnell Personen mit Schaum vor dem Mund, die nicht davor zurückschrecken, zu hetzen, aufzuhetzen:

„Um der Gefahr der Nutzbarmachung pseudowissenschaftlichen rechtspopulistischen Gedankenguts zu begegnen, dürfen zunächst die Proteste an den Universitäten nicht abebben. Alle Statusgruppen müssen sich gemeinsam gegenüber der Hochschulleitung dafür stark machen, dass diskriminierenden und rechtspopulistischen Äußerungen an der Hochschule kein Raum gegeben wird und eine Überprüfung der rechtlichen Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Zudem sollte von wissenschaftlicher Seite auf eine Dekonstruktion der vermeintlich wissenschaftlichen Fakten der Rechtspopulisten hingewirkt werden, sodass die propagierte „Wahrheit“ widerlegt oder deutlich als Meinungsmache demaskiert werden kann. Hochschulen als demokratische Institutionen müssen zeigen, dass flächendeckend keine Akzeptanz für homophobe, rechtsnationale und in anderer Form diskriminierende Positionen besteht.“

Das muss man sich einmal vorstellen, Gewerkschaftsmitarbeiterinnen rufen dazu auf, gegen Professoren zu agitieren, die eine Meinung haben, die ihnen nicht gefällt, die diese Meinung außerhalb von Universitäten und gerade nicht an Universitäten geäußert haben, und sie tun dies auf Grundlage einer Vorstellung über „Wahrheit“, wie sie dümmer nicht sein kann und die direkt aus ihren eigenen Gehirnen kommt. Denn niemand außer Ihnen kommt auf die Idee, dass Kutschera oder Rauscher „Wahrheit“ propagiert hätten. Wir haben es schlicht mit einem Fall zu tun, wo man feststellen muss, dass Thole und Wedde besser ruhig gewesen wären, dann wüsste nicht alle Welt welch‘ immense Wissenslücken sie haben und dass sie dumm genug sind, diese Wissenslücken in die Welt zu schreien, das wüsste auch kaum jemand.

Wenn die Moderne durch etwas ausgezeichnet ist, dann dadurch, dass jeder nach Herzenslust kundtun kann, welche linke Außenseiter-Position er auf der Normalverteilung der Intelligenz einnimmt.

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Gegen Gemeinsame Erklärung der Massen … hilft nur Nötigung, Erpressung, Diskreditierung …

Selten haben so wenige Worte, einen solchen Wirbel unter denen, die sich für die Guten in Deutschland halten, ausgelöst, wie die folgenden:

Mit wachsendem Befremden beobachten wir,
wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird.
Wir solidarisieren uns mit denjenigen,
die friedlich dafür demonstrieren,

dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.

Das ist die “Gemeinsame Erklärung 2018“.

30 Erstunterzeichner hat die Erklärung, von Hendryk Broder über Vera Lengsfeld bis Max Otte.

Zu den 30 Erstunterzeichnern sind zwischenzeitlich 129.310 weitere Unterzeichner gekommen, so dass man die Erklärung 2018 zu einer Massenerklärung erklären kann.

Diejenigen, die sich für die Guten in Deutschland halten, formulieren ihr eigenes gutmenschliches Herrentum regelmäßig so apodiktisch, dass jede Form von abweichender Meinung ausgeschlossen ist. So ist das eben bei Faschisten: Sie glauben, nicht nur gut zu sein, sondern auch Recht zu haben und leiten daraus das Recht ab, Menschen mit abweichender Meinung zu verfolgen, zu drangsalieren, zu stalken, wie es heute heißt, unter Druck zu setzen, zu erpressen … hier hört es bislang noch auf.

Dr. Dr. Marcus Ermler unser freier Mitarbeiter, der so frei ist, dass wir weder wissen wann noch wozu er uns einen Text schickt (feel the thrill) hat sich einer ganz besonders perfiden Art des Meinungsterrors und des Kampfes der Gutmenschen gegen die mit abweichender Meinung vorgenommen. Ausgerechnet Wissenschaftler, deren Handwerkszeug die Kritik und deren Ausbildung den Streit der Argumente und Positionen zum Gegenstand haben sollte, rufen dazu auf, einen Abweichler, einen mit abweichender Meiung, einen, der sich das Recht nimmt, anders und vor allem selbst zu denken, ein Recht, von dessen Existenz die meisten derer, die sich für so gute Menschen halten, gar nichts wissen, zu züchtigen, zu demütigen und abzustrafen.

Wir haben nie zu denen gehört, die geglaubt haben, dass sich viele von der rechten Seite der Intelligenzverteilung an Universitäten finden. Seit der Aktion, über die Marcus Ermler berichtet, wissen wir auch, wen wir von einer Anwesenheit, rechts von einer Standardabweichung der Intelligenzverteilung zur linken Seite ausschließen können.


