Nach der Wahl: Neue Karriere für Heiko Maas und Anetta Kahane in Venezuela?

Sozialistische Regime nehmen immer denselben Verlauf: Sie starten mehr oder weniger autoritär und werden mit der Zeit totalitär. Ludwig von Mises hat dies in seinem kleinen Textchen: Middle of the Road Policy Leads to Socialism in seinen Anfängen dargestellt. Der Fortgang, wenn Sozialisten erst einmal an der Macht sind, kann aus der Geschichte des Stalinismus, der DDR, Nordkoreas, Vietnams oder der Volksrepublik China entnommen werden. Man kann die Geschichte derart zusammenfassen, dass Sozialisten in der Regel ihre Gegner, also diejenigen, die sie dazu erklären, zunächst einsammeln und dann umbringen. Es gibt kein Beispiel in der Geschichte, das diesen Verlauf sozialistischer Herrschaft falsifizieren würde.

Aktuell kann am Beispiel von Venezuela, quasi in real-time, der Niedergang sozialistischer Planwirtschaft, das Versinken einer einst reichen Gesellschaft in Korruption, Gewalt, Armut und Elend beobachtet werden. Nicolás Maduro verhält sich in diesem Niedergang nicht anders als andere Sozialisten vor ihm: Er versucht, mit Gewalt und Restriktion die zunehmende Verzweiflung und Armut seiner Bevölkerung unter dem Deckel zu halten und diejenigen, die ihren Kopf aus der unterdrückten Masse heben, aus dem sozialistischen Jetzt-Paradies ins Jenseits zu befördern.

Das haben andere mit mehr oder weniger Erfolg vor ihm getan, wobei sich gezeigt hat, dass die Überlebensfähigkeit sozialistischer Systeme mit der Anzahl ihrer Opfer zusammenhängt: Je mehr Menschen Sozialisten ihrer guten Sache wegen umbringen, desto länger überlebt ihr Terrorregime.

Interessanter Weise hat Nicolás Maduro in seinem Kampf um das sozialistische Überleben dasselbe Problem, das auch Heiko Maas und Anetta Kahane haben: Hate Speech. Wie alle, denen es darum geht, ihre Bevölkerung zu kontrollieren, Meinungsfreiheit zu beseitigen und eine autoritäre Herrschaft zu errichten, so ist auch Maduro derzeit dabei, alle Formen bürgerlicher Freiheit zu beseitigen.

Wie die PanamPost berichtet, nehmen die Sozialisten in Venezuela wie die Sozialisten in Deutschland nun das Internet und insbesondere die sozialen Netzwerke ins Visier. In für deutsche Ohren wohlvertrauter Wortwahl hat Maduro angekündigt, Hasskommentare und Hate Speech aus dem Internet zu verbannen. Um dies zu erreichen, sollen harte Strafe dann ausgesprochen werden, wenn Intoleranz entdeckt werde. Dabei soll insbesondere gegen Rassenhass, Klassenhass und politischen Hass vorgegangen werden, wobei sich alle drei Formen in erster Linie darin ausdrücken, dass sie der von Maduro vorgegebenen Meinung widersprechen.

Man sieht, die deutsche Regulierung der sozialen Netzwerke macht internationale Schule. Von Russland bis Venezuela freuen sich alle, die Meinungsfreiheit verabscheuen, über die Zensur Made in Germany und nehmen sie willig auf, so willig, dass vielleicht sogar für Heiko Maas und Anetta Kahane eine zweite Karriere drin sein könnte? Maas vielleicht als Sicherheitsberater unter besonderer Berücksichtigung der Beseitigung von politischem Widerstand und Meinungsfreiheit, im Regime Maduro, und Kahane z.B. als Informant mit dem besonderen Aufgabenbereich, Regimegegner zu befreunden und an das Regime auszuliefern, unentgeltlich und ohne persönliche Vorteilsnahme versteht sich.

Da die SPD wohl nach der Wahl im September nicht mehr an der Regierung beteiligt sein wird und als Konsequenz auch die üppigen Fördergelder aus SPD-geführten Ministerien für Kahanes AAS-Stiftung versiegen könnten, wäre für beide eine Emigration nach Südamerika, quasi in den Fußstapfen vieler Deutscher, die das vor den beiden getan haben, die beste Lösung – oder?

