Freiheit ist das Gegenteil des Sozialen

Sozialistische Architektur: Gleichgroße Wohnzellen in gleichen Wohnblöcken entlang gleichgestalteter Straßen, im Quadrat angeordnet, mit einem gemeinsamen Spielplatz in der Mitte, in kaum unterscheidbaren Stadtteilen mit zentralem Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und der Meldung: Ihr seid nichts Besonderes, kein Individuum, einer unter vielen, austauschbar, nicht individuell, Massenware, eingepasst in das Wohnmodell des Planers.

Einige Tage in Snowdonia und man sieht die Welt mit anderen Augen, die Welt der Städte und Wohnanlagen, der Menschentiere, die in Herden leben, die oft zur gleichen Zeit zum gleichen Ort streben, um, nachdem sie dort ihre Zeit abgesessen haben, den Rückweg in der gleichen Herde anzutreten.

Sachzwänge, man muss arbeiten, um zu leben oder zumindest ab und zu zum Sozialamt gehen, um seine Transferexistenz nicht zu gefährden, scheinen das menschliche Leben zu steuern, es zu determinieren. Fast, dass man mit Arthur Holly Compton die Freiheit von Menschen in Frage gestellt sehen könnte:

„Wenn … die Atome in unserem Körper so unveränderlichen physikalischen Gesetzen folgen wie die Bewegungen der Planeten, warum sollte man sich dann anstrengen? Welchen Unterschied kann unser Bemühen machen, wenn unsere Handlungen schon durch mechanische Gesetze vorbestimmt sind …?“

Oft genug hat man den Eindruck, dass es mit der menschlichen Freiheit nicht allzu weit her sein kann, dass das menschliche Leben von Sachzwängen beherrscht wird, denen sich Menschen schlicht fügen. Schon Hobbes hat diese Sachzwänge als Ursache dafür angesehen, dass Menschen ihre Freiheit nicht ausüben:

„Unter Freiheit versteht man nach der eigentlichen Bedeutung des Wortes die Abwesenheit äußerer Hindernisse. Diese Hindernisse können einem Menschen oftmals einen Teil seiner Macht wegnehmen, das zu tun, was er möchte, aber sie können ihn nicht daran hindern, die im verbliebene Macht so anzuwenden, wie es ihm sein Urteil und seine Vernunft gebietet“.

Die Freiheitshemmnisse, die Hobbes im Sinne hat, sind solche, die mit dem natürlichen Recht aller Menschen, die eigene „Macht nach seinem Willen zur Erhaltung … seines eigenen Lebens“ einzusetzen, beschränken. Freiheit endet für Hobbes also da, wo ihre Wahrnehmung das eigene Leben beendet. Für ihn ist somit Vernunft die Grenze von Freiheit. Es macht keinen Sinn, seine Freiheit, von einem Berg zu springen, einzusetzen, nur um der Freiheit willen, wenn man anschließend tot ist und die Früchte der Freiheitshandlung nicht mehr einfahren kann.

Preisgabe von Freiheit ist entsprechend ein Akt der Vernunft für Hobbes, ein Tausch, bei dem Freiheit z.B. gegen Sicherheit vor Übergriffen auf das eigene Leben oder Sicherheit des Eigentums getauscht wird.

Moderne Menschen, die ihre Freiheit nicht nutzen bzw. ihre Freiheit gegen nicht erkennbare Nutzen getauscht haben, könnte Hobbes nicht verstehen.

Hume könnte sie verstehen, denn Freiheit ist für ihn „eine Macht zu handeln oder nicht zu handeln, je nach den Entschließungen des Willens“. Die Humesche Formel lässt sich in das Paradox überführen: Jeder hat die Freiheit, auf seine Freiheit zu verzichten. Das Paradox scheint die Handlungsmaxime moderner Menschen zu sein, deren Freiheit sich z.B. auf die Wahl aus unterschiedlichen Sortimenten in Supermärkten und bei Reiseveranstalter reduziert. Freiheit im Konsum hat die Freiheit im Handeln abgelöst, Panem et circenses: Brot und Spiele. Der moderne Mensch ist zufrieden, wenn er auf dem Smartphone tippt, vorgestaltete Programme ansieht, sich verpartnert und fortpflanzt und die Suche nach dem Sinn des Lebens, wie Generationen vor ihm, als Aufgabe an die nächste Generation weitergibt.