Dr. Dr. Marcus Ermler:

Nach all den Nazi-Vergleichen, all der Hetze und all der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, die die Redaktionen bundesdeutscher Qualitäts- und Leitmedien über die „Gemeinsame Erklärung” und ihre Unterzeichner ausgegoßen haben, hat mich als Wissenschaftler viel mehr erschüttert, dass knapp zweihundert Mitglieder meiner Zunft den LIT-Verleger Wilhelm Hopf mit einer Unterschriftensammlung dazu bewogen (eher genötigt!) haben, seine Unterschrift unter die „Gemeinsame Erklärung” zurückzuziehen.

Im Geiste eines stalinistischen Tribunals haben diese Wissenschaftler ein Dokument erschaffen, das nicht nur das im Grundgesetz verbriefte Grundrecht auf Meinungsfreiheit offensiv angreift, sondern, im Falle der Professoren unter den Wissenschaftlern, auch elementare Grundsätze des Beamtenstatusgesetzes negiert. Ihr Dokument ist die wissenschaftliche Variante vom nationalsozialistischen „Kauf nicht beim Juden”, indem sie postulieren „Publiziere nicht bei Wilhelm Hopf”. Leider hat Herr Hopf sich hiervon einschüchtern lassen und einen Rückzieher gemacht.

Diese Wissenschaftler operieren dabei jedoch offenkundig nicht nur außerhalb der FDGO, sondern gehen auch völlig unwissenschaftlich vor.

Ihre Kritik an der Erklärung beginnt bereits völlig unwissenschaftlich mit der Verbreitung von Fake News: „Dieser Appell unterstellt, Deutschland werde von „illegaler Masseneinwanderung” bedroht. Zudem wird suggeriert, Nicht-Deutsche würden den deutschen Rechtsstaat außer Kraft setzen und Frauen belästigen”. Dass die Erklärung suggeriert, dass Frauen belästigt werden, ist die erste Unwahrheit. Das steht nirgends im Text.

Dass Deutschland von illegaler Masseneinwanderung „bedroht” werde, steht so auch nicht im Text. Dort wird von „beschädigt” gesprochen. Dass Letzteres in vielen Bereichen geschieht, haben viele andere, wie Vera Lengsfeld, Henryk M. Broder oder Alexander Wendt, ausführlich dargelegt. Dies ist keine Bedrohung Deutschlands, sondern eine Beschädigung, insbesondere der FDGO.

Dass „Nicht-Deutsche […] den deutschen Rechtsstaat außer Kraft setzen” ist eine weitere falsche Wiedergabe der Erklärung, dort steht vielmehr „dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird”. Hier ist offenkundig, dass es sich nicht auf „Nicht-Deutsche” bezieht, sondern auf die Regierung Merkel, die alte wie die neue, die in ihrem Handeln elementare Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit aushöhlt und verletzt.

Dass es Wissenschaftler schaffen bereits im ersten Abschnitt Fake News zu verbreiten, ist für mich ein wissenschaftlicher Hohn, der sie bereits ab hier als Ideologen kennzeichnet.

Die gesamte Erklärung ist so totalitär wie unappetitlich. Sie stellen Informationen als Fakten dar, die keine sind. Beispielsweise weiter: „Der Münsteraner LIT-Verlag ist ein international agierendes Unternehmen mit Dependancen in Berlin, Wien, Hamburg, London, Zürich und New York. Er könnte nicht existieren, wenn viele nationale Grenzen für das Gros der Verlagsmitarbeiter, Autorinnen und Leser nicht offen wären”, Auf welche Grenzen beziehen sich die Wissenschaftler hier? Auf die des Schengen-Raums? Da ist die Aussage richtig. Jedoch: global gibt es keine offenen Grenzen!

Das ist ein Wunschtraum einer linken Kaste, die hieraus eine rechtliche Realität imaginiert, die es faktisch nicht gibt. Daher ist ihre darauffolgende Unterstellung ein infames Beispiel für Fake News: „Wir fragen uns, ob es der multinational agierende Herr Hopf akzeptabel fände, als illegal und kriminell denunziert zu werden”. Das müsste sich Herr Hopf in der Tat (und das zurecht!) sagenlassen, wenn er morgen einfach so, ohne Visum oder Asylgrund, in die USA oder Australien migrieren würde.

Weiter biegen sich die Wissenschaftler ihre unwissenschaftliche und faktenbefreite Welt zurecht: „Der Kontext des Appells besteht derweil in einer politischen Konjunktur, in der ein gegen Geflüchtete gerichteter Diskurs zentraler Baustein der derzeitigen Institutionalisierung der extremen Rechten in Deutschland ist”. Das ist ein Schauermärchen bar jeder Realität. Wabern im Untergrund geheimnisvolle Kräfte, die die extreme Rechte institutionalisieren wollen? Das klingt so plausibel wie die „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung” der Nazis.