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Nationaler Sozialismus: Wie aus Marxisten Nationalisten werden [ScienceFiles-Rätsel]

Der folgende Text ist uns heute wieder begegnet, nach rund 20 Jahren zum ersten Mal wieder. An Aktualität hat er nichts eingebüßt, obwohl er eher ein alter Text ist, geschrieben in einer Zeit, in der in Deutschland diejenigen Konjunktur hatten, die keinerlei Zweifel daran haben, im Recht zu sein. Der Text steht am Ende einer kleinen Abhandlung, in der der Autor sich mit dem Parlamentarismus befasst. Notwendig kommt er dabei bei den kommunistischen und sozialistischen Feinden jeglichen Parlamentarismus‘ an.

Was viele heute nicht mehr wissen oder nicht mehr wissen sollen: Alle Sozialistischen Parteien sind als Feinde der Demokratie und vor allem des ihnen verhassten britischen Parlamentarismus gestartet. Manche haben sich von diesem Ausgangspunkt etwas entfern, andere gar nicht. Ihre Rhetorik verrät sie, zeigt sich doch die Aktualität von fixen Ideen eines Klassenkampfes in ihren Köpfen, jenes Klassenkampfes, von dem sich einige Ewiggestrige immer noch erhoffen, dass er in die Diktatur des Proletariats führt.

Auch das war einst das Ziel sozialistischer Parteien: Die Diktatur des Proletariats, an deren Spitze die Avantgarde der Arbeiterklasse, die natürlich nicht aus Proletariern, sondern aus Vertretern der mittellosen Mittelschicht bestückt zu sein hat, steht. Das Mittel, um die Diktatur des Proletariats zu erreichen, war dabei immer Gewalt. Und die Rechtfertigung für die Gewalt erfolgte über eine Mythenbildung, die man heute als Hate Speech bezeichnen würde. Unser Autor hat diese Mythenbildung zum Gegenstand:

“Die große psychologische und geschichtliche Bedeutung der Mythentheorie kann gar nicht geleugnet werden. Auch die mit den Mitteln Hegelischer Dialektik unternommene Konstruktion des Bourgeois hat dazu gedient, ein Bild von einem Gegner zu schaffen, auf das alle Affekte von Hass und Verachtung sich häufen konnten. Ich glaube, die Geschichte dieses Bildes vom Bourgeois ist ebenso wichtig wie die Geschichte des Bourgeois selbst. Eine zuerst von Aristokraten geschaffene Spottfigur wird im 19. Jahrhundert von romantischen Künstlern und Dichtern weitergeführt. Seitdem die Wirkung von Stendhal sich verbreitet, verachten alle Literaten den Bourgeois, auch wenn sie von ihm leben oder wenn sie zur Lieblingslektüre eines bürgerlichen Publikums werden, wie Murger mit seiner Bohème. Wichtiger als solche Karikaturen ist der Hass sozial deklassierter Genies, wie Baudelaire, der dem Bild neues Leben gibt. Diese in Frankreich von französischen Autoren angesichts des französischen Bourgeois geschaffene Figur stellen Marx und Engels in die Dimensionen einer weltgeschichtlichen Konstruktion. Sie geben ihr die Bedeutung des letzten Repräsentanten der vorgeschichtlichen, in Klassen zerteilten Menschheit, des letzten Feindes der Menschheit überhaupt, des letzten odium generis humani. So wurde das Bild unendlich erweitert und mit einem großartigen, nicht nur weltgeschichtlichen, sondern auch metaphysischen Hintergrund nach dem Osten weitergetragen. Hier konnte es dem russischen Hass gegen die Kompliziertheit, Künstlichkeit und den Intellektualismus westeuropäischer Zivilisation neues Leben geben und von ihm selber neues Leben empfangen. Auf russischem Boden vereinigten sich alle Energien, die dieses Bild geschaffen hatten. Beide, der Russe wie der Proletarier, sahen jetzt im Bourgeois die Inkarnation alles dessen, was wie ein tödlicher Mechanismus ihre Art Leben zu knechten suchte.

