Alle Massenmörder sind Antifeministen oder alle Antifeministen sind Massenmörder

Ursula Birsl hält Vorträge, in denen Sie Antifeminismus und Massenmord in Verbindung bringt, Anders Breivig als Role Model für Antifeministen darstellt. Gerade haben wir darüber berichtet, da erreicht uns ein Beitrag eines unserer Freien Mitarbeiter, die im ersten Leben an Universitäten arbeiten und im Second Life ScienceFiles informieren.

Der folgende Beitrag ist somit ein Beispiel für das, was wir Crowd-Info-Sourcing nennen, fertige Beiträge zu einem konkreten Thema, die uns in letzter Zeit häufiger erreichen.

Gegenstand: Ursula Birsl, die Antifeministen mit Massenmördern in einen Topf wirft.

 

Liebes ScienceFiles Team,
ich freue mich Ihnen Prof. Dr. Ursula Birsl vorstellen zu können.
Aufgefallen ist mir Frau Ursula Birsl durch… eigentlich überhaupt nicht. Ich bin durch Zufall auf ihre Seite gestoßen, da ihr Name überproportional häufig in Beiträgen zu Gender, (Anti-) Feminismus, Rechtsextremismus, Rassismus, etc. auftauchte.
Sie ist eigentlich die Inhaberin der Professur für Demokratieforschung mit den Schwerpunkten EU, Politische Systeme im europäischen Vergleich und Bundesrepublik Deutschland, im Fachbereich 03: Politikwissenschaften.
Somit lässt sich auf den ersten Blick nicht erschließen, dass Frau Birsl im Genderkartell involviert ist. Dies ist auch kein Einzelfall, denn die Homepage der Universität- Marburg ist so intransparent aufgebaut, dass man lange suchen muss, um dementsprechende Informationen zu finden (wenn sie überhaupt zu finden sind).
Möchte man sich die Publikationen, die Forschung oder allg. das CV von Frau Birsl anschauen, so wird man zuerst auf ihre (hoch professionelle) eigene Homepage: ,,www.ursula-brisl.de“, weitergeleitet.
Aufgeteilt ist diese in: Person,  News/Infos für Studierende,  Forschung und  Publikationen.
Im Folgenden fasse ich Ihnen die, meines Erachtens nach, wichtigsten Punkte zusammen. Weitere Infos die hier aus zeitlichen Gründen nicht aufgelistet werden, können Sie bei Bedarf den Direktlinks entnehmen.
(1)  Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist, neben dem ganzen Migrations-,Herrschafts- und Radikalisierungsgedöns, Jugendliche und Politik im Geschlechtervergleich.
Ihre Publikationen bestehen hauptsächlich aus Themen wie Rechtsextremismus, Neoliberalismus, noch mehr Rechts, die Junge Freiheit und Antidemokratischen Denken, Gender und Geschlecht, feministische Krisendialoge, (…).
Sie kennen das Spiel ja mittlerweile.
Interessant sind die Schriften die zum Downloaden verfügbar sind. Dort stehen am Anfang verschiedene Zahlen ohne weitere Erklärung, wie:
2.2 M   Migration und Interculturality. PDF
231 K   NPL_2016_Birsl_Rechtsextremismusforschung. PDF
64 K     Demokratie_Autokratie_und_Geschlecht_Birsl_(…) 2013. PDF
(…)
…davon gibt es noch 15 weitere Links die zum Download verfügbar sind. Meine Frage ist nun:
–> Stehen diese Ziffern nun für die Forschungsgelder die verbraten wurden ? Also 2.200.000,-€ , 231.000,-€ , (…) ?
Quelle:

(2)  Zu ihrer Person kann man neben ihrem Werdegang entnehmen, dass Frau Birsl sehr gute Kontakte und Mitgliedschaften pflegt.
Sie ist u.a. Mitglied in:
–  Mitglied im Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps- Universität Marburg
–  Mentorin für Promovierende im Mentorenprogramm der Friedrich Ebert Stiftung (seit Dezember 2006)
–  Mitglied im Forschungsnetzwerk “Re-Configurations”, (…) gefördert durch das BMBF
–  Mitglied im Wissenschaftlichen Beratungskreis beim Fachdialog Zivile Sicherheitsforschung (SiFo) gefördert durch das BMBF
–  Vertrauensdozentin bei der Hans-Böckler-Stiftung
–  Mitglied in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), Sektion ,,Vergleichende Politikwissenschaft” und Arbeitskreis ,,Migrationspolitik”
–  U.v.m.  (…)
Quelle: 

(3)  Das beste kommt zum Schluss
Wenn man sich Frau Birsls aktuelle Forschung anschaut, kann man nach einigen Recherchen erkennen, dass dort mal wieder Unmengen an Steuergelder verschwendet werden.
Z.B. wurde das Forschungsprojekt: ,,Rechtsextrem orientierte Mädchen und Schule: Erscheinungsformen und Interventionskultur“,gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in der Förderinitiative “Dimensionen der Kategorie Geschlecht, Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen.
Weitere Gender und ähnliche sozialistische Projekte mit Laufzeiten von zum Teil 10 Jahren! werden u.a. gefördert von:
– Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
– BMBF (mal wieder)
– einige PDF-Dateien wurden von der Volkswagen-Stiftung gefördert
– (…)
– … ad infinitum
Falls ich Sie, liebes ScienceFiles Team, bis hierhin noch nicht neugirig gemacht habe, dann wird mir das spätestens jetzt gelingen, denn auch Frau Ursula Birsl kooperiert gerne mal mit der Amadeu Antonio Stiftung.
In ihrem aktuellen Forschungsprojekt: ,,Rechtsextremismus und Gender: Frauen als Täterinnen und Opfer extrem rechter Gewalt”, steht Folgendes:

,,Da keine validen Daten von öffentlichen (Sicherheits) Behörden vorliegen, dient als empirische Quelle die Medienberichterstattung, die bereits von „stark gemacht“, einem Projekt des „Jugenddemokratiefond Berlin“, in einemPressespiegel vorsortiert zur Verfügung steht. Diese Medienberichterstattung wird nach einem bereits vorentwickelten und noch zu prüfenden Kategoriensystem für eine Ereignisdatenbank aufbereitet, die für Interessierte in Forschung, Studium und Lehre sowie aus der Zivilgesellschaft ebenso online zugänglich gemacht werden soll wie ein jährlicher Analysebericht. Das Vorhaben ist auf 6,5 Jahre angelegt, wobei die ersten eineinhalb Jahre als Anschubfinanzierung durch den Forschungsschwerpunkt „Dimensionen der Kategorie Geschlecht – Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen“ des HMWK kalkuliert sind. Der Untersuchungszeitraum umfasst wiederum 10 Jahre. Das Projekt läuft in Kooperation mit der Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ der Amadeu-Antonio-Stiftung sowie mit der Soziologin Prof. Dr. Michaela Köttig von der Frankfurt University of Applied Sciences.”

 

–> Direktlink zum Paper:

http://ursula-birsl.de/uploads/media/Rechtsextremismus_und_Gender_Frauen_als_Taeterinnen_und_Opfer_extrem_rechter_Gewalt_Ereignisdatenbank_und_Analysen__Zusammenfassung.pdf

Direktlinks mit Bezug auf die AAS :


Erfrischend sind auch die MitarbeiterInnen von Frau Birsl:

Jan Kette:– radikale und extreme Rechte (Parteien und Bewegungen)

– parteipolitische Ausprägungen von Populismus und Euroskeptizismus, Schwerpunkt Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien und Frankreich

– (…)

 

Ina Pallinger:

– Forschungsschwerpunkte: Gender und Rechtsextremismus

 

Matti Traußneck:

– Ungleichheitsverhältnisse und Kapitalismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiroma_ismus* , Geschlecht, Ableismus, Nationalsozialismus, Kolonialismus, Postkoloniale und intersektionale Theorie, (…)

Zur Schreibweise von Antiroma_ismus* erklärt Matti:

* ,,Der Unterstrich soll an dieser Stelle auf die Begriffsproblematik des gängigen Terminus ‚Antiz***ismus‘ verweisen, ohne den Anschein zu erwecken stattdessen eine ethnologisierende Kategorie einzusetzen”.

