Die Realität schlägt zurück: Kein Transgender in der US-Army

Jetzt wird man wieder den Chor derjenigen hören, die das Lied von der Benachteiligung der Transgender und anderen sexuell Indifferenten anstimmen. Denn Donald Trump hat angekündigt, Transgender aus der US-Army auszuschließen. Damit revidiert er eine weitere Politik von Barack Obama:

Interessant ist die Begründung: Die hohen medizinischen Kosten die Transgender offensichtlich für die US-Army mit sich bringen und die Störung, die sie als Teil der Army darstellen, beides ist zu gravierend, als dass Trump bereit wäre, es zu schultern. Die Entscheidung hat er nach seinen Angaben in Absprache mit aktiven Generälen und Militärexperten getroffen, so dass man davon ausgehen kann, dass die empirische Realität, wie sie durch Transgender in Armeen geschaffen wird, berücksichtigt wurde. Damit ist ein weiterer der heutigen Mythen an der Realität gescheitert. Ein Beruf, wie ihn der Beruf eines Soldaten darstellt (Die USA unterhalten eine Berufsarmee) verlangt nach einer bestimmten Art von Mensch. Menschen, die mit sich und Problemen ihrer sexuellen Identität kämpfen, sind ganz offensichtlich nicht dazu geeignet, den Beruf eines Soldaten auszuüben.

Man kann diejenigen, die nun HateSpeech rufen, förmlich hören. Um ihnen die Stimme zu nehmen, hier der Hinweis, dass nicht jeder für alles geeignet ist. Wer es nicht glaubt, der möge den Mount Everest besteigen, ohne Sherpas bitte. Bestimmte Tätigkeiten verlangen bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen und eine bestimmte Persönlichkeit, das ist mit ein Grund dafür, dass Nachrichtensprecher in der Vergangenheit mehrheitlich männlich waren. Es ist einfach angenehmer, einer sonoren Männerstimme zu lauschen als sich die oft piepsige Stimme einer europäisch sozialisierten Frau zuzumuten.

Feminismus, Genderismus, Terrorismus

Retraction Watch berichtet von einem Vorgang, der zwischenzeitlich zur Normalität geworden ist: Die Geschlechtsteilepolizei hat entdeckt, dass in einem Beitrag in der Zeitschrift „Annals of Surgery“ mit dem Titel „Modern Surgeon: Still a Master of his Trade or Just an Operator of Medical Equipment?“ durchweg männliche Pronomen benutzt werden: Der moderne Chirurg. Ist er noch Herr seiner Profession oder nur ein Bediener medizinischer Ausrüstung?

Das ist natürlich ganz furchtbar, nicht etwa, dass noch jemand auf die Idee käme, es komme auf den Inhalt eines Textes an. Nein. Sie können schreiben, was sie wollen, solange es „geschlechtersensibel“ ist.

Kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Textes, der die englische Übersetzung eines Vortrags ist, den der ehemalige polnische Präsident der European Surgical Association, Marek Krawczyk, gehalten hat, und zwar auf polnisch, hat die Zeitschrift „Annals of Surgery“ der Sturm der Entrüstung derjenigen getroffen, für die es wichtiger ist, ob ein Text auch weibliche Pronomen benutzt, als dass sie sich für den Inhalt interessierten.

In der polnischen Sprache, so hat sich Keith D. Lillemoe, der Herausgeber der Zeitschrift „Annals of Surgery“ verteidigt, werde nicht zwischen ihm/seine und ihr/ihre unterschieden. Ihm/seine könne für beides stehen. Dass dies in der englischen Sprache auch so ist, dass auch im Englischen das grammatikalische Geschlecht unbestimmt ist, selbst wenn von „the surgeon“ und „his“ die Rede ist, hat Lillemoe, der ganz im Zeichen der feministischen Sturmtruppen, die ihn via Twitter heimgesucht haben, steht, vergessen anzufügen.

Dank Feminismus sinkt der Westen immer tiefer in eine geistige Demenz, die Schlimmes für die Zukunft ahnen lässt. Wir leben in einer Zeit, in der das Fehlen von „her“ in einem Text dazu führt, dass sich ein Herausgeber vor dem entsprechenden Mob erniedrigt und schnellstens erklärt, dass es nie seine Intention war, weibliche Chirurgen dadurch zu verletzen, dass er nur das Pronomen „ihm/seine“ und nicht auch das Pronomen „ihr/ihre“ benutzt habe.