Das Bild war von Westen nach Osten gewandert. Hier aber bemächtigte sich seiner ein Mythos, der nicht mehr rein aus Klassenkampfinstinkten wächst, sondern starke nationale Elemente enthält. Sorel hat, als eine Art Testament, der letzten Auflage seiner Reflexionen über die Gewalt 1919 eine Apologie für Lenin beigefügt. Er nennt ihn den größten Theoretiker, den der Sozialismus seit Marx gehabt hat und vergleicht ihn als Staatsmann mit Peter dem Großen, nur dass heute umgekehrt nicht mehr ein westeuropäischer Intellektualismus Russland sich assimiliert, vielmehr umgekehrt die proletarische Gewaltanwendung hier mindestens eines erreicht hat, nämlich dass Russland wieder russisch geworden ist, Moskau wieder die Hauptstadt, und dass die europäisierte, ihre eigenes Land verachtende russische Oberschicht vernichtet wurde. Die proletarische Gewaltanwendung hat Russland wieder moskowitisch gemacht. Im Munde eines internationalen Marxisten ist das ein merkwürdiges Lob, denn es zeigt, dass die Energie des Nationalen größer ist als die des Klassenkampfes“.

Unser Autor hat nicht nur die Synergie von Sozialismus und Gewalt klar gesehen, er hat auch bereits die Funktionsweise von Linken, die ohne ein Feindbild, jemanden, den sie hassen können, den Bourgeois damals, den Rechtspopulisten oder den Kapitalisten heute, nicht auskommen, nichts sind, prägnant beschrieben, und er hat bereits darauf hingewiesen, dass Nationalismus und Sozialismus nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern notwendig eine Symbiose eingehen, zum nationalen Sozialismus russischer, französischer oder deutscher Prägung.

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Sozialismus führt notwendig zu Oligarchie und Gewalt

Wir leben leider in einer Zeit, in der man immer wieder darauf hinweisen muss, dass sozialistische Systeme nicht zufällig in Regelmäßigkeit scheitern, dass Sozialismus nicht scheitert, weil er schlecht umgesetzt wurde, dass das Heil des Sozialismus nicht deshalb verborgen bleibt und Sozialismus nicht deshalb immer und überall mit Armut, Unterdrückung und Blutvergießen einhergeht, weil die Klassenfeinde die hervorragende Idee des Sozialismus an der Verwirklichung hindern, sondern dass Sozialismus die Ursache des Scheiterns bereits in sich trägt.

Sozialismus wird notwendig zu Faschismus und Totalitarismus, weil der Planungsanspruch nur mit Fschismus und Gewalt aufrecht erhalten werden kann. Sozialismus führt zur Herrschaft einer Oligarchie, weil es eine Clique geben muss, die bestimmt, wem was zugewiesen wird und wem was weggegenommen wird. Sozialismus führt deshalb zu Armut, weil private Initiative entmutigt wird, während (Partei-)Schmarotzertum ermutigt wird. Sozialismus führt deshalb zu Blutvergießen, weil die Herrschafts-Clique zu immer rigideren Mitteln greifen muss, um die immer geringer werdenden Mittel zu sichern und unter den Getreuen zu verteilen, weil die Armut der Vielen, die man derzeit in Venezuela sehen kann, zwangsläufig in Verzweiflung und Widerstand gegen das sozialistische Regime führen muss.

Sozialismus führt notwendig zur Knechtschaft für viele.

Friedrich A. Hayek hat den Weg in den Sozialismus deshalb den Weg in die Knechtschaft genannt und 1944 ein Buch geschrieben, mit dem er seine britischen Landsleute (er lehrte damals in London) vor dem Sozialismus warnen wollte. Mit Erfolg, zum Glück.

Aber keine Idee is dämlich genug, keine verwirklichte Idee zieht eine Blutspur nach sich, die groß genug wäre, als dass sie nicht wiederkommen könnte, und so erlebt Sozialismus derzeit eine Renaissance, die man nur darauf zurückführen kann, dass die Nachfrage nach dieser Ideologie des Neids zyklisch verläuft und insbesondere dann, wenn es Menschen so gut geht, dass sie materieller Sorge enthoben sind, Attraktivität unter denen gewinnt, die eigene materielle Sorglosigkeit gerne mit dem, was sie für den Reichtum der anderen halten, tauschen würden – ohne dafür zu arbeiten, versteht sich.

