Der Westen hat die Tore für Sozialismus geöffnet und wenn nicht radikale Veränderungen in der Wirtschaftsweise vollzogen werden, ist ein Ende in Armut unausweichlich.
Das ist die Botschaft, die Javier Milei, der neue Präsident von Argentinien, mit nach Davos gebracht hat.
Man denkt, man hört Friedrich von Hayek.
Aber es ist Javier Milei der hier spricht, der dem Publikum beim WEF Annual Meeting 2024 eine Kurzeinführung in die ökonomische Theorie des Libertarianism, in libertäre Ideen gibt, die im Wesentlichen von fünf Prinzipien ausgehen:
Sicherung von Leben;
Sicherung von Freiheit;
Sicherung von Eigentum;
Freier Markt ohne Zugangsbarrieren und ohne jegliche Form der positiven oder negativen Sanktionen;
Keine Regelungsmacht für Regierungen über den Freien Markt;
Um diesen Kern einer ökonomischen Theorie dreht sich der Vortrag, oder soll man eher sagen, die Vorlesung, die Javier Milei in Davos vor einem am Ende verhalten klatschenden Publikum und ob der klaren Absage an den Sozialismus, die sie enthält, für viele wohl erschreckenden Rede, gehalten hat.
Warum, so fragt er zu Beginn seiner Vorlesung, warum hat man sich im Westen gegen DAS Wirtschaftssystem gewendet, das seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts für einen unglaublichen Zugewinn an Wohlstand, Gesundheit und Lebensqualität verantwortlich ist, das 95% der Weltbevölkerung aus Armut geholt und einen Lebensstandard ermöglicht hat, von dem frühere Generationen nicht einmal träumen konnten?
Warum hat man im Westen wieder das Tor für sozialistische Ideen geöffnet?, so fragt er weiter. Und damit für eine ökonomische Theorie, deren Umsetzung immer und unausweichlich gescheitert ist, deren Ergebnis Armut, Hunger und Millionen Tote waren?
Die Antwort, die er gibt, hat zwei Elemente.
(1) Linksextreme, Neomarxisten und andere Freunde des Sozialismus und der Verarmung breiter Teile der Bevölkerung attackieren den Kapitalismus, das einzige System, das Wohlstand und Frieden gleichzeitig zu sichern im Stande ist, mit moralischen Angriffen, erklären Individualismus und Eigennutz zu schlechten Dingen und setzen ihr Gemeinwohl, ihren Kollektivismus und ihre Phantasie sozialer Gerechtigkeit dagegen. Indes, so Milei, soziale Gerechtigkeit, das ist etwas durch und durch Ungerechtes, denn es wird vom Staat über Steuern ERZWUNGEN, mit Gewalt erzwungen. Nicht nur das, staatliche Eingriffe in die Verteilung von Reichtum führen dazu, dass Entrepreneurship, der Treiber für Wohlstand und Wachstum behindert oder verhindert wird. Armut ist die unausweichliche Folge des Sozialismus, der gemeinhin mit einer Regelungswut und einem Aufblähen der Verwaltung einhergeht, die jede private Initiative erstickt.
(2) Neoklassische ökonomische Theorien, die der Realität mit Modellen aus Nachfrage und Angebot zuleibe rücken, sind unfähig, die Komplexität eines Marktes auch nur ansatzweise abzubilden. Seit rund einem Jahrhundert versuchen Ökonomen vergeblich, die Realität von Märkten in ihren Modellen zu erfassen. Diese stete Scheitern hat sie nicht etwa zu der Einsicht geführt, dass ihre Modelle Schrott sind, nein, sie haben das Marktversagen erfunden, um vom eigenen Versagen abzulenken.
Und mit dem vermeintlichen Marktversagen wurde die Tür für staatliche Regulationen geöffnet, staatliche Regulationen, die mehr und mehr dazu geführt haben, dass private Initiative erlahmt, die Wirtschaften hinter dem, was sie hätten leisten können, zurückgeblieben sind. Um diese zweite Scheitern zu verschleiern, haben die verantwortlichen Akademiker weitere Probleme erfunden, deren Lösung Wohlstand versprechen sollte: Die angebliche Dichotomie zwischen Männern und Frauen, die eine Benachteiligung letzterer zur Folge haben soll und die noch aberwitzigere Dichotomie zwischen Mensch und Natur. Beides sind weitere Einfallstore für staatliche Regulation und Zerstörung ökonomischer Initiative und somit einen fortgesetzten Weg in die Armut geworden.
Er sei hier, um Vertreter von Unternehmen zu warnen und sie aufzufordern, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. weder von der politischen Klasse noch von den Parasiten, die vom Staat leben. Unterwerfen Sie sich nicht den Grillen einer politischen Klasse, deren einziges Ziel darin besteht, an der Macht zu bleiben, einer politischen Klasse, die egal, ob sie im Gewandt von Sozialistischen, Nationalsozialistischen, Kommunistischen, Sozialdemokratischen oder angeblich konservativen Parteien daherkommt, immer dasselbe verfehlte ökonomische Modell vertritt.
„Der Staat ist nicht die Lösung.
Der Staat ist das Problem.
Lang lebe die Freiheit.“
Ein bemerkenswerter Mann, Javier Milei und jemand, der das satte Gefüge derjenigen, die nach Davos kommen, um genau das zu hören, was sie hören wollen, durchgeschüttelt hat.
Nicht einmal beim WEF ist man mehr vor Ideen sicher.
Schrecklich.
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Habe die Rede teilweise auf welt tv gesehen, der Dolmetsch geriet zusehends ins Schwimmen, so daß man kaum folgen konnte. Nach der Ausblende dann Kommentar von Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt, der sichtlich irritiert war ob des Hohelieds auf den Kapitalismus von Milei, feststellte, daß man die „beinahe professorale Rede“ Mileis zuletzt kaum noch verstehen konnte (kein Wunder, bei der offensichtlich lückenhaften Übersetzung), beeilte sich jedoch sofort den „hervorragenden“ Übersetzer zu loben, und war dann seinerseits kaum noch zu verstehen, weil Ulf „ich hänge meine Fahne in den Wind“ Poschardt offenbar nicht mehr wußte, in welchen Wind er nun seine Fahne hängen soll.
Wenn Milei das ist, was er vorgibt, warum fährt er dann nach Davos ?
Wenn Milei das umsetzt, was er vorgibt, wird er bald bemerken, daß der gesammte Unterbau seiner Regierung zu 100 % verseucht ist.
Er wird wohl eine zweite Amtszeit zur Umsetzung benötigen, dann aber mit sortiertem Personal.
Deshalb wünsche ich ihm ein paar schnelle Erfolge, um Stabilität zu erreichen.