Derartige Versäumnisse sind so furchtbar, dass die Inhalte von Texten vollkommen in den Hintergrund treten. Diskutiert wird nur noch über die Häresie, die darin besteht, dass man einen Unterschied zwischen dem grammatikalischen und dem biologischen Geschlecht sieht. Im Gegensatz zu feministischen Sturmtruppen, die überall Geschlechtsteile zu sehen scheinen.

Es ist erschreckend und bezeichnend zugleich, bezeichnend für eine Kultur im feministischen Niedergang, auf deren Sterbebett noch darüber gestritten werden wird, ob „der“ Sarg und „die“ Leiche kompatibel und geschlechtersensibel sind. Darüber wiederum wird der Leichnam der Leiche alle Stadien der Verwesung durchschreiten und DAS Skelett hinterlassen.

Aequat Omnis Cinis – oder?

“Gender raus!” Von Steuerzahlern finanzierte Armseligkeit: Heinrich-Böll-„Stiftung“ beatmet Leichnam

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine neue Küche. Die alte Küche ist eben genau dies: alt. Etwas Neues, Modernes soll her. Sie gehen, wie Sie glauben, zu einem entsprechenden Spezialisten und bestellen das Modernste vom Modernen, geben dem vermeintlichen Spezialisten freie Hand und fahren in Urlaub, um der Baustelle im eigenen Haus zu entgehen.

Bei Ihrer Rückkehr erkennen Sie ihre Küche nicht wieder. Mitten im Raum, der einmal eine Küche war, thront ein Misthaufen. Um den Misthaufen herum sind Mülltonnen in unterschiedlichsten Farben angeordnet, der Abfluss erfolgt nicht mehr über Rohre sonder offen, über einen entsprechenden Tümpel, in dem sich bereits wenig appetitlich riechende Flüssigkeit angesammelt hat … Belassen wir es dabei. You got the general idea?!

Das Beste: Auf Ihre irritierte Nachfrage erklärt ihnen der “Spezialist”, man verfolge einen vom vorherrschenden Küchendesign abweichenden Ansatz und leiste einen ganz eigenen Beitrag zur Produktion von Essbarem.

Den Misthaufen in der Küche und die Ansammlung von Mülltonnen, die als Küche durchgehen sollen, nehmen wir jetzt und übertragen sie im Analogieschluss auf den neuesten Versuch aus dem Hause „Heinrich-Böll-Stiftung“, die Gender Studies zu retten. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist natürlich keine Stiftung, sondern ein politischer Verein, den die Grünen gegründet haben und der von Steuergeldern lebt. Ohne die Steuergelder gäbe es die angebliche Stiftung nicht: Stiftungskapital ist Fehlanzeige.

Der Analogieschluss bezieht sich aber nicht auf die HB-Fake-Stiftung. Der Analogieschluss bezieht sich auf die mit Steuergeldern finanzierte Broschüre „Gender raus! 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender Kritik“. Für den meisten Text, der in dieser Broschüre zusammengetragen ist, zeichnet eine Franziska Schutzbach verantwortlich, deren wissenschaftliche Meriten in Google Scholar schnell zusammengetragen sind (4 Einträge seit 2007; siehe Abbildung).

Es wird immer schwieriger für die HB-Fake-Stiftung, Willige zu finden, die naiv oder dumm genug sind, sich vor den räderlosen Karren des Genderismus spannen zu lassen. Die Qualität der Erzeugnisse, die von den entsprechenden No-Names erstellt werden, zeugt von diesen Schwierigkeiten.

Nein, die Analogie mit dem Misthaufen bezieht sich auch nicht auf die HB-Fake-Stiftungs-Broschüre, die Steuerzahler bezahlen mussten (Kosten für die Erstellung vermutlich irgendwo bei 30.000 Euro, Druck und Verbreitung noch mal soviel).

Unsere Analogie bezieht sich auf den Versuch, die „Gender Studies“ als Wissenschaft zu verkaufen, eine angebliche Richtigstellung, die sich auf den Seiten 16 und 17 der Broschüre findet. Nun ist die Kritik, die z.B. wir an Gender Studies vorbringen, ja nicht unerheblich. Wir haben an dieser Stelle schon häufiger auf die 30 Fragen hingewiesen, die wir an Gender Studierte verschickt haben, ohne dass wir bislang eine Antwort erhalten hätten. Da es sich dabei um Fragen handelt, die jeder Wissenschaftler im Schlaf beantworten können sollte, Fragen nach seinem Erkenntnisinteresse, seiner Epistemologie, seiner Methode, seiner Herangehensweise usw. muss man nach all der Zeit (immerhin sind zwischenzeitlich mehr als zwei Jahre vergangen) den Schluss ziehen, dass Gender Studierte die entsprechenden Fragen nicht beantworten können.

