Große Konfabulation: Wie lange kann man gegen die Realität anregieren? oder: Guten Morgen Deutschland – Aufwachen im Sozialismus

Sozialisten haben über kurz oder lang immer das Problem, dass die Wirklichkeit vom Plan abweicht. So viel sie auch planen, für fünf oder sieben Jahre, nie passt sich die Wirklichkeit der Planung an. Nun ist es eine der bemerkenswertesten Manifestationen von Dummheit, dass Sozialisten nie lernen. Anstatt zu verstehen, dass man die Zukunft nicht planen kann, bestehen sie darauf, dass es möglich ist, mit immer neuen Plänen, die Anpassung der Wirklichkeit an die eigene Ideologie zu erzwingen.

Sozialisten fahren deshalb ihre Gesellschaften regelmäßig gegen die Wand, denn, wie schon F.A. von Hayek in seinem Buch, „der Weg in die Knechtschaft“, das ausschließlich den Wirkungen von Sozialismus gewidmet ist, dargelegt hat, auch sozialistische Planer können die Zukunft nicht vorhersehen. Deshalb vernichten sie die Gegenwart derer, die ihnen als Beherrschte zum Opfer fallen.

Die einzige Frage, die sich mit sozialistischen Systemen verbindet, ist die Frage, wie lange es möglich ist, in der eigenen ideologischen Verblendung gegen die Wirklichkeit anzuregieren, bis sich entweder Widerstand regt oder die Staatsinsolvenz dem sozialistischen Treiben das gewöhnliche Ende bereitet.

In Deutschland läuft derzeit ein Feldversuch dazu, was als erstes bricht: Die Geduld der Bevölkerung oder das wirtschaftliche Fundament, auf dem sich die sozialistischen Ideologen weiden.

Wir haben gestern am Beispiel der sozialistischen Phantasie gezeigt, die mit „Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ überschrieben ist und die einfach nur meint, in allen Positionen, die die Staatssozialisten für relevant halten, müssen Männer und Frauen gleichverteilt sein, wie irrsinnig das politische Programm ist, das in den nächsten drei Jahre und 9 Monaten durchgesetzt werden soll.

Heute ist es an der Zeit, die Folgen dieses Irrsinns zu beschreiben.

Erste Folge: Demotivation der Angestellten
In Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes wollen die Grokolores bis 2025 genau so viele Frauen wie Männer haben. Das ist ihr Ziel. Dieses Ziel bedeutet einen Beförderungsstopp für männliche Angestellte im Öffentlichen Dienst, denn nur so kann in nur 6 Jahren eine Ergebnisgleichheit bei Leitungsfunktionen herbeigeführt werden.

Ein solches jähes Ende ihrer Karriereträume wird die männlichen Angestellten im Öffentlichen Dienst, denen die Option, den Beruf einfach durch das Gebären von Kindern zu beenden, nicht offen steht, demotiviert lassen und sich auf deren Einsatz und Arbeitsleistung auswirken. Das haben die Grokolores nicht bedacht.

Zudem haben Sie nicht bedacht, dass man für Leitungspositionen Kompetenzen benötigt. Kompetenzen fallen nicht vom Himmel. Man muss sie sich aneignen. Dazu braucht man Zeit. Ein weibliches Geschlecht alleine ist keine Kompetenz. Um Letztere zu bilden benötigt man noch ein paar weitere Zutaten, von der Intelligenz bis zur Arbeitserfahrung. Arbeitserfahrung im Bereich IT gewinnt man nicht, wenn man Babys wickelt oder Kranke pflegt. Dennoch wollen die Grokolores die „Erfahrungen und Fähigkeiten aus Erziehung und Pflege“ bei Beförderungen GENERELL berücksichtigt sehen. Die Gleichstellung umfasst somit auch dreckige Windeln, die der Mitarbeit an z.B. einem Softwareprogramm (mindestens) gleichgestellt werden. Das ist eine weitere Methode, leistungswillige und kompetente Angestellte zu demotivieren. Warum soll sich noch jemand im Rahmen seines Berufes anstrengen, wenn er weiß, dass sein Einsatz nicht gewürdigt wird, nicht in der Weise gewertschätzt wird, wie es angemessen ist? Das haben die Grokolores nicht bedacht.