 

Anja Schmidt-Kleinert:

keine Angaben

Quelle:Überblick der wissenschaftl. MitarbeiterInnen:
Quelle: Weiteres Projekt mit der Amadeu- Antonio Stiftung und der PH- Freiburg
 Working Paper No. 1:  Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.) (2003): Das Kartell der Verharmloser. Berlin.
Ideologiekritische Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit in der säkularen und religiösen Rechten im Vergleich.
Jetzt haben wir sie also schon an Universitäten, die hard-core Ideologen und Amadeu-Antonio-UBoote… Wundert es noch jemanden, dass ganze Fachbereiche zu Kaderschmieden von Genderismus und Sozialismus verkommen sind? 
Uns nicht mehr.

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Mörder – Rechtextreme – Antifeministen: Wie man Anders Breivig mit Junger Freiheit und Ulrich Kutschera verbindet

Es gibt Beiträge, die Grenzen überschreiten. Im Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung ist ein solcher Beitrag erschienen. Das Göttinger Institut für Demokratieforschung ist übrigens das Institut, das der Ostbeauftragten der Bundesregierung eine Junk Studie untergejubelt hat, die nicht einmal die ahnungslose Ostbeauftragte verteidigen konnte.

Nun also ist das Institut angetreten, seinen Blog zu nutzen, um Menschen mit abweichender Meinung zu diskreditieren und zu diffamieren, und zwar in einer Weise, die man nicht anders als infam und mies bezeichnen kann.

Aufhänger des Beitrags, den ein oder eine Urte Poppinga verfasst hat, ist ein Vortrag, den Urusla Birsl, die es auf eine Professur in Marburg und mit ausgerechnet der Denomination „Demokratieforschung“ geschafft hat, wohl in Göttingen gehalten hat. Der Vortrag beginnt mit der Feststellung, dass Anders Breivig, der 2011 in Norwegen 77 Menschen erschossen hat, ein Antifeminist gewesen sein soll.

Hat man Breivig erst einmal zum Antifeministen gemacht, dann kann man die Hülse problemlos benutzen, um alle, die sich kritisch mit der Unterwanderung von Hochschulen durch Genderismus beschäftigen, in einen Topf mit Breivig zu werfen. Bei Birsl geht das dem Beitrag von Poppinga zufolge wie folgt: Für Rechte ist die Familie ganz wichtig. Rechtsextreme „fokussieren sich auf den Dienst der Frau als Mutter“. Dieser Dienst werde als „natürliches Ungleichheitsverhältnis verstanden“. Damit bringen sich Rechtextreme in Gegensatz zum Feminismus, wie Birsl als Hohepriester des Genderismus weiß, und deshalb sind Rechtsextreme mit dem Anti-Feminismus verwoben, deshalb sind sie Antifeministen.

Bislang wurden Rechtextreme von Birsl über die Verbindung zu Breivig diskreditiert und zu potentiellen Mördern assoziiert. Und ist die wissenschaftliche Lauterkeit erst einmal zugunsten der Gender-Heilslehre aufgegeben, dann kann man wild um sich schlagen. Rechtextreme haben Verbindungen zu Rechten und zu Konservativen, und sie alle sind bekanntlich Antifeministen, die wiederum alle mit Breivig in einem Boot sitzen und somit potentielle Mörder sind, die jederzeit aufstehen und um sich schießen können. Das muss Birsl denken, ansonsten macht es keinen Sinn, Anders Breivig mit Antifeministen in einen Topf zu werfen.

Und wenn Birsl, in der Erzählung von Poppinga, schon einmal beim Diffamieren ist, gibt es kein Halten mehr: Die Junge Freiheit und ihre Gender-mich-nicht-voll- Kampagne, der Versuch, den „Gender-Wahnsinn“ zu stoppen, das ist Rechtspopulismus und Gedankengut von Breivig, Gendankengut von Mördern, Gedankengut, das es längst an Universitäten geschafft hat, wie Poppinga oder Birsl oder beide mit Bezug auf Ulrich Kutschera feststellen, den sie eben einmal auch in eine Linie mit Anders Breivig stellen.