Aber halt, so haben wir gedacht: Die Richtigstellung, die Steuerzahler finanziert haben, sie enthält vielleicht Antworten zu den Fragen nach den Theorien, den Methoden, dem Erkenntnisinteresse, die die Gender Studies auszeichnen. Man mag sich unser Belustigung vorstellen, als wir Folgendes zu lesen bekommen haben:

“Richtig ist Die Frauen- und Geschlechterforschung sowie die Gender Studies arbeiten mit wissenschaftlichen Methoden und Theorien. Diese Forschungsrichtungen sind entstanden, weil die vorherrschende Wissenschaft oft nur die Geschichte und das Leben von Männern untersucht, also nicht objektiv forscht, sondern einseitig. Die Gender Studies beschäftigen sich mit (historischen) Fragen und mit Menschen, die oft vergessen oder ausgelassen wurden, und tragen auf diese Weise gerade zu mehr Objektivität bei.”

Kann man die vollkommene Ahnungslosigkeit und das vollkommene Fehlen einer wissenschaftlichen Methode besser auf den Punkt bringen als hier geschehen? Auf die Frage nach den wissenschaftlichen Methoden und Theorien der Gender Studies wird nicht etwa damit geantwortet, dass die entsprechenden Methoden und Theorien benannt werden, sondern mit der Behauptung, dass die „Gender Studies mit wissenschaftlichen Methoden und Theorien“ arbeiten. Wenn dem so wäre, dann wären Gender Studierte mit Sicherheit in der Lage, die entsprechenden Methoden und Theorien zu benennen. Dass sie es nicht sind, ist bezeichnend.

Die Behauptung, dass “die vorherrschende Wissenschaft oft nur die Geschichte und das Leben von Männern untersucht, also nicht objektiv forscht, sondern einseitig“ sei, kann man nicht anders als als Beleg für das Scheitern jeglichen Versuches, wissenschaftliches Leben in den Körper des Verfassers einzuhauchen, auffassen.

Fangen wir mit den offensichtlichen Fehlern an:

  • Eine einseitige Betrachtungsweise ist nicht das Gegenteil von Objektivität.
  • Das Gegenteil von Objektivität ist Subjektivität.
  • Deshalb kann eine einseitige Betrachtungsweise durchaus ein objektives Bild ergeben.
  • Wissenschaft strebt aber gar nicht danach, Objektivität festzustellen, sondern danach, sich der Objektivität, die gewöhnlich als regulative Idee der Wahrheit gefasst wird, zu nähern (Dazu Kapitel 5.1).
  • Dazu ist es notwendig, das, was man als Erkenntnis zu haben meint, an der Wirklichkeit zu prüfen.
  • Die Überprüfung von Hypothesen an der Wirklichkeit hat nun wiederum nichts mit dem Geschlecht des Testenden zu tun.
    Wenn Eis bei 30 Grad im Schatten schmilzt, dann tut es dies unabhängig davon, ob die Eistüte von einem Mann oder einer Frau gehalten wird.
  • Derartig genetische Fehlschlüsse sind bezeichnend für Halbgebildete, die der Ansicht sind, Forschungsergebnisse würden über Intentionen bestimmt und die Intentionen von Männern und Frauen seien unterschiedlich.
  • Zwar geben derartige Vorstellungen gut Auskunft über das, was im Kopf dessen, der sie hat, mit Bezug auf Wissenschaft falsch läuft, aber sie sagen absolut nichts über den Wissenschaftsprozess aus.
  • Letzterer wird nämlich durch die Anwendung wissenschaftlicher Methoden begründet. Wissenschaft ist eine Methode, eine Methode, Erkenntnis dadurch zu gewinnen, dass man Aussagen über die Wirklichkeit aufstellt und diese Aussagen an der Wirklichkeit überprüft.
  • Bislang gibt es kein anderes Verfahren, mit dem es möglich wäre zu testen, ob Aussagen über die Realität richtig sind oder nicht, als die entsprechenden Aussagen an der Realität zu testen. Insofern ist die „vorherrschende Wissenschaft“ die einzig mögliche Wissenschaft. Alles anderes ist Humbug.
  • Wenn Frau Schutzbach der Ansicht ist, man könne Wissenschaft auch intuitiv oder unter Auslassung des empirischen Tests oder auf Basis von Behauptungen, die man glauben muss, aber nicht testen kann, betreiben, dann ist dies der Punkt, an dem die eingangs gemachte Analogie zutrifft.
  • Wissenschaft hat nichts mit Intuition, Esoterik, Einbildung, ideologischem Quatsch wie Gleichstellung oder inhaltlichen Wunschvorstellungen und nicht prüfbaren Behauptungen zu tun. Wissenschaft und Gender Studies sind unvereinbar – inkompatibel. So wie Wissenschaft und Islamismus unvereinbar sind.