Was für eine Frage. Er weiß genau, wer das Sagen hat und an wen er sich zu wenden hat, wenn er etwas erreichen will. Vielleicht hat er die Hoffnung, daß der ein oder andere Teilnehmer beim WEF doch nicht so verbohrt ist, wie es den Anschein hat. Oder er will versuchen, den WEF zu spalten, so daß die Einheitsfront anfängt zu bröckeln. Jedenfalls fand ich es eine fantastische Rede, die aus dem heutigen Einheitsbrei heraussticht.
Das hört sich so an, als würden die Mächtigen noch irgendwelchen Wirtschafts- und Gesellschaftstheorien folgen. Nein, sie nutzen alle Werkzeuge und alle Systeme die geeignet sind und die Völker, um Kontrolle zu erlangen und ihre Phantasien durchzusetzen. Man kann hinzufügen, dass hierfür der seit langem angesammelte Reichtum genutzt wird.
Die Mechanismen, die dort zur Verfügung stehen, wird Milei nie in seinem Land installieren können. Dann stellt sich die Frage zu welchen Kompromissen er noch bereit ist, denn die argentinischen Schulden machen ihn vollständig abhängig. Das ist der Grund, warum er in Davos ist.
Ich glaube nicht, daß beim WEF alle das gleiche Ziel verfolgen. Es ist eine Zweckgemeinschaft, der sich viele aus Opportunismus anschließen. Wenn man ihnen ein besseres Alternativmodell präsentiert, das ihnen mehr Vorteile bringt und genug mitziehen, kann man davon ausgehen, das Schwab & Co Geschichte sind. Das impliziert nicht, das es darunter Idealisten gibt. Menschen funktionieren einfach so. Sie denken in Risiko/Nutzen-Verhältnissen.
Das ist ganz einfach zu beantworten, Milei sucht – dringend – Investoren für sein ökonomisch am Boden zerstörtes Land. Die zahlreichen Unternehmensvertreter, die sich dort tummeln, sind am Ende des Tages eben auch „Kapitalisten“ und hören vielleicht ganz gerne, daß Argentinien künftig wieder Kapitalisten mit weit geöffneten Armen willkommen heißt.
Ob das dort tatsächlich zielführend ist, steht auf einem anderen Blatt. Milei will ja für seine libertäre Revolution vor allem den Mittelstand nach vorne bringen – die dort anwesenden Konzernvertreter verdienen aber genau daran, den Mittelstand zu zerstören. Das wäre dann der sprichwörtliche „Pakt mit dem Teufel“, mit unklarem Ausgang.
Wesentlich seltsamer wirkt auf mich die überaus freundliche Einleitung durch Klaus Schwab persönlich, man kann ja niemandem erzählen, die WEFler wussten nicht, was sie von Milei zu erwarten haben. Umarmungsstrategie oder Paradigmenwechsel? Wie gesagt sind das ja alles im Grunde Kapitalisten, die da versammelt sind. „Great Reset“, „Transformation“, „Klimarettung“, „Gendergerechtigkeit“ usw. sind für die eigentlich bloß Marketing-Buzzwords, mit deren Hilfe sie ihre Geschäfte machen (sprich: die Regierungen veranlassen, das Geld der Steuerzahler an sie weiterzuleiten – für sonst nicht oder nicht in diesem Umfang marktfähige Produkte). Sozialistische Tendenzen – wie aktuell besonders im rezessiven Deutschland – sind prinzipiell nicht in deren Interesse (es sei denn, sie verdienen dran). Möglicherweise entsteht bei einigen nun doch der Eindruck, overpaced zu haben. Vielleicht will man aber auch nur ein ausscherendes Schäflein wieder einfangen. Fakt ist allerdings: Einen nennenswerten Mittelstand, den man aussaugen könnte, gibt es nach 100 Jahren Mißwirtschaft in Argentinien nicht mehr. Da kann man dann auch mal eine andere Strategie fahren.
So ganz richtig ist das nicht. Oder anders ausgedrückt: Die wahren „Kapitalisten“ haben stets mit Sozialisten, Kommunisten, Nationalsozialisten zusammen gearbeitet, indem sie ihre Vorhaben durch Gelder „subventionierten“. In der Wallstreet-Trilogie von Anthony Sutton geht genau um dieses Thema. Ich las nur den 3. Teil, der sich mit der Finanzierung Hitlers beschäftigt. Finanziers förderten durch ihre finanziellen Unterstützungen den Aufbau der Kriegswirtschaft Deutschlands, um damit die Kriegsvorhaben Hitlers zur Umsetzung zu bringen. Und tatsächlich verdienten die US-Finanziers bis zur Kapitulation Deutschlands einen riesigen Gewinn, da die Bombardements der Alliierten gezielt jene Stätten schonten, durch die die Finanziers Gewinne einstreichten. Zudem saßen nur die deutschen Vertreter in Nürnberg auf der Anklagebank, nicht die US Vertreter.
Der 2. Teil der Trilogie beschäftigt sich mit der Finanzierung der Russischen Revolution.
Meines Erachtens geht es darum, die Führer der Sozialisten, die ja alle in Geld schwammen, zu kaufen, um lästige Konkurrenz auszuschalten, um die Märkte allein für sich nutzen zu können, was man in der Coronadiktatur hervorragend beobachten konnte, da nur wenige Finanziers durch ihre Anteile an den Pharmakonzernen horrende Einnahmen verbuchten (Bsp Bill Gates).
Black Rock steckt ja auch fast weltweit in Konzernen und hat Vertreter in der Politik (Friedrich Merz, Michael Rüdiger, Personal Habecks usw.)
Der Zusammenschluss von Marx und Engel, parasitärer Ideologe und Großkaufmann, ist eine Art Sinnbild der darauffolgenden Zusammenschlüsse von Großkapital und parasitären Ideologen.
Ich glaube nicht, dass das eine Frage von „wahren“ oder „falschen“ Kapitalisten ist. Wenn man sich ein wissenschaftliches Konzept zueigen macht, wie dies Milei mit dem Libertarianism getan hat, dann gibt es eine KLARE Definition davon, was Kapitalismus ist, eine, die Oliver Williamson in klare Begrifflichkeiten gebracht hat (nachzulesen in den Institutionen des Kapitalismus) und eine, auf deren Grundlage dann eine Theorie über die Funktionsweise eines Marktes aufgestellt und an der Realität geprüft werden kann, was Milei übrigens in der ersten Hälfte seiner Vorlesung tut. „Wahre“ Kapitalisten ist deshalb ein Konzept ohne Platz in einer wissenschaftlichen Welt… Im übrigen hat Black Rock so viel mit Kapitalismus zu tun, wie Karl Marx. Black Rock ist eine typische parasitäre Organisation, deren Funktionsweise die derzeit als legal angesehenen Handlungsweisen mafiöser Organisationen umfasst.