Aus diesem Grund ist es wieder einmal notwendig, an die hervorragende Bloßstellung der Fratze, die sich hinter dem Traum vom Sozialismus verbirgt, die Friedrich A. Hayek geleistet hat, zu erinnern. Wir zitieren aus “The Road to Serfdom”:

“It is significant that one of the commonest objections to competition is that it is ‘blind’. It is not irrelevant to recall that to the ancients blindness was an attribute of their deity of justice. Although competition and justice may have little else in common, it is as much a commendation of competition as of justice that it is no respecter of persons. That it is impossible to foretell who will be the lucky ones or whom disaster will strike, that rewards and penalties are not shared out according to somebody’s views about the merits or demerits of different people, but depend on their capacity and their luck, is as important as that in framing legal rules we should not be able to predict which particular person will gain and which will lose by their application. And this is none the less true because in competition chance and good luck are often as important as skill and foresight in determining the fate of different people.

The choice open to us is not between a system in which everybody will get what he deserves according to some absolute and universal standard of right, and one where the individual shares are determined partly by accident or good or ill chance, but between a system where it is the will of a few persons that decide who is to get what, and one where it depends at least partly on the ability and enterprise of the people concerned and partly on unforseeable circumstances. This is no less relevant because in a system of free enterprise chances are not equal, since such a system is necessarily based on private property and (though perhaps not with the same necessity) on inheritance, with the differences in opportunity which these create. There is indeed a strong case for reducing this inequality of opportunity as far as congenial differences permit and as it is possible to do so without destroying the impersonal character of the process by which everybody has to take his chance and no person’s view about what is right and desirable overrules that of others.

The fact that the opportunities open to the poor in a competitive society are much more restricted than those open to the rich does not make it less true that in such a society the poor are much more free than a person commanding much greater material comfort in a different type of society. Although under competition the probability that a man who starts poor will reach great wealth is much smaller than is true of the man who has inherited property, it is not only possible for the former, but the competitive system is the only one where it depends solely on him and not on the favours of the mighty, and where nobody can prevent a man from attempting to achieve this result. It is only because we have forgotten what unfreedom means that we often overlook the patent fact that in every real sense a badly paid unskilled worker in this country has more freedom to shape his life than many a small entrepreneurs in Germany or a much better paid engineer or manager in Russia.

[…]

What our generation has forgotten is that the System of private property is the most important guarantee of freedom, not only for those who own property, but scarcely less for those who do not. It is only because the control of the means of production is divided among many people acting independently that nobody has complete power over us, that we as individuals can decide what to do with ourselves”. (105-108)

Ursachen von Massenmord: Eine Checkliste

Der Vater von Ludwik Kowalski war Kommunist, überzeugter Kommunist. Also ist er von Polen nach Russland gegangen und dort von Väterchen Stalin um die Ecke gebracht worden, wie so viele, die die politischen Säuberungen der Stalin-Ära nicht überlebt haben. Die Schätzungen dazu, wie viele Tote das kommunistische Heil, das Stalin gebracht hat, als Kollateralschaden hinterlassen hat, schwanken im 10 Millionenbereich, mindestens 20 Millionen maximal 60 Millionen sollen es gewesen sein. Wie viele es tatsächlich waren, das werden wir wohl nie erfahren.

Was wir aber erfahren können ist der Schrecken und das Leid, das mit der Durchsetzung der besten aller Gesellschaften, dem klassenlosen Paradies verbunden war. Ludwik Kowalski, der in die USA geflüchtet und dort als Physikprofessor bis zu seiner Emeritierung gearbeitet hat und erst nach der Emeritierung sein Schweigen über die Schrecken von Kommunismus und Stalinismus gebrochen hat, gibt einen entsprechenden Einblick in seinem Buch „Hell on Earth: Brutality and Violence Under the Stalinist Regime“.

In diesem Buch findet sich auch ein Kapitel das mit „Preconditions to Genocide“ überschrieben ist und in dem Kowalski eine sehr kurze Beschreibung der Determinanten von Massenmord vornimmt. Wie geben das kurze Kapitel in Gänze hier wieder und empfehlen das Buch all jenen, die wissen wollen, wie real-existierender Kommunismus bzw. Sozialismus (zwischen beiden besteht real kein Unterschied) im täglichen Leben wirkt, welche Verwüstungen und Leichenberge er mit Regelmäßigkeit hinterlässt.

