La démocratie c’est moi: Sonnenkanzler Scholz und die Extremisten

Sonnenkanzler Olaf hat eine etwas wirre Ansprache an die Bauern und das Land und die Leute gehalten. Wir haben sie analysiert ein- und neu geordnet. Alles, was in „“ steht, ist Original-Sonnenkanzler-Zitat.

Das vielleicht beste Bonmot der Ansprache von Sonnenkanzler Olaf im Wortlaut:

„Streit kann auch mürbe machen, … Unsicherheit schüren … auch innerhalb der Regierung lief es nicht immer so, wie ich es für richtig halte.

Da müssen wir im neuen Jahr besser werden.“

Eine klare Botschaft an die Mürbemacher aus FDP und von den Grünen: Wenn ihr nicht spurt und es nicht so läuft, wie ich es für richtig halte, dann gibt es Ärger. Denn: La démocratie c’est moi!

Und weil Sonnenkanzler Scholz Licht und zentrales Gestirn, um das die demokratischen Umlaufbahnen kreisen, ist, deshalb ist Sonnenkanzler Scholz auch DIE Instanz dafür, darüber zu entscheiden, was „fair“, was gut ist, wann Streit beendet ist und man sich mit dem erreichten „Kompromiss“ zufrieden geben muss.

Wer dennoch weiter streiten will, der ist ein „Extremist“, der „schürt Wut“, der will „Umsturz“ und „Aufstand“.

Die richtige Ausrüstung für das Neue Jahr aus dem ScienceFiles-Shop Noch bis 15. Januar mit 15% Rabatt zu haben, wenn Sie hier klicken.

Umsturz.
Aufstand.
Wut wird von denen, die mit Sonnenkanzler Scholz Kompromissen nicht einverstanden sind, absichtlich geschürt. Denn große Teile des deutschen Volkes, all diejenigen, die mit dem Kompromiss Scholz und seiner Regierungsclique nicht einverstanden sind, sie sind dumm, sie wissen nicht wie ihnen geschieht, sehen keinen sinkenden Lebensstandard und keine steigenden Preise und lassen sich von Extremisten und von Rechtsextremisten und von noch rechteren Extremisten verführen, in „den Umsturz“, den „Aufstand“, die „Wut“.

50 Jahre nachdem Helmut Schmidt etwas gesagt hat, haben wir eine „Bewährungsprobe“. Es gibt Leute, die mit dem „Kompromiss“ nicht zufrieden sind, die mit „gigantischen Reichweiten in sozialen Netzwerken jeden Kompromiss verächtlich machen“, die „Debatte vergiften“.

Das ist „ein toxisches Gemisch“, denn:

„Es ist wichtig, dass wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren, gerade in so aufreibenden und aufwühlenden Zeiten wie heute gilt es Maß und Mitte zu halten.“

Also: Verlieren Sie nicht das große Ganze aus den Augen, jenes große Ganze, das über dem kleinen Ganzen angesiedelt ist, etwas höher als das nicht so kleine Ganze, aber weiter unten als das übergroße Ganze, jenes übergroße Ganze, dessen Inhalt ebenso unbekannt ist wie der des großen Ganzen, das sich aber mindestens so gut eignet, um einen inhaltsleeren Satz mit ihm zu bestücken, auf dass er nach Inhalt aussehe. Und immer daran denken: Maß halten. Denn alles andere als Maß halten ist Extremismus.

Das ist die Welt von Sonnenkönig Scholz, in der es ohne einen guten Kompromiss, wie den, den er den Bauern angeboten hat, nicht weiter geht, nicht weiter in Richtung „faire Preise“, „Klimawandel“ und Brechen der „Preismacht des Lebensmittelhandels“…. Das mag den Lebensmittelhändlern extremistisch vorkommen, ist aber ein Sonnenkönig-Kompromiss, dekretiert und mit Sonnenkönigsiegel versehen.

Und während Sie das große Ganze im Auge behalten und Maß halten und die Mitte halten, denken Sie daran:

„Galgen sind keine Argumente“.
Und „Politische Gegner sind keine Vollpfosten.“

Lassen Sie sich nicht ruhig stellen.