Spätestens nach dem „big-Crash“ und der darauffolgen Hyperinflation ist BlackRock Geschichte!
So wie die meisten Regierungen. Bzw. das Vertrauen der Masse in jene.
Wenn BlackRock und Staaten nur noch wertloses Geld haben, wie sollen sie denn damit die Sozialen Leistungen erbringen?, Polizisten und Staatsbeamte bezahlen? Dann ist alles Geschichte.
Daher dieser Quatsch mit dem vorsichtigen ‚Zwang‘ zum digitalen Geld. Das kann man den Menschen als was Neues verkaufen. Ob sie darauf rein fallen werden? Ich weiß es nicht.
Gabi, es könnte sein, dass sie bei uns deshalb welche ins Land holen, die eine Schariapolizei bilden wollen – soziale Leistungen sind dann Vergangenheit – aber die neuen Herrscher werden Kopfsteuer, bei denen Dschizya genannt, abpressen.
Ich weiß nicht, ob meine Unterscheidung korrekt ist oder den ökonomischen/staatstheoretischen Definitionen genügt.
Ich unterscheide zwischen Kapitalismus und einem freien Markt folgendermaßen:
Kapitalismus bedeutet für mich übersetzt so viel wie Herrschaft des Kapitals, d.h. wer das Kapital/die Produktionsmittel hat, hat über die wirtschaftlich Abhängigen das Sagen. Aus diesem Grund hat Kapitalismus für mich immer einen negativen Beigeschmack. Ich habe auf die Schnelle nicht gefunden, wo der Begriff „Kapitalismus“ eigentlich herkommt, aber ich vermute eher, daß er aus dem sozialistisch/marxistisch geprägten Umfeld stammt.
Ein freier Markt hingegen bedeutet, daß ich jede Dienstleistung bzw. jedes Produkt ohne Einschränkungen verkaufen kann (sofern es einen Käufer gibt) und jede Dienstleistung und jedes Produkt kaufen kann (sofern ich genug dafür biete).
Der Begriff „freier Markt“ ist somit viel allgemeiner und weiter definiert.
Ich halte Ihre Unterscheidung für verzwungen. Die Umsetzung jeder technischen Maßnahme erfordert Kapital. Und dafür gibt es nur zwei Quellen: entweder „den Staat“, also letztendlich den Steuerzahler, der sich gegen die Übergriffigkeit des Politikers nicht wirklich wehren kann, oder den Privatmann (oder Zusammenschlüsse von Privatleuten), wo auf eigenes Risiko investiert wird. Zu denen gehören im übrigen auch die geschmähten Leute von Blackrock.
Was ist so schlimm daran, daß jemand, der sein Vermögen zur Verfügung stellt — das er in der Marktwirtschaft durch seine eigene Fehlentscheidung ja auch verlieren kann — bestimmt, wie das Geld eingesetzt wird? Der „Lohnabhängige“ kann, wenn das Unternehmen fehlschlägt, seine Zelte abbrechen und woanders hin gehen, das mag lästig sein, ist aber nicht weiter existenzgefährdend. Der Investor, der das finanzielle Risiko trägt, verliert sein Vermögen — und damit seine Existenz. Woher dieses Vermögen ursprünglich kam, spielt keine Rolle, vielleicht hat er ja einfach Glück gehabt, oder geerbt, oder einfach das eingenommene Geld nicht verpraßt. Das soll einfach dahingestellt werden. Solche Glückskinder gibt es ja: Bill Gates ist einer davon, auch Elon Musk. Auch die Aldi-Brüder und der Herr Schwarz aus Heilbronn. Nicht jeder Reiche ist ein Spekulant wie George Soros.
Am „Milliardärssozialismus“, wie er heute definiert wird, haben die Milliardäre keine Schuld. Sie sind allesamt nicht dumm und wissen, Geschenke der Politiker, die sich in ihrem Glanz sollen wollen, mitzunehmen. Das „Sozialismus“ im Milliardärsozialismus ist wie jede Fehlentwicklung politisch begründet. Also müssen nicht die Milliardäre weg, sondern die ganze Politiker-Mischpoke.
Es sind in der Tat 2 unterschiedliche Begriffe, die unterschiedlichen Inhalt haben und nicht synonym verwendet werden können. Über die Auslegung können wir uns natürlich streiten. Um meine Auslegung nochmal zu verdeutlichen:
ein freier Markt ist ein Markt, der keinen oder nur wenigen Regularien unterworfen ist und in dem die Preisbildung im wesentlichen durch Angebot und Nachfrage erfolgt.
Kapitalismus würde ich mit „Herrschaft des Kapitals“ übersetzen. Wobei Herrschaft ein sehr umfassender Begriff ist. Der Stakeholder-Kapitalismus des WEF fällt genauso darunter wie die Führung in einem Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt hier in der Machtausübung. Ersteres ist eher bedenklich, bzw. sogar moralisch verwerflich, letzteres ist legitim, aber nicht unbedingt weise, da man wertvolle Ressourcen (Ideen von Angestellten, beispielsweise) nicht nutzt.
Es gibt kein entweder oder. Wir alle müssen uns irgendwie arrangieren und miteinander klarkommen. und ob die, die das meiste Geld haben die weisesten Entscheidungen treffen, wage ich zu bezweifeln. Bei vielen spielt wohl ein übersteigertes Ego bis hin zum Narzissmus eine Rolle.
„….ein freier Markt ist ein Markt, der keinen oder nur wenigen Regularien unterworfen ist …“
Ein „freier“ Markt ohne Regeln ist und kann nicht frei sein. Innerhalb der notwendigen/unverzichtbaren Regeln dem Teilnehmer Freheit zu organisieren ist die Kunst.
–
„Kapitalismus würde ich mit “Herrschaft des Kapitals” übersetzen.“
Warum immer den Mißbrauch der Regeln in den Vordergrund stellen ?
Kapitalismus beinhaltet lediglich die Marktteilhabe über Kapitalsteuerung (Geld, Eigentum und Haftung) innerhalb der Marktregelung.
Der Rest ist Mißbrauch der Regeln und gehört konsequent sanktioniert.
Kapitalismus ist wohl eine der Vorrausstzungen für Freiheit und Entwicklung.
…oder nur wenigen Regularien unterworfen ist
impliziert der Satz das nicht bereits?
Zudem war das keine Kritik am Kapitalismus bzw. einem freien Markt, sondern nur die Betonung der unterschiedlichen Bedeutungen der beiden Begriffe und eben die Herausstellung der positiven Wirkung eines freien Markts und der negativen Auswirkung der Machtausübung mit Kapital. Ein freier Markt impliziert nicht unbedingt diese massive Ansammlung an Macht. Ganz im Gegenteil, ein freier Markt, der weder durch Subventionen bzw. protektionistische Regularien eingeschränkt ist, pendelt sich immer wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht ein.