Sie können es nicht bedenken. Grokolores sind in der Regel Berufspolitiker, die keinerlei Vorstellung davon haben, welche Kompetenzen man benötigt, um in einem richtigen Beruf oder in einem Unternehmen in Führungspositionen aufzusteigen. Grokolores sind bislang immer mit ihrer großen Klappe und weitgehend ohne Kompetenzen durchgekommen. Aus Mangel an anderweitigen Erfahrungen sind sie der Ansicht, dies sei auch in richtigen Berufen alles, was man benötige, um für Führungspositionen qualifiziert zu sein.

Ein weiterer Irrtum der Grokolores.

Ein Irrtum, der sich amplifiziert.
Die Grokolores wollen alle Unternehmen verpflichten, Frauen in Leitungspositionen zu stecken. Das sind dieselben Grokolores, die jedes Jahr seit nunmehr Jahrzehnten wieder bejammern, dass weibliche Studenten in MINT-Fächern Mangelware sind. Zwei Variablen in Verbindung zu bringen, das überfordert offensichtlich die intellektuellen Fähigkeiten eines Grokolores, deshalb kann keiner den Schluss ziehen, dass in Berufen, in denen es kaum Frauen gibt, es a) ungerecht ist, eine Gleichverteilung der Leitungsfunktionen nach Geschlecht durchzusetzen und b) ein solches Durchsetzen notwendig dazu führen muss, dass ungeeignete oder im Vergleich zu männlichen Mitarbeitern weniger geeignete weibliche Mitarbeiter in Führungspositionen gelangen. Das ist eine Zwangsläufigkeit, die kein ideologischer Plan verändern kann. Es ist wieder diese Realität, die alle ideologischen Wolkenkuckucksheime zum Einsturz bringt.

Weil die Grokolores aber richtige Ideologen sind, deren Gehirne aus ideologischen Kurzschlüssen bestehen, verstehen sie diesen einfachen Zusammenhang nicht. Deshalb sind sie munter dabei, die Grundlagen einer funktionierenden und erfolgreichen Ökonomie zu zerstören: Die Motivation der Arbeiter und Angestellten; Die Meritokratie, die Kompetenz und nicht Geschlecht zum Kriterium für den beruflichen Aufstieg macht; Die Willigkeit der Leistungsfähigen, sich weiterhin von einem ideologischen System ausnutzen zu lassen, das Windenwickeln mit jahrelanger Arbeit in Unternehmen und Verwaltung (mindestens) gleichsetzt und, last but not least, den gesellschaftlichen Wohlstand.

Sozialismus ist eine kollektive Ideologie. Sozialisten wie Merkel, Schulz oder Seehofer sind nicht in der Lage, Individuen in Rechnung zu stellen. Sie denken in Gruppen. Männer und Frauen, Arbeiter und Angestellte, Erwerbslose und Erwerbstätige, Sozialisten und Rechtspopulisten. Dass jede Gruppe aus einer Vielzahl von Individuen besteht, das ist ihnen weder eingängig noch vorstellbar. Dass diese Individuen alle eigene Interessen haben, dass die Unterschiede zwischen Individuen, die die Gruppe der Männer ausmachen oder die Gruppe der Frauen größer sind als die zwischen den Gruppen, das ist ihnen schlicht unvorstellbar. Dass es Frauen geben könnte, die auf ihre Alimentierung durch die paternalistischen Sozialisten „schei…“, ist ihnen eine Häresie und dass es Männer geben könnte, die die generelle Benachteiligung, die sie erfahren, weil sie nicht als Individuum, sondern als Mitglied einer Gruppe behandelt werden, nicht mehr hinzunehmen bereit sind und deshalb Konsequenzen ziehen, die beim Rückzug vom Arbeitsplatz anfangen und bis zur Auswanderung in Länder reicht, in denen Menschen noch nach ihrer Leistung und nicht nach ihrem Geschlecht bewertet werden, ist für sie eine Monstrosität.

Und weil dem so ist, können die Sozialisten die Zeichen der Zeit nicht lesen. Sie verstehen nicht, was um sie herum vorgeht, denn alles, was sie denken können, ist Gleichstellung und Vorteilsnahme. Wer also darauf wartet, dass von Politikern der CDU, CSU oder der SPD ein Wandel ausgeht, dass ein Politiker aus diesen Blockparteien in der Lage ist, die Wirklichkeit in Rechnung zu stellen, der wird enttäuscht werden. Wie immer im Sozialismus läuft alles auf die zentrale Frage hin, was schneller ist: Die Bevölkerung oder die Wirklichkeit: Muss erst die Realität von Armut und Elend das abermalige Scheitern des Sozialismus drastisch vor Augen führen oder jagt die Bevölkerung die sozialistischen Blockheads zum Teufel bevor das Land vollständig zur Ruine geworden ist?