Das sagen nur „Extremisten“ und „Trittbrettfahrer“, die „zum Aufstand blasen und von Umsturzphantasien schwadronieren“. Und natürlich sind Extremisten, weil politische Gegner, Vollpfosten, die „zum Aufstand blasen und von Umsturzphantasien schwadronieren“. Aber wenn Sonnenkanzler Scholz seine politischen Gegner ohne Argumente mit Behauptungen und Beschimpfungen zu diskreditieren sucht, dann ist das natürlich korrekt.

Er ist Sonnenkanzler. Die Anderen sind Schattenexistenzen, extremistischer Dreck, der weg kann.

Aber, bei all dem großen Ganzen und dem Maß und Mitte halten muss auch gesagt werden, „Streit gehört zur Demokratie“, jedenfalls so lange er nicht von „Extremisten“ und „Trittbrettfahrern“ ausgeht, Leuten, die dem Sonnenkanzler nicht passen.

Und natürlich haben die Bauern ein Recht, zu protestieren.
Aber eigentlich haben sie das nicht, denn die Regierung und Sonnenkanzler Scholz, haben den Bauern bereits einen Kompromiss angeboten.

Nehmt und fresst!
Man muss Kompromisse akzeptieren. Denn auch Kompromisse sind Demokratie. „Demokratie ohne Streit ist keine Demokratie“. Demokratie ohne Kompromiss, der den Streit ein für alle Mal beendet, ist auch keine Demokratie. Helmut Schmidt soll diesen Unfug gesagt haben, behauptet Sonnenkanzler Scholz.
Unglaublich.

Und obwohl Streit wichtig ist, und die Bauern ein Recht zum Protest haben, das freilich seit der Verkündung des Scholzschen Kompromisses nicht mehr vorhanden ist, demonstrieren die Bauern heute in Berlin und geben damit denen Gelegenheit, die als „Extremisten“ und „Trittbrettfahrer“ dabei sind, „unsere Demokratie und unseren Kompromiss zu gefährden“:

„Wenn an sich legitime Proteste umkippen, und zwar pauschal in Wut oder Missachtung für demokratische Prozesse und Institutionen, dann verlieren wir alle. Profitieren werden dann nur diejenigen, die unsere Demokratie missachten.“

Da ist sie wieder, diese grundlegende Unfähigkeit des Sonnenkanzler Olaf zwischen sich und dem Amt, zwischen den Gestalten, die Regierung sein wollen und der Institution „Regierung“ zu unterscheiden. Legitimation für demokratische Institutionen basiert auf dem Ansehen der entsprechenden Institutionen, das zeitweise von inkompetenten und ungeeigneten, um nicht zu sagen dummen Amtsinhabern zerstört wird. Dann leidet auch die Legitimation des Amts oder der demokratischen Institution. Aber nur solange, bis die Ungeeigneten, die Inkompetenten, die Ursupatoren von Ämtern und Institutionen, die ihren Intellekt täglich vor unlösbare Probleme stellen, aus diesen Ämtern und Institutionen entfernt sind. Das macht Demokratie aus, dass eine Regierung mit friedlichen Mitteln aus dem Amt entfernt werden kann, um das Amt zu schützen.

Sonnenkanzler Scholz hat diese Grundlektion des demokratischen Prozederes offenkundig nicht verstanden. Die Proteste richten sich nicht gegen die demokratischen Institutionen, sie richten sich gegen ihn und die Regierungs-Darsteller, die täglich im Leben normaler Menschen herumfuhrwerken, um sich selbst einen Kick mit ihrer „Macht“ zu geben. Personen, Extremisten, politische Trittbrettfahrer, die nicht einmal, wenn man sie auf den doppelten Umfang aufblasen würde, das Format hätten, um ein politisches, ein Amt in einem demokratischen System zu bekleiden.

Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee: Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher! DENN: ScienceFiles lebt von Spenden. Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!
Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:

Donorbox

Unterstützen Sie ScienceFiles


Unsere eigene ScienceFiles-Spendenfunktion

Zum Spenden einfach klicken

Unser Spendenkonto bei Halifax:

ScienceFiles Spendenkonto: HALIFAX (Bitte angeben: Zahlungsempfänger: Michael Klein, Zahlungszweck: ScienceFiles-Spende / Schenkung):
  • IBAN: GB15 HLFX 1100 3311 0902 67
  • BIC: HLFXGB21B24

Folgen Sie uns auf Telegram.
Anregungen, Hinweise, Kontakt? -> Redaktion @ Sciencefiles.org

10Comments

Add yours
  1. 1
    Dr. Gunther Kümel.