Dem kurzen Absatz oben, der – man mag es gar nicht schreiben -, der dazu gedacht ist, die Kritik an der Wissenschaftlichkeit der Gender Studies zu entkräften, folgen mehrere längere Absätze, in denen die Autorin ihrer Phantasie darüber, was Kritiker der Gender Studies gegen die Gender Studies vorbringen würden, freien Lauf lässt. Die Phantasie reicht von der Unterstellung primitiver Induktionsschlüsse, bis zur absurden Behauptung, wer naturwissenschaftlich argumentiere, könne Machtstrukturen und soziale Bedingungen nicht berücksichtigen, die nur noch dadurch übertroffen wird, dass Schutzbach Biologie und naturwissenschaftliche Argumentation gleichsetzt. Zur Erklärung, Schutzbach scheint mit “naturwissenschaftlicher Argumentation” ein formales deduktives Modell zu meinen. Entsprechend irrsinnig ist die Verbindung dieser formalen Methode des Schlussfolgerns mit dem Gegenstandsbereich der Biologie. Schutzbach ist ein würdiger Vertreter der Gender Studies: wenig Ahnung, aber keine Skrupel, die eigene Ahnungslosigkeit in die Welt zu posaunen.

So viel Ahnungslosigkeit hat aber nicht einmal die HB-Fake-Stiftung verdient. Okay, die haben es verdient. Jeder bekommt, was der Markt so hergibt, und der Markt der Gender Studies gibt, nun ja, Schutzbach her.

Das mangelnde Angebot in wissenschaftlicher Kompetenz, mit dem sich diejenigen konfrontiert sehen, die seit Jahren ein üppiges Auskommen dadurch gefunden haben, dass sie Steuerzahler für ihre Gender(-Wahn)-Phantasien bezahlen lassen, hat auf die Mannen der HB-Fake-Stiftung einen tiefen Eindruck hinterlassen. Und so kommt es, dass wir diese Besprechung des neuesten misslungenen Versuchs, die Gender Studies vom Stroh-Standard zum Gold-Standard zu alchemisieren, mit einer positiven Meldung abschließen können:

Den Genderisten bläst nach wie vor der Wind ins Gesicht.
Den Genderisten steht das Wasser bis zum Hals.
Die Steuergelder, die zur Förderung von Genderismus missbraucht werden, drohen zu versiegen.
Genderismus ist zum Ladenhüter geworden, den niemand mehr haben will, nicht einmal die willigen Käufer aus der Politik.
Entsprechend sehen sich die Genderisten in der HB-Fake-Stiftung in die Ecke gedrängt, am Rande, am linken Rande der Gesellschaft zusammengepfercht´, randständig in ihrer Subkultur, die heftige Anzeichen eines vollständigen intellektuellen Meltdowns – wie in „Gender raus!“ – zeigt.
Der Beleg für diese Aussagen, stammt aus dem Vorwort zu „Gender raus!“, in dem das Jammern, das vielleicht die einzige Methode ist, die Genderisten wirklich als Alleinstellungsmerkmal reklamieren können, zur folgenden Selbstbeschreibung der Randständigkeit von Genderisten geführt hat:


“Gender-Kritik und Anti-Gender-Hetze bilden eine Art Dach, unter dem sich sehr unterschiedliche, teils gegensätzliche Akteur*innen, Organisationen, Parteien und Gruppierungen bündeln und oft auch gemeinsam agieren. In Deutschland sind das unter anderen die extreme Rechte, die AfD, Pegida, verschiedene Männerrechtsgruppen, christlich-fundamentalistische Kreise sowie manche Journalist*innen, Publizist*innen und Wissenschaftler*innen. Gender‑Kritik ist auch in der bürgerlichen Mitte verbreitet und generell ein fester Bestandteil öffentlicher Debatten.”

Kritik an Genderisten kommt demnach von

  • Wissenschaftlern,
  • Publizisten,
  • Journalisten,
  • der Öffentichkeit,
  • Parteien,
  • Gruppierungen,
  • der AfD,
  • der Pegida,
  • der extremen Rechten,
  • von Männerrechtsgruppen,
  • aus christlich-fundamentalistischen Kreisen,
  • aus der gesellschaftlichen Mitte.