„Are mass killings avoidable? Hitler’s holocaust was based on racism; Stalin’s slaughter was based on the concept of class struggle. Can we say that these two ideologies are responsible for mass killings? Or should the tragedies be attributed to the evil nature of leaders? The two tyrants were not alone; it is impossible to kill millions without favourable social conditions. Can such conditions be identified? Can they be eliminated? How can this be done? I am not sure how to answer such questions. But I strongly believe that all occurrences of mass genocide should be analyzed, not hidden or forgotten.
Mass murder occurs when brutal and sadistic criminals, to be found in every society, are promoted to positions of dominance, when propaganda is used to dehumanize the targeted population with intolerance and hatred. It occurs when victims (‘inferior races’ or ‘class enemies’) are excluded from the norms of morality, when ideological totalitarianism is imposed and when freedom is suspended. Fear and violence, the preconditions of genocide, are likely to be found in societies with large numbers of thieves and informants. Stalin and Hitler were fanatical leaders inspired by a gang mentality and by the concept of ‘historic mission’. They believed that intolerance and large-scale brutality were necessary ingredients of social order. Each of them was also supported by the ‘cult of personality”.

Für unsere Leser, die des Englischen nicht mächtig sind, hier unsere Übersetzung:

Kann man Massenmorde verhindern? Hitler’s Holocaust basiert auf Rassismus. Stalins Massaker wurde mit dem Klassenkampf legitimiert. Können wir davon ausgehen, dass diese beiden Ideologien der Intoleranz für die Massenmorde verantwortlich sind. Oder ist die Boshaftigkeit der Führer die Ursache für die Massenmorde? Die beiden Tyrannen waren nicht alleine; Es ist nicht möglich Millionen Menschen umzubringen ohne Unterstützung von anderen oder durch Strukturen. Können die Bedingungen, die für eine solche Unterstützung vorteilhaft sind, identifiziert werden? Können sie beseitigt werden? Wie können sie beseitigt werden? Ich bin mir nicht sicher, wie man diese Fragen beantworten soll. Aber ich bin davon überzeugt, dass Genozide analysiert und offengelegt werden sollen. Sie dürfen nicht versteckt oder vergessen werden.
Massenmorde treten dann auf, wenn brutale und sadistische Kriminelle, die es in jeder Gesellschaft gibt, in Herrschaftspositionen gelangen, wenn Propagande genutzt wird, um eine Zielgruppe in der Bevölkerung zu ent-humanisieren und wenn Kinder mit Intoleranz und Hass geimpft werden. Massenmorde treten auf, wenn Opfer (‚unterlegene Rassen‘ oder ‚Klassenfeinde‘) von den geltenden Normen der Moral ausgeschlossen werden, wenn ideologische Totalitarismus herrscht und Freiheit ausgesetzt wird. Angst und Gewalt, die Voraussetzungen für Genozid sind in Gesellschaften mit vielen Dieben und Informanten eher gegeben als in anderen Gesellschaften. Stalin und Hitler waren fanatische Führer, die von einer Bandenmentalität und von einer historischen Mission `einem Sendungsbewusstsein getragen wurden. Sie glaubten, dass Intoleranz und die verbreitete Brutalität notwendige Bestandteile der soziale Ordnung darstellen. Beide wurden zudem von einem Personenkult gestützt.“

Die Zutaten, die wenn sie von einer sadistischen Persönlichkeit, die eine breite gesellschaftliche Unterstützung hat, die von einer Clique getragen wird und von einem Personenkult gesichert ist, verrührt werden, den Brei des Massenmords ergeben, sind demnach:

  • Die Enthumanisierung einer Zielgruppe (indem man z.B. Rechten abspricht, normale Menschen zu sein);
  • Die Indoktrinierung von Kindern mit Hass und Intolerenz (indem man ihnen einimpft, dass rechte Meinungen nicht toleriert werden dürfen und von hassenswerten Menschen stammen);
  • Der Ausschluss von Opfern aus den normalen Normen der Moral (Rechte dürfen an Körper und Eigentum verletzt werden, weil sie ja Rechte sind);
  • Ideologischer Totalitarismus, der keine politisch unkorrekten Aussagen mehr duldet und damit die Demokratie und die Freiheit zur Meinungsäußerung zerstört;
  • Viele Diebe und Informanten (oder entsprechende Aufrufe zur Diffamierung Andersdenkender (Anschwärzen beim Arbeitgeber) bzw. Portale (´wie: Agentin.org), die allein der Diffamierung Andersdenkender dienen);

Wenn man mit Kowalski die genannten Kriterien als prozessuale Bestandteile des Weges ansieht, der im Massenmord endet, dann fehlt nur noch die sadistische Persönlichkeit, die in der Lage ist, einen Kult um die eigene Person zu schaffen und damit die notwendige soziale Unterstützung zu erringen.

