Zusammen gegen Intoleranz heißt eine Aktion auf Facebook, an der unter anderem die Grünen/Bündnis90 und Pro-Asyl beteiligt sind. Der Kampf gegen Intoleranz nimmt auf dieser Seite in der Regel eine Form an, die man nicht anders als Intoleranz gegen alles und jeden, der nicht die Meinung derer, die die Seite betreiben, teilt, bezeichnen kann.
Für Sozialpsychologen interessant dabei ist, dass sich die Autoren von ZGI „Zusammen gegen Intoleranz“ alle durch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Ahnungslosigkeit, eine große Klappe, durch keinerlei Empirie zu erschütternde falsche Überzeugungen und somit durch etwas auszeichnen, was man nur als Grenzdebilität, wie sie durch Lernresistenz entsteht, bezeichnen kann.
Ein besonders gutes Beispiel ist „Joyce“:
„Joyce ist 29, studiert Sozialpädagogik und ist eine Aktivistin“.
Wir haben schon wiederholt geschrieben, dass der Status eines Studenten und der eines Aktivisten nicht zusammenpassen. Man ist entweder an Wissen interessiert oder an politischem Aktivismus. Und wenn man liest, was Joyce an Blödsinn von sich gibt, dann wird einem richtig übel bei dem Gedanken, dass Joyce am Ende einen Abschluss in Sozialpädagogik erhalten wird, schon weil es so gut wie unmöglich ist, keinen Abschluss in Sozialpädagogik zu erhalten. Aus diesem Abschluss wird sie den Schluss ziehen, sie habe auch nur entfernt von irgend etwas Ahnung. Und jede Wette: Diese falsche Überzeugung wird dazu führen, dass Joyce sich berufen fühlt, andere zu belehren. Weil es ein fast schon ehernes Gesetz ist, dass die, die andere demonstrativ belehren wollen, keine Ahnung, aber ganz viel Überzeugung haben. Die Katastrophen, die derartige ahnungslose Spinner anrichten, hat Dietrich Dörner in seinem Buch „Die Logik des Misslingens“ beschrieben.
Doch geben wir Joyce die Gelegenheit, ihre gesammelte Ahnungslosigkeit für alle Welt sichtbar auszubreiten und auf Basis von völligem Blödsinn, den Joyce für die Wahrheit hält, weitreichende Forderungen zu erheben, die natürlich in die Freiheit anderer Menschen eingreifen. Das ist noch ein ehernes Gesetz: Je dümmer die Aktivisten, desto mehr wollen sie die Freiheit anderer beschneiden.
Let’s rejoice in the stupidity of Joyce.
„Es ist an der Zeit, dass Kinder bei der Geburt zeitgemäße Vornamen erhalten. Zu viele „deutsche“ Namen sind vorbelastet und erinnern an die Gräueltaten der Nazis. Ob Max, Franz, Jakob, Julian, Philipp oder Martin, so wurden Kinder in der düsteren Zeit des dritten Reichs zuhauf in Anlehnung an Nazi-Größen wie Max Amann, Jakob Sprenger, Julian Scherner oder Martin Sandberger genannt. Zudem stecken diese Vornamen Kinder von ihrer Geburt an in die Schublade Mann oder Frau, alle anderen Geschlechter werden sowieso ignoriert; um zu verhindern, dass sich das Kind im späteren Verlauf des Lebens in einer Geschlechtsidentitätskrise wiederfindet, weil es beispielsweise annimmt, es müsse ein Junge sein, weil es Lukas heißt, müssen geschlechtsneutrale Vornamen endlich zur Pflicht werden. Jeder Mensch kennt nur selbst sein wahres Geschlecht. Es gibt so schöne Vornamen, beispielsweise Abrar, Quinn, Abeer, Cameron, Taylor, Alim, Sidney und Kim, um nur einige zu nennen. Daher fordere ich: Schluss mit stigmatisierenden Nazi-Namen! Ja zu modernen Vornamen, die keinen Spielraum für Rassismus und Vorurteile lassen!“
Wenn Joyce tatsächlich Sozialpädagogik studiert, dann wohl in einem Asyl für geistig Demente oder ideologisch Verblödete. Beides dürfte sich kaum unterscheiden. Die Frage, auf Grundlage welchen Rechts, solche kleinen Spinner ihre Forderungen dahingehend, wie sich andere verhalten sollen, stellen, lassen wir einmal links liegen.
Widmen wir uns der Behauptung, Max, Franz, Jakob, Julian, Philipp oder Martin wären Nazi-Namen.