Die „Herrschaft des Kapitals“ würde man wohl eher als „Plutokratie“ bezeichnen, also „Herrschaft des Geldes“. Kapital meint ja grundsätzlich alle Produktionsmittel, also Boden, Gebäude, Rohstoffe, Werkzeuge und Maschinen (Sachkapital), Finanzmittel (Geldkapital) und Arbeit (Humankapital). Die gibt es in jedem Wirtschaftssystem, insofern macht eine „Herrschaft des Kapitals“ keinen Sinn.
Lt. Wiki (ausnahmsweise glaubwürdig) wurde der Begriff aus dem Französischen abgeleitet, wo „capitaliste“ eine Person bezeichnet, die sich im Besitz von Gütern befindet. „Kapitalismus“ bezeichne ein Wirtschaftssystem, das auf Privateigentum gründet. Demzufolge muß eine kapitalistische Wirtschaftsform nicht notwendigerweise mit einem freien Markt einhergehen, wie etwa in einer Plutokratie (z.B. die berüchtigten „Bananenrepubliken“) oder in einem kollektivistisch gesteuerten Markt (z.B. der Markt medizinischer Dienstleistungen und Arzneimittel in Deutschland). Der freie Markt kommt erst im „Wirtschaftsliberalismus“ hinzu.
Anscheinend ist aber der Begriff „Liberalismus“ speziell in Übersee inzwischen so diskreditiert durch Politiker, die alles andere alles wirtschaftsliberale Standpunkte vertreten, sondern eher plutokratische und sozialistische (beides zusammen ergibt eine Art „Neofeudalismus“), daß nun der Begriff „Libertarismus“ zur Abgrenzung notwendig wurde, wie ihn auch Milei verwendet.
Grundsätzlich gibt es auch keinen Gegensatz zwischen „Kapitalismus“ und „Sozialismus“, denn ein Sozialismus mit Privateigentum ist immerhin denkbar – da könnte man auch die „Soziale Marktwirtschaft“ und den China-Kommunismus einordnen, die jedoch eher bastardisch und ideologisch in sich wenig geschlossen wirken. Allerdings wird „Kapitalismus“ in der Tat als Kampfbegriff von kollektivistischen Sozialisten verwendet, die die Abschaffung privaten Sach- und Geldkapitals anstreben, in denen sie die Ursache für die „Ausbeutung“ des dritten Produktionsfaktors, die Arbeit, d.h. des Menschen, sehen.
@Cyniker – liest sich wie das, was man jetzt schon und auch noch später über Selenskyj und die Ukraine lesen wird.
Wie es scheint ist die Strategie mit Kriegen Geld zu machen eine über alle Zeiten hinweg erfolgreiche. Zumal die unterjochten Länder wie auch wie ewig an der Knute solcher hängen zu bleiben scheinen, die sich damit eh schon eine goldene Nase verdienten. Lassen sie uns deshalb jetzt fallen?
Danke, eine würdige und gelungene Besprechung der Rede Mileis!
Wer die Rede verfolgt hat, ich in español, der könnte sich über die Reaktion nicht, aber über die Reaktionen der sogenannten Presse und Intellektuellen schon sehr deutlich wundern.
Mikro ist konsistent und in Gegensatz zu den sogenannten liberalen, die zu allermeisten weder ein Menschenbild noch einen Begriff von Freiheit haben, begründet er als Libertärer sein wirtschaftliches Denken in einem gültigen Freiheit und Menschenbegriff!
Da sollten Sie möglicherweise noch etwas abwarten, ob „Ihr“ Mann auch erfolgreich seine Reformen umsetzen wird. Derzeit ist Argentinien noch eine Katastrophe, 50 % leben in Armut. Okay, man kann zum billig Einkaufen und Urlaubmachen rüberfahren, aber das war’s dann auch …
Es gibt aber leider wenig Freiheit ohne Geld und ohne Geld ist Gesundheit nicht zu zahlen.
Abwarten und hoffen, das Pres. Milei Wort hält und von der CIA nicht umgebracht wird, oder andere Akteuren der Wirtschaft um das US Hinterland nicht aufmüpfen zu lassen…
Wir werden sehen.
Auf jeden Fall war ein vergnügen, wie Milei in Davos diese „Elite“ die Leviten gelesen hat: Abendland vernichtet sich selbst, Wokismus ist Kommunismus, Klimareligion ist Knechtschaft und Sozialismus bedeutet Armut.
Scheint so, als wäre Milei ein Betriebsunfall in Davos. Vielleicht haben die Davosianer erwartet, dass der Pres. eines kaputten Landes sich demütig und unterwürfig zeigt (in der Hoffnung für das kaputte Land um Kredite zu ersuchen) – Anstatt dessen belegt der Pres. sauber, dass das Sozialismus und sonstige zentralistischen Maßnahmen die Wirtschaft ruinieren: „Keiner kann das besser wissen als wir Argentinier, die seit 80 Jahre das Experiment durchführen und es geht uns jedes Mal schlimmer“.
Vielleicht hat Milei gewusst, was von ihm „erwartet“ wurde, und hat genau das Gegenteil gemacht – und so den Weg dafür frei gemacht, das Land nach vorn zu bewegen: La libertad avanza.
Historische Rede. Hoffentlich wird sie ein Meilenstein zu einer besseren Welt, das Zeug dafür hätte sie.
Das ist es ja gerade. Warum sollten die Mächtigen irgendetwas verändern wollen, wenn die mindestens 1000 größten Konzerne mit ihnen am Tisch sitzen, die Politiker alle gekauft sind und die Völker indoktriniert? Es gibt nicht die geringste Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass sie selbst große Länder in die Pleite und in Kriege treiben können. Milei soll in das was sie planen, eingebunden werden.
Jetzt kann der WEF behaupten, er habe nicht vor, Diktatur und Planwirtschaft/Zuteilungswirtschaft/Staatswirtschaft aka Sozialismus einzuführen, schließlich habe man Milei sprechen lassen, man sei eben „offen“ und diskutiere alles … blablabla
eine Feigenblatt-Rede für das WEF.
Womit nicht gesagt sei, dass Milei nicht Recht hat.