Wer noch einen Beleg für die schmutzige Phantasie von Genderisten benötigt, wer sehen will, wie Genderisten diejenigen, die sie als Ungläubige, als Häretiker ansehen, behandeln, wie sie sie diffamieren und mit Mördern in eine Reihe stellen, dem sei der Beitrag aus Göttingen nahegelegt. Man hält es nicht für möglich, wenn man es nicht gelesen hat:

„Hier zeigt sich ein weiteres Charakteristikum des antifeministisch-(neu-)rechten Gedankenguts, auf das Prof. Birsl hinweist: Wir haben es auch in den Universitäten. Obwohl die Universität als Instanz des Bildungsparadigmas gilt, ziehen dort Antifeminismus und damit eng verwobene rechte Anschauungen ein – meist leise und unterschwellig, oft als sich intellektuell gebendes Gedankengut gut situierter und gebildeter Akademiker in höheren Ämtern, verstärkt durch die Berufung auf vermeintlich eindeutige Forschungsergebnisse und angeblich allgemeingültige Fakten. Bekannt von den Alt-Rechten sind die Wortwahl und das Naturalisierende, der Anspruch auf die absolute Wahrheit.“

Wären Universitäten Instanzen des Bildungsparadigma, Gender Studies hätten sich dort nie festsetzen können. Es ist geradezu perfide, wenn ausgerechnet Genderisten, die es bis heute nicht geschafft haben, die Grundlagen ihrer angeblichen Wissenschaft zu bestimmen, die keine Epistemologie, keinen theoretischen Korpus, keine eigenständige Fragestellung, keinerlei eigenständige Methode und keine eigenen Forschungsergebnisse vorzuweisen haben, deren Fach ein reines Mistelfach ist, das von den Leistungen anderer Fächer lebt und deren Vertreter seit nunmehr fünf Jahren nicht in der Lage sind, Fragen nach der wissenschaftlichen Grundlage ihres Faches zu beantworten, die ein Wissenschaftler im Schlaf beantworten kann, sich zu Anwälten der Wissenschaft machen wollen. Das ist, als wollte sich ein Mörder, um einmal im Bild zu bleiben, mit dem Birsl ihren Vortrag eingeleitet hat, mit Lebensversicherungen einen Zuverdienst verschaffen.

Genderisten, viele, alle sind unanständig, das kann man dem Beitrag aus Göttingen entnehmen. Sie schrecken nicht davor zurück, obwohl sie sich wie Birsl behauptet, in der Nachfolge der Aufklärung wähnen, diejenigen, die sie als ihre ideologischen Feinde ansehen, zu diffamieren und mit Mördern in eine Reihe zu stellen. Wer solche Aufklärer hat, der braucht keine Inquisitoren mehr. Wer solche Personen hat, die sich für Wissenschaftler halten, der braucht keine Faschisten mehr. Wer solche moralischen UBoote an Universitäten hat, der muss sich nicht wundern, wenn wissenschaftliche Lauterkeit, wissenschaftliche Methoden, Theorien und Ergebnisse keine Rolle mehr spielen. Wer Kultusministerien hat, die solche Personen an Hochschulen dulden, der muss sich nicht wundern, wenn sein Bildungssystem den Weg in die Gosse antritt und den Anschluss an China oder Indien längst verloren hat.

Wir dokumentieren den Beitrag aus dem Blog des Göttinger Instituts für Demokratieforschung an dieser Stelle im Wortlaut, schon um das Beweismaterial zu sichern, falls sich Ulrich Kutschera oder der Herausgeber der Jungen Freiheit entschließen sollte, strafrechtlich gegen Birsl und Poppinga und das Göttinger Institut für Demokratieforschung vorzugehen.

Der Blogbeitrag im Wortlaut

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Philosophieprofessor: Vernünftige Menschen gendern nicht und sprechen wie Erwachsene

Arne Hoffmann, dem Unermüdlichen, sei Dank für den Hinweis darauf, dass sich wissenschaftlicher Widerstand gegen den Genderismus auch in Österreich regt.