Von Freiheit als Willensfreiheit als Möglichkeit, so zu handeln, wie man will, ist wenig geblieben. Der Alptraum Poppers, der physikalische Determinismus, den Compton oben beschrieben hat, er ist zum sozialen, zum sozialplanerischen Alptraum geworden:

„Wenn … die menschlichen Handlungen durch soziale Normen und Determinanten des täglichen Lebens gesteuert sind, warum sollte man sich dann anstrengen? Welchen Unterschied kann unser Bemühen machen, wenn unsere Handlungen schon durch soziale Gesetze vorbestimmt sind …?“

Im Unterschied zum physikalischen Determinismus ist der soziale Determinismus ein menschengemachter, einer, der von Mitmenschen, Sozialtechnologen und Planern, von denen, die immer genau wissen, was richtig und gut ist (für andere) geschaffen wird, in Gesetzen, Regelungen, in Normen (Du sollst nicht rechts sein), in Werten (Meinungen sind frei, aber nicht so frei, dass man falsche Einstellungen zur Meinung machen darf) und – besonders hinterlistig: in Rechten. Die Vergabe von Rechten ist zum wichtigsten Mittel der Beschneidung von Freiheit geworden. Rechte werden nur an bestimmte soziale Gruppen vergeben, was diese Gruppe zu einer Gruppe der Bedürftigen und Minderwertigen macht, die ohne das Zugeständnis von z.B. Frauenrechten, hilflos und schutzlos wären, eben bedürftig und minderwertig, weil nicht in der Lage, dem eigenen Willen zu folgen. Rechte sind der Vorwand, um die Freiheit derer, die die Rechte nicht innehaben, weiter einzuschränken: Jugendschutz und Kinderrechte dienen der Zensur und der Gleichschaltung von Eltern. Mit jedem Recht geht ein weiteres Stück Freiheit verloren und die Erinnerung an das, was Freiheit ausmacht, sie verblasst. Der individuelle Mensch wird zur kollektiven Massenware.

Zeit, sich zu erinnern und Hayek zu zitieren:

„We are concerned in this book, with that condition of men in which coercion of some by others is reduced as much as possible in society. This state we shall describe throughout as a state of liberty and freedom. […]

The state in which a man is not subject to coercion by the arbitrary will of another or others is often also distinguished as ‘individual’ or ‘personal’ freedom … […]

Even our tentative indication of what we shall mean by ‘freedom’ will have shown that it describes a state which man living among his fellows may hope to approach closely but can hardly expect to realize perfectly. The task of a policy of freedom must therefore be to minimize coercion or its harmful effects, even if it cannot eliminate it completely” (Hayek, 2006, The Constitution of Liberty, pp.11-12).

Menschliches Zusammenleben ist nicht einfach. Es erfordert Rücksicht auf andere zu nehmen, die eigenen Externalitäten für andere zu minimieren, in der Erwartung, dass andere es genauso tun, es erfordert, auf seine Freiheit in Teilen zu verzichten, um ein Zusammenleben zu ermöglichen, denn der Mensch ist kein soziales Wesen. Menschen sind freie Wesen, auch wenn ihnen oftmals das Gegenteil erzählt wird, Wesen, die Einschränkungen, willkürliche Einschränkungen ihrer Freiheit, von denen sie keinerlei Nutzen haben, nicht dulden müssen, die Freiheit nur im Austausch für einen persönlichen Nutzen tauschen sollten.

Wenn man Tage in Snowdonia zugebracht hat, wird einem das wieder sehr klar.

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Vom Blutbad zum Krawall: Die Geschichte des Ersten Mai

Am 1. Mai 1946 hat der Alliierte Kontrollrat den 1. Mai als Feiertag bestätigt. Seitdem wird er begangen, mit oder ohne Brückentag.

Die Geschichte des 1. Mai ist jedoch älter. Sie beginnt bereits im Jahre 1890.