Es bleibt nicht mehr viel Platz für die Jünger des Genderheils. Wenn man die genannten Kritiker von der Bevölkerung subtrahiert, dann kommt man auf einer gedachten Normalverteilung am linken Rand an, bei den dort Randständigen. Das wiederum gibt der Schutz(bach)-Behauptung, nach der Gender Studies sich mit Menschen beschäftigen, die „oft vergessen oder ausgelassen“ würden, eine ganz neue Bedeutung, verweist darauf, dass Genderisten sich vornehmlich mit sich und ihren Problemen, psychischen wie physischen, befassen. Damit wäre auch der Ort, an dem Genderismus seine Berechtigung hat, eindeutig benannt: Institutionen, die auf Therapie und Behandlung von der gesellschaftlichen Normalität abweichender Individuen spezialisiert sind.

Anregungen? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Weibliche muslimische Terroristen: Die Frauenbataillone von ISIS, Iran und Muslim Brotherhood

Wenn in westlichen Nachrichten von Terrorist[*_Inn]en die Rede ist, dann ist das Stereotyp klar: Junge oder alte Männer, die für ihren Glauben bis in den Tod gehen, sind die Träger dessen, was im Westen als Islamismus bezeichnet wird. Diese stereotype Sicht basiert nicht nur auf dem feministischen Glauben daran, dass Frauen geborene Opfer seien, die besonders in arabischen Gesellschaften unterdrückt werden, sie basiert auch auf dem Orientalismus des Westens, der es nach fast 1000 Jahren Kontakt mit Muslimen immer noch nicht geschafft hat, die sozialen Beziehungen, wie sie in muslimischen Gesellschaften herrschen, zu erfassen.

Die Zeitung „Al Arabiya“ hat eines der jüngsten Selbstmordattentate, das von einer Frau ausgeführt wurde, zum Anlass genommen, die Rolle von Frauen in extremistischen Vereinigungen darzustellen.

Die Ergebnisse, die wir hier gerafft wiedergeben, sollten selbst bei denen, die an ihrem eingebildeten Patriarchat, dessen männliche Träger in arabischen Gesellschaften Frauen 24/7 unterdrücken, einen Eindruck hinterlassen, vielleicht sogar in ein Lernen münden.

1932 wurde die Muslim Sisterhood als Pendant zur Muslim Brotherhood in Ägypten gegründet. Initiiert hat die Gründung Hassan al-Banna, der damalige Führer der Muslim Brotherhood. Die Muslim Sisterhood hat eine durchgehende Geschichte und ist bereits 1948 mit einem eigenen Bataillon am Krieg gegen Israel beteiligt gewesen. Die Sisterhood war auch instrumentell in den Auseinandersetzungen die die Muslim Brotherhood mit dem säkularen Regime von Gamal Abdel Nasser hatte. Heute gibt es feste Ausbildungscamps der Muslim Sisterhood u.a. in Kairo und Alexandria.

Im Jahr 1993 hat Ayatollah Khamenei im Iran die „Schwestern von Zainab“ gegründet. Sie sind eine paramilitärische Einheit mit Polizeigewalt, der es obliegt, in Iranischen Städten die Einhaltung des Kleidungskodes und von Verhaltensregeln in der Öffentlichkeit vor allem durch Frauen zu kontrollieren. Um dies effizient tun zu können, sind sie u.a. mit Schlagstöcken und Taser ausgestattet.

Selbst die ISIS, die als reiner Verein von Männer in westlichen Medien portraitiert wird, in dem Frauen angeblich nur Männern dienende Funktionen zugewiesen werden, hat ein Frauenbataillon mit dem Namen Khansaa oder Al-Hesba. Al-Hesba ist eine paramilitärische Einheit und erfüllt Polizeifunktion. Die Mitglieder des Bataillons überwachen vornehmlich Frauen dahingehend, ob sie die von ISIS erlassenen Verhaltens- und Kleidungsregeln einhalten. Dabei hat sich Al-Hesba vor allem durch einen sehr freigiebig Gebrauch von Prügelstrafen hervorgetan. Al-Hesba ist zudem an Kampfhandlungen beteiligt, wird also auch auf diese Weise seinem Status als paramilitärische Einheit gerecht.