Robert Pfaller, Professor für Philosophie und Kultur-Theorie an der Universität Linz, hat in einem Interview mit der Zeitung “Der Standard” über “den Verlust der Erwachsenensprache in Politik und Kultur, die nur noch sprachliche Sozialpolitik der “Pseudolinken” und die bloß symbolische “Volksnähe” der neuen Rechten” gesprochen.

STANDARD: Haben Sie Ihre Sprache im Lauf der jüngeren Zeit verändert? Gendern Sie? Schreiben Sie das Binnen-I? Gibt es Wörter, die Sie nicht mehr sagen, weil “man” sie heute nicht mehr sagt?

Pfaller: Natürlich versuche ich andere Menschen beim Sprechen nicht ungewollt zu kränken oder zu beleidigen. Das Beste, was man meiner Ansicht nach dazu tun kann, ist, wie ein vernünftiger Mensch zu ihnen zu sprechen. Eine Kunstsprache zu verwenden, also zu “gendern” oder ein Binnen-I einzufügen, scheint mir dabei eher hinderlich. Man klingt dabei schnell nicht mehr wie ein vernünftiger Mensch. Und man wirkt auf ungute Weise bemüht oder sogar ein wenig aggressiv – so, als ob man Peinlichkeit vermeiden müsste oder den anderen belehren wollte. Diese Sprachtricks dienen ja nicht so sehr dazu, Dritte zartfühlend zu benennen. Sie haben in erster Linie die Funktion, die Zweiten, also die, zu denen man spricht, sozial zu überbieten und sie pädagogisch zu unterwerfen.

Schlechte Nachrichten also für die Genderisten und ihren Versuch, Herrschaft über Sprache, ausgerechnet über Sprache, auszuüben. Nichts war’s. Nichts war’s nicht nur mit dem Gendersprech, auch die dazugehörende Infantilisierung durch eine politisch-korrekte Sprache, die zu den Themen gehört, die wir regelmäßig auf ScienceFiles behandeln, sie kommt im Interview mit Pfaller zur Sprache:

STANDARD: “Sie kritisieren die politisch korrekte Sprache als Symptom einer zunehmenden Infantilisierung der Gesellschaft. Warum?”

Pfaller: “Das Zartsprechen ist das kulturelle Symptom eines ökonomischen Politikversagens. Man hat Probleme, die in der Ökonomie zu erledigen gewesen wären, in die Kultur verlagert und sie dort zu behandeln versucht. Wenn man das aber tut, dann löst man die Probleme nicht nur nicht, sondern man produziert sogar neue. Nun werden die Menschen nämlich von ihren Interessen abgelenkt auf ihre Empfindlichkeiten. So werden sie unfähig, ihre wichtigsten Interessen wahrzunehmen und sich dafür mit anderen, ungeachtet von deren Identitäten oder Empfindlichkeiten, zusammenzuschließen. Die Propaganda der Empfindlichkeit entsolidarisiert. Und sie zerstört den öffentlichen Raum. Denn wo sie herrscht, kann niemand mehr mit anderen unter Absehung von der jeweiligen Person sprechen.”

Erwachsenensprache kommt für Pfaller übrigens in der Fähigkeit zum Ausdruck, unabhängig von eigenem Empfinden und Befindlichkeiten über Dinge zu sprechen und sich kompetent zu Sachfragen zu äußern, also darin, über Aussagen wie “das finde ich”, “das verletzt mich”, “das mag ich”, hinauszukommen. Noch ein Grund, warum Genderismus keine Zukunft hat, denn bislang ist es noch keinem Genderisten gelungen, von der Ebene persönlicher Empfindlichkeit auf die Ebene einer kompetenten und sachbezogenen Sprache, also auf das Niveau von Erwachsenen vorzudringen, die sich über etwas austauschen können, ohne dieses Etwas ständig wie kleine Kinder zu bewerten.

