European Empire: Großeuropäisches Reich – Woran Europaparlamentarier arbeiten

Wissen Sie, dass in Europa am Großeuropäischen Reich gearbeitet wird, genau: im Europäischen Parlament. Das ist kein Witz, es ist eine Tatsache und kein geringerer als Guy Verhofstadt, gescheiterter belgischer Premierminister, der 2009 ins Europaparlament abgeschoben wurde, hat sie ausgeplaudert. Guy Verhofstadt ist der Brexit-Koordinator des Europäischen Parlaments, einen ungeeigneteren Politdarsteller hätte das Parlament kaum finden können. Er ist zudem der Vorsitzende der “Alliance of Liberals and Democrats for Europe (ALDE)”, der Travestie, zu der Liberalismus zwischenzeitlich in Europa geworden ist.

Am 14. September hat Verhofstadt auf dem derzeit in Bournemouth stattfindenden Parteitag der Liberal Democrats, die in Teilen von Britannien von LibDem (Liberal Democrats) in iLibDim (iliberal Dimwits) umbenannt wurden, einen Vortrag gehalten, den wir hier vollständig verlinken, nicht nur um den Kindergarten, der angeblich eine Partei sein will, zu zeigen, sondern um denen, die nicht glauben, dass Verhofstadt rund 12 Minuten sprechen kann, ohne auch nur ein Argument zu machen, Gelegenheit zu geben, sich 12 argumentfreie Minuten anzutun.

Das einzige, was an diesen 12 Minuten bemerkenswert ist, beginnt ab Minute 8:00 im Video. Es ist die Vision für die Europäische Union, das, was die Politdarsteller in Brüssel und die Kommission wohl derzeit aushecken, das Großeuropäische Reich. Denn, so sagt Verhofstadt in Bournemouth, die Welt der Zukunft ist eine Welt der Großreiche. China, Indien, die USA, sie sind Großreiche, Reiche, die mehrere Sprachen und Religionen umfassen (mehr Merkmale, anhand derer man Menschen unterscheiden kann, kennt Verhofstadt wohl nicht). Um im Konzert dieser Großreiche mitspielen zu können, um die europäischen sozialen, ökologischen und Arbeitsstandards halten zu können, müsse auch die EU zu einem Großreich „modernisiert“ werden, zu einem „European Empire“, sagt Verhofstadt.

Wieso Verhofstadt denkt, ein Zurück in die Zeit des Kolonialismus und der Großreiche, stelle eine Modernisierung dar, sei ein Schritt in die Zukunft, kann nur er erklären, dass er seine Utopie, eine Dystopie für uns, ohne das Vereinigte Königreich nicht zu verwirklichen können glaubt, ist offenkundig, denn er will die iLibDims zum Nukleus der Modernisierungsbewegung der Europäischen Union machen, die in ein Europäisches Großreich münden soll.





Was man von diesem Großreich zu halten hat, wird klar, wenn man weiß, dass die iLibDims gerade beschlossen haben, Artikel 50 zurückzunehmen (sofern Sie die Gelegenheit dazu bekommen) und die 17,4 Millionen Briten, die für einen Ausstieg aus der EU gestimmt haben, vor den Kopf zu stoßen. Das Großeuropäische Reich ist eines, das nicht auf demokratische Mitwirkungsrechte der Bevölkerung gebaut ist.

Dass sich Verhofstadt bei den iLibDims in guter Gesellschaft befindet, das zeigt das folgende Video, in dem Mitglieder dieser Partei des Nukleus des Großeuropäischen Reiches ihr Parteiprogramm am Strand von Bournemouth tanzen.


Wer geglaubt hat, unser Hinweis, nachdem es sich bei den iLibDims um einen Kindergarten handelt, sei übertrieben, der muss nun zugeben, dass wir doch tatsächlich nett gegenüber den iLibDims waren. Vor allem, vor diesem Hintergrund.

Dass Verhofstadt sich in der Gesellschaft findet, die ihm angemessen ist, das können wir auch belegen.

Die Brexiter sagen, dass Europa ein administratives Monster ist. Ein Selbstbedienungsladen für abgetakelte nationale Politiker, die nichts Besseres zu tun haben, als Anschläge auf die Freiheitsrechte ihrer Mitbürger auszuhecken.

Ich frage Euch, habt ihr den Glauben in eure Europäischen Führer verloren. Wollt ihr dieses großartige Projekt wegen kleiner britischer Nickligkeiten scheitern lassen?

Ich frage Euch, wollt Ihr das totale Europa, das europäische Großreich.

Wer hat das nun wieder etwas anders an anderer Stelle gesagt?


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