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Gegen Fachidioten und Beliebigkeit: Sozialwissenschaftler wollen ihr Fach retten

Sozialwissenschaften haben nicht nur in Deutschland derzeit einen schlechten Ruf. Sie sind in manchen Teilen der Bevölkerung zum Synonym für Beliebigkeit – im besten Fall – und irrelevanten Blödsinn – im schlechtesten Fall, geworden. Letzteres ist das Verdienst von Personen, die die Sozialwissenschaften mit ihren Versuchen persönliche Störungen und Deprivationen oder persönliche Vorlieben als Wissenschaft zu verkaufen, zum Gespött derer gemacht haben, die für sich noch die Normalität des Geistes in Anspruch nehmen können.

Jenseits dieser Arbeiter am sozialwissenschaftlichen Ausschuss gibt es immer noch Sozialwissenschaftler, die an Phänomenen und deren Erklärung interessiert sind, die versuchen, Theorien aufzustellen und die entsprechenden Theorien an der Realität zu überprüfen. Duncan J. Watts, bekannt für seine Arbeiten zu „Small Worlds“, also zu großen Netzwerken von Personen, die man nur über wenige Links alle miteinander verbinden kann, hat den Letztgenannten, den Sozialwissenschaftlern, die diese Bezeichnung zurecht tragen, einen Vorschlag unterbreitet, wie man die Sozialwissenschaft davor bewahren kann, denen zum Opfer zu fallen, die sie zum Gespött der Menschheit machen, den Gender Studierten, Whiteness-Studierern, Postkolonialisten, Sozialisten und –Isten aller Couleur, die ideologischen Unrat in die Wissenschaft getragen haben, einen Vorschlag, wie man Sozialwissenschaften wieder einen guten Leumund vor der öffentlichen Wahrnehmung verschaffen kann.

Der Rubikon zwischen richtigen Sozialwissenschaftlern und denen, die die Sozialwissenschaften missbrauchen wollen, ist anhand von drei Begriffen, die prominent im Beitrag firmieren, den Watts in Nature „Human Behavior“ publiziert hat, gezogen:

  • Prüfbarkeit;
  • Replizierbarkeit;
  • Verwertbarkeit;

Diesen drei Kriterien müssen Sozialwissenschaften genügen, damit sie Anspruch erheben können, Sozialwissenschaft zu sein. Prüfbarkeit bezieht sich auf die Art der Aussagen: Sie müssen etwas über die Wirklichkeit aussagen und an dieser Wirklichkeit scheitern können. Aussagen, die nicht prüfbar sind, sind keine Aussagen, denen in den Sozialwissenschaften ein hoher Stellenwert zukommt.

Ergebnisse müssen darüber hinaus replizierbar sein, d.h. ein Test einer Aussage, der die Aussage bestätigt hat, muss unter anderen Bedingungen und von anderen Sozialwissenschaftlern wiederholbar sein. Das schließt diejenigen aus, die weitreichende Schlüsse auf einer Datenbasis, die nur ihnen bekannt oder zugänglich ist, gezogen haben wollen, es schließt Datenfälscher und Personen aus, deren Ziel darin besteht, magere Daten für wilde, aber der eigenen Ideologie entsprechende Schlussfolgerungen zu missbrauchen.

Ergebnisse müssen verwertbar sein, und zwar nicht nur in Form praktischer Verwendbarkeit in der Gesellschaft, sondern auch oder besonders im Hinblick auf deren praktische Verwendbarkeit in den Sozialwissenschaften.

Auf diesen Voraussetzungen basiert, was man als Watts‘ Projekt bezeichnen könnte.