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GEW hetzt gegen Meinungsfreiheit: Kutschera und Rauscher im Fadenkreuz der Gewerkschaft

Die GEW, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ist eine Gewerkschaft, an der man den Wandel, dem Gewerkschaften unterliegen, deutlich ablesen kann. Die GEW organisiert keinen einzigen Arbeiter. Sie setzt sich zu ungefähr der Hälfte aus Beamten und Angestellten zusammen und ist als einzige DGB Gewerkschaft über die letzten 10 Jahre gewachsen: Von 248.792 Mitgliedern im Jahr 2007 auf 278.243 Mitglieder im Jahre 2017. Die GEW ist nicht nur gewachsen, die Mitgliederstruktur ist immer weiblicher geworden: 69,2% betrug der Anteil der weiblichen Mitgliedern 2007, 2017 waren es 71,2%. Wie so oft, wenn der Anteil von Frauen in einem Segment steigt, sinkt die Professionalität, während der Anteil der intoleranten Kämpfer für das angeblich Gute steigt.

Bei der GEW hat das dazu geführt, dass die Gewerkschaft Texte veröffentlicht, die offen gegen Meinungsfreiheit hetzen und offen zum gezielten Protest gegen Wissenschaftler, die der GEW, die namentlich Friederike Thole und Sarah Wedde nicht genehm sind, aufrufen.

Dabei ist der Beitrag, den Thole und Wedde zu verantworten haben, ein Lehrstück der Projektion eigener Vorurteile in Dritte, um sie denn in diesen Dritten zu bekämpfen.

Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Kassel ist bekanntlich kein Freund des Genderismus, wie wir auch nicht. Und Thomas Rauscher, Professor für u.a. Privatrecht an der Universität Leipzig erlaubt sich nicht nur eine eigene Meinung, er macht seine Meinung auch öffentlich. Die aus Sicht von Thole und Wedde furchtbaren Verfehlungen von Kutschera wurden von diesem in einem Interview mit Kath.net begangen und bestehen in angeblich anti-modernen Äußerungen wie die Ehe für alle sei „staatlich geförderte Pädophilie“ und bei den Genderwissenschaften handle es sich um eine feministische Sekte, während Rauscher gerne provokant tweeted und dabei Afrikaner z.B. vorwirft, dass sie ihren Kontinent durch Schlendrian, Korruption usw. zerstört hätten.

Nun ist es, das sei angemerkt, für Wissenschaftler natürlich vollkommen egal, ob eine ihrer Aussagen als „anti-modern“, „anti-feministisch“, Grumpf oder Heffalump bezeichnet wird. Was Genderisten und die Ihresgleichen im Geiste nicht verstehen können: Wissenschaftler interessiert, ob ihre Aussagen in der Realität bestätigt oder falsifiziert werden können, nicht ob ein versprengter Geist sie als „anti-modern“ oder Grumpf bewertet.

Zu dem, was Kutschera sagt und zu dem was Rauscher tweeted kann man inhaltlich stehen wie man will, was man nicht kann, ist beiden das Recht abzusprechen, ihre jeweilige Meinung zu äußern. Genau das tun Thole und Wedde, was sie zu Feinden der Meinungsfreiheit macht und im Lager der Faschisten verortet, die ihnen nicht genehme Meinungen unterdrücken wollen.

Warum?
Warum versuchen Thole und Wedde nicht, die Behauptungen von Kutschera und Rauscher zu widerlegen? Warum reicht es bei ihnen nur zur hysterischen Erregung über Gesagtes, nicht aber zur Auseinandersetzung mit dem Gesagten? Da beide viel Text schreiben, ohne auch nur ein Argument gegen das, was Kutschera und Rauscher vorzubringen, muss man den Schluss ziehen, dass sie entweder kein Argument machen KÖNNEN oder kein Argument machen wollen.