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Katholischer Suizid: Kardinal Marx will mehr Marxismus

Früher waren Priester häufig Schriftgelehrte, die sich zu unterschiedlichen Gegenständen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Kompetenz äußern konnten. Heute sind selbst Kardinäle zumeist nur Glaubens-Marketing(fach)kraft, die ihre Aufgabe darin sieht, die wiederkehrenden Feste der christlichen Kirche in einer Weise zu inszenieren, die den Anschein, man sei mit Glauben und der entsprechenden Gemeinschaft beschäftigt, kümmere sich um Menschen und habe deren Wohl im Sinn, glaubhaft vermittelt. Eine Marketing-Fachkraft, die auf Inszenierung und die Erzeugung von schönem Schein ausgerichtet ist, hat in der Regel, und Kardinal Marx scheint so was von die Regel zu sein, keine Ahnung, die über ihr Marketing-Gebiet hinausgeht. Die Spezialisten früherer Tage, die Schriftgelehrten, die nicht nur die Bibel auswendig zitieren konnten, sondern auch in Philosophie und Humanwissenschaften kenntnisreich waren, sie gehören der Vergangenheit an.

Geblieben sind Marketing-Fachkräfte wie Kardinal Marx aus München, die glauben, sie könnten den Abfall vom Glauben, die Abstimmung mit den Füßen, die schrumpfenden Kirchengemeinden dadurch stoppen, dass sie auf das aufspringen, was sie als den Zeitgeist ansehen. Und so wie jeder Werbespot den Quotenfarbigen enthält, weil sich im Marketing der Aberglaube hält, die Leute da draußen würden das erwarten und es nicht zum K…. finden, wenn man sie politisch-korrekt beeinflussen will, so scheint sich in Teilen der Kirche der Glaube zu verbreiten, man habe mehr Erfolg im Absatz der eigenen Glaubensprodukte, wenn man Marxismus gutrede.

Kardinal Marx, der in üppiger Umgebung lebt und mit noch üppigerem Gehalt gesegnet ist (gepriesen sei der Herr), er kann neuerdings dem Marxismus etwas abgewinnen.

Derartigen Blödsinn kann nur ein wirklich Ahnungsloser im Glauben von sich geben, der in seinem Leben noch nie gelesen hat, was sein Namensvetter mit Bezug auf die Religion von sich gegeben hat. Und dass es in sozialistischen, kommunistischen oder marxistischen Staaten außer Marxismus keine Religion mehr gibt bzw. gegeben hat, das weiß Kardinal Marx offensichtlich nicht oder er denkt, es handle sich dabei um einen Betriebsunfall, der mit dem wahren Marxismus nichts gemein hat.

Helfen wir dem Münchner Glaubens-Marketer ein wenig auf die Sprünge mit Zitaten von Karl Marx, die in unterschiedlichen Schriften den Gegenstand der Religion behandeln und zeigen: Für Marx gibt es neben dem Sozialismus keine Religion, keine christliche, keine muslimische, keine jüdische, einfach nur keine. Ob Kardinal Marx darauf anspielt, wenn er von den Bereichen schwadroniert, in denen Marx mit seiner Analyse durchaus Recht hat?

Karl Marx über Religion:

Aus dem kommunistischen Manifest:

“Aber”, wird man sagen, “religiöse, moralische, philosophische, politische, rechtliche Ideen usw. modifizieren sich allerdings im Lauf der geschichtlichen Entwicklung. Die Religion, die Moral, die Philosophie, die Politik, das Recht erhielten sich stets in diesem Wechsel. Es gibt zudem ewige Wahrheiten, wie Freiheit, Gerechtigkeit usw., die allen gesellschaftlichen Zuständen gemeinsam sind. Der Kommunismus aber schafft die ewigen Wahrheiten ab, er schafft die Religion ab, die Moral, statt sie neu zu gestalten, er widerspricht also allen bisherigen geschichtlichen Entwicklungen.”

Aus der Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie:

Flagellanten

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.
Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.