Hier ein Link auf eine deutsche Übersetzung der kompletten Rede. Da es sich mit dieser Rede im eines der treffendsten Plädoyers für die Freiheit handelt, das gleichzeitig im Nebenzug darlegt, warum viele gebräuchliche Begriffe ( wie Kapitalismus als linker Kampfbegriff, um den Sozialismus anzupreisen, nmM) in der Diskussion und gerechte Gesellschaft etwas suggerieren, was sie nicht sind, lohnt sich die Lektüre auch für wirtschaftlich nicht so Interessierte! https://www.freiewelt.net/nachricht/milei-in-davos-der-sozialismus-ist-immer-gescheitert-10095543
Meine verstorbene Lebenspartnerin sagte:
“Glaube nicht, was dir die Leute erzählen, sondern sieh’ hin, was sie tun.” {wenn
sie es zulassen}
Vielleicht auch für Sie überdenkenswert (wie Balthasar Gracian):
“Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne”, Friedrich Nietzsche: https://www.projekt-gutenberg.org/nietzsch/essays/wahrheit.html
MfG
Grüß Gott, Erinnerung!
Verzeihen Sie die Unhöflichkeit meiner Nichtantwort, aber ich lese hier eigentlich nicht mehr mit und fand nur die Ausrichtung des Artikels angesichts der Blödheit, mit der sonst im sogen. Freien Westen über Milei berichtet wird ( wo er ihnen sich schon die richtige Diagnose gestellt hat!) unterstützenswert.
Zu dem, was Sie sagen. Es gibt da noch eine Kurzform:“An ihren Taten werdet ihr sie erkennen!“
Gemessen an dem kommt MILEI überdurchschnittlich gut weg!
Die wesentliche Frage ist, ob man ihn machen lässt! ( Es gibt zu viele parasitäre Profiteure des feudalen Status quo im Westen. Und Argentinien gehört leider zum Westen,bzw. Hat sich durch die Peronisten National sozialistische Politik der letzten 80 A fast alle Freiheitsgrade genommen, die es ihm erlauben würden, da jetzt auszuscheren.
Mileis Plädoyer für die Freiheit erscheint mir auf jeden Fall tiefgründig stringent und überzeugt mich bei allen Zweifeln, die ich sonst so zu anderen Themen bei ihm habe ( er ist ein Mensch, nicht mehr).
Mit gutem Gruß nach Deutschland! PF
Wir sehen, dass du dich in folgendem Land befindest: Vereinigtes Königreich. Wir haben unsere Preise entsprechend auf Pfund Sterling aktualisiert, um dir ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Stattdessen Euro verwenden.Ausblenden
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Show Comments[…] Quelle Link […]
Die laden den nie wieder ein.
Na, da haben die Teilnehmer des W elt E ntvölkerung F orums dann auf ihren Rückflügen genügend Gesprächsstoff.
Habe die Rede teilweise auf welt tv gesehen, der Dolmetsch geriet zusehends ins Schwimmen, so daß man kaum folgen konnte. Nach der Ausblende dann Kommentar von Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt, der sichtlich irritiert war ob des Hohelieds auf den Kapitalismus von Milei, feststellte, daß man die „beinahe professorale Rede“ Mileis zuletzt kaum noch verstehen konnte (kein Wunder, bei der offensichtlich lückenhaften Übersetzung), beeilte sich jedoch sofort den „hervorragenden“ Übersetzer zu loben, und war dann seinerseits kaum noch zu verstehen, weil Ulf „ich hänge meine Fahne in den Wind“ Poschardt offenbar nicht mehr wußte, in welchen Wind er nun seine Fahne hängen soll.
Wenn Milei das ist, was er vorgibt, warum fährt er dann nach Davos ?
Wenn Milei das umsetzt, was er vorgibt, wird er bald bemerken, daß der gesammte Unterbau seiner Regierung zu 100 % verseucht ist.
Er wird wohl eine zweite Amtszeit zur Umsetzung benötigen, dann aber mit sortiertem Personal.
Deshalb wünsche ich ihm ein paar schnelle Erfolge, um Stabilität zu erreichen.
Was für eine Frage. Er weiß genau, wer das Sagen hat und an wen er sich zu wenden hat, wenn er etwas erreichen will. Vielleicht hat er die Hoffnung, daß der ein oder andere Teilnehmer beim WEF doch nicht so verbohrt ist, wie es den Anschein hat. Oder er will versuchen, den WEF zu spalten, so daß die Einheitsfront anfängt zu bröckeln. Jedenfalls fand ich es eine fantastische Rede, die aus dem heutigen Einheitsbrei heraussticht.
Das hört sich so an, als würden die Mächtigen noch irgendwelchen Wirtschafts- und Gesellschaftstheorien folgen. Nein, sie nutzen alle Werkzeuge und alle Systeme die geeignet sind und die Völker, um Kontrolle zu erlangen und ihre Phantasien durchzusetzen. Man kann hinzufügen, dass hierfür der seit langem angesammelte Reichtum genutzt wird.
Die Mechanismen, die dort zur Verfügung stehen, wird Milei nie in seinem Land installieren können. Dann stellt sich die Frage zu welchen Kompromissen er noch bereit ist, denn die argentinischen Schulden machen ihn vollständig abhängig. Das ist der Grund, warum er in Davos ist.
Ich glaube nicht, daß beim WEF alle das gleiche Ziel verfolgen. Es ist eine Zweckgemeinschaft, der sich viele aus Opportunismus anschließen. Wenn man ihnen ein besseres Alternativmodell präsentiert, das ihnen mehr Vorteile bringt und genug mitziehen, kann man davon ausgehen, das Schwab & Co Geschichte sind. Das impliziert nicht, das es darunter Idealisten gibt. Menschen funktionieren einfach so. Sie denken in Risiko/Nutzen-Verhältnissen.
Das ist ganz einfach zu beantworten, Milei sucht – dringend – Investoren für sein ökonomisch am Boden zerstörtes Land. Die zahlreichen Unternehmensvertreter, die sich dort tummeln, sind am Ende des Tages eben auch „Kapitalisten“ und hören vielleicht ganz gerne, daß Argentinien künftig wieder Kapitalisten mit weit geöffneten Armen willkommen heißt.
Ob das dort tatsächlich zielführend ist, steht auf einem anderen Blatt. Milei will ja für seine libertäre Revolution vor allem den Mittelstand nach vorne bringen – die dort anwesenden Konzernvertreter verdienen aber genau daran, den Mittelstand zu zerstören. Das wäre dann der sprichwörtliche „Pakt mit dem Teufel“, mit unklarem Ausgang.