Dass sie kein Argument machen können, dafür sprechen ihre Vorstellungen, die sich in Formulierungen niederschlagen, die man einfach nur als lächerlich bezeichnen kann. So entblöden sich Thole und Wedde nicht, den folgenden Unsinn zu verbreiten. Kutschera und Rauscher würden durch ihre „rechtspopulistischen Äußerungen“ rechte „Argumentationslinien nutzbar machen“. Weil sie derart krachender Unsinn nicht glücklich macht, setzen Thole und Wedde noch eins drauf: „Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Das muss man wiederholen, weil es so schön ist:
„Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Weil jemand eine Professur an einer Universität inne hat, deshalb denken Thole und Wedde, er spräche die Wahrheit bzw. es würde ihm zugeschrieben, dass er die Wahrheit sprechen würde.

Weniger Vorstellung und Ahnung davon, was an Universitäten so vor sich geht und worum es bei Wissenschaft geht, kann man nun wirklich nicht mehr haben. Die Vorstellung, Wissenschaftler würden Wahrheit kennen oder es gäbe jemanden in der Bevölkerung, außer Thole und Wedde, der der Ansicht sei, Wissenschaftler wüssten die Wahrheit, kraft Position, ist angesichts von Misstrauen gegenüber Studien und der Tatsache, dass Wissenschaft auf Kritik und nicht auf Wahrheit aufbaut kindisches Wunschdenken, wie es nur im Gehirn von Genderisten, sofern man bei Genderisten noch von einem Gehirn sprechen kann, entstehen kann.

Wir wurden schon des Öfteren damit konfrontiert, dass Genderisten der Ansicht sind, mit Positionen an wissenschaftlichen Instituten sei nicht nur Status, sondern auch Wahrheit und Wissen verbunden. Dieser Fehlschluss, der Kenntnisse und Status an eine Position und nicht an deren Inhaber knüpft, scheint der Geburtsfehler des Genderismus zu sein. Deshalb wollen Genderisten an Universitäten. Sie denken, sie erreichten Status, wenn sie sich dort einnisten, könnten Wahrheit für ihren Unsinn reklamieren, weil sie ihn vom Katheder herunter verkünden dürfen… So kann man sich irren.

Falls mit einer Position an einer öffentlichen Hochschule jemals Status verbunden war, dann ist er das sicher nicht mehr der Fall, seit es Genderisten an Hochschulen gibt. Und falls es, außer Thole und Wedde jemals jemanden gegeben hat, der glaubte, ein Professor spreche, wenn er z.B. über Quantenmechanik erzähle, die Wahrheit, dann wurde dieser jemand sicher schnell vom entsprechenden Professor über den Status von Hypothesen und den Stellenwert von Theorien aufgeklärt. Dieser Jemand hat Thole und Wedde damit viel voraus… Einsicht, Verständnis, Kompetenz, Kenntnis… über die Grundidee der Wissenschaft…

Eine weitere Charakteristik, die wir in den letzten Jahren vor allem in Kontexten beobachten, die man als wissenschafts- wenn nicht bildungsfern bezeichnen muss, also im Kontext des Genderismus, bei Gewerkschaften wie der GEW, in Stiftungen von Parteien usw. besteht darin, dass Unwissen, vollkommene Unkenntnis bzw. die vollkommene Abwesenheit von Kompetenzen nicht dazu führt, dass die entsprechend Baren sich der großspurigen Erklärung enthalten oder davor zurückschrecken, auf andere Menschen loszugehen, die in der Regel ein Vielfaches an Kompetenz und Wissen aufweisen als die Marktschreier der Intoleranz.

Entsprechend werden aus denen, die in den eigenen Augen als gute Menschen gestartet sind, um das Böse, das sie in anderen Meinungen erblicken, zu bekämpfen, schnell Personen mit Schaum vor dem Mund, die nicht davor zurückschrecken, zu hetzen, aufzuhetzen:

„Um der Gefahr der Nutzbarmachung pseudowissenschaftlichen rechtspopulistischen Gedankenguts zu begegnen, dürfen zunächst die Proteste an den Universitäten nicht abebben. Alle Statusgruppen müssen sich gemeinsam gegenüber der Hochschulleitung dafür stark machen, dass diskriminierenden und rechtspopulistischen Äußerungen an der Hochschule kein Raum gegeben wird und eine Überprüfung der rechtlichen Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Zudem sollte von wissenschaftlicher Seite auf eine Dekonstruktion der vermeintlich wissenschaftlichen Fakten der Rechtspopulisten hingewirkt werden, sodass die propagierte „Wahrheit“ widerlegt oder deutlich als Meinungsmache demaskiert werden kann. Hochschulen als demokratische Institutionen müssen zeigen, dass flächendeckend keine Akzeptanz für homophobe, rechtsnationale und in anderer Form diskriminierende Positionen besteht.“