Entfremdung von der Arbeit (Manuskript)

“Es ist ebenso in der Religion. Je mehr der Mensch in Gott setzt, je weniger behält er in sich selbst. Der Arbeiter legt sein Leben in den Gegenstand; aber nun gehört es nicht mehr ihm, sondern dem Gegenstand.

Wie in der Religion die Selbsttätigkeit der menschlichen Phantasie, des menschlichen Hirns und des menschlichen Herzens unabhängig vom Individuum, d. h. als eine fremde, göttliche oder teuflische Tätigkeit, auf es wirkt, so ist die Tätigkeit des Arbeiters nicht seine Selbsttätigkeit. Sie gehört einem andren, sie ist der Verlust seiner selbst.”

Die katholische Kirche ist offensichtlich im Selbstzerstörungsmodus angekommen. Ob Kardinäle wie Marx die Auflösung der katholischen Kirche bewusst oder bar jeder Kenntnis betreiben, ist egal, denn im Ergebnis läuft es auf dasselbe hinaus.

Weil wir gerade dabei sind:

Karl Marx über katholische Pfaffen aus der “Deutschen Ideologie” (172 Jahre vor Kardinal Marx  geschrieben):

“Wie wird Dir zumute”, lieber Leser, wenn Du einen Pfaffen hörst, der seinen Schafen die Hölle recht heiß und das Gemüt recht weich macht, dessen ganze Beredsamkeit sich darauf beschränkt, die Tränendrüsen seiner Zuhörer in Aktivität zu setzen, und der nur auf die Feigheit seiner Gemeinde spekuliert?

Oder in Zustimmung zu Kuhlmann:

“In ihrer Reihe stehen darauf Alle, die da rufen: Weg mit der Bibel! Weg vor Allem mit der christlichen Religion, denn es ist die Religion der Demut und der knechtischen Gesinnung! Weg überhaupt mit allem Glauben! Wir wissen nichts von Gott noch von Unsterblichkeit. Das sind nur Hirngespinste, zu ihrem Vorteil ausgebeutet” (soll heißen: die von den Pfaffen zu ihrem Vorteil ausgebeutet werden) “und fortgesponnen von Lügnern und Betrügern. Fürwahr, wer noch an solche Dinge glaubt, der ist der größte Narr!”

Doch, doch, Karl Marx hat in seiner Analyse schon manches geschrieben, was richtig ist, oder?

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Lob des Reichtums: Ungleiche Einkommen und Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig

Die Reichen und die Armen – kein Gegensatzpaar hat mehr Geschichte gemacht. Ein Grund dafür: Karl Marx hat es in seinem historischen Materialismus mit allerlei Macht- und Herrschaftsphantasien gemixt.

Mit dem Motiv der zu reichen und der zu armen gehen sozialistische Parteien seit Jahrhunderten auf Stimmenfang, ohne dass sie daran etwas ändern würden – im Übrigen. Denn verglichen mit dem 19. Jahrhundert als der Sozialismus als politische Heilslehre erfunden wurde, ist der Abstand zwischen Reich und Arm kaum anders geworden – trotz sozialistischer Regierungs-Parteien.

Und das ist gut so, denn Reiche und Arme, ungleiche Einkommen, ungleiches Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig. Dass es Reiche gibt, gilt denen, die gerne reich wären, als Motivation für eigene Leistung mit dem Ziel, auch reich zu werden. In kapitalistischen und funktionierenden Gesellschaften ist dies möglich. In sozialistischen Gesellschaften ist es regelmäßig so, dass man erhält, ohne etwas zu leisten und dass die, die dennoch leisten wollen, einen Punkt erreichen, ab dem ihre Bereitschaft, andere durchzufüttern, ausgeschöpft ist. Das ist dann in der Regel der Moment, ab dem sozialistische System zum Mittel des Terrors greifen und Mauern um ihr Staatsgebiet bauen.

Von unngleicher Einkommens- und Vermögensverteilung, von Luxus gehen noch weitere positive Effekte aus, wie Ludwig von Mises in seinem 1927 in Jena erschienenen Buch „Liberalismus“ schreibt. Sein Argument in kurz: Alle Massenwaren haben einmal als Luxus von Reichen angefangen. Nimmt man den Reichen das Geld, um im Luxus zu leben, dann hat dies unabersehbare Folgen für die Fähigkeit und Willigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft, innovative Güter zu produzieren.