Im Jahre 1938 hat das Reichsministerium des Innern eine Richtline über die Führung von Vornamen veröffentlicht. Die Richtline war im Wesentlichen darauf gerichtet, Juden zu schikanieren, enthält aber zudem einige Passagen, die die nationalsozialistischen Vorlieben für Vornamen beschreiben, darunter Absatz A.3:
„Kinder deutscher Staatsangehöriger sollen grundsätzlich nur deutsche Vornamen erhalten. Es dient der Förderung des Sippengedankens, wenn bei der Wahl der Vornamen auf in der Sippe früher verwendete Vornamen zurückgegriffen wird. Dabei werden besonders auch solche Vornamen in Frage kommen, die einem bestimmten deutschen Landesteil, aus dem die Sippe stammt, eigentümlich sind (z. B. Dierk, Meinert, Uwe, Wiebke).“
Ziel der Nazis war es, nordische Vornamen zu verbreiten, nicht alte deutsche Namen wie Max(imilian – der größte unter den Habsburgern) oder Jakob (im Übrigen ein hebräischer Name, der u.a. Israel bedeutet). Von Namen wie Julian (Abwandlung von Julius, der kein bekannter Nazi-Feldherr war), Philipp (unser griechischer Pferdefreund) oder Martin (Sohn des Mars) ganz zu schweigen.
Als Einschub: In der Logik gibt es eine große Fraktion, die vor den Problemen, die sich mit Analogieschlüssen verbinden, warnen. Die Probleme resultieren vor allem daraus, dass man mit einem willkürlich gezogenen Analogieschluss massiv auf die Nase fallen kann, dann nämlich, wenn sich der Schluss als absurd und grottenfalsch erweist (d.h. man muss, um Analogieschlüsse ziehen zu können, viel über den Kontext, in dem z.B. Beobachtungen oder Erfahrungen gemacht wurden, wissen).
Joyce meint auf verbreitete Nazi-Namen schließen zu können, weil sie schon einmal etwas von „Nazi -Größen wie Max Amann, Jakob Sprenger, Julian Scherner oder Martin Sandberger“ gehört haben will.
Max Amann war eher einer der Mitläufer, ein untalentierter Redner, dem zudem jegliche Fähigkeit, sich zu profilieren gefehlt hat. Ihm wurde der Titel eines SS-Obersturmführers verliehen. Ein kleines (oder großes) Vermögen hat Amann als Verleger von Mein Kampf und anderen Nazi-Schriften verdient. Er wurde zum Präsidenten der Reichspressekammer und Vorsitzenden des Vereins Deutscher Zeitungsverleger ernannt und von den Alliierten als Hauptschuldiger in Nürnberg verurteilt.
Auch Jakob Sprenger ist einer der Nazis, die in der mittleren Staatshierarchie ihr Dasein gefristet haben – als Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen, dann Reichsverteidigungskommissar des Wehrkreises XII und Oberpräsident der preußischen Provinz Nassau. Er hat am 7. Mai 1945 Selbstmord verübt.
Julian Scherner war SS-Polizeiführer in Krakau und hat das Kriegsende nicht erlebt.
Martin Sandberger war SS-Standartenführer und Verantwortlicher für die Ermordung von Juden in Estland.
Alle vier, deren Vornamen Joyce verbieten will, sind nicht unbedingt Nazis, die eine hohe Bekanntheit genießen, so dass man sich fragt, wo Joyce ihre Namen aufgeschnappt hat. Was sie in jedem Fall nicht sind, ist repräsentativ für die Vornamen ihrer Zeit oder Vorbild für die Vornamensgebung im Dritten Reich. Die Liste der Vornamen, die Nazis Eltern im Dritten Reich vorgegeben haben, enthält keinen einzigen der von Joyce genannten Namen. Das genau ist das Problem mit Analogieschlüssen: man kann sich leicht als ahnungsloser Depp entpuppen.
