Der Westen hat die Tore für Sozialismus geöffnet und wenn nicht radikale Veränderungen in der Wirtschaftsweise vollzogen werden, ist ein Ende in Armut unausweichlich.
Das ist die Botschaft, die Javier Milei, der neue Präsident von Argentinien, mit nach Davos gebracht hat.
Aber es ist Javier Milei der hier spricht, der dem Publikum beim WEF Annual Meeting 2024 eine Kurzeinführung in die ökonomische Theorie des Libertarianism, in libertäre Ideen gibt, die im Wesentlichen von fünf Prinzipien ausgehen:
- Sicherung von Leben;
- Sicherung von Freiheit;
- Sicherung von Eigentum;
- Freier Markt ohne Zugangsbarrieren und ohne jegliche Form der positiven oder negativen Sanktionen;
- Keine Regelungsmacht für Regierungen über den Freien Markt;
Um diesen Kern einer ökonomischen Theorie dreht sich der Vortrag, oder soll man eher sagen, die Vorlesung, die Javier Milei in Davos vor einem am Ende verhalten klatschenden Publikum und ob der klaren Absage an den Sozialismus, die sie enthält, für viele wohl erschreckenden Rede, gehalten hat.
Warum, so fragt er zu Beginn seiner Vorlesung, warum hat man sich im Westen gegen DAS Wirtschaftssystem gewendet, das seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts für einen unglaublichen Zugewinn an Wohlstand, Gesundheit und Lebensqualität verantwortlich ist, das 95% der Weltbevölkerung aus Armut geholt und einen Lebensstandard ermöglicht hat, von dem frühere Generationen nicht einmal träumen konnten?
Warum hat man im Westen wieder das Tor für sozialistische Ideen geöffnet?, so fragt er weiter. Und damit für eine ökonomische Theorie, deren Umsetzung immer und unausweichlich gescheitert ist, deren Ergebnis Armut, Hunger und Millionen Tote waren?
Die Antwort, die er gibt, hat zwei Elemente.
(1) Linksextreme, Neomarxisten und andere Freunde des Sozialismus und der Verarmung breiter Teile der Bevölkerung attackieren den Kapitalismus, das einzige System, das Wohlstand und Frieden gleichzeitig zu sichern im Stande ist, mit moralischen Angriffen, erklären Individualismus und Eigennutz zu schlechten Dingen und setzen ihr Gemeinwohl, ihren Kollektivismus und ihre Phantasie sozialer Gerechtigkeit dagegen. Indes, so Milei, soziale Gerechtigkeit, das ist etwas durch und durch Ungerechtes, denn es wird vom Staat über Steuern ERZWUNGEN, mit Gewalt erzwungen. Nicht nur das, staatliche Eingriffe in die Verteilung von Reichtum führen dazu, dass Entrepreneurship, der Treiber für Wohlstand und Wachstum behindert oder verhindert wird. Armut ist die unausweichliche Folge des Sozialismus, der gemeinhin mit einer Regelungswut und einem Aufblähen der Verwaltung einhergeht, die jede private Initiative erstickt.
(2) Neoklassische ökonomische Theorien, die der Realität mit Modellen aus Nachfrage und Angebot zuleibe rücken, sind unfähig, die Komplexität eines Marktes auch nur ansatzweise abzubilden. Seit rund einem Jahrhundert versuchen Ökonomen vergeblich, die Realität von Märkten in ihren Modellen zu erfassen. Diese stete Scheitern hat sie nicht etwa zu der Einsicht geführt, dass ihre Modelle Schrott sind, nein, sie haben das Marktversagen erfunden, um vom eigenen Versagen abzulenken.
Er sei hier, um Vertreter von Unternehmen zu warnen und sie aufzufordern, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. weder von der politischen Klasse noch von den Parasiten, die vom Staat leben. Unterwerfen Sie sich nicht den Grillen einer politischen Klasse, deren einziges Ziel darin besteht, an der Macht zu bleiben, einer politischen Klasse, die egal, ob sie im Gewandt von Sozialistischen, Nationalsozialistischen, Kommunistischen, Sozialdemokratischen oder angeblich konservativen Parteien daherkommt, immer dasselbe verfehlte ökonomische Modell vertritt.
„Der Staat ist nicht die Lösung.
Der Staat ist das Problem.
Lang lebe die Freiheit.“
Ein bemerkenswerter Mann, Javier Milei und jemand, der das satte Gefüge derjenigen, die nach Davos kommen, um genau das zu hören, was sie hören wollen, durchgeschüttelt hat.
Nicht einmal beim WEF ist man mehr vor Ideen sicher.
Schrecklich.
Direktlink zum WEF.