Von Mises hat das in der ihm eigenen Kürze und mit Beispielen versehen, auf den Seiten 27 bis 29 von „Liberalismus“ argumentiert. Das Argument ist bis heute nicht widerlegt. Im Gegenteil, es wird ständig durch das Versagen sozialistischer Systeme aufs Neue bestätigt, so dass man feststellen muss, dass sozialistische Projekte der Umverteilung von Einkommen und Vermögen zu den Sargnägeln moderner Gesellschaften gehören.

 

Feminismus, Bolschewismus, Kommunimus: Wie Genderisten Genozide relativieren

Wir haben uns heute mehrfach verwundert die Augen gerieben.

Zunächst über das ZDF, in dem Bärbel Schmidt-Sakic allen Ernstes versucht, die Oktoberrevolution aus dem November 1917 in Russland zu einer „Revolution der Frauen“ umzudeuten. Man muss daraus schließen, dass Feministen nun auch bereits sind, die Verantwortung für die mehr als 50 Millionen Toten, die als Folge der Oktoberrevolution zu beklagen sind, zu übernehmen.

Dem Irrsinn nicht genug, findet sich in der ARD die folgenden Aussage,

“Sie [die Oktoberrevolution] war der Versuch, eine gesellschaftliche Utopie zu verwirklichen. In Kunst, Literatur und Musik hat sie weit über Russland hinaus inspiriert. Und sie war ein soziales Experiment – mit breit angelegter Alphabetisierung, mit Stärkung von Frauenrechten. Deshalb hat sie bis heute trotz aller negativer Folgen immense zivilisatorische Bedeutung.”

Für diese Variante eines brachialen Sozialdarwinismus ist eine Gabriele Woidelko verantwortlich, die von der ARD als Russlandexperte verkauft werden soll. Wohl denn, wenden wir die gehobelten Späne von Woidelko, den Zweck, der alle Mittel rechtfertigt, auch mehr als 50 Millionen Tote, doch einmal auf das Dritte Reich an. Das Dritte Reich war ebenso eine gesellschaftliche Utopie, der Arier ihr Fetisch. Das damit verbundene soziale Experiment aus Herrenmenschen und Untermenschen hat zwar auch nicht funktioniert, aber über seine technologischen Errungenschaften hat das Dritte Reich bis heute eine immense zivilisatorische Bedeutung, man denke nur an Wernher von Braun und die Raketen aus Penemünde, die es den USA ermöglicht haben, das Rennen um den Mond zu gewinnen. Ein kleiner Schritt für Neil Armstrong, aber ein großer Schritt für die Menschheit.

Wenn man derartigen Unsinn wie den von Schmidt-Sakic und Woidelko liest und die damit verbundenen Versuche, Grausamkeit, Mord und Vernichtung, die im Namen einer Ideologie begangen wurden, zu relativieren, dann stellt sich automatisch die Frage, warum soll hier Mord und Genozid an der eigenen Bevölkerung verharmlost werden? Die Antwort findet sich in einer Gemeinsamkeit, einer Gleichschaltung der Texte in ARD und ZDF. Im ZDF wird die russische Revolution gleich vollständig für Frauen reklamiert und eine Eloge dazu angestimmt, wie Lenin, der Bolschewismus und die Nachfolger im Mörderreigen Frauenrechte und Gleichstellung befördert haben. In der ARD kommen die Frauenrechte etwas weniger prominent aber dennoch vor.

Die Notwendigkeit, Mord und Vernichtung, Genozid an der eigenen Bevölkerung zu relativieren, ergibt sich daraus, dass der Genderismus, der als neue sozialistische Heilslehre gilt, seine Wurzeln im Bolschewismus hat. Die meisten queeren Ideen, mit denen Genderisten heute hausieren gehen, wurden von Kommunisten und Bolschewisten, von Mördern wie Trotzky und Lenin vorgedacht.

Um dies zu verdeutlichen, reicht es, einen Blick in das Buch von Wendy Z. Goldman zu werfen, das den Titel „Women, the State and Revolution: Soviet Family Policy and Social Life, 1917-1936 trägt.