Wesentlich seltsamer wirkt auf mich die überaus freundliche Einleitung durch Klaus Schwab persönlich, man kann ja niemandem erzählen, die WEFler wussten nicht, was sie von Milei zu erwarten haben. Umarmungsstrategie oder Paradigmenwechsel? Wie gesagt sind das ja alles im Grunde Kapitalisten, die da versammelt sind. „Great Reset“, „Transformation“, „Klimarettung“, „Gendergerechtigkeit“ usw. sind für die eigentlich bloß Marketing-Buzzwords, mit deren Hilfe sie ihre Geschäfte machen (sprich: die Regierungen veranlassen, das Geld der Steuerzahler an sie weiterzuleiten – für sonst nicht oder nicht in diesem Umfang marktfähige Produkte). Sozialistische Tendenzen – wie aktuell besonders im rezessiven Deutschland – sind prinzipiell nicht in deren Interesse (es sei denn, sie verdienen dran). Möglicherweise entsteht bei einigen nun doch der Eindruck, overpaced zu haben. Vielleicht will man aber auch nur ein ausscherendes Schäflein wieder einfangen. Fakt ist allerdings: Einen nennenswerten Mittelstand, den man aussaugen könnte, gibt es nach 100 Jahren Mißwirtschaft in Argentinien nicht mehr. Da kann man dann auch mal eine andere Strategie fahren.
WEF will das “Vertrauen zurückgewinnen”
Was für ein “jovialer” netter alter Zeremonienmeister, der sonst vor der Kamera
von seinen “Global Young Leaders” und dem “Great Reset” prahlt.
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The more it changes – the more it’s the same !
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He won’t let you fly but he might let you sing !
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https://www.wiedenroth-karikatur.de/KariAblage202202/20220201_Corona_Impfpflicht_Regierungschefs_Erfuellungsgehilfen.jpg
So ganz richtig ist das nicht. Oder anders ausgedrückt: Die wahren „Kapitalisten“ haben stets mit Sozialisten, Kommunisten, Nationalsozialisten zusammen gearbeitet, indem sie ihre Vorhaben durch Gelder „subventionierten“. In der Wallstreet-Trilogie von Anthony Sutton geht genau um dieses Thema. Ich las nur den 3. Teil, der sich mit der Finanzierung Hitlers beschäftigt. Finanziers förderten durch ihre finanziellen Unterstützungen den Aufbau der Kriegswirtschaft Deutschlands, um damit die Kriegsvorhaben Hitlers zur Umsetzung zu bringen. Und tatsächlich verdienten die US-Finanziers bis zur Kapitulation Deutschlands einen riesigen Gewinn, da die Bombardements der Alliierten gezielt jene Stätten schonten, durch die die Finanziers Gewinne einstreichten. Zudem saßen nur die deutschen Vertreter in Nürnberg auf der Anklagebank, nicht die US Vertreter.
Der 2. Teil der Trilogie beschäftigt sich mit der Finanzierung der Russischen Revolution.
Meines Erachtens geht es darum, die Führer der Sozialisten, die ja alle in Geld schwammen, zu kaufen, um lästige Konkurrenz auszuschalten, um die Märkte allein für sich nutzen zu können, was man in der Coronadiktatur hervorragend beobachten konnte, da nur wenige Finanziers durch ihre Anteile an den Pharmakonzernen horrende Einnahmen verbuchten (Bsp Bill Gates).
Black Rock steckt ja auch fast weltweit in Konzernen und hat Vertreter in der Politik (Friedrich Merz, Michael Rüdiger, Personal Habecks usw.)
Der Zusammenschluss von Marx und Engel, parasitärer Ideologe und Großkaufmann, ist eine Art Sinnbild der darauffolgenden Zusammenschlüsse von Großkapital und parasitären Ideologen.
Ich glaube nicht, dass das eine Frage von „wahren“ oder „falschen“ Kapitalisten ist. Wenn man sich ein wissenschaftliches Konzept zueigen macht, wie dies Milei mit dem Libertarianism getan hat, dann gibt es eine KLARE Definition davon, was Kapitalismus ist, eine, die Oliver Williamson in klare Begrifflichkeiten gebracht hat (nachzulesen in den Institutionen des Kapitalismus) und eine, auf deren Grundlage dann eine Theorie über die Funktionsweise eines Marktes aufgestellt und an der Realität geprüft werden kann, was Milei übrigens in der ersten Hälfte seiner Vorlesung tut. „Wahre“ Kapitalisten ist deshalb ein Konzept ohne Platz in einer wissenschaftlichen Welt… Im übrigen hat Black Rock so viel mit Kapitalismus zu tun, wie Karl Marx. Black Rock ist eine typische parasitäre Organisation, deren Funktionsweise die derzeit als legal angesehenen Handlungsweisen mafiöser Organisationen umfasst.
Spätestens nach dem „big-Crash“ und der darauffolgen Hyperinflation ist BlackRock Geschichte!
So wie die meisten Regierungen. Bzw. das Vertrauen der Masse in jene.
Wenn BlackRock und Staaten nur noch wertloses Geld haben, wie sollen sie denn damit die Sozialen Leistungen erbringen?, Polizisten und Staatsbeamte bezahlen? Dann ist alles Geschichte.
Daher dieser Quatsch mit dem vorsichtigen ‚Zwang‘ zum digitalen Geld. Das kann man den Menschen als was Neues verkaufen. Ob sie darauf rein fallen werden? Ich weiß es nicht.
Gabi, es könnte sein, dass sie bei uns deshalb welche ins Land holen, die eine Schariapolizei bilden wollen – soziale Leistungen sind dann Vergangenheit – aber die neuen Herrscher werden Kopfsteuer, bei denen Dschizya genannt, abpressen.
Ich weiß nicht, ob meine Unterscheidung korrekt ist oder den ökonomischen/staatstheoretischen Definitionen genügt.
Ich unterscheide zwischen Kapitalismus und einem freien Markt folgendermaßen:
Kapitalismus bedeutet für mich übersetzt so viel wie Herrschaft des Kapitals, d.h. wer das Kapital/die Produktionsmittel hat, hat über die wirtschaftlich Abhängigen das Sagen. Aus diesem Grund hat Kapitalismus für mich immer einen negativen Beigeschmack. Ich habe auf die Schnelle nicht gefunden, wo der Begriff „Kapitalismus“ eigentlich herkommt, aber ich vermute eher, daß er aus dem sozialistisch/marxistisch geprägten Umfeld stammt.
Ein freier Markt hingegen bedeutet, daß ich jede Dienstleistung bzw. jedes Produkt ohne Einschränkungen verkaufen kann (sofern es einen Käufer gibt) und jede Dienstleistung und jedes Produkt kaufen kann (sofern ich genug dafür biete).
Der Begriff „freier Markt“ ist somit viel allgemeiner und weiter definiert.
Ich halte Ihre Unterscheidung für verzwungen. Die Umsetzung jeder technischen Maßnahme erfordert Kapital. Und dafür gibt es nur zwei Quellen: entweder „den Staat“, also letztendlich den Steuerzahler, der sich gegen die Übergriffigkeit des Politikers nicht wirklich wehren kann, oder den Privatmann (oder Zusammenschlüsse von Privatleuten), wo auf eigenes Risiko investiert wird. Zu denen gehören im übrigen auch die geschmähten Leute von Blackrock.