Die kurze Darstellung zeigt: Die muslimische Welt im Allgemeinen und die Welt des muslimischen Terrors im Besondern ist komplexer als es sich die westlichen Ideologen vorstellen können. Diejenigen, denen die Vorstellung von einer Gesellschaft, in der Männer Frauen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche unterdrücken, einer Gesellschaft mit männlichen Monstern und weiblichen Schafen, zum Bestandteil der eigenen Persönlichkeit und der Ordnung ihrer Welt geworden ist, werden sich daran gewöhnen müssen, dass die Komplexität der Welt nicht in Einklang mit der Einfalt ihrer Vorstellung zu bringen ist.

Ach ja: Es gibt kein Patriarchat – jedenfalls wurde bislang außerhalb der Vorstellungswelt von Feministen keines gefunden.

Anregungen? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Du sollst keine weißen, männlichen Wissenschaftler zitieren – Neues aus dem Irrenhaus

„Vom Normalen zum Neurotischen gibt es einen kontinuierlichen Übergang. Davon streng abgegrenzt werden die Psychosen. Diese extrem pathologischen Reaktionen sind möglicherweise die Ursache dafür, dass die Person den Kontakt mit der Realität verliert. Deshalb ist eine intensive Behandlung und manchmal die Hospitalisierung notwendig.“

Vom wem stammt dieses Zitat?
Nein, nicht der Name ist interessant.

War es ein Weißer, der diese Zeilen, die wir zitiert haben, zu Papier gebracht hat? War es ein Mann? War es, intersektionaler Horror: ein weißer Mann, der das geschrieben hat?
Wenn Letzteres zutrifft, dann ist dieses Zitat schlecht. Es darf nicht mehr genutzt werden – jedenfalls dann, wenn es Carrie Mott und Daniel Cochayne geht. In ihrem Beitrag „Citation matters: mobilizing the politics of citation towards a practice of ‚conscientious‘ engagement” versuchen die Autoren nämlich zu argumentieren, dass das Zitieren von wissenschaftlichen Beiträgen weißer Männer dazu führt, dass wissenschaftliche Beiträge von weißen Männern zitiert werden. Und das ist schlecht.

Nein, es handelt sich dieses Mal nicht um Satire. Der Beitrag ist ernst gemeint.

Szenenwechsel.
Harold Garfinkel hat einige empirische Untersuchungen im Rahmen seiner Studies in Ethnomethodlogy durchgeführt. Darunter ist auch der Fall eines Mannes, der in einer geschlossenen Anstalt untergebracht ist. Dieser Mann war in der Lage, eine vollkommen rationale Argumentation darüber zu führen, dass er in seinem täglichen Leben vom CIA überwacht wird. Jede kleine Alltäglichkeit hat seinen Verdacht erweckt und wurde perfekt in sein Überzeugungssystem integriert. Daraus ist ein kohärentes, in sich geschlossenes Weltbild der Verfolgung entstanden, das dem Mann die Fähigkeit genommen hat, im täglichen Leben noch als normal durchzugehen. Deshalb hat ihn Garfinkel in einem Irrenhaus gefunden. Das Beispiel zeigt, dass es möglich ist, auf Grundlage falscher Prämissen, die z.B. aus Einbildungen und Phantasien gewonnen werden, ein den Gesetzen der Rationalität folgendes Überzeugungssystem zu zimmern, das in sich stimmig, aber nichtsdestotrotz der Ausdruck einer Psychose ist.

Früher fand man die Beispiele für derartige Psychosen in den entsprechenden Anstalten.

Für Carrie Mott und Daniel Cockayne ist die wissenschaftliche Welt, in der sie sich (erstaunlicherweise freiwillig) bewegen, eine Welt der weißen Männer, eine Welt der Hegemonie weißer Männer, eine Welt, in der weiße hegemoniale Männer Artikel schreiben, die von anderen zitiert werden und auf diese Weise die Herrschaft der weißen hegemonialen Männer in der Wissenschaft zementieren. Das nennen Mott und Cockayne „performativ“.

Performativ ist eine Floskel, die von Genderisten häufig und mehr oder weniger korrekt benutzt wird. Was sie damit beschreiben wollen, ist ein sich selbst verstärkender Prozess, in dem das Zitieren eines weißen Mannes wie Albert Einstein dazu führt, dass sein Artikel: „Die Allgemeine Relativitätstheorie“, auch von anderen zitiert wird, was wiederum dazu führt, dass andere den Artikel zitieren und im Ende dazu, dass sich die Allgemeine Relativitätstheorie, jenes Werk eines weißen Mannes durchsetzt, zur wissenschaftlichen Benchmark wird, an der sich andere Ansätze messen lassen müssen und dass niemand auf die Idee kommt, anti-rassistische und feministische Alternativen dazu zu zitieren. Das beklagen Mott und Cockayne, wenn sie davon schreiben, dass Zitieren „performativ“ sei. Das Zitieren von “weißen hegemonialen Männern” führt dazu, dass das, was weiße Männer geschrieben haben, zur wissenschaftlichen „Autorität“ wird, an die andere glauben.