Dort findet sich unter anderem Folgendes:

„Given that the family was widely expected to wither away, the issue of how to organize household labor provoked extensive discussion. Lenin spoke and wrote repeatedly of the need to socialize housework, describing it as ‘the most unproductive, the most savage, and the most arduous work a woman can do.’ Sparing no harsh adjective, he wrote that ‘petty housework crushes’ and ‘degrades’ a woman ‘chains her to the kitchen and the nursery’ where ‘she wastes her labor on barbarously unproductive, petty, nervewracking, and stultifying drudgery’. Lenin obviously despised housework. He argued that ‘the real emancipation of women’ must include not only legal equality, but ‘the wholesale transformation’ of household into socialised labor”.

Wie man sich diese Transformation vorzustellen hat, wird einige Seiten weiter erklärt:

„Unlike modern feminists, who argue for a redivision of household tasks within the family, increasing men’s share of domestic responsibilities, Bolshevik theorists sought to transfer housework to the public sphere. Preobzrazhenskii expressed this difference crisply. ‘Our task does not consist of striving for justice in the division of labor between the sexes’, he wrote, ‘Our task is to free men and women from petty household labor.’ The abolition of the family, rather than gender conflict within it, held the key to women’s emancipation. The socialization of household labor would eliminate women’s dependence on men and promote a new freedom in relations between the sexes. Trotsky declared that as soon as ‘washing [was] done by a public laundry, catering by a public restaurant, sewing by a public workshop,’ ‘the bond between husband and wife would be freed from everything external and accidental.’ New relationships, ‘compulsory for no one,’ would develop based on mutual feelings”. [Mit der neuen Freiheit kommt natürlich eine ganz neue und umfassende Form der Abhängigkeit, da die eigene Ernährung und alle Verrichtungen des täglichen Lebens von Bediensteten des Staates ausgeführt werden.]

Der Unterschied zum modernen Feminismus ergibt sich daraus, dass Bolschewisten wie Lenin keine halben Sachen machen wollten: Die Befreiung von Hausarbeit hatte das Ziel, Männer und Frauen mit voller Arbeitskraft für die Gesellschaft, das sozialistische Ganze, einsetzen zu können. Schließlich war Russland 1917 ein Agrarstaat, der in seiner Entwicklung weit hinter Deutschland oder England zurückgeblieben war. Die nachholende Industrialisierung benötigte also jede Hand in Vollzeit, nicht in Teilzeit und konnte letztlich nur durch Sklavenarbeit in den Gulags erreicht werden. Moderner Feminismus ist nicht daraus ausgerichtet, Frauen zu 100% in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Deshalb wurden in diesem Punkt Abstriche von der ansonsten mit Bolschewisten und Kommunisten geteilten ideologischen Grundlage gemacht.

Ungeachtet dessen sind Relativierungen wie die oben dargestellten von Schmidt-Sakic und Woidelko nicht nur geschmacklos, sie sind angesichts der Emanzipation, wie sie weibliche und männliche Sklaven in den Gulags, die über die ganze Sowjetunion verteilt waren, erfahren haben mögen, nur mit völliger Ignoranz oder einer Art von Zynismus zu erklären, die man Probleme hat, in den Kontext von Humanismus und menschlicher Spezies zu integrieren.

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Gulag: Sozialismus und Mord gehen Hand in Hand

Friedrich A. Hayek hat seinem 1944 in London veröffentlichten Buch „The Road to Serfdom“ ein Vorwort vorangestellt, in dem er auf die Notwendigkeit verweist, mit der jeder Sozialismus im Totalitarismus und damit endet, dass der sozialistische Staat (oder der kommunistische Staat, zwischen beiden gibt es insofern keinen Unterschied) sich gegen seine Bürger richtet und diejenigen, die den sozialistischen Glauben nicht akzeptieren, die Kritik üben und Widerstand leisten, hinrichtet.

So schreibt Hayek:

„I know that many of my English friends have sometimes been shocked by the semi-Fascist views they would occasionally hear expressed by German refugees, whose genuinely socialist convictions could not be doubted. But while these English observers put this down to their being Germans, the true explanation is that they were socialists whose experience had carried them several stages beyond that yet reached by socialists in this country [Britain]. It is true, of course, that German socialists have found much support in their country from certain features of the Prussian tradition; and this kinship between Prussianism and socialism, in which in Germany both sides gloried, gives additional support to our main contention. But it would be a mistake to believe that the specific German rather than the socialist element produced totalitarianism. It was the prevalence of socialist views and not Prussianism that Germany had in common with Italy and Russia – and it was from the masses and not from the classes steeped in the Prussian tradition, and favoured by it, that National-Socialism arose” (9).