| Weibliche Namen | Männliche Namen |
| Ada Adda Adele Adelgard Adelgund Adelheid Adeltraut Adolfine Alberta Albertine Aloisia Alrun Altrud Alwine Amalie AnselmaBernhild Bernhilde Berta Berthild Berthilde Bertraud Borghild Brita Brunhild BrunhildeDagmarEdelburg Edelgard Edeltraud Edeltrud Edith Ehrengard Eiltraut Elfride Ella Ellengard Elvira Elvire Emma Engelberta Engelgard Erdmute Erika Erna ErnestineFerdinande Frieda Friedegard Friedgard Friedegund Friederike Friderun FriggaGenoveva Gelmut Gerburg Gerda Gerharde Gerhild Gerhilde Gerlind Gerlinde Gesine Gertraud Gertrud Gisa Gisela Giseltraud Giseltrud Giesinde Gudrun Gunhild Gunthild GunthildeHadmut Hedda Hedwig Heide Heilburg Helga Helgard Helma Hemtraud Helmtrud Henrike Herma Hermine Herta Hertraud Hertrud Hilde Hildegard Hildegund Hiltraud Hiltrud Hulda Ida Karla Leopolda Malwine Northild Olga Reimunde Selma Thekla Udalberta Walburg |
Adalbert Adelbert Adolf Alarich Albert Albrecht Alfons Alfred Alois Alwin Anselm Armin Arnold ArnulfBalduin Baldur Baldwin Benno Bernd Bernhard Bertold Bertram Bodo Bruno BurckhardDagobert Detlef Dietger Dietmar DietrichEberhard Eckhard Edgar Edmund Eduard Edward Edwin Egbert Eginhard Egon Einhard Eisenhard Emmerich Engelbert Erdmann Erhard Erich Ernst Erwin EwaldFalk Falko Ferdinand Frank Franz Friedel Friedolin Freidrich Fritz Frowein FürchtegottGebhard Gerald Gerd Gerfried Gerhard Gero Gisbert Godecke Gottfried Gotthard Gotthelf Gotthold Gottlieb Gottwald Götz Guido Gundolf Günter Guntram GustavHagen Harald Harro Hartmann Hartmut Hartwig Heinrich Heinz Helmuth Henning Herbert Hermann Hildebrand Hilmar Hinz Horst Hubert Hugo Humbert Ingbert Karl Lambrecht Manfred Neithard Odo Rainer Schwerthelm Tassilo Udo Volkbert Waldemar |
Die Liste der Namen entstammt dem deutschen Familenstammbuch von 1937. Neben diesen Namen, die als Vornamen deutschen oder germanischen Ursprungs klassifiziert sind, gibt es noch eine Liste „fremder Vornamen“, die zwar nicht gerne gesehen, aber dennoch geduldet wurden:
| Weibliche Namen | Männliche Namen |
| Agathe Agnes Alice Alma Angela Angelika Anna Anneliese Annemarie AugusteBabette Barbara Beate Bettin Bettina BrigitteCäcilie Charlotte Christel Christine CrescentiaDora Dorothea DörtheElisabeth Elise Elsa Elsbeth Else Emilie Eugenie EvaFanni Florentine FranziskaGabriele Grete Gretel Hanna Irene Johanna Katharina Laura Magdalene Paula Renate Sophie Therese Ursel Valeria |
Achim Alexander Andreas Anton Artur AugustBartel BenediktChristian ChristophEmilFelix FlorianGeorg GregorHans Ignatz Jakob Karsten Leo Martin Paul Sebastian Theo Veit |
In welcher Zeit leben wir eigentlich, wenn Namen wie Max(imilian), also Namen, die lange bevor es die Nazis gab, beliebt waren, Namen wie Jakob, der hebräischen Ursprungs ist, als Nazi-Vornamen diffamiert werden, in der Irre durch die Gegend laufen, die denken, ein Vorname sei etwas, das ein Wesen in sich trage, ein Nazi-Wesen. Dass solche Spinner auch noch an Fachhochschulen studieren können, frei herumlaufen dürfen, macht die Sache nur noch schlimmer. Wesen wie Joyce sind tickende Zeitbomben. Sie denken Begriffe wären Wesenheiten, Vornamen würden etwas über die Person aussagen oder wären ideologisch inkubiert. Derartiger Geisterglaube, derartige Unkenntnis über den Ursprung und den Sinn von Bezeichnungen, sind erschreckend, fast so erschreckend wie die Tatsache, dass Wesen, die mit 29 Jahren immer noch Sozialpädagogik studieren, meinen, sich in aller Öffentlichkeit als Vertreter abstruser esoterischer Lehren erkennen geben zu können und denken, sie hätten auch nur einen Funken einer Berechtigung, anderen etwas vorschreiben zu können.
Wenn jemand einen Zweifel daran hatte, dass Totalitarismus, Dummheit, die an Debilität grenzt und religiöses Sendungsbewusstsein Hand in Hand geben, das Beispiel von Joyce ist ein weiterer Beleg dafür, dass sie es tun.
Ein paar Fragen an all diejenigen, die der Ansicht sind, ZGI sei eine Satireseite:
- Was wäre der Zwecke dieser Art von Satire?
- Welches Zeil verfolgen die vermeintlichen ZGI-Satiriker?
- Woran erkennt man diese Art der Satire bzw. was macht Sie so sicher, dass es sich dabei um Satire handelt?
- Welcher Satiriker ist darauf aus, seine Leser konsequent und dauerhaft zu belügen und sich ihren Ärger dauerhaft zuzuziehen?
Komische Satire:
Wenn das Satire ist, dann wird dem Leser unter dem Deckmantel der Satire Queer.de untergeschoben.
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