Was ist so schlimm daran, daß jemand, der sein Vermögen zur Verfügung stellt — das er in der Marktwirtschaft durch seine eigene Fehlentscheidung ja auch verlieren kann — bestimmt, wie das Geld eingesetzt wird? Der „Lohnabhängige“ kann, wenn das Unternehmen fehlschlägt, seine Zelte abbrechen und woanders hin gehen, das mag lästig sein, ist aber nicht weiter existenzgefährdend. Der Investor, der das finanzielle Risiko trägt, verliert sein Vermögen — und damit seine Existenz. Woher dieses Vermögen ursprünglich kam, spielt keine Rolle, vielleicht hat er ja einfach Glück gehabt, oder geerbt, oder einfach das eingenommene Geld nicht verpraßt. Das soll einfach dahingestellt werden. Solche Glückskinder gibt es ja: Bill Gates ist einer davon, auch Elon Musk. Auch die Aldi-Brüder und der Herr Schwarz aus Heilbronn. Nicht jeder Reiche ist ein Spekulant wie George Soros.
Am „Milliardärssozialismus“, wie er heute definiert wird, haben die Milliardäre keine Schuld. Sie sind allesamt nicht dumm und wissen, Geschenke der Politiker, die sich in ihrem Glanz sollen wollen, mitzunehmen. Das „Sozialismus“ im Milliardärsozialismus ist wie jede Fehlentwicklung politisch begründet. Also müssen nicht die Milliardäre weg, sondern die ganze Politiker-Mischpoke.
Es sind in der Tat 2 unterschiedliche Begriffe, die unterschiedlichen Inhalt haben und nicht synonym verwendet werden können. Über die Auslegung können wir uns natürlich streiten. Um meine Auslegung nochmal zu verdeutlichen:
ein freier Markt ist ein Markt, der keinen oder nur wenigen Regularien unterworfen ist und in dem die Preisbildung im wesentlichen durch Angebot und Nachfrage erfolgt.
Kapitalismus würde ich mit „Herrschaft des Kapitals“ übersetzen. Wobei Herrschaft ein sehr umfassender Begriff ist. Der Stakeholder-Kapitalismus des WEF fällt genauso darunter wie die Führung in einem Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt hier in der Machtausübung. Ersteres ist eher bedenklich, bzw. sogar moralisch verwerflich, letzteres ist legitim, aber nicht unbedingt weise, da man wertvolle Ressourcen (Ideen von Angestellten, beispielsweise) nicht nutzt.
Es gibt kein entweder oder. Wir alle müssen uns irgendwie arrangieren und miteinander klarkommen. und ob die, die das meiste Geld haben die weisesten Entscheidungen treffen, wage ich zu bezweifeln. Bei vielen spielt wohl ein übersteigertes Ego bis hin zum Narzissmus eine Rolle.
„….ein freier Markt ist ein Markt, der keinen oder nur wenigen Regularien unterworfen ist …“
Ein „freier“ Markt ohne Regeln ist und kann nicht frei sein. Innerhalb der notwendigen/unverzichtbaren Regeln dem Teilnehmer Freheit zu organisieren ist die Kunst.
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„Kapitalismus würde ich mit “Herrschaft des Kapitals” übersetzen.“
Warum immer den Mißbrauch der Regeln in den Vordergrund stellen ?
Kapitalismus beinhaltet lediglich die Marktteilhabe über Kapitalsteuerung (Geld, Eigentum und Haftung) innerhalb der Marktregelung.
Der Rest ist Mißbrauch der Regeln und gehört konsequent sanktioniert.
Kapitalismus ist wohl eine der Vorrausstzungen für Freiheit und Entwicklung.
…oder nur wenigen Regularien unterworfen ist
impliziert der Satz das nicht bereits?
Zudem war das keine Kritik am Kapitalismus bzw. einem freien Markt, sondern nur die Betonung der unterschiedlichen Bedeutungen der beiden Begriffe und eben die Herausstellung der positiven Wirkung eines freien Markts und der negativen Auswirkung der Machtausübung mit Kapital. Ein freier Markt impliziert nicht unbedingt diese massive Ansammlung an Macht. Ganz im Gegenteil, ein freier Markt, der weder durch Subventionen bzw. protektionistische Regularien eingeschränkt ist, pendelt sich immer wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht ein.
Die „Herrschaft des Kapitals“ würde man wohl eher als „Plutokratie“ bezeichnen, also „Herrschaft des Geldes“. Kapital meint ja grundsätzlich alle Produktionsmittel, also Boden, Gebäude, Rohstoffe, Werkzeuge und Maschinen (Sachkapital), Finanzmittel (Geldkapital) und Arbeit (Humankapital). Die gibt es in jedem Wirtschaftssystem, insofern macht eine „Herrschaft des Kapitals“ keinen Sinn.
Lt. Wiki (ausnahmsweise glaubwürdig) wurde der Begriff aus dem Französischen abgeleitet, wo „capitaliste“ eine Person bezeichnet, die sich im Besitz von Gütern befindet. „Kapitalismus“ bezeichne ein Wirtschaftssystem, das auf Privateigentum gründet. Demzufolge muß eine kapitalistische Wirtschaftsform nicht notwendigerweise mit einem freien Markt einhergehen, wie etwa in einer Plutokratie (z.B. die berüchtigten „Bananenrepubliken“) oder in einem kollektivistisch gesteuerten Markt (z.B. der Markt medizinischer Dienstleistungen und Arzneimittel in Deutschland). Der freie Markt kommt erst im „Wirtschaftsliberalismus“ hinzu.
Anscheinend ist aber der Begriff „Liberalismus“ speziell in Übersee inzwischen so diskreditiert durch Politiker, die alles andere alles wirtschaftsliberale Standpunkte vertreten, sondern eher plutokratische und sozialistische (beides zusammen ergibt eine Art „Neofeudalismus“), daß nun der Begriff „Libertarismus“ zur Abgrenzung notwendig wurde, wie ihn auch Milei verwendet.
Grundsätzlich gibt es auch keinen Gegensatz zwischen „Kapitalismus“ und „Sozialismus“, denn ein Sozialismus mit Privateigentum ist immerhin denkbar – da könnte man auch die „Soziale Marktwirtschaft“ und den China-Kommunismus einordnen, die jedoch eher bastardisch und ideologisch in sich wenig geschlossen wirken. Allerdings wird „Kapitalismus“ in der Tat als Kampfbegriff von kollektivistischen Sozialisten verwendet, die die Abschaffung privaten Sach- und Geldkapitals anstreben, in denen sie die Ursache für die „Ausbeutung“ des dritten Produktionsfaktors, die Arbeit, d.h. des Menschen, sehen.