Jedoch – und da offenbaren, eher entlarven, sich diese Wissenschaftsdarsteller dann selbst – werden sie am Ende des Textes endlich ehrlich, was ihr wahres Anliegen ist: „unsere wissenschaftlichen Anstrengungen verfolgen nicht zuletzt das pädagogische und demokratische Ziel, Ressentiments und Ausgrenzung zu bekämpfen.” Für den wissenschaftlichen Sozialismus mag diese Aussage taugen, dieser sollte die Menschen ja auch belehren, auf der richtigen ideologischen Seite zu stehen, unabhängig von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Tatsächlich ist es aber pseudowissenschaftliche Scharlatanerie.

Wer die frühe DDR bzw. Sowjetunion unter Stalin erlebt hat, kennt beispielsweise noch den Lyssenkoismus, der als pseudowissenschaftliche Agrarwissenschaft die Sowjetbürger pädagogisch in den Hungertod trieb. Wenn man sich als Wissenschaftler zu ihr bekannte, war man zwar ideologisch auf der richtigen Seite, aber als Wissenschaftler ein Scharlatan. Wobei es einen Unterschied gibt: damals haben es die Wissenschaftler größtenteils nicht aus Überzeugung „erforscht”, sondern aus Angst vor dem Gulag.

Was Wissenschaft wirklich bedeutet, hat ScienceFiles präzise auf den Punkt gebracht: Wissenschaft bedeutet demnach „einen systematischen und kontrollierten Forschungsprozess, der darauf abzielt, folgerichtig aufgebaute Hypothesen über Zusammenhänge auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, um auf diese Weise zu (relativ bzw. vorerst) gesichertem Wissen zu kommen”.

Daran hätten sich die Unterzeichner natürlich versuchen können, statt Fake News über Herrn Hopf und die „Gemeinsame Erklärung” zu verbreiten. Womit sie so zwar ihrem „pädagogische[n] und demokratische[n] Ziel” ideologisch nachkommen, aber eben eine wissenschaftliche Vorgehensweise verneinen.

Ihre abschließende Drohung an Herrn Hopf und den LIT-Verlag rundet ihr gesamtes pseudowissenschaftliches und totalitäres Vorgehen ab: „Wir distanzieren uns daher nicht nur von den menschenfeindlichen Zielen der “Erklärung 2018″, sondern wollen auch nicht in den Zusammenhang mit einem Verleger gesehen werden, der sich derart äußert. Daher können wir in Zukunft nicht mehr mit dem LIT-Verlag zusammenarbeiten und fordern eine klare Absage an Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.”

Ihr perfides Spiel aus Junk Science und Fake News hat dazu geführt, dass ein Mensch seine Unterschrift zurückzog, aus Angst um die Früchte jahrelanger Arbeit gebracht zu werden. Dieses Vorgehen ist uns eigentlich nur aus den beiden sozialistischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts bekannt.

Etwas scheint den Professoren unter den Unterzeichnern jedoch entgangen zu sei. Durch Nennung ihrer Dienstbezeichnung „Prof.” bei der Unterzeichnung, präsentieren sie sich öffentlich als Beamter und sind so an Paragraph 33 des Beamtenstatusgesetzes gebunden:

(1)

1. Beamtinnen und Beamte dienen dem ganzen Volk, nicht einer Partei.

2. Sie haben ihre Aufgaben unparteiisch und gerecht zu erfüllen und ihr Amt zum Wohl der Allgemeinheit zu führen.

3. Beamtinnen und Beamte müssen sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für deren Erhaltung eintreten.

(2)

Beamtinnen und Beamte haben bei politischer Betätigung diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus ihrer Stellung gegenüber der Allgemeinheit und aus der Rücksicht auf die Pflichten ihres Amtes ergibt.

Und nun, lieber Leser, die spannende Frage zum Abschluss an Sie: wenn ein Professor eine wissenschaftliche Variante von „Kauf nicht beim Juden” akzentuiert, dann steht er, Ihrer Ansicht nach, auf Seiten der FDGO oder wo würden Sie ihn verorten?”


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Zensur ist ein Meister aus Deutschland!? SpringerNature-Verlag Komplize bei der Beseitigung von Freiheitsrechten

Manche Länder scheinen eine größere Affinität für Totalitarismen und autoritäre Herrschaftssysteme zu haben als andere. Angelsächsische Länder z.B. sind weitgehend resistent gegenüber Faschismen aller Art: Weder der Nationalsozialismus der Nazis, noch der Sozialismus und Kommunismus der Stalins, Lenins und Liebknechts noch der Faschismus Mussolinis waren Exportschlager, die auf den politischen Märkten angelsächsischer Staaten auf dauerhafte und große Nachfrage gestoßen sind.