Die Sozialistische Internationale hat den 1. Mai 1890 zum Kampftag der Arbeiterbewegung bestimmt. Die sogenannte “Haymarket Square Affair” aus dem Jahre 1886 diente dabei als Aufhänger. Am 4. Mai 1886 war es zwischen protestierenden Arbeitern und der Polizei auf dem Chicagoer Haymarket Square zu einer Auseinandersetzung gekommen, in der Verlauf eine Bombe gezündet und vier Polizeibeamte getötet wurden. Die anschließende Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstranten endete mit weiteren sieben Toten und vielen Verletzten.

Zum 1. Mai 1890 galt in Deutschland noch das Bismarcksche Sozialistengesetz (es wurde zum 1. September 1890 aufgehoben), das Gründung, Versammlung und Schriften sozialistischer und kommunistischer Vereine verbot. Deshalb wurden die Versammlungen zum 1. Mai zur Maifeier umfunktioniert. Als Erkennungszeichen für die, die mehr Sinn als feiern mit dem 1. Mai verbanden, galt eine rote Nelke im Knopfloch.

Mit dem ersten Weltkrieg verloren SPD und Gewerkschaften das Interesse am 1. Mai. Nur der Spartakusbund rief zu illegalen Maikundgebungen gegen Krieg und Militarismus auf.

Der 1. Mai 1919 wurde von der damaligen Nationalversammlung zum Feiertag erklärt (siehe Plakat unten). Der Feiertag war einmalig, da im Parlament keine Einigung mit DNVP, DVP und Teilen des Zentrums über einen nationalen Feiertag der Arbeit hergestellt werden konnte.

Erst Adolf Hitler und die NSDAP haben den 1. Mai als deutschlandweiten Feiertag verankert. Er wurde zum 1. Mai 1933 zum ersten Mal als Tag der nationalen Arbeit begangen. In Städten wurden Aufmärsche und zentrale Kundgebungen veranstaltet, der Höhepunkt fand 1933 in Berlin mit einer Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler statt. Gegenstand der Rede war nach Angaben der Vossischen Zeitung (siehe Plakat) das Problem, der „Arbeit ihre Würde wiederzugeben und Gegensätze im Volk zu versöhnen“. In der heutigen Diktion ging es um also Gerechtigkeit und darum, Einkommensunterschiede zu verringern.

Nach dem Krieg, wurde der 1. Mai in der Westzone durch den Kontrollrat der Alliierten als Feiertag zugelassen und seither vom DGB mit Massenkundgebungen begangen. Im Osten Deutschlands führte die SED die Tradition des Ersten Mai mit Massenaufmärschen und einer Militärparade fort, 1960 z.B. unter dem Motto „Der Sozialismus siegt“.

Die Geschichte des 1. Mai in der Bundesrepublik und im vereinigten Deutschland haben wir im Folgenden als kleine Bilderstrecke zusammengestellt. Sie zeigt Plakate des DGB und die Veränderung des 1. Mail von einem Tag, an dem es konkret um Rechte der arbeitenden Bevölkerung ging (1950er bis Ende 1960er Jahre), zu einem Tag, an dem für Frieden und internationale Solidarität geworden wurde (1970er bis Ende 1980er Jahre), bei dem seit den 1990er Jahren das „Soziale“ in den Vordergrund gestell wirdt und nach und nach in den 2000er Jahren um eine Infantilisierung und um das, was man bei Gewerkschaften für „Gerechtigkeit“ hält, ergänzt wurde.

Und natürlich darf man nicht vergessen, dass der 1. Mai zu seinen Wurzeln zurückgekehrt ist. Die Toten aus dem Chicago des Jahres 1886 wurden von der Sozialistischen Internationalen zu Märtyrern einer Arbeiterbewegung aufgebaut und instrumentalisiert, um den 1. Mai mit symbolischem Gehalt auszustatten. 132 Jahre später ist der 1. Mai wieder zu einem Tag der Randale und der Kriminalität geworden, der in Berlin, Hamburg und Leipzig von autonomen Chaoten, ausgebrannten Fahrzeugen und eingeschlagenen Schaufensterscheiben, und natürlich von verletzten Polizeibeamten gekennzeichnet ist.