Haben wir etwas vergessen?
Halt, es sind für Mott und Cockayne nicht nur weiße, hegemoniale Männer die für die Verbreitung z.B. der Allgemeinen Relativitätstheorie verantwortlich sind, der Neoliberalismus ist auch schuld.

Wussten wir doch, dass wir etwas vergessen haben.
Wenn man die hegemonialen weißen Männer und den Neoliberalismus, der auch das wissenschaftliche Zitieren zu verantworten hat, zusammenschüttet, dann kommt Folgendes dabei heraus:

“Citational performativity is ‘successful’ when it reinforces existing hegemony and authority, and ‘works’ by repeating (and covering over) already accumulated authority. We advocate a turn away from obvious ‘successful’ citational performances that demure to sameness, whiteness, maleness, and cisnormativity, arguing instead that an ethical citational practice actually fails to perform these prior standards of authority (13-14).”

Damit sind wir zurück bei Garfinkel und seinen ethnomethodologischen Studien und bei der Möglichkeit, Irrsinn zu argumentieren, denn:
Wenn man davon ausgeht, dass in wissenschaftlichen Aufsätzen zitiert, um des Zitierens willen, zitiert wird, um sich anzudienen und seine Zugehörigkeit auszudrücken, dann haben Mott und Cockayne vielleicht einen Punkt.

Sicher gibt es Opportunisten, die sich darin versuchen, einen wissenschaftlichen Beitrag nur dadurch zu erstellen, dass sie sich mit „name dropping“ anzudienen versuchen.

Während man dem Beitrag von Mott und Cockayne entnehmen muss, dass für Genderisten der Zweck eines Beitrags darin besteht, sich über Zitieren anzudienen, schreiben normale Wissenschaftler ihre Beiträge, um die Ergebnisse ihrer Forschung mitzuteilen. Daher zitieren sie diejenigen Wissenschaftler, die theoretische und empirische Vorarbeiten geleistet haben, die für das Verständnis ihrer Fragestellung und Ergebnisse wichtig sind.

Diese Praxis, die Mott und Cockayne vollständig fremd zu sein scheint, ist auf die Inhalte wissenschaftlicher Beiträge gerichtet, nicht auf die Hautfarbe und das Geschlecht dessen, der den Beitrag geschrieben hat. Während Mott und Cockayne einen genetischen Fehlschluss zur allein gültigen Verfahrensweise in den Wissenschaften erheben wollen, versuchen normale Wissenschaftler Fehlschlüsse gerade zu vermeiden: Im Idealfall kritisieren sie vorhandene Forschungsergebnisse (unter Zitation der Urheber) und prüfen deren Behauptungen über die Empirie.

Es geht in der Wissenschaft darum, Inhalte zu argumentieren, nicht darum, nach Hautfarbe und Geschlecht dessen, der die Inhalte erstellt hat, zu differenzieren. Derartig abseitige Ideen können nur aus dem Kreis einer wissenschaftsfernen Sekte wie dem Genderismus kommen, dessen Gläubige der Ansicht sind, primäre und sekundäre Geschlechtsteile übten einen Einfluss auf die Ergebnisse von Denkprozessen aus und letztere seien zudem durch die Hautfarbe eines Wissenschaftlern beeinflusst.

Derartiger Unfug sollte eigentlich dazu führen, dass die Urheber abgeholt und in einer entsprechenden Verwahranstalt untergebracht werden. Tatsächlich können die Urheber dieses Unfugs ihr Unwesen an Hochschulen treiben. In der post-modernen Welt des Konstruktivismus ist auch der Irrsinn an Hochschulen heimisch geworden.

Historiker tun sich gewöhnlich schwer damit, den Niedergang von Kulturen zu erklären. Die derzeitigen Idiotien, die in Form von Gender Studies, Konstruktivismus, Anti-Rassimus oder Whiteness-Studies an Hochschulen betrieben werden, geben einen guten Anhaltspunkt dafür, welche Ursachen der geistige Niedergang, der dem Niedergang ganzer Gesellschaften vorausgeht, hat:

Es beginnt damit, dass Fehlschlüsse zur Grundlage ganzer Fachbereiche werden – , genetische Fehlschlüsse insbesondere, also z.B. der Fehlschluss Geschlecht oder Hautfarbe habe einen Einfluss auf die Fähigkeit rationalen Denkens und wissenschaftlichen Arbeitens.