Derartige (historische) Fakten verlangen eine Erklärung.

Betrachten wir die Erklärung als eine Frage des Prinzips.

Die Vereinigung der Universitätsverlage hat gerade eine Stellungnahme zu Fragen der Zensur veröffentlicht, in der es als unakzeptabel bezeichnet wird, wenn Verlage ihr Online-Angebot auf Druck von Regierungen zensieren und bestimmte Beiträge in ihren Zeitschriften nicht vollumfänglich zugänglich machen. Die Digitalisierung und die immer weiter zunehmende Bedeutung des Internets führe vorhersehbar dazu, so die Vereinigung, dass Regierungen versuchen werden, Einfluss auf das Internetangebot von Verlagen zu nehmen, um bestimmte Inhalte zu unterdrücken bzw. der Bevölkerung den Zugang zu kritischen Texten und von Regierungen ungewünschten Veröffentlichungen zu verwehren. Gegenüber solchen Begehren, so die Vereinigung, gebe es keine Option: Man müsse sie rundweg ablehnen: „Acquiescence to government requests to restrict access inevitably would produce a disfigurement of the scholarly record“, so lautet eines der Argumente, die die Vereinigung der Universitätsverlage vorgebracht hat.

Das stärkste Argument dagegen, Regierungen willig zu sein und ihre Zensurwut zu unterstützen, ist das Rubikonargument. Wenn man in einem beliebigen Fall den Wünschen einer Regierung nach Zensur entsprochen hat, ist es kaum möglich, ähnliche Begehren anderer Regierungen oder weitergehende Zensurwünsche derselben Regierung abzuwehren. Mit welcher Begründung wollte man das tun?

Wie hoffnungslos die Position eines Verlages wird, der sich zum Mittäter staatlicher Zensurdurchsetzung gemacht hat, das zeigt sich am Beispiel des SpringerNature-Verlags (Der Verlag ist Teil des Publikationsimperiums “Holtzbrinck”). Wie die Cambridge University Press, so hat auch SpringerNature sich willig der Forderung der chinesischen Regierung gebeugt, Texte, in denen es um das Massaker am Tiananmen Square ging oder Texte, in denen Maos kulturelle Revolution vorkommt oder gar kritisch besprochen wird, Texte, in denen Hong Kong, Tibet oder Taiwan erwähnt werden, für Leser in China unzugänglich zu machen. Aber während die Cambridge University Press nach kurzer Zeit bereits ihr Online-Angebot wieder komplett auch für Chinesische Leser in China zugänglich gemacht hat, macht sich Springer weiterhin zum Zensur-Komplizen der Chinesischen Regierung.

Die Begründung dafür ist interessant: Man habe einen kleinen Teil des eigenen Angebots gesperrt, so ein Vertreter von SpringerNature, um zu verhindern, dass in China das komplette Verlagsangebot gesperrt werde, was sicher nicht im Interesse all der Autoren sei, die SpringerNature denkt, zu vertreten.

Das führt zu einer interessanten Frage:

Muss man grundsätzlich jeden Versuch von Regierungen, Zensur auszuüben, abwehren oder sollte man dem entsprechenden Ansinnen von Regierungen nachgeben, um „Schlimmeres zu verhindern“.

Wir sind der Ansicht, dass die Resistenz nicht zu letzt angelsächsischer Länder gegenüber Faschismus und Totalitarismus als Regierungsform durch eine kompromisslose Haltung begründet ist, die immer dann eingenommen wird, wenn es darum geht individuelle Freiheitsrechte gegen die Regierung zu verteidigen.

SpringerNature hat der Chinesischen Regierung gezeigt, dass der Verlag bereit ist, Freiheitsrechte zu opfern, um damit Schlimmeres zu verhindern. Durch das Einlenken des Verlags ist die Drohung, dass etwas Schlimmeres passieren könnte, aber nicht verschwunden, im Gegenteil, sie kann jederzeit wieder eingesetzt werden, um mit Verweis auf die letzte Komplizenschaft des Verlags weitere Zensurmaßnahmen durchzusetzen, denn sicher will SpringerNature auch in Zukunft „Schlimmeres“ verhindern.

Die Bereitschaft, sich zum Komplizen unmoralischer Ansinnen von Regierungen zu machen, eine Bereitschaft, die sich in Deutschland in viel größerem Ausmaß findet als in angelsächsischen Ländern, in denen es eine traditionelle Aversion und ein darauf begründetes Misstrauen gegenüber „dem Staat“ und seinen Institutionen gibt, sie ist nach unserer Ansicht ein, wenn nicht der Grund dafür, dass es Faschismus und Totalitarismus in Deutschland so leicht hatten und haben, wenn es darum geht, Regierungsgewalt zu übernehmen.

Insofern wäre dann auch Zensur ein Meister aus Deutschland.


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