Die Notwendigkeit, mit der Sozialismus im Totalitarismus endet, die Regelmäßigkeit, mit der Sozialismus die Bevölkerung der sozialistischen Staaten in Armut, die Regimegegner in Internierungslager bringt, das regelmäßige Scheitern und nicht zuletzt die Blutspur, die die Marke von 100 Millionen Toten längst hinter sich gelassen hat, gezogen von Mördern wie Pol Pot, Stalin, Mao, NVA-Mauerschützen und vielen mehr, sie haben nichts daran geändert, dass Sozialismus zyklisch als Heilslehre wieder Anhänger unter den besonders Naiven findet. Wie genau auch immer dargelegt wurde, dass Sozialismus zwangläufig in Totalitarismus endet, wie viele Tote auch immer, sozialistische Regime zu verantworten haben, wie viele Länder auch immer Sozialismus wirtschaftlich ruiniert hat, Intellektuelle besser: solche, die sich für Intellektuelle halten, hängen der alten Heilslehre wieder an. Die vielen Tote, die bisherigen sozialistischen Experimente, die bislang alle gescheitert sind, sie werden mit einem Federstrich vom Tisch gewischt, als falsch, als nicht generisch als eben nicht richtig sozialistisch. Das neue sozialistische Paradies, das die Linken wieder versprechen, es wird all die Fehler der Vergangenheit nicht machen, allen Freude, Glück und Wohlstand bringen: Reichtum für alle, so die angeblich neuen Versprechen. Aber es sind dieselben Versprechungen, mit denen alle sozialistischen Parteien und alle kommunistischen Parteien immer angetreten sind, ob es die KPdSU war, die KPCh, die KPD, die NSDAP waren, sie alle haben Wohlstand und Glück versprochen und Armut und Leid geliefert.

Dessen ungeachtet finden sich heute wieder Sozialisten in großer Zahl an Universitäten, in Parteien und im politischen System. Nichts hat eine geringere Halbwertzeit als die Schrecken des Sozialismus. Niemand ist skrupelloser als Sozialisten, die nach einer kurzen Phase der Zurückhaltung ihr Vernichtungswerk wieder von vorne begonnen haben. Sie planen wieder, nudgen Menschen, zwingen Bürger zu Gehorsam, verfolgen Bürger mit anderer Meinung, denunzieren und diffamieren politische Gegner und beginnen wieder damit, Existenzen und Leben zu zerstören. Die Frage, wann der Neo-Sozialismus, den wir derzeit sehen, wieder in Internierungslagern und politischen Säuberungen endet, ist somit eine Frage der Zeit, jedenfalls dann, wenn keine Gegenwehr gegen den sozialistischen Umbau der Gesellschaft erfolgt.

Wie sich Sozialismus auf das Leben normaler Menschen auswirkt, in welchem Zustand der Unsicherheit und Angst sie ihr Leben fristen oder gefristet haben und mit welch‘ unglaublichem Zynismus das sozialistische System seine Bürger drangsaliert und in Unsicherheit hält bzw. gehalten hat, so lange, bis sie sicher waren, dass sie verhaftet wurde und sich auf dem Weg nach Sibirien befanden, das stellt eine Dokumentation der BBC mit dem Titel GULAG in eindrücklicher und mehr als bedrückender Weise dar. Wir haben die entsprechende Dokumentation ausgegraben und empfehlen sie allen unseren Lesern als Beleg für die zunächst kleinen und leisen Schritte, auf denen Sozialisten so lange unterwegs sind, bis sie sich sicher sind, dass sie ihr Zerstörungswerk auch offen betreiben können.

Und wie Hayek seine Leser damals, im Jahre 1944 davor gewarnt hat, die Notwendigkeit, mit der Sozialismus in den Totalitarismus führt, als deutsche Eigenart miss zu verstehen, so wollen wir unsere Leser vor dem Irrtum warnen, zu glauben, die Verbindung von Leid, Ausbeutung, Gewalt, Unterdrückung, Mord und Sozialismus, die in der Dokumentation aufgearbeitet wird, sei eine, die auf die Sowjetunion beschränkt sei. Die Verbindung ist dem Sozialismus immanent. Sozialismus führt immer und notwendig in den Totalitarismus, in Leid, Ausbeutung, Gewalt, Unterdrückung und Mord.

Es ist alles nur eine Frage der Zeit.

 

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