Das muss man sich einmal vorstellen, Gewerkschaftsmitarbeiterinnen rufen dazu auf, gegen Professoren zu agitieren, die eine Meinung haben, die ihnen nicht gefällt, die diese Meinung außerhalb von Universitäten und gerade nicht an Universitäten geäußert haben, und sie tun dies auf Grundlage einer Vorstellung über „Wahrheit“, wie sie dümmer nicht sein kann und die direkt aus ihren eigenen Gehirnen kommt. Denn niemand außer Ihnen kommt auf die Idee, dass Kutschera oder Rauscher „Wahrheit“ propagiert hätten. Wir haben es schlicht mit einem Fall zu tun, wo man feststellen muss, dass Thole und Wedde besser ruhig gewesen wären, dann wüsste nicht alle Welt welch‘ immense Wissenslücken sie haben und dass sie dumm genug sind, diese Wissenslücken in die Welt zu schreien, das wüsste auch kaum jemand.

Wenn die Moderne durch etwas ausgezeichnet ist, dann dadurch, dass jeder nach Herzenslust kundtun kann, welche linke Außenseiter-Position er auf der Normalverteilung der Intelligenz einnimmt.

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Männer, die sich als Frau definieren, sollen sich an der Uni Köln bewerben

Immer wenn man denkt, man können den Unsinn, der als Genderismus daherkommt, nicht mehr steigern, schickt uns ein Leser eine Ausschreibung aus dem Professorinnenprogramm.

Bislang haben wir angenommen, das Professorinnenprogramm sei ein Programm, das Frauen bevorzugt und Männer diskriminiert. Aber das ist gar nicht so. Das Professorinnenprogramm ist ein Programm, das alle diskriminiert, die sich nicht als Frau fühlen.

Diese Erkenntnis verdanken wir der Ausschreibung einer Gastdozentur „Gender & Queer Studies“ an der Universität zu Köln, die nach E13 (klingt wie E605) bezahlt wird, ein ganzes Jahr lang.

Und weil es so schön ist, zitieren wir aus der Ausschreibung:

„Mit dieser Maßnahme wird das Ziel verfolgt den Anteil von Professorinnen zu erhöhen und Frauen*1 auf dem Weg der Weiterqualifizierung und ihrer akademischen Karriere zu unterstützen. Grundlage hierfür ist der Befund, dass der Anteil von Promovendinnen in den Universitäten zwar verhältnismäßig hoch ist, die Zahl der Frauen* auf Post-Doc Stellen demgegenüber aber eine starke Diskrepanz aufweist.“

Wir hoffen, Asterix und 1 sind Ihnen nicht entgangen. Die zugehörige Fußnote (zur 1 nicht zum Asterix), die lautet wie folgt:

1 Das Sternchen* weist darauf hin, dass mit dem Begriff „Frauen“ alle Personen gemeint sind, die sich als solche definieren bzw. sich als Frauen angesprochen fühlen. Somit bezieht sich der Begriff „Frauen“ hier nicht ausschließlich auf das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht.“

Genderismus geht offensichtlich auf die Neuronen.
Nicht Frauen werden gefördert, sondern alle, die sich als Frauen angesprochen fühlen. Das Professorinnenprogramm dient also nicht der Bevorzugung von Frauen, sondern lediglich der Benachteiligung all derer, die sich nicht als Frauen angesprochen fühlen.

Warum auch nicht.

Wenn Sie sich als Frau angesprochen fühlen, insbesondere als Mann, dann bewerben Sie sich in Köln.
Alles weitere finden Sie hier.

Die Ziehung findet unter notarieller Aufsicht statt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Rationalität sowieso.
Verstand vor allem.

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