Das Projekt beginnt mit der Beschreibung des Problems: Zu viele Theorien konkurrieren in den Sozialwissenschaften um die Erklärung des selben Phänomens: „… any representative cross-section of social scientists would have difficulty agreeing on almost any question at all, including which question were the most importat to be agreed upon“ (1). Mit anderen Worten, in den Sozialwissenschaften verderben zu viele Köche den Brei.

Unterschiedliche sozialwissenschaftliche Schulen, verpacken die unterschiedlichen Perspektiven auf die Wirklichkeit in unterschiedlichen Theorien und geben diese an ihre Schüler weiter. Diese, zum Fachidioten ausgebildet, wenden dann die erlernte Sichtweise auf die verschiedensten Aspekte der Wirklichkeit an. Als Folge erscheinen selbst die ernstzunehmenden Teile der Sozialwissenschaften (also die Teile, die um die Genderisten, die Sozialisten und die anderen ideologischen Extremisten bereinigt wurden) wie die Baustelle des Turm zu Babels, nur dass es Gottes Zorns nicht bedarf, um eine Verwirrung herbeizuführen, die eine Verständigung weitgehend unmöglich macht.

Watts findet eine sehr elegante Lösung, um sich der Teile der Sozialwissenschaften zu entledigen, deren Vertreter nicht an der Lösung von Problemen und der Erklärung von sozialen Phänomenen interessiert sind, sondern daran, sprachlichen Bombast zu produzieren, der sich dadurch auszeichnet, dass er keinerlei Niederschlag in der Realität findet: „… one possible reason why social sciences seems less ‚scientific‘ than we would like is simply that our ability to propose theories has for so long outstripped our ability to test them“ (2). Mit anderen Worten: Jetzt, da die Möglichkeiten vorhanden sind, durch Computertechnologie, Statistik oder mathematische Modelle, Theorien der Sozialwissenschaften auch zu testen, kann man die „Untestbaren“ beseitigen.

Watts‘ Projekt baut auf dieser Problemlage auf.

Die Lösung für die skizzierte Problemlage muss zunächst einmal darin bestehen, an einem einheitlichen Theoriekorpus der Sozialwissenschaften zu arbeiten, d.h. die vielen rivalisierenden Perspektiven zu vereinheitlichen. Dazu ist es notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung nicht zum Bekenntnis der Zugehörigkeit zu einer sozialwissenschaftlichen Schule zu machen, sondern zu einem Vehikel, um Probleme zu lösen. Daher ist es für Watts notwendig, sozialwissenschaftliche Forschung lösungsorientierter zu machen. Nicht mehr die vielfältige Beschreibung von Zuständen, die in manchen Teilen der Sozialwissenschaft ganze Reihen in Bibliotheken füllt, ist das Ziel, sondern das Finden von Lösungen für die beschriebenen Zustände. Die Lösungen, die die drei oben benannten Kriterien (prüfbar, replizierbar und verwertbar) erfüllen müssen, bilden dann den Grundstock, auf dem eine einheitliche Theoriebildung in den Sozialwissenschaften erfolgen kann.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
Forschung, die am Auffinden von Lösungen ausgerichtet ist, die den drei genannten Kriterien genügen, kann nur über eine allgemeine und geteilte Methodologie erfolgen: Willkür und Beliebigkeit werden somit ausgeschlossen.

Gelöste Probleme geben Zeugnis davon, dass es mit sozialwissenschaftlichen Theorien möglich ist, die Wirklichkeit akkurat zu beschreiben und Lösungen für Probleme zu finden. Das verbessert das Ansehen der Sozialwissenschaften und macht es denen unmöglich, die Sprachakte als Sozialwissenschaft verkaufen wollen, als Sozialwissenschaftler durchzugehen.

Eine gemeinsame Arbeit an der Lösung von Problemen, die sich einer geteilten Methodologie bedient, hat zudem den Effekt, dass die Sozialwissenschaften zu dem werden, was derzeit fast ausgeschlossen erscheint, einer kumulativen Wissenschaft, in der Einigkeit über das besteht, was bekannt ist, und klar angegeben werden kann, welche Lücken im sozialwissenschaftlichen Erkenntnisprogramm noch geschlossen werden müssen.

Soweit der amerikanische Traum, den wir auch träumen, nun zurück zur deutschen Wirklichkeit….

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