    Es geht den Bauern um mehr als den tw. steuerbefreiten Diesel. Seit Jahrzehnten wird der Bauer bekämpft und es wird alles versucht, ihn zur Aufgabe seiner Existenz zu bringen.
    Das Ziel dieser Politik ist es, alles fruchtbare Land von Großkonzernen oder direkt von den Oligarchen aufkaufen zu lassen. Bill Gates kauft in den USA riesige Flächen zusammen. Im Schwarzerdegebiet Ukraine kreuzen sich viele Interessen an Ackerboden, auch China ist unter den Aufkäufern.
    https://krisenfrei.com/warum-die-kleinen-bauernhoefe-im-westen-in-die-pleite-getrieben-werden-und-worum-es-wirklich-geht/

    • 2
      Zahlemann & Söhne

      Die Zusammenarbeit von Großkonzernen, Hochfinanz und Politik ist nach Aussage von B. Mussolini nichts als (Zitat, sg.:) „Faschismus und sollte deshalb eher als Kooperatismus bezeichnet werden“. Und die wissen das ganz genau

    • 3
      Vorwärts immer

      Tja. es gibt sie schon die „Westlichen Werte“ in der Uskraine, vor allem da wo die Russen mehrheitlich immer noch wohnen.
      Blöd also nur, daß da soviele Ukrainer und Russen darauf siedeln, was unter der Erde an Werten ist.
      OK, die einen kann man mit ner satten Rente zum Verlassen der dortigen Werte locken, die Russen sind da etwas hartnäckiger, da braucht´s friedensschaffende Argumente , aber woher diese nehmen und nicht bei den Russen kaufen, wenn man zuvor die eigene Industrie ruiniert und die Sterblichkeit seit – Sie wissen schon – um ca. 20 % gestiegen ist?

  2. 5
    monchichimitrosaschleife

    Wenn Scholz ankündigt, die „Preismacht des Lebensmittelhandels“ zu brechen, gibt er sich zumindest andeutungsweise als edler Rebell gegen den „Kapitalismus“, gegen den er ja bekanntlich schon mit seinen Wirecard-Geschäften edel rebelliert hat.

    Scholz glaubt offenbar, seine Zuhörer glaubten, die Lebensmittelhändler könnten in einer Inflation, die eine langjährige, falsche Finanzpolitik der EU und der europäischen Nationalstaaten ihnen beschert hat, schnell mal niedrige Phantasiepreise einsetzen, die unter dem liegen, was sie selbst für die Lebensmittel oder deren Rohstoffe bezahlt haben. Oder ist die Inflation auf einen bösen Zauber der Coronen/der „Klimaleugner“‚/der AfD zurückzuführen? Und selbst, wenn sie es wäre: würde die Beschwörung der „Preismacht“ eines wirtschaftlichen Sektors, der zahlen muss, bevor er die Produkte weiterverkaufen kann, die Händler und ihre Abnehmer in der Sache weiterbringen?

    Nächstes Thema: Wer eine Zeichnung mit einem Galgen an seinem Traktor befestigt, an dem keine Person und nicht mal ein anonymes Strichmännchen hängt, sondern eine Ampel, der ist „extremistisch“. „Streit gehört zur Demokratie“, aber ein „Kompromiss'“, der aus Blabberdiblubb über wirtschaftliche Teilbereiche besteht, muss den Streit beenden, weil jeder Versuch, „den Streit“ weiter zu führen, zu „Aufstand“ und „Umsturz“ führen würde? Was ist schlecht an einem Aufstand, der sich gegen ein bösartiges, bürger- bzw. untertanenfeindliches Regime richtet?

    Glaubt Scholz, glauben seine Mittäter wirklich, sie könnten mit einer aggressiv-fordernden und gleichzeitig weinerlichen Propaganda die Opposition kaltstellen? Der Kanzler, sein Gruselkabinett und die Journaille stellen realitätsfremde Forderungen, und alle gehorchen?