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Arme Deutsche – Reiche Europäer – Fundstück aus den Hassnetzwerken

Soziale Netzwerke haben im Gegensatz zu Mainstream-Medien erhebliche Nachteile für Politiker. Drei Unterschiede, die uns auf die Schnelle eingefallen sind:

  • Soziale Netzwerke vergessen nichts. Hat man gedacht, eine nicht genehme Geschichte sei gerade verschwunden, findet sie bestimmt ein Nachzügler und verbreitet sie wieder. Dagegen musste man früher unangenehme Nachrichten in Zeitungen, sofern es sie überhaupt gab, nur aussitzen, warten, bis sie dem Archiv der Zeitungen übergeben und vergessen waren. Ein Grund, warum Politiker soziale Netzwerke nicht mögen.
  • Soziale Netzwerke setzen sich aus vielen, sehr vielen zusammen, zu viele, als dass man sie kontrollieren könnte. Während Parteien Zeitungen kontrollieren, wie der Sozialdemokratische Pressekonzern, den manche immer noch für eine Partei halten, während Parteien Verleger über politische Gefallen oder Zuwendungen kaufen können, während Parteien über die Programmräte der öffentlich-rechtlichen Sender Einfluss auf das Programm nehmen können, bekommen sie in sozialen Netzwerken einfach keinen Fuß in die Tür. Kontrolle gibt es hier nicht. Noch ein Grund, warum Politiker soziale Netzwerke nicht mögen.
  • Soziale Netzwerke sind selbst-organisiert, ein weiteres Problem, das sie nicht kontrollierbar macht. Menschen mit gleichen Interessen, die vor der Erfindung des Internet kaum zueinander gefunden haben, können sich vernetzen, sich austauschen und feststellen, dass sie mit ihrer Meinung gar nicht so allein sind, wie sie vielleicht gedacht haben. Damit ist wohl das größte Problem für Politiker verbunden. Menschen mit Meinungen, die in Zeitungen und öffentlich-rechtlichen Sendern nicht repräsentiert oder gebrandmarkt werden, stellen in sozialen Medien fest, dass sie keine Outsider sind, sondern eine Meinung vertreten, die viele andere auch haben. Ein weiterer Grund, warum Politiker soziale Netzwerke nicht mögen.

Deshalb versuchen Politiker soziale Netzwerke zu dämonisieren und durchzusetzen, dass in sozialen Netzwerken vornehmlich Hass, Hetze und Fake News zu finden ist, dass man dem, was man dort findet, nicht trauen kann…

Unser Fundstück von heute ist eines jener Fundstücke, die man einfach nicht archiviert bekommt.

Deutschland ist ein Land, in dem den Erwerbstätigen in großem Stil genommen wird, in dem umverteilt wird.

Die Umverteilung hat nicht nur zur Folge, dass es keinerlei soziale Mobilität gibt: Wer unten in der sozialen Hierarchie ist, der bleibt unten, denn: Mit Arbeit wird man nicht reicht. Die Umverteilung hat auch zur Folge, dass Deutsche im Durchschnitt und im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn arme Schlucker sind, denn alles, was sie reich machen könnte, hat sich bereits ihr Staat unter den Nagel gerissen, um damit Parteien, Stasi-Nachfolge-Stiftungen oder grüne Traumwelten zu finanzieren.

Das Fundstück basiert auf Daten aus dem Jahre 2010. Seitdem ist die Steuer- und Abgabenlast in Deutschland weiter gestiegen, mit welcher Folge, das kann sich jeder selbst ausrechnen, falls er es nicht aus eigener Erfahrung weiß.

Die Instrumentalisierung der nächste/n Generation/en

Seien Sie nachhaltig. Achten Sie auf die Natur. Übergeben Sie den Planeten so an die nächste Generation, wie sie ihn vorgefunden haben. Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, nicht Diesel. Verbrauchen Sie keinen Atom-, sondern nur Strom aus regenerativen Energiequellen. Verzichten Sie auf Konsum. Kaufen Sie keine Plastikflaschen. Verringern Sie ihren Carbon-Footprint. Wir sind es der nächsten Generation schuldig.