@Cyniker – liest sich wie das, was man jetzt schon und auch noch später über Selenskyj und die Ukraine lesen wird.
Wie es scheint ist die Strategie mit Kriegen Geld zu machen eine über alle Zeiten hinweg erfolgreiche. Zumal die unterjochten Länder wie auch wie ewig an der Knute solcher hängen zu bleiben scheinen, die sich damit eh schon eine goldene Nase verdienten. Lassen sie uns deshalb jetzt fallen?
Danke, eine würdige und gelungene Besprechung der Rede Mileis!
Wer die Rede verfolgt hat, ich in español, der könnte sich über die Reaktion nicht, aber über die Reaktionen der sogenannten Presse und Intellektuellen schon sehr deutlich wundern.
Mikro ist konsistent und in Gegensatz zu den sogenannten liberalen, die zu allermeisten weder ein Menschenbild noch einen Begriff von Freiheit haben, begründet er als Libertärer sein wirtschaftliches Denken in einem gültigen Freiheit und Menschenbegriff!
Mein Mann! Ich denke, falls ich einmal auswandere, werde ich Argentinien in die nähere Auswahl mit einbeziehen.
Da sollten Sie möglicherweise noch etwas abwarten, ob „Ihr“ Mann auch erfolgreich seine Reformen umsetzen wird. Derzeit ist Argentinien noch eine Katastrophe, 50 % leben in Armut. Okay, man kann zum billig Einkaufen und Urlaubmachen rüberfahren, aber das war’s dann auch …
Gesundheit und Freiheit sind mir die wichtigsten Dinge im Leben. Alles andere ist dem untergeordnet.
Es gibt aber leider wenig Freiheit ohne Geld und ohne Geld ist Gesundheit nicht zu zahlen.
Abwarten und hoffen, das Pres. Milei Wort hält und von der CIA nicht umgebracht wird, oder andere Akteuren der Wirtschaft um das US Hinterland nicht aufmüpfen zu lassen…
Wir werden sehen.
Auf jeden Fall war ein vergnügen, wie Milei in Davos diese „Elite“ die Leviten gelesen hat: Abendland vernichtet sich selbst, Wokismus ist Kommunismus, Klimareligion ist Knechtschaft und Sozialismus bedeutet Armut.
Scheint so, als wäre Milei ein Betriebsunfall in Davos. Vielleicht haben die Davosianer erwartet, dass der Pres. eines kaputten Landes sich demütig und unterwürfig zeigt (in der Hoffnung für das kaputte Land um Kredite zu ersuchen) – Anstatt dessen belegt der Pres. sauber, dass das Sozialismus und sonstige zentralistischen Maßnahmen die Wirtschaft ruinieren: „Keiner kann das besser wissen als wir Argentinier, die seit 80 Jahre das Experiment durchführen und es geht uns jedes Mal schlimmer“.
Vielleicht hat Milei gewusst, was von ihm „erwartet“ wurde, und hat genau das Gegenteil gemacht – und so den Weg dafür frei gemacht, das Land nach vorn zu bewegen: La libertad avanza.
Historische Rede. Hoffentlich wird sie ein Meilenstein zu einer besseren Welt, das Zeug dafür hätte sie.
Das ist es ja gerade. Warum sollten die Mächtigen irgendetwas verändern wollen, wenn die mindestens 1000 größten Konzerne mit ihnen am Tisch sitzen, die Politiker alle gekauft sind und die Völker indoktriniert? Es gibt nicht die geringste Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass sie selbst große Länder in die Pleite und in Kriege treiben können. Milei soll in das was sie planen, eingebunden werden.
„Satte Menschen werden keine Kommunisten.“ (Oberst Krehan, 10 Jahre russ.
Kriegsgefangenschaft)
Jetzt kann der WEF behaupten, er habe nicht vor, Diktatur und Planwirtschaft/Zuteilungswirtschaft/Staatswirtschaft aka Sozialismus einzuführen, schließlich habe man Milei sprechen lassen, man sei eben „offen“ und diskutiere alles … blablabla
eine Feigenblatt-Rede für das WEF.
Womit nicht gesagt sei, dass Milei nicht Recht hat.
Hier ein Link auf eine deutsche Übersetzung der kompletten Rede. Da es sich mit dieser Rede im eines der treffendsten Plädoyers für die Freiheit handelt, das gleichzeitig im Nebenzug darlegt, warum viele gebräuchliche Begriffe ( wie Kapitalismus als linker Kampfbegriff, um den Sozialismus anzupreisen, nmM) in der Diskussion und gerechte Gesellschaft etwas suggerieren, was sie nicht sind, lohnt sich die Lektüre auch für wirtschaftlich nicht so Interessierte!
https://www.freiewelt.net/nachricht/milei-in-davos-der-sozialismus-ist-immer-gescheitert-10095543
Meine verstorbene Lebenspartnerin sagte:
“Glaube nicht, was dir die Leute erzählen, sondern sieh’ hin, was sie tun.” {wenn
sie es zulassen}
Vielleicht auch für Sie überdenkenswert (wie Balthasar Gracian):
“Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne”, Friedrich Nietzsche:
https://www.projekt-gutenberg.org/nietzsch/essays/wahrheit.html
MfG
Grüß Gott, Erinnerung!
Verzeihen Sie die Unhöflichkeit meiner Nichtantwort, aber ich lese hier eigentlich nicht mehr mit und fand nur die Ausrichtung des Artikels angesichts der Blödheit, mit der sonst im sogen. Freien Westen über Milei berichtet wird ( wo er ihnen sich schon die richtige Diagnose gestellt hat!) unterstützenswert.
Zu dem, was Sie sagen. Es gibt da noch eine Kurzform:“An ihren Taten werdet ihr sie erkennen!“
Gemessen an dem kommt MILEI überdurchschnittlich gut weg!
Die wesentliche Frage ist, ob man ihn machen lässt! ( Es gibt zu viele parasitäre Profiteure des feudalen Status quo im Westen. Und Argentinien gehört leider zum Westen,bzw. Hat sich durch die Peronisten National sozialistische Politik der letzten 80 A fast alle Freiheitsgrade genommen, die es ihm erlauben würden, da jetzt auszuscheren.
Mileis Plädoyer für die Freiheit erscheint mir auf jeden Fall tiefgründig stringent und überzeugt mich bei allen Zweifeln, die ich sonst so zu anderen Themen bei ihm habe ( er ist ein Mensch, nicht mehr).
Mit gutem Gruß nach Deutschland! PF