  3. 6
    ingres

    Natürlich ist das alles reines Geschwätz was der Scholz da abzieht. Aber es hat ja einen Zweck. Bei wem kann man mit diesem Geschwätz etwas erreichen. Wäre interessant, wenn es dazu dezidierte Theorien geben würde. Bzw. was erreicht dieses Geschwätz (gruppendynamisch), wenn es überhaupt etwas erreicht.

    Oft meine ich, es ist Selbstzweck. Die Regierung (also eine solche wie die derzeitigen seit 2005) müssen sich präsentieren und da sie dem Bürger nichts zu bieten haben müssen sie ein Thema schwätzen,). Gibt es ein solches Geschwätz auch in England oder in den USA?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so etwas in den USA gibt, weil dort der Begriff der Freiheit oder der Demokratie nicht diskutiert wird (wiewohl es natürlich dort auch keine geben mag). Was Politiker schwätzen würde dann auch von der ideologischen Verfaßtheit des Landes abhängen.

    Wie reagiert der durchschnittliche Tagesschaunutzer darauf? Manchmal denke ich, da wären doch viele Forschungen durchzuführen. Nur ist mir dann natürlich immer klar: es müßte ja vor der Erforschung der Wirkung des Geschwätzes zunächst klar sein, dass es Geschwätz ist, damit ein Interesse an der Untersuchung besteht. Und die gibt es bei der 99,9%-igen Gleichschaltung im Sinne des Systems ja nicht.

  4. 7
    ben

    Dieser Mann hat so viel Dreck am Stecken, der hätte niemals Kanzler werden dürfen, bevor seine Verstrickungen in der Hamburger Zeit geklärt sind. Der kann erzählen was er will, dem glaube ich kein Wort, selbst wenn er die Wahrheit spricht. Diese Person hat jede Berechtigung auf einen respektvollen Umgang verspielt und kann froh sein, dass die gebildeten Bürger, denen er am meisten schadet, ihm nur mit verbalem Protest und hau ab Rufen begegnen. Sein Name wird für immer als hauptverantwortliche Person für den Absturz und Niedergang Deutschlands in den Geschichtsbüchern stehen. Und Sonnenkönige sind bisher in der Geschichte noch immer gestürzt…
    Gestern beim Besuch des Handball EM-Länderspiels in Berlin ist er bei seiner Vorstellung durch den Hallensprecher mit Pfiffen und Buhrufen genau passend empfangen worden. Der Co-Kommentator beschrieb dann das, was zu hören war. Der ZDF-Mann sagt natürlich nichts dazu und schwieg das Thema tot….das betretene Schweigen war gut zu hören…

    • 8
      Zahlemann & Söhne

      Dann ist er eben Kanzler geworden, weil er soviel Dreck am Stecken hat.
      Ein DödelPolitiker muß erpressbar sein, sonst wird er nichts.
      Vermutlich werden jetzt wieder 2-3 solche Gestalten beim WEF ausgewählt , die dann dem dödel zur Abstimmung aufgedrückt werden. So geht Demokratie in Europe.
      Wie erbärmlich.

  5. 9
    zdago

    @wie ich es für richtig halte.
    Wie war das noch mit dem Meinungsaustausch mit dem Chef : man geht mit seiner Meinung rein und kommt mit der Chefmeinung raus !
    Da wird wohl der Olaf erst noch einen Kniefall vor Schwab machen müssen – um dann dessen Vorstellungen zu haben ! Den Young Leaders wird er wohl eher keine Vorschriften machen können! Nicht das sich die Medien und mgl. ein Staatsanwalt für Cum-EX interessieren – ohne das der verantwortliche Innenminister den Staatsanwalt dann zurückpfeift !

  6. 10
    Florian

    Scholz kleines Video macht klar, wie abgehoben der Bundeskanzler und die Politik und ihre ganzen PR-Berater sind. Wenn vorher nicht klar war, dass diese Berliner Clique nicht bereit ist, zu verhandeln, zuzuhören oder auch nur nachzudenken – jetzt ist es klar. Die sind nicht bereit, sich wie ein halbwegs vernünftiger Mensch zu benehmen.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.