Die nächste Generation oder die nächsten Generationen ist/sind das Alibi, das verwendet wird, um heute lebenden Menschen die Freiheit zu beschränken, vor allem Linke sind hier die Vorreiter, z.B. die Grünen, deren Phantasie dann, wenn es darum geht, neue Steuern zu erfinden, um den heute Lebenden das Leben zu vermiesen, keine Grenzen kennt.

Einerseits ist die nächste Generation also der Vorwand, um heute lebenden Menschen Kosten aufzubürden, ihre Lebenschancen zu beschneiden und sie zukünftigen Generationen gegenüber schlechter zu stellen. Andererseits gibt es neuerdings Leute, die argumentieren, dass zukünftige/n Generation/en durch die heute lebenden Schuldenbuckel Kosten aufgebürdet werden, die deren Lebenschancen beschneiden und sie heute lebenden Menschen gegenüber schlechter stellen:

„Staatsverschuldung ist ein beliebtes Mittel häufig kurzfristig orientierter Finanzpolitik, um gegenwärtige Ausgaben durch zukünftige Einnahmen zu decken.

Kritiker sehen darin ein Demokratieproblem, weil die durch die Kredite entstehenden Kosten durch Zins und Tilgung künftigen Steuerzahlern aufgebürdet werden. Die können jedoch ihre Einflussmöglichkeiten als demokratische Wähler bei der Entscheidung zur Staatsverschuldung noch nicht wahrnehmen. Dieser Thematik widmet sich am 3. Mai eine Tagung, die in Kooperation von der Universität Trier (Prof. Dr. Henning Tappe) und der Aristoteles-Universität Thessaloniki organisiert wird. Anmeldungen sind noch möglich.

In den letzten Jahren wurde die Umverteilung zu Lasten zukünftiger Generationen zunehmend als Problem wahrgenommen … Aus einer „Banken-“ wurde eine „Staatsschuldenkrise“. Schuldenbremsen sind auf nationaler, aber auch auf europäischer Ebene eingeführt und verschärft worden, nicht zuletzt, um den Euro als gemeinsame Währung zu retten. Die Tagung will im deutsch-griechischen Rechtsvergleich einige der damit zusammenhängenden besonders brisanten Fragen beleuchten.“

Die hier beschriebene Methode, Schulden zu machen, um Staatsausgaben zu finanzieren, die häufig genug dazu dienen, die eigene Klientel zu bereichern oder ideologischen Firlefanz und die dazu gehörigen Firlefanz-Erzähler zu finanzieren (z.B. unter dem Namen „Demokratie leben!“) nennt sich übrigens Keynesianismus. Keynesianismus ist unter Anhängern der Planwirtschaft (also Linken) besonders beliebt.”

Man sieht, die nächsten Generation/en sind multifunktional einsetzbar. Sie können genutzt werden, um moralischen Druck auf die heute Lebenden auszuüben, damit diese sich einschränken, Verzicht zu Gunsten von noch nicht und vielleicht nie Geborenen üben. So werden sie von Linken benutzt, jenen Linken, die kein Problem damit haben, einen Staat zu verschulden, um ihre aberwitzigen Wenden in Energie oder Mobilität oder Umweltschutz durchzusetzen. Die nächste/n Generation/en können auch dazu benutzt werden, die gerade beschriebene Politik des Schuldenmachens für den guten Zweck als Schmarotzen an zukünftigen Generationen darzustellen.

Damit finden sich diejenigen, die sich so gerne zukünftiger Generationen bedienen, um den derzeit Lebenden den Verzicht zu predigen, in einem Dilemma, sind sie doch häufig dieselben, die heute Lebenden mit immer neuen Steuern, das Leben erschweren und zudem den Staat in einem Ausmaß verschulden, das zeigt, wie wenig ihnen der Umgang mit Geld vertraut und die Tatsache, dass man in der Regel für sein Geld arbeiten muss (nicht jeder kann Politiker sein), bekannt ist. Einerseits behaupten sie, die zukünftige/n Generation/en schützen zu wollen, deren Interessen, die morgen erst formuliert werden können, heute bereits zu kennen. Andererseits sind sie diejenigen, die zukünftige/n Generation/en einen Schuldenberg hinterlassen, weil ihre ideologische Gier keine Grenzen kennt.