Tatsächlich ist es in der Regel so, dass diejenigen, die zu faul oder zu dumm sind, die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und die Mühsal wissenschaftlich sauberer Argumentation auf sich zu nehmen, für sich beanspruchen, sie hätten etwas Neues, einen neuen Ismus gefunden, der neue Erkenntnisse ermögliche, die regelmäßig nicht benannt werden können oder einmal mehr Trivialitäten formuliert, die seit Jahrhunderten bekannt sind. Die Neuheit verbiete es mit den Methoden und Techniken der normalen Wissenschaft zu arbeiten und das Neue an normalwissenschaftlichen Standards zu messen. Hans Albert hat dies Kritikimmunisierung genannt.

Sind die entsprechenden Wortgebilde erst einmal an Hochschulen etabliert, dann finden sich auch die entsprechenden Jünger ein, Studenten etwa, die auf der Flucht vor Zahlen nach Studienfächern Ausschau halten, die einen akademischen Abschluss dafür versprechen, dass man erzählt, was einem in den Kopf kommt, und sich keinerlei Beschränkung etwa dadurch auferlegt, die Kopfgeburt mit der Realität in Einklang zu bringen.

Mit dem Heer der Studenten von Fächern wie Gender Studies oder anderen Fächern, für die kein Verwendungszusammenhang vorhanden ist, entsteht ein Druck auf den Arbeitsmarkt, der dann, wenn ein funktionierendes Lobbysystem vorhanden ist, in eine öffentliche Finanzierung für Pöstchen mündet, die außer denen, die sie besetzen, niemand braucht. Als Resultat schießen die entsprechenden Pöstchen, die beraten, wie man Gender oder Ethnie bei dies und das richtig berücksichtigt, aus dem Boden.

Das Angebot schafft sich seine Nachfrage darüber, dass es verpflichtend gemacht wird, über Gesetze in der Regel. So werden Gleichstellungsbeauftragte und sonstige Personen etabliert, die niemand braucht, ausschließlich zu dem Zweck, vorhanden zu sein und jährlich darüber jammern zu können, dass immer noch keine Gleichstellung bei was auch immer erreicht sei.

Das Gejammer wird zum gesellschaftlichen Problem aufgebauscht, mehr Positionen an Hochschulen geschaffen, die Unfug vermitteln und entsprechende Studenten, deren Sinn nicht nach der Mühsal von Wissenschaft, sondern nach den Freuden des Müßiggangs ist, anzieht und mit einem Abschluss versorgt, der sie zu nichts, was gesellschaftlich produktiv wäre, qualifiziert. Also bevölkern sie die Stellen, die eigens geschaffen wurden, um die mangelnde Gleichheit nach Geschlecht, Hautfarbe oder was auch immer zu beklagen und tun, wozu sie ausgebildet wurden: klagen.

Im Ergebnis etabliert sich ein selbstverstärkender Prozess, der entweder dadurch seinen Abschluss findet, dass die gesellschaftlichen Kosten, die durch die systematische Produktion von intellektuellem Ausschuss entstehen, zu hoch sind oder diejenigen, die die Kosten zu tragen haben, in Streik treten und dafür sorgen, dass der Spuk sein Ende nimmt.

Derzeit sind wir von beiden Endszenarien noch weit entfernt. Derzeit gibt es an Hochschulen Personen wie Mott und Cockayne, die ihre Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, zu Papier bringen und in Zeitschriften, die eigens gegründet wurden, um die Unkenntnis darüber, was der Gegenstand von Wissenschaft ist, auch publizieren zu können. Derzeit muss man sich damit auseinander setzen, dass es in der wissenschaftlichen Welt Personen gibt, die allen Ernstes der Ansicht sind, Hautfarbe und Geschlecht würden Forschungsergebnisse beeinflussen. Derzeit müsste Garfinkel auf der Suche nach Forschungsobjekten nicht in Irrenhäuser ausweichen.

Das Zitat zu Anfang dieses Posts stammt übrigens von Philip Zimbardo (Psychologie, S. 612), einem weißen, hegemonialen, neoliberalen Mann. Das war dem Text deutlich anzusehen – oder etwa nicht?

error: Content is protected !!
Profile photo of Michael Klein
Holler Box
Skip to toolbar