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Sozialismus ist reaktionär und will die Niederwerfung aller Bürger: Aus dem Jahre 1877

Es gibt nichts Schöneres als in alten Büchern zu schmökern, in Büchern, die Menschen (meist Männer) geschrieben haben, die die volle Herrschaft über ihren Verstand hatten. Es ist in solchen Büchern, dass man zuweilen auf Passagen stößt, zu denen man nach dem Lesen nur sagen kann: Wahnsinn. Da hat jemand den Kern einer Sache in einer Weise benannt, die auch nach Jahrzehnten, ja Jahrhunderten noch so treffend ist, dass man der Beschreibung nichts hinzuzufügen hat.

Die folgende Beschreibung des Sozialismus stammt aus dem Jahre 1877. Der Autor der folgenden Zeilen, hat den Finger in die Wunde, die Sozialismus darstellt, die Wunde an der Kooperationsfähigkeit und Lebensfreude einer Gesellschaft, gelegt, und das, was den Sozialismus ausmacht, klar benannt. 1877! Daran, dass dieser Beschreibung auch 2018 nichts hinzuzufügen ist, sieht man, dass es doch eine objektive Erkenntnis gibt. Alle, die Verstand haben, teilen sie.

„473. D e r  S o c i a l i s m u s  i n  H i n s i c h t  a u f  s e i n e  M i t t e l. – Der Socialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reactionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, dass er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt; als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges O r g a n  d e s  G e m e i n w e s e n s umgebessert werden soll. Seiner Verwandtschaft wegen erscheint er immer in der nähe aller excessiven Machtentfaltungen, wie der alte typische Socialist Plato am Hofe des sicilischen Tyrannen; er wünscht (und befördert unter Umständen) den cäsarischen Gewaltstaat dieses Jahrhunderts, weil er, wie gesagt, sein Erbe werden möchte. Aber selbst diese Erbschaft würde für seine Zwecke nicht ausreichen, erbraucht die alleunterthänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staate, wie niemals etwas Gleiches existirt hat; und da er nicht einmal auf die alte religiöse Pietät für den Staat mehr rechnen darf, vielmehr an deren Beseitigung unwillkürlich fortwährend arbeiten muss – nämlich weil er an der Beseitigung aller bestehenden S t a a t e n arbeitet -, so kann er sich nur auf kurze Zeiten, durch den äussersten Terrorismus, hie und da einmal auf Existenz Hoffnung machen. Deshalb bereitet er sich im Stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort ‚Gerechtigkeit‘ wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben (nachdem dieser Verstand schon durch die Halbbildung sehr gelitten hat) und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen. – Der Socialismus kann dazu dienen, die Gefahr aller Anhäufungen von Staatsgewalt recht brutal und eindringlich zu lehren und insofern vor dem Staate selbst Misstrauen einzuflössen. Wenn seine rauhe Stimme in das Fehlgeschrei ‚s o  v i e l  S t a a t  w i e  m ö g l i c h‘ einfällt, so wird dieses zunächst dadurch lärmender, als je: aber bald dringt auch das engegengesetzte mit um so grösserer Kraft hervor: ‚s o  w e n i g  S t a a t  w i e  m ö g l i c h‘.”

Die Zeilen stammen von Friedrich Nietzsche, und sie erklären nicht nur, warum Linke Nietzsche nicht mögen, sie erklären auch, warum Nietzsche einer Rufmordkampagne ausgesetzt wurde, die ihn in die Nähe des Nationalsozialismus, ihn, den Gegner aller sozialistischen Ideologien, gerückt hat. Rufmord im Namen dessen, was Linke für das Gute und Wahre halten, war immer eines ihrer beliebtesten Mittel, um Kritiker zum Verstummen zu bringen.

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